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Cyankalium ein zuflliges Product bei der Bereitung des Gusseisens in Hohfen.

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XI. C’ankalium, ein zu.a&es
Product Eei &r
Eereitung des Gujieisens in Hohi;fen; oon
Thomus Clark.
(hus einem vom Verfasser fibersandten Aufsatz.)
A u f dem Eisenwerke zu Clyde hat man wahrend der
letzten. drei Jahre an den mil heifser Luft gespeifsten
Hohiifen nns Rissen v n d anderen zufalligen Ausgangen
um die.Krampen ( Tweers), ein Salz in flussiger Gestalt,
auischwitzen gesehen , welches in diesem Zustand klar
and farblos, erstarrt aber undurchsichtig, weifs und gewiihnlich nicht krystallinisch ist. Es komrnt bald in gro€serer, bald in geringerer Menge vor; aus welchen G u n den, ist noch nicht ermittelt. Die Arbeiter behaupten,
es finde sic11 am reichlichsten nach einer sogenannten Reinigung ( a scour) des Ofens, d. h. nachdem eiitweder
durch einen Ueberschufs der fliissigen Ingredienzen des
Schmelzprocesses oder durch eine Vermehrung des Brennmaterials die zufhllig an dcr Inuenwand des Ofens haftenden Substanzen abgeliist worden sind. Das erwalinte
Salz mag indefs unter solchen Uinstanden ausschwitzen,
nicbt weil es in griifserer Menge erzeugt wird, sondern
weil es einen leichteren Aasgang au den Krampen (Tweers)
findet, wo allein es bisher beobachtet worden ist. In
den Clyde-Eisenwerken hatte sich das Salz einmal so
angehauft , dafs ein Scbiebkarren dainit beladen werden
konnte. Ein ahnliches Product, doch nicht in solcher
Menge, fand Hr. C1. auch in anderen schottischen Eisenhiitteu, wo iiian lieifse Luft und Stcinkohle zur Feuerung anwendet; wcgcn der Scltenheit, mit welcher jetzt
uoch Coaks in Schottland angewnndt werden, konnte er
uicht ermitteln, o b jenes Product sich auch beim Gebrauche dieses firenumaterials bilde.
D e r Hnuptbcsfaudtlieil dieses Salzes ist, merkwiirdig
geniig, Cyankaliiim, das Uehrigc kohlensaures Kali, genicngt niit etwas kohlcusaurern Natron. Das Cyankalium
bctrug in einer vor einem Jahre untersuchten Portion
inchr als zwei Drittel, in einer spiiter untersuchten aber
iiur etwa 53 Proccnt.
Dafs das Product aus den crwahnten drei Salzen bestehe, und nur aus ihnen, zeigte die Aufliisung i n Wasscr. Sie war alkalisch, liefs, bci Szttigiing mit Saipeterssure, Kohlenstitire und Cyanwasserstoffsaure entweichen,
unil wrirdc J a m nicbt gefallt durch Baryt- oder Silbersalzc, durch Schvvefelvrasserstoff, Schwefelkalium, Kaliumeisencyaniir, Llccsaures Ainmoniak oder kohleusaures Kali.
Ilk Gcgcnwart des Cyans wurdc zunlichst aus dem
Gcrucli der cntweichcnden Cyanwasserstoffsrurc geschlosscn. DaTs es als Cynnknlium, und niclit als Kaliumeisencyaniir vorhandcn war, ergab sich daraus, dafs einc erst
mit SalzsYiirc iiberstittigte und dnrauJ mit einer Losung
ron Eiseiivitriol vcrsetzte Liisung keinen blauen Niedersclilag gab, dafs dagegcn ein solcher eiitstantl, wenn sic
erst mit Eisenvitriol iind dann init einem Ueberschufs von
SalzsSiirc bcliaiidclt wurdc.
Dab, aurser dein Kali, Natron zugegen sey, zeigtc
sich, als die salpetersaurc Liisung zur Krystallisation abgcdainpft wiirde. Neben den Salpeterkrystallen bildetcn
sich dann aucli einige Krystalle von salpetersaurem Natron. Deutlicher e r p b sich dasselbe noch, als ein Platindraht erstlich in die Lasung des Products getaucht, und
dann cntweder an die Spitze der inneren blauen Liithrohrflamine oder an den Urnfang der blauen Alkokolflamme
gebracht ward. Bei einetii wohl gercinigten Platindraht
zcigt sich nichts; bei einern mit I ~ a l i s a l tLasung
befeuchtelen aber jenseits desselben eine violette Farbe, und bei
einem mit Natronsalz - Lasung beiietzten ein starkes gruugclbes Licht. Dasselbc ist auch mit eincr Liisung voii
Kali- und Natronsnlzen der Fall, sclbst wenn lclzterc
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nur I Proceiit von ersteren ausmachen. Diesc Reaction
zeigte nun such clas untersuchte Product.
Eine annaheind quantiiative Aualyse des Products
fuhrte Hr. C1. auf folgende W e i s e aus. Gleiche Mengen von reinem Chlorkalium und dem mit SalzsYure gesattisten Producte f5llte er mit salpetersaurem Silbcr.
Aus dem Verhaltnifs des i n beiden Fsllen erhaltenen
Chlorsilbers ergab sich das Verhaltnifs VOQ Kali und Natron.
Jenes war 1004 : 1000, dieses also 985 : 15.
Das Cpankalium m r d e durch die Rlenge des Quecksilberoxyds bestimmt , welches die Liisung des Products
aufzulijsen vermochte.
12 reines Cyankalium vrurdcn
20 Quecksilberoryd gclbst haben, 12 des Products 16sten im Mittel 10,51. Darnach enthalt dnsselbe 53,4
Procent Cyankalium. Die Menge der Kohleuskwe wrirde
aus dem kohlensauren Knlk bestimmt, den eine Liisung
des Productes in der Liisung des Chlorcalciums hervorbrachte. 50 des Products gaben im Mittel 16,7 kohlensauren Kalk , entsprechend 45,s kohlensaures Kali. Gegenversuche hatten ziivor gelehrt, daCs die Anwesenhcit
des Cyankaliums die Fdlung des kohlcnsauren Kalks
nicht verringere. Aetzendes Kali war niclrt iin Product
enthalten , denn dieses fallte salpetersaures Silberoxyd
rein weirs , und nicht braun oder brauulich.
Demnach besteht das Product, abgereclinet 0,s Proc.
Verlust, aus:
Cyankalium
53,4
Kohlensaures Kali
45,s
99,2.
Die A!kalitlt des Products ist Veranlassung gcwes e n , dafs die'Fraoen der Arbeiter auf der Eisenhiitte zu
Clyde dasselbe zum Waschen benutzten; Hr. C1. bemerkt
indefs, dars es zur Bereitung von Cyaneisenkalium, eine
bessere Anwendung finden wurde, zumal die giltigen Eigenschaften des Productes dasselbe fur hausliche Zwecbe
imner gefzhrlich machen.
P
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