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Chemische Untersuchung einiger Abnderungen des Augits und der Hornblende.

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577
In. CJiemisch Untersuchung einiger AhLbderrrngrn drs Augits und dcr Hornblende;
cot2 1 K u i l e r n a t s c h aus P r z i b r m .
D i e genauere Kennlnifs der Zusamnicnsetznng mcbrerer
Varieliiica vom paratouien Arrgitspath des Hro. Professor M o h s (Haiiy’s Pyrorkue), verdanken wir den Untersuchuiigcn dcs Professors H. R o s e , S c h w e i g g e r ’ s
Jooriial fur Clirtnie und Physik, Bd. X X X V S . 86. Es
geht daraus im Allgeineinen hervor, dars die Mineralien,
wclclie die Gestalt uud ‘I’heilbarkcit des Pyioxens hnbcn,
Zweidrittelsilicate von Kalkerde, Talkerde, Eisenorydul
uad R l a ~ ~ p n ~ x ysind.
d~I
K l a p r o t h fand im lnuscliligen Augite aus dem Rhougebirge und in dun schwarzen krystallisirten von FrasCali, eben so V a o q u e l i n in dem voin Actna ein etwas
abweichciides Mischiingsverbaltnifs, nameutlich aber einen
Gchalt an Thonerde von 5 und niehr P r o c (S. Beitrage,
Bd. V S. 155 ctc.) Ich fijbre die KesuItate dieser Untersuchuogeu nebst den berechneten Sauers(off1ncngen an,
urn sie mit den von mir erhaltenen vergleichen zu kiinnen. Die Oxyde des Eiseus und Maugans bIaclite ich
aIs Oxydule in Recbnung.
D e r muscblige oder gemeiue Augit aus dem Rhbngebirge bcstebt , aach K I a p r o t h , am:
578
Eiae rchwarte
Eine rchwirrlich Iauchgriine
Varietit.
Sauerrtoffgelralt.
Kiesclerde
Thonerde
Kalkerde
'l'alkerde
Eiseuosydul
Maoganoxydul
KaIi
Wasser
52,c)O
5,75
14,oo
12,75
11,OO
0,29
Spur
27,Ol
2,68
3,93
4,93
230
Sauerrtoffgchelt.
55,OO
530
13,15
12,50
9,s7
Spur
25,57
2,56
3,86
4,93
2,24
-
0,25
l,oo
96,OO
97,62
Der Augit von Frascati bcstebt, nach Dcnisclben, aus:
Sauerrtoffgcbalt.
Kieselerdc
Thonerde
Kalkerdc
Talkerde
Eisenoxpdul
Maoganorydul
KaIi
4S,OO
5,OQ
24,OO
8,75
10,77
0,93
21,93
2,33
6,74
3,38
2,45
0,20
Spur
97,45.
D er Augit vom Aetna enlhalt, nach V a u q u e I i n :
Saucrstoffgehalr
Kieselerde
Thonerde
Kalkerde
Talkerde
Eisenorydul
Manganoxydul
52,OO
3,33
13,20
10,oo
13,16
1,86
27,Ol
1,55
3,70
3,87
2,99
0,4l
93,55.
Den Gehalt an Tbonerde im Augit von Frascati
bestatigte auch Prof. H. R o s e a. ar 0. S. 109; er fand
5.79
die Menge dersclhen in einer Analyse 5 , in einer andern 7 Procent.
uer fiiigit, ,veIcher diese Abnorniit;it in dcr Zusammenselzulig zeigt , findet sicli als einzelnc Krystnlle und
Kbrncr in vulraiiiscliem Gestein eingewachsen, wiilirrnd
die voln Prof. R o s e analysir[en AbRnderungen rneist griifsere kryslallioisclie Mnssen auf den Magiieteisensteinlngern ScIirvedens bilden. Es schien dalier von Jiitercsse
zu seyli, clurcli eriieiite Uutersucbungen die Rlischiiiig
jener VarietSlcn auszriinitteln, iini so mehr, als man sich
zugleich der Hoffiiriiig Iiingcben durftc, 'falls sich dcr &halt an Thoiierde in inclirercn derselben bestatigrn wurde,
bestiinmen zu kbnnen, welclic Rolle dieser Bestandthcil
- dessen Gegenwart in dcr Hornblende und irn IJiallag
uoch nicht entrzthselt ist - unter den Geinengtheilcn
des Arigitcs spiele.
Diers war die Vcranlassiing zii den Analysen, dcreii Resultate in Folgendem mitgetlieilt werden. Prof.
H.. R o s e hatle die Gute rnir zii crlaubeii, sic in seinem
Privntlaborntoriuin auszufuhren , als mir im vergangcnen
Jabre das Gliick zii Theil wurde, niicli unter seiner Leilung in aiialytisclien Untersucliuogeti uben 211 kiiniicn.
Das nillhige Material nchst dcn Sotizcn uber das
Vorkommen der von mir untersuchtcn Augile vcrdankc
ich der Gefilligkeit des Prof. G. R o s e .
W a s den Gang dcr Untersuchiing betrifft, so ist er
zu bekannt, um einer besondercu Erw;ihnuni; ZII bcdiirfen. Man fiiidet ihn im Eingnnge der oben erwviihiitcii
Abhandlung des Prof. H. R o s e ; ferncr in v. R o n s d o r f's Untersuchuog der Hornblende, S c h w e i gg er's
Journal, Bd. X X X V S . 123; dekgleicben in K i i h l e r ' s
Abhandlung uber den Schillerspath, diese Anna]. Bd. XI
S . 203, ausfiihrlich beschrieben. Ich bedieote rnicb indefs sowohl zum Aufschliefsen des Minerals nls ziir FsIlung der Talkerde iiiir dcs koldensauren Katroiis, weil
letzteres, Frei von Kieselcrdc, leicbter kliuflicli zii er!lnltcii
39 *
580
ist als koblensaures KaIi, und weil jenes selbst zur FaIlung cler 'l'alkerde, bei ~ehfirigerVorsicbt, gleich gutc
Dieuste leistet. Man kann n5tnlich die Bildriiig des schwer1i)slicIici~Uoppelsalzes von kolilctm~*~
CUI Natron iiiid kohlensaurer l a l k e r d e jederzcit vcrliiiten, wcnn ma11 bcim
Eiiidampfeu der Fliissigkeit das hohleusaurc Alkali ziir
Zerstiirung des Ainmoniaksalzes nur allinBlig und in so
kleinen Quantitaten zusetzt, dals nicht durcli einen Ucberschuls dessclben ein Niederschlag Ton Talkcrde entsteht.
Hat man aber gegen das Elide der Operatioii, uin die
'I'alkcrde zu liillen, einen Uebersclitils aii lioblensaureui
Natron biozugefiigt, so wendet nian sogleicli Kochliike
an, und darf die Operation iiicht inelw unterbrechen, bis
die Talkerde a d s Filter gebraclit ist.
N u r einmal, als ich das Eindampfen zu iititerbrechen
genbtbigt war, naclidein bercits kohlensawes Pl'atroti iiii
Ueberschuls zugesetzt wordcn, gescliah es, d a l s sicli das
e r w h t e Doppelsalz bildete, uiid es gelaiig mir nicht,
dasselbe wieder zu zersli)ren, wiemohl ich die Flussigkeit bis nahe zur voilkomriienen Trockiiik abdainpfte uud
bicrauf den Niederschlag noch lingere Zeit niiskochte.
Der fein gepulverte Augit wird durch Schmelzen mit
kolilcusaiirem Natron bei halbstundigem GIiihrii in eiiiem
gew8bnlichen Wiridofen aehr leicht uud vollslYndig aufgeschlossen, olinc dafs man niithig bat, das Pulver zu
schlsmmen.
Bur eine Untcrsuchutig geschah durch Zersctzcn des
gescblammteii Minerals wit Fluorwasserstoffsaure.
Eiii
Gehalt an Alkali wurde nicht aufgefunden. Diese Methode gewlhrt aber, davou abgesehen, dais man die Kieselerde aus dem Verluste bestiinmcn muls, keine Bequeinlichkeit, weil inan bei dem grofsen Gebalfe des Augits
an Kalkerde nach dem Vcrsetzen des mit Fluorwasserstoffsaure digerirten Pulvers wit Schwefelssure und Abdampfen zur Trockuifs eiae bedeutende Menge Gyps cr-
561
halt, zu dessen hul1i)sung cin grofses Quantum Fliissigkeit erforderlich isf.
D c r Gehalt an Mangan, wovon unwzgbare Spuren
in jedein Augite vorkomnien, wurde nicht bestimmt, untl
bcfiiidet sich daher in der Talkcrde.
1. h u g i t v o m Z i g o l o n - B e r g im F a i s r t h a I .
3 bis 4 Linien lange Krystalle von d e r gewfihnlichen Foriii der eiiigcwachsenen : theits einfache , tlieils
Zwillinge. Sie siod glattUSchig, jedocli nur von inatlein
Glasglanz, unvollkomaicn spnltbar, yon griinlicfi schrvar
zcr Fnrbe, t~ndurchsichfig. Uas spec. Gewicbt fand icb
bei + 1 7 O R. =3,3.?8
Sie koitimcn in ciueln Augitporphyr mit griinlichscbwarzer Gruiidtnasse eingewachseo vor, in welchem
sich d s c r ihucii noch eine g r o k e Mcngc klciner w i her Krq-slalle betintlet, die wahrscbeinlicli Labrador sintl.
U e r Augit liegt uur sparsntii in tlcr Grundmassc, kiltit
sich leicbt herauslilseii init kiiiitcrlassung von glatten Eindriiclien.
Zur Analysc wurdea iiur cinfnche, frischc Kryshlle
gcnonuneo, uod da selbst diesc bcim %ersclilageii im Innereii LYllfig Klufte zcigten, die init Eiscntlwn ausgcfullt
zu seyn schieiieii, uiir die reiusteu Stuckclieii ausgesuclt.
Das Resultat Y O U t w c i Uotcrsuchuugeii war:
1.
Kieselerde
Thonerde
Kalkerde
Talkerde
Eisenorydul
1.
50,09
50,15
439
2033
13,93
19,57
- 11.16
-
__---
100,10
-402
S;luerstoff:chelc in
26,03
1,97
13,JS
5,49
5,21
12,o.i
2,74
99,26.
KO.2' .
582
11.
A u g i t v o m G i l l e n f e l d e r M a a r i n d e r Kif'cl.
Krystalle, welche in dcr Gegend dcs Maars lose
gefuudeu werden.
Sic siiid uber 1 Zoll groi's uud von
der Form der eiiigewacbseucn Krjslallc, glatlflticbig, g l h zend, mit ziemlicli vollkouiincnen 'I'l~eiluiigsfliicben. Ihre
Farbe ist schwarzlich Griin; sic sind nur au den Kanteu
durcbscbeiucnd.
Das spec. Gew. fand ich bei t 1 7 O R. =3,336.
Die Resultate der ersteii z k e i Annlpsen diffcrirten
Bcsonders im Gchalt an Kieselerde iiud 'I'bonerde iiiclit
uobedcutend, so d d s icb bei l ~ i n r ~ i c h e ~vorl~andeiiem
id
Material die Uutersuchung nocb zwei Ma1 wicderholte,
eiiimal unter hnweiidung von F1uorivassersforfsfs;;ure.Aber
aucli diese Resultate stilumen unler eiiinnder uiid niit den
friiheren nicbt gain iibereiii. Die verschicdeiicn Briichstiicke dieses RIinekals scheiucn in ihrcr R.Iischuiig selbst
verscbiedeu zu seyn, wie auch Prof. H. R o s e bcitn griiuen Malocolith von Bji)rmyresvcden geftinden hat.
Uas Ergebuik dieser vier Analyscu, wovou No. 3
iiiit Fluorwosserstoffsaiire geschah, war:
1.
2.
3.
4.
Sauerstoff in KO.4.
Kieselerde 49J9 47,05 48,76 49,39
25,63
'I'hooerde
6,67 5,16 4,99 6,oo
2,83
6,30
23,26
2246
23,77
Kallierde
22,54
13,93
$39
'I'nlterde
12,12 15,35 15,75
5,39
1,6S
Eisc.iioxydul 8,02 7,57 7 2 1
---99,lJ. Y9,90 1uo,uo YYI2S
Ill. , l u g i t a u r d e n t R h G n g r b i r g e .
Findet sich in ;bis 1 Zoll grolsen unregclm2rsig
begraiizteu Individuen, die aber nach den gewri)hnlichen
Richlungen deutlicb spaltbar sind. Sic sind von schwarzlicligruuer Farbe, an den Kanten stark durcbscheinend.
Die Theilungsflachen siud vollkomcnen, doch uuterbro-
583
chen; der Bruch ist unvollkommen muscblig, stark @nzentl.
Das specI Gew. fand ich bei + 1 7 O R. =3,347.
In zwei Analyscn erhielt ich:
Kieselerde
l'honerde
Kalkerde
Talkerdc
Eiscnoxydul
IV.
1.
2.
50,11
6,68
18,66
lb,72
7,55
50,73
6,47
l8,90
16,91
7,26
98,72
100,27.
Saurrrtoff i n
No. 2.
26,35
3,02
5,30
6,51
1,64
h u g i t v o m Actnr.
Lose schwiirzlichgruile Krystalle mit starkcm Glasglanz auf deu Krystallfllchen. Nur in Splittern durchscheiiicnd. Die Tlicilbarkeit nach den gewiibnliclicn Richtungen undeutlich wahrnehmlar; 13ruch unvollkoinlncii
muschiig.
Spec. Genicht bei + l T O l\. =3,359.
Die Untcrsuchuug gnb:
SaucrstoTTgelidt.
Kieselerde
Thonerdc
Kalkerde
Talkerdc
Eisenoxydul
50,55
J,b5
26.26
22,29
13,Ol
7,96
6,26
5,03
2,26
1,81
9S,6G.
Y. A u g i t
aus d e r L a r a vom Vesuv.
Kleiue grasgrfinc, stark durchscheinende Krystalk,
welche in der aschgrauen Grundmasse dcr Lava zielnlich
Sedrangt licgcn.
Die hnalysc gab:
584
Sauerstof'fmengon.
Kieselerdc
Thonerde
Kalkerde
TaIkerdc
Eisenory dul
50,90
597
22,96
14,43
6,25
2G,14
2,50
6,4 4
5,58
1,42
99,91.
Ueberblickt man die Resultale rorsteliender AnalyBen, so sieht man, dafs cs niir w a r gelungen, einen ziemlich constan!en l'honerdegehalt in dco uiitersucliten Augiten nachzuwcisen, dafs aber linter den Sauerstoffmenget1 der Bcstandtheilc ciii VerliBlfnifs stattlindct, welches
nach den gegennsrtigen Anforderungen d e r Wissenscbaft
es eben so unbegriitidet rind willkiilii lich erscheinen kifst,
wcnn inan die l'hoiicrde zii den elrktrooegativcn - als
wenn inail sie zu den elekfroposifiven Gcmctigthcilen
recbnct.
Im erstcron Fall ist die Saucrstofftnctige dcr
Bascn zu klein, im letztcreii zu grofs, urn cine Verbindung ZII geben, in wclcher dcr Sauerstoff dcr S h r e das
Doppelte von doin cler Base sey. Am meisten njlhcrt
man sicli dem gefuudcnen Resultat, wenn inan dic KieEelerde ein Bisilicat tind die 'I'ltoncrde, mit detn geriiigeu
Ueberschuls an l?ascu ein 'I'rialutninat Lilden IRfst; alleiii
PO l ~ o g eman derlei hlumitintc mit enfsprcclieiider Kr-ystallforin nicht nachweisen kaiio, diirftc diese Atisicht
keinen hijhrreu W e r t h verdiencn, als jenc, vermijge welcher inan dic Tliotierde als unwesen!liclt aus dci Rliachut~g
ganz wegl.ikt. Das gefundene Resuliat nibcrt sicli daiiu
ebenfalls eiiiern Bisilicat.
Es srheitit in der Tbat, dafs pine Veruurcinigung
der Kryslalle mit einer frenidnrligen M x s e , die auch Hr.
H. R o s e a. a. 0.beinetkt h a t , die Ursaclie spy, weshalb die Analysen kein entscheidendes Resullat gcbeii.
Denn man findet hbchst sclteii Krystalle, die iu ihretn
Inneren durchgangig eine frische, holnogeiie Beschaffcn-
585
licit zeigeo; 8ie sind vieliiiehr * h r hiiufig t o n bleinen
Klijften und vcrwilterten Stellen unlerbroclien. Hatte
oiclleicht d r r ails einer zlhen , geschinolzen - gcstaltloscn
Masse krystallisirende Augit nicht die Kraft, iin Moinciitc
seiner Bildung erstere vollst2iidig aus seioeui narinic zu
verdrangen; blieb er von einein ‘l’heile derselbeii durrh(]rangen, und war dieser Theil der glasigeii Mnssc defslialb reich a n ‘l’honerde, weil letztere in die Bildiing des
An$
iiictit mit eingingt
D a indefs auf der andern
Seite die Thoiierde ciiien wesentlicbcn Bestandlht-il in
get5 issen Horiibleiidcn aiisinacht, I Y P S nach v. 13 o ii s clorf’s Untcrsuchungcn uiid bei einem Gchalt his zii 13
Procent kaum zu bczweifelu ist, so kbnntc sie wohl niich
\I esentlich zur Ziisnmmensc:rling einiger Augitc gcliiircn,
weiiu es niich fur diefsinal iioch uiientschieden hleibcu
uiiifs, in welcher Verbiodiing sic dnrin eiitlial~ciiist.
Den Atifit nus dein Fassatlial uiid Hhiiiigebirgc linbe
ich aiicli niif Fluor untersucht, iiidcin icli das gesctil:iminte
Pulvcr uiit drin 4 fachen Cewiclit kolilensaiirpii Natroiis
durch cine Stuiitle iiii stsrkstcn Feuer einrs Wiiidofens
schinolz, dica geschinolzeue Mnsse aiislaiigte, die crlinllece
Flussigkeit in ciiirr Plaliiiscliale eindainpflc, die Salziiinsse
wicder in Wasser Ibste, \ o n der nbgeschiedeiieii Kieselerde trciiiiIla, i i i i t der Salzsiiurr ubcrsiilligte, nncli dem
volls t ;in dig en En I w vi c hen der KOh lensiiure mi t Amniouiak
iin geriiigen Ueberschiisse iieuti alisirte, uiid Iiierauf i n einer wohlversrlilieCsbarcn Flarche mit einer hiiflbsung von
Clilorcalciriin versetzte. Es ist mir jedoch nicht ficliinF C I I , einen Gehalt an Fluor auf dicsc W e i s e zii cntdecken.
-
Ee s e g mir zum Beschlusse dieser Millhei~ungeniioch
erlaubt , das Resullat dcr Zerlegiing dreier Mincralsiibstanzen anzufiihren, welche zwar dem W‘escn nacb ziir
Hornblende gehdren, weil aie wit dersclben die untcr
686
+
-
einem Winkel VOII 124" sich schncidenden Theilungsflschen gemein haben; vou deiieu aber die eine die Krystallform des hugits hat
dcr Uralit des Professors G.
R o s e , wahrend die anderen beiden aufser der erwshntcn noch cine dritte gleich ausgezeicbnete Theilungsrichtung haben, welclie die stumpfe Kaiite des Prismas von
1260 abstumpft.
Den Uralit aus dcr Nahe des Baltym-See's, zwischen Katharinenburg und detn ndrdlich davon gelegeneii Dorfe Mostowajn im Ural, hat Prof. G. R o s e in
clicsen Annaleo, Bd. XXXIII S. 21, beschrieben. Er bildcst 1 bis 2 Linim lange Krystalle, die in ciuer grnulichgriincn Grundinasse zerstreut liegeu. Sie sisd von SChWiiR1ic:hgrSner Farbe, auf den % !ieilungsfl%hen zart gestreift,
perlmuttergl~iiizend, scliwach a n den Katiten durchscheinend und von der Hiirte des Apatik. Das spec. Gewicht
einer kleincn Mcnge von dcr Grnnclmasse sorgfjiltig beftrifer Krystalle fand Prof. (;. R. R o s e =3,150. Diesclbe Mctigc wurde zur hualyse genommen.
Ich crliielt:
+
S a i i e n t u ff-
gchalt.
I< i es el erd e
53,03
Tho t i crd e
456
Knl k erdc
12,-17
'l'alkerde niit einer Spur Rfangan 12,90
Eisenoxydul
16,37
27,55
2,12
8,50
4,99
3,72
99,35.
Das zweite Miricral ist ciiic Mornbleudc von dcr
Kienrudgrube bei Kongsberg in Korwegeu. Sie findet sich
in grobkornigen Znsainmenselzun~sstijcken von schwiinlichgruncr Farhe, ist stark an den Kanfen durcbscheinend, und hat, besonders auf den Fllchen der drittcn
Theiluogsrichtung (parallel der Abstumpfung der stumpfen
Scitcukante des Prismas von 12.1" +), eincu lebhaften perl-
587
oiuttcrartigcu Glasglanz. Sie ist aucb nocb dadurch merkwurdig, dafs sic init dcin Anthophyllit vorkoinmt, der
niclit allein ebenfnlls die Spaltungstlachen der Hornblende,
sotidern, nacb V o p e l i u s (diese Ann. Rd. XXIlI S. 335),
auch eiiie gain ahulichc chelnische Zusamrncnsetzuug ivie
diesc hat.
Die Uotersuchung gab:
Sauerrtoff.
Kieselerde
Thoncrde
Knlkerdc
‘l’alhcrde, manganhnltig
Eiseiioxydul
49,07
9,24
10,33
20,29
9,77
25,49
4,31
2,90
733
2,22
96,70.
Das dritte obcn erwzhnte Mineral eodlich ist eine
Hornblende voiii Dorfe La Prese, zwiscben Borinio uiid
‘l’irauo i i r i Vcltlin. Sic ist voii brauoer Farbc, fast metallischein Perluiuhq$auz, schwach an den Kaolen durchscheiiiend, liat die I l j r t e des Feldspaths uutl eiii spec.
Gcniclit von 426s bis 3,301 (s. B r e i t h a u p t ’ s Cliaraktcristik dcs Miucrelsystems, S: 13G). Sie bildet den Gcluengtheil eines st.Iir g r o b k h i i g e n Gabbro, und ist durch
die rcgelinzlsigc Verwachsung init dem Diallag mcrkwiirdig, in der sic sicli fast stets findet. (Siehe G. R o s e ,
in diesen hiinal. Ud. XXXIV S. 17.)
Nach der Uiitersuchuug bcsteht sie aus:
Sailerstoff.
Kieselerde
J5,31
Thouerde
1 I,SS
Kalkcrdc
10,19
‘l’allierde , mangnnhaltig
11,28
Eiseooxpdul
15,93
Kieselerdclialtige Titans%ire, wahrscheiiilich VOII eiogespreugtem Titaneisen hcrriihreud
0,66
98,35.
2333
3,3 L
2,9 I
53’2
3,26
5&8
Kine Untersuchuog auf Fluor wurde niit diesen Mineralien nicht vorgcnornmen; cs durfte iudeis bei ihrer
nahen Verwandtscliaft niit der Moriiblrnde m eincin Gehaltc daran kaum zu tweifeln scyn. Einc Forincl lll‘st
sich flir die Zusamincnsetzung derselben auf eine ungezwungene Weise nicht geben. D e r Uralit nlihcrt sich
einein Zweidrittel - Silicat , wenn inaii die Thoncrde mit
zu den Basen rechnct, und die beiden Hornblendcn, wcnn
man sic ganz aufser Acht Irlst.
Ich verhehlc mir kcincswcgcs, Jars icli durch allc
diesc iniihevollen und zeitraubcnden Untersuchungeii der
TtSissenschaft keincn, oder doch nur cioen selir geringcii Uicnst gelcistet habe. Icb traste inicli abcr daiiiit,
Aiideren cine Arbeit erspiirt zu hnben, die ausgefulirt
werden mufsie, uin GewiCsheit zti erliallcn , dafs liiervon
keiii Aufsclilurs zu Iioffen spy. Diefs allrin m6ge ihre
Mittheilung reclrtfcrtigru in deli Augen jcner Lrscr, welc h , gleicli mir, weiiigcr gefuudeo, als sie crwartet.
IV.
Ucber den Plngionit; con K u d e r n a t s c h .
D i e s r s Mineral ist vom Prof. H. R o s e aoalysirt
den. Er faud darin:
Blei
Antimou
Schwefel
WOL’-
40,62 Proc.
37,91
2 1,53
99,99.
und stellte dafiir die Forinel auf:
4PbS+3ShS3.
(Siehe diese Anna!. Bd. XXVIII S. 422.)
D a diese Zusammcnsetzung in dcr That ein sehr ungerv8hnlicher Vcrh:illnils dcs Schwefels iin Schwefelanti-
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