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Chemische Technologie des Steinkohlenteers. Von R. Weigerber. Chemische Technologie in Einzeldarstellung. Herausgeber Prof. Dr. Arthur Binz. Spezielle Chemische Technologie

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'212
Neue Rticher
.___.
..
etwa 6-i000 WE. Die bei dem Verfahren entstehenden Abmasser
sind vollig klar und enthalten nur noch Spuren organischer Stoffe.
Die E r z e u y n g der erforderlichen Adsorptionskohle kann in den Zellstoffabriken selbst, aber auch in groRen Siigewerken und in den
hlooren geschehen. Da Deutschland jahrlich etwa 8CO 000 t Zellsloff
eneugl, wiirden bei einer Ausbeute von 60 % der organischen Substanz rund X O O O O t Brennstoff aus der Ablauge gewonnen werden
konnen. Hierzu kommen noch die Menged Kohle, die aus Holzabfallen, gegebenenfnlls nuch aus Torf herstellbar sind. Die durch
,,nasse Verkohlung" aus Holmbfallen gewonnenen Mengen an EssigG u r e und Mcthylalkohol sind so groR, daB zum rnindesten Deutschlands Bedarf vollslandig gedeckt werden konhte.
Dr.-Tng. J. T e i c h e r , Hillegossen: ,.l/arzlcimung bei hartern
Fabril;otionsruasser".
Die von S t o c k i g t und K 1 i n g n e r im Institut fur Cellulosechemie der Technischen Ilochschule Darmstadt aufgestellte und spater
von L o r e n z bestatigte und weiter ausgefuhrtc Theorie der Harzleimung bedinqt eine moglichst kolloide Dispersion des Harzes in
harzsaurem Alkali, was die Praxis durch partielle Verseifung des
Harzes erreicht. Zur Erzielung einer einwandfreien Harzmilch ist
die Abwesenheit von Kationen Grundbedingung, da diese fallend auf
das d:spers gewunschte Harz einwirken. Zur Harzkorhung mu13
infolgedessen schon moglichst weiches Wasser verwandt werden.
Hierzu durfte das in der Fabrik zur Verfiigung stehende Kondenswasser ausreichen. Die Wasserreinigung fur Kesselspeise~vasserfiihrt
nur bedingt zum Ziele, da sie kein ganz salzfreies Wasser liefert.
Eine Kombination von Kondens- und Kesselspeisewasser diirfte
indessen ein in den meisten Fallen beschreitbarer Ausweg sein. Im
iibrigen schildert Vortr. die verschiedensten anderen Mittel, die
geeignet sind, die grobflockige Ausfallung des Harzes durch die
Hartsalze des Wassers zu verhindern, JVOZU unter anderm die Anwendung von Kohlensaure nach dem schon fruher empfohlenen
B o c k schen Verfahren, sowie die von Schutzkolloiden nach
S c h a c h t gehort.
Oberingenieur G 1 e i c h rn a n n: ,.Ober die Anwendung uon Hochdruckdnmpf unler besonderer Berdcksichligung der Zellsloff- und
Papier-lnduslrie".
Vortr. zeigt an Hand interessanter Diagramme die Zusammenhanqe zwischen Temperatur, Druck, Wassergehnlt des Dampfes, Arbeitsleistune und Wirtschaftlichkeit des Hochdruckdampfes usw. Da
die Anwendung von Hochdruck bessere Ausnutzung der im Dampf
enthaltenen Energie gewahrleistet, so sollten womoglich Gegendruckan Stelle von Kondensationsmascfiinen verwandt werden. Die dabei
etwa gewonnene ubersrhiissice Kraft kann in elektrische Energie
umgewandelt und an Elektrizitalswerke abgeqeben werden.
An Hand einiger Skizzen werden verschiedene Hochdrucltkessel
vorgefuhrt (bis zu 100 Atm.). Twisch ist das elastische Rohrenkesselsystem. Den ,,H a n o rn a g"-Typen wird denen von B o r s i g ,
weil zu kompliziert, der Vorzug gegeben. Das',,A t rn o s"-Verfahren
erreicht die Trennung des Dampfes vom Wasser durch rotierende
Hochdruckrohren, d. h. durch Zentrifugalkraft. Gewisse Schwierizkeitcn bot die Konstruktion der dabei notwendigen Ptopfbuchsen, die
aber heute als behoben angesehen werden konnen.
Einige weitere Skizzen veranschaulichten die Einrichtung von
modernen, mit dem Hochdruckverfahren ausgeriisteten Zellstoff- und
Papierfabriken.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dnf3 bei einem Kesseldruck von ?O-60 Atm. und 400" gefahrlos und wirtschaftlich genrbeitet werden kmn.
Die, in der Diskussion ReauBerten ljedenken, wie mangelnde
Festigkeit der Wasserstandsglaser und Stopfbiichsen u. a., weiD
Vortr. zu zerstreuen.
Zum Punkt ,,V e r s c h i e d e n e s" der Tagesordnung vermiBt
Prof. Dr. K1 e m m eine Stellungnahme des Vereins zu der Frage
der Verwendung yon Rubber-Latex zur Leimung von Papier und
berichtet uber seine eieenen in dieser Richtung angestellten Untersuchungen. Er empfiehll. die Leimung mit Gummi-Latex nicht auRer
ncht zu lassen, dn sich die hierrnit hergestellten Papiere durch hohe
Falzbarkeit auszeichnen. Von anderer Seite wird eingeworfen, daB
der derzeitige Preis von Gummi-Latex (25 ma1 teurer als IIan) der
ausgiebipen Verwendung dieses Leirnmittels im Wege sleht.
Der Vorsitzende schliigt vor, die Erorterung dieser Frage auf die
nachste Tagesordnung der Hauptversammlung zu setzen.
1
Neue Bucher.
I
~~
Kurzes Lehrbuch der allgemeinen Chemie. Von Prof. Dr. J u 1 i u S
G r 6 h , iibersetzt von Prof. P a u 1 H 6 r i. Berlin 1m3. Verlag von
Jul. Springer.
Geb. G.-M. 8
Das vorliegende Lehrbuch der allgemeinen Chemie von G r 6 h
ist ursprunglich in ungarischer Sprache erschienen und hatte solchen
Erfolg, daB es bereits in dritter Auflage vorliegt. Die nun angefertigte
deutsche Ubersetzung von H 6 r i - ebenso wie G r 6 h , Professor der
Chemie in Budapest - sol1 den Versuch machen, ob auch in Deutschland Bedurfnis nach einem derartigen Werk vorhanden ist. Um den
..
.. .
...
richtigen Standpunkt zur Beurteilung zu finden, muD man wohl vor
allem beachten, daR der Autor nicht fur physikalische Chemiker irn
engern Sinn geschrieben hat, sondern nur das aufnehmen wollte, ,,was
aus dem Gesichlspunkl der allgemeinen nalurwissenschafllichen Bildung unumganglich notig ist". Der Inhalt geht dementsprechend in
den ersten Kapiteln kaum uber das hinaus, was wir in deli deutschen
IArbuchern der anorganischen und organischen Chemie an ,,theoretischkn Abschnitten" zu finden gewohnt sind, z. B. A v o g a d r o sche
Regel, Bestimmung der Molekulargewichte, periodisches System. Eingehender ist dann Elektrocheniie, chemische hlechanik, Kolloidchemie
und Photochemie behandelt, wobei sich der Autor durchwegs mil
Erfdg bemuht, moglichst klar und verstiindlich zu schreiben. Er
lehnl sich an gute, aber Zuni Teil schon etwas veraltele Vorbilder
an, so dnR nian in manchen Fallen eine modernere Beliandlung wiinschen wiirde; so elwa bei der Theorie der Indicatoren, die noch ganz
auf die verschiedene Farbe der lndicatormolekiile und -ionen gestiitzt
wird, oder in der Photocheniie, wo wenigstens eine Erwiihnung der
Quantentheorie auch ,,vom Gcsichtspunkt der allgemeinen naturwissenschaftlichen Bildung" wiinschenswert scheint. Vergeblich gesucht hat
der Referent aurh nnch der Behandlung der beiden thermodynamischen
liauptsatze; sie sind nicht einmal crwahnt, was bei dem Titel ,,Lehrbuch der allgemeinen Chemie" doch kaum zullissig erscheint. Um
hierfiir Platz zu gewinnen, hiitte d a s Kapitel ,,Radioaktivitat", welches
32 Seiten unifaBt, ruhig gekiirzt werden lionnen, da es in vie1 loserer
Beziehung zu den Fragen der allgeineinen Chemie steht. Auch die
wenigen wichtigen Zusammenhlnge, die vorhanden sind, wurden in dem
vorliegenden. Buch nicht verwertet; so ist die Definition des chemischen Elements in keine Beziehung gebracht zu den spater erwahnten
Versuchen iiber Isotope und Elementzertriimmerung; statt der ganz
reralteten Fassudg kijnnte gleich zu Beginn definiert werden: ,$in
chemisches Element ist ein Stoff, dcr durch kein c h e m i s c h e s
Verfahren in einfachere zerlegt werden kann." Und nach Erwiihnung
der Atomstruktur konnte die theoretische Fassung folgen: , , E n chemisches Element ist ein Stoff. dessen siimtliche Atonie deiche Kernladung haben."
Wenn auch uber die neueren Dhvsiknlischen Forschuneen berichlet werden sollte, hatte eine disk;ss"ion des Aufbnus der I<ristalle
- welche leider ebenfalls fehlt - fruchtbarere Beziehungen zur allgemeinen Chemie ergeben Itonnen, ;)Is die - bereits etwas uberholten - Rilder von Atommodellen. Als didaktiscli mertvoll seien
die Aufgaben erwlhnt, die an1 SchluR der einzelnen Kapilel stehen
und denen die Auflosungen an1 Ende dcs Buches folgeii. Iri eincm
Anhnng sind ,,die wichtigsten der im cliemis-hen Laboratorium annemandlen physikalischen Untersuchungsmcthoden" zusammengeslellt;
da8 liier unter anderm MeBzylinder und K i p p scher Apparat in
eigenen Zeichniingen erliiu!ert werderi, zeigt von neuem, daU der
Autor wohl weniger die Unterwaisung von Chemiltern, als die ron
hledizinern oder Pharmnzeuten irn Auge hatte. Fur diese mag das
Buch auch wegen d r r ihre Interessen oft beriicksichtigenden Auswahl
der Aufgaben und Experimente anregend sein. ,
Die Obersetzung verleuqnet nicht immer einen fremdartigen Einschlng; so z. B. in der Verwendung von ,,daher" an Stelle von ,,weshalb" (S. 57: ,,Dm periodische System weist . . . . Unstimmiglteiten
auf, daher man sich hiiten mui3. . .").
Punetii. [BB. 149.1
v
Chemische Teehnnlogie des Steinkahlenfeers. Von R. W e i R g e r b e r. Chemische Technologie in Einzeldarstellungcn. Herausgeber
Prof. Dr. A r t h u r H i n z. Spezielle Chemische Technologie.
Ein wertvolles Werk, das in gedrangter Kiirze ein klares Bild
iiber den neuzeitlichen Stand der Steinkohlenteerrerarbeitung bringt.
In der Beschrankung zeigt sich der Fachmann, der im vorliegenden
Falle iiberdies auf Grund eigener lang'ahriger Erfahrungen berichtet
und die Industrie aus eigener Anschauung kennt. Dadurch, daD
alles unnotige und veraltete Beiwerk eliminiert wurde, wird das
Buch gut lesbar, meines Erachtens der Hauptvorzug eines wissenschaftlichen Werkes, denn die Lektiire der meisten chemisch-lechnischen Bucher der Vorkriegszeit wirkte ermudend, weil die Autoren,
um manchen etwas zu bringen, gar zu vieles brachten. Der erste
Abschnitt der Arbeit enthalt die Tieftemperatur- und Destillationskokerei der Steinkohle, eine ausfiihrliche Resprechung der Kokereitechnik und eine kurze Orientierung uber den Gasteer. Im zweiten
Abschnitt ist die Bildung und Analyse des Teeres, weiter sein Transport und seine Laqerung und srhlieRlich die Teerverarbeitung durch
Destillation geschildert. Den AbschluB bildet die Beschreibung der
Zusammensetrung, Gewinnung und Verwertung des Pechs.
Gute Abbildungen zahlreicher statistischer Angaben und Tabellen
erhohen den Wert des Werkes, das zweifellos weite Verbreitung
finden w i d .
Lunge. [BB. 146.1
Wiirmewirtsrhaitsfrsgen. Von L. L i t i n s k y. Mit 40 Abbildungen
und 17 Tabellen im Text und Anhang. Verlag von Otto Spamer,
Leipzig. 1923. 194 Seiten.
Geh. C.-M. 4,70, geb. G.-M. 5,50
I m 6. Heft der Monographien zur Feuerungstechnik behandelt
1,. L i t i n s k y , Oberingenieur in Leipzig, verschiedene Warmewirtschaftsfragen, die aus einigen typischen, verbesserungsbediirftigen Cebieten der Feuerungstechnik herausgegriffen sind. Vor noch nicht
langer Zeit kummerte man sich recht wenig, oder tiberhaupt nicht
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