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Colloquium im Physikalischen Institut der Universitt Berlin.

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Versatiiniluii~berich~e
- Personal- u. Hochschulnachr. - Neue Biicher - V. d. Ch.
-
VERSAMMLUNGSBEIICMTE
Colloquium
im Physikalischen lnstitut der Universitiit Berlin.
26. Juli 1933.
I< o 1 h 6 r 6 t e r : ,,Naclweis koincidierender gerichteter
f ~ o h e n s l r a h l e n hinter
~)
500 m Wasseriiquivalent."
Die quantitative Messung von Hiihenstrahlen erfolgte bis
vor kurzem fast nur mit Ionisationsapparaten. Ein Hohenstrahlteilchen (Quant) produziert auf seinein Wege durch die
Ionisntionsapparatur eine Reihe von Ionenpaaren.
Die
Ladung dieser Ionenpaare wird gemessen; ein und derselbe
Hohenstrahl kann also eine verschiedene Ladungsmenge erzeugen, je nachdem e r einen kurzen oder langen Weg in der
lonisationsapparatur zuriickzulegen hat. Prinzipiell anders
arbeitet das Zahlrohr. Hier wird jedes einzelne Quant
registriert, dadurch, da5 die von ihm primar gebildeten Ionenpdare durch eine geschickte Anordnung so weit verstarkt
werden, bis sie einen Registrierapparat auszulosen vermogen.
Sogar ein einzelnes produziertes Ionenpaar geniigt schon, uni
als Strahlenquant registriert zu werden. Denken wir uns ein
parallel und senkrecht einfallendes Hohenstrahlbundel, so
werden alle diejenigen Teilchen gezahlt werden, die auf die
Projektion des Zahlrohres auf die Horizontalebene entfallen.
Es wird also ein langes und diinnes Zahlerrohr je nach seiner
Neigung zur Vertikalen in gleichen Zeiten verschieden zahlen.
19332 hat Kolhorsler so die Richtungsverteilung der Hohenstrahlung untersucht (Vertikaler Zahlrohreffekt).
Die dritte und wohl exakteste Methode ist die Methode der
Koincidenzen. Hier werden zwei Zahlrohre nebeneinander
angebracht und ihre Koincidenzen gezahlt. Dabei mu13 man
unterscheiden zwischen zufalligen und systematischen Koincidenzeii, denn nur die systematischen bedeuten, daB ein Strahl
durch beide Rohre hindurchgegangen ist. Indem man die
beiden Rohre iti verschiedene Lagen zueinander bringt, kann
man die Richtungsteilung der Hbhenstrahlung erforechen.
Messungen von Kolhorsler in StaBfurt in verschiedenen
Tiefen, \insbesondere Richtungsverteilungsmessungen in der
225-m-Sole (= 500 ni Wasseraquivalent) ergaben, da13 die
Hbhenstrahlen an der Erdoberflache die annahernd gleiche
Richtungsverteilung haben wie in dieser Tiefe. Somit ist die
Strahlung sehr wenig durch Zerstreuung abgelenkt worden.
Die Messung der Absorption, die hohe Energie und die
Richtungsverteilung sprechen dafiir, d a 5 wir es mit einer
Corpuscularstrahlung zu tun haben, und zwar liegt wahrscheinlich hier die harteste Komponente der Hohenstrahlung
vor. Die hartesten Komponenten sind wohl die primaren
Iliihenstrahlen, die weicheren sind durch Sekundarprozesse
entstanden. Datl ein Teil (etwa 15% an der Erdoberflache)
durch das erdinagnetische Feld beeinfluat wird, zeigt der sog.
Ereiteneffekt. Somit sind positive und negative Teilchen anzunehmen. Die Energie dieser Strahlung ist bis zu 4 . 100 e-V,
wogegen die priinlren eine Energie von 1011 e-V haben. Es ist
nicht ausgeschlossen, daB die primare Strahlung aus Neutronen besteht, sehr unwahrscheinlich ist aber die Annahme
einer Quantenstrahlung. Auch die Messungen des Ionisationsverniogens lassen augenblicklich hier keinen eindeutigen Entscheid treffen.
1) Vgl. diese Ztschr. 42, 345 [1929]; 44, 44 [1931],.
PERSONAL- UND HOCHSCMULNACHRICHTEN
Cbcmir
[46.hngewandte
Jahrr. 193X Sr.38
prasideuten. Die Gesellschnft hat beschlossen, eine SudhoffVorlesung zu stiften, die nuf jeder Jahresversaininlung pehaltm
werden wll.
E r n a n t i t : Dr. G. P I e i f f e r , Priv.-Doz. fur physiologische Chemie an der Landwirtschaftlichen Hochschule BonnPoppelsdorf, zum nichtheamteten ao. Prof.
Dr. €I. L u e r 6 , 0. Prof. der angewandten Chernie an der
Technischen Hochschule Miinchen, hat einen Ruf als 0. Prof.
fur technische Chemie an der Landwirtschaftlichen Hochschule
Berlin erhalten. Gleichzeitig wurde ihm von den im lnstitut
fur Garung6generbe in Berlin vereinigten Verbanden die
Direktion dieses Instituts angetragen.
G e s t o r b e n : Dr. P. L o e b n e r , an der Bergschule zu
Aachen, am 24. Juli d. J. - Prof. Dr. R. S e n d t n e r ,
fruherer Direktor der Untersuchungsanstalt fur Nahrungs- und
Genuamittel, Munchen, am 16. September iin Alter von
80 Jahren in Fiissenz).
-
-.
2)
.
Angew. Chem. 46, 594 [1933].
NEUE B U C W E R
(2. benehen, roweit im Buehhandel arechienen, dunh
Verlag Chemie, 0. m.b. H., Berlin W 1,Corneliueetr. 3.)
Lipoide und Ionen. Von Prof. Dr. Rudolf D e g k w i t z. U'i65enschaftliche Forschungsberichte. Naturwissenschaftliche Reihe,
herauegegeben von Dr. R. E. L i e s e g a n g . Band XXXI.
XVI und 323 Seiten mit 54 Abbildungen und 110 Tabellen.
Verlag Th. Steinkopff, Dresden 1933. Preis RM. 28,--, geh.
HM. 29,20.
Diese Zusamrnenfassung gibt weniger einen Uberblick als
vielmehr die personliche Anschauung des Autors uher die Rolle
und Bedeutung der Lipoide in1 lebenden Organismus wieder.
Da die Redeutung verschiedener Lipoide im wesentlichen auf
ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften beruht, hat der
Verfasser ein ganzes Kapitel iiher die elemcntaren Gesetze der
Grenzflachenerscheinungen eingefiigt. Sicher wird dies vielen
Lesern sehr willkommen sein, anderemeits aber hatte mit
einem Hinweis auf die physikalisch-chemischen IRhrbiicher der
IJnifang des Uuches uiii rund 100 Seiten reduziert werden
ltonnen und damit auch der Preis. - In den Kapiteln uber den
Antagonismus von Cholwterin und Lecithin wird z. T. auch
unveroffentliehtes Material angefiihrt. In den letzten Kapiteln
versucht der Verfasser, die Wirkung des Vitamins D mit seiner
Lipoidnatur zu erklaren, und teilt ausfiihrliche Messungen z. B.
der Kalk- und Phosphorausscheidung nach Gabe von Vitamin D
an Versuchstiere mit. M i t den neueren Erkenntnissen, wonach
- im Gegensatz zu der mit minimalen Dosen Vitamin D erzielten Fixierung des Kalkes in den Knochen - mit groaen
Dosen eine Mobilisierung des Knochenkalkes erreicht wird,
diirfte die Theorie des Verfassers allerdings nicht vereinbar
.4. Reid. [BB. 137.1
sein.
VEREiW DEUTSCHER CHEMiKER
Bezirksverein GroS-Berlin und Mark. Zum Syndikus des
,,Markischen" wurde Herr Geh. Reg.-Rat, 0b.-Reg.-Rat, Rechtsanwalt Richard F i 6 c h e r , Berlin-Charlottenburg 2, Kantstra5.e 26, 11, C 1 Steinplatz 4807, bestellt. Die Mitglieder erhalten kostenlase Auskunft und Beratung gegen Vorzeigung d e r
Mitgliedskarte nach telephonischer Vereinbarung der Sprechzeit.
(RedakUonsschluE ftir ,,Angewandte" Mittwoohs,
fur ,$hem. Fabrik" Sonnabends3
Mitteilungen der Verbander relbrtlndiger 4ffentlicher
Landrat a. D. Dr. v o n F 1 ii g g e , Speck (Hinterpommern),
eine der fiihrenden Persijnlichkeiten der deutschen Starkeindustrie, feierte am 16. September seinen 75. Geburtstag.
Dr. J. W e b e r , langjlhriger Direktor und technischer
Leiter der Th. Goldschmidt A.-G., Essen, feierte am 21. Sep
tember seinen 70. Geburtstag.
V e r I i e h e n : Geh. Med. Rat emerit. 0 . Pros. Dr.
K. S u d h o f f I ) , Leipzig, auf der Tagung der Gesellschaft fur
(ieschichtc der Naturwissenschaft, Medizin und Technik in
Erfurt die Goethe-Medaille mit einem Schreiben des Reichs-
Durch die Tageszeitungen erging kiinlich eine Aufforderung an alle bei den Gerichten beeidigten und offentlicb
angestellten Sachverstlndigtn, sich der Deutschen Rechtsfront
anzugliedern und sich zu diesem Zweck bei Herrn Benno
M o e b u s , dem Vorsitzxnden der Vereinigung beeidigter
Sachverstandiger in Berlin und Brandenburg, zu rnelden.
Die Witglieder des Verbandes selbetandiger offentlicher
Chemiker werden dringend gebeten, dieser Aufforderung keine
Folge zu leisten, sondern die Entscheidung unseres Verbandes
abzuwarten, der zur Zeit in - fur den Stand der freiberuflich
tatigen Chemilier - wichtigen Verhandlungen steht.
1)
Angew. Cheni. 46, 507 [1933].
Chemiker.
Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. W. F o e r 5 t , Berlin. - Vcrantwortlich far geschiftlicbe Xilteilungen dcs Vereins: Dr. F. S c h a r I
Verlag Chernie, G . rn. b. H . , Berlin W 35. -- Druck: Maurer & Dirnrnick G. m. b. H.. Berlin SO i6.
, Berlin.
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