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Chemische Schulversuche. Zusammengestellt von Prof. Friedr. Brandsttter. Wien 1922 A. Pichlers Witwe und Sohn. 356 S

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Vereine und Versammlungen - Neue BIicher
628
-
S c h l i c h wiinschte Revision der Gebiihrenstaffelung.
Der Vertreter B a y e r n s empfahl Neuregelung der Staffelung und
Vorsicht bei Personalerhdhungen.
>
Dr. H e l l w i g forderte, dem Patentamte eine pehobene Stellung
zu geben und die htihere Beschwerdeinstanz einzufuhren.
Dr. H a m b u r g e r erklarte, daij der Reichsverband der Industrie
und der Zentralverband der Elektrotechnik auf die Patentverlaugerung
keinen groijen Wert lege. Die Beftirchtung der Schiidigung der kleinen
Industrie und Erfinder wurde von verschiedenen Seiten wiederholt
betont, auch die Selbstiindigmachung des Patentamtes wurde verlangt. Im allgemeinen wurde der Gebiihrenerhlihung urn d a s Bfache
zugestimmt, so daB hiermit ZU rechnen ist.
Staatssekretiir Jliel hob in seinem SchluBworte hervor, daS die
Verlnderung der Stellung des Patentamtes unstreitig mit Kosten verkniipft sei.
I Aus Vereinen und Versammlungen. I
~
~~
Max Delbriicks Denkmal.
Am Montag, den 9. Oktober 1922 fand die feierliche Obergabe des
DenkmalsNrMax Delbriick statt, dasdieim I n s t i t u t f i i r G B r u n g s ge w e r b e z usam m e n g e s c h l o s s e n e n V e r e i n e diesem Institut zum
dauernden Gedachtnis fur seinen Schdpfer errichtet haben. Das Denkma1 besteht aus einem Reliefmedaillon aus grauem Muschelkalk, eingelassen in einen viereckigen Block, der der gro5en Halle des Hauptgebludes gerade gegenfiber aufgestellt ist. Jeder, der in dieser Halle
weilt, hat somit Gelegenheit, sich die Zfige Max Delbriicks in das
Gedachtnis zuriickzurulen, die der Kiinstler E r n s t G o r s e m a n n ebenso
portriiti-ihnlich wie rharakteristisch wiedergegeben hat; dersel be Kiinstler,
dem das Institut fiir Garungsgewerbe sein ergreifendes Ehrenmal fiir
die im Weltkrieg gefallenen Beapten verdankt.
Am Vormittag des 9. Oktober versammelte sich eine groBe Zahl von
Verwandten und Verehrern Max Delbrficks, urn an der schlichten
und ergreifenden Feier teihnehmen. Zuerst ergriff Kommerzienrat
K n o b l a u c h das Wort als Vorsitzender des Vereins ,,Versuchs- und
Lehrbrauerei' und zugleich im Namen all der anderen stiftenden Vereine; er sagte, dai3 wie vor 1112Jahren zu Ehren der gefallenen
Angestellten auch jetzt wieder eine G e d l c h t n i s f e i e r stattfinde;
aber keine Totenfeier, denn tot sei nur der, der vergessen sei, und
das wiirde bei Max Delbrfick nie der Fall sein, als einem Manne,
der durch seine wissenschaftlichen Forschungen und eein organisatorisches Schaffen dafUr gesorfl habe, daB sein Name erhalten
bleibe, solange es ein deutsches Garungsgewerbe gabe.
Der gegenwartige Direktor des Instituts, Prof. Dr. F r i t z H a y d u c k ,
iibernahm das Denkmal in die Obhut des Instituts rnit Worten des
herzlichsten Dankes fUr die Stifter. Er hob sodann hervor, wie schwer
es fUr ihn sei, nachdem er vor drei Jahren mehrfach tiber Max
Del brticks Person und Werk gesprochen und geschrieben habe, jetzt
etwas Neues zu sagen. Er habe auch, nachdem er seine friihere
Gedachtnisrede erneut durchgelesen habe, die feste uberzeugung gewonnen, daO er seiner damaligen Charakteristik nichts hinzuzusetzen
und nichts von ihr wegzustreichen brauche. Max Delbriicks gesamte
Leistung sei eng verkniipft gewesen rnit dem Schicksal unseres Vaterlandes. Die Versuchsstation des ,,Vereins der Spiritusfabrikanten in
Deutschland" habe er im Jahre 1874 begriindet, also zu einer Zeit des
geradezu wunderbaren Aufschwunges der Wirtschaft in dem neu geeinten deutschen Reich. Als origineller Forscher von eminent praktischem Blick und begabt rnit einer anl3ergewUhnlichen organisatorischen
Kraft habe er dann im Laufe von vierzig Jahren das mlchtige I n s t i t u t
f u r G a r u n g s g e w e r b e geschaffen, das nicht nur dieses Gewerbe,
sondern die gesamte deutsche Volkswirtschaft gefSrdert habe. D e l b r iic k
sei ein Herreomensch gewesen, aber ein solcher, der seine eiserne
Energie nie fiir eigennutzige Zwecke, sondern zum Wohl des ganzen
deutschen Vaterlandes aufgewendet habe. Gewiij habe D e 1b r U c k
nicht gut Widerspruch vertragen kUnnen, aber doch nur dann, wenn
er zu der Meinung kam, daB sein Gegner von Selbstsucht oder Eigens i n geleitet werde. Mit einer gegenteiligen Meinung, von der er
erkannte, daI3 sie zu dem gleichen hohen Ziel fiihrte, das er sich
gesteckt hatte, habe er sich wohl zu befreunuen vermocht.
In den letzten Jahren seines Lebens habe er dann sein ganzes
gewaltiges Wollen und Kiinnen in den Dienst der Ernahrung des
deutschen Volkes wiihrend der Kriegszeit gestellt und auch in dieser
Beziehung groije Erfolge erreicht.
Zum SchluB hob der Redner noch hervor, wie befreiend Max
D e l b r t i c k s unverwfistlicher Humor gewirkt habe, besonders dann,
wenn zwei verhandelnde Parteien im Begriff gewesen waren, nach
hartem Ringen unversdhnt auseinandenugehen.
I*: Prof. H a y d u c k scblof3 rnit den Worten des GelUbnisses, das
Denkmal treu zu bewahren und im Sinne des Manneq den es wiedergebe, zu wirken.
Rassow.
1
Neue Biicher.
I
Antimon in der neueren Medizin. Von H a n s S c h m i d t . Archiv fur
Schiffs- und Tropenhygiene. Bd. 26, Beiheft 1, 1922. Leipzig, Verlag
J. A. Barth.
Verlag Chemie 0. m. b. H.,Leiprig.
- Personal- und Hochschulnachrichten
[an:R
;l C(hUeeri,
Ein 68 Seiten umfassendes Referat tiber die gesamte in den Jahren
1906-1921 erschienene Literatur, die sich mit der Einwirkung von
Antimonpraparaten auf die Erreger verschiedenster Infektionskrankbeiten befaijt. Es werden behandelt: Die zahlreichen Trypanosen und
SpirochUtosen von Mensch und Tier, ferner Leishrnaniosen, Malaria
Lepra, Odna, venerisches Granulom, Bilharziosis, Filarioseu u. a. m.
Ein besonderes Kapitel ist denjenigen Arbeiten gewidmet, welche
sich lediglich mit der rein pharmakologischen Wirkung des Antimons
beschiiftigen. Inhalts- und AutorenverLeichnis sind beigefugt.
Durch Zusammenfassung dieser iiber die verschiedensten in- und
auslandischen Zeitschriften verstreuten Literatur hat sich der Verfasser
grofie Verdienste erworben und allen Forschern, die sich in die Chemotherapie oder Pbarmakologie des Antimons zu vertiefen wiinschen, in
dankenswerter Weise eine miihevolle und zeitraubende Arbeit abgenommen.
Die Abhandlung mscheint um so weevoller, als sie aus der Feder
eines sachkundigen Forschers stammt, der sich die Veredlung der
Antimonpriiparate i n chemotherapeutischer Beziehung zum Ziel gesetzt
hat, und dem wir die Synthese einer Reihe neuer Antimonkohlenstoffverbindungen verdanken.
Als ersten praktischen Erfolg dieser Bestrebungen dIirfen wir die
Darstellung des p-acetylaminophenylstibinsauren Natrons (Stibenyl)
CH,.CO.NH.C,H,SbO,HNa buchen, eines Praparates, dessen ,,chemotherapeutischer Index" bei manchen Erkrankungen giinstiger ist als
der des bisher souveranen Brechweinsteins, indem hier die schadlichen
Nebenwirkungen (Organotropie) zugunsten der Parasitotropie erhebGiemsa. [BB. 159.1
lich zuriickgedrangt sind.
Chemische Schulversuche. Zusimmengestellt von Prof. F r i e d r.
B r a n d s t a t t e r . Wien 1922, A. Pichlers Witwe und Sohn.
356 S., '258 Abbildungen.
Das Buch enthalt auBer dem alten Stamm der iiblichen Vorlesungs- und Ubungsversuche auch neue, weniger bekannte Versuche
aus der anorganischen und organischen Chemie, darunter manche,
welche mit sehr einfachen Mitteln auszufiihren sind. Verscliiedenes
davon eignet sich auch fur Hochschulvorlesungen. Der Schullehrer
muij aus der Fiille des Dargebotenen eine vorsichtige Auswahl
treffen. Leider ist auch dieses fiir die Schule bestimmte Buch im
allgemeinen zu wissenschaftlich gehalten. Die Versuche, welche die
praktische Bedeutung und Anwendung der Chemie veranschaulichen,
treten ganz zuriick. Der - trotz vieler Abbildungen - niedrige
Preis erleichtert die Anschaffung.
Alfred Stock. [BB. 104.1
Wie studiere ich Chemie? Von Dr. F. H a h n , Privatdozent an der
Universitiit Frankfurt a. M. Verlag Blazek & Bergmann, Frankfurt
a. M. 1922.
Die Dozenten der Universitat Frankfurt a. M. geben einen ,,Universiats-StudienfUhrer heraus, worin in einzelnen Heften die verschiedenen Facher behandelt werden. Das vorliegende Heft schildert
in vortrefflicher Weise das chemische Studium sowohl in seinem tiuf3eren
Gange als auch in bezug auf seinen Inhalt. Dab Schluijwort ist iiberschrieben: ,,Kosten des Studiums" und ,,Aussichten". - Die kleine
Schrift bildet einen wertvollen Ratgeber bei der in unserer Zeit so
besonders schweren Berufswahl.
A . B. [BB. 226.1
IPersonal- und Hochschulnachrichten. I
Am 15.11. d. J. tritt der Altmeister auf dem Gebiete der Nahrungsmittelchemie, Geh. R.-R. Prof. Dr. J. Ktinig, Miinster i. W., in sein
80. Lebensjahr.
Am 15.10. fand die RektoratsUbergabe an der Universitat Berlin
statt. Geh. B.-R. Prof. Dr. W. N e r n s t iibergab die Rektorwiirde
Geh. M.-R. Prof. Dr. A. He.ffter.
Dr. F. Krauss, Assistent am Chemischen Institut der Technischen
Hochschule Braunschweig, wurde als Privatdozent fUr anorganische
Chemie daselbst zugelassen.
Es w u r d e n b e r u f e n : Dr. M. B o d e n s t e i n , 0. Prof. an der Technischen Hochschule Hannover, auf den durch Ernennung des Geh.
R.-R. N e r n s t zum Prasidenten der Physikalisch-technischen Reichsanstalt erledigten Lehrstuhl der physikalischen Chemie an der Universitlt Berlin; OberfSrster R. G o d b e r s e n zum 0. Prof. an der Forstlichen Hochschule zu Hano.-Mlinden; Prof. Dr. E. MUller, Direktor
des Laboratoriums fur EleMrochemie an der Technischen Hochschule
Dresden, an die Technische Hochschule Aachen; Dr. Vei t S i m o n ,
a. 0. Prof. in GBttingen, zum Nachfolger Prof. Noacks auf den Lehrstuhl der Botanik an der Universiat Bonn; Dr. F. S t r a u s , Dozent
an der Handelshochschule Berlin, als 0. Prof. der Chemie an die
Technische Hochschule Breslau.
Es w u r d e n e r n a n n t : Prof. Dr. E. Glimm fiir Chemie der
Nahrungs- und GenuBmittel und gerichtliche Chemie und Prof. Dr.
K. J e l l i n e k ffir analytische Cbemie zu planmiiBigen a. 0. Proff. an
der Technischen Hochschule Danzig.
G e s t o r b e n s i n d : F. D. B r o w n , em. Prof. der Chemie und
Physik des Auckland University College, am 2. 8. in Rumera,
Neu Seeland, im Alter von 70 Jahren. - F. T. T r o u t o n , em. Prof.
der Physik an der Universitiit London, am 21. 9. im Alter von 58 Jahren.
- Verantwortlioher Bahriftleiter Prof. Dr. A. B i n z , Berlin. - h . c k
von J. B. HiIirschfdd (A. We&)in Leipzig.
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