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Chemische Holzverwertung. Von Alfred Nowak. Zugleich 4. Auflage von Josef Bersch ДDie Verwertung des Holzes auf chemischem Wege.Ф A. Hartleben's Verlag Wien 1932. Preis geh. RM. 9 Ц Leinenbd. RM

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Angewandte Chemie
45. Jahrg. 1932. Nr. 511
i93
Neue Bacher
'I' e i 1 des Werkes erortert die grundlegenden Begriffe, die verschiedenen Auffassungen uber die Konstitution der hochmolekularen Verbindungen und die mbglichen Wege der Konstitulionsaufklarung bei ,,Hemikolloiden" (bis zum Molekulargewicht
10 000) und bei ,,Eukolloiden" (uber 10 000). Der viscosimetrischen Untersuchung, dem Kernstiick der S t a u d i n g e r schen Methode, wird ein breiter Raum gewidmet. Sie hat
zur Aufdeckung einfacher Gesetze bei Paraffineri uniL
Hemikolloiden gefiihrt, die viscosiinetrische Bestininlung
der Molekullange konnte dort z. T. auch durch krsoskopische und chemische Analyse (Endgruppenbestimmulig bei
Polyoxymethylenen, Polyathylenoxyden und abgebauten acetylierten Cellulosen) bestatigt werden. Bei den Eukolloiden hat
iiian n u r die viscosimetrische Methode, die bei den hochstviscosen Polystyrolen und Polyprerien chemisch noch nicht koritrollierbare ungeheure Molekullarigen (z. B. 1,5 !I beim Eupolystyrol) errechnen lafjt. Auch der rontgenqraphischen Untersuchung, die S t a u d i n g e r nur bei relativ kleinen Molekulen
(im Gegensatz zu K. H. M e y e r und H. M a r k) zur Erniittlung
der Molekulliinge fur brauchbar halt, ist ein eigenes Kapitel
(Hochmolekulare im festen Zustand) gewidmet, je ein weiteres
ihrer Bildung in Kettenreaktionen uud ihreru allgemeineri
chemischen Verhalteri. - Der z w e i t e T e i 1 des Buches handelt von den synthetischen polynier-homologen Reihen und Horhpolymeren, dem ureigensten Arbeitsgebiet S t a u d i n g e r s ,
von den1 iius e r dann korrespondierende hochmolekulare
Naturstoffe und deren Abbauprodukte beleuchtet, wie dies
E. F i s c h e r von synthetischen Polypeptiden und Tanninen
aus getan hat. Da hier und im dritten Teil auBer der ubersichtlichen Zusammenfassung fruherer Ergebnisse bisher unveriiffentlichte experimentelle Resultate mitgeteilt werden, sind
die einzelnen grol3en Kapitel als fortlaufende Nunimern in d e r
Publikationsserie S t a u d i n g e r s gezahlt. Das Polystyrol wird
als Modell des Kautschuks betrachtet (f3.
Mitt. uber hochmol.
Verbb. mit W. H e u e r), das Polyoxymethylen als Modell der
Cellulose (64. Mitt. mit W. K e r n ) , das Polyathylenoxyd als
Modell d e r Starke (65. Mitt. mit H. L o h m a n n ) , die Polyacrylsaure - a h Modell des EiweiS (66. Mitt. mit E T r o in m s d o r f). Die Xhnlichkeiten und die Unterschiede der verschiedenen Typen werden nebst ihrer eingehenden Beschreibung
vorgelragen. - Der d r i t t e T e i 1 behandelt die hochmolekularen Naturprodukte selbst, und zwar 1. Kautschuk und Balata
(letztere als 38. Mitt. uber Isopren und Kautschuk mit E. 0.
L e u p o 1 d). 2. Cellulose (67. Mitt., Konstitution der Acetylcellulose rnit H. F r e u d e n b e r g e r; 68. Mitt., Molekulargewicht d e r Cellulose, rnit H. S c h o 1 z ; 69. Mitt., Konstitution
d e r Nitrocellulose, mit H. H a a 9).
Es ist in1 Rahmen dieser Besprechung nur moglich, einige
Streiflichter auf d e n reichen gedanklichen und experimentellen
Inhalt des Buches zu werfen, in den1 eine stattlirhe und temperamentvolle Arbeitsleistung eteckt. Der Ausbau der polymerhomologen Reihen ist weiter fortgeschritten und breit in die
Cellulosereihe hereingetragen worden. Uberall ist der Gegensatz zwischen homoopolaren M o 1e k u 1 k o 1 1 o i d e n , den
Makrofadenmolekulen, und M i c e 11 k o 11 o i d e n , z. B. den
Fadenmicellen der Seifen, betont, welch letztere S t a u d i n g e r
nur bei Molekulen rnit heteropolaren Gruppen gelten liil3t (im
Gegensatz zu anderen Organikerri und Kolloidchemikerii
Anhanger und Gegner der S t a u d i n g e r schen Auffassung
werden das Erscheinen der vorliegenden Zusanimenfassuny
begriifjen, weil sie die gewissenhafte Stellungnahme zu
S t a u d i n g e r s Ergebnissen in besserer Weise gestattet, als
das bisher moglich war. Es ist wichtig, die Moglichkeit einer
scharfen Abgrenzung von Molekulkolloiden und Micellkolloiden
weiter experimentell zu untersuchen.
Besonders reizvoll am Studium der Hochmolekularen ist
aufjer d e r Frage nach d e r GroBe (Lange) d e r MolekUle
die nach der bevorzugten Mittellage, die ein kompliziertes Molekiil trotz d e r vielfach freien Drebbarkeit seiner
Teile einnimrnt. S t a u d i n g e r schlieat am der Gtiltigkeit seiner Viscosit+gesetze
(berechenbare Inkremente fur
jeden Zuwachs an -CH2-oder -0usw. in der
Richtung der Kettenlange) auf die B e v o r z u g u n g d e r
fadenformigen Zickzacklinie als Mittellage
a u c h i n t o s u n g d e r P a r a f f i n e und anderer Fadenmolekule (Polyoxymethylene, Polystyrole und Polyprene), wie
sie durch die Rontgenuntereuchung ftir die k r i s t a 11 8 i e r t e n Paraffine langst feststeht. Die Ketlenliinge allein ist nach
5 t a u d i n g e r fur dieviscositat entscheidend,Seitenkettensolleii
belnnglos sein, dagegen wirken Ringe, die in die Kettenrichtuiig
eingebaut sind (Cellulose), stark viscositatserhohend. Fur die
Polyiithylenoxyde, die auffallend lijslich sind und abweichende
Inkremente zeigen, werden maanderformig geschlangelte Ketleri
errechnet. Am DioMylessigester konnte gezeigt werden, daB
er nach seiner Viscositat offenbar die gestreckte Kette de6
Heptadekans enthllt, an der der Essigsaurerest als Seitenkette
hangt, wahrend das Pyridinsalz eine andere Molekulforni zu
enthallen scheint. So wird sich die Viscositatsmessung fur die
Feststellung der Molekulforni, eines feinen und vordringlichen
organischen Problems, voraussichtlich neben anderen physikalischen Methoden einen ehrenvollen Platz erobern.
Die Ausstattung des Buches ist ausgezeichnet, die Korrektur
sehr sorgfaltig. Storende Drurkfehler sind niir nur ganz wenige
aufgefallen. S. 145 lies in der ifberschrift H stalt 11; S. 369
zweinial Moureu statt Moureau. S. 146 wird die 1Jmlagerung
einer Polyoxymethylenkette uiiter Bildung von Glykolaldehydgliedern als ,,Cannizarosrhe Reaktion" bezeichnet.
R . Pummerer. [ B B . 185.1
Chernisehe Holzverwertung. Von Alfred N o w a k . Zugleich
4. Auflage vou Josef B e r s c h : ,,Die Verwertung des Holzes
auf chemischeni Wege." A. Hartleben's Verlag, Wien 1932.
Preis geh. RM. 9,-, Leinenbd. RM. lo,-.
Das torliegende Buch, das an die Stelle eines vollstandig
veralteten tritt, behandelt zunachst die Eigenschaften des Holzes,
sein Verhalten bei der trockenen Destillation, die Eigenschafien
der Holzdestillationsprodukte, dann die Holzverkohlungsindustrie
(einschliefjlich der Verschwelung der Nadelholzer), die Fabrikation von Oxalsaure aus Holz, die Alkoholgewinnung aus Hdz,
die Holzverzuckerung nach W i 11 s t a t t e r - B e r g i u s sowie
S c h o 11e r - T o r n e s c h , die Fabrikation von Cellulose, von
Kunstseide, plastischen Massen aus Holz oder Cellulose, Gerbstoffen und GerbstofIeextrakten sowie von Harz und atherischen
Olen (einschliefllich der Gewinnung von Harzen und Holzterpentinol). Es ist also ein sehr umfangreiches Gebiet, das der
Verfasser auf rund 300 Seiten zu verarbeiten unternommen hat.
Im allgemeinen ist diese schwierige Aufgabe gelost worden,
jedenfalls insoweit, als eine erste Orientierung uber die Iiier
behandelten Fragen ermiiglicht Wird. Bei einer Neuauflage wiire
vielleicht eine groi3ere Gleichmaigkeit in der Darstellung finzustreben, altere Verfahren und Apparate waren deutlicher als
solche zu kennzeichnen und die neueren starker zu betonen und
zu vervollstiindigen (z. B. die sehr wichtig gewordenen Methoden
zur direkten Gewinnung konzentrierter Essigsaure),. Auch wiirde
inan ein etwas ausfiihrlicheres Literaturverzeichnis am Schluf3
gewilj dankbar begriifjen.
G . Bugge. [ R R . 186.1
SorauerJ Handbuch der Pllanzenkranliheiten. Bd. 111. Die
pflanzlichen Parasiten, 2. Teil. 5. Auflage. Unter Mitwirkung
von Dr. E. K o h l e r , Dr. R. L a u b e r t , Dr. E. M u n c h ,
Dr. H. P a p e , Dr. H. R i c h t e r , Dr. H. W. W o l l e n w e b e r , Dr. H. Z i l l i g ; herausgeg. von Dr. 0. A p p e l ,
Berlin. 956 Seiten, 195 Abbildungen. Paul Parey, Berlin 1932.
Preis. geb. RM. 66,--.
Es ist erfreulich, dafj auf den im Jahre 1929 besprochenen
ersten Teil des Werkes (Band 11) 1) verhlltnisniafjig rasch der
2. Teil (Band 111) folgen konnte, 60 dai3 eine einheitliche, den
gegenwartigen Verhaltnissen entsprechende Bearbeitung vorliegt. Der Band behandelt die Basidiomyceten, die Fungi
imperfecti, die parasitischen Algen, die Flechten und die parasitischen Samenpflanzen. Wie in den vorhergehenden Banden
sind die einzelnen Arten und ihre Schadenwirkung rnit den
BekliiipfungsmaBnahInen durchgesprochen. Mehr als es aber
bisher im ,,Sorauer" iiblich war, wurde auf allgemeine Zusammenfassungen Gewicht gelegt. So hat M u n c h eine R U Y ftihrliche Darstellung uber die durch holzzerstorende Hymenoniyceten verursachten Krankheiten gegeben. Auch die Abhiingigkeit d e r Erreger von den aui3eren Faktoren und der Zusammenhang d e r Krankheiten rnit der Uinweh sind besonders
beriicksichtigt. So mui3 auch dieser Band als ausgezeichnetee
Nachschlagewerk bezeichnet werden, das fur den Forscher wie
den Pflanzenarzt unentbehrlich ist.
F . S t e l h a n g . [BB. 152.1
__
I)
Vgl. dime Ztschr. 42, 9i9 [1929J.
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