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Chemische Eigenschaften und physische Natur des auf nassem Wege reducirten Platins.

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klar, das hinter dieser Rohre wurde aber stark getrubt.
D e r kohlensaure Earyt, in schwefelsauren verwandelt,
wog 0,655 Grui., entsprechend 0,130 Grm. Kohlenslurc,
und mithin 0,031 Grm. Kohle. Die Luft in Lyon enthielt also 0,00012 ihres Gewichts a11 Kohle. %Venn diese
Kohle als Koblenwasserstoff vorhanden war, wfirde folglich die Luft, dem Volume nach, 0,0022 vom letzteren
Gase enthalten. Es wird mithin fur meteorologisch -cheinische Untersuchungen interessant, den Forschungen nach
W a s e r s t o f f auch die nach Kohlenstoff noch hinzuzufiigen.
111. l[m letzten Theile seiner Abhandlung discntirt
Hr. B o u s s i n g a u 1t die verschiedenen bisher angewandten Verfahren zur Bestimmung der in d e r Luft enthalteuen Kohlensawe '), und er giebt eine Abbildung des
zu dieseln Behufe von ihm in Lyoo angeirandteii Apparats. Seinen Beobachtungen gern~lsenthalt die Luft dies e r Stadt 0,00046 ihres Volums an Koiilensiiiire, also
genau cben so viel, wie, nach S a u s s u r e , die Luft in
Genf.
XI. Chemische Eigenschnfien urul physische Nntur des auf nmsem W e g e reducirteri Plutins; von J. W . D i i b e r e i n e r "1.
D a s auf nassem W e g e reducirte Platin, welclies ich
wegeu seiner schwarzen Farbe Platinniohr nennc , zeichI ) W i r wo l l e n horfen, dals dern Verfasser auch der Appnrat von
B r u n n c r (Ann. Bd. X X l V S.569) behannt geworden sey, dn dicls
I'.
unstreitig einei- drr zwec!irn~fsigsten ist.
1) A u f W u n s c l i des Hrn. Vcrfassers entnommen, w i c dcr folgende
Aufsatz, a u s den ilunalen der Pharm. Bd. X1V S. 10 iind 15.
R e i d e Aut'sitze solltcn dcr i n No. 10 v o m klrn. Vcrfasser m i t g e theiltcn IKotiz iiber das Plntiu, S, 308, Iiirrzugefiigt werderi; allcin
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llct sicli bekanutlicli durch die Eigcnschaft Bus, den lnit
atuiospharischer Luft oder mit Sauerstoffgas in Berubrung
stehenden Alkohol in Essigsrure zu verwandeln.
Icll hielt diese Eigenschaften lange fur das Resultat
eiuer besonderen dgnainischen ThYtigkeit des PIatins, d. 11.
das Resultat eincr durch blofsen Contact hervorgertlfenen Wirkung; aber forlgesetzte Versriche iiber das
Verhalteii dieses PrYparats gegen andere oxydable Subslanzell haben diese meine Ansicht sehr berichtigt. Mehrere derselben gaben nbmlicli Ersclieinungen, welclie uicht
blors andeuteten, sondern bestiuimt auzeigten, dafs der
Platinmolir auch allein, d. h. ohne Luft, oxydirend wirken kiinne; daL e r , weun er sicli in dieser Wirkuog
erschiipft hat und dann au die Luft gebracht w i d , ails
dieser Sauerstoffgas anziehe, also eiu Sauerstoffsaugcr
sey I ) , und Jars e r iiu Processe der Osydation oder
s:.
,merung des Alkohols eine der Function des Salpetergases im Processe der SchwefelsSurcbildunl, en tsprechendc
Fiolle spiele. Ich will die Wabrheit dieser iiiir gewordenen Auzeige durch die Versuche selbst beweisen.
Befeuchtet man deli Platin~nohr mit AineisensYure,
so erfolgt augenblicklich ein zischcndes Gersusch - ein
leises Verpuffen - und gleichzcitig eiue so starlte Erhitzung der Masse, dal‘s diese nach kurzer Zeit wicdcr
trocken crscleint. Triipfelt man zii dcui anf diese Art
behaiitlelteu uud trocken gewordeoen I’latiiimohr eiue
neue Portion AmeiscnsYure, so wiederholt sicli dasselbc
GcrSiisch u. s. W.
Briugt man den Platininolir wit dcr Ameiseusaurc in
ciuer mit Quecksilber gefiillten graduirten Glasriihre in
d i e bereits getrolfenen Anordnungen licrsen es niclit mchr E I J .
In Berug auf die i n j m e r S o t i z unwalrrsclieinlich gcniaclite Exis w n z cines Wasscrstol‘lplatins verdieneu iibrigciis dic gleiclrli~lls
negatiTen Resultate dcs l f r n . C o u s s i n s a u l t ( h o i i .
s.342)
llJ. XXXl
riaclitrSgliclr in Eriniieruiig gebracht zu w c r d c n .
1) Siche dies.
Aiin. EJ. XXXl
S . 512.
P.
4 60
Beriihrung, so sieht man, dafs irn AngcnLlick der Beriihrung cine bedeiitende Meuge cincr elastischen Fliissigkeit gebildet wird, wclche sich bci der Untcrsiichung
als Kohlensiiiirc, vermcngt mit 5 bls 7 Proc. Stickgas, zii
erliennen giebt.
Bei vergleicliender Untersuchun;; cles nacb verschieden en R.1etli o d e n b er e i i e t en PI a t i n in oh rs find et in an, d nCs
gl ci cli e Gewich t sm e ng cii dess elb en b ci I:c' rii h r un .g in i t h in e isensaiirc schr ungleiche Quantitzten Kohlens~iiirebilden,
cl a fs n ii 1111i ch
10 Gran des durch Zink gcfsllten Platins 0,42 Kubikzoll
10 - - Zucker 0,75
I 0 - desEclin.Davy'scb.Priiparats '>1,lO
Kolilensiiurc erzcuscn. Da nun diese hicr iiiir das Resultnt
eincr Iiiiheren Osydation dcr Aineisens:inre seyn kann, so
muEs dic Cedingung dnzu - dcr Saucrstoff - in den1
l'latinmohr enthalten scyu, und lelzterer nls cin Snucrstofftrzger - Osyplior - betrachtet werden.
Sctzt inan den durch Amcisensaurc cntsauerstofften
und noch dainit befeucliteten Platinmohr mit Sauerstoff$as in Beriihrung, so v i r d auf's N e u c , n u r langsamer,
KohlcnsSurc gebildet, so lange, bis alle adbkirende Aineisensliurc zersetzt ist; das Platin selbst belaclet sich dabei
wiedcr niit so vie1 Saucrstoff, dafs es nach dem Trockneii w i d e r ganz niit seincr vorigen osgdirendcn Kraft
begabt ist. Dieses bewcist, daCs das auf nasscin Wegc
retlucirte Platin eiu Snrrerstojfssnuger - ein Oxyrrh-
phon
- scy.
Das durch Aineisc:isiiure entsanerstoflte Plalin wirkt
nicbt auf Wasserstoffgas, aber clas oxyphorische Platin
absorbirt dieses Gas so rasch, dafs es oft gluhend wird ').
1 ) D.
ti. d e s durclr Belrantllung von sclirvefrlsaurern PJa~;iioxyd mit
gewiissertcm \VC:ingeist gcwonnenen Platinrnolrrs.
2)
])as
M'asserstoI'fgJs, brrrrrrkt der IIr. Vrrrasser in einer-frCrhef. p r a c t . Chcm. (1834) R d . I S. l l j ) , w e l -
re11 S o t i z ( J o u r n .
ches dcr ( r u i t \\-;lsser
Lcfcuchtctc) Platinrnolrr aLsorLirt
,
wid
461
W i l l man dieses Gluliendwerden veruleideu und die Quantitat dcs absorbirten Gases gellau bestiininen, so m&
man den Platinmohr nur in seinein mit W a s s e r befeuchteten Zustande auf das Wasserstoffsas wirken lassen.
Man &det dallu, dals derselbe fast genau ein der Kaummenge des von ihm aus Ameisensaure entwickelten Koli,
lensaukegases eiitsprechendes Volumeii Wasserstoffgas ab:
sorbirt, dafs nYiiilich
10 Gr. des durch Zink gefiillten Platins uahc 0,42 Kubikz.
10 - Zucker - 0’75 10
desEdin.Davy’sch.Pr~p.
- ],I0 Wasscrstoffgas aufnelimen. Daraus und aus dcr 11%kung des Platinmohrs auf die Amcisens:iure folgt, dafs
10 Gr. des durch Zink gefiillten Platins 0,210 Kubikzoll
10 - - Zucker - 0,375 10 desEdm.Davy’scb.Pr;ipar. 0,550
Sauerstoffgas verdichtet cnthalten , oder dafs , wenn das
specifische Gewicht des Platinmohrs, nach L i e b i g, =16
gesetzt wird, und also 1 Kubikzoll desselben 460s Gran
wiegt, in
1 Kubikz. des durch Zink gefsllten Platins 96’76s Kubikz.
1
- Zucker - l72,SOO 1 - desEdm. Davy’sch. Prliparats 253,440 Sauerstoffgas enthalten sind. Denkt inan sicb die 253
Kubikzoll Sauerstoffgas in 1 Kubikzoll dcs E d m . D a v y ’schen Platinmohrs bis auf den Rauni von 0,525 Kubikzoll zusammeogeprefst, so iibt dos in letztcrein enthaltene Platin gegen ersteres eine verdichtende Kraft aus,
-
-
-
-
niclit v o n clem Platin, sondern ron dem i n diesem verdichtet
critlralteneu Sauerstoffpse aufggcnomrnen ; denn d a s V o l u m des
von einer gegebencn Quantitit PIatinmo!irs absorbirten IT‘asserstolfgases i s t gennu so g d s >vie das V o l u m des von derselbeu
3Icngs Platinmohrs nus iImcisensiure erzeugten I i o l r l e n s ~ u r e g a scs.
D i e f s Resultat stimrnt gcneu m i t dern uberein, zu w e l chern Hr. Dr. H e n r y auf nnderr W c i s c gelangt ist (S. 158 die-
-
scs Bandes).
€?
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welcbc dein Druck von ctwas niclir als 1000 Atuiosphliren gleich ist.
D e r durch Behandlung des Platinoxyds oder des
Platinoxyd-Natrons init verdunnter Aineisensiiure gewounene Platinmohr wirkt so energisch auf deli Alkohol, daCs
dieser bei stattfindender Beruhrung augenllicklich eutflammt; er ist daher zundender als das E. Davy’sche Prliparat, enlh3lt aber nicht so viel Sauerstoffgas wie dieses,
denn 10 Gran dessel beu geben, mit AuieisensSrirc znsaiiiinengebracht, nur 0,SO Kubikzoll Kohlensiiiregas. Die
g r o k e Ziiridkraft des Platinmohrs hangt also nicht allein
yon einem grofsen Sauerstoffgehalt desselben, sondern,
wie es scbeint, zugleich vou der besouderen Form d e r
moleculYreu Theilchen des Platins ab; diese sind bei jcnein nicht von pulrriger oder ainorpher, sondern vou
unendlicli fein blitrriger Beschaffenheit.
Bringt man den init Wasserstoffgas bellandelten Platininohr init atmosphirischer Luft i n Beriihruug , so absorbirt er aus dieser, wenn er wahrend seiuer Wirkuug
auf das Wasserstoffgas keine AgSregatsveriinderung erlitten hat, wieder Sauerstoffgns, ucd zwar ziemlich genaa
so viel, wie er nacli obiger Bereclnuug in sich aufzunehmen und zu condensiren vermag.
Digerirt m a n den auf irgend eiue Art bereiteten Platinmohr init mefsig conccntrirter Salzszure, so f;irbt sich
diese iu kurzer Zeit braungelb, und die Theilcheu des
Platins vereinigeu sicli zu einer scheinbar ziihen, aber
doch nur lose zusamiiienhangeuden Masse. Bei naherer
Uutcrsnchung beider h d e t m a u , d a k erstere Platinchlorid aufgeliist uud letztere Plntiuchloriir eiugemengt enthilt. W i r d der Plntinuiolir vor der Behandlung mit Salzsaure mit Ameisensaure befeuchtet rind danu mit jener
digerirt , so bildet sich n e d e r Platinchlorid m c h Platincbloriir. Daraus geht hervor, dafs der im Platiqmobr
verdichtete Sauerstoff es ist, welcher die Salzs:‘
‘lure zersctzt odcr aus dieser Chlor entwickelt, welches sich im
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,Augenblicke seines Freiwerdens mit dem Platin zu Chlorid
und Chloriir verbindet. Letzteres occupirt die Zwischenr ~ u n i edes Platiiiinobrs S O stark, dafs dieser gain aufhijrt
ein Sauerstoffsauger zu seyn. Durcli Behandlung desselben mit Kaliaufliisung wird das Chloriir zersetzt, und die
Eigenschaft des Platins, Sauerstoffgas zu absorbiren und
zu vcrdicbten, wieder hergestellt.
Auch die in W a s s e r aufgcliiste OxalsBure wird v o n
den] Platiornqlir, jedoch nicht S O rascli wie die Ameisensiiore, in KoblensZure verwandelt, und sogar die in Wasscr aufgeliisten oxalsauren und ameisensauren Salze entziehen demselberi seinen Sauerstoff und verwandeln sich
in koblensaure Salze. Dieses Verhalten ist g c d s sehr
merkwurdig, und dient zum Bewcise, dafs der Sauerstoff
im Platinmohr nicht chemisch verbunden , sondern blot's
mechaniscli verdichtet enthalten sey, denn keins der Platinoxyde wirkt oxydirend auf die genannten Salze. DieCs
und der Umstand, dafs das durch Ameisensaure, Wasserstoffgas oder Alkohol eutsauerstoffte Platin sicli an der
Luft schnell wieder mit Sauerstoffgas beladet, und dieses
so weit verdichtet, dal's cs fahig wird, sich mit eiriigen
organischcn Substanzen cheniisch zii verbinden, erklart
die unausgesetzte oxydirende Thzligkeit dessclben in dem
von mir beschriebenen EssigsBurebildungsapparat, so wie
d i e fort d a uer nd e MTlirm e en t wic k lung w 2 h r c u (1 des Processes diescr seiner 'l'hiitigkeit.
Anderweitc Eigenschaften des Platinmohrs, welclie
ich nach und nach entdeckt Iiabe, z. B. die, den Holzgeist zu oxydiren und zu entflammen, das iilhildende Gas
zu Essigszure zu verdichten, die schweflige SYure unter
Gegenwart von Sauerstoffgas in SchwefelsSurc zu verwandeln u. s. w., beruhen s:ininillich auf jcnem mechauischen Verhalten des Platins gegen Sauerstoffgas, und lassen sich daher jetzt leicht erkl8ren.
Ich scbliefse diesen Aufsatz mit der Bemerkung, d a k
es mir noch nicht gelungen ist, einen vijllig kohlenstoff-
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freicn Platiumohr 211 crhalten: denn nllcs nuf nassein
W e g e reducirte, und selbst dns durch Zink gef;illtc, Platin giebt bciin Gliihen entweder lantcr Kolilens~rireoder
ein Geinisch v01i Kohlensiure untl Sniierstoffps aus;
60 Gran des diirch Zink gefdlten a n d nachher mit Salpetersaure, Aetzkali u. s. w. behandrlten Plntins, worin,
nacli dcin Resultate der Wirkung auf rimeisenssure, 1,263
Kubikzoll Sauerstoffgas cnlhaltcn seyu m d s t e n , gabcn
beini Gliihen 1,20 Kobikzoll KohleosSuregas und cine
uicht wiigbare Menge Wassers. Dieser Kohlenstoffgelinlt
ruhrt von den1 Zink her, welcbes zur Reduction dcs Platins gebraucht wurde, und hat auf die oryphorischcn Eigen-.
schaften des letzteren keincn Einfluk; ich glaube vieluiclir
~vahrgenommen zu Iiaben, dafs das durch Zink gefiillle
Platin uberhaupt sich zur S h e r u n g des Alkohols bcsser
eiguc, als das diirch orgnnisclie Siibstanzcii reducirte; cs
ist nknlich dichter als lelztercs, und kann dnIum n i d t
so leicht wie dieses von der gebildeteu Essigsiiure durchdrungen und dntlurch in seiner Function als O?cyrroplion
gestiirt oder geschmscht werdcn.
Die Herren Dr. Fr. W e i r s BUS Dorpat und F r a n z
D ij b c r e i n e r , Gehulfen an der hicsigcn chernischen Leliranstalt, haben in dieseni W i n t e r auf incine Vcrarilassr~ng
behufs fortgesetzter Uebung in genaiien chemischen Arbeiten
I. annlysirt, iiacli 1 3 c r z e l i u s Methode, eine zicmgrofse MenSe uralisclien Platiuerzes,
I r.
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