close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Darstellung des gereinigten kohlensauren Kalis aus der rohen Pottasche.

код для вставкиСкачать
651
Bicarbonats, gegliiht zu werden, urn vollkommen reines
Carbonat danustellen.
Versetzt man die abfiltrirte Fliissigkeit, nach Verdiianung durch Wasser, mit 0,28 vom Gewicht des essigsauren Kalis an Kalk, zieht den Alkohol in einer kupfernen Blase iiber, raucht den essigauren Kalk zur
T r o c h e ab, und unterwirft 10 Tb. dieses Alkobols, gelnischt niit 10 Th. Schwefelstiure uod 13 Th. des essigsauren Kalks, in einer Retorte der Destillalion, so bekomint man einen vortrefflichen Essigiither. (Bullet. de
la SOC.impeiinl. des naturalisles de Moscou. Arinee
1935, No. 1 p . 58.)
XVI. Darstellung des gercinigten kohlensnrtren
Kalis a m tier roheri Pottasche;
von M a y e r .
Apotbeker zu Friedland in Mecklenburg.
D i e Bereitung des Kali carbonicum e cinen'bus claoellatis der Pharmncopoea borussica bietet mehrerc
Schwierigkeitcu dar, und ist, wohl nicht ganz dcin Zwecke
cntsprechend, besooders was die Fortscbaffung des Cblorkaliulns betrifft, eine Verunreiniguog, die deshalb so uuangenebm ist, weil sie in fast alle Priiparate des Knli
carbonic., wie. z. B. Kali aceticurn, Kali iartaricum etc.
mit hiniibergeht.
W e n n man nlmlich die rohe Pottasche, nach der
Pharrn. boruss., in zwei Theiletl heifsen Wassers geliist hat, die filtrirte Fliissigkeit eindainpft, bis eine Salzhaut erscheint, und, einige Tage bci Seite stellt, dainit
die freinden Salze krystallisiren , so schiebt allerdings
fast das siimmtliche schwcfelsaure Kali an, welches eine
uur geringe Menge kohlensauren Kalis enthdt ; allein das
Chlorkalium ist grbfstentheils in der Lauge gebliebcn
692
und eiti nur geriuger Theil ist krystallisirt. Dalnpft wan
nun, damit auch das Chlorkalium krystallisire, weiter
als bis zur Krystallhaut ein, so errcicht man zwar thcilweise seinen Zweck, indets geht auch:
1 ) ciu bedeutender Theil dcs kohlensauren Kalis
in die Krystallisation mit hinein, so dafs man oft nur
die H N t e des Priiparats gewiiint ;
2 ) enthllt die Laugc dennoch cine nicht geringerc
bIenge Chlorkalium, und
3) befindet sich in dcr Lauge kieseIaaures Kali geliist, wiihrend die Krystalle im Verhaltnifs weoiger enthnlten.
Es crgiebt sicli hierans, dafs cs vorthcilhaft wiire,
geradc dcn entgcgengesetzten W e g der Phnrm. eiuziischlagen, d. h. die Krystalle auf das reinc kohlensaure
Kali zu beuutzen uiid die Laiigc zu verwerfcn, nachdcm
man zuvor auf cine scliicliliciie Art das schwefelsaiire
Kali entfernt hat.
Man verfdhrt zweckmafsig folgendermafsen: Man
ubergicfst die rohe Pottasche mit weuig Wasser (10 Th.
voii erstcrer mit 6 Th. Wasser) und Iffst unter 6fterein Riihren 24 Stunden a n eincin kiihlen Orte stehen,
dniiipft dann die tiltrirte Fliissigkeit ziemlich weit ein,
stiirt dic Krj-stallisation durch bestandiges Umriihren fast
bis zum Erkalteii, und giefst das Game auf eiiien Spitzbeutel. Die Chlorkalium und kiesclsaurcs Kali haltigere
Lauge tropft a b , den Rackstand dampft man beim gelinden Feuer zur Trockne ab, lilst in gleichen Theilen
kalten destillirten Wassers und dampft dauu abermals
die filtrirte Fliissigkeit zur Trockne ab.
In Betreff dcr eben nngegebcnen Bereilungsart habe
ich noch Fulgendcs zu erwshnen. W e n n man inch dein
vorgcschriebencn Verhiltnifs die Pottasche lnit Wasser
iibergossen, und diirch Umriibrcn uud Zerdriicken mittelst eines hblzcrnen Spatels gleichmafsig zertheilt hat,
so hat sicL nach 24 Stunden voin schwefelsauren Kali
653
durchaus noch niclits gelost , wiihrend solches geschieht,
wenn man die Fllissigkeit lange stelien llfst; das Chlorkaliuin und kicselsoure Kali hiugegen sind uach 24 Stundcn schon fast ganz gel6st.
Urn die Krgsfallisation
zu storen, i d s man das Abdampfen nicht zu zeitig unterbrcchcn und nicht zu laoge fortsetzen; man verliert
iin ersten Falle zu vicl an der Ausbeute, im zweiten an
der Giite des Priiparats. Man trifft den richtigen Zeitpuukt, wenn inan den Kessel alsdaiiu vom Feuer entferut, wenn die Lauge anfdugt undurchsichtig zu werdca, und dic Salzhaut selbst walircnd des Kocheus durch
Riibren nicht zu entfernen ist.
Das Abdainpfen zur
ghzlichen T r o c h e uiufs bei gclindem Feuer gescheheu,
iiainentlicli bciui ersten Male; denn erhitzt man sehr stark,
so wird die Kieselerde, die sich beiin Wiederauflijsen
ausschciden sol1 , theilweise wieder lijslicli, indem sie
sich uit dein Kali rerbiudet, und geht wieder in das
Praparat fiber. Die Vorschrift der P h m . also, das Salz
zuletzt lem' caloretc abziidawpfen, verdient gewifs auch
beini ersten Male uicht unberiicksichtigt zu bleiben.
Die Versuche wurden mit einer russischen Pottasche
angestellt ; sie war vou blrulicher Farbe, enthielt an aufJiislicheii Salzen a u h r kohlensaurem Kali , noch schwefclsaures Kali uiid Chlorlialiuui, an uul8slichen: kohlensaiircn Kalk, schvrcfclsauren Kalk, Thonerde etc., autetdein tlrasser. L)er Gchalt a n reinem Lohlensauren Kali
bctrub GO Proc.
Vergleiclisweise wurden nach folgenden verscliiedelien Weisen das gereiiiigte kohlensaure Kali dargestellt,
und fur jcdc eiu und dieselbe Menge roher Pottasche
in Arbeit genommen.
No. I. Nacli dcr Vorschrift der Pharm.; yon 10
Pfuud roher Pottasche wurden 5; Pfuud gereinigtcs kohlensaures Kali gcwonnen.
No. 2. Ebenfalls uacli Jer Phann.; nur uurde etwas weiter abgcdnmpft als bis zur Kr?.stnllisationsliaut,
-
-
))
654
+
so dafs fast
des kohlensnuren Kalis mit krystallisirte;
von 10 Pfund roller Pottasche wurden 4 Pfund gereinigtes kohlensaures Kali.
No. 3. Nach der oben angegebenen Methode. 10
Yfund rohe Pottasche gaben 5 Pfund gereinigtes kolilensaures Kali. Ein halbes Pfund war als BIutterlauge
abgelaufen, und 9 Unzen aufliislicher Salze wurden
noch aus dem Riickstande der kalt tibergossenen roben Pottasche ausgelaugt, in welcher etwa noch 4 Pfund
kohlensaures Kali enthalten war.
Hinsichts der Verunreinigungen verhielten sie sich
gegenseitig folgendermafsen :
Scbwefelsaures Kali
Chlorkalium
I.
2.
3.
Spuren
frei
1,8 Proc.
1,1 Proc.
1,6 Proc.
frei
Man sieht auch bier wieder wie selir das Clilorkalium geneigt ist, eher in der Pottaschen-Lauge gelbst zu
bleiben, als zu krystallisiren; denn bei No. 2, wo dorch
starkeres hbdampfen die Ausbeute an kohlensaurem Kali
verringert ist, ist der procentische Gehalt an Chlorkalium gestiegen.
Der Chlorkalium-Gehalt bei No. 3
ist nun zwar nicht so sehr vie1 geringer ah bei No. 1
und 2, indefs elnpfreblt sich die Methode noch:
1) Durch den kiirzeren Zeitaufwand, welchen man
zur Bereitung bedarf;
2) dafs durch die abtropfende Lauge gleich eine betrgchtlichc Menge kieselsauren Kalis forgeschafft wird, und
3) besonders dadurch, dafs inan das Prlparat auf
Hhnliche Weise, wie es beim Zuckerraffniren oder der
Salpeterfabrication geschieht, durch Decken noch reinigen kann. Man bringt zu diescm Zwecke die gestorte
Krystallmasse auf grofse spitze Trichter oder Gefafse von
solcher Form, wie man sich deren zoin Decken des Zukkcrs bedient, ubersiefst die fest eiogedriickte Masse mit
einer diinnen Schicht einer concciitrirten Aufliisun,u von
-
6.55
reinem chlorkaliumfreien kohlensauren Kali , und lifst
diese langsam durchsickern. Nach dreimaliger Wiederholung dieser Operation enthielt das Salz nur noch 0,7
Proc. Chlorkalium.
Einiger Aufwand an Zeit und reinem kohlensauren
Kali treten der Anwendung dieser letzteren Operation
freilich hindernd entgegen, indefs machten sich vielleicht
bei der Bereitung im Grofsen, wie in Fabriken, die Resultate gtinstiger stellen.
Sonstige Verunreinigungen, wie z. B. Thonerde, Metalle ek., waren nicht vorhanden; Kieselerde-GebaIt war
gering; denn mit Salpetersziire gestittigt, gab es eine
viillig klare Aufliisung ; w r T r o c h e abgeraucht und wieder in destillirtein Wasser gelast, zeigte sie jedoch eine
ganz geringe Triibung.
XVII. Xlmsfeuer und Ertl- Erschutterungen in
in Franken.
(Aus &em
Schrciben des Hm. Ernst r o n Zibra zu Scliwebheirn bci
Schweinfurt an den Hcnusgeber.
- Vielleicht
diirfte die Nachricht von einem St. Elmsfeuer, welche inir vor Kunem von meinem Freunde, dem
Landgerichts - Physicus Dr. R i e g e l , in Klingenberg, bei
Aschaffenburg, mitgetheilt wurde, nicbt ganz obne Iateresse seyn fiir die Lescr Ihrer so sehr geschltzten Annalen, zulnal sich in denselben (Reihe I1 Bd. IV S.370)
ein iihulicher Fall anfgezeichnet findet.
A m 31. October vorigen Jahres (1837) ritt Dr. R.
Abends um 7 Ulir von Kleinheubach nach seinem, zwei
Stunden entfernten Wohnorte Klingenberg. Es war eine
Suiserst dtinkle Nacbt, so dafs kauni die nlclisten Gegenstande unterscbieden werdeu konnten. E r nard, nach-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
198 Кб
Теги
pottasche, gereinigten, rohen, der, aus, darstellung, kohlensauren, kalin, des
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа