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Chemiker-Kalender 1924. Neu bearb. v. Prof. Dr. Walter Roth. 45. Jahrg. Berlin 1924. Verlag Julius Springer

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I
Neue Biieher
37. Jnhrgana 19%
den Gewerbc und der Kartoffelbau darunter, daB die kirtoffelzwangswirtschaft fur die gewerbliche Verarbeitung der Kartoffeln nicht vollig
aulgehoben sei.
Die Versnmmlung nahm eine vom Vorsitzenden des Reichslantlbundes, Abgeordneten I)r. R o e s i c k e , eingebrachte EntschlicBung
niit folgendem Wortlaut einstimmig an:
,,Noch immer gilt die ,,auf Cirund des Gesetzes iiber die vereinfachte Form der Gesetzgebung fiir die Zwecke der Ubergangswirtschaft vom 3. August 1920" erlassene V e r o r d 11 u n Q ii b e r K a r t o f f e 1 n vom 24. August 1920, deren $ 3 dem Reiclisminister fur
Ernlhrung und Landwirtschaft die Befugnis verleiht, das Verarbeiten
von Ikwtoffeln in Hrennereien, Trocknereien und Starliefnbriken LU
verbieten odcr zu beschranken und zu beslinimen, in welcheni Umfilng und unter \velchen Bedingungen Kartoffeln und Erzeugnisse der
Kartoffeltrorknerei und der Kartoffelstiirkefabriken zur Herstellung
gewerblicher Erzcugnisse v eman d t werden durfen. Die Handhnbung
tlieser Verordnungen durch die Ikhorden hat sirh a1s produktionshindernd herauspestellt. Eine volkswirtschaftliche Rererhtigung kanii
diesem Uberbleibsel der Zwnngswirtschaft nirht zuerkannl werden.
Die Versorgung der Derolkerung rnit Speiseltartoffeln ist selbst
bei schlecliten Knrtoffelernten gesicherl.
Cie den Kartoffel vernrbeilenden (iewerben durch diese Verordnung' anpelegle Fessel wirkt hemmend auf den Knrtoffelnnbau und
die Sleigerung der Ertriige durch reichliche J)iingung und Santwechsel.
Deshalb fordert die Mitglicdervcrs:immlung des Vereins dcr Spiritusfnbrikanten die A u f h e b u n g d e s 3 d e r V e r o r d n u n g u n d
tlamit d e s letzten R e s t e s d e r Zwangsbewirtschnft u n g 1 a n d w i r t s c h n f t 1 i c h e r E r z e u g n i s s e."
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I
Neue Biicher.
Chemiker-Kalender 1924. Neu bearb. v. Prof. Dr. W a l t e r R o t h.
45. Jahrg.. Berlin 1924. Verlag Julius Springer.
Geb. (3.-M. 9
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Die deutschen Chemiker konnen sich d a m begliickwiinschen. dnB
sie Professor W a 1 t e r H o t h den iliren nennen diirfen, durch
dessen Idenlismus, Gelehrsanikeit und fast unverstiindliche Arbeitskraft sie im letzten Jahre mit der neuen Auflage der nunmelir voii
den1 Gcnnnnten g e m~ i n s am niit K A r 1 S c h e e 1 herausgegebenen
I, a n d o 1 t - €3 o r n s t e i n schen Tabellen besrhenlrt wurden. Aber
f i r viele Zwecke der Praxis ist das in lteiner Laborntoriunisbiirherei
und iiuf keincrn Schreibtische eines Clternikers entbchrliche Grundwerk L a n d o 1 t s , zumal in seiner jetzigen Form, zu umfassend und
zu ansprurhsvoll, und anderseits bringt die Forderung des 'rages i n i
Laborstoriums- und Fabrikbetriebe noch manche bescheidenere Wiinsclie
und m:~ncheWiinscheanderer Art. So ermangelt es nicht einer inneren
13egrundung, dnB W. R o t h , als einer cler Ilerausgeber des L a n
d o 1 t I3 B r n s t e i n , sich vor kurzem nun nurh zur Neubcarbeitung
des C h e ni i k e r K a 1 e n d e r s entsrhlo0. Freilich war die Aufgabe
hier wiederum besonders schwer, da sirh cine griindliche Reform des
vorliegenden als notig herausstelle. Eine solche Reform auf einmnl
durc-hzuliihren, war unmoglich, und sie konnte urn so eher verteilt
werden, als der Chemiker-Kalender in jedem Jahre erscheint. Der
rorliegende Jahrgang bringt nun wieder ein gutes Stuck Reformation.
Ihrunter ist sehr vieles, die Korrektur und Modernisierung des Zahlenmaterials, das sich bei der Ihrchsirht weniger 21s beirn Gebraurhe
kenntlich macht und das zu bringen nur deni moglich war, der soeben
die letzte Hand an das groBte Tabcllenwerk der physikalischen Chemie
gelegt hatle. Aber der Chemiker-Knlender enthPilt jrl auch, abgesehen
von den Tabellen, kurze Ausziige aus allen moglichell Gebieten der
abslriiktcn und angewandten Wissenschnft. Der Ilernusgebcr hat dies
Zuni Teil selber besorgt, wie den i n seiner Snchlirltkeit gegeniibor
mnnchen andern dipersoidchemischen Aufsatzen besonders erfreulichen
Abschnitt iiber Kolloid,chemie. In anderen Fallen sind besondere
13earbeiter gewonnen worden: I' h i 1 i p p , KBln, fiir die Tdbelle der
Mineralien, G r i m n i , Miinchen, fiir den Abschnitt iiber Aufbau der
A t o m und Kristalle. Dieser Abschnitt steht begreiflicherweise im
Vordergrunde des Ioteresses. Nur ein vortrefllicber Saclikenner, der
an einem Mittelpunkte der diesbeziiglichen Forschung arbeilet, wie
G r i rn m , vermochte diese Gebiete in knappster Form. volltstumlich
und oline unzullssige I'reisgabe der Exaktheit dareuslellen.
Wenn Einaelheiten erwahnt werden diirfen, so scheint dem Referenten die Attacke des Herausgebers gcgen die sinnlosen 13 a u m 6
srlien Skalen auAerst begriibenswert. Weniger beeriiiaenswert scheint
ihm die Fassung der Notiz ijber Atomge\rirhtsbestitiimungen, nach
der die gcwichtsanalytisrhe Atomgewichlsbestininiung init dem Sonderverfahren von R i c h a r d s ideutifiziert scheiiien kiinnte. So war
wenigslens die Auffassung jencs I'rufungskandidiiten,
der den
Cheiniker-KaIender als Repetitoriurn benulzt hatte, und tler die Ansiclit vertrat, man habe vor R i c 11 u r d s ulid G u y e iiberllaupt nocll
keine Atomgewichte beslinimt. Schade ist es tlarum, dnfl der qeschic-litliche Teil des Kalenders der Sparsamkcit zuin Opfer fallen
muBte.
niltz. [BU. 29.1
Denlimethoden der Chemie. Von Dr. G e o r g R r e d i g , 0. Prof. 011
d. Terhn. Ilochschule Kurlsruhe. Verlag von Joh. Anibr. Barth,
G A L 1;2
1,cipzig 1923.
Es liegt im Wesen einer Rektoratsrede begriindel, daB sie aus
zwei Teilen bestehl. In dcm ersten ist der betreflende Redner bestrebt,
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167
einen Ausschnitt aus seincni Wissensgebiet, der ihm besonders am
IIerzen liegt, in groBen Ziigen so danustellen, daR ihm eine Zuhorerschaft von wissmschaftlich gebildeten Laien zu folgen vermag. Es
lag nahe, dal3.G e o r g B r e d i g als einer unserer fuhrenden Physikochemiker hierfiir sich den gegenwartigen Stand der Molekular- und
Atomforschung wlhlte, und ich mu13 sagen, es ist ihm in beaundcrnswerter Weise gelungen, sein Ziel zu erreichen. Sowohl die Auswahl
des Stoffes, wie die plastische Art der Wiedergabe lassen den Meister
erkennen. IlaB mancliinal ,,slit etwas groben Hildern gearbeitet werdeii
~nullte",liegt in der Schwierigkeit begriindet, Dinge und Vorgange, die
dem menschlirhen Auge verborgen sind, einem cheniisch und physikalisch nicht durchgebildeten Publikum anschaulich zu machen.
Der zweite Teil ciner Rektoratsrede pflegt dann in mehr oder
minder losem Zusammenhang mit den1 nissenschaftlichen Thema sich
mit aktuellcn ethischen oder politischen Fragen zu befassen. So denke
ich roller Bewunderung an C a r 1 C h u n s Leipziger Rektoratsrede,
in de r er anschlieflend a n die Schilderung der Siidpolarforschung den
Studenten in tie? ergreifender Weise die Selbstzucht und Energie
solcher Saturen wie S h a k 1 e t o n als vorbildlich schilderle. G e o r g
I3 r e d i g s Rede klingt darin Bus. diI13 die ,,Vereinigten Slnnten von
Europa" kommen miiBIen, und dnB es hohe Zeit sei, daB die akadeinische Jug-end aller Lander dieses Problem sehen lcrne und die
Fuhrung zu seiner verniinftigen Losung ergriffe. Ich mu13 gcstehen,
ich bcwundere den Optimismus, de r in diesen Forderungen enthalten
ist, halte diese aber-fur ganzlich utopisch. Seit uber drei Jahrhunderten
konnen wir Deutsche nicht in Frieden leben, weil ,,es dem bosen
Nachbnr nicht gefallt". In dieser Zeit der maDlosen Verhetzung gegen
illles I)eutsche, in einer Zeit, da die sogennnnten Siegervolker uns
Ikutsche praktisch von den ,,internalionalen" wissensrhafllichen Kongressen ausschlieBen, sollle man nicht die mancherlei Spriiche von
Volkerverbriiderung anfiihren, die unsere groBen Dichter und 1)enker
getan haben, sondern unserer Jugend immer wieder Schillers Wort
einhiimniern: .,?iichts\viirdig ist die Niilion, die nichl ihr sllcs freudig
setzt a n ihre Ehre".
Hassow. [W. 174.1
Organornagnesiiim compounds in synthetic chemistry. A Eibliogrnphy
of the Grignard Reaction. 1900--1921 by Clarence J. West and
Henry Gilmann. Washinglon, D. C., January, 1922. 1r3 Seilen.
Dollar 1,50
Dns Buch is1 als Nr. 24 de r ,,Reprint and Circular Series of the
National Research Council" erschienen und gibt eine Zusammenstellung aller Arbeiten, die sicli von 1900-1921 einschlielllirh mil
den maguesium-orgsnischen Verbiadungen theoretisrh besthiiftipen
oder sie praktisch verwerleten, ist also wesentlich cine Itompilatorischc Arbeit. Sowcit Stichproben einen Schlull gestalten, ist die
Zusnmmenstellung schr sorgkiltig gemacht und scheint die internationale Literatur einsclilieBlich der Patenlliteralur vollsliiiidig zu
beriiclisirhtigen. Ihfiir biirgt wohl auch, daB nnch der Vorrede
beide Verfasser eine derartige Zusaiiimenstellung uiinbhaiigig geplnnt und auch durchgefiihrl haben, und da13 erst die ferligen SiedcrsThriften versrhmolzen worden sind. Das Prinzip der Zusiiminenstellung is1 ein rein lexikographisches: die Verlasser Ilaben, weil,
wie sie sagen, so v i d e Abhandlungen mehr als einen Typus der
Synthese enthalten, nuf eine Einteilung nach snchlirlien Cicsichtspunkten gnnz verzichtet und die Abhandlungen zunachst nlphsbetisch
nnch deni Nanien der Autoren, und fur die cinzclnen Autoren chronologiseli nngcfiihrl. Auch der Ilinweis auf dns ameriltanische und
englische Iieferierorgan ist aufgcnommen. Sehr angenehm empfindet
man den iibersichtlichen Drurk. I)ie Zahl von 1489 registrierten
Abhandlungen hat auch fur den yon der Eetleutung der Methode
Durchdrungcnen etwas iiberraschendes. I3ei dieser Art der Zusnminenstcllung IGngt es nnturgemkifi ganz von der Passung des Titels
durrh den Autor ab, ob die I3eziehung der Arbeit zur magnesiumorgnnischen Synthese ohne weiteres zu erkennen ist. Iliren eigentlichen Wert als Nachschlagewerk gcwiiint diese Zusamnienstellung
rlaher erst durch das zweite Register, dns d s Sachregister durchgebildet ist; es bringt einmnl in nlphabetischer Xnordnung cine
ZroBe Anzahl der dnrgestellten Verbindungen unter Ilinweis auf die
Nummer der betreffenden Abhandlung, dann aber nuch allgemein
susammenfassende Hinweisc. Es ist nicht leicht, an Iland von Stichproben zu beurteilen, nach welchen Grundsalzen das Register aufaestellt worden ist: es scheint, dall das Hauptgewicht auf die bei
3er Synthese erhaltenen Endprodukte gelegt worden ist ; d:ineben
xheinen die Autoren sich in ihren zussmmenfassenden Hinweiscn
eng an die Titel der Abhandlungen gehnlten, riicht nber von sirh
IUS Zusnmnienfassungen unter eigeneii Gesichtspunklen vorgenommen zu haben. Wenn das Register wirklich seineni Zwerk nls
rasrhes und zuverllssiges Nachschlagewxk dienen sol], niiilJle es
Tach Ansirht des Referenlen nicht nur die Endprodukte enthslten,
m d e r n aurh alle Verbindungen anfiihren, die a1s A ~ ~ ~ n i ~ ~ ~ ~ i ~ i i t
iiir eine ~nngriesium-orgaoischeSynlhese gedient haben, nebst den
Ilaanesium-llalogen-Al kylen, mit denen die Umselzung jelveils ausrcfiihrt worden ist. In der gegenwarligen Form hat inoil niclit den
'indruck, a n IInnd des Registers sicher inlorniiert zu sein, ob cine
[Jmsetzung brrrits nusgefiihrt worden ist otler nicht. Ihs scheiiit
nir aber wsentlich fiir ein Buch, das seine 1Iaupt;iufgabe in einer
~or~~pil~rtorisc Zusammenslellung
lic ~t
sieht. Ein Ausbau in diesf:r
lirlitung wiirtle dns I h r h zueilcllos zu einein selir werlvollcn IInd
bxillltommenen Nachsclilagewerk mnrhen konncn. Dell beiden Zu-
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