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Chemische Untersuchung des Miloschins aus Serbien.

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anzureihcn der gelbe Farbestoff aus den hochrothen Bliithen der Cucalia sagitlalo et cocchca, der in seinem
chemiscben Verhalten die grgfste Aehnlichkeit zeigt mit
dem gelben Farbestoff, den C a v e n t o u fand in den
Bliithen von Narcissus pseudo -narcissus.
I& bedaure eebr, dak Hr. B e r z e l i u s diese Abhandlung niclt gekannt zu baben scbeint, um selbe in
seinem so allgemein gesckitzten Werke aufnehmen zu
kbnnen , da ich derselben keinen besseren Platz hltte
wtinschen dfirfen, urn allgemeiner bekannt zu werden.
XVL.
aus
Chemische Untersuchung des Miloschins
Serbkn; oon C a r l K e r s t e n in Freiberg.
D e r verstorbene Oberberghauptmann, Freiherr vo n
J. 1836 von seiner Reise nach
Serbien ein neues Mineral mit, welches w mit dem Namen Miloschin belegte. Unter seinen hinterlassenen Papieren befindet sich die nachfolgende Analyse dieses Minerals, welche ich in dem genannten Jahre auf den
Wunsch des Verewigten anstellte.
Die aufseren Charaktere des Miloschins, die Hr.
Prof. B r e i t b a u p t kiirzlich im 15. Bande 6. Heft des
Journ. f. practische Chemie mitgetheilt hat, sind folgende:
Schimmernd, bisweilen selbst matt, auf den KlUften
gliinzend.
Farbe, nach B r e i t h a u p t , indigblau mit merklicher
Beimischung von Griin; nach meinem DafUrhalten seladongriin.
Strichpulver gleicbfarbig, nur etwas blasser.
Kaum an den Kanten durchscheinend.
Gestalt derb, meist in grbfseren Parthien, in’s Erdige
iibergehend.
H e r d e r , brachte mir im
486
...
1
Hdrte 24.
3
nach B r e i t h a u p t .
Spec. Gew. 2,131
Fiihlt sich fein und ziemlich mager an.
In Wasser unter Knistern zerspringend.
Dieses Mineral kommt, nach v. H e r d e r , in ziemlicher Menge zu Rudniak in Serbien auf einem mit Q u a n
und braunem Eisenocker ausgefiillten Gange vor.
Es
giebt beim Gliihen im Glaskolben Wasser aus, welcbes
weder alkalisch noch sauer reagirt, und obne einen Rackstand zu hinterlassed verdampft. Das Miueral vcrliert
hierbei seine eigenthiimliche Farbe und wird brauulichgrau. In der Pincette vor dem Liithrohr, mit der Spitze
der blaueu Flamme stark erhitzt, schmilzt der Miloschin
nicbt, theilt auch dieser, weder far sich allein, nocb nach
dem Befeuchten init Scbwefels~ure, eine Fiirbung mit.
Borax l6st iLn trlge, aber vollstandig auf. Dic Perle
erscheint, nach der Behandlung im Oxydationsfeuer, in
der WPrme gelb, nach dem Erkalteu gelblichgrtin. I m
Reductionsfeuer behandelt, zeigt sie, sowohl warm a h
erkaltet, eine smaragdgrune Farbe.
Von Phosphorsalz wird das Mineral langsem, unter
Abscbeiduag eines Kieselskelettes, zu einem, nach v81ligem Erkalten, smaragdgrunen Glase aufgelfist. Mit Soda
auf Koble geschmolzen, entsteht eine unklare, schmutzig
ziemlich gelbe Masse. Wahrend der Sciimeltang bildet
sich kein Beschlag auf der Kohle, auch zeisen sicb, nach
dem Aufreiben und Schlammen der gesclmolzenen Masse,
keine Metalltheilchen.
Mit Borsaure und Eisen behandelt , giebt sich kein Phosphorsiiuregehalt zu erkcnnen. Cblorwasserstoffsaure zerlegt das Mineral nur theilweise; sie fdrbt sich grLin von Chromoxydul und es bleibt
ein starker griinlichgrauer Riickstand. Beim Kocheu des
Miloschins rnit Schwefelsaure und Erhitzen der erhaltenen Masse mit aufgel8ster Weinsteinsiiure wurde eiue
griine Flilssigkeit erbalten.
Die qualitative Analyse
dieses Minerals durch Scbmelzen mit kohlensaurem R’a-
-
*-
-
487
tron ergab , dais dasselbe aus Kieselerde, Thomde,
Chromozyd, Warser und geringen Mengen ron Kalkerde, Talkerde und Ehenoxyd bestehe, ingleicben gab
sich beim Schmelzen rnit kohlensaurem Barpt deutlich
eine Spur Kali zu erkennen.
Zur Ermittlung der quantitativen Zusainmensetzung
des Minerals wurde dasselbe mit 3 Theilen entwasserten kohlensaureu Natrons geschmolzen. Die Masse sinterte blofs zusammen und hatte auf der OberflBclie eine
gelbe Farbe. Sie wurde hierauf mit Chlorwasserstoffs h r e behandelt, welche sich anfangs gelb, bei liiugerer
Erbitzung aber schau smaragdgriin ftirbte.
Die Kieselerde schied man auf die gewllhnliche Weisc ab. Da
sic nach dem GIahen brsunlich von cliromsaurem Chromosyd gefarbt erschien, so wurde sic nochmals uiit Soda
und ein wenig Salpeter geschmolzen, worauf die gescbmolzene Masse wiederum mit Chlorwasserstoffsaure aufgeneicht und die Kieselerde durch Verrauchen der Auf1i)sung getrennt ward. Sie erschien nun weirs, jedocii
noch rnit einem Stich in’s Gelbe. - Die hierbei erbaltene Auflbsung wurde der Hauptfliissigkeit beigefiigt, dicse
mit Alkobol erhitzt und sodann mit Chlorammonium versctzt , woranf man Thonerde und Cbroinoxyd gemeinschahlich in der Wtirme durch kaustisches Auimoniak
fsllte. Der Niedersclilag wurde sclinell unter Abschlufs
der Liift filtrirt, durch Kocheu mit Kolilauge zerlcgt:
hierbci crliielt ich die Fliissigkeit kingere Zeit iin Sieden, uin die kleinen Rlengen des sicb anfangs aufibseoden Chromoxyds vollsttintlig zu fiillen. I)as Chromoxpd
wurde sodann gegliiht, nobei es die bekannte Feuererscheinung zeigte, und nun gewogeo. Da dasselbe noch
eiu wcnig Thonerde und Talkerde enthaltcn konnte, SO
wurde es in eiuem Porcellantiegel lnit Snlpeter geschrnolZen ; nach dew Auheicben der geschmolzeneii Masse
blicbcn jedoch nur einige zarte Flocken voii Eiseuoxgcl
zuriick. Die Thonerde wurde aus der voin Chroinoxyd
-
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abtiltrirten Fliissigkeit auf die gewilhnliche Weise abgeschieden. Aus der Haupttlhigkeit fallte man nun
durch osalsaures Kali eine kleine Menge Kalkerde, welcbe durch Gliihen und Befeuchten mit kohlensaurem Ammoniak in kohlensauren Kalk verwandelt wurde. Die
zuriickgebliebene Fliissigkeit versetzte ich nun mit koblensaurem Natron, dampfte sie bierauf zur Trocknifs und
gliihte die Salzmasse sodann zur Verflficbtigung der ammoniilkalischen Salze. Nacb der Behandlung des Ruckstandes mit Wasser blieb eine geringe Menge Talkerde
zuriick , welche, mit Soda auf Platinblech geschmolzen,
keine Reaction auf Mangan zeigte.
2 Grm. Miloschin verloren bei zweimdigem Gltihen
0,466 Grm. =23,30 Proc. Wasser.
3 Grm. desselben
gaben bei der Analyse:
Tbonerde
Kieselerde
Chromoxyd
KaIkerde
Talkerde
Wasser
=1,3503
=0,8250
=0,1083
Grm.
=O,WO
=0,0060
=0,6990
Eisenoxyd
-
-
-
SPW
2,9976 Grm.
odcr 100 Th. des Miloschins sind zusammengesetzt aus:
Thonerde
Kieselerde
Cbromoxyd
Kalkerdc
Talkerde
Wasser
Kali
Eiscnosyd
45,Ol
27,50
3,61
430
0,20
23,30
99,92.
489
Der Miloschin ist daher ein Zwci-Neuntel Silicitt
von Thonerde und Chromoxyd mit Wasser, tmd seine
Zusammensetzong wird, wenn man die kleinen Mengen
von Kalkerde und Talkerde onberiicksichtigt Illst, durcb
die Fomel:
ausgedriickt.
XVII. Cherm'sche Untersuchung des vvolchonskoits; von C. Ketsten.
Be r t h i e r
hat den Wolchonskoit a m dem Kreise
Ochansk des Gouvernementa Perm bereits analysirt und
zusammengesetzt gefunden a u :
Chromoxyd
Eisenoxyd
Tolkerde
Kieselerde
Wasser
34,O
73
792
27,2
23,2
90,s.
Da indessen diese Zahlen keine Verbindungsfomel
geben (vergl. B e r z e 1i u 8)s Jahresbericht , XIV. Jabrg.
S. 196), dieses Mineral zu dem Miloschin in naher Beziehung steht, und ich ein sehr schbnes reines Stiick davon von einem der bier studirenden Kais. Russischen
Berg -1ngenieure erhalten hatte, so wurde ich bierdurch
veranlafst, die A n a l p dieses Minerals zu wiederbolen.
B e h Erhitzen im Glaskolben giebt der Wolchonskoit vie1 Wasser aus, welches die Reactionspapiere nicht
verlndert, wlhrend jener seine grtine Farbe in BrBunliclischwan vernandelt. Beim Erhitzen in der Pincette
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