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Chemiker-Ausschu des Vereins deutscher Eisenhttenleute im NSBDT.

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Uer Pyridiuextralit ails $.cigclcierii zeigt iiach der 1;ntfiirblug
ales Echinochroms mit Natriumdithionit dieselben scharfen Hamochromogenbanden viie pflanzlielie Prroxydase bei gleiclier Behancllung. Peroxydase ist in Seeigelcicrn iuehrfach nacligcwicsen wordengj ,
1% besteht dalicr die 3IBglichkcit, (la13 den1 I~ehinoclironieine biologische Bedeutuny: nicht iiur :ils Ilefruclitungsstoff, sondern auch nls
Katalysator dcr ..\tirmiig drr Eirr und tler Rnibryonen zukonimt.
Chemisches Institut der Universitiit Greifswald.
Colloquium am 28. November 1941.
A. Luttringhaus, Grcifs\v:iltl: S r c ~ TJnkselziLngrit d k t c l i -
orqciniacher Verbiiitlwigen .
Nadi einer nllgrnieineu Clxrsidit iiber die hrilagcrungs-,
~Vasserstoff;~ustn~iscliund ~rmlngeruiigsrcaktioncn von lithiuinuntl natriumorganisclien Verbintlungen wircl in Portsetzung friilierer
Arbeiten speziell die I?mlagerumg von Diaryliitherii in o-Aryl-phenole
iiber die o-Satriuiii-verbindiiiiy:cii bcliantlclt. \\‘i&rentl, wie friiher
tnitgetcilt~),?-l’Iieiiox-y-bipheriyl ilalxi 2,6-Diphenyl-phenol licfert,
gelit das 3-Isonierc in ~,5-~>iphe1iy~-p~1e1io~,
das 4-Phenoxp-biphcnyl (I)iibcr I1 in 2,4-Diplienyl-]jhcnol (111)iiber :
nei dcr Unilagerung tlcr drci isomeren lither verbleibt also dcr
Sauerstoff stets a m Biphenylrest, obglcicli, \vie beim 2-Phenoxybiphenyl gczcigt wurde, auch die isomeren Natriutnverbindungeii
init dem Katrium im Phenylrest auftreten. Diese reagieren aber
cstramolekular wveiter. 111 dcr Konkurreriz nrii die lockrrndc IVirkiing auf die Bindung voni Sauerstoff zum antleren Substiturnten
tlomiiiieren der 2-, 3- nnd 4-Xenylrest iilxr tlie I’henylgruppe. Auf
tlie Parallelr zur stgrkercn Dissoziation des Hesasenyliithans gcgeniiber derii Hexaphenylatban wird hingcwicscn. Die Regvl, da13 tler
kleincrc Arylrest voni Saucrstoff gctrcnnt wird, gilt aucli fiir den
a-Naplithgl-phciiyliiither, demi dicser vii.rtl (lurch I’henylnatriun~ zu
2-Phenyl-a-iiapIitliol uuigclagert. 1)agcgrn spring1 lwini $-Saphthyphenylithcr tlcr Xaplithylrest vom Sauerstoff nb, da bri tlrsscn 17nilagcrnng tlas 2-(~-Saplithyl)-plienol(IV) entsteht :
iu der eilie ~isenliyclroxydl)il;[uiy iiiclit crfolgen Lanii, cines Kupferclrahtnetzes in Kupferbromidlosung als Katliotle, laufende Erneuerung
des Anolyten, sorgsaint lfberwachung des Anodenpotentials und
AusschluB der Luft w a r e n d uncl nach dcr Isolicrung bis zur Ver-.
brennung bei dcr Kohlcnstoffbestimmung war es moglich, den gcsamten Kohlenstoff des untersuchten Stahles i r i i Ruckstand zii
erfassen. Die so isolierten Riickstiinde enthieltcn 7- -20(:;
Kohlc,
die sicli auf keineni cliemischen otlcr physikalischeii U’cge in gebundenc uiid ungebundene zerlcgcn lieBm.
Diescr Kohlenstoffgehalt hiingt, wie sieh aus z;ihlrciclicn Untersuchnngcn ergall, von
cler Warmebehandlung, d. 11. von tler Gefiigeausbildung cles Stahlrs
nb, derart, da13 er sicli fallcntl uni so Iiiclir clcni Kohlenstoffgelia~t
tles Bisencarbids FesC nahert, je grobkorniger die %eriientit:~usseheitlungen dcs Gefiiges sind. Nach weiterer Verbcssermig rlcs Isolierungsverfahrens grlruig es, bei c k r gblosung des isolierten Carbides
von dcm unarigegriffencn Kern zwci Schichtcn zu trennen, rinr
au13cre niit hijhcrern T(ohleiistoffgclialt untl cine irinere hellere niit
den1 Iiohlenstoffgchnlt tles Zcmcntits; dabei war nn solchen I’roben,
cleren Ruckstand ungefihr die Zusariittiensetzuiig des Zemcntits
liatte, die iunere Sehicht sehr tliinn, bei Probcn, die einen kolileristoffrciehen Riiekstnnd liefcrten, dagegcn vie1 dicker. 1)araus folgt,
(la13 in den kolilciistoffreichcre~iKiickstantlcn nicht ein kohleiistoffreiclieres Carbid, sonclern frcier clurch sekundiire Zersetzung
tles priiiiiir freigclcgteri Carbitls cntstandcner Kohlenstoff neben
Zementit rorlianden ist. J c holier dcr Stahl nngelnssen, d.h. jc
griiber das ausgeschicdenc fiisenearbirl ist, iiin so weniger wircl cs
bei ilcr Isolierung zersctzt. 1)urcli 1Ieral)sctzcn dcr StrornstSrkc
bci cler Isolierung gelang es, die Zersetzung fast viillig zu verineiden ;
claki zcigte sich, da13 die StromstLrke nni so klcincr sein inuB, j c
liijlicr cler Kohlcnstoffgelialt cles Stdiles ist. Die annlytisch gcfinidenen Cnterschiede in den lxiden Scliieliten der isolicrten Kiiekstiinde, insbesondere dns Vorhondensein zweier I’hascn, konnten
niit Hilfe des I~lektroncn-~iberniikrosko~~s
und (lurch niagnctische
JRssungen bestdtigt werden. Das neue Isoliernngsverfahren hat
:ilso gezeigt, da13 in allen carbidischen StBhlen der gcsamtc Kohlenstoff als I+& vorlicgt. Das war iiiiiglicli, weil niit IIilfe diescs Verfahrens erstmalig der gesanite Kohlenstoff erfaWt w-erden konntr,
gleicligiiltig ob cr in Form von grobkornigetn, feinkornigent otler
gar lamellarein Zenwntit vorlag. Has Xiel ist, tlas Ycrfnhrcn nucli
euf lcgiertr Stihle atizuwentlrn. Dcr Anf:mg win4.c lxrcits in
c.inigen Siliciunl- iuid Chronistiihlen genincht.
I)r. H . Kempf, 1)uisburg-IIaiiil~orri
: Die rCicl~nc.ZZbesti,ii/.t,,irlcB
rofi .%fangair,I’hosphor, Scltzvejel icnd S i l i c i i m iin Roheisc.?~.
nei der Eisen- und Stalilcrzcugung sirid vielfacli in kiirzcster
%e;t durchgefiilirte quantitative Analyscri von griiWtem Wcrt. \Vie
in tlcr vorjiihrigcn Vollversntrinilnng beriehtct wurtle, ist es in
Aiiicrika mit IIilfe der Spektralanalyse gelungc.n, zii erstaunlicli
kurzen Analysenzcitcn zu koniiiicn l l ) . Dcn 1,:rboratoricn der AugustTll~sscn-Niittewurde die Sufgabe gcstcllt, die Analyse des RohDie Koiistitution nllcr tliescr Iicucn I’henole 111u13tc - - - bis auf
eiseiis so zu lxschlcunigcn, daW noch Tor neendigung tler Illasezeit
(10s bekanritc 2,5-Diplieriyl-pl~c1~ol
- grsoritlert bewicscn wertlcn.
iiti Konverter (lie Ergcbnisse \-orliegen. Die I,&ung tlicser Aufgalit.
Auch Thio5ther zcigrn prinzipicll die nnaloge U n h g e r u n g .
gelang mit I-Iilfe nornialer clicmischer Verfahrcn durch geschicktc
So. liefert z. B. 1)iphcnylsulfid o-I’lienyl-thioplienol, jedoch ist tlas
Organisation und gewisse verbcsscrungen an sich 1wkaiintc.r
Hauptprodukt cler 1.7rrlsetzung mit I’hcriylriatrium riicrkwiirdigerweise Uiphenylensulfitl, I)er vcrmutlichc Jkchanismus clieser .krbcitswcisen. 1%ist in den ’l‘hyssen-T,aborntorien bcute iniiglicli,
l)ehydrier~ingsrcnktioii, die untcr Satriuiii- otlcr S;itriuI1I11ytlritl- in G niin die Eleiiientc hCangan, Phosphor, Schwcfel, Siliciunl untl
Kohlenstoff bci gleichcr (‘xnauigkeit zu bestirnrnen. I:inscl~liclJlirh
Abspaltung vcrliiiuft, w i d tliskuticrt.
I’robcnahine uric1 Aufl)ercitung tlcr Probe sincl 9 min erfordcrlieh.
Zum Schlul3 wvc:rclrri tlie Ilcziehungcn der gcschilderten IsoJIodernste technisehe Einriclltungcn, wie z . 13. Kohrp)stbeforderiiri~
merisationsraaktion zu den cinfnchen prototroperl I:mlagerungen
tler Proben, Ikrnschrcibcr ziir ~ b e r m i t t l u n gdcr Icrgebriisse, dazu
sowie die allgemcine Brdeutung tler Prototropic 1x4 zahlreichcn T J m cine Xnortlnung dcr bcnutztcn Gzriitc, die jeden iibcrfliissigen \Vcg
setzungen criirtcrt.
vernieidet, tragen zur 1;rreichung einer tlcrartigen Ixistung bei.
So sind, u m einigc Punktc tler Arbeitsiveisc zu ncnncn, die AnalyscnChemi ker-AussQuS
waagen nicht, wie sonst iiblich, in einciii besontlrren Wigernuru
untergebrnclit. Sic werden s t a t t dessen ciurcli ein Gehiiuse, tlas
desvereins deutsQer Eisenhiittenleute im
tlnuernd voxi rciner 1,uft durchspiilt mird, \or den1 Eiiitritt korro26. Vollsitzung am 25. November 1941 in Dusseldorf.
tliercntlcr Wimpfe geschiitzt. Zur Beschlemiigung t i c a s 1,osens mirtl
Prof. Dr. Ed. Houdremmt, Dr. P . Klinger u i i d 1)r. die l’robe sehr fein pulverisiert und auf ein Sieb von 6400 hIaschenj’cln ’’
gcgcben, so dal3 nur die fciristeri Anteile verwariclt wcrden. Die UeG . Blaschczyk, JSssen : E:in ~ t e u c s clsklrolyfixcl~cs 1aolier~m.g.sstiluttlung des Siliciulris, die sonst die liingste Zeit in Ansprucli
esrfnhTen zibr Be.stim?nioi.y (leu I<i.sencar!Jiils’O).
nilmilt, wird (lurch Vrrwendung \-on Uberehlors2ure hestitmnter
Risenc:irl>itlzu isoliercn, wurtlc schon o f t versucht, zumeist niit
I<onzeritr;rtion als Losungs- uncl I:nt\vSsserungsnlittcl untl tlurcli
IIilfc verdiinnter nicht nsytlicrcntlcr Siuren. Die Z;nclipriifung,dt:r
Verascheii des Kieselsiurefilters iin Sauerstoffstrom beschleunigt.
bekanntestcn Siiureisolicrungs\erf~~irc.ncrgal), (la13 mit ihrer IIilfc
1)eu Gefdiren drs Srbeitens iiiit ~berchlorsaiurewird clurch Vercine quantitative Al)trenriung tles Usencarbids unabhiingig VOIII
wcntlung von clurch Schritglas und Naschentlraht gcsicbcrteri AllGefiigezustantl nicht tnoglich ist, (la einlllal der bei cler Auflbsutig
zugsscheiben, Bericselung dcs Abzugskannls nnd durch Verineitlung
tlw Eisens auftrctendc nasziercnde Wasserstoff einen Teil tlcs Carbitl- hohcr Saurckonzentratioiieil bcgcgnct,
kolilenstoffes in gnsffdrmige Kohlenrvasserstoffe iiberfiihrt untl aiiflerI)ic Arbeitsmeise dcr geschildcrtcn Schncllanalye \vurdr in
tlem das isolicrtc Carbiil (lurch die S i u r e zersetzt wird. Die bishcr
c+iein Film iihcrzeugerid t1:irgrstcllt.
vertjffentlichten elcktro!ytiscllel1 I s o l i e r m ~ y s ~ ~ e r f a larbeittw
ire~~
zuIn der ansch1ieBenden .4.u.ssprnche tcilt 1)r. -4. S e u t l i c
mcist auch nlit saurem ]:lektrolyten, s i d daher ebenfalls nicht
(Dortiiiund-IIocrtler IIiittenr-erein -4.-G., Dortmund) rnit, da13
cinwandfrei ; au13crrlcm bewirkt viclfach der anodisch entwiekelte
auch in seinem 1,aboratoriurn kiirzlicli neue Sehnellverfahren cnt Sauerstoff cine Oxytlation der Carbide. \:erff. habcn cin clektrolytisches Verfahren zur Isoliernng von Carbitleri in neutraleni 1Slcktro- wickelt mordcn sind; cs handelt sic11 hicrbei um die Bestiriiliilulgc1l
von Chrom und Phosphor, die ebenfalls mit Hilfe von Uberchlorlyten entwiekelt, das die gennnnten Kingel nicht besitzt. 1)urcli
siure’?) durchgcfdirt werderi. Die Bestimmung des Chrorns in1
’l‘rcnnmig des Anodenraumes voin Knthodenrautn, Vcrweutlung
Bisen dauert 7 und iiu Stahl G I / , min, l’liosphor wirtl in1 Stall1 in
rincr Kaliunlbroniitl enthltcudcn ~-atriunicitratlosllrlgals Ariolyt,
7 niin bestinimt.
Sd.O,,
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NSBDT.
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SO
11. l(airrr, (iicut: %tschr. 54
. I . .b’euf.he 11. E. Scliaefer, I ) i
i ~ i i i i i i .\n.l~,
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I:iwiliiitlol~!r-
Dozelit
W. Oelsen, Diisscltlori:
~ i - .
/)bw (lw
M O / ~ : U ~ O P
Sclilacken l d ) .
Der Ginflu0 cler Zusarnrnensetzung der Schlacke auf den AbIanf cler inetallurgisclien Keaktioncn hat seit jehcr den 1Vunsch gcwcckt, die in dcr fliissigen Schlacke vorliegenden Jlolekiilarten zii
kcnntm, besonders die Art der Verhintlimgcn des Knlkcs und der
I<iscnosydc init Kieselsaurc untl l’hosphorsaure. Urn auf cliciiiischeni Wege hier Einblick zu gewirinen, ist eine Trcnnung dcr
Krnktionsproiluktc erfortlerlicli. 13ine solchc wird mit IIilfe der
iiur schr wcnig uiiteinander iiiischbaren Sclimelzen von Calciumfluorid unrl Bisenoxytlul ermoglicht. Setzt inan ZII dieseni System
die in technischen ScJilacken hauptsachlich vorkormncnden 0xyde
\vie Kalk, JIanganoxydul, Kieselsiiurc, l’hosphorslure zu, so gehen
(lie osydartigeii Verbintlungeu \vie Kalk, Manganoxydul, Kieselsiurc iiberwiegentl in die Oxydulschicht, wvHlirend die Phosphorsiiurc als ~iseuos~tlnlorthnpho,sphnt,
d. 11. als Salz in die I’luoridschicht, (1. 11. in die Sal;.xhniclze iibergcht. Mischungen von Kalk
untl Kicsclsiurc iin Verlialtnis CnO. SiO, und 2Ca0. SiO, bevorzupyn (lie Pluoridschicht, wolxi das erstere so vie1 l3iscnoxydul mitiiiluuit, wie der Verbindung CaO. FeO. SiO, entspricht. Xan kann
t1ar;ms schlieiDen, tlaB &ilk uric1 KieselsLure in dcr geschmolzenen
Schlacke als Verbindung vorlicgcn, 11. zw, besonders zur Bildmig
yon OrthosiLcaten neigeu.
In &nlichcr \<:rise ist aucli clic I’hospliorsiiure bestrebt, Orthopliospliate zii bildcn, die sich in der I’luoritlschicht losen, u. zw.
bei Abwxmhcit von Kalk niit Icisenoxydul oder Manganoxydul,
1)ci Gcgenwart \-on Kalk bevorzugt niit tlieseni, mobei Eisen untl
3 h i g a u niir so weit gebuntlen mcrtlen, wie tlcr Kalk nicbt ausreicht.
1;s ist sognr niiiglich, in einer Eisenoxydul-Calciutnfluoridschlacke,
tlcr man Phosphorsaiurc zugcsetzt hat, tlic sicli vormicgend in der
I:luoridschiclit nls Eisenorthophosphat lost, (lurch allm5hlich steiiyntlcn Zusatz von Knlk dns 1‘:isenoxytlul vollstiindig aus dcr Plios1)liors~urcbi~itIii~i~
zu verdringen unil in die Eisenoxydulschicht zu
zwiiigen, 1)is clzr Kalk zur Phosphorsiiure im Verhaltuis 3CaO. P,O,
stelit, (1. h . die I’liospliorsiurc im Schnielzflu13 gcwissermaiDen zii
,.titriercn“. 3Iclir Kalk, als cleni Verhiiltnis 3CaO. P205cntspriclit,
~ i i n i n i (lie
t I‘luoridscliicht niclit a d ; der Rest wandcrt in die Osydulscliicht, blcibt also ungebundc~i. 1)nrnit ist gezeigt, da13 Knlk und
I’linsphorslurc hnuptsiichlich nls Orthophosphat gcbunden in dcr
Schlnckc \-orkniiiiiicn.
1:inr Utitcmuchung clcs ternairen Systelns CaO--FeO -P,O,
fiihrt ZII den gleichcti 1Srkenatnisscn. 12s ergibt sicli die >,kistenz
cines Inliomn~cnitatsbereiclics,in dent z\\ei fliissige Phasen mitc*iiiaiitlcrini Glcichgcwiclit stchen. Die grijl3tcn Unterschiede in der
%usnninicnsctzuiigtler bcideii Phasen finden sich, wenn in der eineii
6 n l k untl Pliosphorsiiure ini Verhiiltnis 3 C a 0 . P,O, stchcn. Iki
tlizscr %usciiniiicrisetzunglost sic nur sehr wenig lcisenoxydul, miilircntl die. antlcre l’hnse nnhezu reincs l<isenoxyclul ist. 1)aO solclic
I’hascii iuitrinnntler im Gleichgemicht stehen, erklirt die cntphosphorentle IVirkung tics Kalkes ini ThomasprozeB ind gibt gleichzeitig (,in 3130 fiir clic zwisrhcn CaO, P205uncl VcO wirksamen
Affinititcn. Icrsetzt nian Kalk (lurch eiii anderes Rrtlalkali- oder
;Uknliosyd, so erliiilt inau ihnlichc Verhaltnisse. Bs zeigt sich,
c h 1 3 S:itriuinoxytl nocli starkere cutphosphorcnde Wirkung liat
:ils Knlk untl tlicscs noch durcli Kaliunnosyd iibertrofien wird. Zuni
ITinwzis :iuf weitcre i~iir~~endungsmd~lichkeiteti
tler Iiicr angewnntltrn I:iitersucliuiigsnictliode mird zuin ScliluB das Verhalten
tles Clironioxyds mid tlcr \’;uiadinsaure gepriift. 12s kann gezeigt
u-crtlen, tlaU tlns crstcre dein Bisenoxydul, d n s letzterc, besonders
wenn Iiall; tlurch Xatriuniosytl ersctzt wird, tlcr I’hosphorsiurc
iihnclt.
z t i ~ t t c n din fliiusiyoa
su&te Xoglichkeit, clas Alkalijodid iu dcr I.auge durcli weitgehendes
Eindanipfen und Abfiltrieren der ausfallenden, schwerer ltislicheii
Salze anzureichern, wurde daher verzichtet. Statt dessen wird die
h u g e restlos eingedampft. Das so gewonnenc Kohsalz wird an der
1,uft 20-30 min bei 7006 gcgliiiit. Dadurch wird eine Verbrennung
tlcr organisclien Begleitstoffe crreicht, ohnc daB cin wcsentlicher
Joclverlust cintritt. Aus der 1,Rsung des geschinolzenen Salzes wird
zunichst das l h o r cntfcrnt, das den Wert des zii gewinnentlen Kalisalzcs als Diitigemittel herabsetzt. D a m cignet sich, wie Versuche
zeigten, mi Ilesten cine Fallung niit Calciunichlorid. Xach 1Sntfernung tles Nuorcalciums und hnsaiuem niit Salzsaure wird das
Jnd durcli Zugabr. von Ferrichlorid in l’reiheit gesetzt und niit
Wasserdanipf abdcstilliert. Uas Eisen wird GUS den1 Ucstillationsriickstnnd niit Kalilauge nusgcfallt. Snrhdeni clie Losung mit SnlzGure neutralisicrt ist, liDt sich miter Anwcndung der von w n ’ t Ho!j
cntdeckten I ~ s l i c l ~ k e i t s b e z i e l ~ ~von
~ g c nSatriuni- i ~ u d Kaliurrlchlorid das 1Sind:tmpfen iind Kristallisiercn so leiten, da13 man ein
98Xiges Kaliunichlorid cnthiilt. Aus 1000 kg Flugstaub xnit 0,0360,;
Jod lassen sich 330 g Jot1 und 175 g Kaliurnchlorid gcminnen lint1
soniit cler sonst wcrtlosc Staul) nutzhringend cerwerten.
Wolf Johannes Miiller
+
Plotzlich uncl uncrwartct ist a m Abentl des 9. Dezeniber 1941
0.Professor Dr. phil. W o / j Johannes Miiller in1 68. I,ebensjahre, iiifolge cines Schlaganfallcs, in Wien verschieden.
>lit ilml ist ein Pionier der Iiorrosionsclieniic und ein nliorganischer Techuologe von uns gcgangen, (lessen Kame und Rill
mcit iiber die Grenzen tlcs Keiches bekannt warcii,
Dr. 1’. Dickens uiid Dr. W. Middel, L)uisbiirfi-Iiuckingeii :
Zrw ,Jodpciiznimg a m I~ochofenflurjstairb.
1h.r Gichtstaul, clcr deutschen l$iseriliiitteiiwerke eiithii1L
Jod, tlas hnuptsichlich aus den1 IIochofcnkoks stainint.
llri tler augenblickliclien 1,nge ersdieint die Gewiimung tlicser Jotliiicugeii zwckniiiflig. I>nzu brauelit inan als crstes ein Verfahren,
tlns tlcn Jotlgelinlt iin Gichtstaub geuau zu bcstimmen gestattet.
l<in solclics wurtlc in einer Rcilic von Versuchcn cxitwickelt. Es ber d i t clarauf, (la0 inan aus tleni \ V ~ I k i @ 3 1 Auszug des Staubes (aus
wirtschnftlichrn Griiiiden bcschrhikt nian sic11 auf die Gewinnung
tles wasscrliisliclicn Jocls, das tlen gro13tcii Teil dcs gesnmten nusInnelit) niit Schwefelsiurc untl Nitrit das J o t 1 frei iiincht, es init
Sr1iwefelk;olilcnstoff extrahicrt untl in clicser Lijsung niit
Satriiiiritliiosulfatliisung titriert. Die Ilestiiiiinung dcs Wirkungswertes
tlcr TIiiosulf:itliisun~ erfordert bcsonderc JInWiiahnien.
Fiir die Gewiiinuug cles Jods durch Auslaugen iiiit Wasser
wurtlen tlic giiiistigsten 13edinguugeii criuittelt. Es ergab sich, da13
heim Filtriercii der 1,augc 50” nicht miterschritten werden diirfen ;
in cler IVahl der iihrigen Betlingungcn hat man weiten Spielrauin.
Die in der 1,auge vorbaridencn Salzc entlialteti neben Jod eine
l~etrachtlichc3Icnge Kalium, dessen Gewinnung m Diingczmecken
sich sicherlicli lolint, in l b r m v011 KCl, K,C08 und R,Fc(CN),.
Ijaneben liegcn orgaiiische Verbindungen vor, die, wie schon dcr
nnnlytische Teil der Arbeit zeigte, die Geminnung des Jods naeli
cineni tler bekannten Verfahren erschwcren. Auf die zimachst unter0,Ol --0,0.5‘:.;
1Y. J . Miiller wurde a111 8. J d i l d 7 4 ZLI Olten in tlrr Schweiz
geborcn urid kani schoii nacli wenigen Jahrcn nacli l‘rciburg i. Breisgau. ,Scinc wissenscllaftliclie Ausbildung erhielt cr an den Uiiiversit i t e n Preiburg i. Ilr. und StraOburg, bei culn’tHoff in Berlin, bci
Ostwalrl in Lcipzig und Scuizte Arrhenizss in Stockholm. 1898 bezox
er eine Assisteritenstelk am physikalischen Institut der tlainaligeu
Rkadcnlie urid heutigen Unirersitit Jiiinster i. W., mo er xnit dcni
danials 77jahrigen Geheiinrat Hittorf zusaniincntraf. Hittorf befaI3tc
sich clarnals rnit der Brforschung der Passivitat dcs Chroms, die cr
zu dieser Zeit entdcckte, und so k a ~ nMiiller erstinalig niit dicseni
Problem in Beriihrung, dessen Uearbcitung spater zu seiner 1,el)ensarbeit wurdc. Saclicleui er im Jahre 1900 cine Uozentur in Frciburg
i. Br. erworben hattc, iibcrsiedelte er 1903 als Ixhrcr fur physikalisclie
Chemie, l’hysik untl Jlineralogie an die Clieniiescliule in >fulh:niseii
i. B. 1906 ging er als 1)ozent an die Uiiivcrsitat Basel, und 1911
wurtle ihm der Professortitel verliehcn. 1111 gleiclien Jahrc wurde er
Vorstand des anorganischen Laboratoriunis der licutig.cn I. G. 1:arbeiiindustrie A.-G. Leverkusen, mo er bis zu seiner Berufung im Jalirc
1926 an die Technische Hochscliule Wien als o. Professor fur chrrriischc Technologie anorganischer Stoffe tatig war.
Seine zahlreicben wissenschaftlichen Arbeiteri befal3ten sich
vor allein rnit den E r s c h e i n u n g e n u n d GesetzmaiDigkeiteu
d e r Pn ssi v i r r u n psrnrgiin Z P lwi Xct:illcii. :2uf d i e s i v l (kl>ii.tc
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