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Chemische Analyse des Phenakit.

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s t a h sind von sebr verscbiedener Grslse, von einer Linie bis zu eioein Zoll im Durcbmesser, nur die kleineren kommen ganz wasserbell vor. Die zum Tbeil sehr
lebhaftcn Eisenfarbunged sind mneist blofs durcb mecbanischcs Eindringcn der Brauneisenstein-Masse in die Kliifte
der Krystalle hervorgebracbt. Selten findet sich eine
weingclbe Farbung; meist neigt sicb die Farbe in’s Braun,
bis zum dunkelsten Nelkenbrauo. Der blsttrige Brucb
ist iibcrall, wo jene Zerkliiftung starker ist, fast gar nichl
zu bemerken; nur an den festeren Eremplareu siebt man
ihn von grofser Vollkommenbeit nach den aogegebenen .
Hichtungcn.
B o n n , den 12 Febr. 1935.
XIII. Chemische Analyse des Phenakit ;
con G u s t a o Bischoj:
D i e qualitative Untersuchuug des Fossils gab a h Bestaudtlieile: Beryllerde, Kieselerde mit Spiiren von Kalk
und Magnesia. I)a das Fossil ganz im Braiineisenstein
vorkommt, die Krystalle theils ganz wasserbell, tbeils
durch Eisen gefsrbt sind, letzteres aber meist nur in den
Kliifteii der Krystalle entbalten ist, so ist wohl nicht zu
bezweifeln, dafs das Eisen ein zufdliger Bestandtbeil ist.
Auclr die kaum erkennbaren Spuren von Kalk und Magnesia sind gewifs nicht dem Fossil wesentlicb; ihre Gegenwart erklirt sich durcb den ganz in der Nabe vorkommendcn brufig dolomitischen Uebergaogskalk.
Zur qualitativen Analyse wurden mebrere tbeils farblose, theils mit Eisenoxyd durcbdruogene Krystalle genommen, die im Cbalcedon-Morser aufs feinste gerieben
und zweimal gescummt worden. Da icb micb durch
vorlaufige Versucbe iibeneugt batte, dals das Fossil selbst
5'%
von dcr Salzslure durchaus nicht angegriffm wird, s o
digerirte icb clas Steinpulver ungebhr zwolf Stunden lang
mit Salzshre zur Entfcrnung dcs zufdlligen Eisenoxyds.
Das wohl ousgemaschcne Pulver wurde gcgliiht und 33
Gran davon zur Analyse verwendet. Es wurde in mzt i g e r Gliihhitze diircli die fiinffachc QuantitHt kohlensauren Kalis im Pladnticgel aufgeschlossen, die aufgeschlossene Masse wiederliolt mit SalzsSure digerirt, und
die salzsaure' Auflosung auf die bekaunte Weise zur Abscheidung der Kicselerde behandelt. Dicsclbe betrug,
stark awgegliiht, 11,89 Gr., uiid war ganz wcifs. Die
zur Trockne abgerauchte salzsaurc huflosung war aber
gelb gefarbt; es war daher durch die Digestion dcs Steinpulvcrs niit Salzsaure noch uicht alles Eisenoxyd ansgezogcn worden. Der Riickstand von der Bebaudlung mit
Eiscnoxyd wurde mit eincr kochendcn Aufliisung von
kohlensaurem Natron behandelt, welclies noch 5,158 Gr.
unaufgescblossenes Stcinpulver zurlickliefs. Die ganze
Mcnge der Kieselcrde betrsgt dcmnach 17,049 Gr. h u s
der von jcnen 11,89 Gr. Kiesclerde abfiltrirtcn Fliissigkeit wurde die Beryllerde nebst dcu iibrigen Bestandtheilcn durch kohlensaures Ammoniak gefiillt, und letzteres so lange unter gclinder ErwYnnung zugcsctzt, bis
sich alle Bcryllerclc wieder aufgelilst hatte. Es bliehen
nur einige uiibedeutende Flockcn zuriick, die, auf dem
Filtrum gesammelt , nach dem Einaschern dcsselben aber
nur die Buterst geringc Gemichtsvermehrung dcr Filtrumascbe um 0,03 Gr. herbeifiihrte. Von dieser geringen Menge, welche die zufiilligen Bestandtheile (Kalk,
theilweise Magnesia, vielleicht sogar Tbonege) enthalten
mufste, glaube 'ich ganzlich abstrabiren zu LBnnen. Die
ammooiakaliicbe Auflbsung wurde zur Trockne abgeraucht, die Ammoniaksalzc durch Hitze verflUchtigt, und
der Rackstand, zur Entfernung des Chlorkaliums sorgftiltigat ausgewaschen. Die hierauf gegliihtc Beryllerde
wog 14,28 Gr. Sie war etwas graulichgelb getiirbt, und
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Salzstiure damit digerirt , zog .auch wirklich e l m s Eisen
pus. Es war daher das durch das koblensaure Ammoniak init der Beryllerde gefiillte Eisenoxyd mit dieser in
die ammoniakalisclie Auflbsung eingegangen , und daher
kam es, d a h in jenem geringen Riickstand von 0,03 Gr.
kein Eisen gefunden wurde. . Diese Auflihune; des Eisenoxyds in kolileusaurein Auimoniak , wahrscheinlich durch
Vermittlung der Beryllerde, verdieut beinerkt zu werden.
Die unaufgeschloasenen 2,252 Gr. warcn nichts anderes
als das unveranderte Fossil; denn nachdem es abermals
mit der fhffaehen Menge kohlensauren Kalis im Platintiegel geschmolzen wurde, scbied ich darntis wieder Beryllerde und Kieselerde ab. Es blicb abcr abermals ein
imau~;;escblossencr RIickstand, der nicht weiter beriicksichtigt wurde.
Es ist demnach gefuoden worden:
17,O 4$
Ki esel erd e
Iieryllerde
1438
Knlk, Magnesia u. s. w.
0,03
Unaufgcscblossenes Steinpulver
2,252
33,610 Gr.
Den Grund dieser Gewichtszunahme babe ich nicht
findeii kbnnen. Er ist indels kein Hindernib, urn dennoch die geqaue Zusammcnsetzung des Fossils zu erkenncn. Bestcbt iiiimliclr das Fossil am 2 At. Kieselerde
und 1 At. Beryllerde, so fordern vontebende 17,048 Gr.
Kieselerdc 13,919 Gr. Deryllerde I ) , welcbes mit der
gefundeneu Menge bis auf 0,361 $r. iibereinstimmt. Die
Uebereinstirnmung ist aber noch genauer, wenn man erwiigt, dafs die ausgeschiedene Beryllerde noch eisenhaltig war. Die vdlige Identitiit des analysirten Fossils mit
dem voii H a r t w a l l ') untenuchten Phenakit ist daher
unverkennbar.
1) Nach den Verb~ltnifsrrhlenin meinem Lclnrbrche der Stbchiometric.
2) Diere Ann. Bd. X X V l l I S! 420. (Ann. Bd. XXXI S. 60. Z?)
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