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Chemische Industrie auf der Wiesbadener Ausstellung 1909.

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l ~ Industrie
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AuiSer diesen gibt es noch andere unlosliche
Lokalanasthetica, die Orthoformgruppe, welche
auBer dem Orthoform, das Anasthesin, und seit der
neuesten Zeit das vom Vortr. erfundene noch
starkere P r o p fi s i n (Paramidobenzoesaurepropylester)
N H"
angehoren, welches sich als das bestwirkende aus
einer ganzen Anzahl vom Redner dargestellten
alten und neuen Verbindungen erwies. Diese
Anasthetica unterscheiden sich vom Cocain durch
noch grol3ere Ungiftigkeit, so daf3 sie auch innerlich bei Magenkrankheiten eingenommen werden
konnen, sind aber andererseits unloslich in Wasser,
so daf3 sie wcder zu Injektionen, noch zu Riicken
rnarkanasthesie anwendbar sind, sonst aber auf
fast alIen Gebieten der Medizin in Verwendung gezogen werden konnen. Auch diese Priiparate zeigen
die fur Lokalanasthetica erwahnten GesetzmaiSigkeiten wie das Vorhandensein des Benzoesaureradikals, der Amidogruppe usw.
Die SchluBbetracbtung war dem gegen die
morderische Schlafkrankheit dienenden Mittel &toxyl (aminophenylarsinsaures Natrium) gewidmet,
dessen Studium und Vervollkommnung dnrch cheinisch ahnliche Korper besonders von E h r 1 i c h,
dem Leiter des Instituts fur cxperimentelle Therapie
und Infektionskrankheiten zu Frankfurt a. M.,
eifrig betrieben wird. Dieser Forscher fand auch,
daiS gewisse organische Farbstoffe, wie das Methylenblau, das Neutralrot usw. eine Verwandtschaft zu
gewissen organischen Geweben besitzen und nur
diese farben. Durch diese Tatsachen sind der
Cliemotlierapie ganz neue Wege gewiesen.
So ist zu hoffen, daI3 die I'harmakologie zum
Heile der Menschheit weiter fortschreiten wird.
Deutschland n i m n ~ t heute den ersten Platz in
dieser Wissenschaft ein. Dies hat unser Vaterland in erster Linie der hohen Entwicklungsstufe
seiner chemischen Wissenschaft und seiner chemischen Industrie zu verdanken.
Chemische Industrie
auf derWiesbadener Ausstellung 1909.
Von A. CLOUTII.
CEingeg. d. 27. 7. 1909.)
Auf der Ausstellung fur Handwerk und Gewerbe, Kunst, und Gartenbau in Wiesbaden ist verschiedenes zu sehen, was auch die Leser dieser Zeitschrift interessieren diirfte.
Die Ausstellung der bekannten Ingenieurfirma
E. Hartmann BE F. Benker, Wiesbaden-Paris, ist in
d. Z. schon auf S. 953 erwahnt. Hier sei nur noch auf
das Modell einer vollstandigen Schwefelsiiurekonzentrationsanlage, nach eigenem System der Aussteller,
dss dwch Wiedergabe einzelner Teile dieses Apparates weiter verdeutlicht ist, hingewiesen.
~1683
,
Bckanntlich konzentriert die Firma in Schalen
aus sogen. Neutraleisen von groWer ividerstandsfahigkeit.
Von lnteresse ist ferner der sogen. ..Stellakitt"
des Stellawerkcs Homburg a. Rh. Derselbe bildet
ein absolut siiurebestandiges Bindemittel fiir Scharnottematerial und widersteht dauernd selbst den
Einflussen heiRer Salpetersauredampfe.
Dieses
Material ist in verschiedenen GefaBen gezeigt, die
in Sauren eingesetzt sind. - Erwahnenswert ist
auch der vom Tonwerk Biebricli ausgestellte komplette Retortenofen. Neben diesem das Modell
einer neuen. transportablen, auseinandernehmbaren,
drehbaren Brennanlage, welche einen rationellen,
ununterbrochenen Betrieb fur Ziegeleien, Tonwarenfabriken usw. errnoglicht, hergestellt von W. Berghauser und Jos. Guilicli, Keramiker, Biebrich il. Rh.
- Die Chem. Fabrik ,,Elektro", G. m. b. H., Biebrich a. Rh. und Lyon, zeigt die nnch eigenem, patentierten Verfahren hergestellten Stanzblocke aus
prapariertem Papierstoff fiir Kartonnage- und
Schuhfabriken usw.. ferner patentierte Hackklotze
aus prapariertem Papierstoff und Parkettboden aus
diesem Material. - Kraenkel & Schallbruch, Wiesbaden fuhren ihre Erfindung vor: Eine Walzenformmaschine mit Handbetrieb zur Herstellung von
Zementwanddielen, welche den Vorteil besitzt, daB
das bisherige zeitraubende und anstrengende Einstampfen der Zementdielen in einen Rahmen vermieden werden kann. - Beachtung verdient die
Ausstellung der Wunnerschen Bitumen-Werke,
G. m. b. H.. Chemische Fabrik Unna i. W., mit
ihrer Wunnerschen Bitumenemulsion und Ceresit
i n der Anwendung. Diese Praparate dienen dazu,
den gewolinlichen Zement,, Zementmortel und Sand
vollig wasserdicht zu machen. Man sielit dies an den
ausgestellten Zylindern. die mit Wasser gefullt sind.
Dieser Wasserdruck wirkt auf eine 50 x 5 0 c m
groWe und 2,5 en1 starke Zementplatte ein. Letztere
in der Mischung von 1 Teil Zement, 3 Teile Sand und
etwa 1,5% Ceresitzusatz. Die Platte bleibt trotz des
hohen Wasserdrucks vollkommen trocken.
I n einer anderen Abteilung der Ausstellung,
welche die fur den Weinbau in Betracht kommenden
Gegenstande aufweist, durfte fur uns die technische
Abteilung des Hofrat Dr. sehmittschen Laboratoriums, Wiesbaden, von besonderem Interesse sein.
Zunachst sehen wir da Apparate, GefkiSe und Material zur Herstellung und zum Versand von Reinzuclithefen fiir die Bereitung von Trauben-, Obstund Schaumwein. Uber 50 verschiedene sterilisierte,
in kleinen Cliampagnerflaschen befindliche und
den hervorragendsten Weinbangebieten des deut schen Reiches entstammende Mostproben. aus
denen im Herbst 1908 neuc Heferassen geziichtet
worden sind, legen Zeugnis ab von der regen Tktig
keit des Laboratoriums, die bereits mehrere 100
Rassen enthaltende Sammlung zu vermehren. Die
Herstellung der Reinhefe fiir den Versand erfolgt
in eigenartigen Plaschen von 8-15 1 Inhalt, die die
Form von AbklargefaiSen und W o u I f f schen
Flaschen besitzen. Sie sind am Boden mit Tubus
und eingesehliffenen, vor Infektion geschutzten
Hiihnen versehen und enthalten in den Nalsen Gasrohren und mit steriler Watte gefiillte LuftdurchIaDrijhren, so daB sie zugleich zum Vergiren von
Most und zurn Abfiillen der fliissigen Reinhefe die21'1
1684
Reftrate: Analytische Ghemic, Laborcltoriu~sapparateu. -verfahren.
nen und liingere Zeit benutzt werden konnen. Neben diesen Apparaten fallen die Plaschen zum
Sterilisieren von Fliissigkeiten und festen Substanzen, wie Most, Milch, Obst usw. ins Auge. Diese
Apparate beruhen im Gegensatz zu dem bei samtlichen Systemen von Einmachglasern beobachteten
Prinzip darauf, daB nicht wie bei diesen die Luft
nach erfolgter Sterilisierung moglichst abgehalten
wird, sondern sie ermoglichen vielmehr den Zutritt
der Luft durch die a n den aufgeschliffenen Kappen
befindlichen, mit Watte gefullten Kugeln, die hierdurch filtriert, also keimfrei gemacht wird. - Sehr
interessant ist die reichhaltige Sammlung von
Weinen, welche die hauptsachlichsten Krankheiten
und Fehler derselben zum Ausdruck bringt. Erliiutert werden diese durch eine Anzahl mikroskopischer Skizzen, welche das Laboratorium bei gerichtlichen Untersuchungen von Weinen anfertigt und
[ an~~~~&~f~-,~m,e.
den chemischen Gutachten beifiigt. - AuBer diesen
speziell die Weintechnik betreffenden Gegenstanden
sehen wir noch eine Anzahl von chemischen Priparaten. Zuerst die verschiedenartigen Nahrboden,
wie solche von Laboratorien fur bakteriologische
und garungsphysiologische Zwecke verwendet werden. Da sind Fleischwasser- und Fleischextrakt-,
Peptongelatinen, Milchseruni- und verschiedene
Agar-AgarnLhrboden, Most- und Weingelatinen
u. dgl. in Reagierrohrchen und eigens fur solche
Zwecke konstruierten Abschmelz- und Versandflaschen. I n sogen. P e t r i schen Schalen. die mit
den verschiedensten Nahrboden versehen sind, wird
das Wachstuin der Bakterien von Lebensmitteln
veranschaulicht, wodurch dem Laienpublikum Gelegenheit geboten wird, die Anwendung dieser Nahrboden bei der Untersuchung von Nahrungs- und
GenuBmitteln kennen zu lernen.
Referate.
1.
2. Analytische Chemie, Laboratoriumsapparate und allgerneine
Laboratoriumsverfahren.
Verwendung muB man die Krystalle etwa eine
Viertelstunde bei geoffnetem Wagekasten offen auf
der Wage liegen lassen. Nach dieser Zeit ist die
letite den Krystallen noch anhaftende Peuchtigkeit verdunstet, und das Cewicht Sndert sich innerAth. J. Sofianopoulos. Dlrekte Bestimmung EUsammen vorkommender Korper ohne Tren- halb dreiviertel Stunden nicht mehr.
nung. (Bll. SOC.cliim. [4] 5, 632-641.
Juni
Wr. [R. 2459.1
1909. Athen.)
L. Birkenbaeh. Die Untersuehungsmethoden des
Die Methode beschrankt die Zahl der Wagungen
Wasserstoffsuperoxyds. (Chem. Analyse 7, 1 bis
und Filtrationen auf ein Minimum. An dem prak142. Mai 1909. Ludwigshafen a. Rh.)
tischen Beispiel des Pyrolusits wird sie naher er- Verf. hat in der umfangreichen Arbeit den gesamlautert.. Zunachst wird die durch Behandlung des
ten analytischen Stoff der F'echliteratur auf dem
Materials mit Salzsaure abgeschiedene Kieselsaure
Gebiete des Wasserstoffsuperoxyds gesanimelt und
gewogen. Die salzsaure Losung entlialt Eisen, Mu- im Sinne der gegenwartigen Anschaunngen der
minium, Mangan, ferner Calcium, Barium und
wissenschaftlichen Chemie kritisch gesichtet. Each
Magnesium. In aliquoten Teilen werden einerseits
zwei allgemeinen Kapiteln: 1. Historisches, TermiEisen, Aluminium und Mangan zusammen als
nologisches und Theoretisclies iiber WssserstoffOxyde bestimmt und dann in die Fluoride uber- superoxyd und 2. Herstellung, Eigenschaften und
gefuhrt und als solche wieder gewogen; anderer- Verwendung des Wasserstoffsuperoxyds bespricht
seits wird das Mangan durch Titration mit Per- er zunachst die versclliedenen Methoden zum quamanganat fur sich bestimmt. Aus den erhaltenen litativen Nachweis des Wasserstoffsuperoxyds.
Gewichten lassen sich dann die Werte fur Eisen Von den hierzu benutzten 21 Reaktionen, die e r
und Aluminium berechnen. Analog werden Cal- am Schlusse der Besprechung in einer Tabelle zucium, Barium und Magnesium zusammen als Oxyde sammenstellt, bezeichnet er die Reaktion mit Titanund als Fluoride gewogen, und dann das Barium
saure als die charakteristischeste und zuverlassigste
fur sich als Silicofluorid bestimmt. Aus den ge- fur Wasserstoffsuperoxyd, wahrend er bezuglich
fundenen Gewichten lassen sich die Werte fur Cal- der Empfindlichkeit den Nachweis mittels Guajaccium und Magnesium berechnen. - Die Berechnung
tinktur-Malzauszug obenan stellt. - Von den Meberuht auf komplizierten Gleichungen, die durch
thoden zur quantitativen Bestimmung des Wassermathematische Deduktionen erhalten werden.
stoffsuperoxyds kt nach Ansicht B i r k e n b a c h s
die Kaliumpermanganatmethode die bewahrteste
Wr. [R. 2460.1
L. L. De Koninck. Anwendung von Eisenalaun aIs und von hervorragender Genauigkeit. Die quantiUrtitersubstanz in der MaSanalyse. (B11. SOC. tativen Methoden sind gleichfalls am Schlusse der
[Febr.] Mai 1909. Besprechung i n einer Tabelle zusammengestellt.
chim. Belg. 23, 222-225.
Luttich. )
Wr. [R. 2466.1
Verf. hiilt das Ferriammoniumsulfat [(NH&Fez
F. A. Goo& und H. L. Ward. Die Fallung des
(SO,), .24H,O] fur hervorragend geeignet als UrtiterKupfers als Hupferoxalat. (Z. anorg. Chem. 6t.
substanz. Das Handelsprodukt mu0 durch Um348-359.
[April] Juni 1909. Neu - Haven
krystallisieren gereinigt werden. Nachdem man
U. S. A.) (Aus dem Am. Journ. sci. ins Deutsche
iibertragen von F. K o h n - Berlin.)
die Krystalle eine halbe Stunde lang auf Filtrierpapier hat liegen lassen, werden diese in einer gut
Verf. h a t die von P e t e r s (Am. Journ. sci. 10,
359) angegebene Methode einer eingehenden Pruverschlossenen Flasche aufbewahrt, wo sie sich
unbegrenzte Zeit halten. Vor dem Abwiigen zur fung unterzogen. Als bequemstes und bestes Ver-
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