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Darstellung der Beobachtungen ber die Abweichung und die Neigung der Magnetnadel welche von 1786 bis 1806 in den Zimmern der kniglichen Societt zu London angestellt sind.

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111.
DARSTELLUNO
3 s i B t o b a c l i t u n g e n Z i t e i die A b w e i c h u n g
u n d d i e N r i g u n g d e r M a g I i c t u a d e I , ruclcite u o n 1786 b i s 1 8 0 6 i n d e n Z f n t m e v r r
d e r k v i z i g l i c h e n Sociecut zu London
unge Gellt Jind,
v 0 It
G E O R G EG I L I ~ I H E.
,
R.
S. *)
wit werden fchwerlich elier i n das Gehtimnirs
eiedringcn, in Wekhes alle Wirkungen ties I\.lagnets gchiillt C I ~ (, w i d uns das iiberhaupt ie vergiinnt f e y o , ) ols bis wir die Thatfaclien Corgfdtig
werden claltficirt, unddurch lange Reihea von Beobachtungcn die h l o d i ~ c a t i o n e ndicfer fonderbaren
Kraft, und die Beziehnng, in welcher lie rnit allea
nmteorologifchen EirAalfen ftellt, werdeo lttuttirt
btben. Sollte auch die UrCache d e r magnetifchen
Pha-
*>Diefe Beobachtungcn liebn in den P;ii!ofopk.
actions of the Roy. SOC. of London for
~rqns-
1806, P. a
p. 385-420, und ein gut gcmachter Austug aus
ihnen hndet fich in dein Journal de PhyJ t. 65,
p. 431. Diefen letttern habe ich liierher ubetgetra.
gen, nochdem rneine Bemuhungen, rnit das englifche Original zu verfchaffcn ,, frucht~os geblie.
b m End.
Gilb.
Phsnomene uns aoch Iange verhorgen, und das Sy+
fiein, an das man t1i.e Beobachtungen binden miichte,
unvollkoiiimen bleiben, fo werden zahlreiche u n d
gut gemachte Beobachtungen cloch iinmer filr Gch
beftelin, und ihr Xutzen ift Iceinem Zweifol unterworfen.
Bei d e r Kiirze eines Menfchenlebens, und bei
den Zufillen, deneo jeJer Eintclne ausgefettt irt,
ctilrfon wir zwar von Einem Naturforfcher keine
fehr Iange Reihe von Beobachlungen erwartzn.
A b e r die gelchrten Gcfellfchaften, diefe Verbindungen, welche nicht fterben, Icijnnen hierin J e r Na.
turwilfenfchaft grofse Dienfte erweifen , und von
jhnen follten Arheiten diefer Art unteroomrnen
\.r.ertlen. Diefc einfiirmigen unrl unfclieinbaren Arbeiten , bei denen ftrenge P\egclmiifsiSLceit und un.
ausgefetzte Fortdauet das Hauptverdienft ausma&t?n,
werden v o n den Zeitgetioffen felten fo ge.
fcbtitzt, als fie lollten, unci der Eifer d e r Beobachter
entfpringt mehr aus einer A r t von innerem Berufe,
als aus tler Hoffnung auf die verfpatete Daokbarkeit d e r Nacllwelt.
Schon feit langcr Zeit werden in den Z i m m e r n
d e r konigl. Gefclifcllaft der Wiffeofcbaften z u London regelmafsige meteorologifche Beobachtungen
angeftellt, untl Jahr f a r Jabr in den Abhandlungen
d e r Gefellfchaft , welche uoter dein Titel : Pfiilofor
pliicul Transactions, erfclieinen , bekannt gemacht.
D i e Iaftrurnente find in i h r e t A r t vortrefflich. Be.
ttimmung d e r Abweichung und d e r Neigung du:
A n n d . d. PhyTrk. B.' 9 . St. 4. J. 1808. St.8.
Bb
Magnetnadel machcn einen Zweig diefer Eeohaclrtuiigen aus, und diefer Thcil ift*feit einer lingen
&ibe von Jabren IIcrrn G i 1 p i n fiberrragen, einem fchr genaueo P!iyfiltcr, der i n Clem Lcca! d e r
Gelellfchaft wohnt. In der Ahhandlung, von der
w i t bier einen Auszug niittheilen wollen, giebt Hr.
G i l p i n airs zwanzig Jahren k i n e r tsalich mehrmalils a ngeftel Iten Ueobach t ti ngen ei n c .Ueberfich t
Uber die Bewepingen tier ?ila~netoaJel.
Einc g c m u c Befchreibnng tles Apparats, der zu
den Beobachl ungen der niagnecifilzen Abweiclrutzg
gectient hat, finclet n i m von H e r r n C a v e n d i fh
j n detn 66ften i h d e d e r Trunsacrions. Die Xadel
hat ;lie Geftalt zwcicr fehr hoher gleichfchenkliger
Dreieckc, die mit ihrer Gruotllinic tufamtnen fdlen , (ift doppelt lantenfijrmig). lhre Liiose wird
nicllt angegeben ; ftallt fie aber (12s Kupfer in ilirer
njtbrlichen GrGfse dai- , fo betragt ibre Lfioge tingef&r 7 2011. Det Xaften, i n welchem fie fich befindet, lacst fich urn den Stift der n'atfel c!rehen, u n d
i f t mit einem Vernier verfehn, der fit!, iiber eitiein
eingetheilten Bogen befindet. Diircli eine Scbraube ohne.Ende lifst fich J e r Kaften fehr fanft u n d
langfam drehen, bis ein feiner Strich an beiclen Enden der Nadel a u f einein Striche, cler.firli an bciden
Enden des Kaftens befiodct, kcnau atifl'ieht, timi davon verfichert man fich dutch zwei ?i!i!;rofkope, weld i e hier iiLer Clem Kaften f c h w h e n d gehalten merden. An tler Ebene, aufwelcher der Kaften ruht,
und ober der e r Gch J r e S t , X t eia Fernrohr an-
.
I:
387
3
gebracht, und in der Achfe diefes Fetmohrs befindet lich i n einer bedeutenden Entfernung ein feftes Zeichen, verinittelft deffen Clch d e r Stricli a n
den Enden'dcs Ihrtens auf das genauefte i n feiner
Lage g e p n die Nittagslinie erlialten itifst, aachdem
diefe Lage einmatil beCtimrnt worden. Nit grofser
Sorgfalt hat inan darauf gefehen, clzfs tias !Vetall des
Apparats ohne a!leo eigrren .\Iagnetistnus ift.
Seit der &it, d a k die konigl. Gefellfcliaft diefes Inltrument i n iliren Zirnmcrn iin Paliaft von
Soriimerfet hntte aufitallen I a U m , war lteine Beobaclitung mit demfelben belunnt gernacllt worden.
I-fr. G i l y i n beginnt dahet feeinen ALliCm mit einer
Befchreibung der Lage der floul'l'ole in diefem neuen
Locale, und der vcrfchicdcnen Correctionen d e r
Beobachtungen , welche wesen tliefer Lage n6thig
wa ren.
Das Inftrurnent fteht in der mittellten Fenfteraffnung des pwiihnlichen Sitzungsfaals d e r Gelellfchaft, a u f einein ftarken Tifche von Acajouholz.
DJFZejchen, worauf das Fernrohr gerichtet ift,
liegt 31"8',8 iiftlich von tler Blittagslinie. Diefer
Winkel i f t durch Beobaclitungen dcs Durchgangs
d e r Sonne und einiger Sterne durch den Vertikdkreis des Zeichens, vermittelft eincs Paffage-Ioftruments, das zu tlern Ends h i t der BouClole hierhec
Sefetzt war, und tlurcli Berechnung der Atimuthe
aus diefen Beobachtungen, beftimmt worden.
Urn den Fehler zu finden, der aes einem Mangel an P.dlelismus zwifchen der magnetifcheo
Bb
2
c
388
3
Acbfc der N d e l und der Linie, welche clutch die
beiden Indices an den Enden der NaJel und des Iiaftetls geht , eacftebt , und urn fich zu vergewiffern,
ob der Winkel, den cliele Link rnit dem K u l b
punkte der Eintheilung rnacht , auch clie wahre hbweichung fey,
war der Hut der Nadel fo eingerichtet worden, dafs die Nadcl fich umkehren liefs.
Es wurde eine grofse Mcnge von Beobachtungen
verrniitelft der Mikrofkope an beiden Enden cler Nadel, i n cler gewijhnlichen unlI i n d e r umgekehrten
Lage der Nadel gamaclit, und das Nittel aus diefen Beobachtunssn war, dafs die Piadel in ihrer
Sewijholichen Lage die Abweichungen , wie der
n~rclliclieIndex fie zeigt, um 2' z u grofs giebt.
D a h e r find von allen weftlichen Abweichungeh 2'
abzezogcn, und zu allen ijftlictien 2' hintu geffigt
worden, UIII die walire Grijfsc der Abweichungswjokel zu finclen.
Da das Inftrument in einem grofsen Geba'ude
fteht, fo war es nicht mijalich, es allem Einfldie
des Eifens zu eatziehen, deffen mehr oder weniger
in allen Gebiuden ift. Diefe fttiirende Einwirlcung
mufste mit mijglichfter Genauigkeit erwogcn werden. M a n liefs daher in einiger Entfernung von
dem GebPude, und hinlanglich weit von Eifen entfernt, einen feften Pfahl rorrichten, und btflirnmte
fiir diefe neue Lage des Inftruments das fiichtungszeichen des Fernrohrs. Darauf wurde das Inftrument an den Stunden * wenn die Abweichung des
Motgens und des Nachrnittags itationar ilt, auf die-
-
c
369
3
fen P h h l gefetzt, und dort die Abweichung bcobachte:.
Untnittelbar zuvor, und unmittelbar darauf beobachtete man die Abweichung in tler gewohnlichen L3ge deffelbeo auf den1 Acajoutifche in
dem SitzungsCaale der Gefellfcl1aft. Aus 2 0 Reih e n lolcher neobxhtungcn, welche 2 0 0 in freier
Luft, und 400 i n dem Saale angefteilte Beobaclitungen utnfafsten, ergab fich, dafs die Abwveichung .in
den1 Saale u:n 5/,4grtiker -war, als do, wo Iich die
hlagnetnadel ganz aulserhalb des Einfluffes des Eifens i n dem Geba'uda befand. Das Mittel aus g VOPniittsglichen Beobachtungsreilien war 5/,5 ; das hlittel a u s L I nichmittGglichen 5',5; zwirchen jenen
uncl diefen Beobachtungsreihen war inail clurch cinen nicht vorher gefeheoen U m h t d gcnathigt warden, den Stand des Inftrutnents in1 Freien zu bere
indern, und in cletn fo geriogen Unterfchiede von
01,2 Gnd die Correctionen, welche dieles niithig
machen koonte, iait einbegriffen. Alle in dem gcwijhnlichen Stande der Bouflole beobachtete Ahweichungen find diafem zu Folge urn 5',4 verminJ e r t worden, urn die wahrea Abweichungen t u
erhalten.
Die Inclinationsnadel ift diefeelbe, welche H e r r
C a v e ;Id i Ch i n der angeffihrten Abhanttlung bofcliriehen hat. 1hreAchfve dreht fich a u f zwei wohl
polirten Rbeoea von Achat. Sie fteht i n cler eriten
FenfterGFfnung beim Eintritte in den pwijhnlichen
Sitzungrfaai der Celelilchaft. Um dcu EiofliiCs zu
beftimmen, den das Eifeea des Gebaudzs auf die Loge
c
390
3
diefer Nadel geliabt h a t , find zu zwei verfcliietlcmen Mahlen, zwifchen wclclie zehn Jahre fallen,
vergleichcnde Beobachtungen in dem Saale uiid icn
Freien aogeftellt worden.
ES fand h c b , d a b die
Neigung iiii S a a l t urn 20' kleiner als im Freien war,
dafs aber irn ilbrigco, wenn hiervon abgelehen wird,
die Beobachtungen a n beiden Orten bis auf 1' init
cinantler Oberein ftirnrnten. Alle Il'eigungen , welche a n dein gew-iihnlichen Stande d e r Inclinations
BouTCol$ beobachtet worden, iind daher urn 20'
vermehrt worden.
-
,,Zwar", f a g t Elerr G i l p i n, ,,finder hcb im erften Theile der I'lrilofoplrical Traitsactionsfor I 759
eine gute Abhaiidlung von J o h n C a n t o n Ober
dje Jiiglichen Vwiariotien 3er laorizontaI filirerebenilen Magiiernadcl, nacli einer grofsen Menge
von Beobachtungcn, welche e r ein Jahr IiincIurcli
z u verfchiedenen Stunden des Tagcs, jetfoch olioe
regelmafsige Zwifchenraume, angefte!lt hatte. Es
fchien mir indefs, dafs durch Beobachtung der tzglicheii Variation, mebrniahis an jedem T a g e in kurz e n unti r6gelmafsigen Zwifchenriiumen ein ganzes
Jahr tiindurcb, nicht blofs die Epochtn, i n welchen die Nadel ftillftehend ift, iich warden mit
m e h r PrBciGon beftimmen laffen, fondern dafs man
auch tiher den Gaog d e r Nadel hin- uod herwarts
fich clddorch wertle genauer belehren konnen.
Ich
unterzog mich daber der: fehr miihl'eligen Arbeit,
Jechzehn Monate lang tiiglich zwli/J iMahl die Ab-
t
391
3
weichung an feft beftimmteo Stunden zu beobacbten. "
Herr G i l p i n ftellt die Refultjte diefer Beohachrungen i n eiiier Tafel dar, welche 16 Quartfeiten einnimmt, und die fich dahcr fiir diefen Auszug nicht eignet. Jede Zahl in ilir ift ein Wittel
aus 5 Beobachtungen, und folche Beobachtungen
find von 6 Ulir &lorgens bis I I U h r Abends, theils
V O D Stunde zu Stunde, theils mit Zwifcheotciten
von 2 oder 3 Stunden, tiiglicb, vom xiten September I;SG bis zum Iften Januar 1788, alfo v d l e 16
Monata bindurcb, von ihm angeftellt worden. Die
T a f e l i f t fo geordnet, dafs man durcli bloke Eint c h t in diefclbe die periodifchen Eeweguagen d e r
Magnetnxtel in der Abweichung wahrnimmt.
Eine zweite Tafel ftellt die Mictel der beolachteten Abivcichungen Monnt fiir illonat , nach den
verfchiedenen Stunden dar, und diel'e vorziiglich
wich:ige Tafel fetzen wir hierher.
t
----*
786
September
Ocrobcr
November
December
1787.
Jrnurr
Februar
Mirz
April
3lai
Junius
Julius
aAugiifi
Scpremhr
October
Kuvetnber
December
Jm Mi:tcl '*I
und zwar
8786
Oct.
DGC.
-
1787
Marz
April -Juniu,
Jao.
- Sept.
Jul.
.Ocr.
- Dec.
D i e dritre7'oJel enthiilt nicht nur cIasMitte1 Jer
Abweichungen untl das Mittel aus cler taglichen Variation diefer Abweichungen filr jeaen der 16 Mom t e der angefiihrten Bcobachtungsperiode, fon3 Im Frantiilikhen Rehc
ih,
zwar vrahrlcheinlich fur
10
unnreitig ein DrucLfehler und
Gilb.
h
.
' 3 Diefe .%tIitrel babe ich der Tafel sugeffgt,
Gilb.
***)La dc';tinaTon
moyenne de chaque ntoir , e t Ja variation diurlze tnoyenne pour ptiijicurs naois de I*anntfr,
cntrr lcs annies 1786 e t 1805 inc/yr"mnent.
nach Beobacbtungen beftimmt, die an den Zeitpunkten des Tages gemacht wurden, i n welche
das Muxiiiiunz uncl clas Miniinuiit d e r Ahweichung
fillt. Fiir jeden hfonat lramon ungafiilir 600 Beobachtunzen diefer Art.
Nach der eben erwiihnten Reilie von 16 Monat e n \'on Beohachtungen Iiifst Iich niiiclich die Declination als fttationlr unii i n ihreni Miniino aonehmen
gegen 7 und S Uhr Morgens, und als Itstionar in
ibrein Maziino gegen I oder 2 Ulir Naclimittags.
Diefein geniafs ift die inittlere riiggiclte Abweiciiung
beltimirit worden als das Elittel atis den Beobachtungen, die an diefeo beicien Tagzszeiten gemacht find.
Es betrug dies2 inittlere trzgliclte Variation der
Abweiclriing den Ueobachtungen cles H e r r n G i 1p i n z u Folge, im Jalire 1787 :
i m Mdrz 15'/0; Juaius i9',6; Julius 19',6;
September 14',8 ; und itn December 7',6.
P;immt man dagegen die mittIern Refbltate a u s
12j ~ h ri ge izBeobachcungen von 1793 bis 1805, fo
betrug die mittlere ta'gliche Variation d e r Rbweichung n u r
i m Mirz V I 5 ; Junius I I ' , ~ ; Julius 10',6;
September 8',7; und im December 3;7.
D i e uierte T+Z enthalt fiir diele letztern 12
Jahre dic Unterlchiede zwifchen den Beobachtungen der Abweichung, welche im M P r t , im Junius,
i m September und i m December, d. !I. zur Zeit der
Kachtgleichen und tier Sonneaweoden, gemacllt fin'/.
Wir ietzeo diefe Tafel hierher:
c
395
3
lnterfchied twifcclen dcn Beobachtungcn Rer
Jahr.
.bweicLung dcr Magoet:iac!el an den beillen
Nrchrgleichen und Sonnenwenden :
--
1793
1795
'796
1797
1798
1799
so0
1
1801
1803
1803
1so4
1805
--
Mittel
Kach d e m Mittel zu urtheilen, fclieint die Abweichung grijlser, oder m e h r weftlich zii werclen, von
d e r Tirinter- Sonnenwende bis zur Frilhlings- Kachtgleiche urn o',so; von da his z u r Sommer- Sonnenwende nimmt lie ab , oder die Nadel ,adit nach Oft
zurilck urn i'&j; dann nimmt fie wieder zu his
z u r HerbTt.Nacbtgleiche urn 2',4j, und von d a ab
bis zur W i n t e r - Sonnenwende vermindert Ge fich
aberrnahls urn o ' , I ~ .
H e r r G i l p i n bemerkt, fchon C a f f i n i habs
a u s feinen BeobachtunGcn auf der parifer Sternwarte
von 1783 bis 1788 einen Phnliclien Einflufs ftlr die
Zeitpunkte der Sonnenwenden u n d der Kachtgleichen gefunden; die Wirltung hatte ihm aber vie1
gtijfscr gelchienen. *) Herr G i I p i n fchrcilt cliefes der geriagen Zalil voa Beobachtungen z u , aus
der C a f C i n i die Folgerung 2 0 8 ; er beobachtele
nirnlich nur 8 Tage Iang um jecle clieler Epochen.
,,Es lehrt uns aber", fagtder Verfaffer, ,,die Erfahr u n g , dafs ReColtzte, welche 3 u s To kurzen Poriod e n ilber den Magnetismus gezogen werden, auf
Herr
keine grofse Genauiglteit Anfpruch haben.
G i l p i n hat claher die mittlern Relultate des ganZen Monats, dem jede Nachtgleiche oder Sonnenwende zugehiirt, genommen.
Irn ilbrigen giebt es Zeiten, in welchen dic Kadel mit Gch felbft felir gut ttbcrein ftimrtlt, untl genau auf tlenfelhen Piinkt zurtick kiimrnt, To oft man
iie aus demfelben dreht. Zu andero Zeiten rariirt
fie um 2 bis 3', manchmahl felbft um 8 odet 10'
und mehr. D e r Verfaffcr fclireibt diefe Unregelma fsi y kei ten v o r n eh rn li ch den V e r P n (I e I'u nge n zu ,
welche die Winde i n der Atmofpf:Pre hewirken.
Er glaubt bemerkt zu haben, tlafs der OCtwind die
Nadel ungewiffer maclie als jetler andere, d3fs dagegen J e t Stid- oder Siiltweltwind fie fixire.
D u r c k ein Nordlicht wurde die Nadel ftets bedeu.
teod bewegt (agitke).
-
AUSBeobachtungen, welclie vom D. H e b e r .
d e n unJ andern urn das Jahr 1775 angeftellt fiocl,
fand 5chS did's in jenem Zeitpunkte die Abwei*) Einiaes ton diefen Beobachtuagen C a If i n i's in
dam folgendzn Auffatze,
Oilb,
chunq: jtW;eli utn ungeftibr 10' zunahm. Vna
dcr &it on bis jctrt hat lick (title Griirsrt alli~iiili1ig
immer mebr retmindert , n e t mit Einer Ausnaliiiie,
welchc in die Iahre 1790und 1791 fiillt. Die jjlirlicbe Abnabme wcc d~mdilsniiinlich bis auf 2 odcr
3 Minuten herztb gelsommen, und nun fchicn fie
wje;ter zuzunchmen. Der Verfaffcr wvtifs kci::e
Urfachefitr diefe Anoinolie oufzulinden, es fey dcnn,
fie fey didurch bswitkt wordeb, dak man in dcin
fiber dcin Saais beiiniliichea Stockwerke eioige Trio
gcr ran Eifen, zu heiden Seiten der AbweiclaungsBouffols, 18 Fufs oon ihr entfernt rngchroclit h : e .
D,I I;cb intlsfs in eben dem Zeitraume keine Anoinrlie rtc.tfolben Art in den Beobachtungen der Inclinations- Uouffole geteigt hat , ruf die, ilirer Loge zu
Folga, jcnc e i h w a T t i g e t cinen vetfchiedenen Einflufs 1:;:tcn iiutsern miificn, To bat nion L'rbchc,
diefer Erkkirung zu zweifeln. In (lei1 5 oder 4 Jetrten Jalwen ift die jiildiche Variation der Magneb
njdcl fo geringe ge\veCcn, dafs lich die Sadel in (tiefern Zeitraume vielleicbt far ftillfrelread (Jja&iaai,*c) nefmen liefse,
Die fo!grnde Tafel ftellt den Gong der j&/ir/i.
c k n Variuciun der 4bwekhxtig zu London a d eioen 81ick dor.
598
~~
Eii r r o w s
Guritcr
Gel t ibrand
I30 n d
G e I I i I) r a n d
HaJley
G r all a ID
3
c
599
3
S' fiir die j5hrliche Zunabme d e r Abweichung von 1723 bis 1748, allu n u r die HPlfte d e r
vorigcn. Von 1787 bis 1795 betrSgt die jalirlic h e Zunalirne n u r 4'7, vo:i cia bis is02 our 1',2
irnd von 1802Lis 1806ntir ~ ' ~ 7inan
; kaon daher
gehcn n u r
jetzt die Kadcl ftir fiilll'ieheod in i h r e r grofstea
welt I i ch en A b ~vei ch u n g n e II I ii e n
Die fuTf;e TtfiL ftellt die Xeigung der Magnetncir!e! in dcn P O Jahrzn von r786 bis 1305iiicl. dar.
Wiihrenit d e r 16 erften illooate tliefes Zeitraurns
hat Ilcrr G i 1p i n d i e r\;eiguag eben fo oft 11s die
Ah:veicliung beobachtet ; da er aber keine rdgliche
l/ctric!riim in dcr Erfcheinuns cler lnagtletlfclirn S e i gurig v:ahrgetiornrnen h a t , To begniigt er Gch damit, frir jellen &Ionat (13s Miitel aus allen Neigungsbec!,J;!iiungei1 wihrencl cleffehen anzugeben. Jed c r ?'Jfsl ift eiii Mittel ails 45 Beobachtundc
gen. Die letzre Spalie e n t h i l t unter d e r Ueherichrifr : W d i r e Aeigung, dic mittlern Wertiie a u s
,
diefen :Jitteln.
N o r rn a n , der die Neigung tler Magnetcadel
zuerft bemerict h a t , fand Ge zu London irn J a h r e
1576 71') 50' und B o n d liundert J a h r c fpster,
iin JJiire 1676,7j"47'. Die S e i g u n g n a d e l n , mit
wdciien dirfe Phyfikrr beobachtet haben , w a r e n
jedoch inintler zuverliffige Inftrurnente, als die, cler c n man Gch in dem letzten Jahrhunder: z u r Beftirnmung cler Seigung bedient hat, und in fo f e r n
wiirtle es zweii"elh,ift bleiben, ob wirklich die N e b
g u n 3 bis zu dorn Z t i t p u o k t e ihres A F ~ ~ I x ~ ~ I aI!z~,;~s
.
.
nshlig zunitnmt.
Indefs b e l t i m m t e IV h i ft o n ,
von dern m a n rnit G r u n d a n n e h m e n d a r f , dafs rein
Apparat vollkoiarnner w a r , d i e il'eigung z u London i m J a h r e 1720 s u f 75' 10'. *j Vergluicht man
d a m i t d i e zahlreichen Beobachtungen , w e l c h e H e r r
C a v e n c l i 111 irn J a h i e 1775 m i t g r o f s e r Genauigk e i t anzeftellt h a t , uncl d i e als hlittel 72" 30' fiir
d i e magnetil'che S e i g u n g geben ; Eo finclet fich fur
diefen Z e i t r a u m von 55 Jahl-en eine j5hrliclie V e r minderung d e r PJeiSung von 2'/9 irn Mittel. E a c h
rueinen Ueobachtungen w a r die N e i g u n g irn J a h r e
1805 zu Lontton 70' 21', und cliefs giebt Fiir die
30 J a h r e von 1775 bis 1805 eine jiihrliclie Ahnal-1m e tler ~ e i g u n ; ; von dIr5 im hlittell Fiii (lie 1 0
l e t z t e n J a h r e hetriigt d i e mittlere jilirliche Abuahm e cIer S e i g u n g n u r I',.;.
,,Ich k a n n cliefen Auffiltz ", fast der Verfaffer,
,,nicht befchliefsen , o h n e m e i n B e d a u e r n clariiher
zu 5ufsern, dafs die Reifenden, w e l c h e i n dern letzten
*)
XIit einer 4 Furs langen und 4012 Gran lchweren
B a d e l ; dagegen iiur 73' 4 S ' r n i t einer Nadel, die
1 2 Zoil l a n g w a r .
G r n h a l n rand im NitteI ilus
l e h r forgfaltipen Verruchcn rnit e i n e r I ?',I I a n p n
u n J 4 Unze fchweren S a d e l , die Xeigung zu London, irn April 1
7'3
74" %'; diefi: Xatlel vollendetc 50 Schwingungen in 330 Tertien und G r a .
h il m Lerechnete daraus , daCs die magnetil'che
Kraft in London ~ $ der
3
Schwerkrafc k y .
Glib.
ten Jahrhundert fo tld Gelegenhdt gab& b ; l k
die Abweichung der Megnetnrdd in Verfchjedenen
Gcgenden d e t Erde zu beobacbten , diele ,GeJegenbeit to wenis benuttt habeno lhre Beobachtungen
wdrdcn w;lhrfcheinlich ruf fnfge rnerkwordig. und
folgenreiche Thatlachen gefahrt , und d a m bigstragea hoban, uxts zu einet zuverlPfCigern Tbeorj.
dielet Pblnomene, rls die, welche bislier allprnejn
angenornmen wird zu verhalfcn. Die Meinanpa
die Urfacbe d+r tiigigliclAcn V~rirtiOnw&r&n b&
ftitigt o&r wiclerlqt , ihre eblolute Grslsa an v i e
16;) Orten, (was feht zu wonfchen ift,) bebnnt,
:!ic Ahweichuni felbf: beffer bertimtnt rep, a1s
f i ~ ciicts.s
h
wit Jer gewiibnlicben BoufCole tlmn Itfst,
CiCi:m Idtrumente ,welches feltft fiir Beobachtun.
geo on) hnrlo unvollkominon ift. EacIJich warden
gqiraue Beobachtungea in ocrfchiedcnen ZeitrLiumen
die j3l:tIiche Variation der Sadel uns mit gr8kerer
ZuverlifGgkcit bekrnnt macben. "
,Der beriihmte H a l l e y hielt die Abweicbung
der Nagnetnadel far rinen Gegenftand von folcher
Wichtigkeit, dafs er zwei Seesreifen rusdrilcklich ja
&r Ab6cht angcftellt hot, urn Abwaicbungen zu
beobachten rind fie mit der Tbeorie zu vergleichea,
die ef im Jahre 1673 ruf'eftellt hatte. Woe Abweichungskarte war eine Frucht detfelbea, Seitdam tiat man keine boffere Tlreoric erdocbt, fo vie1
Beobachtungan auch k i t dielcr Zcit von Reifenden
gemacht End. lhre ifolirtea Etf;tbrungeo Gad mehrentheils ohne Gcbraoch; denn cs hffeu lich nur
And.
1.PliyGk. B. 1s. $b 4. 8.
8t. I
CC
folche Beobachtungen z t ~wiffenfchaftlichen Zwecken benutzen, welche a u f eine regelmiifsige Art
mit guten Inftrumenten gemacht S D ~ und
, die der
lleobachter mit allcr SorgfaIt aufgeteichnet hat. Es
jft daher zu wanfcchen, dafs die, welche Mittel in
HPncien lraben, diefe Klaffe von Beobachtungen,
welche fitr den Seemann t o n n i c k geringerm NutZen als fitr den Naturforfccher lind, auf irgtnd eine
Art zu erleichtern und zu begiinftigen, die Wich.
tigkeit derfelben erwzgen, untl ein Intereffe dafiit
faffen rniigea, be auf alle Art zu befordern."
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