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Chemische Untersuchung einiger Feldspthe von Egersund.

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XI. Chemische li-ntcrsuchung einiger Fekdspathe
uon Egersund; uon C a r l K e r s t e n in Freiberg.
Hr Professor K e i l h a u in Christiania ubergab inir vor
mehreren Jalireii eiiiige zum Feldspathgcschlechte gehiirige Mineralieii aus der Gegend von Egersund zur chemisctren Untersuchung.
Da diese mehrere roil A b i c h
in seiner classischeu Arbeit iiber die Feldspathe ' ) initgetheilte Wahrnehiuungeii und Verinuthungen bestYtigeu,
und die chernische Zusaininenselzung der uutersuchten
Mineralkihper eiiic inerliwiirdige Uebereinstimrnung mit
d e r chemischen Natur der vou F o r c h h a m m e r ') zerlegten Feldspathkrystalle zeigt, welclie ein Doleritporphir in den geschicbteten plutonischen Bilduugen der Far6er enthalt, - demnach unter diesel] gleichzusammengesetzten Feldspatheu vielleicht eine, dem Geognosteu interessirende Beziehuug statttinden lnochte, so tbeile 'ich
diese Uutersuchungen in Folgendem mit.
-
1) B r s u n e r F c l d s p a t h von E g e r s u n d .
Diesem Minerale hatte Hr. Prof. K e i l h a u die Etiquette: brauner FeIdspath ( ? ) von Egersund beigefugt.
Es ist derb, zeigt aber ziemlich vollko~oinc~ie
Tbeilbarkeit nach zwei Richlungen. Auf der vollkou~meuei~
Spnltungsflachc besitzt es Glasglanz. Die Farbe ist braun,
iu's Nelkeubraune geneigt. Fnrbeowandluiig ist iiiclit
wahrzunelimcn. Das Mineral ist durclischciiiend bis halbdurchsichtig , etwas weuigcr hart als Ortlioklas und voii
2,71 spec. Gewicht. S&elleiirveiseist es uiit ciueiii griinen Minerale geinengt , welches CliIorit zu seyu scheiut.
I)
11
L S. 125. 311. 668
Rd. XXXV S . 331.
1 ) Dies. ,Ann. Bd.
9 ) EbendaselLst,
und Bd. LI S. 519.
12-1
Fur sich im Kolbcu stark erhitzt, giebt dieser Feldspatli
Spureii von Feuchtiglieit aus, dic brenzlicll riechl und
alkalisch reagirt. - Er wird hierbei nicht uuklar. V o r
dem Liithrohre zwischen der Platiiizangc schmilzt e r in
dfiiinen Splittern leicht zu eiriem klaren farbloseii Glase,
wobei die a u t e r e Flaiiime iiitensiv gelb gefsrbt w i d .
Borax liist ihn leiclit zu einem durchsichtigen Glase auf,
welchcs eiiie schwache Eisenreaction zeigt. - V o n Phosphorsalz wird das gepulverte Mineral unter hbscheidung
eiues Kieselerdeskeletts sehr langsani zerlegt. - Das Glas
ist farblos und zieinlich durchsichtig wird aber bei stark e r SSttiguug nach dein Erkaltrn opalartig. Bei Behaudlung dieser P e r k mit Ziiiii zcigte sich keiiie Reactiou auf
Titansawe. Soda lilst das gepulverte Mineral sehr trage
mit Brausen zu eiiiein unklareii, etwas blasigern Glase
auf. Eiue Heaction auf Maugau ist bei dem Zusammenschuielzcn desselben mit Soda auf Platinblecb, auch auf
Zusatz von Salpeter nicht wahrzunelimen. Couceutrirte
Chlomasserstoffsaure und Schwefelsaure wirkeu auf das
geschlammle Miiieral schon bei gewirbnllcher Temperatur eio. Bei Unlersttitzuog von W l r m e wird es von diesen SIuren vollstandig zerlegt, wobei die Kieselerde, oliiie
zu gelatiniren, als ein schleimiges, schinulzig meirses PulFer zuruckbleibt. Ein Gehalt vou Flufssaure ist in deiu
Minerale durch Erwarmen desselbeu mit Schwefelsaure
uicht aufzufinden. - In der cblorwasserstoffsnuren, beinahe farblosen hufl6suiig des Minerals bewirlite Schwefelwasserstoffgns keine Fiillung ; es waren darin Thonerde und Kalkerde (aufser deiu Alkali) als Hauptbcstaudtheile e u h a l t e n , feruer kleiiie JIeiigen voii Eiseuoxyd und Talkerde. - Cm zu ermitteln, in wclcheni
O\-ydationszust;iiide das Eiseii in deui Minerale sey, wurde
eescliljiinintes Pulver desselben in einein verschlosseneir
Glase durch concentrirte Chlormasserstoffsaure zerlegt.
Die erhaltene neutralisirte Fliissigkeit gab weder mit Kaliumeisencyanid, noch mit Goldchlorid eine Reaction, wel-
125
ches zeigt, dafs das wenigc Eisen in dem Minerale als
Oxyd enthalten ist.
Bcsondere Versuche erwiesen die
Abmesenheit von Zirkonerde, Ceroryd u. s. w.
I)as Mineral, welches zu den qunnlifafhen Analysen verwendet wiirde, gliihte man zucor in klcinen Stuckchen stark aus. Es fand hierbei nur ein geringer Gewichtsverlust statt, welcher auf l Grm. 0,003 - 0,003
Grm. betrug. Das gegliihte Mineral wurde hierauf fein
gerieben, wobei man iioch alle Theilchen entfernte, welclie roil dein ihin stcllcnweise beigeinengteii, oben gedachtcn griincn Minerale hcrzuriiliren schienen. Das frcie
Pulvcr wurde mit der -1 fachen Menge kohlensauren Natrons gemengt, das Geineiige eine halhe Stunde im Platintiegel gegliiht und die gefrittete Masse sodann mit diluirter Clilorwasserstoffssure behandelt. Die Kieselerde
wurde wie gewiihnlich abgeschieden und hierauf mehrmals mit kohlensaurem Natron geschmolzen, urn sie auf
Thonerde z o priifen. In dcr chlorvvasserstoffsanren Auflosung der gescbmolzenen Masse bewirkte aber koblensaures Ammoniak, uachdem die Kieselerde zuvor abgetrennt wordeu mar, keinen Biederschlag von Thonerde.
Aus der von der Kieselerde zuruckgebliebenen Hauptfliissigkeit murde die Thonerde nebst dem wenigen Eisenosyd durch kaustisches Aminoniak gefallt, wobei man
einen Ueberschufs vermied. D e r Niederschlag wurde
nach dem Gliihen und W a g e n in Clilor~vasserstoffs~ure
mieder aufgeliist, die hierbei zuriickbleibende kleine Menge
Kieselerde abgescbieden und aus der Auflosung das Eiserioxyd durcli einen Ueberschufs von Kalihydrat gefalIt
u. s. w. Die von der Fallung der Thonerde zuriickgebliebene Fltissigkeit wurde mit oxalsaurem Amlnoniak gefiillt, und der erhaltene oxalsaure Kalk durch gelindes
Gliiheu und Zusatz von kohlensaurem Ammoniak in kohlensairren Kalk wie gewiihrilich venvandelt.
Die Fliissigkeit, aus welcher die Kalkerde gefallt morden war,
wurde zur Trocknifs verdampft, die erbaltene Salzmasse
-
126
gegliiht tind dann wieder in Wasser gelast. Bei dem
Filtriren der Fliissigkeit blieben bisweileu noch Spuren
von Kiesclerde zuruck. Aus ersterer wurden hierauf die
kleinen Mengen voii Talkerde durch phosphorsaures Natron und Ammoniak in der W a r m e gefdlt, nachdem sic
zuvor auf eiii kleineres Voliim durch Verdampfen gebracht worden war.
Zwei Analysen des gedachten Minerals auf die beschriebene Weise ausgefuhrt, lieferten nachstehende Resultate in 100 Theilen:
Kieselerde
Thonerde
Eiseuoxyd
Kalkerde
Talkerde
=52,lO
=28,90
52,90
1,90
29,lO
2,oo
= I l,i2
= 0,16
11,66
0,13
=
--
Natroii
4,OL
Kali
0,50
wurden durch eine hnalyse mit 4 Grm. des Minerals bei
Anwendung voii concentrirter, aus einer Platinretorte
frisch destillirter Fluonvasserstoffslure erhalten. Nacb
der Zersetzung des neutralen schwefelsauren Alkalis dnrch
essigsauren Baryt u. s. w. wurde aus den gemogeiien, in
wenig Wasser anfgelfisten Chlormetallen die 3ufserst geringe Menge Kali durch neutrales Platinchlorid gefallt.
Die von dein Kaliuiiiplatinchlorid abfiltrirte Flassigkeit
wurde wiederholt verdainpft , bis sich bei dem Aofweichen der Salzinasse mit hlhohol kein Platinchlorid inehr
abschied. Phosphorsaures Natron zu einein kleiuen Theile
tler Fliissigkeit gesetzt, bewirkte beim Eindalnpfeii damit
keinen Niederschlag , wonach das Mineral daher kein Lithion enthllt. Aus der voii der F#llung dcs weiiigen
Kalis ruckstandigen Fliissigkeit schieden sich beim freiwilligcii Verdunsten kleine, gelbe, prismatische Krystalle
von Ivatriumplatinchlorid aus. Die Zusammenselziing dieses Feldspaths ist mithin nach dem Mittel dieser hnalysen:
127
Kieselcrde
Thonerdc
Eisenoayd
Kalltcrdc
Ta I k erde
Natron
Kali
= 52,30
=29,00
= 1,99
=11,69
= 0,lJ
= 4,OL
= 0,50
99,60.
Das Verhaltnifs des SauerstoEfs der starken Baseii:
Knli, Natron, Kalkerde und Talkerde, zii dem der Thonerde und des Eisenoxyds, so wie zu dem der Kieselerde,
ist dcmuach wie
4,45 : 1412 : 27,27.
Diese Zahlen niihern sich am meisten dem Verhaltnisse:
1:3:6.
Es entspricht daher die Zusmmensetzuiig des untersuchten Feldspaths der Formel:
R yi
'Si,
+'a
welche A b i c h fur den Labrador voni Aetna aufgestellt hat.
2) Z we i t e F e I d s pa t 11 a b i n d c ru n g.
nicse Abanderung von Feldspath war anf der Etiquette 1:Feldspath von Egersund (zur Noritformation von
Esinark) bezeichnet. In den mineralogischen Eigenscliaften stiinint dieser Feldspath, mit Ailsoahme, dafs er
]inch gewissen Richtungen eiri schiines blaues Fnrbenspiel
zeigt und der Farbe, ganz mit deneu der vorbeschriebelien Varietat iiberein. Diese ist grau, in's Pflaumenblaue
und Braune geneigt, daber dieses Miueral in dieser Beziehung maiichen Absnderungen vom A-rinit ahnelt. Es
ist ebeiifalls derb, besitzt indessen ziemlich vollkoinmene
Tlieilbarkeit nach zwei Richtungen. Sein spec. Gemicht
wurde zu 2,i2 gefunden. Stelleriweisc ist es mit eiueln
128
griinen Mincrale gemengt, dessen Natur ich, weil es mir
an Material fehlte, iiicht ermitteln konnte. Auch bemerkt inan in der Masse des Feldspaths eirizelne sehr
kleine l’nrthicn eines braunen, durchsichtigeo, stark gllnzcndeii Minerals, welchcs Zirkon zu seyn scheint.
1)as Lilthrohrverhalten dieses Feldspaths ist das nbmliche, wie das des beschriebencn Feldspaths, nur enthiilt er
eine Spur Manganoxpd. W i e dieser wird er aIs geschlammtes PuIver von concentrirter Chlorwasserstoffsaure, noch
leichter durch Erhitzen mit SchwefelsSure zerlegt, wobei
die Kieselerde als schleimige graue Masse zuriickbleibt. In
der AriflBsung warden keine anderen Basen, als Thonerde, Kalkerde, und Spuren r o n Eisenoxyd und Talkerde gefiinden. Das abgeschiedene Eisenoxyd IBste sich
in Oxalsiure vollstlndig auf, entbielt daher keiii Ceroxyd u. s. w. Die Versuclie zur Auffindung anderer
Basen, als der obengenannten, gaben negatire Resultate.
Die Analyse des zuvor gegliihten Minerals durch
Aufscbliefsen desselben mit kohlensaurem Natron lieferte
folgende Ergebnisse:
Sanerstofl.
Kieselerde
Thonertle
Eisenoxyd
Kalkerdc
Talkerde
Man ga noxpd
Natron
Kali
wurden durch eine besondere Analyse mittelst FIufssiiure
auf die oben angcgebene Weise bestimmt.
Die Sauerstoffmengen der starksten Basen, der Thonerde und des Eisenoxyds, ferner der Kieselerde stehen
in dem zerlegten Minerale in dem Verlialtnisse wie:
412 : 14,23 : 27,24,
oder
129
oder nahe wie:
1:3:6,
so dafs es in seiner chemischen Mischung mit den1 vorbeschriebenen ubereinkommt.
3 ) D r i t t e F e l d s p a t h a b5n d e rung.
Dieselbe bildet sehr reine, blattrige Ausscheidungen
in einer graulichweifsen , kilrnigen Feldspatbmasse. Die
Farbe des Minerals ist grau, ids Violette geneigt. Es
ist durchscheinend, zeigt auf den unvollkommenen Spal.
tungsflacheu lebhafte Farbenwandlung, ist etwas weniger
hart als Orthoklas, und besitzt ein specifisches Gewicht
Sein Verhalten vor dem Lbthrohre ist dem
von 2,705.
der beschriebenen Feldspathe ganz gleich; auch wird es,
wie diese , von concentrirter Chlormasserstoffsaure uiid
Schwefekiure vollstzndig, unter Zurucklassung schleimiger, nicht gallertartige Kieselerde , zerlegt.
I n der chlorwasserstoffsauren farblosen Auflilsung
wurden blofs Thonerde, Kalkerde, kleine Mengen von
Eisenoxyd und Talkerde gefunden.
Fluor, Titansaure
sind in dern Minerale nicht enthaIten.
Die Analyse dieses Feldspaths geschah ebenfalls durch
AufschlieCscn desselben inittelst kohlensauren Natrons.
Da die Mengen von Kieselerde, Thonerde und Kalkerde,
welche hierbei erhalten wurden, sehr iiahe mit den iibereinstiiiimten , welche die Zerlegung der beiden beschriebenen Feldspathe geliefert hatte, so wurde keine besondere Aualyse zur quantitativen Bestimrnuiig der Alkalicn
unternommen. Ich hielt es fur hinreichend, die Anweseiiheit beider dadurch zu constatiren, dafs die Auflbsung dieses Feldspaths in Chlorwasserstoffssure, nach der
Fallung des Kalks durch oxalsaures Ammoniak, zur Trocknifs verdampft iind der Ruckstand gcgluht wurde. Nach
dem Aufweicheu desselben init Wasser blieb ein menig
kohlensaure Talkerde znrucls. Ein Theil der Flussigkeit
vurde nach Zusatz von phosphorsaurem Natron zur TrockPo&gendorfPs hnnal. RJ. 1.XIII.
9
-
-
130
n i t abgedampft. Beim hufweichen der trockneii Masse
mit Wasser loste sie sicli vdlig auf. Platinclilorid sch’ug
aus einem anderen Theil der Fliissiglieit nur sehr wenig
Kaliumplatinchlorid nieder, dagegen krystallisirte bei dem
freiwilligen Verduiisten der vom letztgenaunteu Salze getrennteii Flnssigkeit Natriumplatinchlorid in ziemlicher
Menge aus.
100 Theile dieses Feldspaths murden zusammengesetzt gefunden aus :
Sauerrtoff.
Kieselerde
Thonerde
Eisenoxyd
Kalkerde
Talkerde
Natron tnit elwas Kali
=52,2O
=2 7 ~ 1
=
=
-29,05
=13,56
O,RO
=12,10
= 0,13
= 470
0,24
= 339
=
=
0,Oj
1,20
98,98.
In dieser Feldspathabiindermg verbalten sich demnach die Sauerstoffmengen der starken Basen zur Sauerstoffinenge in der Thonerde und in dem Eisenoxyde, so
wie iii der Kieselerde:
=4,64 : 13,s : 27,11=1 : 3 : 6.
Die drei zerlegten Feldspathvarietaten zeigen deinnach eiiie gleiche Zusammensetzung, welche, wie bereits
obeii angefiihrt, nicht niir mit der des Labradors voin
Aetna iibercinstimmt, sondern auch mit der der FeIdspathkrystalle aus dem Doloritporphyr der FarBer- Inscln.
Diese faiid F o r c h h a i n m e r zusanimcngese~zt a m :
Kieselerdc
=5.232
-30,03
Thouerde
Kalkerde
= 12,5!3
Talkerde
= 0,19
Natron mit einer Spur KaIi = 4,51
Ei senoxyrl
= 1,72
-
--
101,55
131
wonach die Formel fur diese Feldspathkrystalle ebenfalls RSi+'g S i ist. Der wesentlichste Unterschied zwischen den FeldsDathen von Egersund und den von F o rchha m i n e r analysirten Feldspathkrystallen besteht darin,
dEfs in ersteren die geringe Menge Eisen als Oxyd, in
letztercn aber, nach F o r c h h a mm e r's Angabe, als Oxydul enhalten ist.
Die oben erw~hntenVermuthuiigen A b i ch's, welche durch die mitgetheilten Untersuchungen eine Bestlitigung erhalten haben diirften, sind:
1 ) Dafs ein constanter Zusammenhang in der Zunahme
des specifischen Gewichts der Feldspathe mit der
Zunahme der Kalkerde und Thoiierde, bei gIeichzeitiger Abnahine der Kieselerde, stattfindet, we1
chcs Verhaltnifs auf eine geiietische Abhangigkeit
der kieselerdearmen Feldspathe zu den kieselreicheii hinzudeuten scheint.
WShrend nsmlich der glasige oder Natronfeldspnth
von dem Epomoeo ein spec. Gewicht von 2,597, und der
Ortlioklas von 2,555 bei eineni Gehalte von 66,6 bis
66,7 Proc. Kieselerde und 17 bis 18 Proc. Thonerde
und 1,3 Proc. Katkerde besitzen, zeigen die untersuchten Feldspiithe von Egersund das hohe spec. Gewicht
von 2,71 bis 2,72 bei einem Gehalte von 29 bis 30 Proc.
Thoiierde und I I bis 12 Proc. Kalkerde.
2) Dafs das Kali in deli an Kieselerde arineren Feldspsthen (welche die rulkanischen Gesteine charnkterisiren) von dem Natron und der Kalkerde uerdrungt wird, wahreud es in den a n Kieselerde reichsten Feldspzthen , welche den entschieden plutonischen Gesteinen angehtiren , uberwiegt.
3 ) Dafs Kali uiid Natron in die Reihe dejeiiigen isomorpheii Basen gehtiren, welche sich i n den Silicaten niemafs abzustofsen scheinen.
Von Hrn. Prof. I< e i 111 a u darf man wohl AufschIuIs
erwarten, in wiefern die geognostischen Verhaltnisse, un9*
132
ter welchen die uutersuchten Feldspathe bei Egersund
vorkommen, fur die angefiihrte Verinuthuug A b i c h’s
sprechen, dafs die an Kieselerde a m e n Feldspathe auf
eine genetische Ablilngigkeit von den an Kiesclerde reichen hindeuten.
-.-.--.
XII.
C’nterstrchung rfer Schnalntblentli? con Huihrl in Kurnthen; con Dernselhen.
V o n dein verstorbenen Prof. A n c k e r in Griitz erliiclt
ich ein recht charakteristisches Stiick der schaaligeii Zinkblende von Raibcl, mit dem Wuiische, dieses Mineral
zu riiitersucheii , iiidein er die mehrfach aufgestellte Vermuthuog theilte, dafs dasselbe eine, von der gewirhnlichen Zinkbleude abweichende chemische Zusainmeusetzung
baben diirfte.
Es bildete r6thlichgelbe und leberbraune, nierenfarmige Parthien, uiid zum Theil concentrisch schaalige Lagen uin Bleiglanzkerne, und war von Schwefelkies und
Knlkspath begleitet. Das Mineral ist undurchsichtig uiid
inwendig wachsartig schimineriid. Beim Erhitzen iin Kolben decrepitirt es nicht, uod giebt Spuren Fcuchtigkcit
uiid schweflichter Skire aus ; zugleich bildet sich eiiie
geringe Mengc cines weiCsen, fliichtigen , iinschinelzbaren
Subliinats. Bei dein Erliitzen in ciner offnen Glasriihre
ciitwickclt sicli scliweflichte Siiure, und es setzt sich in
dcr Riilire ebenfalls eine Spur eines meifsen Siibliinats
an. Mit Soda auf Kohle gicbt das Mineral cineii starkeii Ziukbeschlag, der init Blciosyd geinengt ist. Nacli
Clem Befeuchten init Kobaltsolution und starkem Gliihcii
in der Oxydatioiisflainiiie wird Blcioiyd verfliichtigt. Durch
Sicliern dcs gepulverten Miiierals inittclst dcs Sichertroges crgab sicli, daCs aiicli die ansclicinend reinsten Par-
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