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Chemische Untersuchungen des Meteorsteins von Uden.

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zweckmllfsige Verbesserung ein Menscbenalter zurlickzuhalten.
1X.
con
Cheinische Untersuchungen rles Meteorsteins
Uilen; von ProJ: E. H. c o n Bnurnhrruer
und Dr. F. S e e l h e i m .
D e r Fall des Meteorsteins von Uden I ) gescbah nach der
Aussage von Landleuten, welcbe denselben mitaogeseheii
baben und von Hrn. Dr. H e r m a n s , Bibliotbekar der wiasenschaftlicben Gesellschaft in Nord -Brabant , darliber zu
Protocol1 vernommen wordcn sind, unter folgenden Uinsanden.
Am 12. Juni des Jahres 1840 zwischen 10 und 11 Uhr
wurde in dem Gemeinde-Torfmoor bei Uden, Proviuz NordBrabant, wosclbst jene Leute bescbiiftigt waren, plbtzlich
bei heiterem Himmel ein starkes vou Augenblick zu Augenblick zunebmendes zischeiides Gerllusch in der Luft bbrbar,
welches mit einein donneriibnlichen ddn Boden erschtitteriiden Schlage endigte; zugleich wurde weaige Schritte von
den anwesenden Menscben entfernt etwas von dem Sande
eines dortgelegenen Fufssteiges in die Hbhe geworfen. Die
berzueilenden Landleute fanden in dem kreisformig aufgeworfenen Bodeu in schrHger Richtung von O N nacb'O in
der Tiefe von O",l einen schwanen siebeneckigen Stein,
welcber so beib war, dafs sie ibn kaum, obue sicb zu verbrennen, in der Hand halten konnten und eine so miirbe Beschaffenbeit hatte, dafs sicb die scbwane Umkleidang mit
dem Nagel abkratzen liefs.
.
Der Stein befindet sich gegenwirtig im Museum der
m Genoofschup oon Ktmsten en Wefenschuppen~in N o d Brabant.
1) Der Fall d i e m Sttines
Bd. LXVI'S. 467.
ist rclron rnitgetheilt
wordrn in Pogg. Ann.
185
Dieser Meteorit ist nicbt ein Bruchstiick eiues anderen
gr&fseren, sondern so augenscbeinlicb individualirirt , dafs
man nicht ansteben kaun, ibn a h eiuen eelbatstindigen
kleinen Weltliarper zu betrachten, zufolge der Vorstellungsweise, welche Einer von uns bereits vor 18 Jabren') angegeben, dals die Meteoriten kleine uin die Soone kreisende
Plaoeten seyeu.
Er besitzt eine unregelm3Csig spbiroldiscbe Gestalt lnit
stark abgerundeten Ecken und Kauten uud hat jetzt, nachdein einige Brucbstiicke davon abgenommeir sind, eiri absolutes Gewicht von 689,5 Grm.; das urspriingliche Gewicht
inag etwa 720 Grm. betragen haben. Das specifische Gewicht ist =3,4025. Die Bestiuiinung des Letztcren geschah,
indem ein geuogenes Stiickchen durch Auepumpen unter
Wasser von der eingeschlosseuen Loft befreit urid das Gewicht mil dem des verdringten Wassers von 4" C. verglicheii wurde.
Die Oberflache erscheint eben, ein wenig zerkliiftet, fublt
sich rauh an uad zeigt bei genauerer Betrachtuug eine feinkSriiige runzlicbe verglaste Beschaffenheit, offenbar in Folge
einer oberflicblicben Schmelzung oder Sioterung, wodurch
eiiie Kruste eneugt ist, welche in gleichmabiger Dicke voii
h6cbstens 1"" den gauzen K6rper umkleidet und sich durch
ihre scbwarze Farbe deutlich und scharf von der inneren
Masse abgrflnzt. Die letztere erscbeint, abgesehen von einisen geringfiigigeu , wabrscheinlich durch den Stofs beim
Siederfallen verursacbteu Sprtiiigen, als ein zwar compactes
aber nicht sebr festes Gestein vou matt hellgrauer Farbe,
ist , nie sich nalnentlich bei mlbiger Vergr6fseruog zeigt,
voii krystallinischer Structur, hat jedoch nicht ein ganz homogenes, sondern undeutlich porpbyrischer Ansebu und ist
von kleinen bronzefarbigen Metallmawen durchtriimmert.
Zurn Zwecke der Analyse sind 5 Gnu. der Kernsubstanz
abgenomlnen worden und baben auf nachstehende Weise
behaiidelt zu den unleu verzeichneten Resaltaten gefiihrt.
Zuniichst liefseu sich mittelst des Magnets zweierlei
Substanzen aus dem gepulverten Gesteiu ausziehen, iiltdich
zlhe stahlgraue Ktirnchen, welche vie1 Nickel uud Eisen,
aber keine deutlich erkennbnre Meuge Phosphor enthielten,
sich in Salzplure unter Wasserstoffentwicklung Ibsten, mitbin aus Nickeleiseu bestanden, und ferner leicht zerreibliche
als Pulver schwane Thcilchen, die sich uuter betrkichtlicher
Schwefelwasserstoffentwicklung in Chlorwasserstoffskiure auflbsten, aus Schwefeleisen bestanden und also Mapetkies sind.
Eine quantitative Scheiduug konnte wegen zu geriager Meuge
nicht mit Erfolg bewerkstelligt werden.
Die quantitative Analyse des mit dem Maguete extrahirten Pulvers geschah auf folgende Weise.
Es wurde mit Salpetersalzsdure zur Trockne verdampft
uiid der durch Slure aicht angegriffene Bestandtheil, sowie
die Kieselslure des Itislichen Tbeils, auf gewbhnliche Weise
abgeschieden ; die Auflbsung aber zur Eutfernuug der freien
Saure fast gain eingedampft, mit Wasser verdtinut, eino Lbsung von essigsaurem Natrou zugesetzt uud gekocbt. Hier
durch wird das Eiseu frei von anderen Bestandtheileu gefallt; diefs ergiebt sich daraus, dais der Eisenoxydniederschlag, der durch Wiederauflbsen und Fkillen mit Ammoniak erhalten wurde, uach deui Wllgen d u d Titrirung mit
tibermangansaurem Kali bestimmt, dieselbe Menge Eisen finden IieL, welche durch Wllgung erhalten worden war. Aus
der essigsaureu Lbsuug wurde durch Ammoniak und Schwefelammonium vorsichtig das Nickel and Mangan gefiillt, im
Filtrate von diesem Niederschlage, da keiu Kalk vorhanden
war, nach vorangegangener Concentration die Magnesia mittelst phosphoraauren Natrous, Ammoniak und Chlorammonium niedergeschlagen. Die Trennung der nur geringen
Mengen von Schwefelmaogan und Schwefeluickel kounte
leicht durch Bebandluog mit Essigslure bewirkt werden; ersteres wurde in Mauganoxyduloxyd, letzteres iu Nickeloxydul
iibergefiihrt und gewogen.
Der in Saureu unlbslich gebliebeue hntheil ergab, nachdem er'durch Kochen mit einer Sodalbsung vou der lbsli-
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cheu Kieselsiiare befreit und mit kohlensaurem Natronkali
aufgeschlossen worden, aufser Eisen und Magnesia auch
eineii Gehalt von Thonerde uud Kalk, dagegen nur Spureii von Mangan und Nickel: seine Analyse geschah in
ganz Pbnlicher Weise wie die des Ibslichen Silicats.
Die Alkalien, welcbe der unlbsliche Theil enthalt, wurden in einer besonderen Quantitat der urspriiiiglichen Substanz bestimlol, wobei zu bemerken, dafs sich durch Behandlung der rnit Fluorwasserstoffsiiure vollstlndig aufgeschlosseiien Masse mit SalzsELure nicbt Alles auflbte, sondern eine gerioge Quantitat eines schwanen Pulvers zuriickblieb , welches sich als Chromeisenatein erwies, indem
beiiii Schmelzeu desselben mit Salpeter und Aufllisen dcr
Schloelze Eisenoxyd uugelGt blicb, wahrend die mit Essigslure angeduerte Lbsung mit Bleisalz einen schliueii
Niederschlag VOD chromsauren Blei lieferte. Ebeaso geschab die Bestimmung des Schwefels in einer besonderen
Portion. Durch eine Prfifuug der Alkalisalze im Spectralapparat wurde die Abwesenheit von Lithium bewieseo.
Die Analyse ergab:
Maguetischer Theil
Lbsliches Silicat
53,281
t
1
,
I
Ui116sliches Silicat
40,898
Beigemengte Stoffe
I
Magnetkies
Nickeleisen
Kieselsa ure
Eisenoxydul
Magnesia
Manganoxy did
Nickelorydul
KieaelsPure
1
Pror.
Sauersl.
1,767
20,713
18,360
15,490
O,J 30
0,288
23,866
5,177
4,049
2,276
4,100
0:940 (424)
0,490 0,08,
Chromeisenstein 0,760
Schwefeleiseu
0,7 18
99,424.
188
In dein in SBuren Itklichen Silicat findet das Verbtiltnifs des Sailerstoffa der Kieselstiure zu dem der Basen statt
= 1: 1. Das Silicat ist daher ein Monosilicat von der
Forlnel 2 R 0 , SiO, oder 3R0, S O , , wlbrend aus den
Bestandtheilen hervorgeht , dafs es Olivin ist.
In dem unlOslichen Silicate findet sich das Sauerstoffverhiiltnit fast = 2 : 1. Da aber den Bisilicaten RO,SiO,
oder 3 RO, 2Si0, weder die Thonerde nuch die Alkalien
eigenthiiinlich sind, so ist es wahrscheinlich, dak das unlosliche Silicat ein Gemenge aus einer Feldspathsubstanz,
etwa Albit, und einer Amphibolsubstaoz, vielleicbt Hornblende ist.
Wegen der Scbwefelwafserstoffentwicklung, welche beiln
Uebergiefsen des vom lnagnetischen Antheile befreiten Polvers init Salzstiure entsteht, ist der Schnefel sPlnmtlicb als
Einfach-Schwefeleisen berechnet worden. Prof. W Ohler,
welcher vor etwa 15 Jahren ein Stiickchen dieses Steines
diirch Einen von uns bekain, fand darin ein ziemlicb grofses magnetisches Metallkiigelchen ; in dem Stiicke, welches
wir untersuchten war jedocb der inagnetische Antheil nur
sehr gering.
Der Stein von Uden besteht also atis Nickeleisen, Schwefeleisen ( Magnetkies 2. Tb.) Cbromeisetistein, Olivin und
wahrscbeinlich Albit und Hornblende. Er stimint daber in
seiner mineralogischen Zusaminensetzung ganz fiberein mit
dem Meteoriten, welcher bei Utrecht am 2. Jrini 1813 gefallen und durch Einen von uns untersucht worden ist.
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