close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Chemische Untersuchung des Noseans Hayns Lasursteins und knstlichen Ultramarins.

код для вставкиСкачать
515
VII.
Chemkche Untersuchung &s Noseans,
Hauyns , Lasursteins und kiinstlichen UItrarnurins; pon F. V a r r e n t r a p p .
1. Nasean vom Laacher See.
D e r von mir untersuchte Nosean findet sich am Laacher See bei Andernach in losen Blkken, die zum grafsten Theil aus glasigem Feldspath bestehen, w o M aufserdem noch etwas schwaner Glimmer, Magneteisenstein,
zuweilen auch etwas Zirkon rorkommt. Der glasige Feldspath selbst ist kiiriiig; die Kilrner sind nur lose mit
einander verbunden, und enthalten viele kleine Drusenrrume, woriii sowobl der Feldspatb selbst, wie die iibrigen Gemengtheile des Gesteines krystallisirt vorkommen.
AuCserdem ist der IYosean, in Kilrnern zuweilen von mehreren Linien GrilCse, zwischen dein Feldspath eingeschlossen, und lafst sich sehr gut von letzterem trennen. Im
iibrigen besitzt der Nosean die bekannte Beschaffeaheit.
Ich verdanke dieses Mineral, wie die weiter unten
anzufiihrenden, der Giite des Hrn. G. R o s e . Die Untersuchungen selbst geschahen im Laboratorium des Hrn.
H. R o s e .
Eine gepulvert abgewogene, im Wasserbade getrocknete Menge des Noseans wurde stark gegltiht, wobei sie
einen Verlust von 2,5 Proc. erlitt. Eine zweitc Quantitat wurde mit Salzsaure iibergossen, wodurch sie scbon
in wenigen Minuten zu einer festen Gallerte gestand. Es
war hierbei durchaus kein Geruch nnch Schwefelwasserstoff zu bemerken, auch mit Bleizuckerlihng getrlnktes
Payier wurde nicbt im Mindesten geschwarzt, woraus also
mit Sicherheit die vollstandige Abwesenbeit von Schwefelmetall, welches in den verwandten Mineralien, wie
Haiiyn und Lasurstein , stets gefunden wird, gefolgert
35 *
'
516
werden kann. Nacli hiureicliender Digestion des Mincralyulvers mit drr Clilorwasserstoffs~iirewiirde die Gallerte mit Wasser verdiinnt, und die ausgeschiedene Kicselerde durcli das Filtruin getrennt. Aus der abtiltrirleii
Fliissigkeit wiirdc durch Clilorbarium die ScbwefclsZurc
als schwefclsaiircr Baryt vollstiindig niedergeschlagen und
getrennt. Das iibcrschussig zugcsetzte Clilorbaryuin m r d e
durcli Schwefeleiiiire entfernt. Nun wurde durch Ucbcrsiittigen mit kaustischeni Ammoniak die Tlioncrde gef;illl,
und rasch beiin Ausschlufs dcr Luft fillrirt, uin die gleichzeitige Fallung des Kalkes zii vcrbindcrii. Die Thonerde wurde gegliiht und gewogen. Sie war ungef;irbt,
wurde aber zur gridieren Sicherheit, ob sic wirklicli kciii
Eisen enthalte, und zur Abscheiduug einer kleincn Metigc
Kieselerde wieder in Chlor~vasserstoffsauregeliist. Uurch
kohlensaures Natron wurde die Fliissigkeit neutralisirt,
und dann die anhnglich durch Zusatz von Kali niederfallende Thonerde iu eineln Ueberscliusse des Alkali's
gelfist, wobei nur eine rufserst geringe Mcnge von Eisen nusgescliicden wurde. Die mit Aminoniak fiberssttigte, von der Thonerde abfiltrirte Fliissigkcit wurde, nachdcin durch Oralsiiiirc cine geringe Menge Kalk abgescbieden morden war, ziir Trockne verdampft. Die animoniakalischen Snlzc wurden durcli Gliihen rerjagt und
das zuriickbleibende scliwefelsaurc Alkali gewogeu. Cei
dem Wiederauflihen blieb eine kleine Menge Kiesclcrde
zuriick, die von deni erhaltenen Gewicht abgezogcn uiitl
der oben ermahuteu Kieselcrde zugezahlt warde. Durch
Vermittliing vou essigsaurem Baryt wurde dns schwefelsaure Salz in kohlensaures verwandelt und bieraus das
Chlormetall dargestellt. Platinchlorid zcigte in der alkoholischen Liisung kein Kali an, auch war keine Magnesia aufgefundcn wordeu.
Ein anderer Theil desselben Minerals wurde wit
Sdpetersiiure heliandelt, wodurcb es zwar oicbt so scbnell
517
wie durch Chlorwasserstoffstiure, aber do& aucb vollsundig zersetzt wurde und gelatinirte.
Machdem die ausgeschiedene Kieselerde abfiltrirt worden war, wurde durch salpetersaures Silberoxyd eiue geringe in dem Mineral enthaltene Menge von Chlorwasserstoffsaure gehllt , und aus dem erhaltenen Chlorsilber
der Chlorgehalt berechnet. Auch bei dieser Analyse
wurde die Schwefelssure, so wie die Thonerde, zur Controlle der ersten nochmals bestimmt.
Das Resultat dieser Analysen, auf Hundert berechnet, war:
Sauasioffgchalt
Thonerde
Natron
Kalk
Kieselerde
SchwefelsPure
Eisen
Cblor
Wasser
32,566
17,637
1,115
35,993
9,170
0,041
0,653
1,847
15,20
4,56
0,31
18,70
5,49
99,222.
2) H r i i y n
ron
Nieder-Mendig.
E r findet sich in kleineren oder grfifseren Kilrnern
in dem porbsen Basalt von Nieder-Mendig bei Andernach am Rhein. Da in diesem Minerale sich ein durch
Chlorwasserstoffsaure leicht zersetzbares Schwefelmctall
befiodet, und es von Interesse schien, die Quantittit des
Schwefels zu bestimmen, so wurde das fcine Pulver in
einen kleinen ‘Kolben gebracbt, der mit einem kleioen
WulPschen Apparate , in dcm Kiipferchloridlbsung enthalten war, in Verbindung stand. Durcli einen Welter’schen Trichter konnte, nachdem man sich von dem vollkommenen Dichthalten der Korke iibeneugt hatte, die
Cblorwasserstoffstiure auf das Pulver gegossen werdeo,
518
ohne dafs bei der schnellen Einwirkung der Siure ein
Entweichen von Schwefelwasserstoff in die Luft zu befurchten gewesen ware. Das Gas mufste durch die Kupfercbloridlbsung in zwei GlHsern streicben , wobei der
Schwefel sich mit detn Kupfer verband, uod als Scbwefelkupfer zu Boden fiel. Das Mineral wurde langere
Zeit mit der Saure gekocbt, um durcii die Dampfe dieser alles etwa noch in dem Kolben sic11 befindendc Schwefelwasserstoffgas in die das Kupferchlorid enthaltende Vorlcgeflasche tibenutreiben. Puach Vollendung dieser Operation wurde die in dem Kolben sich befindcnde Masse
mit Wasser verdiinnt, die ausgescbiedene Kieselerde abfiltrirt, und die davon getrennte Flussiglieit genau SO behandelt, wie oben bei dem Nosean beschrieben wurde.
Das gebildete Schmefelkupfer wurde von der Kupferchloridl6sung abfiltrirt, was jedoch nicht beim Ausschluk der Luft geschah; weshalb eine Quantitst desselben als schwefelsaures Salz mit durch das Filtruin ging.
Das unoxydirte wurde mit rauchender Salpeterssure ubergossen, um das Filtrum so vollstiindig als miiglich zu zerstiiren, dann etwas Cblorwasserstoffslure zugesetzt und
bis zur viilligen Oxydation des Schwefels damit digerirt.
Dann wurde dime Flussigkeit rnit der tibrigen Kupferl6suug vereint , mit Wasser verdunnt und durch Chlorbaryum die SchwefelsYure ausgefallt. hus dem erhaltenen schwefelsauren Baryt wurde die in dem Mineral enthaltene Quantitat Schwefel berechnet.
Aus einer kleincn mit Salpeterslure zerselzten Mengc
des H a u p s wurde auch hier der Chlorgehalt bestimmt.
Die Aualyse gab folgende, auf Hundert berecbnetc
Mengenverhaltnisse der Bestandtheile :
-
519
Saoulto~chrlt.
Natron
Kalk
Thonerde
Kieselerde
Schwefelsaure
Schwefel
Eisen
Chlor
Wasser
9,118
12,552
27,415
35,012
12,602
0,239
0,172
2,33
3,52
12,W
is,as
7,23
0,581
0,619
98,340.
3) L a s u r s t c i n .
E r findet sich mit einem weifsen feldspatbartigen Mineral so venvachsen, dafs er davon auf mcchanische
Weise nicht vollstandig getrennt werden kann. Bei seiner Aufl8slichkeit in Sauren kann er jedoch so ziemlich
davon geschieden werden , wiewohl hierbei eine kleine
Einmengung des audern Minerals nicht vollstlndig zu
vermciden seyn mdchte, worin vielleicht auch ein Grund
fur die Verscbiedenheit der gefundenen quantitativen Verlialtnisse der Bestandtheile des Lasursteins und der des
Hauyns liegen kdnnte. Ueberhaupt scheinen mir aus dern
angefiihrten Grunde die aufgefundenen Bestandtheile wohl
nicht die Zusammensetzung des Minerals anzugeben.
Die Analysen wurden ganz wie bei dem Hauyn angestellt, nur dafs, urn eine geringe Menge Phosphorsaure,
wenn sie darin enthalten seyn sollte, auffinden zu k h nen, bei der Analyse , wo Salpetershre zur Zersetznng
vgrwendet worden war, nach Abscheidung der Kieselerde, des Chlors und der Schwefelslure, die Fliissigkeit, welche die Thonerde , das Eisen, den Kalk und
das Natron enthielt, zur Trockne verdampft wurde. Die
erhaltenen Salze wurden mit anderthalb Ma1 SO viel Kieselerde und vier Ma1 so viel kohlensaurem Natron ver-
620
mischt und geschmolzen. Die geschmolzene Masse wurde
mit Wasser behandelt; die wafsrige Auflbsnng mit Chlorwasserstoffsaure versetzt , zur vollstandigen Ausscheidung
der Kieselerdc zur Trockne verdampft, mit einigen Tropfen Chlorwasserstoffsfure befeuchtet, mit Wasser ubergossen nnd die Kieselerde abfiltrirt. Die Flussigkeit,
mit Ammoniak iiberssttigt, wurde in einem gut verschliefsbareu Glase mit Chlorcalciumliisung versetzt, wodurch
jedoch kein Niederscblag erhalten und somit die Abwesenheit von Phosphorstiure dargethan wurde.
Von 2,531 Grm. des maglichst gut ausgesuchten Minerals blieben 0,93 Grm. unzersetzt, es war di& die
eingesprengte weifse Felsmasse, die nicbt auf mechanische Weise hatte getrennt werdcn kiinnen. Die ubrigen Bestandtheile der zur Analyse verwendeten Menge
betrugen, auf Hundert berechnet :
Natron
Kalkerde
Thonerdc
Kieselerde
Schw efelsaurc
Schwefel
Eisen
Chlor
Wasser
9,09
3,53
31,76
45,50
5,89
0,95
0,86
042
412
99,ll.
4) Kiinstlicher Ultrrmarin.
Auf ganz gleiche Weise wurde der kiinstliche UItramarin, der in der Meifsner Porcellanfabrik bereitet
und von einer sehr schihen Farbe erhalten wird, untersucht. Die Resultate dieser Analyse, auf Hundert berechnct , sind :
521
S~ltustolrggelralt.
Natron
21,476
5,49
Kali
1,752
0,31
Kalk
0,021
Thonerde
23,304
10,88
Kieselerde
45,604
23,68
Schwefelsaure
3,830
2,29
Schw efel
1,683
Eisen
1,063
Chlor eine kleine nicht quantitativ bestimmte
Menge
98,735.
Zu bemerken ist, dab hier bei der intensivsten Fiirbun;: des Pulvers auch die bei weitem grbfste Menge von
Eisen uod Schwefel sich findet, dafs ferner bei dem nur
graulich gefdrbten Nosean fast kein Eisen und gar kein
Schwefel nachgewiesen werden konnte. Es wiirc daher
nicht ganz unwahrscheinlich , wenn man die blaue Fiirbung dem Gehalte an Schwefeleisen zuschriebe.
Sammtliche Analysen unterscheiden sich nur durch
den angegebenen geringen Chlorgehalt, und etwas in den
quantitativen Verhaltnissen von den friiher von B e r g em a n n und G m e l i n nngestellten , indessen ist es nicht
mbglich, die Zusammeosetzung aller durch ein und dieselbe chemische Formel auszudrlicken, was nach der
Uebereinstimmung in der Form und der Spaltbarkeit
nicht unwahrscheinlich war. Beriicksichtigt man den Nosean allein, von dem mir die reinste und grbfste Menge
zur Analyse zu Gebote stand, so verhaltcn sich die gefundenen Sauerstoffmengen des Natrons und der Kalkerde zu denen der Thonerde and zu denen der Kieselerde und SchwefelsHure zusammen wie 4,81 : 15,20 :
24,195 oder nahe wie 1 : 3 : 5. Nimmt man nun an,
dafs die Schwefelstiure einen Theil der KieselsBure er-
522
sctzcn kiinac, so erbtilt man hiernach die schr einfachc
Forincl : fia3Siz+3xl%, wo sich der Saricrstoff wic
3 : 9 : 15 odcr wie .l
: 3 : 5 verbtilt, eine Aunahinc
indessen, die ~ 0 1 1 1iiiclit geslattet werden darf.
---
VIU. Beobachtungen iiber die ?Yassermengi*n
cinigw Fliisse, so wie auch thr Q u c h h tlcr
Lipjie untl P a t h ;
con G . H a g c n ,
Crlicirncn Obcr-l?nuratlr
ill
Berlin.
I[" dem Anmaire du bureau des longitudes fur das Jalir
1836 liat A r a g o die Rcsultatc Ton verschiedencn Messuugen der Wasscrmcnge der Scine bei Paris initgctheilt,
uud dnraus das gnuzc Wnsscrqunntum hcrgcleitct , melchcs dic Scinc durchsclinittlicli im Lnufe eincs Jalires abfuhrt; durcli Verglcichiing dcssclben mit deinjeuigeu Thcile
des Flufsgcbictcs, worin alle ZuHusse dcr Scinc oberIinlb des Bcobnclilungsortes entspringcn , crgab cs sich,
dafs dicse ganzc Fliiche uiir 7 Zoll 1 Liuie hoch jahrlicli mit Wasser bedcckt werden diirfe, uiu eine Striimiing, \vic sie wirklich beobaclitct ist, ZLI unterhalteii,
oder mit andern Wortcn, dals ctma nur dcr dritte Thcil
dcs atmospbiirischen NiederscLlages aus dem Flufsgebicte
dcr Seine nach dein Meerc abfliefst, wiibrend zwei Drittheile verdunsten.
Eine tihuliclie Unlersucliung batte scbon friiher D a l t o n in Belreff der Fliisse iu Englaud und Wales angestellt (vergl. dicse Annalen, Bd. XV S.249), und menn
dabei auch wirlilicb keine Messungen , sondern nur selir
rohe Schztzungen ZUUI Grunde gelegt wurden, so verdieut doch bemerkt zu werden, dafs sick als Resultat
eine Wasserhiihe vou 12 Zoll 7 Linien crgab, welche
die Fliisse Englands zu speisen schien.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
285 Кб
Теги
hayne, noseans, lasursteins, knstlichen, ultramarins, chemische, des, untersuchungen, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа