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Chemische Untersuchung des Aurichalcits eines neuen Kupfererzes vom Altai.

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sammensetzung der Zeolithe gewObnlich fremd sind, das
Eisenoxydul wabrscheinliclr von etwas eingemengtem Magneteisenstein herrubrt , so verbalten sich die Sauerstoffniengen der Kieselerde, Thonerde, der Iibrigen Basen
iind des Wassers beinahe mie 5 : 3 : 1 : 1, wonach man
fur den zeolithartigcu Gernengthcil die Formel
Na3'si2+3asi +3k
annchrnen kiinnte, weuu es iiicht vielleicht wahrscheinlicher ist, G Z ~ Snicht ein, sondern mehrere Zeolithe an
der Zusaminensetzuiig des Phonoliths Thcil genomluen
liaben.
Der un1l)sliche Geinengthcil ist ein Gernenge von
Feldspath und Albit.
W a s die Rlenge dcs unliislichcn GemengtheiIes anbelangt , so iibertrifft der Fhonolith von Wbisterschan
nocli den klinlich yon H. M e y e r analysirten Phonolith v o i Marienberg bei A u t i g I ) , und steht nur dem
von C. G m e l i u analysirtcn Phonolith von Hohenkriihen
nach.
VII.
Clicmischc Untersuchung clcs Aurichalcits,
eiries neuen Kupfererzrs corn Altui;
con l'hzotl. B o e t t g e r .
D i e s e s Mineral fiudet sich bestehend .aus kleineu, etwas
brei tsthglichen Zusainiueiisetzu~igsstucken,die theils eckige
Kiirncr bilden, welche init Kalkspatb und Brauneisenstein
verwacbsen siod , theils aulgcwachsen Porkoinmeo und
drusenartige Uebeniige darstellen , die selbst oft wieder
mit Kalkspathkrystalleu bedeckt sind. Die stsnglicheu
Individuen sind in den letzteren etwa 1; Linien lang.
Sie haben eine spangrune Farbe, Perllnutterglanz und
1) Vcrgl. d i m A n d . Bd. XXXXVlI S. 195.
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sind immer durcbscheinend, dabei von sehr geringer H%rte,
die ungeftibr der des Talkes gleicbkommt.
Das Mineral tiiidet sich in Loktcwsk, wie auch auf
eiuigen andcrcn Kupfergruben im AItai, uud wurde inir
voni Hrii. Prof. G. R o s e zur Untersuchung mitgetlieilt,
die ich darauf iu den1 Laboratorio des Hrn. Prof. H.
H o s c auszufiihren Gelegenheit hatte.
Verlrrlten vor dem L6tbrolirr
Im Glaskdlbchen erhitzt, giebt das Mineral Wasser
aus, das weder sauer noch alkalisch reagirt; die griine
Farbe Indert sich in Braunschwan urn, und die Krystallbl?ittclien habcn alsdann einei: slarken Glasglanz.
Die gegliihte Masse fur sich auf Kohle im Oxydationsfeuer starker erhitzt , uilnrnt eine etwas dunklere
Farbe a n , ond sintert etwas zusammcn, ohne sich miter zu veriindern. Im Reductionsfeuer gicbt sie, ohne
zu sclrinelzen, eineii Beschlag, welcher in der W l r u i e
gelblich und nach dem Erkalten weifs erscheiut, init KobalIsolation befeuchtet uud vor der Osyda~ioiisflamme
mhfsig gegltiht, fsrbte sicb dieser Beschlag beim Erkalten griin.
In Borax und Phosphorsalz l h t c sich das Mineral
uiiter Brausen zu eiiiem, vou Kupfuroxyd griin gefzrbten Glasc nuf.
Nit gleichen Theilen Soda und Borax auf Kohle im
l\eductioasfeucr behaudelt , zeigte sich ein starker Zinkoxydbcschlag, und ein lnetallisches Kupferkorn wurde
erhalten.
Clilor~asserstoffsfsaurelilste das Mineral unter Bransen vollstandig auf.
Q u an t i t a t i v e A n a 1y s c.
Eine gewogene Quintitst dcs Minerals wurde iin
Sandbade einer insfsigen W l r m e aiisgesetzt und mehrinals
497
mals gewogen ; es fand durchaas kein Gewichtsverlust
statt.
Hierauf warden 2,1833 Grm. in einer kleinen, zuvor gehbrig ausgetrockneten , tarirten Glasretorte abgewogen, die an der Retorte befindliche RBhre in eine
Spitze ausgezogen, und nach dem Oeffnen der Spitze
wiederum das Gewicht der Retorte bestimmt. Sie wurde
nuuinehr mittelst eines Kautscbuckrohres mit einer gewogenen , init Clilorcalcium gefiillteu Glasrohre vcrbunden, alsdann nach uod nach bis zum Gliihen erhitzt, so
stark und so lange, bis alles Wasser aus der Verbindung ausgetrieben und in das Chlorcalciumrohr tibcrgcgangen war. Jetzt wurde der ausgezogene Thcil des
Halses der Retorte sclinell ziigeschmolzen. Das Clilorcalciumrohr wurde nun sainint dcr vom Retortenhrrlse
abgeschmolzenco Spitze, unter Anwendung der nothigcn
Vorsichtsinakregeln , gewogcn , alsdann das Gewicht der
Spitze fiir sic11 bestimmt und von dem Ge6amuitgewicht
abgezogeu. Das Mehrgewicht des Chlorcalciuinrohres
betrng gegen das Gewicht desselben vor dern Versuche
0,21525 Grin., und cnthalt hiernach das Mineral 9,9303
Grin. Wasser.
Die Spitze des Retortenhalses murde nach d e n Erknltcn vorsiclitig abgefeilt, und die Retorte, nachdem sie
sicli mit atiiiosplilrischer Luft gcliillt batte, mit ihrem Inhalte gemogen. Das Gewicht des Riickstandes betriig
],ti1 55 Grin., iind sonacli der gesnminte Gemichtsverlust
2,1833 1,6155=0,5678 Grm., oder 26,0065 Proc. dcs
Minerals, so dafs das Gewicht der Kohlensaure 26,0066
9,9305= 16,OSG Proc. betrlgt.
Uer aus der Retorte herausgenommene Riickstand
erlitt durch Gliihen keine Gewichtsverminderung mehr.
0,976 Grm. des gegliihten Riickstandes wurden mit
verdiiiioter ChlorwasserstoffsSure tibergossen, und IBsteu
sich leicht zu einer dunkelgrtinen Fliissigkeit auf, die durch
-
-
PoggendorfPa Annal. Bd. XXXXVIII.
32
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Verdiinnung mit vielem W a s s e r sich hIau fgrbte. Die
Aufliisung miirde mit Schwefelssure sehr sf ark sauer gemncht , Sch~vefelwasserstoffgas hindurchgclcitct , dns gefiillte Scliwefelkiipfer filtrirt , und auf die gewiihnliche
Weise, durch Bebaudlung clesselben iiiit Snlpcter- iind
Clilor~~asscrstoffsaure
uiid Fiillulig der filtrirten Aufllisong init reincm Kali, das Kupfcroxyd aii~gescliiedciiund
bestimmt.
Die RIcngc desselbcn betrug 0,37 15 Grin.,
und siud daher in 1,6155 Grin. des gcgliiliteii Miiirrals
0,6155 Grin., und folglicli 28,192 Proc. Kupftvoxyd in
der Verbindung enthaltcn.
Das Kiipferoxyd wurdc vor dem LBthrohre init Soda
im Rcductioiisfeuer behaudelt ; es zeigte sich aiif der
Kohle ein iiufserst geringer Beschlag von Zinkoxyd, dcr,
mit Kobaltsolution befeuchtet und gegluht, uacli dem Erkaltcn cine ganz scliwacli griine Fiirbung annahm.
Die vom Schwcfelkupfer abfiltrirte Flussigkeit nurde,
nach vollstYndiger Enlfernung des Geruchs uach Scliwefelwasserstoff, init kolilensaurein Natron gehllt, und das
kolileiisaure Zinkoxyd durcli Gliilien in Zinkoxyd uuigeZndcrt, dessen Gewiclit 0,6043 Grin. betrug, und sind
dnlirr in 1,6155 Grin. d r r gc*gluhten Vcrbindung 1,0088
Grin. oder 15,5388 Grin. Ziukoxptl in dem Minerale enthalteu. Die voin kol~lcnsnureiiZinkoxytl abtiltrirte Flussigkeit gab , mit Scllwefel~~~nsser~toff
-Ammoniak versetzt,
durchaus keinen Nicderschlag mehr, und das Zinkoxyd
war vollkommen frei von Kupferoxyd. Die Amlyse hat
daher folgendes Resultat ergebeu :
Kupferoxyd
Zinkoxyd
Kohlcosiiure
Wasser
in 100 3' %.
SauentoNgfgch.
0,6155 Grm.
1,0058
0,3309
0,2172
28,1920
45,8358
16,0560
9,9305
5,6954
9,1991
11,6213
8,8448
2,1840 Grm.
100,0373.
-
--
Eine m c i t e Annlysc gab:
499
Th.
28,3569
45,6198
16,0772
9,9325
in 100
Kupferoxy d
Zinkoxyd
Kohlenslure
Wasscr
Sauerstoffgeblt.
5,1208
9,0695
11,6316
8,8291
99,9867.
Das Sauerstoffverhaltnifs ist demnacli:
du Kupfer- u. Ziukoxyds: dcr Kolrlenbure: d u Wassen:
nach ( 1 )
(2)
oder
-
16,7965
14,7662
5
11,6213
11,6316
4
8,8448
8,829 1
3.
Hieraus lassen sich fur die Zusarnmensetziing des
Minerals folgende Formeln entwickeln:
2 [Kz
4 +it
k3.
Die Forniel I iiat Aeliiilichkcit init drr Zusammensetzung dcr Kupfcrlasur , worin tiur Rripferoxyd durch
eiiie entsprechcndc Meiige ZiiikonTds vprlreten wird.
Nilnilit inan a n , dafs voin Ziiikoryd gerade doppelt
so vie1 in dcin Erze eiilhalteri scy, nls voin Kupferoxyd, so
wiirde die Zasaininensetzung durch die Forinel
2i;u~-+3~uI-r+2(~1,ii:+3ioIF)
iluegedriickt werden.
Allcin die Rechiiuog nach dieser
Forinel giebt Resollate, die zii weit v01i dem Eesultate
tlcr AnalFse abwcichcii , so claCs Kiipfer- und Ziiilioryd
i u der Vet biudutig nur nls ciuniiclcr ersetzeud aiizunehincn sind.
Der obigc Xamc, dcu ich inir erlaiibt babe, dem
32 *
500
analysirten Ene beizulegen, ist kurz und bezeichnend,
da Aarichalcum beide Metalle, deren Oxyde in demselben enthalten sind, ausdruckt.
VUI.
Ueber den Aegyrin; uom Dr. Tarnnau.
D i e s e n Namen hat Hr. Prediger E s i n a r k in Brevig,
nach dem alten Meeresgott Aegyr, einem Minerale beigelegt, das zuerst auf einer der lutcrsten Klippen des
Brevig-Fiords, sp%ter auch in den bolien Bergen von
Hvale, eine halbe Meile westlicli von Brevig, beide
Male in Zirkonsyenit, gefunden wurdc. Das Mineral
gleicht auf's Vollkommenste jencr scbwarzen Hornblende,
die man so haufig, undeutlich krystallisirt, in den Syeniten, namentlich in dem Zirkon-Syenit der Gegend von
Frederiksvarn bei Brevig findet , und unterscbeidet sich
nur durch ein bedeutend grbfseres spec. Gew.
Bei
Betrachtung des Aegyrin, von denen sich melire Stticke
in meiner Sammlung befinden, mit der Lupe, sieht man
deutlich, dafs das Mineral kein eiiifaches, sondern ein
mechanisch gemengtes ist. In der Horublende sitzen viele
kleinc Punkte und Parthien eines metallischen Fossils,
dessen Begrtinzuag n i t dcr Hornblende man an einigen
Stellen deutlich wahrnehmen kann. O b dieses Magneteisenstein, womit es die mciste Aehnlicbkeit hat, oder
Thorit I ) oder ein tihuliches Mineral sey, mufs ich dabin gestellt seyn lassen. Jedenfalls dUrfte der Aegyrin
nicbt als oryktognostische Species zu betrachten seyn.
-
1) Nach Es mark's Llithrobwcrruchen roll
w nicht unbedeutend Thorerde enthalten; B e r t c l i us fand darin our liicselerde, Maagan, Etcn
und Phorphorriure. ( L e o n h r r d ' s Jahrbach, 1835, S. 184.)
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