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Chemische Gesellschaft Wrzburg.

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92
[Chernie.
Zeitschr. f8r angew.
43. J. 1930
Versanimlungsberichte
VERSAMMLUNaSBERICHTE
Chernische Gesellschaft Wiirzburg.
Vorsitzender : Priv.-Doz. Dr. W. J a n d e r.
Vortrage im November und Dezember 1929:
1. G. W a g n e r , Wiirzburg (gemeinsam rnit Gg. D e n g e l),
am 7. November 1929: ,,Die Krislallstruklur der Halogenide des
Penlaerylhrits."
Die drei Halogenwasserstoffester des Pentaerythrits,
C (CH,Cl) , C(CH,Br)4, C (CH,J),, werden rpntgenographisch
nach der Drehkristallmethode auf ihre Struktur untersucht. Fur
die beiden in der monoklin prismatischen Klasse C2h kristallisierenden Verbindungen C(CH,Cl)4 und C(CH,Br), wird eine
einfachprimitive Elementarzelle ermittelt, die eine Molekel
enthalt. Die Ausloschungsstatistik fiihrt rnit groBer Wahrscheinlichkeit zur Raumgruppe &:h.
Die Symmetrie der Molekel
von Chlorid und Broniid ist demnach Clh, d. h. die Konfiguration des Tetraeders ist ausgeschlossen, die Molekiile sind planzentrisch gebaut.
Das Jodid kristallisiert rhoinbisch und besitzt eine basisflachenzentrierte Elementarzelle. Zur Ermittlung der Raunigruppe und der Molekiilsymnietrie reicht das bis jetzt vorliegende Material noch nicht aus.
In der Diskussion sprachen D i m r o t h , E m m e r t ,
J a n d e r , E b e r t , S k r a u p , H a r m s und Vortr.
2. W. H i e b e r , Heidelberg, am 12. Dezernber 1929:
,,Chemisehe Charakterisierung des Eisencarbonyls und seiner
Derivate."
Die bisherigen Untersuchungen iiber Substitutions- und
Abbaureaktionen am Eisenpentacarbonyl haben, wie die zusammenfassende Ubersicht zeigt, zu Amin-, Amnioniak- oder
halogenhaltigen Eisencarbonylen gefiihrt, die auf 1 Atom
Eisen nur noch 1 bis 4 Molekiile Kohlenoxyd enthalten. Neuere
Arbeiten an deni besonders reaktionsfahigen (polymeren)
Eisentetracarbonyl ergaben nun die Existenz von Eisencarbonylverbindungen mit s a u e r s t o f f h a 1 t i g e n organischen Molekiilen oder Wasser. Das Tetracarbonyl wird bei seinen
Reaktionen stets im Sinn der (vereinfachten) Gleichung
2Fe(CO), = Fe(CO),
Fe(CO), disproportioniert. Das Pentacarbonyl laDt sich aus den Systemen quantitativ entfernen,
wahrend das Tricarbonyl, das nur in polynierer Form auch als
solches isoliert werden konnte, radikalartige Eigenschaften besitzt und ini allgenieinen in Form seiner Verbindungen rnit
Aminen, wie Fe(CO), . Pyridin, Alkoholen, Ketonen usw., vorliegt. Sehr charakteristisch ist die Methylalkoholverbindung,
Fe(CO), . CH,OH, die mit Wasser ein atherlosliches Hydrat gibt.
Samtliche Tricarbonylverbindungen sind durch intensiv rote
Farbe, Loslichkeit in fast allen oganischen Mitteln sowie
durch enorme Sauerstoffeinpfindlichkeit ausgezeichnet. Durch
Sauren werderi sie uiiter Bildung aquivalenter Mengen Eisentetracarbonyl und Eisen(I1)salz zersetzt: 2Fe(CO),
2H+
= Fe(CO)4 (polymer)
Fei-f
2CO H,. - Die Tricarbonylverbindungen und andere Eisencarbonyle desselben Typs spielen
bei der Reaktion des Pentacarbonyls rnit alkalischen- Mitteln,
besonders Alkalialkoholaten, die nach H. F r e u n d 1 i c h 1) zur
Bildung des Tetracarbonyls fiihrt, eine wichtige Rolle. Ihre
Bildung und Zersetzung bei diesen eigenartigen Reaktionen
wird naher dargelegt.
Die Systeme Eisencarbonyl-Amin (besonders Pyridin) und
die ihnen sinngemaD analogen Carbonylsysteme rnit Alkoholen
(namentlich Methanol), Ketonen usw. eignen sich ferner wegeri
ihrer besonderen Eigenschaften und Definiertheit recht allgemein fur Modellversuche, namentlich im Hinblick auf die
wichtige Rolle des Eisens bei d e r Sauerstoffaktivierung oder
gewissen katalytischen Vorgangen.
An d e r Diskussion beteiligten sich D i m r o t h , S k r a u p ,
J a n d e r , E m m e r t , P a u l y und Vortr.
3. E i s e n b r a n d , Berlin, am 19. Dezember 1929: ,,Die
Bestimmung v e n Dissozialionskonslanten durch quantitative
Fluorescenzmessungen."
Die Bestimmung cheniischer Gleichgewichte rnit Hilfe der
Fluorescenz ist nicht so einfach durchzufiihren wie die mit
+
+
+
+
1) Ztschr. anorgan. allg. Chem. 141, 321 119241.
+
Hilfe der Farbe. Lichtabsorption und inhoniogene Beschaffenheit des Fluorescenzlichts verfdschen leicht die Ergebnisse.
Nach Beseitigung dieser Storung 1aDt sich Giiltigkeit des B e e r schen Gesetzes erwarten, wenn keine Gleichgewichtsverschiebungen stattfinden. Die Priifung des Gesetzes an Losungen von
Chininsulfat rnit Hilfe eines geeigneten Apparates ergibt, daB
das Gesetz in ~ll,,-Schwefelsaure gilt.
I n Losungen anderer Wasserstoffionenkonzentrationen gilt
das Gesetz nicht, die Fluorescenzstarke nimmt bei steigender
pa-zahl ab.
FaBt man diese Abnahme als Abnahme der Konzentration
an zweiwertigem Chininkation auf (Ruckgang der Dissoziation),
so mu8 eine hieraus errechnete Dissoziationskonstante mit
einer auf elektrometrischem Wege erhaltenen iibereinstimnien.
Dies konnte bestatigt werden. Fluorescenz und elektrolytische
Dissoziation konnen also in gleicher Weise verkniipft sein wie
Farbe und elektrolytische Dissoziation. Die Dissoziationukonstanten von einigen anderen Stoffen werden so bestimmt
(Methoxychinolin 4,3.lO--8, @-Naphthol 3.10-10).
Die Intensitat der Fluorescenz 1aBt sich in weiten Grenzeii
steigern, wenn d i e Intensitat des erregenden Lichts vermehrt
wird. Konzentrationen voh 1 . lB-14 Mol./l konnten so noch
wahrgenommen werden, wahrend die Farbe bei etwa 10-8 Mol./l
verschwindet.
Die Fluorescenz eignet sich also im Gegensatz zur Farbz
zur Untersuchung lioher Verdiinnungen.
Das D e b y e H ii c k e 1 sche Grenzgesetz iiber das Verhalten von Elektrolyteri
in groBen Verdunnungen wird einer neuen Priifung zuganglich.
Die Dissoziationskonstante von Ampholyten, Komplexen, Molekiilverbindungen konnen einfach untersucht werden.
Auch mehr praktische Fragen, wie die Titration farbiger
Losungen oder die Bestimrnung der pa-zahl schwach gepufferter Flussigkeiten konneu einer einfacheren Losung
entgegengefuhrt werden, wenn man fluorescierende Stoffe als
Indikatoren beniitzt.
An der Diskussion beteiligten sich D i in r o t h , E b e r I ,
J a n d e r , Emmert, Waldschmidt, Skraup, Ott,
P a u l y und Vortr.
Deutsche Chemische Gesellschaff.
Berlin, 11. November 1929.
Vorsitzender: Prof. Dr. H. F r e u n d 1 i c h.
Der Vorsitzende, Prof. Dr. H. F r e u n d 1 i c h , Vizeprasident der Deutschen Chemischen Gesellschaft, leitete die der
Jahrhundertfeier des Chemischen Zentralb 1 a t t e s gewidmete Sitzung rnit einer Ansprache*) ein, die e r
rnit folgenden Worten schloB: ,,Um unserem Dank sichtbaren
Ausdruck zu geben, sollen heute zwei Manner geehrt werden.
deren Tatigkeit zum Gedeihen des Zentralblattes in den letzten
Jahrzehnten wesentlich beigetragen hat. An1 11. November 1908,
also gerade vor 21 Jahren, hat der Vorstand der Deutschen
Chemischen Gesellschaft die Hofmannhaus-Plakette gestiftet,
die dazu bestimmt ist, Verdienste urn die Deutsche Chemische
Gesellschaft durch ein a u k r e s Dankeszeichen zu ehren. Aus
Anla5 der heutigen Feier hat der Vorstand beschlossen, diese
Plakette Herrn Dr. Maximilian Pf l i i c k e , der seit 1913 in
der Redaktion des Chemischen Zentralblatles tatig ist und sich
seit 1923 als Redakteur um die Neuorganisation des Blattes
hervorragende Verdienste erworben hat, und Herrn Oberregierungsrat im Patentamt Dr. Ludwig M a i , der seit drei
Jahnehnten den im standigen Wachstum begriffenen Patentreferatenteil mitbearbeitet hat, zu uberreichen."
Dr. M. P f 1 ii c k e , Berlin: ,,I00 Jakre Chemisches Zenlm!blalt*)."
Am 14. Januar 1830 erschien das erste Heft des Pharmazeutischen Zentralblatts. Als Zweck des Unternehmens wurde
angegeben, die Resultate der pharmazeutischen Wissenschaft
zu umfassen und auch eine ubersicht uber die franzosische,
englische und italienische Literatur zu bringen. Die Zeitschrift, die zunachst vierzehntagig erschien, kam schon im
September als Wochenblatt heraus und ist in dieser Form bis
heute ohne Unterbrechung erschienen.
Band I umfadte
*) Vgl. Ber. Dtsch. chem. Ges. 62 (A), 130 u. folg. [1929].
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