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Chemische Gesellschaft Marburg.

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der Aufbereitung auf einen annehmbaren Betrag gesenkt werdcn. Infolgo
der giinstigeq morphologischen Eigenschaften der Pappelholzfaser iibertreffen die daraus hergestellten Sulfatzcllstoffe hinsichtlich ihrer Festigkeitseigenschaften solchc aus Buchenholz bedeutend und erreiohen praktisoh die gleichen Werte wie Fichtenholzzellstoffe mit Ausnahme einer geringeren FortreiOfestigkeit. Wichtig ist vor allem der hohe Cellulosc-Gehalt
der Pappelholzer von oa. 50% (Fichte 45%), der zwischen dem 10. und 20.
Jahr erreicht wird. Mit zunehmendem Alter nimmt er wieder etwas ab.
AuOerdem schwankt er je nach Standort. Das spezifische Gewhht h a t
normalerwcise Werte von 0,40-0,44, doch sind auch Ziichtungen bekannt
gcworden, die wesentlich dichteres Holz ergeben. Das Pappelholz ist demriach sowohl fur die Papier- w;e fur die Kunstfascrzellstoff-Erzeugung
brauchbar. Fur den Anbau scheinen nach don bisherigcn Untersuchungen
p . robusta, p . serotina und p . regenerata besonders gceignet zu sein.
Aussprache zu den beiden letzten Vortragen:
F. K i d , Wiesbaden: Verstarkter Pappelanbau ist fur die deutsche
Zellstoff- und Papier-Industrie von groRter Wichtigkeit. In Amerika ist
die Zellstoffindustrie trotz ihrer ungleich giinstigeren Holzlage d a m iibergegangen, fur jeden geschlagenen Baum dem Waldbesitzer zwei Stecklinge
B U S eigenen Baumschulen zur Verfiigung zu stellen. Bei Ausnutzung der.
in Deutschland gegebenen Mdglichkeiten ist eine zusatzliche Gewinnung
von 5-10 Mill. fm. Pappelholz im Jahr moglich. E. Hockenjos, Albbriick:
Sind die Pappeln und Weiden anfallig gegen Schiidlinge. wie Pappelbock
und Weidenspinner? In Italien muBte zum Schutz von Pappelpflanzungen
Gesarol verwendet werden. H. H i f f : Verseuchungen konnten bis jetzt
nicht festgestellt werden. Vie1 kommt auf richtige Auswahl der Sorten an.
F. Schmidt-Lenders Viersen: Nicht nur zur Holz-Erzeugung, auch im Interesse der Wasseiwirtschaft und als Schutz gegen Versteppung ist ein
starker Pappelanbau wichtig. Insbesonders die durch Meliorationen gewonnenen Landereien sollten z u 30 % aufgeforstet worden.
K . SCHWABE, Mcinsberg: Kochungen mil Bisulfit-Lisungen verschiedener Basen.
Die Anwendung von Bisulfitcn einrr Reihe von Metallen fur den Holzaufschlull zeigte, daB die Salze, die die Ligninsulfosaure mit verschiedenen
Rasen bildet, unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Es wurden Koohungen von Holz mit Bisulfit-Losungen folgender Metalle versucht: Li,
Na, K, Ca, Mg, Ba, Zn,Cd, Hg, AI, Cr, Mn, Fe, Ni, Sn und Ca. Die meisten
angcwandten Losungen, auOer Quecksilber- und Chrombisulfit, ergaben
cincn befriedigenden HolzaufschluB. Dic Ausbeuten an Zellstoff und seine
Eigenschaften unterscheiden sich im allgem. nur wenig voneinander. Im
Hinblick auf die Verwertung der Ablauge und die Riickgewinnung der
Chemikalien ist die Anwendung anderer Basen als Calcium interessant.
ncsonders aus eingedickten Magnesium- und Aluminium-Ablaugen lassen
sich SO, und die Metalloxyde bei Temperaturen von 400-600° leicht w;edcrgewinnen. Die mit Magnesium- und Aluminiumbisulfiten hergestellten
Zellstoffe zeigen einige Vorziige gegeniiber donen, die auf die iibliche Weise
rnit Calciumbisulfit hergestellt sind.
0. HANSEN, Frankfurt/Main : Die Bedeutung der Melaminharze in
der Papierindushie.
Melaminharze spiclen zum Wasserfestmachen von Papieren cine groLIe
Rolle. Sie werden als Methyloimelamin-Verbindung angewandt. Auch
wasserunlosliche, veratherte Methylolamine konnen in dispergierter Form
vcrwcndet worden. Sie machen Papiere und Pappen wasserundurchlassig,
aber nicht wasserabweisend. Die durch das Harz vermittelten Bindungskraftc i m Papierblatt verandern sich bci Befeuchtung nicht, wiihrend die
mcchanischc Reibung und die H-Bindung zwischen den Fasern dabei auf
cinen Brnchteil des Wertes im trookenen Zustand absinken.
Aussprache:
F. Schutz, Liilsdorf: Die Verwendung dieser Stoffe ist vor ailern eine
Preisfrage. Im Vergleich zu dem Polyathylenimin, das in alkalischem Gebiet substantiv aufzieht tun die Melaminharze dies nur im sauren Gebiet.
H. Wilfinger Ludwigsiafen : Die Melaminharze sind keine Konkurrenz
fur die Poly!4thylenimine. Diese konnen wegen ihrer Unvertraglichkeit
lnit dem zur Leimung verwendeten Harz nur fur ungeleimte, saugfahige
Papiere eingesetzt werden. Die wesentlich billigeren Harnstoffharze fiihren
stets zu einer Erniedrigung der Falzzahl, da der Dimethylolharnstoff
sich als krystallines Produkt in der Faser ablagert. Doch konnen auchHarnstoffharze verwendet werden die soweit kondensiert sind daR sie
vor
allem bei Sulfatzellstoffen --'substantiv auf der Faser adfziehen. R. A.
KrauJ3, Wilhclmstal: Erfahrungen der Praxis haben gezeigt daB die Ergebnisse mit Melamlnharzen bei Sulfatzellstoffen besser sind ;Is bei Sulfitzeilstoffen. Wegen des verhaltnismaflig hohen Preises ist ein Einsatz nur
miiglich, wenn NaBfestigkeit verlangt wird. E . Liebert, Dachau: For die
Verwendung zur Lebensmittelverpackung ist ein evtl. FormaldehydGehalt dieser Papiere wichtig. 0.Hansen, FrankfurtiMain: Der Formaldehyd-Gehalt beschrankt sich auf die auBerordentlich geringen, im normalen Feuchtigkeits-Wasser gelasten Mengen. K. H. Klernrn, Weisenbachfabrik: Die Wirkung des Produktes auf die initiale NaRfestigkeit (Festigkeit der neugebildeten Papierbahn auf der Maschine) rniiflte ge riift werden. Diese ist abhangig vom Mahlungsgrad. Da auch die Wgkung d e r
Melaminharze vom Mahlgrad abhangt ist man in seiner Wahl nicht frei.
W. Brecht, Darmstadt: Bei den Pol$athyleniminen hat sich keine Verbesserung der initialen NaBfestigkeit ergeben.
-
a. SCHUSTER, Darmstadt: Vergleichende Vermhe fiber die Holzschliff-Bleiche mil Peroxyd.
Das aus Amerika bekannt gewordene Holzsohliff-Bleichverfahren mit
Natriumpcroxyd wurde nachgepriift und mit iilteren Verfahrcn, die mit
Natriumbisulfit und Zinkhydrosulfit arbkiten, vorglichen. Der Wcillgchalt
ist - besonders bei hoheren Bleiohmittelkonzentrationen - naoh der Natriumperoxyd-Bleiohc betrachtlioh haher als bei den anderen Agentien.
Auoh die Widerstandsfahigkeit gegen Vergilbung ist i n diesem Fall am
giinstigsten. Der Lignin-Gehalt nimmt nur gering ab.
In Referaten von R. Haas, Unterkochcn, U. J a y m , Darmstadt und
R. Sehepp, Aschaffenburg wurde iiber die Tatigkeit und das Programm dor
H.
[VB 1241
Fachausschiisse des Vereins beriohtet.
Chemische Gesellrchaft Marburg
am 29. 11. 1949.
T H . WIELAND, Mainz: bber einige neuere Anwendungen der Papierchromatographie.
Nach einer kurzen Schilderung des Prinzips und der Technik d r r
papierehromatographischen Analysenmethodel) geht Vortr. auf derrn
versehiedcnartige Anwendungen ein. AuOer Aminosauren lassen sich
Zucker, organische Sauren, Purin- und Pyrimidin-Verbindungen, Ptrridine, Anthocyane, Flavonole, anorganische Kationen und anderes auf dicsc
Weise trennen. Auoh bei der Bearbeitung von Vitaminen, z. B. B,, uiid
Antibiotica (Penicilline, Streptomycine) leistet die Methode hervorragcnde
Dienste. Sodann wird die I o n o p h o r e s e auf Filtderpapier erorlert,
womit es gclingt, A m i n o s i i u r e n nqeh ihrer Ladung im clektrischen Feld
zu trennen. Diese Methode kann anch erfolgreich anf O l i g o p e p t i d e (aund P-Amanitin aus Knollenblatterpilzen)sowie auf P r o t e i n c angcwandt
werden. Vortr. zeigte das mit diazotierter Sulfanilallure sichtbar gcmachtr
Elektro-pherogramm einer Trennung von Albumin und Glob,ulin.
Durch Kombination beider Methoden gelingt es, weitere Einblickc
in die Struktur der Knollenbliitterpilzgiftc Phalloidin und Ama?itinz)
zu erhalten, von welehen Partialhydrolysate untersucht wurden. Weiterhin studierte Vortr. mit Hilfe der papierchromatographisohen Methodc
das Verhalten der Oxyaminosauren Seriu und Threonin, sowie des schwefelhaltigen Cysteins beim Behandeln mit heiDem Barytwawer. Dic als
Umwandlungsprodukte auftrctenden Aminosauren Glycin, Alanin und
a-Aminobuttcrsaure lassen sich mit der besprochenen Methode eindeutig
nachweisen und in ihrcr Menge retentions-analytischS) bestimmen. Der
Umwandlungsmechanismus wurde kurz erortert.
[VB 1451
~~~
~~
Vgl. Gordon diese Ztschr. 6 1 367 [1949].
Vgl. Th. W'ieland, ,,Uber di; Oiftstoffe des ~nollenblatterpilzes" diese
Ztschr. 6 1 452 119491.
8 ) Vgl. Th. Cirieland ,,Retentionsanalyse kunstl. Aminosauregemische" didse
Ztschr. 60,313 [1948].
1)
*)
Rundschau
a e r die physikslischen Grundlagen der Krystdlziiler berichtet F.
Stbckmann, wobei er seinen Betrachtungen die Vorstellungen iiber dic
lichtelektrische Leitung von C3udden und Pohl zugrundelegt. Solohe Zahler
bestehen aus isolierenden brw. halbleitenden Krystallen, die mit Elektroden versehen sind, an denen eine moglichst hohe Gleichspannungliegt.
Bei der Bestrahlung mit Licht, y- Quanten, P-oder a-Strahlen, t r i t t eine
voriibergehende Leitfiihigkcit auf, dic als Stromimpuls registriert werden
kann. Der ElementarprozeD besteht bei der Bestr3hlung rnit Licht in der
Ablasung eines Elektrons von einem Gitterbaustein oder einer Storstelle.
Das ,,freie" Elektron legt unter dem EinfluO des angelegten Feldes denWeg
w zuriick, bis es durch Einfang wiedergebunden wird. In einemisolierendrn
Kryetall fliellt dabei die Ladung Q = cw/d. (e = Elementarladung,
d == Krystalldicke). Zeigt der Krystall cine sohwache ElektronenDunkelleitfiihigkeit, so wird das von der Anode bzw. von einer St6rstellc
aufgenommene Elektron durch ein aus der Kathode austrctendes ersetzt,
und es fliellt solange ein Elektronenstrom, als der durch die Absorption
des Quants erzeugte angeregte Zustand cxistiert. Die Auflosung eines
solchen mit ,,Verstarkung" arbeitendcn Krystallzahlers ist durch die
Lebensdauer des angeregten Zustandcs bestimmt, betr%gt also etwa
lo-' sec. Da bei der Bestrahlung mit Korpuskularstrahlen im Krystall
Elektronen freigemacht werden, behalten die Betrachtungen auch d a m
ihre GuItigkoit. Untcr bcstimmton Voraussetzungen kann der Krystall
dabei als Proportionalzahler verwendet werden. Als Material fur die
Ztihler haben sich u. a. bewhhrt: bestimmte Diamanten bei Zimmertemperatur, sowie AgCl bei -180O. Besonders geeignet sind auch die
Angeca. Chetn. 162. Jahrg. 1950 Nr. 1
von R . Frerichs untcrsuchten CdS-Krystalle!), die Vcrstarkungsfaktorcn
bis zu lo5 zeigen. S t a t t das abgelbstc Elektron im freien Zustand als
Strom zu registrieren, kann man auch seinen mit der Emission cines
Lichtquants verbundenen Wiedereinfang beobachten. Die Registrierung
erfolgt dabei zweckmalJig duroh eine Photozelle mit angeschlossenem
Sekundzirelektronenvervielfacher. Solche Leuchtmasseneahler wurden
hauptsiichlich von J . Broser und H. Kallmann entwiekelt. (Naturwiss.
36, 82 "491).
-Be.
(704)
Adsorption und Austausch von Ionen BUS wllsriger Losung an Glasund Metalloberflllchen wurden von J . M. Hensley, A . 0. Long und J . E .
Willard mit der TrBgcrelemeet-Methodik untersuoht. Es wurde gefunden, daB Natrium-, Caesium- und Silber-Ionen mit Eintauchzeit, PH und
Temperatur steigend adsorbiert werden uud zwar m t c r Umstanden in
so hohem Ma&, daO die Yolekelzahl, die qotwendig was, eine monomolekulare Schicht auf der Oberflache zu erzeugen, um das Mehrfaohc
iiberschritten wird. Die Molekeln werden namlich auch in das Gittcr
des Glases eingelagert. Die adsorbierte Menge ist auch abhangig von dcr
Oberflachenbeschaffenhcit und elektrostatisohen Aufladung. Abflammcn
z. B. erhbht die Sorption. Die Adsorbate bedeoken im allgem. nicht die
ganze Oberflache, sondern bevorzugen bcstimmtc Areale, die sich duroh
Radioautogramme sehr sohbn siohtbar machcn lassen. Durch Abwaschen
lassen sich die adsorbicrten Molekeln nur sehr schwer wieder mtfernen.
Die Methode wird vermutlich zur Beurteilung der Oberflaohenreinhrit
1)
Vgl. diese Ztschr. 69, 94 [1947].
31
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