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Colloquium des Kaiser Wilhelm-Institutes fr medizinische Forschung. Heidelberg den 18

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Versammlungsberichte
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Die voii ihin herstamnienden Reihenbilder aurden nach einer
Anrcgung von 0.Messier auf cincn Film kopiert und als
Kinefilm untcr derii Ucifall der Zuschaucr vorgefiihrt.
Dr. K r ef f t : ,,Neueve Enlwicklung von Quecksilberlampen."
Dic
uiodernen
IIochdruck - Querksilberdampflanipcn
zciclinen sich auWer durch cinc hesscrc Ausnutzung der aufgcwendeten elektrischcn Ikcrgic vor allcui durch cinc wcsentlich remichrtc 1,cuclitdichte am. Wiihrcnd bci der Xiederdrucklampc die Entladung den ganzen Querschnitt der mit
Quccksilbcrdampf oder Bdelgas gcfiillten 1,ampe ausfiillt,
lcuchtet bei der Hochdrucklanipc nur ein enges zusammengcschniirtcs Kindel. An Hand von niagrarnmen wird dcr
Gradient (Spannungsabfall/cm) und die Energieausbeute bci
Xicdcr- und Hochdrucklampen auseinandcrgesctzt. Danach
crgibt sich ein stetiges Ansteigen des Gradicntcn und der
Ausbeute bis etwa 50 atii. Auch dic Lcuchtdichte nimmt
rapid zii. Sehr verschicden ist die spektralc Verteilung des
Lichtcs con Nicderdruck- und Hochdrucklampen. Scinc Hauptcnergic liegt allerdings bei beidcn ini unsichtbaren Gebict .
Wihrend jedoch die Niederdrucklampen hauptsichlich ein
TX-Licht kiirzerer Wcllcnliiigc crgebcn, liefcrn die Hochdrucklampcri liingcrwclliges TJV-1.icht. Ilurch dic Anwcndung ron
Leuchtphosphoren, die geradc durch das kurzwclligc UV-Licht
stark angercg wcrden, gelinhrt cs nun, eincn grol3en Tcil der
UV-Strahlung in siclitbares Licht wnzuwandchi. Die Lichtausbeiite fiir das sichtbarc Liclit konnte bei den Niedertlrucklainpen hicrdurch uni tlas &Sfache vcrmehrt wcrden. Die
1,cuchtphosphorc befinden sich hierbei an dcr Innenfliche dcr
Lanipe. Rei Hochdrucklanipcn xnufi man entsprechend dcr
andercn Zusammcnsetzung dcs CV-Lichtes anderc Phosphorc
venvcnden. Auch erfordcrt die liohe Tcmpcratur die Anordnung
dcr Phosphorc in einer grBUeren Glasbirne, die die cigcntliche
1,ampe umgibt.
nei 10--15 atii bctragt die 1,ichtaushcutc ctwa 70 Lumen
pro \Vatt. Die Leuchtdiclitc bctriigt hci 1 at 200 Stilh, bei
10 at 500--2000, hei 50 at 2 0 0 0 0 4 0 0 0 0 und bei extrem
hohen Urucken his zii 71000 Stilb. Die Erzcugung dcrartig
hoher Leuchtclichten ist nlit der Notwendigkeit, groUc Warmemengen abf iihrcn zu niiissen, verbunden. Pro Quadratzcntimeter
Quarz miisscn etwa 500- -1000 W abgefiihrt u-erdcn. Im wcsentlichen sirid I'ortschrittc n u durch cine Verbesserung der
Wiirmcabfulir zu crwarten. Vortr. wics schlieulich noch
hesonders auf die gute Eignung von Quecksilberlampen als
Normallichtquellen hin, (la sie schr gut rcproduzierbar sind,
und die 1,ichtqualitat von Ilampfdruck und Relastung weitgehend unabhangig ist.
Colloquium des Kaiser Wilhelm-Institutes
fiir medizinische Forschung.
Heidelberg, den 18. Mai 1936.
Vorsitz: R . K u h n .
K.H c r z b e r g , niisseldorf: ,,Newre Ergebnisse dev Virrcsfovschzrng".
Scit etwa 3 Jalirrn hat man anerkannt, daW die filtricrbarcn, in ihrer Veniiehrung an die lebendc %elk gebundenen
Ansteckungsstoffc (Vira) z. T. auch sichtbar gerndcht werden
konnen. Neben den Nachweis der Virusarten durch pathologisch-anatomische Vcrandcrungcn im Tierversuch tritt nunmehr also auch der direktd Nachweis durch mikroskopische
Betrachtung, wobei man sicli tcils encrgischcr Firbemethoden
bedient, teilsirn ultra\-iolctten Licht photogaphiert. DicTcilchengro13e der Virusarten 1aOt sich arri genauesten durch Filtrationsversuche init gecichten Kollodium-?ulembranen ennitteln, die
cinhcitliche Porenweite und gcringe Adsorption aufweisen, eine
Methode, die besonders von W . J . Blford. London, entwickelt
wurde. Die gefundenen TeilchengrijWen hewegen sich zwischen
175 inp ds Mm-inium (Pockenvirus) und 8 mp als Minimum
(Maul- und Klauenseuchc-Virus), wobei eine deutliche Liickc
zwischen 60 und 20 mp klafft. In diese Liicke fiigen sich der
GroWc nach recht genau die Uakteriophagcn ein, deren groWte
etwa 75 mp' Durclmesscr, deren kleinste 10 mp Durchmesser
haben. (Zum Vergleich: kleine Bakterien und Kokken: 1000
bis 800 mp, Iiimoglobinmolekiil nach Svedbevg 3-5
mp).
Vortr. demonstriert eine Rcihe vonXikophotographien, darunter
....-
.
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r-~
Angewsndta O h d e
49...Jahra.
Nr..%3
-- . 1936.
... -. ~~
auch farbige, in denen die Virusarten tcils nach d e n vom
Vortr. cntwickeltcn Verfahren mit Viktoriablau geflrbt waren,
tcils im ultraviolettcn Licht aufgenomrnen waren. Uic Kleinheit der Objekte laWt eine Idcntifizierung nach dcr auWeren
Gestalt nicht zu, indesscn erlauben Unterschiede in der Viktoriablau-Parbbarkcit in gewissen Fallen diagnostische Riickschliissc, wic dies dcin Vortr. in eincni Pall von Windpocken
bcrcits gclang. - - Der Veniichningsvorgang des Virus wird
mit Mikrophotogrammcn m i Rcispicl dcs Pockenvirus uxid des
Kanaricnvogclvirus demonstriert. Er erfolgt im Zcllplasma,
haufig auftretende Doppelfoniien lassen eine Vermehrung durrh
Teilung vcnnutcn. Die von rerschiedenen Virus-Arten in der
Zelle gebildeten Rinschliisse, von denen die ,,Guamievi schen
Korperchcn" die bckaruitesten sind, scheinen ein P r d u k t von
Viruskolonie und Zcllabscheidung zu sein. Nach Aufhellung
der gefiirbten Praparate sind in oder auf diesen Einschliissen
Viruskorperchen zii erkennen.
Zur Ziichtung der Virusarten bedient m a n sich der Gewebckulturen nach Carrel oder - ncucrdings und einfacher - der
Ikinipfung dcs Hiihnereis. Man beinipft dic Eihaut cines
1 1 Tage bebriitctcii Xis, worauf nach wcitcrcn 3 Tagen das
I:nibryonalgewebc durchinfizicrt ist. Vicle Virusarten sind in
dcr Wahl dcs bclchten Xiihrbodens weiiig s~iczifisch (z. I?.
Pockcn), cinige zcigen jedoch ausgepragte Spezifitiit. So
bcflllt das Herpes-simplex-Virus die Kaninchenhomhaut
schncll, die Kalbshonihaut aher iiberhaupt nicht. - Die Rczicliungen von Gcschwiilstcn zu den Virusarten sind iiocli x u
wcnig crforscht, als daW etw-as Allgemeingiiltiges dariiber
gesagt werdcn kann. nestiiiiirite Ceschwiilstc, wie das Rounsche Hiihnersarkom und das Shoopsche Kaninchenpapillom,
wcrden durch Vira hcrvorgerufen, und auch menschliche Gcschwiilste, wie Warzen, kbnnen iibcrtragen werden. - In der
Relriimpfung von Virusinfcktionen hahen sich die gegen andere
Infcktioncn bcwiihrten Cheniothcrapeutika, wie Rivanol oder
Acridinderivate, selbst in recht hohen Down als unwirksam
erwiesen. Die Bmpf indlichkcit der Vira gegen Oxydationsmittel, wie Pcrnianganat oder photoaktivicrtes Methylenblau,
hat sich im Ticrversuch zur nekarnpfung verwcrtcn lassen,
ohne heim Menschen aber grol3e Aussichten fur die Praxis zu
bietcn. Fiir die Bekiimpfung konunt wohl, vor alleni in der
Tierzucht. dcr Schutzimpfung. an deren Ausbau wcitcrhin
gearbeitet wird. die groWte Rcdeutuiig zu.
In der A z t s s p r a c h e weist O t t o darauf hin, daW in den
Rikettien, den Errcgern des Pleckfiebers, cinc Zwischcnstufe
vorliegt, da diesc zwar ,,groWen" (nicht filtricrharcn) Organismcn glcich den Virusarten nur in lebendcn Zellcn wachsen
konnen. - Meyerhof berncrkt, da13 alle Versuchc zur I k t stellung eines Stoffwechsels von Vira und Bakteriophagen
bisher fehlgeschlagen sind, auch in Fillm, in denen eine geniigende substanznial3igc Anrcicherung vorlag. I)a nun dcr
Stoffwcchsel der Mikroorganisiiien. auf gleichc Trockcnsubstanzmengcn bcrechnet, ininicr griiUer wird, je kleiner die cinzclnc
Zelle ist, .so schcint die Physiologie dcr Vira und Phagen in
grundsiitzlicher Weise von dcr der M ikroorganisnicn abzuweichcn. I m Hinblick auf den Uinstand, daB wciterhin alle
Phagen gcgen bakterizidc Stoffe, wic Fonnalin oder Phenol,
iibcrraschend bcstiindig sind, mochtc BIeyerhof ihnen nicht
den Charakter eines Lebewescns,sondeni cher Fcrmentnatur zuschrciben. - Vortr. verweist auf die offcnbar stattfindende
Assimilation von XiwciB durch die Virusarten und auf die
Verniehrung durch Tcilung und halt deshalb, wcnn auch die
Definition willkiirlich ist, an der Auffassung von dcr belebten
Natur der Ansteckungsstoffe fest.
Deutsrhe Chemisrhe Gesellschaft.
.
1 1 . Mai 1936.
R. W e i d e n h a g e n , Berlin: ,,Beziehungen zwischen Vitamin C und enzymatischen Kohlenhydvatspaltungen."
Vitamin C wird hauptsPchlich in solrhen Pflanzcnteilen
angetroffcn, in denen lehhafte hydrolytische Spaltungcn von
Kohlenhydratcn stattfinden. 1)emzufolge hat sich herausgestellt, da13 enge Beziehungen zwischen diesem Vitamin und
der Tatigkeit der zuckerspaltendcn Enzyme bestehen. So
wird die rohrzuckerspaltende p-h-Fructosidase durch Ascorbinsure in physiologischer Konzentration
mol) stark ge-
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