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Bunsen's verbesserte Kohlenbatterie und einige Versuche mit derselben.

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402
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IX.
E u n .sen’s oerbesserte Kohlenhatterie iind
‘rinige Vcrsuihe mit derselhen.
D i e ursprungliclie und die nacliherige Einrichtung der
von Prof. B u n s e n constrnirten Kohlenbatterie werden
den Lesern aus den fruheren Aufsatzen ubcr diesen Gegenstand (Anual. Bd. LIV S. 417 und Bd. L V S. 2 6 5 )
bekannt seyn. Seitdem hat der Erfindcr einigc neue
Uocuiiiente uber seine Batterie in den Ann. de chirnie
et de phys. Ser. 111 T.YIII p. 25, vcriiffentlicht, aus
denen wir Nachstchcndes zur Vervollst3ndigung jencr Aufsiitze glauben hervorheben zu niiissen.
Iin Ganzen ist die zuletzt in diesen Annalen bescliricbene Einriclitiing beibehalten worden; allein die
Kcttcn zur Wasserzersctzung zwisclrcn Platinplatten bctrilrt, so liegt
d h ofknbar nicht oder wenigstens nicht allein in &em W i d c r dcrbtnnd , denn sonst miifste man durch VrrgriiLerung der Platten,
oder iiberhaupt durch Verringerung des Widerstandrs in der eigentlichen Kette die Wasserzersctzung hervorrden konnen. Bckanntlicli
W’cnn auch die Acten iibcr den soist dicTs abcr nicht der Fall.
gensnnten Uebergangswide~stan~lnoclr nicht filr geschlosscn zu ha1
ten sind, so ist doclr so vie1 gcwifs, dab nicht diesern allein, sondern wesentlich der sogenannten Polarisation die Hemmung dcr Wasserzersefzung zugeschrieben werden mufs, was auch ia von den meistcn Physikern lhngst ancrkannt ist. Eben so sclieint mir der Satz
von dem Erfordernifs rweier chemisrhen Actioncn zur W’asserzersetzung wenig erwiesen; ich glaube vielmehr, dafs cine einzige ehemische Action (um irn Sinne dcr chemischen Theorie zu spreclien), oder
viclmchr cine einzige elektromotorische Krah , wenn Ze n u r hinlsnglich stark ist, urn die a n den Platinplatten des Voltameters entrtandene elektrornotorische Gegenkraft gchorig zu uberwhltigen. vollkommen dassclbe bewirkt. Aueh miichte iclr fragen, wic dcr Verf i n
sciner Kette die Reduction des Hyperoxyds als cine zur Erzengung
des Strornes beitragende chemische Action betrachten konne; ich kann
sie fir oichts andcres halten, als fiir eine Wirkung, eine Folge, des
Stroms.
P.
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Glasgcfifsc dcr Zellen haben eine zweckmafsigere Gestalt erhalten, in sofern sie das Entweichen der salpetrigsauren Dampfe beschrlinken. Die Glasgefiifse R B A A
( T a f . 11 Fig. 2 ) sind nainlich Cylinder, die sich nach
obcn halsfi5rmig verengern. i n diesen passen die hohlen
Kohlencylinder C C C’ C’so, dafs oben niir ein geringer
Zwischenraum bleibt. Sie uinschliefsen die porosen Thoncylinder D D , in denen wiederum die Zinkcylinder z z z z
stehen. Die Kohlen, obwohl von der hiirteren Art, sind
doch im geringen Grade poriis, und deshalb am herausragenden Ende init Wachs getrankt, damit der Ziukring,
dessen Ansatz P’mit einem iihnlichen Ansalz des n;ichsten Zinkcylinders durch eine Klemme verbunden wird,
nicht von der Salpetersiinre leide. Den Ansatz des Zinkcylinders sieht man fur die abgebildete Zellc in p ” .
Die Gltiser werden mit Salpetersaure von 1,305 spec.
Gewicht gefiillt, und damit diese desto ungehinderter zum
Thoncylinder, der Schwefelsaure von 1,170 spec. Gew.
enthZIt, gelangen kannc, sind die Kohlen ringsum mit
einigen schrSg eingebohrten Liichern versehen.
Mit einer Batterie von 45 solchen Zellen hat Hr.
Prof. B u n s e n verscbiedene Versuche angestellt, untcr
anderen, urn .die Anwendung des zwischen ihren Polen
sich bildenden Lichts zu Beleuchtungen zu prufen. Der
Licbtstrom zwischen Kohlenspitzen konnte , durch Auseiuanderruckung derselben, bis sieben Millimefer vcrllngert werden. Seine Inteositat nahm zu, so wie man die
Spitzen einander nzhertc.
Zur Messung dieser Intensitzt. wurde folgendes Verfahren benutzt. Es sey ein durchsichtiges Diaphragma,
z. B. eiu Stuck dunnes Papier a a (Fig. 11 Taf. 3), in
der Mitte durch ein zweites Papierstuck 66 verdoppelt.
Dieses Diaphragma werde von der hinteren Seite L durch
ein schwaches, aber constantes Licht a erhellt, von der
vorderen L’ aber durch das Licbt a’, dessen Intensilt
man messen dill. Man sieht, dafs die Vorderseite des
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Diaphragina durch die Coincidenz der beiden Lichter
verschiedenartig erhellt seyn wird. Die Helligkeit der
Seiten a b besteht aus den von L ausgegangenen Strahlen a und dem, nicht durch das Diaphragina gegangenen
Theii des Lichts L’. Folglich ist die Helligkeit beider
Der Theil b b der Vorderseite des DiaSeiten =a+@.
phragma empf3ngt gleichfalls die Lichtmenge a, weniger
die von den1 doppelten Papier zuriickgehaltencn Strahlen x.
Die Seite b b empfangt von a’ die Lichtmenge p,
und tiberdiecs den Theil des von a’ ausgegangenen Lichts,
we1chc.s das erste Papier durchdringt und von der Oberflache der zweiten zuriickgeworfen ist. W i r bezcichncn
ihn durch y.
Die Helligkeit der Seite 6.b ist also im Ganzen n+/3
--x+y.
W e n n x = y , sind die Helligkeiten der Seiten b b und a b gleich, niimlich n+p, und das Papier erscheiiit als eine weifse, gleichfiirmig beleuchtete Flache.
W c n n X > y, so empfingt die Seite b b weniger Licht
als a b , und erscheint als ein dunkler Fleck mit weifsem
Grunde.
W e n n endlich y > x , hat man den umgekehrtcn
Fall, uiid die Seite 66 erscheint als cin weifser Fleck
auf dunklem Grand.
Nahert man die Lichtquelle L’ dem Diaphragma, so
zeigt die Oberflache successiv die angegebenen drei Phasen. Zur Vermeidung der subjectiven Farbenthe, wctche den Uebergang des Schwarz in Weirs begleiten, bedient sich Hr. B u n s e n zweier matter Glasplatten, die
zwei auf einander gelegte Stucke Briefpapier einschlieh e n , ein grafseres und ein kleineres. Stellt man diese
Platten an die Vorderseite eines im Innern schwach erleuchtefen Kaslens, so ist es leicht, durch Nahern und
Entfernen dieses kleinen pbotometrischen Apparats, den
Abstand zu finden, bei welchem die Oberflache gleichfarmig erleuchtet scheint, ohne einen weirsen- oder einen
a
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chwarzen Fleck zu zeigen. Das Quadrat dieses Abstan.
des giebt das gesuchte Vorhaltnifs der Lichtstarke.
Nach dieser Methode, welche auch die Vergleichung
verschiedenfarbiger Lichter erlaubt , hat sich gefunden,
dafs die Flamrne einer Kohlenbatterie von 48 Zellen eben
so intensiv ist, als Licht von 576 Stearinlichtern. Der
so wirkende Strom hatte eine absolute Intensitat =52,32.
Hr. Prof. B. hat uberdiefs heobachtet, dafs sich,
ohne VerstSrkung des Stroms, der Lichteffect inehr als
verdoppeln lafst, wenn man die Kohlenspitzen mehrmals
rnit einer concentrirten Liisung von schwefelsaurein Natron triinkt.
X. S i l l i m u n ’ s Kohlenbatterie.
I%.
B e n j a m i n S i l l i m a n , seit einigen Jahren Mitherausgeber vom American Journal of Science and Arls
seines Vaters, ist durch einen Brief von B e r z e l i i i s an
den Dr. H a r e , worin der Batterien mit Kohlen als gleichzeitigen Stellvertretern des Piatins und der poriisen Thoncylinder (also von B u n s e n’schen Batterien anfinglicher
Einrichtung) erwahnt wird , veranlafst worden, ahnliche
Batterien aus Graphit zu construiren, was freilich ohne
sein Wissen schon Hr. J. F. C o o p e r zu London im
J. 1839 gethan hat I ) . Wiewohl nun in der Anwendung dieser Substanz zu G r o v e’schen Saiilen nichts
Keues liegt, so miicht;? doch die Form, welche Hr. S.
seiner Batterie giebt, und im obigen Journale, VoZ.XLIY
(1843) p. 180, beschreibt, noch kennenswerth seyn.
Hr. S. wandte anfinglich natiirlichen Graphit an,
verwarf denselben aber spater wiederum, nicht weil er
nicht in hinlanglicher Menge zu erhalten sey, sondern
1) Phil. Mag, Ser. ZIf 701. XYI p . 35. (huch Ann. Bd. XXXXIX
S . 589.)
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