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Chlormagnesium im Speisewasser.

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I3lunient ha1 : Chlorniagnesium i m Sileisewasser - Aus anderen Vereinen und Versammlungen
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Zeitschrift fur
awewandte Chemie
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Chlormagnesium im Speisewasser.
VJii Dr. FI:I~D.HLUAIEKri%z\id.
(Eingeg. 4.:10. 19L1.)
Die Versuche yon H. Ost, auf die tlieser sich in seinen Mit,
teiluiigen (Zeitsrhi.. f. iingew. Chcmie 34, S. 396 [1921]) bezieht, warer
mir nicht bekannt. Wenn aber ;iurh durc.11 diese Versuche nicht be,
statigt \vui.de, cia13 Eisen durch aiis dem Magnesiumchlorid infolgc
direkter Spaltung +,ntsteliendeS:ilzsiiure gelost wird, so geht aus ihner
hervor, daii, unter Uiiistiintlen Eisen in Liisnng gehen kann.
I r h habe niich in incinen Aiisfuhrungen, d a dies ihr Zweck nichi
wxr, iilier die Tht,oiie der Korrosionsvc'irliiing des Chlormagnesiums
nivht erschopfend gciiu'3ert. .Jedenf':ills ist aher auch iiacli den Velsucheii 0 s t s hiiiifiq die koiwdierende Wirkung des Magnesiunichlorids
aiif iius dieseiii sich ;ibsp;iltenile Salzsaitre zuruckgefuhit worden
(0. h l o h r , W;isst*r und Abwasser, Hd. X, 1016, S. 226; F r a n t z .
Zritschr. f . I)amp!I~essel- u n d M~ischineiibetrieb,Xr. 20, 1913, S. 241.)
A u c h spricht miin die Chloride als S;iuerstoffuhertrtiger an und
fiihrt hieraiif die ZerstOi-ungen in dvr Praxis durch Magnesiumchlorid
zurlick. ( K l u t h , \Zt:di7iniscalie Klinik, 191h, Nr. 17-19.)
Da iiii iibrigeii (lit, blitteilung O s t s leicht Veranlassung geben
konnte, die Getiibrlichlieit des Chlormagnesiums zii unterschiitzen,
\veil dessen Wirkung gcwissermallen mit der der ubrigeri Chloride
als Fiirderer der Rostt)i;dung gleichgestellt wird, so muM eindringlich
v o r einer ;illzu leichteii Atiffassung gewarnt werden. - Der Nachweis, dn6 von alien Chioriden insbesondere hlagnesiumchlorid beim
Dampfkesselbetricli i n iibrrregender Weise korrodierend wirkt, ist
z. K. erbriic~ht durch die Versuche von B o B h a r d und P f e n n i n g e r
(Cheni.-Ztg. 1916, S. 6 3 ) . A u f (lie Schadlichkeit dieser Verbindung
ist Iiiiufig hingewiesen worden. H e i B l e r (Wasser und Abwasser,
Hd. i-11, 1913, S. 3:!0) fiihrt die 'I'atsache i i n , d;i5 von den Revisionsvereineii und l'ra litikern zii1ilrr:iche Anfi essungen der mit chloririagnesiunilialtigen Wiisserri gespeisten Dainpfltessel festgestellt
wurden. Auch weist ei auf die Kefunde S c h w a l b e s bin, dai3 Eisen
durch ein Kaliendlauge enthaltendes Wass~:r aus der Saale vieriehnm i l starker als durch ge\\fihnliches Leitungsv.asser angegriffen wurde. Ferner erwahnt K l u t Ii (Ylediziiiische Kliriik, 1918, Nr. 17-19) die
besonders ungunst ige n'irkung cles Magne-iumchlorids, insbesondere
be i h oh orer Tempe rat ur in Da inp f kesse 1 n.
M a n sollte dek1i;ilb in:ignesiiiiuc,lilorid~ialtiges Speisewasser stets
r o n dieber ichiidlic~hen \'erhiuduiig hefreieii.
[A. 2225.1
Aus anderen Vereinen und Versammlungen.
Deutsche bun sen-Gesellscha f t.
Die Deutsche Bunsengesellsi,liaf't fur angewandte pliysikalische
Chemie hielt ihre diesjahrige Hiiuptversanimlung vom 14.-16. 9. i n
.Jeiia ab. Der Vorsitzendi:, Geh. Hofrat Prof. 111..Dr.-Ing. h. c. F o e r s t e r ,
Dresden. erSffnete die erste Sitzung mit einer Begruhngsansprache,
in der er besonders den st:iatliclien 13ehorden den Dank fur ihr Interesse a n der Versnniniluiig aussprach. Nachdein die Vertreter der Behnrclen und befreundeten Vweine zu \Vorte gekonimen waren, iiberreiclite der Vorsitzmde die von dem verslorbenen Schatzmeister der
Gesellschaft, ( i e h Ileg.-I?at Dr. T o n Hoe t l i n g e r gestiftete B u n s e n ,111 e d ii i 1 I e dem Geli. kk g.-Rat J'rof. l)r.-lng. 11. c. T a in m B n n , GottinZen, fur seine lier\-oiraLenden Arheitcn iit)i;r die Chemie und Physik
der nieliillischen Zustiiiide u n d d;is chemiiche und elektrische Yerhalten der MischB ristnlle, die fiir die tei:hnische Searbeitung der
Puletalle und ihrer 1,egiei~ungenvon grund1egi:nder Bedeutung geworden
sind. Die i n seinein Lehrbuch di:r Rletallographie entwickelte Theorie
der Jletallliunde ist f i i i ' (:liemiker n n d Ingenieure, Physiker und
Met;illographen ubpraus wertroll. Prof. T:irnmann. sprach der Gesellschaft seinen herzi~c+hcn1)nnk fiir die ihm zuteil gewordene
Ehrring aus. und hielt sodarun einen zusaminenfassenden Vortrag iiber
, , D d s chemisehe Verhilltcn mctallisch leitender Verbindungen".
Er stellte den IJnlerscliied zwischen cheniischen Verbindungsreilien
und Mischkristallen feat. Sol;ince keine iunere Diffusion auftritt,
also bei ge\viihnlic.lien 'Temperatwen, zeigeii die metallisch leitenden
Verbindiingen nur #lieEigenschaften des eiiien oder anderen Bestaudteiles, hei erh8htei. Ternperatur treten l'olentiale auf, die zwischen
denen der beiden Koinponeriten liegen. Die nralte Feuerprobe des
Goldes tiernlit auf dieser Erschei~~ung,
indetn durch die ])iffusion, die
beim Erhitzen eintrill, (lie i'erunreinigungen des Goldes an die Oberfliiche Ironiiiien unil ox\ tliert weiden.
Bericht iibr:r die wissenschaftlichen Verhandlungen.
Prof. Ilr. H. 1'. K a u t i n a n n - J e n a : ,,Uber quantitative Pyrolyse".
Die Realitionen dei quaiitit;itiven An:rlyse spielen sich in den weitaus
meisten Fiillen in 1.ijsung ab, Trerinimgen in trorkener Substanz finden
seltenert .4n\vendung. Die Trennungen, die in Abwesenheit eines
Losiinysiiiittels nur durcli F:inwirI;unl: von \VKrme sich erzielen lassen,
oder bei deneii z i i m iiiindesten die Erwiirinung i'eranderunpen herrorruft, auf Griind deren rine 'I'renriung mogljch ist, werden nnter dem
Sanlinelhegriff der ,quan:itativen I'yrolysc" zusanimengefa8t. 13ei der
Trennung yon Melallsalzen, heispielsweise erhalten durch Auflosen
voii Legierungen in Siiuien, leistet die Methode gute Dienste und fiihrt
oft rascher zum % i d als die gravirnetrisclie F:estirnmung. Das Gemisch
der Snlze wird ziir Trochne abgedampft und bestimniten Temperaturen
(im Dampf von FJ Bssigkeiten yon geeignetem Siedepunkt oder im
elektrischen Ofen) ausgesetzt. Verhalten sich nun die einzelnen Salze
der Erwarmung gegeniiber verschieden, bleibt z. H. das eine wasserIdslich, wiihrend das andere ein unlosliches Realil ionsprodukt ergibt,
so ist in leichtester Weise eine Trennung moglich. Eine Legierung
von vie1 Magnesium und wenig Aluminium (Rlagnalium), die der quantitativen Trennung durch Fiillungsmethoden groi3e Schwierigkeiten entgegensetzt, wurde in wenig Salpetersiiure gelost, die Losung zur Trockne
verdampft und der Riiclistand 3 Stunden bei der Temperatur des siedenden Anilins (183") gehalten. Dabei geht das Aluminium in ein wasserunl8sliches basisches Nitrat iiber, das sich nach Zusata von Wasser
dnrch Filtration leicht von dem unveriinderten Magiiesiumfiltrat trennen
M t . Durch genaue Feststeilung der Temperaturen der Zersetzuiig
verschiedener Salze, vor allem von Nitriiten nnd Sulfaten, wurden
andere Trennungen ausgearbeitet. Die Vorteile und Nachteile der
quantitativen Pyrolyse werden niilier erortert.
Dr. Pr. V. v. H a h n , Leipzig: ,,Uber kinetische und statische
Koagulationsmessungen an Suspensoiden". Da der zeitliche Flockungsvorgang nach den bisherigen stalischen Methoden natiirlich nur unvollkomiiien zii messen war, sind verschiedene kinetische Flockungsmethoden aufgestellt worden, die jedoch, his auf eine a u s anderen
Griinden nicht gut brauchhare, nur in Spezialfiillen angewandt werden
konnten. Die neu konstruierten Apparate, die bei jedeni Sol in einfachster Weise in Anwendung gebracht werden kiinnen, beruhen a u f
der Messung der Dichtekderung der oberen Schichten eines flockenden Soles. Man kann diese entweder ih einem U-Kohr messen, dessen
einer Schenkel init Wasser, der andere mit dem Sol gefullt wird.
Sedimentiert auch nur ein kleiner Teil der dispersen Phase in einen
angeschmolzenen Fortsatz hinein, kann man eine h d e r u n g der Hbheiidifferenz beobachten (Zweischenkel-Flockungsmesser). Oder man miilt
die Lange einer Solsaule, die ein grS6eres Gasvolumen als Sperrfliissigkeit abschliefit, und sich bei einer Dichteiinderung des Soles verschiebt
(Einschenkel-Flockungsmesser). Die Messungen lassen sich (bei gewissen Verfeinerungen der Apparate) z. B. bei funfzigstel normalen
Metallsulfidsolen auf etwa 1 ,, genau ausfuhren.
Prof. Dr. H. F r e u n d l i c h , Berlin: ,,Uber Konzentrations- und
Potentialgef;il/e an Grenzflachen". Es wird entwickelt, aus welchen
experimentellen und theoretischen Grunden man an den verschiedenen
Grenzflachen Grenzflachenschicliten von besonderer Zusammensetzung
anzunehnien hat, und es werden dazu die wichtigsten Eigenschaften
der darauf beruhenden Adsorptionserscheinungen besprochen. Zum
Schlulj wird die Frage erortert, wie weit sich die Adsorption bei elektrischen Potentialdifferenzen a n Grenzflachen bemerkbar macht.
Prof. Dr. A. E u c k e n , Breslau: ,,Uberdie Theorie derAdsorptionsvorgange". Wegen der Verschiedenheit der Adsorptionsvorgange latit
;ich eine allgemein gultige Theorie nicht aufstellen; namentlich die
Deutung der irreversiblen Adsorptionserscheinungen bereitet Schwierigkeiten. Am giinstigsten fur eine theoretische Hehandlung liegen die
Verhaltnisse hei der Adsorption von Gasen in Holzkohle und ahnlichen
Stoffen, die reversibel erfolgt. Neuerdings wurden von L a n g m u i r Adsorptionsversuche a n Glimmer und Glas ausgefiihrt, die sich gegenuher
jen Versuchen mit Kohle dadurch auszeichnen, daC, die wirksame
3berfllche genau angebhar ist. - Aus einer theoretischen Analyse der
Adsorptionsisothermen, d. h. derjenigen Kurren, die die Abhlngigkeit
i e r adsorbierten Menge vom aufjeren Druck angeben, lassen sich folZende Schlusse hinsichtlich der Kraf t ziehen, die hei der Adsorption
von Gasen an Kohle od. dgl. wirksam ist. Die Adsorptionslrraft ist
wesensgleich mit der hlolekularattraktion, die die Kondensations:rscheinungen bedingt und in der Zustandsgleichung durch die van der
Waalsscheu Konstanten ihren Ausdruck findet; sie ist von der Tempe-atur nahezu unahhiingig. Da, wie die Versuche L a n g m u i r s zeigen,
jie adsorbierende Oberfliiche im Slttigungszustand hoclistens von einer
3chicht adsorbierender Molekiile bedeckt ist, ist entweder die Keichiveite der Adsorptionskraft sehr gering (von der GroBenordnung der
Molekiilradien) oder die Kraft wird durch Ausbildung einer Schicht
iron molekiilarer Diclte ahgesattigt.
Prof. Dr. A. N a t h a n s o h n , Berlin-Dahlem: ,,Uber Erzaufbereitung
nit Hilfe des Schaumschwimmverfahrens". Vortragender fiihrt in
?inem Demonstrationsversuch das sogenannte Schaumschwimmen
:,Flotationsverfahren") vor, das zur Aufbereitung von Erzen, zur Trenlung ihrer wertvollen Bestandteile vom tauhen Gestein dient. Das
Verfahren beruht darauf, da6 die Erztriihe, d. h. die Suspension des
'eingeinahlenen Gesteins in Wasser, 01 u n d Luft eingefiilirt wird, woruuf
n a n durch haufiges Ruhren einen Schauni erzeugt, der hauptsachlich
lie eigentlichen Erzbestandteile enthiilt, wiihrend die Gangart zu Boden
jinkt. Das Verfahren ist seit etwa 15 Jahren in Australien und Amerilra
n Gebrauch und gewinnt neuerdings auch in Deutschland an Inter:sse; es beruht auf den Oberflachen-AnziehungskrBften zwischen Minerd,
11, Wasser und Luft, die bei den verschiedenen Mineralien verschieden
;ind und auf diese Weise ihre Trennung ermoglichen. Redner fiihrt
IUS, wie man durch eingehende Analyse der Einzelfiille zur niiheren
lufklarung des Prozesses gelangen kann.
Prof. Dr. 0. W a r b u r g , Berlin: ,,Uber Oberf1;iclienreaktionen in
ebenden Zellen". Zellatmung und Kohlensiiureassimilation sind Reakionen an Oberfliichen. Dies wird gezeigt einerseits durch Versuche
im lebenden Objekt, andererseits durch Nachahmung der genannten
.ebensvorgiinge an einem unbelebten Modell.
(Fortsctzung folgt.)
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