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Chemische Experimente die gelingen. Von H. Rfmpp. Mit 46 Abb. Franckhsche Verlagsbuchhandlung Stuttgart 1939. Pr. RM

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Ricndschnu - N e u e B t i c h e i .
RUNDSCHAU
Martini-Preis
Die Dr. Martini-Stiftung verleiht alljahrlicl1 Preise i n der
Hohe von je 1000,- RM. Zum Wettbewerb zugelassen sind die
jeweiligen hssistenten der Kamburgischen Krankenanstalten. Der
diesjiihrige Preis wurde Dr. Karl Scribu vom Pathologischen Institut
Hamburg fur seine Arbeit ,,Zur Pathologie der Mangelkrankheiten.
Morphologische Untersuchungen Gber B-Avitaminose und EiweiB(14)
mangelernahrung an jungen Albinoratten' ' zuerkannt.
Preis der Universitat Bern
Eiii Preis zur Forderung der Forschung auf deni Gebiet der
Encephalitis lethargica (Gehirnhautentziindung) wurde von der
Universitiit Bern. gestiftet. Bs sollen Arbeiten, die in therapeutischer
oder diagnostischer Beziehung einen wesentlichen Fortschritt bedeuten, durch Preise im Mindestbetrage von 1000 Schw. Franken
ausgezeichnet werden.
113)
Laboratorium fiir obermikroskopie
fAm IS. April wurde in Berlin-Siemensstadt yon den SiemensWerken eine Porschungsstatte fiir Uberniikroskopie feierlich eingeweiht. In dem neuen Institut stehen Chemikern jeder Fachnchtung, h z t e n 11. dgl. nach MaBgabe des vorhandenen Platzes
drei - dernnachst vier - Elektronenmikroskope zur Verfiigung.
Die neue Forschungsstatte ist dem Laboratorium fiir Elektronenoptik angegliedert und steht unter der Leitung von Dr. Rmka und
Dr. Kuwche. Eine Reihe von Wissenschaftlern berichtete iiber
ihre Erfahnmgen mit dem jetzt technisch voll entwickelten Gerat:
Prof. Dr. Siebeck, Direktor der I. Medizinischen Universitatsklinik
der Charite, Berlin, uber Morphologie der Bakterien, Prof. Riehm,
Prbident der Biologischen Reichsanstalt fur Land- und Forstwirtschaft, Berlin-Dahlem, iiber Untersuchungen des Tabakmosaikvirus, Prof. Dr. Lembke, Direktor des Bakteriologischen Instituts der
PreuO. Versuchs- und Forschungsanstalt fiir Milchwirtschaft in Xiel,
ebenfalls iiber bakteriologische Untersuchungen, Prof. Dr. Eitel,
Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts fiir Silicatforschung, BerlinDahlem, iiber Oberflachenbestimmungen von Tonen, Dr. Schniieder,
I. G. Farbenindustrie A.-G. Hochst, uber Untersuchungen an Farben,
Kunststoffen, Buna, und Patentanwalt Dr. Melduu, Obmann des
Arbeitsausschusses ,,Staubtechnische Analyse und Mikroanalyse"
beim VDI, iiber Erforschung verschiedener technischer Staube.
In dieser Zeitschrift wurde verschiedentlich uber die Entwicklung der bis jetzt i n Deutschland bekannten Bauarten des Elektronenmikroskops berichtet, zuletzt von Ardenne und Beischer auf Seite 103
dieses Jahrgangs. Ein zusammenfassender Bericht, in welchem
vergleichend iiber die Ergebnisse von samtlichen Geraten und
ihre jeweilige besondere Eignung berichtet wird, wird demnachst
oeroffentlicht werden.
I!))
Gasinstitut der T. H. Karlsruhe')
Das als ,,Lehr- und Versuchsgasanstalt des Deutschcn \'ereins
von Gas- und Wasserfachmannern" 1907 in Xarlsruhe gegriindete
Gasinstitut ist der dortigen Technischen Hochschule angegliedert
worden, es soll den Namen H a n s - B u n t e - I n s t i t u t fiihren; ein
Neubau auf dem Hochschulgelande ist im Entstehen. Die bauliche
Instandhaltung sowie die Betriebskosten fur Heizung und elektrische
Energie iibernimint der Staat, der Verein die Kosten des Gas- und
Wasserverbrauches und der Reinigung. Der Verein stellt ferner
jiihrlich 15 000 MI. fur Lehrmittel, wissenschaftliche Arbeiten und
Sonderassistenten zur Verfiigung. Am lnstitut aerden zwei ordentliche Professoren wirken mit den Fachgebieten: ,,Gaserzeugung und
Chemie" (zurzeit Ur. K. B u n t e , Prof. fiir Gastechnik und Brennstoffveraendung) und ,,Gasverteilung und -verwendung" (zurzeit
Dip1.-Ing. J . K o r t i n g , Prof. fur techn. Gasverwendung und Industrieofenbau). In dieseni Teil ist das Institut ein reines Hochschulinstitut.
Die zweite, technische Hauptabteilung ist entsprechend den
beiden Lehrstiihlen in zwei Unterabteilungen gegliedert, die als
Forschungsstatten und Laboratorien des Deutschen Vereins von
Gas- und Wasserfachmannern zu betrachten sind und dem Vorstand
des Vereins unterstehen. AuBer den erforderlichen Laboratorien
und Dienstraumen enthalt der Neubau einen Horsaal sowie cine
groBe Halle (2'2.70 x 11.50 m),die durch zwei Stockwerke geht und
mit einer Reihe von Gasbehaltern von 2-5
m3 auf einer Empore
ausgestattet ist ; danebeii befinden sich die Kohlenstation mit schweren Aufbereitungsmaschinen und das Laboratorium fur hausliche
Gasgerate. Die Beliiftung soll als Klimaanlage ausgefiihrt werden.
auL3erdem ist Warmwasserheizung vorgesehen ; Gasheizofen werden
nur in bestimmten Dienstziminern aus reprasentativen Griinden
und um Erfahrungen zu sammeln aufgestellt. Die technische Hauptabteilung arbeitet mit den Lehrstiihlen eng zusammen, fur die technische Ausbildung der Gasingenieure steht dasGaswerk der Stadt Karlsruhe zur Verfugung. Die Belange des Wasserf a c h e s werden in Vorlesungen und durch entsprechende Berufungen beriicksichtigt.
iiu)
,,Van 't Hoff-Stiftung".
Im Zusammenhang rnit den 1'orsch.riften der ,,Van 't HoffStiftung", gegriindet am 28. Juni 1913, wird folgendes zur Kenntnis der Interessenten gebracht.
Die Stiftung, welche in Amsterdam ihren Sitz hat und c1cre.n
Verwaltung bei der Koniglichen Nieder1;indische.n Akademie der
Wissenschaften liegt. hat den Zweck, jedes Jahr vor dem 1. Marz
aus den Zinsen des Kapitals a n Forscher auf dem Gebiete der reinen
oder angewandten Chemie Unterstiitzung zu gewahren. Reflektanttn
haben sich vor dem dem oben erwahnten Datum vorangehenden
1. November anzumelden bei der Kommission, welche mit der
Festsetzung der Betrage beauftragt ist.
Die Nanien derjenigen, welchen eine Unterstiitzung gewihit
aorden ist, werden offentlich bekanntgemacht. Die Betreffenden
werden gebeten. einige Exemplare ihrer diesbeziiglichen Arbeiten
der Kommission zuzustellen. Sie sind iibrigms vollig frei in der
Wahl der Form oder des Organs, worin sie die Resultate ihrer
Forschungen zu veroffentlichen wiinschen, wenn nur dabei mitgeteilt wird, daB diese Untersuchungen mit "nterstiitzung der
,,Van 't Hoff-Stiftung" ausgefiihrt worden sind.
Die fiir das Jahr 1941 verfiigbaren Gelder belaufen sich auf
ungefahr 900 hollandische Gulden. Bewerbungen sind eingeschrieben
per Post, mit detaillierter Angabe des Zweckes, zu welchem die
Gelder (deren Betrag ausdriicklich anzugeben ist) benutzt werden
sollen, und der Grunde, weshalb die Betreffenden eine Unterstiitzung
beantragen, zu richten an: ,,Het Bestuur der Xoninklijke Nederlandsche Akadeniie van Wetenschappen, hestemd voor de Commissie
van het ,,Van 't Hoff-Fonds". Trippenhuis, Kloveniersburgwal te
Amsterdam". Die Bewerbungen mussen vor dem 1. November 1940
eingelanfen und in lateinischen Buchstaben geschrieben sein. -4nfragen fur Lebensunterhalt oder fur die Bezahlung von etaaigen
Mitarbeitern konnen nicht beriicksichtigt werden.
Die Kommission der ,,Van 't Hoff-Stiftung"
J . P . Wibuuf, Vorsitzender.
P . E . V e r k d e , Schriftfiihrer.
,I?)
PEUE BIICHlR
Chemische Experimente, die gelingen.
Von H. R o m p p .
Mit 46 Abb. Franckhsche Verlagsbuchhandlunp;. Stuttgart 1939.
Pr. Rivf. 4,80.
Das vorliegenrle li'erk des bekannteri, erfolgreichen Chemirschriftstellers will die naturwissenschaftlich interessierte J ugentl
durch eine Reihe interessanter Experimente in die chemischen
Probleme des taglichen Lebens und der Cegenwart einfiihren.
Wie in seineu anderen Werken versteht es der -4utor auch hitr
in reizvoller, anregender Weise, den1 U s e r die Chemie und ihre Wunder ngherzubringen. Jedoch mu13 prinzipiell die Frage erhoben
werden, ob es ernpfehlenswert ist, der Jugend ein Anleitungsbuch
zur Ausfiihrung immerhin nie uugefahrlicher hauslicher cheniisclier
Experimente in die Hand z u geben.
GewiB besteht bei der Jugend die 1,ust zuiii cheniischen liaperiment, und diesem Drang soll man entgegenkommen. Erfolgreich 1a13t sick dieses Ziel aber nicht durch ein derartiges Biich,
sondern nur von der Mittelschule her erreichen durch eine etwas
weniger stiefmutterliche Behandlung der exakten Naturaissenschaften. durch Schaffung einfacber, kleiner. aber zweckminig
eingerichteter Schullaboratorien und durch Heranziehung exprrimentell erfahrener, unterrichtsfreudiger Lehrkriifte, die ihre -4ufgabe
weder darin sehen, langst verklungenes cheniisches Gedankengut
ueu zu wecken, noch umgekehrt auf das chemische Hochschulstudium vorzubereiten, sondern den jungen Menschen einen Hauch
von der Gro13e und Schonheit naturwissenschaftlichen Denkens und
Schaffens zu vermitteln, ohne dabei den festen Boden der Gegenwart
und ihrer Probleme zu verlieren. Diesen Hauch natiuwissenschaftlicher GroBe vermil3t man in dein rorliegenden, niehr feuilletonistisch
geschriebenen Buche, das durch die .4rt seiner Kapiteliiberschriften
(Proteus bekoxnmt Konkurrenz. Vom Sinn des Holzspaltens. Feuer
ohne Streichholz. Das Liliput-Raketenauto. Die Bandigung der
Damonen. Der Zuckerverdauen.de Erienmeyerkolben. Blitze unter
Wasser. Die Schlangen Pharaos. Aus des Teufels Giftkiiche. Logik
im Probierglas. Expressionismus auf den1 Flieljpapier. a e m i s c h e
Reaktionen untcr der Zeitlupe. RUB RUS Marnior. Der schwebende
Zylinder. Eine harmlase Seeschlange. Moderne Tarnkappen. Kohlen als Lebensretter. Autofahren und Dreisatzrechnen. Das ;eheimnis der ,,Knock-out"-Pistole usw. usa.) einen Jungen nur zu
leicht dazu verleitet, die Experimente mehr als Spielerei, als ,,Zauberkunststiickchen" anzusehen, niit denen m a n anderen Jungen imponieren kann.
Abgesehen von diesem. mehr prinzipidlen Einwand ist das
Geschick des Butors anzuerkennen, bei der Auswahl der - in langjahriger Lehr- und Yersuchsarbeit selbst erprobten und klar iind
einleuchtend beschriebrnen - chemischen Experimente rielf ach
alte ausgctretene Wege zu verlassen und neue Wege einzuschlagen.
Sicherlich diirfte das Buch - seiner -%uBerlichkeitenentkleidet als 1,aboratoriumsgrundlage einer kleinen .4rbeitsgemeir~~chaft
~
'1
GE.- 11. Ws3erfarh 82, l6fl !193!Il: 85. IS? [19!Pl
Angemandle Chemie
53.3ahrg.1940. N?.21/22
Neue Backer
unter der Fiihrung eines lehrfreudigen, erfahrenen Experiinentators
wesentlich besser als manche andere trockene Schulanleitunp. dazu
geeignet sein, die Jugend f i i r die Probleme der Chemie zu beg&tern.
E. Wiberg. TBB. 85.1
Handbuch d e r Gerbereichemie und Lederfabrikahon. Beg.
v.M.B e r g m a n n ,fortgef .v.W. Gr a 13 m a nn. 2. Band, 2. Teil. Mineralgerbung und andere nicht rein pflanzliche Gerbungsarten. 828 s.,
109Abb., 176Tab. Verl. J . Springer, Wien 1939. Pr. geb. RM.168,--.
In1 Rahmen dieses groD angelegten Gesamtwerkesl) liegt nun
der tweite Teil des die Gerbung behandelnden Mittelbandes vor.
Schon das se4r fesselnde, der allgemeinen Theorie des Gerbungsvorganges gewidmete Einleitungskapitel (von K. H. Bwlauson,
Valdemarsvik) zeigt. dal3 die Gerbereichemie eine ganz moderne
Wissenschaft geworden ist, die mit den heutigen Hilfsmitteln die
Vorstellungen iiber die Gerbvorghge klarend zusammenfalt. Von
gleich hohem Wert ist das folgende umfangreiche Kapitel
(300 Seiten), das mit griindlichen und vielseitigen Einzeldarstellungen iiber die Chemie der Chromverbindungen (D. Baldnyi, Waalwijk), Theorie und Praxis der Chromgerbung (K. H. Bustauson), die
Gerbung mit Aluminiumsalzen (Th. Seiz, Berlin), mit Eisensalzen
( W. Mensing, Naunhof b. Leipzig, und F . Mecke, Dresden) und mit
anderen Wneralstoffen (H. Loewe. Ludwigshafen a. Rh.), die derzeit
vollstandjgste Darstellung des fiir den Chemiker wie Praktiker
gleich interessanten Gebietes der mineralischen Gerbung ist.
Es folgen inhaltsreiche Kapitel iiber Aldeliyd und Chiriongexbung ( 0 .Qerngrop, Ankara), Fettgerbung ( H . U n a n m , Stuttgart),
kiinstliche Gerbstoffe (L.Pollak, Prag) und die Gerbung mit Celluloseextrakten ( L . P o l h k ) , in denen mit der das Handbuch kennzeichnenden Sorgfalt alles Wissenswerte iiber diese verschiedenen, zum
Teil gerade heute besonderes Interesse verdienenden Gerbarten,
Gerbstoffe und Gerbvorgange zusammengetragen ist.
Ein Kapitel iiber Kombinationsgerbungeii (K. H. Qustausmi)
vermittelt viele fiir den Praktiker wichtige und fur den Chemiker
aufschlulreiche Einzelheiten, die ein Bild iiber die Fiille der moglichen Wechselwirkungen zwischen den rerschiedenartigen Gerbstoffen und der Haut ergeben.
Auch dieser Band des Handbuches enthalt wieder eine umfangreiche Zusaznmenstellung der Patentliteratur auf den behandelten
Gebieten (A. Miekeky und a. Schuck, Dresden) und wird vervollstandigt durch ein a u s f a l i c h e s Namen- und Sachregister.
Der neue Band des Handbuches darf somit als aufierordentlich
wertvoll bezeichnet werden. Er wurde es durch eine besonders gliickliche Wahl der Mitarbeiter, deren Beitrige sich in sehr anregender,
vielseitiger Darstellung zu einem geschlossenen Ganzen fiigen.
Es ist bedauerlich, daO der hohe Preis des Werkes und insbesondere des vorliegendeu Bandes es verhindern wird, daR das
Handbuch die Verbreitung und den haufigen und griindlichen Gebranch findet, den es seinem Inhalt nach verdient. Q.Otto.[BB.57.]
Kautschuk u n d verwandte Stoffe. Eigenschaften u n d Verarbeitung. Bearb. v. S. B o s t r o m , K. L a n g e . H. S c h m i d t
u. P. S t o c k l i n . M i t 314 Abb. u. vielen Tab. 534 S. Union Dtsch.
Verlagsges. Berlin Roth u. Co. 1939. Pr. geb. RM. SO,--.
Die Herstellung des synthetischen Kautschuks und die auf
immer weitere Gebiete iibergreifende Anwendung von Naturgummi
und Buna haben den Kreis derer, die sich mit diesen Werkstoffen
befassen, mehr und mehr iiber die eigentliche Gummiindustrie
hinaus emeitert. Ferner stellt die schnelle Entwieklung der nicbt
vulkanisierbaren Kunststoffe sowie der Thioplaste den Erzeuger
und Verbraucher von Gummiwaren heute haufig vor die Aufgabe
der Auswahl und des Vergleiches dieser Stoffe mit natiirlichem
and synthetischem Kautschuk.
Es ist deshalb sehr zu begriiaen, daB als Erganzung der altereii
Standardwerke von Mernwder (Handbuch der Kautschuk-Wissens h a f t ) nnd Hauser (Handbuch der gesamten Kautschuk-Technologie) nun ein kiirzer gefaRtes Werk erscheint, welches auf rund
500 Seiten Kautschuk und verwandte Stoffe behandelt. Bostrom,
Longe, Schmidt und Stocklin haben sich i n Gemeinschaftsarbeit
dieser dankbaren Aufgabe unterzogen.
Das Werk beschreibt in iibersichtlicher Form die Eigenschaften,
die Verarbeitung und die Anwendung des Naturkautschuks und
der synthetischen Kautschuksorten und bezieht auch die Perdurene
nnd Thiokol sowie die nicht vulkanisierbaren Kunststoffe (die
Thermoplaste) kurz in die Betrachtung ein.
In einem einleitenden Kapitel , , D i e R o h s t o f f e " wird klar
der chemische Aufbau des Naturkautschuks und der wichtigsten
synthetischen Kautschukarten erlautert. Es werden die Vorgange
bei der Polymerisation und Vulkanisation beschrieben und das
Wesentliche iiber den Aufbau einer Gummimischung gesagt.
Eineu breiten Raum nimlut dann neben der Beschreibung
der V e r a r b e i t u n g s m a s c h i n e n der Abschnitt iiber die H e r s t e l l u n g d e r w i c h t i g s t e n G u m m i w a r e n ein, der iibersichtlich
beispielsweise Kapitel iiber die Bereifung. die technischen Gummiwaren, die Kabeltechnik und gurnmierte Stoffe enthalt und auf
die Latextechnik einp.eht. Ein besonderer Abschnitt behandelt
die G u m m i t e c h n i k -der s y n t h e t i s c h e n k a u t s c h u k a r t i g e n
') h p r e c h u n g der bereits emchienenen B a d e
50, 305 [1937lund 51. 797 119SI.
Angewaerdle Chemie
63.Jahrg.1940. N r . ? 1 / 2 ?
Tgl. dieee Ztechr.
46, 39fj [1932]
9
Proclu k t e und enthilt in jiingster Zeit gesammelte Erfahrungen,
welche im Zeichen der Umstellung der deutschen Wirtschaft auf
Buna besonderes Interesse verdienen. Es ist erfreulich. daD dieser
Abschnitt durch den stetigen Vergleich mit Naturkautschuk alles
wissenswerte Zahlenmaterial iiber die chemischen und physikalischen
Eigenschaften nicht nur fiir die synthetischenKautschukarten,sondern
auch fur den naturlichenKautschuk bringt und dadurch f i i r die erfolgreiche Anwendung dieser Werkstoffe exakte Grundlagen liefert.
Ein kurzer Uberblick iiber die herkommlichen P r i i f v e r f a h r e n
schlieDt das Buch, das dem Fernerstehenden eine gute Orientierung,
dem Gummifachniann viele Anregungen bieten d r d .
H. Hoelia. [BB. 37.1
J a h r b u c h d e r Brennkrafttechnischen Gesellschaft e. V.
Rand 19,1938, Wilh. X n a p p , Halle(Saa1e) 1939. Pr. kart.RM9,--.
Uber diese Vortrage ist bereits in der ,,Chemischen Fabrik"2)
ausfiihrlich berichtet worden. Das Jahrbuch selbst bringt auf
[BB. 178.1
108 Seiten die wortliche Wiedergabe.
Die Bodenuntersuchung im landwirtschaftlichen Betriebe.
Von R. T h u n . Mit 2 farb. Reaktionskarten 11. 9 Abb. Band 58
der Arbeiten des Reichsnahrstandes. Reichsnahrstandsverlagsges.
rn. b. H., Berlin 1939. Pr. geh. RM. 2,-.
Auf Grund seiner mehr als 1Ojahrigen Erfahrungen gibt der
Verfasser eine fur den praktischen Landwirt und den Wirtschaftsberater bestimmte Darstellung der Bodenuntersuchung f i i r landwirtschaftliche Zwecke. Er beschreibt die zur Bestimmung des Kalkbedarfes sowie des Gehaltes an den pflanzenaufnehmbaren Nahrstoffen Kali und Phosphorsaure eingefiiirten Methoden, soweit ihre
Kenntnis fiir den Praktiker von Interesse ist. Ausfiihrlich stellt er
diejenigen Arbeiten dar, bei denen der Landwirt mitwirken mU0, wie
z. B. richtige Probeentnahme, Ausfiillung der FragebBgen. Fiir den
Wirtschaftsberater, der die Ergebnisse der Bodenuntersuchung ausmerten soll, werden Anhaltspunkte gegeben, wie dies unter Beriicksichtig-mg der besonderen ortlichen Verhiiltnisse zu geschehen hat.
Jocob. [BB.8.1
Zellwolle, Kunstspinnfasern, ihre Herstellung, V e r a r b e i t u n g ,
VerwendungundWirtschaft.\'onH. G. B o d e n b e n d e r . 3.verm.
u. neubearb. Aufl. m. 295 Abb. u. 64 Tab. &em.-techn. Verl.
Dr. C. Bodenbender, Berlin 1939. Pr. geb. RM. 18.-.
In der 3. vermehrten und neubearbeiteten Auflage ist der Versuch gemacht. das Problem der Zellwolleherstellung und Zellwollebearbeitung erschopfend zu behandeln. Durch den &was umstkdlichen, oft unterbrochenen Aufbau des Stoffes wird das Lesen
des Buches erschwert. Leider wurde an verschiedenen Stellen versaumt, den neuesten Stand der Erkenntnisse der Chemie und Technik
rnit einzubauen. So kennt man z. B., wie auf Seite 95 beschrieben,
keine Ruhezeit der Alkalicellulose mehr, die man Vorreife n e w t .
Die Reife ist ein reiner oxydativer Abbau, was jetzt wohl allgemein
anerkannt ist. Auch der Begriff ,,Desaggregation" diirfte in dem
angefiihrten Zusammenhang den klar erkannten Vorgang bei der
Reife nicht geniigend genau beschreiben. Ebenso ist die Darstellung
der Viscosereife nicht klar genug. So wie bei den soeben erwahnten
Punkten befinden sich beziiglich des Chemismus der Zellwolleherstellung noch an manchen anderen Stellen Vnklarheiten, was
den Wert der umfassenden Arbeit schmalert.
Dasselbe gilt fiir die Ausfiihrungen iiber die Technik der Herstellung der Zellwolle. Es werden in der Technik bereits Spinndiisen mit hoherer Lochzahl verwendet, als auf Seite 108 angefiihrt
ist. Ferner entspricht die Beschreibung des kontinuierlichen Alkalisierungsverfahrens auf Seite 88 in keiner Weise dem Stand der Technik, was bedauerlich ist, da gerade in dieser Richtung in den letzten
J ahren wesentliche Fortschritte erzielt wurden. Die Spezialverfahren
sind teilweise zu stark hervorgehoben. teilweise ist die Technit
neuerer Verfahren kaum erwahnt. Es wird vie1 zu wenig auf die
neuesten Betriebserfahrungen bei der Herstellung von Qualitiitszellwolle eingegangen.
Bei den wissenschaftlichen Fragen des Veredlungsproblems
(Seite 177/178) wird ein ausfiihrliches Eingehen auf dieses so wichtige
Kapitel vermiDt. Die Technologie der Garn-, Gewebe- und Gewirke-Herstellung sowie des Farbens gibt dem Chemiker einen
guten Uberblick iiber die vielseitigen Arbeitsweisen : desgleiden
die ausfiihrliche Behandlung der Verwendung von Zellwolle.
Die folgenden Kapitel ,,Zellwolle im Vertrieb" und ,.Zellwolle
im Gebrauch", von denen das letztere wertvolle Hinweise z. B. fiir
das Waschen von Zellwolle enthalt, erenzen die Ausfiihrungen und
geben AufschluD iiber evtl. auftauchende Fragen fiir denjenigen,
der sich iiber die Zellwolle auf den versehiedenen Verwendungsgebieten unterrichten will.
Es ist sehr lobenswert, dal3 sich der Verfasser der Miihe unterzogen hat, auch einmal die wirtschaftliche Seite der Zellwolle- und
Kunstseide-Herstellung darzustellen. Die in dieser Beziehung geleistete Arbeit ist s&r umfassend und diirfte dem Chemiker und
Kaufmann als wertvolle Zzhlenunterlage dienen.
Ebeuso ist das Hapitel ,.Was ist?" zu begriikn, das dem Anfanger und dem diesem Arbeitsgebiet Fernerstehenden, aber auch
dem mit der Materie Vertkauten in vielen Fallen brauchbare und
0.h'iaenhui. TBB. 76.1
rasche Hinweise geben kann.
Cbem. Fvhr;k.
12, ?U7 [19391.
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