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Chemisches Kolloquium der T. H. Aachen

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beruht auoh darauf, daB ale Wirte aweijkhrige Pflanzen, besonders Unkrkuter, in Frage kommen. Die etarke Ausbreitung der
Kartoffelvirosen diirfte auoh mit darin begrilndet sein, daO zu
viele Kulturfehler gemacht werden. Auoh kann die uberwinterung im Laube eine Rolle spielen. Hinsiohtlich der Morphologie
der Viusteilohen wurde mit Hilfe dee Elektronenmikroskops klargestellt, dall drei Formen in Frage kommen und zwar 1.) starre,
2.) flexible und 3.) sphirrisohe Teilohen. Hinsiohtlioh der Lage der
Virusteilohen in der Zelle konnte bislang kein Grund gefunden
werden, weshalb bestimmte Viren nioht duroh Blattlause fibertragen werden. Zur Frage der Bekiimpfung wird mitgeteilt, dall
Viuserreger in Prells&ften duroh Antibiotika inaktiviert werden
konnen. Mittels innerer Therapie wurde beim Tabak-MosaikVirus ein erster Erfolg erreicht. Auoh duroh Wiirmeerhohung
konnten Erfolge gegen Viruskrankheiten erzielt werden. Die Heilung blattrollkranker Kartoffelknollen soheint' aussiohtareioh
duroh Bestrahlung mit UV-Lioht.
F . D U S P I V A , Heidelberg: Weitere Untersuchungen iibw
sloffwechselphysiologischeBeziehungen zm'schen Rhyncholen und
ihren WirtspfZanzen*).
Die Speicheldriisen der Blattlause enthalten eine Trehalase und
Maltase, der Darm auBerdem eine Gluoosaocharase sowie sohwkohere Enzyme zur Spaltung von Turanose, Cellobioee, Melibiose
und Lactose. Die Drrmenzyme bewirken im Verlauf der Saooharosespaltung ,,in vitro" eine Synthese zaNreioher Oligosaocharide
naoh dem Prinzip der Gruppeniibertragung, die 3 Reihen angehbren. Die l. Reihe entspricht papierohromatographiseh dem R r
Wert nach den Spaltprodukten von Stsrke naoh partieller SLurehydrolyse ( Amylose-Reihe), die 2. Reihe einem entspreohenden
Hydrolyaat von Dextran (Dextran-Reihe). Alle diem Oligosaooharide reduzieren und enthalten Glucose als einzigen Baustein.
Die Glieder der 3. Reihe reduzieren nioht, bei milder Saurehgdrolyse spalten sie Fructose ab und gehen in die nirohstniederen Glieder der Amylose-Reihe iiber; sie enthalten also terminal Saooharose. Die hochsten beobaohteten Glieder entsprechen Hexasaoohariden. Im Honigtau der Blattlkuse lieBen sich ebenfalls
zaNreiohe Glieder dieser drei Reihen haohweisen, wenn die Liiuse
an Pflanzenteilen saugen, die reioh an Sacoharose sind. Im Honigtau der Blutlaus und von Aphis pomi wurden freie Aminosauren
gefunden. Duroh Blutlauebefall vergallte Gewebe dee Apfelbaumea enthalten mehr freie Aminoeiiuren ale normales Gewebe.
Die Speioheldriisen der gallenbildenden Blattliruse Telraneura ulmi
und der Blutlaue verwandeln ,,in vitro" enzymatisoh Tryptophan
in Produkte, die das Wurzelwaohstum von Portulak-Keimlingen
hemmen. Papierohromatographisoh konnten drei .waohetumshemmende Fleoke dargestellt werden, mit den Rf-Werten 0,85,
0,71 und 0,30 (Solvens: Butanol, Pyridin, Wasser), davon entsprioht der Fleok 0,71 der Indolessigaaure. Bei der Blutlaus lie0
eioh nur der Fleck 0,30 einwandfrei siohern. Die Speioheldriisen
mehrerer nioht gallenerzeugender Blattlausarten bilden i n vitro
keinerlei Hemmstoffe.
L. [VB 5281
Chemisches Kolloquium der 1.H. Aachen
am 10. Dezember 1968
R. H A A S E , Aachen: Wiirmeleitfdhigkeit i n dissoziierenden
Uasen.
Magnnnini und Mitarbeiterl?,) beobaohteten 1897 bzw. 1900,
dall die WArmeleitfLhigkeit von N e 0 4 in einem bestimmten Temperaturbereich abnorm hohe Werte erreicht. NernsP) deutete
dies 1904 dureh die Annahme, an jedem Orte des gasformigen
Systems stelle sich das zo der betreffenden Temperrtur geharige
chemische Gleiohgewicht der Dissoziationsreaktion.N,O, + 2 NO,
ein, woduroh dem normalen WLrrneleitungsmechanismus ein Meohanismus infolge von Diffusion der Reaktionsenthalpie iiberlagert
werde. Die von Nernst angcgehene Formel fur die Warmeleitftihigkeit AA lautet:
1A
-
1
+
a ( l - a ) p HR D'
(1 + a ) R2 T
'
( A = Warrneleitfiihigkeit boi gehemmter Reaktion, errnittelbar
aus der kinetisohen Gaetheorie, 2 = Dissoziationsgrad, p = Druok,
HR = molare Reaktionsenthalpie, I)' = Diffusionekoeffizient der
*)
I)
Vgl. diese Ztschr. 65, 163 11953).
G. M a nanini u. 0. Malagnini, Rendic. Acad. dei Lincei, 4. I .
!f
22.
*) G . - M a g n i t k u. V. Zuhino Gazz. chim. ital. 30 405 [1900].
s, W. Nernst: Festschrift L u d h g Boltzmann, Joh.'Ambr. Barth,
1Rcll
Leipzig 1904, S. 904.
2 12
-
undisaoziierten Molekeln gegen die dissoziierten, R = Oaekonatante, T absolute Temperatur). Sie besohreibt neuere Experimente
Qaaen, die naoh dem Schema At + 2 A dissoziieren (E.
U. Franck')), nur dann quantitativ, wenn man beaohtet, dall der
in Nernsts Formel urspriinglich auftretende DifffusionskoeffiEient
D' von dem gewahnlich benutzten und' tabellierten Ditfueionekoeffizienten D verschieden ist. Es gilt fiir eine Reaktion vom
Typ A V + vA allgemein7):
D D' ( V X , + $),
-
worin v die Zahl der Nolekeln ist, in die eine undissoziierte Molekel (Sorte 1) zerftillt, und x1 den Molanbruch des Stoffes 1 bedeutet (xl + xp = 1). Nernst setzte mit allem Vorbehalt D'
D. fipltere Autoren beachteten die Vorbehalte niaht, woduroh
eich in die Literatur eine rinkorrekte Gleiohung ale ,,Nernslsche Formel" eingesohlichen hat.
Der Giiltigkeitsbereich der (korrekten! Nernstschen Formel 1 U t
sioh duroh Anwendung der Therrnodynamik der irreversiblen
Prozesee priizisieren: die allgemeine Gleichung fur beliebige reagierende fluide Zweistoffgemische ( Y e i z n e r 6 ) ,Prigogins und B u e d ) ,
Haasd)) lautet (bei Vornueeetzung des lokalen chemischen Gleiohgewiohts) :
-
-
-
(p totale molare Volumenkonsentration, f, Aktivitirtskoeffizient der Teilohenart 1, d. h. hier der undissoziierten Molekelart,
DT = Thermodiffusionskoeffisient). Aus dieser Gleichung leitet
man ab7),daB die Formel von Nernst unter folgenden Bedingungen
richtig ist :
Ee wird
1.)lokale8 ehemisohes Gleichgewicht vorausgesetzt,
2.) der Einflull der Tbermodiffusion vernachllssigt,
3.j Gtiltigkeit der Gesetze fiir ideale Gase angenommen,
4.) eine Dissoziation~reakt.ionvom Tpp
4 + 2 ~ ,
d. h. der Fall v = 2 betraehtet.
Die auf 1.) und 2.) berubenden Abweiohungen liegen bei den
bisher untersuehten Firllen innerhalb der MeBfehler und der Unsioherheiten in der Ermittlung anderer GraOen, die in der Gleiohung auftreten.
u. Li. [VB 5351
6sterreichische Gesellschaft fur Mikrochemie
am 6. Februar 1954 in Grez
H. F L A S C H K A , Graz: Zur Tbeorie koniplexometr~scher Tifrationen.
Untersuohungen von %aZuin, Eljerrum und vor allen Schwarzenbach haben unsere Kenntnisse iiber das Wesen der Energetik und
Kinetik der Bildung von Chelatkomplexen wesentlioh erweitert.
Ereetzt man bei der Komplexbildung mehrere monovalente Liganden dureh wenige oder gar nur einen polyfunktionellen, so
wird duroh Verkleinerung der Reaktionsentropie ein Gewinn an
freier Energie erzielt und damit e r h a t die Reaktion auch eine
hehere Komplexkonstante. D i e m , , C h e l a t e f f e k t " (Schwarzenbach) iat bei der Ausbildung fiinfgliedriger Chelatringe beeonders groll. Komplexbildner geeigneter Konstitution, wie sie z. B.
bei der Athylendiamin-tetraessigsaure gegeben ist, neigen dann
zur Bildung sehr stabiler, loslieher Komplexe auch mit jenen
Metall-Ionen, die sonst nur geringe Neigung sur Betatigung ihrer
Koordinationsstellen aufweisen, wie z. B. die Erdalkalien. Die
auf dieser Basis geschaffenen komplexometrischen Titrationen
fiihrten zur Entwieklung eines neuen Zweiges der Mallanalyse, fur
den Pribil den Namen , , C h e l a t o m e t r i e " vorgesohlagen hat.
Die Komplexone haben eine nur aullerst geringe Spezifitiit. Wie
Vortr. aber zeigte, 1&0t sich durch Einstellung eines geeigneten
pE-Wertes, durch Wahl geeigneter spezifischer Indikatoren, sowie
duroh Gebrauoh zusLtzlioher Komplexbildner ale Yaskierungsmittel eine bedeutende Steigerung der Selektivitirt erzielen.
F. [VB 5391
E . U. Franck 2. physik. Chem. 201 16 [1952]. E . U.Francku.
W . Spaffhoff 'Z. Elektrochem.. im druck.
J . Meixner, 2. Naturforschg. 717,553 [1952].
I . Pri ogine u. R. Buess, Bull. Acad. roy. Beigique (CI. Sc.) 38,
711 [1%52].
') R. Hause, Z. Naturforschg. 80, 729 [1953].
6,
0)
Angew. Chem. 66. Jahrg. 1954 1 N r . 7
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