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Dahlemer medizinischer Abend.

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45. Jahrg.1932.
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Nr. 2 - .-
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Vereine und Versaninilungen - Personal- und Hochschulnachrichten
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gesetztem Vorzeichen anziehen und Ionen niit gleichem Vorzeichen abstoBen, wodurch ail d e r Trenn.ungsflache Metall/
IAosuiig Doppelschichten entstehen. Vortr. behandelt die verschiedenen Methoden, die zur Ladungsbestimmung von Hg
m g e a a n d t wurden. Resondere Redeutung kommt de r indirekten Methode der Bestimmung d e r Oberflachenspannung
zu, die durc-h G i b b s therniodyuamisch fundiert ist. Das
Maxiniuni der Elektrocapillarkurve wird durch die Anionen in
der Losung beeinflufit.
Die Anionen cnpillaraktiver Salze
werden an d e r Metalloberflache adsorbiert, und die entsprechende Menge Kationen wird rein elektrwtatisch angezogen. Auch organische Stoffe wie Amylalkohol und Thioharnstof beeinflussen das Maxinium infolge von Adsorption und
Hildung von Doppelschichten. Die adsorbierten Schichten
dieser Molekiile rufen cbenso wie Wasser eine Potentialdifferenz hervor. Vortr. behandelt weiter eine Methode zur
Bestimmung der Oberflachenspannung, d i e auf Randwinkeliiiessungen beruht, und b'erichtet schlief3lich iiber die Ergebnisse seiner Messungen d e r Elektrocapillarkurven an Thalliuniund Cadmiumamalgam und an flussigein Galliuml). An festem
Silber sind orientierende Versuche niit d e r Randwinkelniethode
gemacht. .
Ph ysikalisches Colloquium.
.
Berlin, 2. Dezember 1931.
Vorsitzendw: Prof. Dr. M. v o n L a u e.
W. G r o t r i a 11, Berlin: ,,Uber das kontinuierliche Speklrum der Sonnenkoronn')".
Vortr. berichtet uber Ergebnisse der Spektralaufnahnien de r
Sonnenkorona, die e r wahrend d e r Somenfinsternis 1929 auf
Sumatra gemacht hat. Der Hauptteil d e r Intensitat dee Koronaspektrunis ruhrt von einem kontinuierlichen Spektrum her, und
zwar ist das Spektrum d es inneren Teils der Korona s t r e w
kontinuierlich, es enthalt keine F r a u n h o f e r schen Linien,
wahrend im Spektrum d e s a u k r e n , 7 bis 8 Bogenminuten voni
Sonnenrand entfernten Teils d er Korona F r a u n h o f e r 6che
Linien enlhallen sind. Worauf beruht dieser Unterschied? Das
Licht d e r auBeren Korona is! gestreutes Licht, daf3 des inneren
Teils konnte ebenfalls gestreutes Licht sein, dann miifiten aber
die streuenden Teilchen eine so hohe Geschwindigkeit haben,
dnB dadurch die F r a u n h o f e r schen Linien vern.ischt wiirden,
oder es muf3te im inneren Teil eine Eigenslrahlung vorhanden
sein. Zaischen diesen beiden Hypothesen entscheidet die
photometrische Unlersuehung d e r Intensitatsverteilung im
Koronaspektrum. Die Intensitatsverteilung des Spektrums des
inneren Teils is! unabhangig vom Abstand vom Sonnenrand
und von der Hohe. Es ergibt 6ich, daf3 es sich auch bei deni
Licht d e r inneren Korona uni Streulicht handelt, und daB die
streueiiden Teilchen freie Eleklronen sind. I h r e Geschwindigkeit muB 3,8 X 108 cnilsec oder 40,5 V betragen, wlhrend sich
die Geschwindigk,eit d er streuenden Elektronen iIn iiut3eren
Teil zu 2,i X l@ cnilsec oder lW3 V berechnet. Man niuf3 sich
vorstellen,, daB von d er Sonnenoberflche Elektronenstronie von
40.5 V i n alle Richtungen durcheinauderflieI3en und so die Vernischung d e r F r a u n h o f e r schen Linien beairkenl. Woher
die.* Energien stainmen, laBt sich allerdings noch nicht entscheiden. Die Bremsung d er Elektronen im aufieren Teil fiihrt
Vortr. a d elektrische Rauml~adungsfelderzurqck, die im Innern
durch vorhandene Ionen aufgehoben aerden.
16. Dahlemer medizinischer Abend.
Harnackhaus der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft, 18. Dez. 1931.
Vorsitzender: 0. W a r b u r g.
Erwin C h a r g a f f (Hygienisches Institut de r IJniversitat
Berlin) : ,,Uber die Chemie palhogener Bakferien mil besonderer
Rsriicksichfigung der Lipoidsubslnnzen."
Die ,,plastischen Substanzen" (R e r t r a n d), aus denen sich
die untersuchten Bakterien aufbauen, gehoren cheinisch zu den
Proteinen, Nucleinsauren, Kohlehydraten und Lipoiden. In
pathogenen Bakterien sind bislang keine Sterine nachgewiesen
worden, aber in einigen Fallen lieBen sich Karotinoide (rote6
Pigment d e r Tiniotheegrasbakterien) und Porphyrine nachweisen. Die Polysaccharide d e r Pneumokokken setzen sich zusamnieri aus 1. einer rechtsdrehenden Verbindung von EiweiB,
einem Aminozucker und Galakturonsaure, 2. einer rechtsdrehenden Verbindung mi! sauerer Natur, die als Spaltprcdukt
nur Glucose ergibt, und 3. einer linksdrehenden Verbindung
von Glucose und ,,Aldobibnsaure" von hohem Molekulargewicht. Die Tuberkel- und verwandten Bakterien hat Vortr.
besonders in bezug auf de n Lipoidgehalt und die Zusami~iensetzung der Lipoide untersucht, worbber im Referat dieser
Zeitschriftl) berichtet a o r d e n is!. In der Diskussion wurde
allerdings hervorgehoben, daB die Versuche uber die Erzeugung
tuberkulosen Gewebes durch Injektion de r aus den Lipoiden
gewonnenen Phthionsaure, die von S a b i n (New York) ausgefiihrt worden sind, derartig rnit methodischen Mangeln
behaftet sind, daf3 sie nicht als iibeneugend betrachtet werden
konnen. - Irileressant erscheint die Moglichkeit, verschiedene
Hakterienstanime auf Grund des Lipoidgehaltes chemisch zu
unterscheiden. Dieses bisher allerdings noch nicht in groBen
Versuchsreihen erprobte Verfahren wurde zur Unterscheidung
virulenter Tuberkelstamme von de n weniger virulenten Bovineund BCGStaninien verwendet. Prof. H e i m a n n berichtet
uber Versuche, die im Zusammenhang mit dem Liibecker
Kindersterben unternommen wurden. Es ergab sich, daf3 die
untersuchten virulenten humanpathogenen Tuberkelbakterien,
durchschnittlich 10% Gesamtlipoide enthielten. Die schwacheren
Bovine-Stiimme enthielten 15% Gesamtlipoide, und die giinzlich abgeschwachten Calmette-Kulturen 25% Gesamtlipoide im
Durchschnitt. Bei verschiedenen BUS den erkrankten Kindern
isolierten Kulturen wurden nieist etwa 10% Gesamtlipoide
gefunden, was besagen wurde, daf3 wir es hier mit virulenten
Stlmnien zu tun haben; in einem Fall jedoch wurde ein Stanim
mit 21% Gesamtlipoiden gefunden, und es erscheint benierkensaert, daf3 de r Sektionsbefund dieses Kindes auf eine
nndere Todesursache als Tuberkulose hindeutet. - DaB wir
die Beweiskraft dieser Versuche nicht allzu hoch einschatzen
diirfen, wurde auch in de r Diskussion betont.
VEREINE UND VERSAMMLUNGEN
FachausschuR fur Anstrichtechnik
beim Verein deutscher 1ngeni.eure und Verein
deutscher Chemiker.
Gemeinsam mi! d e r O r t s g r u p p e D a r m s t a d t des
Frankfurter Bezirksvereins im V. D. I. und dem B e z i r k s v e r e i n 0 b e r r h e i n des V. d. Ch. am Dienstag, dem 19. Januar 1932, 20 Uhr, in Darmstadt, im Horsaal 232 der Technischen Hochschule Darmstadt, Eingang Westportal. Dr. A. V.
B 1 o ni , Zurich: ,,Ursachen Eon A~nsfrichfehlern" (niit Lichtbildern und Musterstucken). - Dr. Wilh. K r u rn b h a a r ,
Berlin: ,,Schwierigk,:Eiten in der Anstrichpraxis von Holz, Yela12
und Sfein." - ,,NeuzeitZiche Anslrirhrerlnhren" (Filmvorfuhrung). - Aussprache.
PERSONAL-UND HOCHSCHULWACHRICHTEN
fRedaktionsschlut3 filr ,,Angewandte" Donnerstags,
fur ,,Chem. Fabrik" Montags.)
F. A 1b e r s h e i m , Mitinhaber d e r Parfumeriefabrik Dr.
M. Albersheim, Frankfurt/Main, blickte am 1. Januar auf eine
25jahrige Tiiligkeit in dieser Firnia zuruck. - Dr. II. W a g n e r ,
Direktor des Staatl. cheni. Untersuchungsanites DuisburgHamborn, feierte ani 1. Janiiar sein 25jahriges Jubilauni als
Leiter dieses Amtes.
Dio Maschinenfabrik J. A. L a n v e r m e y e r , Melle i n
Hannover (Spezialmaschinen fur die cheniische GroBindustrie),
feierte am 2. Jaiiuar ihr 75jahriges Bestehen.
E r n a n n t : Dr.-lng. K . H e n c k y , Priv.-Doz. fur Warmewirtschaft a n d e r Technischen Hochschule Aachen, zum nichtbeamteten a. 0. Prof. in der Fakultat fur Maschinenwesen dortselbst.
Prof. Dr. med., Dr. nied. vet. h. c. W. H e u b n e r , Heidelberg, hat den Ruf auf den Lehrstuhl d e r Pharmakologie an der
Universitat. Berlin als Nachfolger von Prof. P. Trendelenburg
angenommenz) .
Das Laboratorium d e r Provinz Brandenburg fur Untersuchung von Slraf3enbaustoffen wird vom 1. Januar 1.932 ab von
.-
1)
2)
Ztschr. physikal. Chem. 136, 215, 451 [1928].
Vgl. auch F r e u n d 1 i c h , diese Ztschr. 44, 611 [1931].
55
...
l)
2)
44, 471 [1931].
Vgl. Ztschr. angew. C.hem. 44, 539 "311.
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