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Chemische Untersuchung des Plakodins von der Grube Jungfer bei Mssen zwischen Eisenspath und Nickelglanz vorgekommen.

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Das We@kupJerer.z aus Sibirien, ebeufalls von Malachit begleitet , wiegt 4,977.
F r e i b e r g , iiii Januar 1813.
XIV.
Chemische Untersucfiung c h Pkukodirts
von der Grzlbe Jungfer. bei M i i J k , zwischen
Eisenspuh unrl Nickelglanz vorgekommen ‘1 ;
con C. E: P l n t t n e r .
In
einer , an einem Elide zugeschmolzenen Glasriihre
giebt der Plakodin beim Erhitzeii auf Kosten der Luft
ein Wenig arsenichte Saure. In einer, an beideii Enden
offeneri Glasrolire giebt er ebenfalls arsenichte SIure
und zugleicli auch etwas schweflichte Saure, aber von
ersterer bedeutend weniger als Kupfernickel. Vor dem
Lothrohre auf Kohle ist er ziemlich leicht schmelzbar
und giebt Arsen ab, jedoch weniger als ein gleich gro€ses Stiickclien Kupfernickel.
Wid das geschmolzene
Kornchen mit Borax auf Kohle im Reductionsfeuer behandelt, so bekoinmt man ein von Kobaltoxyd blau gehrbtes Glas, welches diese Farbe auch unversndert behalt, wenn es auf Platindraht iin Oxydationsfeuer uingeschinolzen wird. Nacli einer wiederholten Behandlung
des Kbrnchens mit Borax, welclier dabei nochmals blau
gefarbt wird, ertheilt es dann diesein Flusse im Oxydationsfeuer eine rothbraune Farbe von Nickeloxyd. Wird
dieses Kornchen auf ICohle neben Borax init Probirblei
zusammengeschmolzen und die Verbindung aiif einer kleinen Kapelle abgetrieben, so wird z m r die Kapelle, von
einem gering’en Kupfergehalte in der angewandten Probe,
schwach dunkelgriin gefarbt, es bleibt aber nicht einc
Spur voii einem edlen Metalle zuriick.
1,297 Grm. des fein gepiilverten Minerals, in stark
1) Vergl. diese Annalen, Bd. L l I 1 S. 631.
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glanzenden, schiinen und allem Anscliein nach ganz reinen Krystzllchen, wurden in Salpetersaure aufgelijst. Ein,
in der griiuen Aufliisung befindlicher, geringer Riicksfand
an Schwefel wurde nach der Verdiinnung der Aufliisung
mit Wasser , auf einem gewogenen Filtruin gesammelt,
gut ausgesufst, zuerst an einem warnien Orte und d a m
im Wasserbade getrocknet; nach der Bestilnmung seines
Gewichtes wurde er in einein kleinen tarirten Porcellanschdclien verbrannt, und das Gewiclit eines gebliebenen, sehr geringen Riickstaiides, welcher aufgelijst, mit
der Haoptaufl~sungvereinigt wurde, in Abrechnung gebracht. Das Gewiclit des Schwefels betrug 0,OOS Grin.
Die verdunnte Aufliisung des Miuernls wurdc niit
einer Auflosung t o n Chlorbaryum versetzt und mchrere
Stunden lang stehen gelassen; da aber in dieser Zeit wedcr eine Trubung noch ein Niederschlag erfolgte, so war
die Aufliisung frei von Schwefels%ure. Der zugesetzte
Baryt wurde daher durch verdiiiinte Schwefelsaure wieder ausgefdlt, und durch die Fliissigkeit wurde Schwefelwasserstoffgas geleitet.
Da in der ersten Zeit eiii geringer KiederscIilag von
Schwefelkupfer entstand, -so wurde dieser, noch ehe
Schwefelarsen ausfiel, abfiltrirt , uiid durch die durchgelaufene Fliissigkeit von Seuein so lange Schwefelwasserstoffgas geleitet, bis alle arsenichtc Saure reducirt und
als Schwefelarsen ausgefallt war. Das Schwefelkupfer
wurdc auf bekannte Weise in Kupferoxyd verwandelt,
und solches nach der Gewichtsbestimmung zu metallischem
Kupfer berechnet; der Betrag an Kupfer ergab sich zu
0,01117 Grm.
Nach Verlauf einiger Tage wurde das gefiillte Schwefelarsen auf einem gewogenen Filtruin gesaminelt , gut
ausgesiifst, zuerst an einem warinen Orte und dann im
Wasserbade getrocknet. Das darin befindliche Arseii
wurde nach der Bestiinmung des Schwefels auf bekanntern Wege aus der Differem gefuuden; es betrug 0;515
Grammen.
285
Die voin Schwefelarsen abfiltrirte Flussigkeit wurde
allfangs im Sandbade und zuletzt im Wasserbade bis zur
Trocknifs abgedampft , um die freie Salpetersaure uaiig]ichst zu entfernen; die trockne Masse wurde hierauf in
verdunnter Chlorwasserstoffsaiire wieder aufgelost und
mit Aminoniak im Ueherschufs verselzt, wobei ein sehr
geringer Nicderschlag entstand, der, nach der Filtration,
dein Trockneii imd Gluhen, 0,006 Grm. wog, und bei
der Prufung vor dem Lothrohre sich als Nickeloxyd mit
Spuren von Kobalt- uiid Eiseuoxyd zu erkeunen gab.
Die in der ammoniakalischen Flussigkeit noch aufgelasten MetaIloxyde, Nickel und Kobalt, wurden nach
der von P h i I1 i p s angegebenen Methode getrennt, und
nach ihrer Gewichtsbestimmung zu Metal1 berechnet ; wobei, mit Berucksichtigung der durch Ainmoniak ausgeschiedenen 0,006 Grin. kobalt - und eisenorydhaltigen
Nickeloxyds, 0,73966 Grm. Nickel und 0,01180 Grm.
Kobalt erhalten wurden.
3 a s a m der ammoniakalischen Fliissigkeit geschiedene Nickeloxyd zeigte sich bei der Prufung vor dem
L6throhre vollkommen frei von Kobaltoxyd; das Kobaltoxyd dagegen zeigte noch eine Spur von Nickeloxyd.
Die Bestandtheile des Plclkodins sind demnach :
in 100 Theilen.
Arsen
Nickel
Kobalt
Kupfer
Schwefei
eine Spur Eisen
0,51500 Grm.
0,73986 0,01180
0,01117 0,00800 -
-
~ 3 9 , 7 0 7Th,
=57,044
0,910 = 0,862
= 0,617 -
-
-
1,28583
99,140.
Berechnet man die Mischungsgewichte fur die wesentlichen Bestandtheile, und betrachtet dabei den Gehalt
an Kobalt als Stellvertreter eines gleichen Gehaltes an
Puickel, so erhllt man folgendes Resultat :
286
=
@'I5 Mgw.
=15,65
Die Mischungsgewichte des Arsens verbalten sich
deinnacli zu den Mischungsgewichten des Nickels nalie
mie 1 : 2, so dafs das Mineral als ein Subarseniat des
Nickels = N i 2 As, gemengt oder vcrbunden mit Sickel-
39,707 Th. Arsen
57,953 - Nickel incl. Kobalt
glnnz , Ni S 2 + N i As'l, und Knpferglanz, Clu, anzusehcn
seyn diirfte; dcrin eine Verbindung von 2 Atotnen Nikkel mit I Atoin Arscn enthvlt:
Rrscn
Nickel
38,866
61,134
100.
D e r Avcnturin ist ein brauner Glasflufs niit einsitzenden klciaen, sehr glvnzcnden Flimmcrn, die ihni cin eigenthknlicbes schimlncrndes Ailschcii geben. Er wurde
friilier zu Kunst- und Schinucksachen verarbcitet. Plan
verfertigte ihn zu Murano bci Vencdig. Als mein Frciind
und College €I a u s in a n n , tlcm icli dime historischen Angabcn vcrdanke, 1919 die venetianischen Glasfabrikcn
hesuclite, wurdc er nicht mehr geniacht, rind iiber die
Verfertigungsweise war iiichts mehr zu erfahren; sic
scheint ein Geheimnifs geblieben zu seyn. Die Angnbeu,
die inan daruber i n den technologisciien W e r k e n fiudet,
nach denen er durch Einschmelzen von fciiicn Gold-,
Kupfer-, Messing-, Glimmer- oder T a l k - B l ~ t t c h e i i iu
Glas erhalten worden seyn sol], sind nnrichtig, wie so-
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