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Chemische Untersuchung des Glaukolits vom Baikalsee.

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D e r GIaukolit findet ficli in einem dicliten FeIdrpathe
n n d kijrnigem Kalke, oft mit Talkfchiippchen durchrprengt, eingewaohfen ; er ifi von Iavendelblauer Farbe, die Uebergrtnge bie in8 Griine bildet, an den Knnten iR er durchfclieinend, der Bruch fplittrig, der
Glanz glaeartig die BruchRiicke nnbefiimmt eckig ;
die HBrte fteht zwifchen der des Feldfpatlis und des
Apatita, daa fpecififc'clieGewiclit ill bei einer Temperatur von
210 C. = 2,721.
Vor dem Lijthrohre ifi
der Glaiikolit nur an den Kanten u n d zwar fehr fchwer
fchmelzbar ; Borax u n d Pliosphorfalz Iiifen i h n n u r
bei anhaltendem Blaren auf. Beim Erliitzen verfc]iwindet die blaue Farbe des FoKls u n d auch nach
dem Erkalten erfcheint fie niclit wieder. Bei einem
angefiellten Gliihungsverfuche zeigte das FofIil einen
Verlult von 1,753 pr. C. Die Hhte u n d die GeRdt
wurden durcli das Gliihen nicht verttndert, wohl aber
,
+
*) Der Verf. oerdankt drr mit dicfem Namcn belegte FoEl der
GGte der Hrn. Prof. Menge. der Iich gegenwsrtig auf clner
wiiTenfchaftlIchen Reire in Slbirien befindet. Einr geiaue mineralogifchr BaRimmung liefsan die erhaltenen BruchRUcke
nicht ZU.
s a
I 168 1
verl'chwand die blaue Farbo und der Glrnz. Das Forfil berars jetzt ein emai t Ieartiges An fellen.
Nachdem ich micli diircli PriilirninBr - VerT~iclie
von der qiialitativen ~ i d a m n i e n ~ e t z u i ldcs
g Foffils
dberzeugt uiid Kiefelerde, Alaunerde, Kalk, Talk, Eifen iind Mangon, nebfi ciiiem Antheile Kali iind Natrilm 01s die den Glaitkolit zii6mmenretzenden KBrper, erkannt hatte, rchritt ich znr nglieren Unterfncliiing.
A. 3 Grrn. Glaukolit wurden, naclidenl fie go6lfil1t nnd dnbei einen dem friilieren Verhclie correrpondircndeii Verlufi angezeigt hatten in einem
AcliatmZirrer zum feinff en Pulver gerieben der 6eringe Antlreil der vom Marfor abgeriebenen Kiefelerde
bemcrkt iind von der fppater aiis dem Foflil abScrcliiedenen abgezogen. Das PuIver wurde dorauf mit CJ
Grm. kol~lenraurcm Alkali gemengt u n d in einem
Platintiegel einer lialbfiiindigen Rotl~gliillliitzeaiisgeIktzt. Die M a r e war nicht gerchmolzen jedocll fiirk
cuIammcngelintert und hatte eine felir wenig ins
Griine rpielende Farbe angenommen. Durch verdiiiinte Salzfanre wiirde der Kiirper vollkominen aufgeliiR wobei die FIiiCfigkeit gelblicli gefvrbt erl'cliien.
Die Aufl3fiiiig wiirde zur Trockne verdampft die
trockne MalTe mil Salzrtturc digerirt nnd der nun,
nach einem gr6rseren Zuratze von WalTer zuriickgebliebene und aus Kiefelerde befiehende Niederfolilag
durch Filtration getrenntj auegeliirst, getrocknet und
Iiark gegliiht; rein Gewicht betrug a 3 1 7 Grrn. =
50366 pC.
€3.
Die von der Kiefelerde befreite l'aure Fliifligkeit wards, urn die Alaunerde a n d das E i h eu ful-
,
,
,
,
,
r
269 I
]en, unter befibiidigcm Umrfiliren To lange mi! kleinen
l'ortionen von bafiCch kolilenturem Natrum verretzt,
bis der anf$nglicli e n t h n d e i i e Nicderfclilag Gcl~nic]it
melir aufliifie. Dierer wiirde, naclidein e r gel16rig
ausgeM'st \voi*,' niit Aetzkali beliandelt tim die AlPIIIIerde wieder onfziildfen u n d urn d i e M e r i p dcs ziiriicfcbleibenden EiCens zu bofiimmcn. DJSGewiclit dea
letzteren betriig 0,007 Grm. Das Eifenoxyd war jedoc11 von einer etwas licliteren Farbe, ale i h m ronrt
eigeii ifi, es wiirde daher durch Salzfuiire aufgeliifi
u n d diircli Amnioniak wieder niedergelchlagen, ge;
trocknet' rind fchwacli ~egliilit. Da die Farbe dee
Glaukolits ober vermutlieii Jarst, dars dao EiCen Gch
Lier in1 Miiiinio rler Uxydation befindet, To wurde
das Gewiclit deflellen reducirt u n d 0,003 Grm. oder
0,100' pC. ale Eil'eiioxydid angenommen.
Die vom
W e n abfiltrirte Fliirfigkeit wurde mit kolilenfaiircm
Akali verretat wodurch ein weifser -NiederCchlag
eiitfiand der nach fiarkem Gliilien 0,004 Grm. betrug
und die Eigenfcliaften dor reinen Kalkerde zeigtc.
C. Die alkalilclie Aufl3Tiing der Alounerde wurde
bis ziir lhuren Reaction m i t Salzlbure verIe.tzt , darauf
bis zum Sieden erliitzt iind n u n die Alaunerde d u r c h
kohlenlures Ammoniak gefiillt ; das Gewicllt derl'elben w a r = 0,828 Grni. oder 27,600 pC.
D. Dic FliiCTgkeit, aus welclier die Alaunerde
rind das EXen gefchieden (B), wurde, urn die Kalkerde
E U trennen, niit herkloeraiirem Kali verletzt.
Ee
entfiand eiii weiber Niederfchlag, der nach Iiarkem
Gltihen 0,524 Grin. wog. Diel'er gegliilieie Pu'ieJerI'clilag hatte eino brtiiinliche Farbe angenommen, wurde
deshalb m i t A'elir diluirter S a l p e t e r h r e diserirt und
,
t
='lo
I
darauf die F l f l g k e i t r o n dem, i n Galtalk von brsunen Flocken, zuruckgebliobe~xen Kiirper gercliiedcn.
Sain Gewiclit betrug nacIi den] Gliilien 0,090 .Grm.
u n d befafs die Eigenrchaften des Manganoxydes. Die
Auflijfung des fdpeterfauren Kidks wurde darauf rnit
kohlenlht~emAlkali bellandolt ; der cnt8andone Niederfchlag getrocknat u n d nark gegliiht ; rein Gewicht
war a 0,304 Grm. 0,004 Grm. Kalkerde waren mit
dem &fen verbunden (B), dalier die gonze Quantitilt
deKe1ben 0,308 Grm. oder 10,266 pC. betragt.
E. Nachdem der Kalk abgercliieden war, purde
die FliifGgkeit i n einem porcellanonen Gefars'se erliitzt
iind die Kalkerde unter beft'tlndigern Urnriiliren durcli
kohlenfauree Alkali gefdlt, die Fliil'Egkcit noclr einige
Minuten i m Sieden erlialten, der entfiandene Niederl'chlag abfiltrirt und das Gewicht dcllelbeii, naclr ftarkern Gliilien z u 0,117 Grm. beftimmt. Die Talkerde
liattc eine riitliliclie Farbe, weslidb cin Mangangehalt vermuthct wurde. Ausdiefem Griinde wurde dae
Pulver i n Cehr verdiinnter SdpeterBiire wieder on'genommen, die Aufl6l'iing zur Trockne verdampft calcinirt u n d auf &elk Weife das h'angan gelbhieden ;
rein Gewicht war 0,006 Grm., dalicr 639 der Tdkerde
nur 0,111 Grm. M i t dem Kalke waren 0,020 Grrn.
Mangen verburiden (D), dalier dio ganze Quantiiat
delT'elben 0,026 Grm. betragt.
D i e von der Talkerde abiiltrirteFliihgkeit, wurde
naclidem lie lauerlich gemacht u n d u m die Reaction
empfindliclier EU maclien durch Verdampfung concentrnt war, mit Aniriioniak und phosphorraarem Watrum verlbtzt, uirr die letztcii Aiitlieile dee Talks, die
lich der PrPcipitatiori eiitzogen hrbcn kiinnteii, LU
,
,
271
1
i','&ejdm. Dew erhaltene Niederfclila~wog o,0on6 Grm.,
roffir O , O Q ~ Grrn. ale reine Tolkarde in Recl~nimgzu
bringen ill; der g a m e Talkerdegelialt wiircle aKo
0,1m Grrn. oder 3,733 pC. betragen.
F. Urn die QuantitYt der Alkalien zu tefiimmeli,
wurden 3 Grm. des Fofils gepulvert und niit der vierfaclien Menge falpeterfauren Baryts geineiigt die
MaITe darauf Bark gegliiht, nach dem Erkal~endurclr
WaITer und Salzl'tiure aufgel6fi u n d die Kierelei.de
nacli angegebexler Art gel'chieden. Naclideni die Kiefelerde voti der Fliifigkeit abfiltrirt war7 wurde dtrr
,
Baryt oue derfelben diircli Sclirvefelfilure gefallt l i d
noch iibrigen Befinndtheile 01s Kalk-, Talkund Alaunerde Eil'ao und Mangaii Cliirci, kolilenlhiire8 Ammoniak prtlcipitirt und diel'er voliiminore Niederfchlrg mit kocliendem WalTer vollkonimen ausgefiikt. Die Fliilfigkeit wurde dartuf diirch Verdampfung concentrirt, noclr einmal mit kolileiiliiireiir
Antmoniak verfetzt, urn Go vollkomrnen von der
Alaun und Talkerde zu befreien darauf, naclidem
diere gef'chieden, zur Trockne verdampft u n d i n eineni Platintiegel, uni die Anirnoiiiakralze zu verkgen,
gegliillt. Die zuriickgebliebsne Sdzmaae wurde wieder in WalTer aufgenommen, noch eininal durclr
oxdl'aurce Ammoniak auf Kalk gepriift w i d diefe Operation fo oft wiederholt, als genonntes Reagcna die
Gegenwart delTelben zu erkennen gab. Ntchdem ituf
dido Art die Talker& unrl der Kalk abgefchieden
waren wurdeii die Amnioiiiakl&e durcli Glilheri
entferrit die gegliiheteM~nbin W d e r aufgenolni1len
iiiid rnit elliglureni Baryt verl'etzt. Das Gewicht dee
gebildeten fchwefelftwe11 h y t 6 bC!rU6 iiacli deiriGliinun die
-
,
,
,
,
[
2.72
1
hen 0,430 Grm., von welolien 0,147 Grm. ale.Sclnof ~ l k u r earizunelrmeil find.
Urn das efigfaure Salz nahcr zu befiimmen, wiirde die Fliilfigkeit zur Trockne abgedarnpft u n d Rark
g e ~ l i i h t . Die dadurch in den kolilenrauren Zuliaiid
iibergefiihrten auflSslichen Salze konnten durch Filtrotion yon dem iiberCchfiTsig 1iinzugel;tztenBiryt getrennt
werden. ZU der alkalifclien Aufliifimg wurde nnn
Plntinfolution hinzugerctzt wodurch ein Niedcrfchlag entfiand, deITen Gewicht 0,130 Grrn. betrug.
Da loo Theile des gebildeten Tripelfalzeb 29,75 Tlieile
Kali entlialten wird die angegebene Quantitxt 0,058
Grrn.oder 1,266pC.Kali enthalten. Diere o,o 38 Grm.
Kali verbinden f c l i moll den Tab. v. Berz. mit o,osa
Grrn. Scliwefelfaure zu fcliwefelranrem Kali. Ee
bleiben .If0 noch 0,115 Grm.Scliwefelf~~tre
iibris, die
mit o,o% Grm. oder 2,966 pC. Ratrom ZLI L'chwefelfaurenr Nntrom verbunden waren. Urn die Qumtit 8 t 3es Natroms nxher zu beffimmen, wiirde die voni
Kdifalz abfiltrirte Fliiffigkeit verdampft das iiberfliiffighinzugefetzte Platin gercliieden iind da3 i n den
falzrauren ZuRand verretzte Natrom mi; falpeterfaurem
Silber beliandelt. Der hierdurcli entfiandene Niederlclilag von Hornfilber w o s 0,455 Grm. wovon 0,078
Grm. als Salzfaure in Rechnung zu bringan find#, die
fich mit 0 , 0 8 8 ~G~rrn. Natrom verbindeii wiirden, was
der obigeii Angpbo vollkommen entl'priclit.
,
,
,
,
Das Ghukolit v o m Buikrlfec wiirde deber in
Tlieilen nalimmengefetzt lkya aus
,
100
[ 273 3
. . . 50,583
. . . ..
. . ....(F) . . . . . =
(R)
. .. ..
.
Ki;felerde (A) 1 1
Alruncrde (C)
Kdkerde (D)
Tdherde (E)
Krll (F)
Natrorn
Eifenoxydul
Mangan (E)
-
6
4
*
p
C
27,600
s=
10,266
=L
8
4
8
b
Verlufi durch Glliheo (A)
.
VerluP
-
3,733
1,266
2,966
E
0,160
n
0,166
1,733
99.1 13
0,887
100,ooo.
Die Mengen dee EiCens und Mangans rcheinen
niclit wefentliclie Beff andtlicile dee Glaukolits zu feyn,
wofiir die verrcliiedenen Niiancen der blauen Fsrbe,
die fall bis ziim k'arbenlolkn Uebergange bildet sinen
Beweis geben.
,
Die QuantiIStcn beider Alkalien find iiicht confront. Die Menge des K a h rclieint nach verCchieden e n u n t e r f i d t e n Bruchfiiickexi zunelirnen zu k h nen, walirend die des Natroms abnimmt. Der Natromgelialt il? jedoch immer vorlierrlchend gefunden
worden, wogegen da3 Kali zuweilen fan ganz zuriicktrat. Die Meiige bcidcr betrus aber bei allen LIiJgeftellten Verruclien iiber 4,o pr. C. Znr Entwickhng
einer andern niineralogiCclien Formel kijnnte man dah e r wold die Summe beidcr Alkalien fur einen Natromgelialt annelimen.
D ~ Vorkomnien
s
der Talkerde im Glaukolit
rclicillt ebeiifdls vori deli deli unterfiichen Bruchftiik-
I 074 I
ken noch anliangenden Sc1iiigpcIien TOR Sohifolit2~fubRana henuriiliren .3.
Wiirdrn drher nur Kiifel-, Alaun- und Kalkerde
neblt dem Alkali ah die den GIaakolit zulHmmenL'eaoenden Siibfianzen betraclitet und die Quantitat derfelben nach obiger Analyre bereclinet, 1'0 ware er i n
aoo Tlieilen eulirnrneiigafetzt. auo
Kleklerde
Alrunerde
Alkali
Krlkerda
54,58
n9,77
4.57
11,og
IC0,CO
W e n n die Sauerftoffmenge der Alkalien ale Einheit genomnien wiirde, fo liefse E C ~ A
folpnde rninerrlogifclie Formel entwickeln :
NS' f 3 C S
+ riAS
*) Obgleich zor Unterfuchung drs FoIlils fo reine BrnchfiJcke
alr miiglich rusgaw8hlt wurden, fo zeigten doch die zerbrocheaen Examplare Im Innern hiti und wieder hlrine gllnzende Schllppchen, von demo daa FoIIil nicht zu trennen war.
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