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Chemische Untersuchung des Valencianits.

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XIII. Chernische Untersuchung des Valemianits;
von C. F. P l a t t n e r .
D e r Valencianit m r d e bisher fiir Adular gehalten, und
ist zuent vom Hm. Prof. B r e i t h a u p t von demselben
getrennt I ) . und als eine eigene Species, unter obigem
Namen, aufgefiibrt worden. Der Hauptuntenchied besteht, nach Hrn. B re i t h a u p t, nuc allein in kleioen Abweichungen in den Winkeln der Krystalle, besonders in
denen, welcbe die beiden deutlichsten Spaltungsfliichen
unter einander bilden. Specifiscbes Gewicht und HIrte
sind auch nach den Bestimmungen vom Hrn. B r e i t h a u p t nur sehr wenig von dem Adular ihweichend. Da
es nun von Interesse schien, die Ursache dieser Verschiedeoheit kennen zu lernen, so babe ich vor Kunem
im Laboratorio des Hrn. Prof. H. R o s e reine Krystalle
des Valencianits von der Grube Valenciana in Mexico,
die ich der Giite des Hm. Prof. G. R o s e verdanke,
quantitativ auf ihre Bestandtheile untersucht.
1) Verhalten d e s V a l e n c i a n i t s v o r d e m L a t h r o h r c
Vor dem Lathrohre zeigt er irn Allgemeinen dasselbe Verhalten, wie der Adular. Wird aber ein Splitter desselben in der Pincette der Spitze der blauen
Flamme ausgesetzt, so bemerkt man ganz deutlich, dafs
die aufsere Flamme, sobald sie ganz rein ist, in der Nahe
der Probe ahnlich wie von Kali gefsrbt wird, melche
Fiirbung beim Adular nicht 80 deutlich hervortritt.
1) Schweigger-Seidel’s Jahrbach der Chemic und Physik,Bd. XXx
s. 322.
300
2) Qurntitatirc Zerlegung i n s e i n e Bestrndtheile.
6,491 Grm. des geschlsmmten Minerales murden in
einer gersumigen Platinschalc mit frisch bereiteter Fluorwasserstoflssure iibergossen, hierauf die nathige Quantit%t von Schwefelslure hinzugeftigt und Alles mit Vorsicht bis zur Trocknifs eingedampft. Naclidem die erhaltene trockne Masse mit CLlorwasserstoffsaure befeuchtet eine Zeit lang gestanden Latte, wurde bei dem Auflasen der gebildeten Salze in der niilligen Quantitat von
Wasser wahrgenommen, dafs noch etwas unzersetztes
Steinpulver vorhanden war. D i e m unzersetzte Steinpulver wurde durch vonichtigc Filtration von der Aufldsung getrennt, und nach dem Trocknen und Gliiben gewogen; das Gewicht desselben betrug 0,763 Grm. Es
waren demnach aufgeschlosseu : 6,494-0,783 =5,711 Grm.
Aus der AuflSsung .wurde die Thonerde nebst einer vorhandenen geringen Menge Eisenoxyds durch Ammoniak
im Ueberschufs gefallt, hierauf filtrirt, getrocknet, geglUht
und gewogen; ihr Gewicht betrug 1,0085 Grm. Sie batte
von dem beigemengten Eisenoxyd eine b raunliche Farbe,
ldste sich aber in verdhnter Chlorwasserstoffs&we, bei
Unterstiitzung von W l r m e , nach Verlauf einiger Tage
vollkommen auf. Die Auflbeung wurde mit kohlensaurem Natrou neutralisirt , und mit Kaliaufldsung so lange
versetzt, bis alle gefillte Thonerde wieder aufgelost war
und nur allein das Eisenoxyd zuriickblieb. Das Gewiclt
des letzteren betrug nach dem Trocknen und Gliilien
0,005 G m . Es kouilnen delnnach auf 100 Theilc des
Minerales 0,087 Tb. Eisenoxyd. Die 0,005 Gnn. Eisenoryd von obigen 1,0085 Grm. abgezogen, bleiben 1,0035
Gnn. Thonerde. Mithin komlnen auf 100 Th. des Minerales 17,571 Th. Tbonerde.
Die von der Thonerde abfiltrirte ammoniakalische
Fliissigkeit wurde mit einer Aufldsung von OxaIslure versetzt und eine Zeit lang an einem warmen Orte ruhig
301
stehen gelassen; da sich keine Triibung zeigte, so war
die Fllissigkeit frei von Kalkerde. Sie wurde nun in
ejner grofsen Platinschale abgedanipft, und die trockne
Masse in einem Platintiegel iiber der Spirituslampe mit
doppeltem Luftzug erhitzt, und rnit kolilensanrem Ammoniak so lange beliandelt, bis das saure schwefelsaure
Salz sich in neutrales vemandelt hatte. I)a ein geringer Theil dieses Salzes, auf Plahdraht mit dem blauen
Theil der Lbtbrobrflamme gescbmolzen , in der aufseren
Flamme nur auf Kali reagirte, so wurde das Salz in
wenig Wasser aufgelbst, die Auflbsung, nachdeln etwas
CblorwasserstoffsVure hinzugefugt worden war, mit Alkohol verdunnt, und das Kali durch eine Aufliisuag von
Platinchlorid im Ueberschufs als Kaliumplatiachlorid gefsllt. Das Gewicbt dieses Doppelsalzes betrug nach dem
Trocknen 4,372 Grm., welclie 0,8153 Grm. Kali entsprcchen. Es kommen demnacb auf 100 Th. dcs Minerales
14,801 Th. Kali.
Um die Kieselerde zu bestimlnen und zugleich eioe
Controle far die schon aufgefundene Tbonerde zu haben, wurden 2,541 Grm. des Minerales durch Scbmelzen
mit der dreifachen Gewicbtsmenge trocknen kohlcosauren
Natrons aufpcblo;sen, und nach dem gewiibnlichen Verfabren die Erden uad das Eisenoxyd bestimmt. In der
angewandteo Menge fanden sich :
Kieselerde 1,698 Gnu. oder in 100 Th. 66,824 Th.
Tbonerde 0,447 17,591 Eisenoxyd 0,oOZ - - - - 0,080 -
- - -
Da nun nacb den beiden Bestimmungen der Thonerde der Gehalt derselben ein wenig verschiedeo ist, so
kommen, wenn man den Durchschnitt bcrechnet, auf
100 Th. des Minerales 17,561 Tb. Thonerde.
Es siod demnach in 100 Tb. des Valencianits ent.
halten :
,302
Kieselerde
Thonerde
Kali
Eisenoryd
66,824
17,581
14,801
0,087
99,293.
Aus dieser Analyse ergiebt sich also, dafs der Valencinnit und Addar in der chemischen Zusammensetzung
nicht von einander venchieden sind.
XIV. Ueber das Verhalten einiger Substanzen
vor dern Liithrohre; von C. F. P l a t t n e r .
w e n n man sich oft mit Lbthrohr-Versuchen beschsftigt, so ftihlt man h m e r mehr und mehr, von welcher
Wichtigkeit die von B e r z e l i u s in seiner Anwendung
des Lb'hohrs in der Che& und Mineralogie gegebene
Regel ist: "Man mufs bei Ldthrohr-Proben dcm geringsten Umstande Aufmerksamkeit schenken, weil er oft dam
dient, Bestandtheile zu entdecken, die man zu finden
nicht vermuthen k0nnte.n Da ich nun, diese Regel stets
beriicksichtigend , seit dem Erscheinen meiner Abhandlung iiber Ldthrohr-Proben, unter dem Titel: ,,Die Probirkunst mit dem Lbthrohr (Leipzig, bei Am b r. B a r t 11,
1935), noch verschiedene Erfahrungen mit Hiilfe des
Lbtbrohrs zu machen Gelegenheit gehabt habe, und sich
unter diesen Erfahrungen einige befinden, nelche vielleicht nicht ganz ohne Interesse fiir die analytische Cbemie seyn diirften, so halte ich es fiir Schuldigkeit, solche im Nachstehenden mitzutheilen.
((
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