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Chemie der organischen Kunststoffe. Von W. Huntenburg. 100 S. J. A. Barth Leipzig 1939. Preis br. RM

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von grober Bedeutung sind, iiberseheii worden. wie z. B. die Zerlegung von Kohlenwasserstoffgemischen in die Einzelkomponenten
durch fraktionierte Destillation in Kolonnen oder Bestimmungsmethoden fur Butadieu, um nur zwei herauszugreifen. Die Mikrogasanalyse ist-in ihren Grundziigen behandelt. Eine knappe und
iibersichtliche Darstellung der Untersuchung von Luft auf Atemgifte, der physiologischen Wirkung der Gase und der Atemschutzgerate tragt der Tatsache Rechnung, daB auch die Kampfgase
z u m Arbeitsgebiet des Gasanalytikers gehoren. Im ganzen gesehen
findet man viele niitzliche Anregungen in dem vorliegenden Buch ;
die eben erwahnten letzten Abschnitte werden ihm aber eine weitere
Verbreitung sichern.
K. Pekrs. [BB. 86.:
Goethe i m chemischen L a b o r a t o r i u m zu Marktredwitz. An1HBlich des 150jahrigen Fabrikjubilaums herausgegeben. Verlag
Hoppenstedt & Co., Berlin 1938.
Das 150jahrige Bestehen der am 24. Juli 1788 gegriindeten
chemischen Fabrik W. C. Fikentscher, der heutigen Chemischen
Fabrik Marktredwitz A.-G., hat zur Veroffentlichung einer hiibschen
Erinnerungsschrift AnlaI3 gegeben, fiir die nicht nur die Liebhaber
der Chemiegeschichte, sondern auch die Freunde der Goethe-Literatur
dankbar sein werden. Das genannte Unternehmen ist zwar nicht
- wie es dort mehrmals heil3t - ,,die erste deutsche chemische
Fabrik", aber jedenfalls eine der altesten chemischen Fabriken
Deutschlands, die bis heute Bestand gehabt haben. Der Griinder,
Wolfgang Caspar Fikentseher (1770-1837). wie so viele Chemiker
jener Zeit aus dern Apothekerstand herkommend, hatte kiihn mit
18 Jahren die Fabrikation von Phosphor, Salpeter- und Benzoesaure
und rotem Quecksilberprazipitat aufgenommen, und in wenigen
Jahren war aus sehem kleinen Laboratorium eine chemische Fabrik
entstanden, die hauptsachlich Gaubersalz, Weinstein und Sublimat
herstellte. 1825 wurde die erste Bleikammer zur Gewinnung der
bisher auswarts gekauften Schwefelsaure errichtet, ferner wurden
Salzsaure, Chlorkalk, Brechweinstein, Zinnober und andere Cheuikalien erzeugt. Nach deiii Tode des Griinders iibernahmen seine
Sohne Fridrieh Ghristkm und MalthiZw Wilhel71~die Leitung.
Friedrich, der 1845 eine eigene Fabrik in Zwickau gegriindet hatte.
schied drei J ahre spater aus dem Unternehmen aus, sehr zum Schaden
der Firma, die nach den1 Tode von Matthaus Wilhelm Fikentacher
1890 an die Briider Tropitzsch verkauft wurde, die sie wieder zu
neuem' Leben erweckten. Bei der Reorganisation des Fabrikationsp r o g r a m traten Photochemikalieii, dann die von jeher besonders
gepflegten Quecksilber- und Antimonverbindungen in den Vordergrund. Durch die Verbindung niit dem Miinchener Vorkanipfer fur
Schadlingsbekampfung Hiltm~r.eritwickelte sich die Spezialisierung
der Fabrik auf Pflanzenschutzmittel; ihr michtigstes Praparat wurde
das von HiElner aufgefundene Beiznlittel Fusariol, dern sich nocli
weitere ahnliche Produkte anschlossen.
W . G . Fikentscher hatte auI3er seiner Fabrik auch eiue Glashiitte gegriindet, in der man nach Qehlens Vorschlag Glas mit
Glaubersalz statt Soda herstellte. Diese Glashiitte interessierte
Goelhe, als er 1822 bei seinem Besuch der bohmischen Bider in Eger
durch den jungen Fdcentsehe,r davon erfuhr. Am 13. August dieses
J-ahres traf er in Marktredwitz ein, wo er fiinf Tage im Hause
Fikentacher als Gast weilte. Diese reizvolle Episode wird in der vorliegenden Schrift aIi Hand yon Tagebucheintragungen Goelks anschaulich geschildert. Der Geheinie Rat interessierte sich besonders
fw die Herstellung von ,,entoptischen" und triiben Glasern, die ihm
wichtige Beweisstucke f i i r seine Farbenlehre waren. Tief beeindruckt
sah er sich in der Glashiitte die Fabrikation YOU Fensterglas an,
experimentierte mit Friedrich Fikenkcher im Laboratorium zwecks
Herstellung getriibter G l k r und verbrachte die MuBestunden in
anregenden Gespracheii mit den Familienmitgliedern oder mit der
Lektiire von Kunkels Glasinacherkunst. .,Was ich hier in eineni
Tage fand", so schreibt er in eineni spateren Briefe, ,,daraii laboriere
ich in Jena zwey Jahre, ohne zum Zweck zu gelangen. . ."
0.Bugge. [BB. 1-19,]
Chemie und Technologie d e r organischen Kunststoffe. Herausg.
von R. Houwink. Mit 273 Abb. und 95 Tab. Akad. Verlagsges.
m. 1). H., Leipzig 1939. Preis geh. RM. 40,40, geb. 42,40.
Unter bewubtem Verzicht auf eine Schilderung ,,ab ovo"
bringt Vf. im vorliegenden Buch einen ausgezeichneten Uberblick
iiber die auf dem Gebiet der synthetischen Hochpolymeren vornehmlich in den letzten zwri Jahrzehnten geleistete Forschuiigsarbeit
untl deren praktische Auswertung.
Zwei Kapitel, von W. lierth und C . I;. fkh?6tz, vertnitteln
in straff geordneter Darstellung ein lebendiges Bild des Weges von
der spekulativen Betrachtung zur wirklichen ,,Kenntnis der Hochpolymeren". Zwei weitere Abschnitte, ron E. Trout/)rsdor/ utid v o i i
1.h'owad, leiteu am Beispiel der Athylen- bzw. Viiiylderivate
und des Butadieiis zur herstellungstechnischen Betrachtung iiber.
Bei der Behandlung der Kondensationsprodukte iu weiteren Kapiteln
von H . Sliiger, G. Widmer, K. Prey und E. Haller steht, entsprechend
der fortgeschritteneren Entwicklung dieser Gebiete, die Anwendungstechnik im Vordergrund. hlit den Beitragen von E. HuUe7. A . V.
B b m und J . Cruik iiber die verschiedenen Veredelungsprodukte
a m Naturstodkn wird der selbstgesteckte Rahmen des Buches
eigeutlich iiberschritten, was aber im Hinblick auf die engen theoretischen und anwendungstechnischen Zusammenhange mit den rein
synthetischen Produkten nur zu begriiben ist. Ein kurzes Kapitel
von J . Rime iiber Kunststoffe auf Basis von Carbonsauren schlierjt
nut einem bedeutsamen Hinweis auf die Arbeiten von Gu~olhcrs,
welche als solche nicht mehr aufgenommen werden konnten. Besonderes Interesse verdienen endlich die Abschnitte von A. V .Blom.
, W. Zedwowski
und P. 0. Schupp iiber Werkstoffprufung. Hier
wird eine griindlichc Einfiihrung in die Methodik der chemischen,
physikalischen iind technologischen Werkstoffpriifung gegeben,
welche zugleich den hartnackigen Widerstand deutlich macht, den
tlie synthetisclieu Werkstoffe der vollstandigeii Definition und
Brfassung ihres Verhaltens entgegensetzen. Dem wichtigsten Ziel
der physikalischen Untersuchung, namlich der Riickfiihrung der
makrophysikalischen Eigenschaften auf die riiumliche und chenlische
Feinstruktw ist ein Kapitel von F. H. MwlZer gewidmet. Den
AbschluB des Werkes bilden mehrere urnfangreiche, aysgezeichnete
Tabellen von R.Houwink sowie ein gutes Register.
Alles in allem: Ein fur Riickschau und Anregung gleich wertvoller Leistungsbericht.
B . Jucobi. [BB. 170.1
Chemie d e r orpanischen Kunststoffe. Von W. H u n t e n b u r g .
100 S. J. A. Barth, Leipzig 1939. Preis br. RM. 4,50.
Die Chemie der organischen Kunststoffe ist heute zu einem
ansehnlichen Zweig der organischen Chemie geworden. ,,Die allgemeine Aufklarung iiber die neuen Werkstoffe soll i n das ganze
V o k dringen. An dieser Aufgabe mochte das rorliegende kleine
Buch mithelfen." Die Aufgabe, die sich der Actor in dem Vorwort stellt, bedingt die Ebteilung des Buches in einen kurzen ,,allgemeinen Teil", der sich mit den Gnrndlagen der organischen Chemie
befabt, und einen ,,speziellen Teil", der die Chemie der Kunststoffe
behandelt. Es ist allerdings fraglich, ob auf Grund der Einleitung,
die in ubersichtlicher Form einige Grundtatsachen der organischen
Chemie behandelt, von einem ungeschulten Leser der spezielle
Teil aufgenonunen werden kann. Daran konnen auch d i e Bemuhungen, durch Bezeichnungen wie Kunststoffe aus ,,zersetzteu" und
,,frischen Lebewesenstoffen" allgemeinverstPndlich zu sein, ilicht
viel andern.,. Der spezielle Teil gibt einen guten und vor allem z u verlassigeti Uberhlick iiber iIas Gebiet der Kunststoffe, wobei auch
tlie Verarbeitung und Anwendung beriicksichtigt wird. Der Verfasser h a t es verstanden, a d knappem Raum eine Darstellung
zu geben, die ~ 1 sEinfiihrung in die Kunststoffchemie geeignet
ist und die sicher auch Erfolg haben wird.
Kern. [BB. 162.1
Herstellung u n d Verarbeitung von KunstharzpreBmassen.
Von K. B r a n d e n b u r g e r . 2.Aufl. 355 S., 362 Abb. J. F. Lehmann,
Miinchen-Berlin, 1938. Preis geh. RM. 20,--, geb. RM. 22,-.
Bei dern Mange1 an Biichern, die sich mit der Herstellung und
Formung von Prebmassen aus hiirtbaren Harzen befassen, ist die
2. Auflage des urspriinglich in 4 Banden erschienenen Werkes sehr
zu begriiben. Erfreulich ist die klare Abtrennung der Thermoplaste,
zumal die umfangreichen Erfahrungen, welche beziiglich der Formung
hiirtbarer Harze vorliegen, nicht a d diese in lebhafter Entwicklung
begriffene Klasse von Kunststoffen iibertragen werden konnen.
Es ist heute schon klar erkennbar, daD die Entwicklung dieser
beiden Klassen vonKunststoffen sowohl in chemischer als auch in verarbeitungstechnischer Beziehung im wesentlichen unabhangig voneinander verlauft und da13 eine gegenseitige Beeintrachtigung in
wirtschaftlicher Beziehung keinesfalls zu befiirchten ist. So sehr
man der Auffassung des Autors zustimmen kann, daI3 eine Abtrennung der auf Acetylenbasis entwickelten Hochpolymeren
zweckmabig ist, so wenig kann man der Meinung beipflichten, daI3
die Methoden zu einer buchmalligen Darstellung noch nicht reif
waren. Die Methoden zur Formung sind in dem gleichen MaDe
durchgebildet wie die der h5rtbaren Harze.
Das Werk umfaBt 355 Seiten. Von Seite 103 bis 355 werden
die Verarbeitung der PreOmassen. die Maschinen zurn Verpressen,
Matrizen, PreDformen und deren Bau, die Nachbearbeitung der
PreBteile, Priifwesen und Anwendungsgebiete behandelt. Dieser
Teil des Werkes ist als wertvolle Darstellung des heutigen Standes
der Technik zu bewerten. Der Verfasser gibt sich als ausgezeichneter
Kenner dieses mechanischen Teiles des behandelten Gebietes zu
erkennen. Leider geben die ersten 100 Seiten verschiedentlich zu
Beanstandungen AnlaD, die auch durch den ausdriicklichen Hinweis,
das Buch sei fur den Praktiker bestimmt, nicht entkriiftet werden,
denn auch der Praktiker wird durch die Angabe, Harnstoff werde
clurch Einwirkung von Kohlendioxyd a d Wasserdampf hergestellt,
irregefiihrt. Ebenso erscheint die Erorterung iiber die Beziehungen
zwischen Harnstoff und Harnsaure und anderen Puriuderivaten nicht
am Platze. Diese Beziehungen sind doch viel komplizierter und abgelegener als die einfache und schon seit iiber 100 Jahren bekannfe
Tatsache, daP der Harnstoff als solcher eine im Harn des Menschen
und der Pflanzenfresser vorkommende Verbindung ist. Die Darstellung der technischen Harzerzeugung entspricht nicht dem
heutigen Stande; auch die Herstellung der Prebmassen verlauft
in einem modernen Werke nicht unwesentlich anders, als sie hier
dargestellt wird. Da-nun in Deutschland nur 8 Firmen sich mit der
d nyawandle ('heniir
53.Jahtg.1040. Nr.112
23
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