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Chemische Untersuchung eines Lithion-Glimmers von Zinnwalde in Boehmen.

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VI.
-
Cherni@he Unterfuchung eines Lithion Gfimnters
von Zinnytalde in Boehmen;
von
C. G. G M E L I X .
K e i n FoTTl verdient w o h l i n M i e r e m Grade eine
durchgreifende Unterfuchung ale der i n den Urgebirgs -Formationen To allgemein verbroitete Glimmer.
W e n n w i r fchon diircli die Uiiterfuchangen yon
K l a p r o t h und V a u q u e l i n , und belonders durcli
die von H. R o s e in uiilerer Kenntnil's von der Natur
dierer Gattung u m vieles niiher gekommen find, To
bleibt docli noch lehr vieles zu tliun iibrig, nnd es
werfen Gch mehrere Fragen auf, welche fur jetzt
lcliwer zii beantworten feyn diirften.
Eine berondere Abtheilung der Gattiing des Glimmers, welclie durch die optifclien Unterliichnngen
yon B i o t und B r e w s t e r begriindet wiirde, best&
tigte f c h als lolche auch durch die Unterfiichungen
von K l a p r o t h , V a u q u e l i n und R o s e von der
chemifchen Seite aus ; die einaxigen Glimmer niimlich
unterl'clieiden Gcll von den zweiaxigen durch einen
betritchtlichen Gelialt an Bittererde, welcher den leteteren fehlt. Eine weitere Prbtheilung ergab fich aus
dern Lithion - G e l d einiger Glimmerarten, namentlich des Lepidolitlie und eiiiiger bei Chursdorf hi
Sacld'en vorkominendeli Glimmer. Diel'e letzteren,
welclie durch illre leicllte Schmelzbarkeit und durch
I' 2
,
I
216
I
dio I'iirpiirfarbe, welclie fie der Flaiiiiiie d e r Oellamp3i n der fie gcl'cliniolzen werden, ertlieilen, von den
iibri gen G I i 111nierilr Ien l'o lei ch t u nt erfcli ieden werden
koniieii, fclieiiien ficli von denl'ellen aucli iioch in andcrcn I3eziehnngen aaf eine merkwiirdige W e i l e zii
nntcrlclieiilen. So fand Herr B r e w s t e r +),welcher
aiif unl'ere Ritte die optifclie Structiir des LithionGlirnmers von Chursdorf'unter~iiclitc,tia1:i die eiiizeliieii B1:ittchcn derCelbeii aus Krylialleii riiit Einer Axe
vei*biindenrnit zweiaxigeri Kryl'tallen zulhmmeiigofetzt
f i n d , oline irgend eine fichtbare F n g c oder Z d a m nien~~crzungsfl~cl~c.
Diel'cr Umfiand liel'se vermatlicn,
dal.3 die einaxigen Portionen, wenn man fie von den
cweiaxigen geti*eiint unterfhchte, eine Ziifammenfetzung zcigen wiirden, welche von d e r der letzteren vcrf&ieden ware; man kannte o t w a glaiiben, dafs diefer
Glimmer ans Kali Glimmer I d Lithion- GlinimerPortionen ziifainmengeletzt wiire. Diel'e beltiinnite
Vermutliung wird judo& i l i i ~dem Grundc ganz n n walirl'cheinlicli weil nlle Portioiien diefes Glimmers,
I'elbfi die feinfien Splitter vor dem Liithrolir~fichauf
diefeibe We& zii verlialteii lciieiiien. Ware derl'elbe
a m K d i - Glimmer - u n d Lithion -Glimmer -Tlieilen
zufamniengefetzt j fo wiirden walirl'clieinlicl~die ICaliGlimmer Tlieilcheii fich unfchmelzbar oder wenig
rclimelzbar erweil'en und auch der Flanime keiiie Purpurfarbe mittlieilen. - Aach nocli i n anderer Hinlicht unterl'cheiden fich dielk Lithion - Glimnier von
denen, wclclib kein Lithion entlialten : nanilich durch
eirre-weit betrtIclitlicl~ereMerige von F l u f s h r e .
-
,
-
*) Edinburgh Journal of Science,
No. 1V. p.
906.
I
217
1
Nacltdein wir den Glimmer voii CIi urudorf aIg
Litliion - Glinimer erkannt hatter1 u i ~ t e r r u c l ~ t ewir
n
in dieter Beziehung aiiclcre Gliniincr welclio UXIS zu
Gebote Aanden, vor dern L ~ t I i r o l i r ,o h i ~ ejedoch einen zu findcn, der die charaktcrifiil'clicn Eigenfclit~ften
dei. Litliion- Glimmer bel'e1T;n Imte. Spater crriielten
wir einen Glimmer VOII Ziniiwald, den w i r L'ogleich
a h ~ ~ J I C Lillrion
J I
Clinin~ererkaimleir , irnd wdirend
wir niit der Analyfe deITcILrii ioiclrarligt wareii kani
iins dns 5te Heft des Edinburgli J o u r n a l of Scieiice z u
Geficlit i n wulcliem nocli iiielircre o n d e r e liielier Beziig Iiabende Tliatfacllen allfgezeic~llietfind. Ur. T u rn e 1. hatte bcre.its gefunden , d a C ~I'owohl die Glirnmer
von Zinnwald, 01s die voii AItenbrrg vor dexix Lsthrolir die Reactionen des Litltioii - Glimmers ,zeigen,
iind Hr. H a i d i n g e r hatto in der Samnilung des
Hrn. A1 I a xi melirere rolclie von Corriwall gefunden ;
aUf dierelbe W e i r e verliielt fich ferner ein deal 1,itliion -Glimmer von Clitirsdorf vollkommen Ulinliclirr
yon den Ural'l'clien Gebirgen, Nacli eiiier intereflantell Ueliierkiing d0s H e r r n H a i 3 i n ger fclieint 8s)
dafs die meifien Lithion -Glimmer niit Topas u ~ i d
andereii Mineralien, welclie gew6hnlicli die Zinnerze
begleitell, vorkonimcn. So konimt der Lepidoliill von
M ~ l i r e i ii i i i d der rsl'enrollie Glimmer voli Cllursdorf
niit Topas uiid Apatit vor; der d u n k e l p u e G l i n ~ m e r
yon Zinpwald mit Pyenit; der cornil'clle von St. Micliael's-Mou11t init Topas u n d Zinnfiein ; ein anderer
cornirclrer von Carclaze yon graulich\reil'ser Farbe ehtIlzlt k6rn;ge MaKen und kleiirc Kryrtalle von weirsem
Topas. Auf der andern Seite niiil's jedoclt benlerkt
werdeii, dab weder bei Brodbo i i o c ! ~bci FinLo Li-
,
-
,
,
,
[ 218
I
thion- Glimmer 6ch finden, ungeachtet die dort vorkomrnenden Glimmer Topas iiiid M L l t Zinnfiein mi
Begleitern ltaben, wzihrend dagegen die leiclit fchmelzbaren Glimmer in den Dolomiten des St. Gotthard's,
die hiichfi wahrfcheinlich Lithion-Glimmer find, nicbt
i n Verbindung mit i'olchen Foffilien vorkonimen *I.
Die Farbe des von iins unterfnclltell Glimmers
von Zirinwald ilt gelblich-graii. Er ift in vollkommenen Cechslkitigen Tafeln kryfialliht welclie Drofen bilden. KryRalle von gelblich-weifseni wolframrauren Kalk zeigen Iich auf ihm da. iind dort aiifgeyachfen.
Sein rpecififches Gewicht wnrde = 5,000 bei
i i o R. gefiinden; es wnrde mittellt eines mit einem
aufgefcliliffenen Glasdeckel verrehenen cylindrifclien
Gliiscliens beltimmt. Nachdem der Stein in dern Glaschen gewogen iind mit WaITer iibergouen worden
war, wurde das Glaschen nnter deli Recipienten der
Luftpumpe gebraclit , urn alle anhzngeiide Lnftblaschen zii cntfernen, liieraiif das Gliischen ganz mit
WaKer gefiillt, mit dem Deckel bedeckt iuid gewogen ~ iI:. w.
Fiir fich fclimilzt er vor dem Latlirolir aufserordentlich Jeicht Linter Aufkhiiumen , and indeni er die
Flamme purpurroth fiirbt , zii einer dunkelbraunen
,
-+
,
*) Wir haben bis jetzt blos Gelegenheit gehabt, zwei Glimmer,
welcbe in dieren Dolomiten vorkommen, einen weingelben und
einen filberfarbenen, vor dem LGthrohrs zu priifen ; befde befafsen d i e Charaktere der Lithion -Glimmer nicht uud waran
in hohena Grade unf'chrnelzbar.
r
2'9 3
Kugel. Diiiine Splitter fcbmelzcn: logar in der nioht
angeblarenen Flamine.
M i t Phosplior~alzfclimilzt er leicht zu ainer Perle, kelclie, fo laiige fie heirs iA, eiiie gelbe Firbe hat,
beim Erkrlieii aber farbloe wird. Es bleibt eip. Kiefell'kelet ~ngelafi. I n der oxydirenden Flamme zeigt ficli
jedocli eine merkbare Mangan -Reaction, die durcb
Salpeter vie1 M k e r hervorgerufen wird. Durch ei.
nen Sr6Cseren Zufatz der Probe wird die Maw
fcl~werfliilfig.
Mit Borax fclimilzt er unter Aufblahen su sinem
gelbeii Glas , in welcliem dnrch Salpeter die ManganHeaction gleiclifalls ficlitbar wird.
Mit Soda rolimilzt er zu einer brgunlich-gelban
Mare. Anf Platinblech iR die Maiigan -Reaction fehr
aiisgezeich n et.
Durcb Boraxflure und Eifen wird kein Pbo*
pliorciiien rcgulus erhalten.
Im Kolben erliitzt giebt or Spuren tot^ Feuchtiakei t.
-
A. Anrlyfe dorch kohlenfaurea Bwyt
a) 2,615 Gramnie dee mit der Scheere zerfchlttenen Glinimers wurden mit dem Fiinffachen ihree
Gewichts yon kohlenraurem Baryt gemengt und gogliiht. Es wurde eine wenig zpfgmmengebackene 8 r b
ne MalTe erlialten, wclclie Gch in S a l d h r r unter liarker Chlor Eniwickluiig auflblte, Die auf die gewiihhliohe Weire ausgel'chiedene Kielelerde wag ge&ht
1,209 Gr.= 46,255 pr. C.
I>Die Fliil'figteit w i d e nun mit Soliwefelf~uro
verfetzt uiid dpr Cchwefelliurr Baryt durolie Filtruns
-
c
920
1
mtfernt. Naclidem fie abgedampft worden war)
eineii grorsen Theil der freien Saure zu verjagen, wurde fie dnrch caufiirches Ammoniak gefzllt der entfiandene braiine Niederfclilag auf einem Filtrnm m s gewnl'dien, die Fliifigkeit felbR ziir Trockenhqjt abgedampft nnd der Riickfiarid gegliillt. Das gel'cllmolzeno Salz wog 0,589 Or. Es wnrde i n WarCcr geliifi
luld durch falzrmres Platinoxyd praecipitirt, die yon
dem Niedcrlchlag ahfiltrirte FliiRgkeit abe,edampft,
der Riickfiand gegliiht, w i d e r i n WaCleP geliifi, 11111
das metallil'che platin zn e n t f c h e n , abgedanipft und
gegliiht. So wurden 0,351 Gr. fcliwefelraures Lithion
erhalten = 0,110 Gr. Lithion = 4,206 pr. C. Fur das
fchwefelraiwe Kali bleiben mithin 0,257 Gr. = 0,12815
Gr. Kali = 4;goo pr. C. Das fc1iwefelCaure Lithion
wurde durcli el'fighires Blei in kohleni'aiires verwandelt iind das kohlenfaure Salz ziir KryRalliration der
freiwilligen Verdiinfiiing iiberlallkn j 00 bildeten fich
aber keine Kliyfialle ven koli1enr;lurern Natron und
die Fliil'figkeit lieferte zwei ganz kleiiie KryRalle von
doppeltkolilenCanrem Kali abgereclinct, welclie ficli als
l'olche dnrcli i111-oUnver~nderlichkeita n der Luft erwieC&, bh ans Ende kolilen ratires Lithion.
C ) Der darcli Ammoniak bewirkte braiine n'iederfclilag (in t ) wurde i n Snlzfriure galiifi iind mit einem Ueberf'cM's von caiifiifcher Kaliloliing gekocht.
Die aiie der alkalif'chen FInfEgkeit niodergefclilagene
Alnvnerde wog gegliiht 0,3698 Gr. = 14,141 pr. C.
Altkyde.
CE) Die von der Kalilauge turiickgelaITene braune
Mafb wvhrde i n 6alzf2nre g e M , iind ans dierer Anflafiing diirch bernfieinfanree Ammoniak das Eifen
,
,
,
I
pracipitirt. Es wnrdcn 0,47 Gr. Eifenoxyd erhalten
= 17,975pr. C.
[
22'
e) D i e FliilYigkeit wnrde jetzt m i t HydrothionAmmoniakwerlktzt der eiitfiandene Niederrchlag in
SalzTiture gelall n n d das Manganoxyb diircli kolilairfanretr Kali kpcliend gehllt. Ee wnrden 0,1196 Gr.
Manganoxyd erhalten = 4,575 pr. C. In der d u r c h
Hydrothion Amnioniak praecipitirten Fliiffigkeit
brachte, nachdem der Ueberf~IinTs des Hydrothionk
Aninioniake verjagt worden wnr, kolilenl'auree Kali;
welcliee daniit gekoclit wurde keinen NiederCclilag
melir liervor; ein Beweis der Abwefenlieit der Bitt erer de.
DieTm nacli beffeht diefcr Glimmer in 100 T h e i len aus:
Kielislerde
46,233
,
-
,
Alauiierde
Eirenoxyd
Manganoxyd
Kali
Lithlon
. .
. . 14,141
. .
. .
. . ,
. . .
17,973
4373
4,900
4,206
92,026
B. Analyfe durch kohlenfaures Natron
, mlt
befonderer Beriickliclitlgung des Fluk'sniure Gehalts.
-
0 ) 3,085 Granime des mit der Scheere i n ltlcine
Stiicke zerfcl~iiittenenGlinimers wiirdeli niit dem vierfachcn ilires G ewiclits von bafifcli kolilenlinrem Natron gemengt und cine Stuiide Iang eiiier heftigen
Rot l ~ ~l i i l i l i i t zaussefetzt.
e
Es wurde eino griiiie ZLIfaniniengerclimolzene MaPe erhalten a n wclcher da
iind dort siegelrothe Pnnkte ficlitbar waren. Wallkr,
,
,
durch welcliee dierelbe aufgeweiclit wurde fiirbte Gch
I:
229
3
rattgriin nnd es blieb ein brauner Bodedatz ungeliifi.
M a n liefs die griine Fliiffigkeit i n einein bedeckten
Glare lo lange Rehen, bie fie fich g h z l i c h entfttrbt hatte,
filtrirte fie hierauf u n d laugte die braiine Mare aiif
dem Filtrum mit kochendem WnDkr aus. D a jedoch
auf diefe W e i r e eiae V611ige Aiislaiigiing kanm erreicht werden ZLI kiinnen fcliien, l o wurde zuletzt der
Rfickfiand aiif den1 Filtrum niit kalter verdiinnter Salzfgure iibergollkn, welche denfelben mit ZuriicklaITung
von etwns gallerartiger Kiefelerde anflalte. Man widch
&ere letztere Ittngere L i t mit kaltem, lalzfciiirelialtigem
WaKeer, zulotzt mit kocliendetn WaITer aus. D i e Llzfanre AnflGfung wurde n u n durcli die ziierrt erhaltene
alkalifclie Fliiffigkeit praecipitirt iind der Niederfclilag,
nachdeni die dariiber Rehende Fliiffigkeit zuvor ziim
Sieden gebrncht und nachher mit einer Aiifliifiing von
kohlenfaiirem Ammonialc diserirt worden war, aiif
demfelben Filtrum nusgelaugt. D i e alkalifclie FliiCfigkeit wiirde nun mit Salzftiure iiberrgttig, 24 Stunden
Iang i n einer flachen Scliaale auf einem warmen Ofen
fielien g e l d e n urn die Kolilenltiure auszntreiben,
Irierauf i n einem luftdicht Z U verfchliefsenden Glal'e
durch falzLuiren Kalk u n d einen Ueber~olilufsyon Gnufiifcliern Ammoniak niedergefchlagen. Der niit der
nothigeii VorGclit gefammelte fliifshiire Kalk wog gegliiiit 0,4248 Gr. = 3,761 p. C. FlufsCiure. Bei einer
niiliereii Unterfiichung diel'es fliikfmren Kalks konnte
keine Spur von Phosphorrsure entdeckt werden. Ale
nach Entfernnng des fluManren Kalks die Fliiffigkeit
mit Salzrsiire iiberrsttijit und abgedampft wnrde, blieb
beim Wiederaufliifen inWalfer keineKiefelerdo zuriick.
L) Der von der alkalifclien FliiGgkeit (ina) durchs
,
Filtrum' getrennte Niederfchlag wnrde mit warmer
verdiinnter Salzl'aure aiisgelaugt , wobni e i n 'Tlieil der
Kiel'elerde zuriickblieb. Die f'alzfaure Aafl6fung wurde
ziir Trockenheit eingedampft und die ausgefcliiedene
Kierelerde aiif daflelbe Filtrnm gebracht ; Ge wog gegliiht 1,422 Gr. = 46,094 p. Ct.
c) Die FliiJXgkeit wiirde nun dnrch canltifches
Ammoniak praecipitirt und der entfiandene Niederf'chlag mittelfi KalilGf'ung, barnfieinlamen Ammoniake
11. ( f. in 22,191 p, Ct. Alaunerde iind 15,841 p. Ct.
Eirenoxyd zerlegt ; zugleich hers fich noch etwns Mangan adcheiden.
I-r, Die ammoniakalircl~eFliiffigkeit (in c) wurdr
abgedampft nnd das (in c) ansgel'chiedene Manganoxyd,
i n Salzliinre aufgelafi, zu derl'elben hinzngefiigt und
die FliilEgkeit nun durcli Mydrothion-Ammoniak praecipitirt. Das aus dem +hwefel-Mangan durch Behandlung mit SalzTaure und bafifcli kohlenfaurernKali
ansgelcchiedene kohlenfaure Manganoxydnl gab 3,109
p. Ct. Manganoxyd.
Die Analyfe mit kolilenraurem Natron gab daher
folgendee ReCdtat :
Kiefelerdb
Alaunerde
Eifenorgd
Manganoxyd
Flufsfdure
Kali
Lithion
. . 46,094
. . 22,191
. . 13,841
. . 2,ICg
. .
. .- ..
.
3,761
4,9CO)
4,206
-
nach A.
,
91,102
Legt man dagegen die Analyle A mil kohlenfaiireni Baryt zu Grunde, fo erhtilt nian :
I
Kiefelerdo
224
.
.
.
.
.
1
46,233
.
EiFenoxyd
. 11,913
Manganoxyd
. 4,573
Kali
. . . 4,9m
Lithion . .
. 4,no6
Flufshure
. .
Alaunerds
14.141
,
3,7b[
95,787
Bei der Vergleicliiing diefer beiden Refiiltnte er-a
giebt fich eine betrttclitliclie Verl'cliiedenheit i n der
relativen Menge der Alaunerde nnd des Eifenoxyds,
ungeaclitet der nnalyfirto Glimmer von einer und derfelben KriRalldriife genommen worden war. In beideli Fallen wiirde die Alaiinerde von dem EiCenoxyd
diircli einen Ueberfchiil's von canltil'c'cliem Kali ge trennt lo dafs die alkalirche Fliiffigkeit d t d 1 Zulhtz
von etwas Salzfzure zwar getsiibt wurde, die Triibnng
aber diirch Umriihren wieder verfcliwand. Auch liifie
fich das Eirenoxyd bei A h i d B diirch miifsi~eDigefiion in Salzl'aure vollkomnien anf. Da Eirenoxyd
u n d Alannerde ifomorpll h i d , 10 ld'st es Gcli wohl
einfeheii \vie beide eina~iderwechfelfeitig verireteii
kiiiinen ; auffallend bleibt eu aber anf jeden Fall, dars
nnmittelbar zufilmmengewnclif~neKryfialle l'olche Verfcliiedenlieiten zeigen. Ein tilinliches Verlinlteii liat
iibrigens Herr P, r e d b a r g bei Granatcn von Sala
wahrgenommcn welcl~eden1 AuITehen w i d dem Verhalten vor dern Liithrohr iiacli einander vollkommeii
glichen, dort fand Gch nocli iiberdiefs Bittcrerde dnrcli
den niit ilir ilbniorphen Kalk vertreten. -Es rid's jedoch benietkt werden, dal's der Sanerfioff der AlaoneFde
fanimt derii des Eifenoxyde bci B 8rol'ser ifi als bei A..
,
,
,
r
236
I
C. BrRimrnung des WarergeBaltd.
2,167 Oramme Glinitner bviiiden i n cinrni Platitltiegel eine Stunde lang eiiier fblir heftigen Hitzc? atisgefetzt. Es lvurde eiiie grauliclil'chw~rze ge~chrnolzene Mane eflinltea, und dPr CrewiclitsverlitR betriig
0,83111. Ct. Diel'es eiitlpi.irlit daher bei weitrni iiiclrt
der gaiizen Menge der FliiIsI$ure; u n d wcnn die Fliilsfiinre wirklicli diircli$ GluIlen ausFjetriebed wiirde, l o
Wirde Re 81s Kiel'e1flul'slfi~n.eentweich en, u n d dei* Gewichtsverliili niiikte dalicr d a s Gewiclit der wirklicli
i i i dcni C;liinnier elithaltenen Flnl's'sl'riire UYII vieley
ziberfieipcw. Da noch iiberdiefs dielkr Glimrncr, weiin
er fiir Gch i m KoIben erliitzt wird,Spuren v o i i .k'eoclitigkeit voii Gcli iebt, to miiclite wohl der erhaltene
Gewichtsverliifi L n i grijkteii 'Theil iiacli a i d Reclinnng voii 1iygrosI.opifclchem Watlkr gelchrieben wer-l
den diirfen. Um jrdocli v a l l i p Gewivil'slieit dariiber
zii erlialten dal's dic FlufsTiil?re durchs Gliilicn ails
diereni G1ininier niclzt aiiseetrieben w i d , wiirdc tler
~el'clin~olzeneGlimmer init dem 4faolieii leinee Geyiclite von baGfch kolilenfaanrem Natron bedeckt ilnd
von neiiem ei'ner fehr hefiigen, 2 Stunden lange anliaitendeii Gliihhitze nusgel'etzt. Die Mare wnrrle i n
Wall'er aufgeweiclit und mit kocliendeiri WalTer ailsDer nicht anfgelolte T h e i l k f i o ficli in S a l p
ZuiiicklalTung yon etwas gallertartiger Kie=
l'elerde giinzlich nmf; das Gliihen rnit kolileii!'anrem
Nat r on h a t t e mi t h in ei ne vollR8n d i 6e A u f l ~ h bCell
e n8
bcwirkt. Die alkalifche Fliiffilgkeit wurde mii kohlen-
,
fi!;:%it
2
226
I
geliellt r e p lamen, ob did griiraere Menge FldsI'zure,
welche in diefem letzteren Verfuch erhalten wurde,
einzig dem Unifiand zuzurchreiben ift dafs zur Austreibung der Kohlenfiiure fiatt einer etwas erhchten
Teniperatur blos Aufhebung des Luftdrucks angeWand t w nrde.
,
Zufolge den in A und C erhaltenen Refultaten
wird die Zufanimenlitzung dieles Glimmers folgende :
... ... 46,233
14.1414
17,973
.
.
4,573
.. .. .. 4,900
4,206
.
.
8,530
. . . 0.831
Kiefelerde
Alaunerde
Eirenoxyd
Manganoxyd
Kali
Lithion
Flufsfaure
Waffer
101,381
W e n n man einerfeits die Allgemeinheit des Vorkommens der Flulsftiiire in den Glimmern andererI'eits die fehr betrhhtliche Menge derl'elben in den
Lithion - Glimmern in Erwiigung zieht, fo mufs man
liclr iiberzeugen dab diefe Squre fiir den 'Glimmer
von einer grol'sen Bedeutung ifi, wenn fie anch pleich
in manchen Glimmerarten nur in Tehr geringer Menge enthalten leeyn l'ollte. Es fclleint i n dielkr Beziehung ein nnmerklicher Uebergang vom Glimmer zu
dem Talk Stait zii finden, To wie a u c h in Hinficht des
Bittererdgehalts von dem Talk 211 dem Glimmer durcli
die einaxigen Glimmer ein Uebergan~gebildet wird. Auch in Abficht aiif geognofiiTclie VerlidtnilT'e zeigen
ficli Uebergirnge vom Glimmer Zuni Talk; hiiufig erfetzt in den Urgebirgen Talk den Glimmer, u n d vom
GhmmerIchiefer findet oft ein unmerklicher UeberGang znm Talkfchiefer Statt, 10 daTs bisweilen nicht
einmal die Farbe fich iindert, wenn die eine Gebirgsart in die andere fibergelit. - Ails einer ver leicheiiden nnd aus edehnten Unterliichnng verfAiiedener
Ta'Ike mit folc ien Glimmern namenhicli, welche linter
alin'licheti VerhtiltniKen vorkomnien wiirden fich gewifs in mehrfaclrer Bezielrung interelT'ante Rehltate
ergeben.
,
,
f
,
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