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Dampfdichtebestimmungen nach einer optischen Methode.

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ill. Weig. Dampfdichtebestimmungen usw.
557
Dampf dichteb estimrnungen
nach einer optischm Xethode
Von H a x Wt3ifl
(Mit 6 Figuren)
Es wird auf Grund der Tatsache, daB die Molekularrefraktion eines Gases in weiten Grenzen vom Druck unabhangig ist, eine Methode zur Bestimmung der Dampfdichte
von Gasen und Dampfen entwickelt, die die Dampfdichte auf
lo/,,,,genau auch bei hoheren Temperaturen zu mess?? gestattet. Gemessen wurden Luft, Kohlensaure, Ather, Athylchlorid und Athylnitrit bei 20 und 100OC. AuBerdem werden
die genauen Molekulamefiaktionen und Polarisierbarkeiten
obiger Stoffe und des Benzols angegeben.
1. Einleitung
Bei der Bestimmung von Molekiilkonstanten wie des elektrischen Momentes, der mittleren optischen und elektrostatischen
Polarisierbarkeit und des optischen Polarisationsellipsoides eines
Molekiils ist eine genaue Kenntnis der wahren Dichte des untersuchten Oases unbedingt erforderlich. Es ist sehr schwierig
und zeitraubend, bei hoher siedenden Substanzen zuverliissige
Dampfdichtebestimmungen, etwa nach einer der verbesserten
D u m a s schen Methoden, mit einer Genauigkeit von einem
Tausendstel auszufuhren. Daher fehlen Messungen, die auf
die geforderte Genauigkeit Anspruch erheben kiinnen, fast ganz.
Es lassen sich aber nach einer anderen Methode') Dampfdichten sehr genau bestimmen. Hierbei geht man davon
aus, ds6 man die Molekularrefraktion, dargestellt durch die
n4-1
M
4
L o r e n z - L o r e n t z s c h e Gleichung n s + 2 e - - g3 g . N . 7 :
fiir einen bestimmten Stoff als eine Konstante, da sie tatsachlich
weitgehend temperatur- und druckunabhangig ist, annimmt.
~
-
1) H. A. Stuart u. M. W e i s s , Phys. Ztschr. 33. S. 302. 1933.
__
............................
0,001976 0,0004509
0,10526 ' 0,024088
0,19239
0,044162
0,36509
0,06433
I
0,57813
0,66330 '
0,73692 i
6,68,
ti,68,
6,68,
6,67,
i
I
Stoff 2)
-
0,1345
0,15477
0,17238
__
. . . . _ . .
Wasser . . . . .
Chlorwamerstoff
.
Athylalkohl . . .
Athylchlorid 4,4 ) , 5j
Athylnitrit s), ') , E, .
Ather? . . . . .
Chloroform. . . .
Benzol,), *) . . . .
Tctrachlorkohlcnstoff
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. . . . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
6,65,
6,63,
6,62,
1I
- _ --_
Fliissigkeit
...- -
'
_ _ _ _-
3,71
6,88
12,76
16,23
17,78
22,47
21,42
26,18
26,18
-
Dampf
- _-
-~
3,iO
6,62
1232
16,23
17,92
22,76
21,28
2636
26,8
Aus der Tab. 1, die eimige Werte enthdt, urn unsere Annahme zu belegen, sieht man, daB selbst bei groBen Dichteunterschieden, wie sic beim ebergang von gasformig zu fliissig
bestehen, die Molekularrefraktionswerte nur um einige Prozente
oder weniger voneinander abweichen. So ist die griiBte Abbei einer Dichteiinderung urn
weichung bei Kohlensiiure 1
das 360fache. Nan kann also annehmen, dab sich bei einer
Druckanderung bis zu einigen Atmospharen die Molekularrefraktion nur urn Bruchteile eines Prornille andert. Man darf
ns- 1
dann den Ausdruck
gz der Dichte proportional setzen.
-
.
.
-
1) P. P h i l l i p s , Proc. Roy. Soc.(A) 97. 5.225. 1920.
2) M. B o r n , Optik, S. 342. Berlin 1933.
3) Nach meinen Messungen.
4) Werte gelten fur 1 = 5461 AE.
5) Fur Athylchlorid gibt F u c h s , Ztschr. f. Phys. &X S. 824. 1930
die Molekularrefraktion mit 17,62 an. D a aber zwischen diesem Wert
und den ..yon mir bestimmten Molekularrefraktionswerten des dampfGrmigen Athylchlorids ein Unterschied von etwa 9 "/#,besteht, habe ich
nuch die Molekularrefraktion dcs fliissigen Athylchlorids bcstimmt, wobei
sich fur die U-Linie der Wert 16,li ergab.
6) Vom fliissigen Athylnitrit haben W. S t r e c k e r u. R. S p i t s l e r
(Ber. Dtsch. Chem. Qes. 89. S. 1754. 1926, Marburg) die Molekularrefraktion fur vcrschiedene WellenlPngen bcstimmt, worms ich den
angegebenen Wert durch Interpolation erhalten habe.
$1. Weip. llampfdichtebestimmungen ww.
559
Damit ist die Dichtebestimmung auf eine Messung der Druckabhangigkeit des Brechungsindex zuruckgefuhrt. Man kann
in kleinen Druckbereichen auf einer Isotherme die Dichte
durch eine quadratische Funktion des Druckes geniigend
genau darstellen.
Q = a'p + b'p2
ilus den vorhergehenden fjberlegungen folgt d a m :
n2- 1
-n9+ 2
-c
-
Q
=up
+ bp2,
d. h. das Glied b gibt die Abweichung vom idealen Gasgesetz an. 1st b = 0, so bedeutet das Proportionalitat zwischen
Druck und Dichte; in diesem Falle ist das B o y l e Mariottesche Gesetz er- &..J
fiillt, und in der graphi- n2t2 p
Ideal
schen Darstellung (Fig. 1)
I at41
erhalt man eine Parallele
zur p-Achse. Die Ordinatenabschnitte fur den
0
P,
Druck p = 0 verhalten
Fig. 1
sich umgekehrt wie die
absoluten Temperaturen. Die reale Dichte bei der Temperatur t und dem Druck p , ist dann:
i'l_
t und dem Druck p , ;
a und b sind bei einer bestimmten Temperatur (Isotherme)
konstant.
pi ist die ideale Dichte bei der Temperatur
2. Appamtur
Zur Messung des Brechungsindex des zu untersuchenden
Gases oder Dampfes wurde ein Jaminsches Interferometer
benutzt. Als Lichtquellen dienten eine Osram-Na-Dampflampe und eine Quecksilberkapillarlampe nach v. H i p p e l I}
mit Griinfilter fur I = 5461 AE.
Die beiden Spiegel des Interferometers waren auf zwei
Rohren montiert und hatten eine Entfernung von 1,25 m voneinander. Zwischen ilinen war ein XantelgefaiB aus Messingrohr (Fig. 2), das Rohrstutzen R ziir Sufnahme der MeBrohren M
enthielt, auf einem stabilen Gestell montiert. Die im Strahlen1) v. H i p p e l - H a r r i e s , Phya. Ztschr. 33.
S. 81. 1932.
Annabn der Physik. 5. Folge. Band 20. 1934
560
gang befindlichen JleBrohren rnit planparallelen Endplatten
waren mit Porzellankitt eingekittet (Fig. 2, K).
Diese beiden Rohren bestanden aus je zwei zusammengeschmolzenen Kolorimeterrohren 1) aus Jenaer Gerateglas, die
vorher aus einer groBen Zahl passend ausgesucht wurden. Die
Apparatur war so gebaut, daB der innere
f
J
Teil mit den MeBrohren
‘K
mittels der Schrauben S
“sy
herausgenommen werden
Fig. 2
konnte, ohne daS die
Kittstellen
gelost zu
werden brauchten. Das eine Rohr war vollkommen zugeschmolzen, so daB sich hierbei wahrend einer Megreihe die
Dichte nicht anderte. Als Verschliisse wurden hei Luft und
Kohlensaure gefettete Hahne verwandt, die bei den Messungen
an den organischen Dampfen durch Barometerverschliisse ersetzt wurden.
Das Mantelgefag, in dem sich die beiden MeSrohren befanden, war mit Asbest umkleidet und wurde w a r e n d den
Messungen mit Hilfe eines Thermostaten auf konstanter Temperatur gelialten, indem bei der 20O-Messung Wasser und bei
der 100O -Messung Wasserdampf hindurchstromte. Der Dampf,
in einem elektrisch geheizten Siedegef‘aB erzeugt, umspillte
die MeSrohren, wurde dann in einem RuckfluBkiihler kondensiert und in das SiedegefaB zuriickgeleitet. Dieses war
gegen die Apparatur abgeschirmt , um eine unerwiinschte
Wjlrmestrahlung zu verhindern.
Die Wanderung der Streifen w u d e mit einem Fernrohr,
das mit einem Okularmikrometer ausgeriistet war, beobachtet. Das Okularmikrometer gestattete eine Ablesung von
0,Ol Streifen. Diese Genauigkeit konnte leider nicht ausgenutzt werden, da trotz sorgfiltigen Aufbaus und Einschlusses des Strahlenganges in Asbestrohren ein absoluter
Stillstand der Streifen nicht zu erzieleu war. Auf diese
Scbwierigkeit weist auch H a l l w a c h s 2 ) hin, wobei er Luftschwankungen als Ursache bezeichnet.
Zur Druckablesung wurde ein Quecksilbermanometer mit
Spiegelskala benutzt. Die Zehntelmillimeter wurden geschatzt.
Hierbei kann man eineu maximalen Fehler von 0,3 mm annehmen. Bei 760 mm hat man dann eine Ungenauigkeit von
0,4 oo,/
in der Druckablesnng, die allerdings bei niedrigen
k
-
m
1) Von der Firma Schott und Gen., Jena
2) W . H a l l w a c h s , Ann. d. Phys. 47. S. 380. 1592.
M. Wei/3. Dampfdichtebestimmungen usw.
561
Drucken erheblich grijBer wird. So ergibt sich, wenn man
den Ablesefehler von 0,3 mm zugrunde legt, bei einer Druckdifferenz von 100 mm schon ein Fehler von 3O/,,.
Das MeBrohr, das sich im Strahlengang befand, hatte
eine Lange von 355,3 &O,l mm. Der Fehler in der Lange
betragt also 0,3
Die Endplatten des MeBrohres miissen mijglichst parallel
verlaufen. Bilden sie namlich einen Winkel miteinander, so
wirkt das MeBrohr wie ein Prisma, das die Lichtstrahlen ablenkt, und zwar zunehmend mit steigendem Druck. Um den
EinfluB dieses Effektes zu bestimmen, wurde bei einem Me&
rohr der Winkel, um den die Endplatten von der Parallelitat
abwichen, mit Hilfe eines modifizierten Spektrometers zu 35'
bestimmt. Die zusatzliche Streifenverschiebung, die sich aus
diesem Winkel- und den Brechungsindizes ergibt, bleibt, wie
eine einfache Uberschlagsrechnung zeigt, unterhalb der MeBgenauigkeit.
Die Sheifenwanderung wurde schrittweise beobachtet, d. h.
der Dampf wurde solange in die Apparatur eingelassen und die
Streifenverschiebung zahlend verfolgt, bis der Druck um ungefiihr lIJa des hochsten erreichbaren Druckes gestiegen war.
Die Streifen wurden solange beobachtet, bis sich Temperatur
und Druck innerhalb der Apparatur ausgeglichen hatten. Auf
diese Weise erhielt man eine bestimmte Streifenverschiebung
fur eine bekannte Druckdifferenz. Nun konnte wieder Dampf
um den oben angegebenen Betrag eingelassen werden, wonach
Streifenzahl und Druck festgestellt wurden. Eine MeBreihe
erstreckte sich uber eineu Zeitraum von etwa 1-3 Std. Um
eine Kontrolle uber eine zusatzliche Streifenwanderung, die
infolge langsamer thermischer Ausgleichsvorgange eintreten
konnte, zu haben, wurde vor und nach jeder Messung mit
weiBem Licht beleuchtet und die Stellung des schwarzen
Streifens abgelesen. Hierdurch wurde der Anfangs- und Endpunkt der MeBreihe genau festgelegt. Die Schwankungen, die
innerhalb der MeBreihe auftraten, wurden durch gehaufte
Beobachtungsreihen eliminiert.
3. EinfluB von Abaorptionsschichten
Einen wesentlichen Fehler bei Messungen an Dampfen
kann die Bildung von Adsorptionsschichten verursachen, wie
sie von Z a h n l), Wolf2) und F u c h s g bei D.-K.-Messungen
1) C. T. Zahn, Phys. Rev. 27. S. 329. 1926.
2) K. Wolf, Ann. d. Phys. 83. S. 884. 1927.
3) 0. F u c h s , Ztschr. f, Phys. 63. S. S24. 1930.
Annalen der Physik. 5. Folge. 20.
37
562
Annalen der Physik. 5. Folge. Band 20. 1934
beobachtet worden sind. So hat Z a h n aus seinen Messungen
an Wasserdampf eine adsorbierte Schicht von €425.
cm
Dicke ermittelt.
Die Bildung von Adsorptionsschichten verursacht eine
zusatzliche Streifenwanderung. Nun ergibt sich aus der Arbeit
von F u c h s , daB sich diese Schichten bei den Anfangsdrucken
(his zu etwa 40 mm Hg) ausbilden und dann konstant bleiben.
Man ktinnte also diesen Fehler vermeiden, wenn man die
MeBpunkte bei den Anfangsdrucken nicht berucksichtigt.
Der EinfluB der Adsorptionsschichten kann auch dadurch
klein gehalten werden, das entsprechend lange Interferometerrohren gewahlt werden. Wir haben festgestellt, daB die Adsorptionsschichten bei fliichtigeren Substanzen sich nicht in einer
derartigen Dicke ausbilden, daB sie die Messung falschen
konnten. Nur bei Benzol storten die adsorbierten Schichten.
Aus meinen Messungen anBenzo1,einmal zwischen 20-80mmHg7
cm.
dann von 0-80 mm Hg, ergibt sich eine Schichtdicke 9.
4. MeBergebnisse
Untersucht wurden Luft, Kohlensaure, Athylather, Xthylchlorid, Athylnitrit und Benzol. AuBer Luft und Benzol ist
jedem Stoff j e eine Kurve bei 20° und looo C beigefugt.
Lujt mit Kalilauge von Kohlensaure befreit und mit Phosphorpentoxyd getrocknet.
Kohlensawe aus einer Stahlflasche entnommen und mit
konzentrierter Schwefelsaure oder Phosphorpentoxyd getrocknet.
A’thylather pro analysi, uber Na destilliert, von ScheringK a h l b a u m bezogen.
k’thylchlorid (Hen n i n g s C h l o r a t h y 1).
A hy Znitrit 1).
Benxol pro analysi yon S c h e r i n g - H a h l b a u m bezogen.
Die flussigen Stoffe ((CzH5)0, C,H,Cl, C,H,ONO und
C,H,) wurden in ein Vorratsgefab eingefullt und im Vakuum
mlederholt destilliert, um sie luftfrei zu machen.
I n der Tab. 2 bedeuten A p die wegen der Temperatur
und des Barometerstandes korrigierte Druckdifferenz in mm Hg,
A s die fur A p beobachtete Zahl der durchgewanderten Streifen.
p = C A p , s = A s; die letzte Spalte gibt den zum Druck p
n”1
1
gehorenden Wert
- an. Die Ergebnisse fur die anderen
n + p
Stoffe sind in den Figg. 3 bis 6 dargestellt.
-
1) Herr Prof. S o n n hat una hhylnitrit fur die Messung zur Verfugnng gestellt, wofur wir ihm auch an dieser Stelle vielmals danken
miichten.
M . Weig. Dampjdichtebestimmungen usw.
563
Tabelle 2
Athylchlorid bei 20 O C
n2-1
8
~
ne
114,O
126,l
124,2
116,6
71,6
52,5
52,O
38,l
77,4
99,31
111,23
110,93
104,99
65,85
47,99
47,92
35,18
72,ll
090
114,O
240,l
364,3
480,9
552,5
605,O
667,O
695,l
772,5
-
0,00
99,31
210,54
321,47
426,46
492,31
540,30
588,22
623,40
696,51
0,8926
0,8985
0,9042
0,9087
0,9131
0,9151
0,9174
0,9189
0,9225
Koblensaure
Q367 -
+2
. __1
a=5 8 9 , ~
Q366 -
Fig. 3
Fig. 4
37 *
P
564
Annalen der Physik. 5. Folge. Band 20. 1934
Tabelle 3
-~_ _
__--
- -
-
-
I
Stoff
_
-.
- -_ -
CO,
(C,H,),O
C&Cl
C,H,ONO
I
I
- .-
f.....
-
-- --
Abweichung von der idealen Dichte in
filr 760 mm Hg bei
1000 c
209 c
.
-
i
I
!
3,1, (bei 380 mm Hg)
3,8,
4,6
. _.
.
.
;I < 0,l
I
I
1
O/,
I
I -
073,
1,1, (bei 380 mm Hg)
179,
Die Messungen an Luft wurden vorgenommen, um die
Apparatur zu kontrollieren. Sie zeigten innerhalb der Me0genauigkeit keine Abweichung vom idealen Gasgesetz, wie es
zu erwarten war. So verhielten sich nicht nur die Ordinaten
M. Weip. Damy?fdichtebestimmungen usw.
565
bei p = 0, sondern auch bei p = 760mm Hg umgekehrt wie
die absoluten Temperaturen.
Bei Kohlensaure konnen die Messungen von H e u s e und
Otto'), C h a p p u i s ? undAmagatS)zum Vergleich herangezogen
werden, aus denen Prof. 0 t t o folgende 20 '-Isotherme berechnete:
P - V = 1,08079 - 6,33-10-3-p + 15,834.10-6*ps
- 0,991 * 10-e.p3.
Hieraus folgt fur 760 mm Hg eine Abweichung von 0,58,!/,
in guter ubereinstimmung mit meinem Ergebnis. Damit 1st
die Brauchbarkeit vorliegender Methode bestatigt.
xthylnitrit wurde nur bei 20' C gemessen, da bei 100' C
eine Zersetzung zu befurchten war. Die aus den Beobachtungen berechneten Abweichungen von der ideslen Dichte sind
in Tab. 3 zusammengestellt.
5. Xolekularrefraktionen
Wie vorher ausgefuhrt wurde, ergaben sich aus den
Messungen zuniichst die Brechungsindizes. Diese und die mit
na-1
1
Hilfe der - -Kurven ermittelten realen Dichten wurden
n"1
p
zur Berechnung der in folgender Tabelle angegebenen Molekularrefraktionen bei 20' und looo C benutzt.
Tabelle 4
Dampf
-
.
~
- -. -
.
-- _ _
20° Ci760mm IIg; 100'CI
Stoff
Aus der Molekularrefraktion laBt sich nun leicht die
mittlere Polarisierbarkeit mittels der Beziehnng
-.-
nz-1
n1+2
M
e
4
=-R.No.U
3
1) W. H e u s e u. ,J. Otto, Ann. d. I'hys. [5] 8. S. 1012. 1929.
2) J. C h a p p u i s , Trav. Bur. Int. 13. S. 66. 1903.
3) E. H,.Amagat, Ann. d. chim. et phys. 29. S. 68. 1893.
4) Bei Ather ist n fur 380 mm Hg angegeben.
Annalen der Physik. 5. Fo7,ge. Band 20. 1934
566
berechnen. cc bedeutet das mittlere vom Felde 1 pro Molekiil
induzierte Moment. Die Werte fiir a sind in der letzten
Spalte der vorhergehenden Tabelle angegeben.
Die Messungen an Benzol wurden infolge Bildung von
Adsorptionsschichten so gestort, daB eine Bestimmung der Abweichung vom idealen Gasgesetz unmoglich war. Doch lief3
sich aus den Messungen zwischen 20 und 80 mm Hg bei
25O C die Molekularrefraktion init einer Unsicherheit von
hocbstens 1 O/, bestimmen (vgL Tab. 5).
Tabelle 5
-
-_
- .
-
1
- -~
- . _.
1
p mm ~g
(71 - 1). 108
_ _ _
- _ _
- i ’ - =- 1
5461 AE I
SO
171,; I.
I
I=
-
. .
-
M.R.
- - _-I-
I
26,6
1
-
__
a.10”
--
105
Die Molekularrefraktion des flussigen Benzols ist 26,38 (Lando1t- B o r n s t ein). W a s a s t j e r n a l) hat die Molekularrefraktion
des gasformigen Benzols zu 27,2 fiir die D-Linie bestimmt.
Dieser Wert ist groBer als der von mir gehndene, was daxauf
schlie6en laBt, daB der von ihm bestimmte Brechungsindex
infolge von Adsorptionsschichten gr66er ausfiel, als er der
tatsachlichen Dampfdichte entsprechen wiirde. Als Beleg fiige
ich die Tab. 6 bei, die in der ersten Spalte den Quotienten
von sechs Messungen an Benzol, die mit dem Druck p = 0
xfi
AP
2;;
(Vakuum) begannen, und in der zweiten
von sechs
anderen Benzolmessungen enthalt, bei denen die StreifenTabelle 6
p von 0
p von 20 mm
bis ungeflihr 80 mm gemessen
--_
---- - _- .
-1
- ~- 1,421
1,390
1,393
I
1,394
1,394
1,390
I
1.398
1.428
iI
1;444
1;403
1
1,423
1,398
_
_
_
I
Mittel: 1,416;, rt 0,016, i
1,396* f 0,003,
1
1) J. A. Wasastjerna, A. SOC.Scient. Fenn. 2. No. 13. 1924.
M . Weis. Dampfdichtebestimmungen usw.
567
zahlung erst bei p = 20 mm Hg begann. Man sieht, dafi die Bildung von Adsorptionsschichten einen hoheren Wert f u r den
Brechungsindex vorfauscht und auBerdem die Messungen vielmehr streuen. Berechne ich aus den zwischen 0 und 80 mm Hg
ausgefiihrten Messungen die Molekularrefiaktion, so ergibt sich
ein um ungef ahr 2
hijherer Wed, der mit dem von W a s a s tj e r n a gefundenen gut ubereinstimmt.
6. Brechungsindiaes
Bei Gasen werden die Brechungsindizes im allgeineinen
fur O o C und 760 mm Hg angegeben. Es ist ublich die Beobachtung (meist bei Zimmertemperatur ausgefuhrt) ideal zu
reduzieren, d. h. es wird gesetzt:
(no Brechungsindex bei O o C und 760 mm Hg.)
Da aber die Dichten der realen Gase und Dampfe vom
Boyle-Mario tteschen Gesetz bis zu einigen Prozenten abweichen, so sind die in dieser Weise reduzierten Brechungsindizes, wie sie auch im Tabellenwerk von L a n d o l t - B o r n stein aufgefiihrt werden, nicht genau definiert und mit einem
Fehler bis zu einigen Prozenten in dem Sinne behaftet, dab
die ideal reduzierten Werte zu klein ausfallen. Nur die bei
einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck
gemessenen Werte, sofern diese von den Verff. angegeben
werden, sind natiirlich exakt definiert.
Um nun diesen Fehler bei der Angabe der Brechungsindizes zu vermeiden, gibt man am besten den ,,idealen"
Brechungsindex an, - d. h. den Brechungsindex, den das Gas
haben wiirde, falls es unter Normalbedingungen ideal ware
indem man nach dem Vorgang von C u t h b e r t s o n l ) nach der
Formel:
reduziert.
n - l i d . = (n - 1)beob. 3
-
-
Qr
(n - 1 idealer Brechungsindex; (n - 1)beob. beobachteter B.I.;
pi ideale Dichte bei O o C und 760 mm Hg; e, reale Dichte
unter den Beobachtungsbedingungen).
So ist es auch moglich, Brechungsindizes, die unter verschiedenen Versuchsbedingungen gemessen wurden, miteinander
zu vergleichen, sofern die realen Dichten genau bekannt sind.
I) C. u. M. C u t h b e r t s o n , Proc.Roy. SOC. A. 97. S. 152. 1920.
568
Annakn der Physik. 5. Folge. Band 20. 1934
Lowery l) hat Brechungsindizes unter Beriicksichtigung
der Abweichungen vom idealen Qasgesetz gemessen, indem er
eine abgewogene Menge der zu untersuchenden Substanz in
die genau kalibrierte Apparatur hineinlafit und so die Dichte
bestimmt. Da aber ein Teil des Stoffes an den Wanden
haften bleibt und daher optisch nicht wirksam ist, ergibt sich
ein zu kleiner Brechungsindex. Damit erklart sich auch
der JJnterschied zwischen den Werten L o w e r y s und meinen
an Atherdampf. L o w e r y gibt fiir den Brechungsindex, falls
der Dampf bei O o C und 760 mm Hg ideal wke, den Wert
nDid.
- 1 = 0,001505 an, wahrend ich aus meinen Messungen
nDid.
.- - 1 = 0,001523 errechne.
Die beiden Werte weichen also um 1,3 "I, voneinander ab.
Zum SchluB stelle ich noch in Tab. 7 die ,,idealen"
Rrechungsindizes der von mir gemessenen StofYe zusammen.
Tabelle 7
!
~
(C*H,)*O
C,H,CI
C,H,ONO
;%!
5461
'Itid.-
(Oo C, 760mm Hg)
0,001523
0,001085
0,001254
K o n i g s b e r g i. Pr., 11. Phpsikalisches Institut.
(Eingegangen 13. Juni 1934)
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