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Chemische Untersuchung des Wolchonskoits.

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Der Miloschin ist daher ein Zwci-Neuntel Silicitt
von Thonerde und Chromoxyd mit Wasser, tmd seine
Zusammensetzong wird, wenn man die kleinen Mengen
von Kalkerde und Talkerde onberiicksichtigt Illst, durcb
die Fomel:
ausgedriickt.
XVII. Cherm'sche Untersuchung des vvolchonskoits; von C. Ketsten.
Be r t h i e r
hat den Wolchonskoit a m dem Kreise
Ochansk des Gouvernementa Perm bereits analysirt und
zusammengesetzt gefunden a u :
Chromoxyd
Eisenoxyd
Tolkerde
Kieselerde
Wasser
34,O
73
792
27,2
23,2
90,s.
Da indessen diese Zahlen keine Verbindungsfomel
geben (vergl. B e r z e 1i u 8)s Jahresbericht , XIV. Jabrg.
S. 196), dieses Mineral zu dem Miloschin in naher Beziehung steht, und ich ein sehr schbnes reines Stiick davon von einem der bier studirenden Kais. Russischen
Berg -1ngenieure erhalten hatte, so wurde ich bierdurch
veranlafst, die A n a l p dieses Minerals zu wiederbolen.
B e h Erhitzen im Glaskolben giebt der Wolchonskoit vie1 Wasser aus, welches die Reactionspapiere nicht
verlndert, wlhrend jener seine grtine Farbe in BrBunliclischwan vernandelt. Beim Erhitzen in der Pincette
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vor dem Lllthrohre zeigt er sich unschmelzbar, ertheilt
aucb dem blauen Dunst der tiufseren Flamme, sowohl
fur sich allein, a h mit Schwefelsaure befeuchtet, keiue
Ftirbung. Borax last das Mineral triige zu einer klaren
Perle auf, welche, im Oxydationsfeuer bebandelt , nach
vulligem Erkalten schih smaragdgriin erscheint. Von
Phosphorsalz wird es ebenfalls, mit Hioterlassung eines
Kieselskelettes , im Oxydationsfeuer zu einem nach dem
Erkalten smaragdgrfinen Glase aufgelast. Mit Soda auf
Kohle schmilzt das Mineral zu einer rothlicb gelben Masse,
zugleich bildet sicli ein zarter gelblicber Beschlag. Nach
dcm SchlBmmen der Masse bleiben graue, glhzende, geschmeidige MetallblVttchen zuriick, welcbe, wit etwas Soda
auf Kohle geschmolzen, einen in der W l r m e citrongelben , erkaltet schwefelgelben Beschlag von Bleiozyd geben. - Bei Behandlung des Minerals mit einer Pbosphorsalzperle, die mit Kupferoxyd gestittigt war, gab sicli
kein Chlorgebalt zu erkennen, imgleichen keine Phosphorssure, als das Mineral mit BoraxsBure und Eisen
behandelt wurde. Gegen Chlorwasserstoffsaure verhalt
sich der Wolchonskoit genau wie der Miloschin; er wird
nlmlich beiln Erhitzen damit blofs unvollstandig zerlegt,
und die Stiure f&bt sich nur griin von etwas aufgel8
stein Chromoxgd. B e r t h i e r fiihrt an, dafs der WOE
chouskoit in coucentrirter und siedender Salzsaure gelatinire; bei meinen Versuchen verhielt sich derselbe aber
nicht so; die Saure 20% blofs etwas Chromoxydul aus
und das Mineral vertinderte sich anscheineod nicht. Durch die Prlliminaranalyse, bei welcher der Wolchonskoit durch Schmelzen mit der 3fachen Menge von gleichen Theilen kolilensauren Natrons und Salpeter aufgeschloseen wurde, fand man, aufser den von B e r t h i e r
angegebenen Bestandtheileo , noch eine nicbt unbedeutende Meoge Thonerde, ferner Bleioxyd und Manganoxyd auf; durch Zerlegung mittelst kohlensauren Baryts
einc kleine Menge hhli. Durcli besondere Versuclie
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wieh ich nochmals die Abwesenheit von PhospborsUure,
Schwefelsiiure und Chlor nach.
Bei der quantitativen
Analyse wurde das Mineral durch das oben angegebene
Gemenge von Soda and Salpeter rufgeschlossen, im Uebrigen ein ahnlicher Gang, wie bei der vorstehenden Analyse eingeschlagen. Das Mineral scbmolz mit jenem Gemenge zu einer gelben Masse, welche sich unter Chlorentwicklung mit brlunlichgelber Farbe in Chlorwasserstoffsrure vollstandig auflbste. Nach Abscheidung der
Kieselerde, welche man, urn alles gebildete Chlorblei aufzultbsen , stark mit siedendem Wasser aussiifste, murdc
das Blei aus der griinen Auflbsung durch Schwefelwasserstoffgas gerdllt, und das erhaltene Schwefelblei durch
rauchendc Salpeterslure in schwefelsaures Blei verwandell. Die erhaltene Kieselerde erschien vbllig n e i t , und
zeigte sich sowohl vor- dem Ltbthrohre, als bei der Behandlung wit einer Auflbsung von kohlensaurem Natron
vollkornmen rein. Es war daher nicht nbthig, dieselbe,
wie es.bei der Zerle,pg des Miloschins geschehen mutte,
noch einer weiteren Behandlung zu unterwerfen.
Es scheint demnach zwcckmifsig zu seyn, bei der
Aufschliefsuog chromhaltiger M.ineralien ein Gemenge von
gleiciren Theilen Salpeter und kohlensauren Natrons anzunenden, indem man dann des nachmaligen Schmelzens
der nnsgeschiedenen Kieselerde mit Salpeter iiberhoben
ist. Der Platintiegel scheint bei Anwendung dieses Gemeoges kaum merklich angegriffen zu werden, wenn man
den Boden uod die Seitenwznde desselben zuvor mit
Soda, die mit etwas M’asser zu einem Brei angeriihrt
worden ist, iibenogen hat.
Nach dem Mittel von drei Gliihungsversuchen betragt der Wassergehalt des Wolchonskoits 21,84 Proc.
Der Riickstand nach dem Gliihen iufserte keine Wirkung auf den Magnet.
Da die von mir bei der ersten Analyse dieses Minerals erbaltenen Resultate bedeutend ron denen abwichen, welche B e r t b i e r erhalten
-
-
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hat, so wiederbolte icb die Untersiicbung noch einmal, bekam aber fast genau wieder dieselben Zahlenwerthe. Nach
dem Mittel beider Analysen bestebt der Wolchonskoit aus:
-
Kieselerde
Chromosyd
Eisenoxyd
Thonerde
Talkerde
Manganoryd
Bleioxyd
Wasser
Kaii
37,Ol
17,93
10,43
6,47
1,91
1,66
1,Ol
21,a4
Spur
9S,26.
Bemerkenswerth ist der Bleioxydgebalt dieses Minerals !
Da man in den wenigen Silicaten, in welcben bis
jetzt Bleioxyd gefunden wurde, aucb kleine Mengen von
Zinnoxyd wahrnabm, wie im Kieselgalmey, Cblorit u. 8. w.,
so unterwarf ich auch den Wolchonskoit einer Priifung hierauf. Es wurde nsmlicb der durch Scbwefelwasserstuffgas erhaltene Niederschlag von Scbwefelwasserstoffblei mit Schwefelwasserstoff-Ammoniak digerirt,
die Fliissigkeit sodann verdampft und der Rackstand
nach dem GlUben mit Soda auf Koble behandelt. Hierbci gab sicb jedoch keine Spur von Zion zu erkennen, sondern man erbielt nur einige hschst geringe Metalkheilchen, weicbe unschmelzbar waren, sich in Borax
nicht aufltken, und in Spuren von Platin aus dem Platintiegel bestanden.
B e r t h i e r halt den VS'olchonskoit fur ein Gemenge
von &Hs mit einem masserbaltigen Silicate von Talkerde und Eisenoxyd. B e r z e 1 i u s (a. a. 0.s. 196)
glaubt dagegen, dafs das Mineral ohne Zweifel ein Geinengc von ivasserhaltigeu Silicaten von Talkerde, Eisenoxyd und Chromoxyd sey.
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Da in dem Wolchonskoit der Sanerstoff des Cbromoxyds, Eisenoxyds und der Thonerde zusammen 9 vom
Souerstoff der Kieselerde betrlgt, und der SauerstofE des
Wassers dem der Kieselerde gleich ist, so kbnnte seine
Zusammensetzung vielleicbt durch die Formel:
K
1
2
...
i$23
1-
sa +9€i
ausgedriickt werden, wobci jedoch nicht uubemerkt bleiben darf, dafs diese Settigungsstufe des Silicats ungewijhnlicb, und ineines Wisscns iiur im Porcellanthon von
Passau von F o r c h h a DIm e r (s. Ann. Bd. XXXV S. 334)
gefunden worden ist.
XVIII.
Ueber den Boulangerit;
von C. Rammelsberg.
I n der letzten Zeit ist mehrmals die Untersuchung eines
aus Schwefelantimon und Schwefelblei bestehenden und
Boulangerit genannten Minerals mitgetheilt worden, welches iu seiner Zusammensetzung dein Rothgiiltigen aualog ist, und our stat1 des Silbers Blei enthalt, indem
1 At. Schwefelantirnon mit 3 At. Schwefelblei zu i b S S b
verbunden ist. Delnzufolge bildet diefs Mineral ein Glied
jener zablzeichen Klasse von natiirlicben Scbwefelsalzen
des hntimons und Bleis, deren Zusaminensetzung folgende Reihe darstellt :
Boulangerit
z b PbS
Federcrz
Plagionit
Jainesoiiit
Zinkenit
S b fib?
gb3 ;b+
&2
&3
S b Pb.
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