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Chemische Untersuchung eines Kobalterzes von Tunaberg.

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XI. Chemuche Untersuchung eines Kobalterzes
von Tunaberg; von F. V a r r e n t r u p p .
D a s genannte Mineral hatte Hr. Prof. G. R o s e die
Giite mir zur Untersuchung mitzutheilen. Es findet sich
in dcrben Partbien in dein Gemenge von Kalkspath, Chlorit und Kupferkies eiogewacbsen, worin der krystallisirte
Kobaltglanz vorkoinmt , und alle Krystalle des letztcren
enthaltcn gewbhnlicb grOfserc oder kleinere Mengen davon eingeschlossen. Es ist klliftig, abcr nicht erkennbar
~paltbar, im Bruch kleininuschlig , stahlgrau in’s Zinnwcifse, stark metallisch glanzend, von der Hiirte des
Feldspatbs, und von 7,131 spec. Gew. Farbe und Glanz
zeichiicn dieses Kobalten deutlich von d e n mitbrecbenden Kobaltglanz aus, so daCs es damit nicht zu verwechseln ist. Vor dem Ldthrohre verhiilt es sich ganz wie
Speifskobalt ; es giebt niimlich, auf der Kohle geriktet,
eineu starkeo weirsen Arsenikrauch, in einer offcnen
Glasrbhre erhitzt, bildet es cin Sublimat von arseniger
Saure, in einem kleinen Kolben liefert es beim Gliilien
einen Ring von inetallischem Arsenik. Mit Borax und
Phosphorsalz giebt das gerastete Mineral eine intensiv
blauo Perle. Nach der kUnlich von P l a t t n e r ’ ) bescliriebenen Metbode zur Auflindung h6chst geringer Mengen von Nickel in Kobalt konnte eine sehr geringe Spur
von Nickel nacligewiesen werdeo.
Die hnalyse, die ich in dem Laboratorium des Hrn.
11. R o s e anstelhe, wurde auf zweierlei Weisen ausgefuhrt. Bei dem ersten Versuche wurde das feiogepulverte Mineral mit starker Salpeterstiure in einem geriumigeu Kolben Ubergosscn. Es entstand hierbei eine schr
beftige Einwirkuug, die man, aIs sie abzunehmen be1) Poggendorff’r Annalen, Bd. X x x X y I S.30%
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gann, noch durcb Kochen so lange iinterstiitztc, bis AlIcs aufgcliist war. Es ist hierbei sehr zweckm~Csig, niir
raucliriide Salpetershre, niclit Kbnigmasser als Lbsungsiiiittcl anzuwenden , \veil. durch Salpclerslure das Arsciiik fast nur zu arseniger SIurc osydirt wird, und dicse
alstlann durcli Scliwefel wssserstoff weit leichter als die
IiOhere Oxydationsstufe vollstlndig gefiillt werden kann.
Die noch kochende Lbsung wurde sogleich in vie1 heih e s W a s s e r gegossen, damit sich niclit ctwa die arsetiige SIiure ihrer Schwerldslichkeit halber ausscbciden
kiinne, da sie, eininal herauskrystallisirt, selbst in Kbiiigswasser iiur sehr allinalig gelfist wird. Hierauf wurde
cine kleine Menge Schwefel, die sicli nicht oxydirt hatte,
abfillrirt , alsdann wurde durch Chlorbnrpni dic gebildete Schwefelsiiure niedergesclilagen, riiid der aus dein
erlialteneu schwefelsauren Baryt bercclinete Schwefel dcm
zuerst erwahnten zugezdilt. I)er iiberschiissig zugesetzte
Daryt wurde durch Schwcfclssure entfernt, rind nun Scliwefelwnsserstoff zur Fallung der arsenigen S l u r e in die saure
Fliissiglieit geleitet. rciachdeln alles Uburschlissigc SchweCelwasserstoff durch langeres Stelicn a11 der Luft bei gewiihnlicber Teinpcratur ciitfernt worden war, wurde das
Schwefelarsenik auf eiriern gewogciien E'iltruin gesaminclt,
getrocknet und gewogen. Die abfiltrirte, nochinnls init
Schwcfelwasserstoff vcrsclzte Fliissigkeit gab kein h e iiik inehr zu erkenueii. Ein Tliril des Scbwefelarseniks
wurcle abgewogen, iind ziir Bestimiiiun;: des darin enthaltenen Schwefels iiiit Kiioipvasser osyclirt. Ei~iTlieil
des Scbwefels, der sicli ausschied, warcle nach Iiiiigerer
Digestion abtiltrirt und besliinint, iu der Fliissigkrit wurde
durch Chlorbarpiii tlic gchiltlele Schwefekiure gefiillt,
und durcli hbzrig der dararis berechucten Menge Schwefel, ncbst der zuerst erhaltcnen von der abgenrogenen
Quaiititat Schwefelnrseuik, der Arsenikgehnlt in a l l e ~ uerhaltenen Schwefclnrscuik berecliiict.
Die von deiii Schwefelarsenik abliltrirtc stark siturc
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Fllissigkeit wurde langere Zeit erhitzt, uin alles darin enthaltene Eisen, das durch das Schwefelwasserstoff zu Oxydul reducirt war, in Oxyd zu verwandeln. Dann wurde
sie mit kohlensaiirem Natron gessttigt und durch bernsteinsaures Natron das Eisen gehllt, beim Luftzutritt gegliiht, und aus dein erlialtcnen Oxyd die in dem Minerale enthaltene Menge Eisen berechnet. Das Eisen war
frei von Kobalt, was nur dadurch zu erreichen ist, dafs
inan den Nicderschlag schnell filtrirt und ausslifst. Das
Kobalt wurde nun durch kaustisches Kali gePillt, gut USgesiifst und gegliiht. Da aber bei dem Gliihen nicht zu
vermeiden ist, dafs sich ein Theil zii Sriperoxyd oxydirt,
so wurde ein Theil in einer ReductionsrOhre abgewogcn, unter fortwiibrendem Lhriiberleiten von Wasserstoffgas gegluht, und aus der erhaltenen Menge von metallischem Kobalt die ganze, in dem Mineral entbaltene
Quanlitiit berechnet.
Vergcbens hatte ich mich zwei Ma1 bemfiht, auf die
von S c h e e r e r ' ) angegcbene Methode, durch genaues
Srttigcn der eisen- uiid kohalthaltigen Fliissigkcit mit
knustischem Kali, bis sich basisches Eisenoxydsalz bi1det, und durch Kochen die beiden Mctalloxyde vollstlndig zu trenneii. Nach dem Auswaschen fand sicli stets
Um nicht
wieder Eisenoxyd bei der Kobaltldsung.
jedesmal das Arsenik vorher durch Schwefelwasserstoff
entfernen zn miissen, was selir langwierig ist, und urn
noch einmal den Eisen- und Kobaltgehalt mit mbgliclister
Crenauigkeit zu bcstimmen, wo mOglich noch die geringe
Spur Nickel, die durch das Ldthrohr angezeigt worden
war, auf nnssem W e g e nachzuweisen, schinolz ich bei
diesen Versuchen das Mineral mit einem Gemrnge von
Salpeter und kohlensaurern Natron. Das hierdurch crzeugte arseniksaure, srhwefelsnure und iiberscliilssig angewandte kohiensaure Alkali konnte durcli Wasser leiclit
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1) PoggcndorffL Annalen Bd. XXXXIl S. 104.
50s
von den Oyyden des Eiseus und Kobalts getrennt werden; diesel liiste ich alsdann in Chlonvasserstoffslurc
und schied sie auf die oben angefiihrte Weise. Mehrere Versuchc, die durch die Lbthrohrprobe angedcutete Spur von Nickel auch auf nassem Wege sichtbar zu machcn, mifslangen, obgleich ich sowohl aiif die
von P h i I i p p’s angegebene Methode, durch kaustisclies
Kali aus der vie1 ammoniakalische Salze enthaltenden
Flossigkeit, als auch auf die von L a u g i e r vorgeschla.
gene, durch Oxalsaure das Nickeloryd zu fallen, mich
bcmtihte. Es ist jedoch bekannt, d a b bcide Methoden
nicht geuau sind, und da Hr. P l a t t n e r selbst die Giite
liatte , den gefundeuen Nickelgehalt durch eine L6throhrprobe zu bestitigen, so mufs wohl aogcnoinmen werden,
dafs die Scbeidungsmethoden auf nasseut Wege nicht hinreichend genau sind, uni diese kleiiie Menge anzuzeigen.
Die Zusaininensetzung des Minerals ist, nach meinen Analysen, auf Hundert berechnet:
Arsenik
Schwefel
Kobalt
Eisen
=69,139
= 0,900
=23,440
= 4,!145
98,744.
Betrachtet man nun den Scliwefel als von eiiier kleiMenge cingemengten Glanzkobalts licrriihrend, und
berechnet darnach, wie vicl Arseiiik und Kobalt damit
verbunden seyn miifste, so fiiidet man, dafs, , u m mit 0,9
Scliwefel Glanzkobalt zii bilden, 2,025 Arsenik uud 1,925
Kobalt niithig sind. Zicht inau diese VOII den bci dcr
Analgse crhalteneu Mcngen ab, iiud reclinet das den Kobalt ersetzeiide Eisen zu jenein hiiizu ( d a die Atomgewichte beidcr Metalle nicht schr von eiiiander unterschieden sind), so ergiebt sicli, dafs 67,434 Arsenik mit 26,SGO
Kobalt in dem untersuchten Mineralc rerbunden sind.
DCU
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Werden diese Verhaltnisse auf Hundert berechnet, 80
erhslt man :
67,434 : 26,S60=71,50 : 28,49.
was so nah als milglich mit'den Zablen iibereinstimmt,
die atis der FormeI dcs. Speifskobalts berechnet werden,
den11 diese verhalten sich wie 71,!31 : 28,19.
Es ergiebt sicli hieraus, dafs das Mineral ein grauer
Speifskobalt ist, oder ein Riarseniet des Kobalts, in welchein .ein Theil des Kobalts durch Eisen ersetzt ist.
Der Eisengehalt in dieser Varietlt ist etwas grllfser als
iu dein von S t r o u r e y e r , etwas geriuger aber als in dem
von H o f f m a n n ') untersuchten Speilskobalt.
XII. Neues firjdzren, urn Siihcrplattm atrf eine
sehr gleichf6rmige W e i s e mit eirier heliebig
starken Jotlschicht zu iihziehen;
con Dr. A s c h e r s o n .
Bekanntlich hat D a g u e r r e als die weseutlichstc Unvollkoinmenheit des von ihm erfundenen Verfabreus, deren Abstellung er lebhaft wiinscht, den Glanz der dazu
verwendeten Metallplatten und die dadurcli entstehenden
Reflere bezeicbnet. W e n n gleich diesc Reflexe das Vergniigen, welcbes die Retrachtung dcr Lichtbilder gcwtihrt,
einigerrnafsen stilren und verinindern kOnnen, so giebt
es cine vie1 michtigere Unvollkommenheit, die den Ndren
seiner Erfindung fiir wissenschaftlicbe Zwecke im lioheo
Grade beeintrticlrtigt: die Schwierigkeit, man kann wohl
sagen die UumBglicbkcit, auf die bisher bekannte Weise
die Platten rnit einer gleichm2ibigen und beliebig starken
Jodscliicht zu fiberziehen. D a g u c r r e lafst das J o d in
Substanz bei der gewdhnlichen Zimtnertemperatur verdunsten, und setzt die Platten in einem verscblossenen
Raume diesen Dampfen aus. Bei der groheu specifi1) hnnrlen, Bd. X X V S. 485.
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