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Chemische Untersuchung einiger Mineralien.

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455
F a r b e des Pulvers wird nach uud nacli schwarz. Die Kupferlasur verwandclte sich dabei nicht zuerst in Malachit,
soiidern gleicb in braunschwarzes Kupferoxydbydrat, welcbe
Verwaodlung wie beiin Malachit langsam von statten giug.
Als das Ganze uach dem Erkalten init eiuer geriugeu Menge
sehr verdunnter Chlorwasserstoffssure behaiidelt wurde, liiste
sich das Kupferoxydhydrat auf, und die noch unzersetzte
Kupferlasur blieb init der ihr eigenthiiinlichen blauen Farbe
uiigeliist zuriick.
W i r d gepulverte Kupferlasur lange Zeit bei der gemijhiilicheu Teinperatur mit W a s s e r unter ofterern Umscliiitteln stehen gelassen, so veriindert sie sclbst nach
3 IIIonaten ihre Farbe nicht im Mindesten. Auch wenn
das Ganze eiuer Teiaperatur voii 60° bis SOo C. ausgesetzt wird, so ist nocli keiue wesentliche Veriinderung zu
bemerken, welche erst bei der Kochliitze des W a s s e r s
eio t ri t t.
ro I 1.1
( F" I't s e
VIII. CIiemische Untersuchung einiger Mineralien ;
von Dr. C. B e r g e r n u n n .
1.
A l l a n i t von West-Point.
Von
dein Mineralogen Hrn. S a e l n a n n wurde niir ein
dem Allaiiit ahnliches Fossil zor Untersuchung iibergehen,
wclches (Ieiseibe im Gncis voii W e s t - P o i n t bei New-York
nufgefuntlen hattc. Dasselbc koinint init dein Allauit voii
Jotonfjeld ain ineisten iibereiii, nur fiiideu sich bei W e s t Point Krystalle voii bedeutender G r o k neben reinen derbcii Mnssen I ) .
Obglcich der Alloiiit iu der neucreii Zeit mebrfach UUtersucht wordcn ist, so eiitschlofs ich micb docb das Mil ) Einc n:ilierc i\liLtlteilung iibcr das Vorkomrnen des RIinernls wird
11111. S a V I ~ a> t i 11 gernactit weden.
von
486
iieral voii diesem iieuen Fundorte eiiier Aualgse zu unterwerfeii.
Die mineralogische Beschaffeiiheit desselben koniite init
d e r des Miuerals V O Jotonfjeld
~
iiberein. n a s specifische
Gewicht ist ~ 3 , 4 9 1 7 ,wird aber iiacli dem Glulicn kauin
verlndert. Die Feuererscheinung, wie sie S c h e c r c r ulid
Andere beim Erhitzeil des Allauits beinerkt haben, koiinte
ich an den von mir benutzten Bruchstticken iiicht wahrnehmen. Die Aufloslichkeit dcs Mirieri~ls in Sauren geht
iiach dein Gluheri desselben fast ganz verloren.
Das Verlialten dieses Minerals bei d e n Ldthrohrversucheii und ebenso gegeii Ssuren ist das hekannte.
Die qualitative Uiitersuchung ergab cbenfalls die Gegenwart der schon friiher i n deni Allairit nachgewiesenen
Stoffe; Beryll- iind Yttererde sind in deinselbeii iiicht vorbanden. Eisenoxyd findet sich in geriiiger , Eiseiioxydul
dagegen i n grilfserer Menge. Die Trennung brider geschah
nach der vou F u c h s angegebenen Methode.
Die Analyse wurde im Allgeineineii i n der W e i s e ausgefuhrt wie S c h e e r c r sic bei seiner Arbeit iiber diese
Illineralieii vollst#ndig beschriebeii hat. D e r Wassergehalt
wurde uach dem Gliihverluste des Minerals 3 11 g enoininen.
Das Resultat der Analyse war:
KieselsYure
33,833 Proc.
Thonerde
13,506
Eisenoxyd
3,330
Eisenoxy did
12,716
Manganoxydul
0,624
JJ
JJ
J)
)J
Lanthanoxgd
Kalkerde
Talkerde
Wasser
9,357
1,401
11
JJ
2,950
-__-__
99,023 Proc.
J)
2. Ueber e i o deln Graont i i h n l i c h e s Minerrl.
Dasselbe fiudet sicli in eiiier gruiien Feldspathiuasse bei
Brevig in Norwegcii in Begleituug eiiier grofsen Reihe von
4Sf
Fossilien. It1 kleinereu Bruchstiickcheu dieses Feldspaths
faad sicli eiii duiikelblaner Flufsspath , Elaolitli , Titaneisen
u. s. m., uiid nanientlich Zirkoii i n grofser Meuge. Die
Krystalle des letztcreu sind in verschiedener Grtbfse urid
auf das Iiiiiigste durch das gaiize Gestein verbreitet; selbst
in deli kleiusteii Vertiefungen und an der O b e r f l ~ c h edes
uiifersuchten Minerals sind durcli Hulfe der L u p e haufig
kleiiie Zirkoue ZLI erketiueii rind zeigen sich init deiiselbeu
fast vcrcvacBsen. I h s Mineral selbst fiadet sich in diesein
Feldspath in krystalliiiischeii Massen und ebcnso in vollsthidig ausgebildeteu Krystallen uiid hat in F a r b e und
Glauz die meisle Aebulichkeit init dem voii S h e p a r d
beschriebeneu und voii R a in in e l s b e r g aiialgsirteii SchorJamit. Vollstsudig ausgebitdete Krystalle dagegen gleiclien
sehr dein Melanit. Die folgeiideu Angaben bezieheu sicli
auf solche Krystalle.
Das Miuernl ist voii schwarzer F a r b e uud zeigt auf deli
Krystallflacheu Glasglaoz; selbst in diinneu Splittern ist es
undnrchsicfitig; im Strich und als Pulver erscbeiut es gelbgrun; die Harte gleich der des Apatits; das specifisclie Gewicbt =3,860, iiacli starkem G l u l i h steigt dasselbe auf
3,S9S; auf die Magnetaadel mirkt es weder vor noch nach
deui Gliilien. Die Form, iu welcher das Mitiera1 erscheiut,
ist die cles Cratiata. Utiter deli voii Dr. K r a o t z hierselbst voii Brevig bczogeneu Exeinplaren hatte ich Gelegenheit Krystalle bis ZO d Zoll Durchmesser zu sehen, welche
vou schwarzcii Gramten ~iichtzu i~nterscheideu waren.
W e r d e n Bruclistiicke stark gegluht, so erleideri sie wedcr iu Farbe iiocfi in Gfam eine V e r ~ n d c r u i i g . Diesem
eiitsprecheud verhglt sich das Miueral bei den Liithrobr~ersuclieii; es ist selbst i i i duiiiien Splittern uiischmclzbar.
Beini Zusaiiiiiie~iscii~nelzeiimil Soda gicbt sich die Kieselsliure zu erkeriiicu, wobei das cntstehetrde Glas eiiie gclbliclic Farbe aiiuiiiiiii~; durcli Boras dagegen wird eiri tiefSelbgriises, sicli ~iacli dein Erkalteti uicht ver:iiiderudes Glas
Iicrvorgebracllt, ~ i i I i r c ~dagegeii
~d
beini Zusatiiiiieiisclit~ielze~i
iilil l ’ ~ ~ s p l w r s a 1 zeitic gclbgriiiie PeIle cotstelit, wclchc
488
beiin Erkalteo der P r o b e hellcr mird uiid bei Behandlung
init dcin iniieren Tbeile der Flamine, besoiidcrs bei eiuem
geringen Ziiiiiziisah, die Reaclionen des Titans zeigt.
Ihircli Slureii, riameiitlicli durch Clilorwassersloffsaure,
wird das Mineral leicht wid vollstandig tinter Abscheidung
'von Kieselsiiure zerlegt, wobei .cine Gallerlbilduiig nicht
stattfindet. Selbst nach dem Gliihen kanii das Mineral, jedocli scliwieriger, durch Slure zerlegt werdcn, wobei init
d e r Kieselsiiure uoch Titanslure uiid Zirkoiicrde zuriickbleiben.
Die Bcstaiidtheile siiid:
Snuerstoff.
KicsclsYure
Eisenosy dul
K a I k er d c
Manganoxydal
Titanslure
Zirk oiierd e
Bittererdc uiicl Kali
1
33,355
3-1,59S
25,SO-I
1,807
17,30
7,66
7,32
(444
3,071
Spuren
99,s19.
1) urc Ii G I u Ii en li ii (1c t ei n c sell I' gc r i ii ge G c w i ch t s verininderiing staft.
Wi r (1 n a ch dies cn A nga b c n das Snuc r s t o f f ve rlia It ii i Cs
in der Kiesc1s:iure so grok aiigeiimiincii als das der basischeii Kiirper zusaillinengcnouiineIi uiid glcichriel iin Eiseiioxytlul uiid in dcr Kallrcrdc, so wiirdc das Mineral Drittelsilicat dcr lctztereii bilden, wobei iudesscii der Gehalt a n
TitaiisBure uiid Zirlroiierde unbcrucksich~igt gcblieben ist.
Nach dieser Annahuie wiirdc das Miiicral bestclien aus:
KiesclsBiire 3S,'i3
Eiseiioxydul 35,93
Knllterdc
2534
.
100,oo.
Z!ir Ausfuhrung der Analysc wurde eiii Krystall vcrwendet, welclier zucrst griiblicli gepuivert i i i d dcsseu Pulver
darauf tlurcli I-Iulfe der I ~ i p csoigfsltigst untersucbt wtirde,
wohci sieh rremtlartigc Tlieile nicht zu erkciincii gnbcii.
I
_
_
489
Die Zersetzung des darauf gesch1;immten Pulvers geschah
durch Clilorwasserstoffsallre bci ciner den Siedepunkt nicht
erreichenden Temperatur. Die abgeschiedene Kieselsaure
war vollkoinmen rein uiid liefs sich nach dem Gluhen durch
K ocll ell 111it k ohle ti s a ur ein Na t ro 11 v 01 Is t a n d ig a ii fl os en oh n e
&lie Sprlr Von Zirkonerde zii hinterlacsen, eiu Beweis, d a L
nicht Zirkonmasse dem benutzten Krystall beigemengt gewesen s e p konnte, indein diese als gew6hnlicher Zirkon durcli
die Saure nicht angegriffcn worden ware uiid mithin mit d e r
Kieselsaure hiitte zuruckbleibeii mussel;. Das Eisenoxydul
liatte . sicli bei dem fortgesetzteii Digeriren iiiit Cblorwasserstoffsiiure zum O s y d e uingewandelt und wurde als solches mil der Zirkonerde und Titansaure durch Aminoniak
gefallt. Das Aussiifsen des Niederschlages gescliah init kaltein Wasser. Aus dein ~ i n i i i o ~ ~ i n k a l i s c Filtrat
l i e ~ ~ murde
der Kalk als osalsarirer gefiillt und die von dicscin geschicdene Fliissigkeit i n dcr bekarinteii W e i s e weiter uiitcrsuclit.
Der ausgesiifste nus Eiscnosyd, Titansiiure uad Zirk on er d e b est ell end c N i c d c rs ch I a g w ti r d e d u r ch Ch 1or wasserstoffsaurc wieder aufgeliist und crstcres durcli Behandl u n g mit Schmefelwasscrstoff wicdcr 2 ~ 1 1 1 Oxydul uingewaudelt. Nachdcm die Flussigkeit unter Beobaclitung der
nothigcu Uinstande geliorig ausgekoclit war, wurde die
’ritaiissure darans durcli kohlensaurcn Baryt gefiillt. Es
zeigte sich aber bei dcr weitereii Uiitersucliung der Titansaure, daCs dime nicht rein w a r ; sie entliielt, wic auch zu
crmarten stand, ciii mcni(; Zirkunerde. 1)er griifserc l’lieil
clieser mar aber i n der Aufliisriiig iiiit deiii Eisenosytlul enthalten. Nacli der Entfernung cles Baryts u n d iler vollstiind i geii Osy da t i o ii d cs Ei s e ri s IY ur d c ii b ci d e d ur cli A in in o 11i a k
gefallt, das Gewiclit des Nicdcrschlages erst iin Ganzcn bes t i i n in t u n d d a ra u f cl as E is en ouy tl d u r cli C:li 1or w a ss ers t o ffsliurc, s o vollst~iiidig es sicli thuii l i c k , ausgczogen. Die
zuruclibleibcntle niid d u i d i Eiseuoxytl veruiireinigte ZirkonCrJc wog 0,674 G I i i i . Eiiie gcnaucre Trciiiiung der 3,071
L’i.0~. bctrat;etidcti Zirhoiierdc untl Titausiiorc vcrsucbte ich
niclit nuszuiiilireii, d a allc tlie bisher zii rlieaein Zweck he-
kannt gewordeiien Methodeu keiu genaues Kesultat erwarfen liefseu.
Bei der Einwirkurig der Chlorwassersloffseure auf das
Pulver des Minerals fgrbte sich die Aofliisiing gelblich, obgleicli die Zersetzung i n eineni verschlossencn und init Kohleiisiiure gefiillten Gl$scheu vorgenominen wurde. Die Keagentien zeigten auch in dieser Aufl6suug die Gegenwart
von ctwas Eisenoxyd an; dasselbe felilt also i n dein Miueral niclit. Indessen war die Menge desselbeii so geriug,
daCs eiue quantitative Scheidung beider O x y d e und die Bestiininung ob sie zu einander i n eiucm bestiuimten Verhaltnifs stelieii, uuterblieb. Icli lasse es daher unentschieden
o b die beiiutztcu Krystalle wirklicli g ~ n zfrei von Eisenoxyd waren oder o b dasselbe erst im l h f e der Uutersuchung entstaiideii ist. Diese Ungewifssbeit wird noch vermehrt diirch die Betrachtung uber das Verhsltnil's, welches
die Titansaure iu dew Minerale spiclt. Nach einein oberfliicblichen Versuche die RIenge derselben durch Zusaminenschmelzen des Riickstandes iiiit zweifacli - scliwefelsaurein Kali zu bestiinmen, wurden ungcf:ihr 2 Proc. dersclbeu erhalteu. Sollte dime Sgurc vicllticht als Oxyd mit
Eiseiioxyd verbunden in dein Rliiieral euttialteii gewesen
s e y n , und eiue dem Titaueisen analoge Verbindung dargestellt haben? In diesem Falle wiirde aber schwierig zu ermitt e In sey 11, welch e d er b ek a 11n t en Verbi n dii ii gen b e i d e r
Oxyde liier vorliauden war. W o l l t e man z. B. auch in
deli vo I Iko niin en a usg eb i I d e t e ii K ry st a I1 e 11 ci ii Gem e ng e
inehrerer IIIiiieralien annehmeii uud die Gegenwart der Verbindung von I At. Titaiioxyd uiid (iAt. Eisrnoxyd, wie
sie init diesem Granate in dem Feldspath vorkoiiimen, voraussetzen, so wurde i n deu tibrigbleibeoden 1Jestandtlieileu
allerdings eine Rlassc hinterbleiben , welcbe init dcr Zusammensetzung der Grauaten vergliclieii wet deu kiiuutc.
h b e r wie ist es iniiglicb, dafs be1 einer Verbioduog dieser
oder bei einer zufiilligeii Eiuineogung von uugef~ilirI O PIoc.
Titaiieiseu die Graualformen in aller Schsrfe eutstehen kouuten. Das h1iiicral iiutcrscbeidet sich voii alleu Granateu
49 1
durch seine Unschmelzbarkeit so wie durch die schuelle
Zersetzbarkeit i n Siiureii, melche die der bisher untersuchteu
Kal kgrauatcn wcit iibertrifft. Eine fortgesetzte Untersuchung
durfte cntscheiden, o b wir auch in diesem Mineral eiiie
theilweisc zersetzte Masse besilzea, wogegen aber der grofse
Gelialt a11 Eiscnoaydul spricht, oder ob dieselbe, \vie es
inir wvnlirscheinlicher ist, eiiie neue Varietat darstellt.
3. E i s e o o a tr o l i tli.
Bei Brevig fiudet sich ferner in griifseren Massen des
Rrevicits ein dunkelgrunes Mineral, theils krystallinisch uiid
in grafsereii Lagcn, theils vollkommen aaskrgstallisirt. Die
krystallinischen Theile schliefsen oft kleine vierseitigc Saulen ein, deren Forin sich nicht naher bestiiniiien liefs, aber
ganz iiiit der des Natroliths' iibereinzustilnnien scheint;
ebenso ist ein entsprechender Blstterdurchgnng dentlich zii
b em crk en.
Die F a r b e dcs Minerals ist, wie gesagt, dunkelgriin, in1
Strich oder als Pulver erscheiiit sic lichter, selbst in diinlien Splittern ist es undurchsichtig. Die Harte = 5 , das
spec. Gew. =2,353.
V o r dein Liithrohr nuf der Kohle
ist es fast unschinelzbar, f&rbt sich aber nach und nach
braunschwarz. Mit deli Flulsmitteln zusaininengesch~nolzen
zeigen sicli besonders die Eisenreactionen. Phosphorsnlz
giebt eiii grunes, nach den1 Erkalteii farbeulos werdendes
Glas, Rorax eiii vorubergehend gelbliches; Soda zeigt die
Kieselsaure an, iudem sicli die P r o b e grunlicli fiirbt. Beim
Erhitzen in eiiiein Glasrofire giebt es Wasserdiimpfe ohne
zu d e cr ep i t i r e 11.
Von SIurcn wird das RIineral sehr leicht rind uiiter
Gal I er t bi I d u n g zers e t z t , 11am en 11i ch von Ch 1or w ass e Is t offsaure ; Oxalsaure zerlegt es ebenfalls; selbst nach dem Gliilien zerlegen es die Siiuren iioch vollstlndig.
Die Aiialyse crgab folgende Bestandtheile:
492
Kies elsiiure
Thonerde
Eisenoxyd
Eisenoxgdul
Natron mit wcuig Kali
Manganoxydal
Wasser
16,537 Proc.
10,944
1)
7,456
11
2,40-2
'3
14:012
0,550
1)
'J
9,367
_99,328 Proc.
Durch molybdiinsaures Ammoniak lids sich fqrner cine
geririge Menge Phosphorsaure entdecken, so wie die Tlrouerde cine S p u r Beryllerdc eiithielt.
W i r d diese Zusammensetzung mit der der bekaunteii
Miliernlicn verglichen, so ergiebt sicli daraus, dafs dassclbe
eiue dein Rlcsotyp beizuztihlendc Verbiiiduiig darstcllt,
welclie dein Natrolith selir nnhc koinmt, aber 8 At. Wasser enthiilt. Die Uebereiiistiiiiiniiiig init diestwi ist vollst~iudig, wenii dns Eiseiioxyd als Vertreter dcs in dein uiitersiichten Minerale fehlendeii Tlieils der Thonerde, uiid der
Snuerstoff des Eisenoxyduls dein des Natrons beigerechiiet
wird. 1st diese Aunahtiic zuliissig, so wiirdcii wir i n dein
RiIiiieral eiiieii Nntrolith besitzcii, in wclchein die Thonerde
ziim grofseii Theil dnrch Eisenoxyd ersetzt ist uiid der Name
Eisennatrolith wurde gerechtfcrtigt seyii. Es ist diese Siibstitution der Tlioiierde durch Eisenoxyd U U I so auffallender,
da in kciiiein der Faiiiilie der Zeolitlie angehijrendeu Fossilicii eiiie solclie bislier wahrgeiiommen mordeii ist. Die geriiige Sclimelzbarkcit des Miucrals durch Hulfe des Lijthrohrs iiiiterscheidet dnssclbe aber in auffallender Weise.
'1
4. U e b e r e i n den1 S o d a l i t l i iiltuliches 3 I i u e r a l .
B o r e hat eiueu Sodalith voii lavendelblauer Farbe von
der Iiisel Lam6 bei Brevig untersucht I ) , der in seiner Zusa in ni e 11 set zu 11 g m i t den Soda li t li en v o 11 an (leien Fun do1t en
iiberciiistiiiimt. Es findet sich iiidesseu bei Grevig noclt
ein aiiclercs deiii Sodalith ebciifnll.; selir iialic siebciides Fossil in eiricr griiiien Feldspatliuiasse uiit Eliiolith vcrwaclisen
1 ) S. i l i c x L l Dd.
~ 78,
~ S.~113.
~
493
griinlicher Farbe, welches von jenem vcrschieden ist
und welches ich einer Aiialyse unterwoi feu Iiabe.
D i e F a r b e des Minerals ist hellgriinlicli; im Strich uiid
a1s Pulver erscheint es weirs. Die Harfe = 5 , das spec.
Gew. = 2,302; es besitzt Durchscbeinenheit uiid Glasglauz
iiud fiudet sicli in dem Feldspath in griikereu krystalliuscheu Abscheidiingcn ; der BIatterdiirc11ga1)g sclieint eineiu
Rbomboeder zu entsprecheii ; vollstiiiidigere Krystalle habe
icli nicht bemerkt.
Beiiii Erbitzeii in einein Glasrohre mird nichts Flucbtiges daraus entmickelt. Vor dem Lbthrohr nuf der Koble
verliert es bei der Einrvirkuug der Hitze die grunliche Farbe
uud wird weirs, Nur bei auhalteiidein Blaseii wird es a11
deu Kauteii eiii wenig gescbinolzen, oli~iedabei ein Aufblalien zu zeigeu. Reim Zusaminenscliuiielzeii init Soda wird
es ebenfalls nur langsain aufgeschlossen rind erstnrrt beiin
Erkalten zur weifsen eniaillenartigen Perle. blit Boras oder
Phospliorsalz bildet es nur sclirvierig Gliiser , melche abcr
farbenlos erscheineii.
Saureu zersetzen das Mineral leicht und vollstiindig 1111ter Bilduiig einer Kieselgallerte, selbst das gegliilite Mineral wird voii SSureu nocli init Leiclitigkeit zerlcgt.
D i e Zusammensetzung ist:
oder 16,028
Kicselsiiure
46,028 Proc.
23,972
23,972
Thoiierde
21,463
16,613
Natron
7,431 ,)
7,431
Cblor
Phosphorsaure 0,857
0,937
FOU
)J
JJ
1)
Dns Sauierstofhcrli~1tnifsi n dcr Kicsclerdc, Tlioiirrdc
mid i n 1 Nntrori ist 6 : 3 : I , woiincl~tlas Illinera1
sit
,.tl$i) + C I N ~
bilclen II iirdc.
kvcrln nucli tlic l%osphorsliurc hci dicsrr I ~ c u f u n gdcr
494
Aiialyse als eiii nnwesentlicher Bestandtlieil des Sodalitbs
betracbtet worden ist, so durfte dieselbe doch als cine baufig in diesem Minerale vorkomiiiende Masse aogesehen werden niiissen. So fand ich bei eiuigen vergleicheuden Versuchen, mit Hulfe des m o l y b d h s a u r e u Aiiimoniaks, Phosphorsaure in dem blaiien Sodalith yon Miask, der bekauntlich vie1 Chlor entlialt, ebenso i n einer griiulicheii Varie-'
tiit angeblicli von Connecticut, der grofsc Aehnlichkeit mit
dein Gr6nl~ndischenbesitzt, i n welctiem aber kaum Spiir e n von Chlor zu entdccken waren; fcrner eiitliiclt aucli
der Sodalitli vom Laacher-See eiue sehr geriuge Menge
Phosphorslurc.
Dei der vorstelienden Untersuchung wurde die Phosphorslure riacli dcr voii 0 t to vorgeschlageaen Methode
bestimmt, indem die sauce die Thonerde eiitlinltende Auflosung niit Weinsteins3ure verselzt u. s. w. uud die Phosphorslure als phosphorsaure Aminoiiiak - Magnesia gefallt
wurde. Aus dem Gewicbt der gegliihten phosphorsaureu
Magnesia wurde die Mciige dcr PhospborsYure berechnet.
F u r die Bestiininung des Chlors wurde cine hesondere
Partie des Minerals mit Salpetersii!ire behaudelt, die Kieselsaure iu der bekannten W e i s e gescbietfen, uiii ihrc ICIenge
mit der vergleichen zu kiinnen, welche bei der Zersetzung
eiiier andereii Probe des Mioerals durcli Chlorwasserstoffsaure erhalten w a r , uud atis der salpetersauren Aufliisuug
das Chlor durch Silbersolution gefillt.
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