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Chemie und Patentrecht von Emil Mller. 3. neubearb. Auflage 1951 Verlag Chemie WeinheimBergstr. 172 S. DM 13

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Kenntnisse uber die Pektinstof€e, unter besonderer Beriicksichtignng der Patentliteratur, zu vermitteln. Man findet eine recht
vollstandige nnd aul3erst griindlich redigierte Zusammenstellung
der Patentliteratnr mit zahlreichen Referaten, wobei auch die
niederveresterten Pektine und Pektate beriicksichtigt worden
sind. Ringegen entspricht die Diskussion der wissenschaftlichen
Literatur, der Konstitution, der chemischen nnd physikalischen
Eigenschaften der Pektinstoffe, trotz einer gesonderten Zusammenstellung, zahlreicher neuerer Literaturreferate, kaum dem
Stand nnserer heutigen Kenntnisse. Ebenso wird eine eingehende
Besprechung uber das wichtige Gebiet des Nachweises und der
Analyse von Pektinstoffen, z. B. Messung der Viscositat, Messung
der Gellerfahigkeit, vermillt. Trotz allem vermag dieses Buch,
vor allem durch seine griindliche Beriicksichtigung erfinderischen
Schaffens, eine wesentliche Liicke in der bisherigen Pektin-Litcratur zu schliellen.
J . Solms
[NB 5141
Chemie und Patentrecht, von Emil Muller. 3. neubearb. Auflage,
1951, Verlag Chemie, Weinheim/Bergstr. 172 S., DM 13.80.
Der Verfasser beriicksichtigt in der vorliegenden 3. Auflage
seines bekannten Buches die neuere Rechtsprechnng vollstandig
und nimmt selbst zu vielen Entscheidungen, zum Teil unter recht
interessanten, rechtsphilosophischen Erwagungen Stellung. D a
das Werk somit den neuesten Stand der Rechtsprechnng wiedergibt, die gerade auf dem Gebiet der chemischen Erfindungen nicht
nur jetzt, sondern auch schon in den letzten Jahren vor dem Kriege
Gegenstand lebhafter Erorterungen gewesen ist, ist es fur alle,
die sich mit den Frageu des gewerblichen Rechtsschntzes auf dem
Gebiete der Chemie, der Nahrungs-, GenuB- und Arzneimittel besehaftigen, ein unentbehrliches Hilfsmittel. Besonders wertvoll
ist das Buch dadurch, daB in ihm die Probleme der chemischen
Erfindungen ansfuhrlicher als in allen anderen Kommentaren abgehandelt sind nnd sie nicht nur vom Standpunkt des Juristen,
sondern auch des Fachmannes gesehen werden. Zn wiinschen ware
lediglich bei einer weiteren Auflage des Bnches eine genauere
Fassung einiger Literaturangaben, um sie leichter auffindbar zu
machen (vgl. I . B. Seite 28, 29 und 30).
H . ~~~~i~ [NB 5171
Weitere 10 Kapitel behandeln die Herstellung der Viskose nnd
das Spinnverfahren selbst. Besonders instruktiv ist die Schildernng
des Spinnvorganges und der Fadenbildung. Die letzten 8 Kapitel
beziehen sich auf die Nachbehandlung (Wische) der Gespinste,
das Avivieren, die Trocknung und die textile Fertigstellung der
Fasern. AnschlieBend werden die direkte Herstellung von ausgeschrumpftem Reyon sowie das Spinnen von Reyon i m fortlaufenden Arbeitsgang beschrieben. Das Werk schlieWt mit Kapiteln
iiber die Eigenschaften und Untersuchung der Chemiefasern ab.
Das Erscheinen der zweiten Auflage schliel3t eine in dcn letztcn
Jahren fiihlbare Liicke. Wie - d i e erste Auflage wird auch die
zweite sohnell zu einem unenbbebrliohen Handbuch jeden Chemikers aber auch jeden Ingenieurs i n der Chemiefaserindustrie
werden. Dariiber hinaus bietet das Buch eine Fulle interessanten
Materials' fur die wissenschaftlichen Institute sowie die weiterverarbeitende Industrie. Der zweiten Auflage wird ein gleicher
~ l l i ~ [NB
~ sO91
Erfolg beschieden sein wie der ersten.
Chemiefasern naah dem Viskosererfahren, von K . Gotze. 2. Aufl.
von ,,Kunstseide und Zellwolle nach dem Viskoseverfahren".
Springer-Verlag, Berlin/Gottingen/Heidelberg, 1951. 739 S.,
479 Abb., D M 78.--.
Die 1940 erschienene erste Auflage des Bnches wurde zn einem
Standardwerk in der Chemiefaserindustrie und war in kurzer Zeit
vergriffen. Die zweite Auflage h a t an Umfang erheblich zugenommen. Wahrend die Einteilung im grol3en nnd ganzen beibehalten
worden ist, sind samtliche Kapitel erweitert und anf den neuesten
Stand gebracht worden, einschlielllich der wissenschaftlichen Abmhnitte, die auch die modernsten auslandischen Forschungen beriicksichtigen. Eine Reihe von Sachgebieten 'konnte neu aufgenommen werden, unter denen die Vcrhydrolyse bei der Zellstoffherstellung, die chemische Reife der Alkalioellulose, die chemischthermische Viskosereife, die direkte Herstellung von Viskose, die
Riickgewinnung von Schwefelkohlenstoff, die Reinignng der
Spinnereiabgase unter Wiedergewinnung des Schwefels sowie die
unmittelbare Herstellung verspinnbarer Zellwollbander besonders
erwahnt werden sollen.
Die ersten 5 Kapitel betreffen die Ansgangsmaterialien fur die
Zellstoff-Fabrikation, die molekulare und iibermolekulare Struktur der Cellulose sowie die Fabrikation und Priifung der Zellstoffe.
Fiirberei und Zeugdruck. Die theoretischen Grundlagen, von R .
Huller. Springer-Verlag, Wien, 1951. 236 S., D X 32.70.
Studien und Versuche, die der Verfasser wahrend seiner langjahrigen praktischen Tatigkeit auf kolloidchemischem Gebiete
ansgefiihrt hat, bilden die Grundlage des vorliegenden Werkes.
Nach einer kurzen historischen Einleitung wird die Ostwaldsche
F a r b e n l e h r e behandelt (die in ihrer praktischen Auswirknng
wohl iiberschatzt wird). Besonderen Raum nimmt die kritische
Beurteilung der verschiedenen Theorien uber den Aufbau der
Cellulose ein. Ansgehend von der Anschanung 2). Niigelis, daD die
Fasern eine organisierte Substanz darstellen und aus Nicellen
und Micellarinterstitien bestehen, werdcu auch die neueu Auffassungen von Hess, Staudinger n. a. erortert. Der morphologisohe
und histologische Aufban der vegetabilischen nnd animalischen
Fasern sowie der Kunstfasern nnd vollsynthetischen Fasern werden anschlieBend besprochen.
F a r b s t o f f lo s u n g e n werden als polydisperse Systeme aufgefaWt, und das Verhaltnis der TeilchengroWe in den Losungen zur
Oberflachenbeschaffenheit des Substrates wird als bestimmend
hingestellt fur den Farbevorgang und die Echtheit der Farbungen.
An Beizen- und Entwicklungsfarbungen kann dieser Vorgang besonders deutlich verfolgt werden.
Dem Z e u g d r u c k ist imVergleich zur Farberei nur ein bcscheidener Raum gewTdmet, was dadurch zu begrunden ist, daW vi de
Erkenntnisse auf dem Farbereigebiet nnd die Abhandlungen iiber
die Faserstruktur auch fur den Zeugdruck zutreffend sind, andererseits aber ist der iiberaus wichtige Vorgang des Dampfens,
d. h. die Wandernng des Farbstoffes ans der Verdickung in das
Material nur sehr mangelhaft nntersucht, und die wenigen vorliegenden Arbeiten reichen nicht aus, u m weitgehend zur Klarung
dicser Fragen beitragen zu konnen. Die Vorstellung von BQtschli,
da0 den gebranchlichen Verdickungen eine Wabenstruktur zugrunde liegt, kann durch die neuesten Fortschritte auf dem Gebiete der Mikroskopie weder bewiesen, noch widerlegt, noch dnrch
eine bessere Theorie ersetzt werden. AbschlieDend werden dem
Pigmentdruck einige Zeilen gewidmet.
M i t dem Erscheinen dieses Buches wird eine spiirbare Liicke
geschlossen; denn der Colorist und Textil-Chemiker hatten bisher
wenig Gelegenheit, sich iiber die theoretischen Grundlagen des
Farberei- und Druckereivorganges zu informieren. Die 5eh.r zahlreichen Literaturhinweise ermoglichen das Studium der Originalveroff entlichungen.
D. J . Brehme
[ X B 5151
Gesel I s c h a f t en
G e s e l l s c h a f t Deutscher C h e m i k e r
Deutsche Geseilrchaft
fur Elektronenmikroskopie
4. Sahrestagung r o m 6 . 4 . Juni 1953 i n Tiibingen')
Aus dem Vortragsprogramm:
U . Hofwmzn, Darmstadt: Eroffnungsansprache nnd Einfuhrungsvort,rag.
Physik der Elektronenlinsh (7 Vortrage).
Wirkung der Elektronenstrahlen auf die Objekte (5 Vortrage).
Strukturuntersnchungen an kristallinen Objekten (7 Vortrage).
Elektronenoptische GerLte (7 Vortrage).
Einzelfragen zur Technik der Elektronenmikroskope (11 Vortrage).
Praparationstechnik (7 Vortrage)
Elektronenmikroskopische Untersuchungen aus Chemie und Technik (5 Vortrage).
Elektronenniikroskopisohe Untersuchungen ans fler Mikrobiologie
(16 Vortrage).
Elektronenmikroskouische Untersuchungen ans der Histologie
(7 Vortriige).
1)
Vgl. diese Ztschr. 6 4 , 175 [1952].
Angew. Chem. I 64. Jahrg. 1952
I Nr. 9/10
GDCh-Fachgruppe ,,Analytische Chemie"
3. Arbeitstagung und ~t g l i ed er v er samml u n g
Anlal3lich der ACHEMA 1952 in Frankfurt/M., findet am Mittwoch, den 21. Mai 1952 im groBen Vortragssaal des Chemischen
Instituts der Universitat, Frankfurt/M., Kettenhofwey, eiue Arbeitssitzung statt.
Beginn 10.30 Uhr: Prof. Dr. H . W . Kohlschiitter, Darmstadt:
,,Morphologische Analysenmethoden" (zum Nachweis aktiver Kieselsanre). - Dr. W . Iioch, Diisseldorf: ,,Flammenspektrometrische
Untersuchungen metallischer Stoffe mit hoher Empfindlichkeit". Prof. Dr. W . Geilmann, Mainz: ,,Schwefel-Bestimmungin Gliisorn".
14.30 Uhr: Dr. F . W . Kerckow, Lndwigshafen: ,,Die technische
Aualyse von Losungsmitteln und ihren Gernischen". - Dr. K .
Miiller, Ludwigshafen: ,,Beitrage zur Bestimmung dcr olefinischen
Doppelbindnng". - Dr. R . Kethur, Haseufeld: ,,Analytik und
Normung von Filtern und Filtrierpapieren".
17 Uhr : Mi t q l i e d e r v e r s a m m l u n g . Taqesorduunp: 1)Kurzcr
Bericht des Vorstandes; 2) Festlegung einer Fachgruppensat.zung;
3) Festlegnng der Herbstveranstaltung; 4) Bildung von .lrbeitskreisen; 5) Verschiedenes.
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