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Darstellung und Eigenschaften des Vestium oder Vestium eines neuentdeckten Metalls.

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111.
Darjellung wad E*enfcfua..en des Yejarurn oder
YeJIium, cines nercentdccben Metal&;
Ton
Dr. von VEST, Prof. dcr Chem. und Botnnik
am Johanneurn i n Gritr.
C
an konrrncn."
368
I k r r Dr. von Vefi n'ufacrt GcL
fcblas i n dem feinen
~ u f f d t tb c g l e i l e n h ~
Biidc
,,f A o u icb l h h e r no&
,,Thomfon'fLbc Juooaium
,,Namcn
]
Jaiioniriiu f i r
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iibcr diefen F o r -
wie folst:
01,-
,)
6laulten Urfach babe, dafs dar
Crrerium ley,
hrttc iclr tloch deu
dns Sclilrdminger
Metall
aufgrge-
h e n , urid dr ruir kcin audcrcr l'1,Iiict 01s die Velte zur Be-
,,ucunurtg
ubrig blieb, die ich wcgerr Cuuetttrent rnit nirincm
,,Namen niclit braurhrn
,,Sirium.
,,fictl t ,
konnte, fo nanntc icL er vor der lIantl
I n t l c l h ilt die Bcneuniing der Nctallr lhnen frci ge-
u n d man wirtl mich nicht riner kindilcben Eitrlkeit be-
khuldigeli Lijnnen, wenn Gilbert den Namcn Peflaium otlc
),
,)
VrJfium v o r z i e h und eioluhrt. "
,)Die Arheiten riait dcm ScblaJmingrr Ene babe ich woL1
,, aaauzig vcrfchieclcue
,,Lc
n h l e rcispdiullrt , und jcder 3151 &I wei-
Oryd crhalteu , wrlcher m i t Arfmik rcducirt , cinrn feio-
,, Aiiroigen MctdlLihig girbt,
tlas
,)
a m dem Iich wiedu Arfcnik und
Allereit h h e ich das Err
weifre Oxyd darfielltu liefr.
,,torn KGaige gefchinolrcn, om ndr
101
meta11ifchen a n d frrien
verbindurrgen dar 1reue&l8ll abzulchcitlen.
,)
--
Kr5nklich-
, , h i t , die ich tnir irurch die tielen Arbejten mit arfenikholteo,,den Erzcn zngezogen hatte, hiell miclr mehrcre M o n r t e ab,
nicht h anbaltend rlr fonft im Laborrtorium zu arbeiten, j e i z t
,,abet bin ich m i t Bebandlung der neuenbletaflr anf naEecmWa-
,,gr onunterbrochen
C r i t z den
15.
bcfchiftigt."
---
Juni 1818.
Vorbereitnng.
Dasl Nickelarc von Schlndnring in ObcrSkiermark, bricht mit Kob'altkiel'en w e l c h aher
in Bezug aufdie Darffcllung des VeflGum als tine
,
C
389
1
Biirende Vetunreinigung aogefehen, nnd daher m o p
IicliR auqefchieden werden muffen. Zwar fuhren
die Kobalterze ebenfalls VeRaiuin bei fich, eber 8s
halt fehr rchwer, diefe beiden Metollc von einand e r zu I'cheiden.
Das Nickelerz wird gepuloert, und der Metnllgehalt ausgefchmolzen.
lliefea Schmelzen ifi
nothwendig urn die Metalle von allen Erderten,
vorziiglick der Kalkerde zu I'cheiden, die roiiR in
die Autlofuog ubergehen wiirde, da das Erz l e h r
Man fetrt zu
oft mit Kalkfpath durcbzogen ill.
dem Ende d w gepulverte Err ohne Kohle, blos mit
gepulvertem Glare pmifcht, in einen gut ziehen.
den Windofen ein, und killst die iMilichung I Stunde
lang gut fliersen. Eine Hitze von etwa 4o'Wedgewood i R dozu hinliinglich.
D e r Konig wird gepulvert, und mit Salpeterrdure i n einem Sandbade digerirt bis keine Entwickelung yon Gas m e h r gefchieht. M a n kann fadann etwas Salzrdure zutroyt'eln und wieder worm
digeriren, worlurch aber vie1 Eifen i n die Autlofung
k o m m t , daher man bellbr thut, die SaltlZure wogzulan'en. Nachdern man die AuHofung abgegolrea
h a t , wird der RiickRand wiederholt aufv neue mit
SalpeterGure iibergoll'en, Lis alles aufgeloli ii?. Dia
grunen FliiIligkeiteo giefse ich zufammen ncutralifire fie mit kohlenfaurem Ksli, und tiltpire fie, da
Gch dabei mciIiens arrenikfaures Eiren a h ein woifser Jockerer Niederfchlog ourfcheidet.
c
Alto;ll.'d. Phjfik. B,59. st. 4. r. &81& k'&
,
,
c
Abfchridoo6 .in-
TfisiL Arfenikr.
Uer vollhommen neutralen Lauge fetze ich lo
huge eiae etwas verdiinnte Auflofung des ell[igrauren h i e s zu, a19 fich ooch ein Niederfchlag zeigt,
und IaEe die Mifchung 24 Stunden lang an einem
warmen O r t e Itehen.
Es fcnkt fich arTenikfaures
(und Ihlzfaures) Blei zu Boden. I n der Wiirma
fcheidet fich auch, da die ElIigriure entwcicht, oft
Eifenoxyd m i t aus.
Auf diere Weife wird der grobte Theil desArfenike, aber teineswegs dcr g a m e Arbnikgehslt,
abgefchieden.
Sollte fich die abgekliirte h u g e
durch zugegolfeoe BleifoIution noch truben, lo
fetzt man wieder reichlich davon hiozu, u m deli
Arfenik m6glichlt zu entfernen, und liTst die hlifchungstheile auf einauder wirkeo, uod den Bodeufat2 oiedergehen. Das Hare wird donn abgcfloIIiin,
und der dicke Kelt abfiltrirt. In der Yliilligkeit ill
gewohnlich cin Ueherfchufi voo dern Bleifalzc. Zuletzt fetze ich der klaren Fliifigkeit Schwefelfidure
i n eioigem Uebermaabe zu, und rondre dar niederfallende I'chwefelfaure Hlei durch Filtriren ab.
Ginrlichr Abfchoidutng dca Arfenitr.
A l l e birhervon mir rerfuchteoMcthoden fcheiden deo Arfenik nicht rollRindig aua. Folgenda
rber fcheint diefes rollkommen zu bewirkeo.
Ich nshm trockeocn Schwcfel- Baryt lhmmt der
aoch dabei befiodlkhon Kohlc, wio o r arch dom
1 391
I
Gluhen den fchwefelfauren Baryts mit Kahle n u s
dem Tiegcl kommt, utid l'chuttete eine Portion, etwa ein Poar Probeglischen voll, i n ein geriumiges
Gefa'fs. Uaraaf go& ich etww wmges WaDTer u a d
daon To vie1 verdiinnte Schwefelraura, als zur Neutralifirung der gebrauclilen MengeSchwefef. Baryta
hinreicht, welches Gch durch einen uorliufiyen
Verfuch wenigRens beiliufig ohne Schwierigkeit
finden lirst.
A u f diefe Mifchung nun giefse ichfihneZZ, noch
ehe die Entbiridung des Schwefel- \VafferTtoflgaTeg
recht i m Gaoge ift, die grune zuvoi. rouer gernachte FliilIigkeit, und riihre fleifsig urn, damit d e r
Baryt nic tit brockig werde. Augenblicklich fillt
vie1 kunRliches Opermrnt zu Soden.
Die Operotion wiederhole ich To oft, als fich
noch Arfenik auszufondern rchcint. Nachdem dieTer fich geretzt hat, verfuche ich das Abgeklirte rnit
Schwefel- Wun'erltoff- Warer. Zeigt diel'es noch
Arfenik, fo wiederhole ich dm ohige Verfahreii To
L n g e , bis eine neue Probe die giozliche AbweTenhcit des Aderiiks anzeigt. Die E'liilIigkcitmurs dabei immer: fauer bleibeo, damit der Baryt kcin Metall fille.
Ein gerioger VerluR did'es iR jedoch
kaum zu vermeidea.
IR der ArTenik weg, und die FlulTgkeit noch
fauer, fo kann man zum UeberfluCs etwas weniges
Wocknen Schwefel- Bnryt hineinwerfen, damit die
Eatbindung des Schwefel- WalTerltoffgas noch einigsZsit forttvahre. Doch uauk man oft und flri-
Cc a
I 392 3
Lig umruhren, darnit day Zufainrnertbackcn und
dns feltc ilnlcgcn dcs fchwefellburen Uaryts rerhind e r t werde. L)a$ Ware wird nach eioigek-liulie ulrgegoll'en, der Relt filtrirt, und die gel'ammelten
FliilTiRkeiten werden i n eiriem meiten Gefifye iri der
Wiirme der Luft frei hingeflellt, damit d e r iiberflulnge Schwefel WoEerfioff theils cntweiche,
,theils fich zerfetze. M a n erkennt die Volienduiig
diefes Vorgangs, wenn m a n einige'rropfen d e r FLiiLfigkeit in efww Knli-Solution briogt, und i n i h r keiu
fchwnrzer Niederfchlag erfoljit
Ich neutralilire nun die Flulligkeit m i t halbkohlenfaurem Kali und digcrire lie noch einigeZcit
i n d e r Wiirine, wodurch fich Eil'enoxyJ ebzufcheid e n pflegt. Durch Filtrired wird Codanil dns Eibn
u n d der sbgel'chiedeae Schwefel vou d e r FliilTigkcit
gelrennt.
-
TrennunS dcr Vafiainrni tom EiickuI.
Die a u f die ehen helhhriebene Art erlieItene
klarc t a u g e dampfe ich bis zu einiger ConliRenz
nb, wohPi lictt ein Solz i r r feineil Nndcln aldiitruidet,
dos wie Schceflocken I'chwiinmt. Iclt fondre es
durch Piltrireri a b , wofche es kalt, uiid dampfe die
Fliill'igkeit tioch ein blal riti wenig ob, urn iiorh
mehi. folches Salz O U Y i h r zu bekornmen. JJuKt.ihe
Selz erhielt ich euch bus eiiier a u f die herchriebene
A r t gereirligtcn AufMung des KohILkieks delI;E
Iieii Bergwtrhr.
Uiefes Salz ilt rchoa YeJaiurn.
hrlt ig,
c
393
I
Dic cancentrirtegrune Laugcverdunne ich nun,
zerfetze lic durch Knlifolution, Ihmmle den kohlenh u r e n Niederfchlog auf eiti Filtruni, \vool'che iha
nus, u a d lofc i h n i n verdiinnter Scl~wefelGureauf.
I m Fa11 die S i u r e vocwaltet, neutralifire icli fie init
Kali, fctze dann i m gehorigen VertiiiltniTs TchmefelIhures Kali zu u n d darnpfe alles bis zur KryIbIlifa~ionsfiliigkcit01).
Die nach dem Erkalten Iich vorfindende S a k e
xititle weiche ich mit d r r nolliigen Metige kalten
Il'aflers auf, und befreie die gruneii fchweraufloslichen klcinen Nickclkryl\dle von den ouf ihoen liegetiden weil'seu leichten Flocken durch Umriihrca
j t t einem Glare iind durch gelindes Reiben z w i k h e n
denPingero, uod wal'che und l'chleinme fie recht Heirsig ab, ohne doc11 das WaKer zu errleuern, u n d
lege den0 die Kryltalle zu wiederlioltem Auflofen,
Eindampfen (bis auf einen geringen ReR der Flub
ligkeit) und KryltalIifiren Z U P Seite.
Uie Lauge, in der die wcil'slichen Flocken
fchwimmen utid die oft rnit Eifeiioxyd verunreiuigt
jlt, fatnmle i c h i n cinem Gefifs, giefse he nach einiger Kuhc vom niedergel'unkenen Eifenoxyde ab, u n d
darnpfe lie dann mit etwas fchwefelhurem Kali verrefat, wiederum ein uni ifir allen Nickelgehalt zu
entziehen. Die Srrlzrinde behandle icli wieder Nit
der niithigen hleiige kallen Wallers, auf die beTdlricbene Art. Oiere kelte Lauge cnthiiit fciiweI'elhures Vefiiiiorn theils aufgeloR, theils i n ausgcIchiedenen leich ten Flocken fchwimmend oft mit
.
c
394
I
W e n , u n d manchmal mit Kobolt verunreinigt.
W c n n fich der Nickel nicht heraus LryRallifiren will und daa aufgegoll'ene WaITer fchnell lich
grun fiirbt, fo iR diefer ein Zeichen, d a b man zu
wenis fchwefelfaurea Kali rugeretzt hat.
Die grunen Nickelkryltalle und die Salzrinden,
welch%mir diefes Verfaliren gegebtn hat, verfetze
ich mil einer h i d i n g l i c h e n Menge fchrvcfelraurcn
lLalis,iibtrgiebe Ee d a n n mit W'aIfer, uod fetzc Eein
dieW&rme,domit fich dus Stale sutliife, urid lane dann
dieLauge b h rur Trockenererdampfen. Dasvon den
Kryltallen abgefondert in d e r Rinde Lich befiodende
VeltEium fondre ich von ihnen durch Wegfchwemmen. Ich behandle d s n n d i e Kryltalle tind die Lauge
wieder r u f d i e befchriebne Art, und wiederhole diefer
Verfahren €0 lange, his die NickelkryRalle rehr
€chon grun werden. Will man reinen Nickel ablcheiden, To mub man fie dann noch einigeMsl kryAa I li fi r en la lle N.
OieTes iR die A r t , wie ich allen Nickel und
allers freie Eifcnoxyd ahfcheide. 111 dar gefchehcn,
To iR die Aufloruna farbelos oder nur fchwach gefirbt. Urn nun aus ihr das Ve&iuml 4darz&elleo,
r e r f a h r e ich folgendsrmnfaen:
Ich f i b die AutlGTung mit kohlenfanrem Kali,
wclcher ich mit ihr koche, u n d filtrire dann. W e n n
m m will, kann man such die ahgedampfte fchwefelfaure Anflofung mit kohlenfaurem Kali im Silbertiegel gliibcn, dann kochen und filtriIen. Nachdcm dasFiltrat aurgefiifst worden, wird es ioSalpe-
r
3:)s
J
-
terfiure oder iu Solzfiure aufgelijk
Man muL
day Veltiium rnit der Lauge des halbtoblenfaaren
h l i s kochen, damit man nicht eincn Verlult am
V e l t i h m erleide, indcm fich ein obfchon geringer
The'il im kolten Kali aufl6R. Beim Schmelcen dcs
li.hwcfeIfauren V e h i u m mit Kali, btkomrnt man
eine Schwefel- Verbindung, menn die Lange von
KohlenRaub I'chmutzig war, dnlier wohl meillens
das Kochen mit Kali vorzuziehen iR.
Das gegliihte und gilt ausgerukte VeTEiium wird
init verdunntcr SaIzfiurs LaIt digcrirt wobei fich
weaig cluflofi, und nach Entfernung der rauren FJUC
figkeit in Salzfiure gekocht. Im Kochen loll die
JnlGure denelbe auf.
Uos mit Kali gekochto
Veltiium loll lich dagegen i m Kalten leicht in der
Solzfaureauf.
Man kann auch wohl die trubc
uoreine kchwefelfaure L u g e des Veltiium. filtrireti, den BodenTatz mit einem Alkali kochen, und
die klare Fliifligkeit oorlaufig euf VeRiiurn behandela, indem man fie mit Gtzendern ArnmoniaL; urn
das Eil'en abzufcheiden, verretzt und lie filtrirt. Ilt
fie griinlich, fo enlhilt fie aoch etwas Nickei. Durch
Verletzen rnit Kali und Abdampfen bekiimmt man
das Y eltiiumoxyd.
Habe ich durch eins diefer Verfohren eine Auflofung des V e U i u m i n SaIzI'uure dargefiellt, To
pciife ich die Auflolung, ob lie rein fey oder nicht,
auf folgende Art. Die Verunreiuigungen der LPUgen kiitincn i n einem Hinterhalt von Nickel, ron
Kobolt und von We a behehen.
,
-
-
I
396
,
1
NicEeZ erkennt moo wenn man einen Theil
dcr concentrirten quflorung mit etwar k o h l e n h r e m Kali niaderfcbiiigt und mit Amrnonink d i p rirt, an der bIGdichen odtr gr2nsn Farbe der
miiagkeit; denn die Mifchung von Nickel uud Ve%ium firbt das Ammoniak gruo.
ILt noch vie1 Nickel in der Auflohog, welches
man a u c l e r Ichijn blauen Farbe derrelben erkennt,
To mufs man fie wieder mit kohleafaurem Kali zerI'etzen, den Niederlchlng ilt Schwefelraure nufloren,
und entweder den Nickel dnraua a h dreifaches Snlz
heraus kryhllifiren l a l h , oder allea mit kohlenfaurem Kali niederfchlugen , etwor kohlenkures
Ammooiak surd.zen und noch eioigern Schiitteln
fchnell filtriren, wobei das Vcliiium mit fehr wenig Nickel rerunreinigt im Filtrwn zuruckbteibt,
rind durch Aurliifseo rnit heifsem deRillirtem W a f k r noch mehr gereioigt werden kaoo. Die durchgehende hellere nickelhaltige Plufigkeit nimmt
aher etwas Vcfiium rnit, und wird davon griin.
Vom XoBnZt ilt das Veltliium fehr fchwer zu
befreien, dnher es zu rathen iR, von dem Erze, dam
man aawendet, allen erkennboren Kohaltkies vop
der Schmelzuog zu enlfernen.
Ein 'rheil des Kbaits 1ifi fich zwar durch Lohledaures AmmoniaL:
auf die beim Nickel clngegehene Art wegbrinpn.
OJer dadnrch, d d s mon das kobalthaltige VeRaium
mit Salpeterfiurc, Solzkute oder SchwefelGure zap
trockenen Hinde nbdampft, uod dar leichter auflijslicbe KobaliCalz wegl-"hwommt, wobei jedoch alle-
c
397 I
,
zeit VeRiiium mit fortgeht. Ioh geRehc aber noch
hein licherelr Mittel zu kennen, diefe beiden Metalle rollig von cinander zu trennen.
U a s @ @ z verrith Gch durch die Maue Farbe
der Fallung durch blcufaures Eifenkali.
0 0 s VeRfium ldit Gch dovori To ziemlich reinisen, wenn
m a n der lolzfauren Autlofung etwas Salpeterkure
w 6 t z t und lie erhit2t urn dns Eifen hoch zu oxydiren, und ee dann durch Eintriipfeln von Ctzandcrn Arnmoniak niededchliigt u n d durch f'chnellcs
Filtciren abrcheidet. Man vsrliert aber auf diere
Weire etwns VeRiium. Ich verfuchte dos Eiren aus
l'auren Auflofungen durch blaufaures Eirenkali a l b
zufctreideo allein die abfiltrirte Pliilfigkeit blieb
irnmer blau oder blaugriin. Aus neutralen Aufliifungen kann man es durch bernlieinraures Kali oder
durch ein benzoeraures Salz wegbringen.
,
Einige Eigenfcirn ft tn
dcs
VeJa iums.
W a n man das VeItiium gereiaigt hat, Ts zeigt
cs folgende Eigenfchaften:
A.
In rcioen Sdzcn.
Das Vefiiiumoryd ilt in der Schwefelfiure,
1.
der Solzfibre, der Salpeterfiure und der EEgfiure
aull;slich, und hildet mit ihnen walTeerlielle SalzAuflofungen Ton einem metallifchen Gdchmaclr,
die heim Abdampfen weifse Rinden oder feine Na.
deln, wie fchwefelfourer Kalk geben. Aus beiden
rcheiden fich , wenn man fie wiuder in WaU'er auf7
i 398 3
la11 and drnn ruhig Rehen la& weiibe IeichteFlokken nus, die Ech nur in neuer Siiure und in der
Wiirme wieder aufliiren.
In dider Eigenfclrrft kiimmt du Velfiiam mit oinigen leichtfKiUigrn Metnllen Lam Thsil Cberein. Am r n e i A m Aehxlichkcit baben die Salre, I'aIbQ irn Vsrhrltm 6 q e n cinigo
Rm6entien, mit den Bnlkfalren.
P. Blrufaureo Eireakali mocht in den Aufliifungen des VeRj'iumoxyda ainen milchwsifaen lockern
Niederfchlag.
Auch d i s h Verbalten bat dnr Voffiium mit mehrsren MetalIs0 , befondcis den leicbtfliifigen, yemein, m i nnterfchaidcc
6ch ctdureh aber Ton den KdUdzea.
-
,
3. Schwefel- WaDTerftoff Wafler oder Gas
fchIiigt Gns neue Metall auo n e u t r a h Aaflofungcn
dunkel rothlichn brtutn nieder. Es erfoigt dngegen
keine Fillung , wenn die Aufliifnng, oder das Keagens auch nur ein wenig uberJnucr/ind. Trirt der
Niederfchlog i n Menge ein, fo errcheint or fchwarz;
jn e r aber in vielem W a l k fchwebend, und alfo
g[eichfnm fehr verdunnt, To Iieht man k i n e briiunlirhe i n s Rothliche fich neigende Farbe detitlich. 1 iie Schwefel- WalTerRoff Alkalien fchlagen dus
VeRiiiurn fchwarz nicdcr.
-
Vcrhalten zeigr dai Vefiiiam t i n e metallifche Nakine Verkcbicrleohei~ r o n allen Matailen mit A s xahma dcj Nickels und dsr X o b u h . Diere bsiden MehIle
rehalten fich aber hicrin eben fo, wie dri Vefiiium. Und
didas ifi der Grand, rnrum icL durch Fillun6 m i l Schwebl- WalI;er&oP drrgehlltu Veftium uie habe Ton diefen
I n diefern
tur, und
c
399
3
beiden Metjllen rein zu erldten rermocht, welcha ich rnhogs filfchlich mlilngmdm Srlzen zurchrieh.
ffr. P r Q u fi hat z w r t behaoptet, ond CI wird gew8holich
angenommen, daL Nickel nnd K o b d t rus ihren Auflijrun(en durch Sch~rafel-W4ITerRoE nccht niedcrgefcblrgen werden. B e r e Aurfage ift nber i n diefer Allgcmeiohsit nieht
Der Erfolg iR nach Veifchicdeoheit der Umriclitig.
R k d e rerfchicdcn
Aus fmern AuflSfungcn werden Leido
Mvulle rllrrdiup nicht durch SchWefel W8nGCaOff gefillt,
wohl aber aus ro~lkomrnroocutralrn. Jedoeh Sndet in die-
-
Fa110 die AusfcheidunR bald ihre Granre, deno indem
ihre Bafir entzogen w i d , dugt dicfe febr bald an
rorrowalteu , nnd die h e r gewordene Aufl6fuog lust ihr.
Cem
&r Sjitre
Metalla oicht wciter faltren.
Die fo befcbrlfeoe Fillnng dnrcb Schaefel- WrlIirfioff ilf
alfo keinuwcgs e i n s a~lsgcreicbeteEigenfchnft d u V.fiiiums,
wie ich friiher glaubte, foudern 6s ifi demfelben ger&
,
mit deojenigen Matallen Semein mit welcheo er rorzaglich
Bern vorznkommm Ccheint.
Die Niedcrrchtfge des
-
xi-
ckels und der XobaltJ d u d Schwefel- WafferTtoff uoterfchciden fich iihrigcon .on e i ~ r d * r . Erfiertr ili vollkommen
Jihwarz uud fchwilnmt in eioer rerdiinnten Aufl6rtq wi.
Kicorufs in rartru Atomen uoterfcheidhar herutn. Der Niederfcldag aus eioer vrrdiinnten Kobalt Aodofung ift .her
ruehr gleichfiirmig braccnroth ,wic der ilcr VeCriiums, und
die FliiRi8keit glricbt e h e m rccht Zchwacflen
-
Abfudr.
4.
Reines Arnmoninb fillt daa VeRSium, aiieip
jedes ZJebermaofs liin es wieder auf, und die Auflij-
lung bleibt ungefirbt.
Die FarbeloGSkeit diefer Mifchnng uoterfcheidct drs VeIiiinm
fchon YOU Nickel und Kobalt.
na jodoch bei fehr grolitr
Vcrdunnug ruch die genrnnten Yetall e farbelofe Auflotn6er
bilden, To ifi dicfer Bcweir nur unter der Bdinguna der
Concen:ration van eimigem Ceniclrtm.
IR daa Vertiium
etwar reicLlich arrfgeliifi, fo wird die amrnonirkrlifcheFliiffigkeit ofc gelblich, nnd irn Falle Nickel dnbei wiirc, bekomrnt man cine griiulicbc, niclit aher cine blauc Auflthog. Ich fchiieb dirfer lrogs eioem Eifeirgebrlr zu, ~ l a u b s
aher, drIi ich mich gsirrt habe, uud dsD drr Veniiarn wirklich gelb ra firben rermbge.
-
5. Wilt5kolrlenzaure-r Arnrnonink iillt BUS den
falzfuuren VeRSium Auflofungen, auch wenn fie
vorher mit reinem Ammonink verfetzt werden, ein
rchneeweifses Pulver, welches, fo wie die Fliifigkeit,
wveder durch liiiigere Digeltion, noch durch SchUttvln eine Fiirburtg annimmt. Aber etwae VelXiiumo x y d wird aufkelijlt, das durch Kuhe odcr Abdompfen nur zum Theil, durch Verfetzen mit kohlenfnurem Knli und Abdampfen aber ganz abgefchieden werden kann.
-
In Ichwefelfauren AuflXungen mocht dar holbkohlenfnure Anirnonink knurn einige Trubung.
l)as fauerkleefnure Arnmonink fill&B U S keiner folclten kohletifiiuren ammoniakolifchen P l u ~ g k e idas
t
aufgelofie VcltPium.
-
Dicfrs V erlralteo dar fchwefelfauren Auflijfuog hat rum Theil
Acbnlichkcit mit i l c r d e Knlker j die Aciffihlichkeit &a
Vefiainrns in IinlLkokleofaurein Ammoniak tritt abcr grnr
anr dirfer Aelrrilichkeit Leraub.
Sie maclrt, tipfa dar VeRtiom aur Linen Aufliifuuogen durch halblohlenfaurcr Arnmouiak irie giozlich , und aus Cclrwefclraureir Aofliifungen
gar nicht gefallt w i d . J a , ' W e m m a n fehr vie1 von dicfem
~ w c u C i r t ,kann er Gnalich aufgeliiR bleiben, miid Auflii-
(
I'unger:
Ton Vcitiium,
401
2
kiionen aaf
dich weir. gcprfia
wcrdeo.
6. KolilenJaures Knli und Natron fchlagen das
VeRIiurn als kohlenfaure Oxyde nieder. Ups At
k d i niinrnt jedoch ctwas davon in fich auf, welches
durch Koclien zum 'rheil ausgekhieden wird.
Kryltallilirt man die h u g e , To bekiirnrnt man oft
VclEiiumhI t i p Kryltallc.
7. KalkwnjJcrs fchl3gt das Veltsium, auch bei
Itarker Verdiitinuog in leichteu w e i l k Flocken
nieder, wenn fich niclit etwas Ammoniok i n der EliiFfigkeit befidet. ZugegoITenes Schmefel-WalTerRo5
Waffer fndert dic Fnrhe nicht mehr.
8. [fetzendes Knli f'illt ehenfdls das VeREium,
und Schwefel- Wall'crftoff firlit den Niederl'chlag
h u m merklich.
Setxte ich aber Siiure hinzu, fo
entltaod die braune Farbe.
9. Eioe Aufliifung ron gemeinem reinem Borax
fillt das VefMum hei Rarter Verdunnung nicht;
Schwefel- WafI'erlioff fchliigt es dann aber nieder.
,
Da der Barax sincn Uebcrfcbufr
YOD
Piatroo hat, war mir dis-
uiid cs ili fchrtr SII
erklartu.
WabrfcLciolich hat cler Grad dct Covccntrrriou rhr h
fliifungen b r r u f EisfluL.
fu Veilrnllcii u \ r f f d l c u d ,
10.
Weingeqiigea GallusinfuJunz Glltt aus
rchwefelfauren und falzlhuren AuflXungen wenig
sines weihlicheo Salzes; 00s einer verdiiantcn l'dpeterrcuren AufIijfuiig riiclils.
Snuerkleefiurcu Kn!i rnoclit eioen Rarkep
1I .
weirsen Niederkchfag.
[
3
402
11. BernJeinfwre &ake triiben die VeltiiumAuflofungen nur fchwach.
13. Uer durch Schwefef WaJerJof gemochte
Niederfchlog lolt fich i n Sulpetcrfiiurc m i t Braufen auf.
14, Phrplrorfiutes Nntron Gilt das VeltSium
weirk.
15. Z i n b fa'llt in einigen 'l'agen aus VeRiiium.
Aiaflofuogen weifse feichte Flocken.
Ich. glaube, dafs die h i t r aufgezahlten Verfuche CI [chon erweifen, daG i n deailuflofungen fich
cine metailifcheSubAanz befindet. Die wairerbellen
Auflol'ungen die weilb;en Salze, i h r e Aufloslichkeit. in Waller, dao Verholten diefer Auflofungen
gegen die Schwefel- WaUerlIofiraure und das Amrnoniak (das reiue uud bolbkohlenfaure), die weifren
Nirderkhluge, die Fillung durch Zink,
charakterifiren diefen Korper nls ein eigenthudiches von
allen bekannten rerfchiedenes 31etnfZ.
-
,
-
B.
Osyde.
Durch Kube tind durch Ahdampfen fcheideu
fich, wie wir geLhen haben, QUS deu Auflofuogen
cles Vekiiums weifse Flocken aur, die wie feines
zcrfiampftes P o pier ousfehen.
Siiuren lofen diere
Elocken nicbt To leicht , .Is das fcifch gefdlte tohlenfaurc Vcftiiiumoryd auf. Es fcheint mir doher,
daG w i r fur das VeRiiium zwei Oxydntiondtufen
werden annehmen miinen; dcnn tler Vorgong iR
bier p r o 10a wie bci Eilin- und Z i n d a l z c a .
I: 403 J
Ea iR Zbnderbar, deb man die Oxyde noch
nicht nach dem Medium, in dem fie fich befinden,
unterl'chieden hat.
Offenbar hat daa Blei, das
Queckfilber, der Kobalt, ouch dns Nickel in ihren
Verbindungen mit Siiuren eine andere OxydationoRufe, als fie i n trockenen Luftoxyden, oder in ihrert Verbindungen mit den Alfjalien haben, und
die concurrireriden Korper iindern ohne'lrweifel die
Oxydation ab. Die Oxyde dea QuectGlbera uad
des Bleies find irt den Snlzen unRreitig weirs, u n d
nicht gefarbt, wie itire Luftoxyde. Der K o b d t
mufs ein rothes Oxyd hahen, da e r die SPuren fo
firbt; denn diel'e Farbe ill, To vie1 wir wiU'ea, eiufach; i n der Luft aber ffellt Ech daa reine Kobaltoxyd nie rolh dar. Ich glaube dahrr Siiurenoxyde,
ALkalr'oxydeund Luftoxytk bei den Metallen uatesfcheiden zu konsen.
Heim VeRiiium find alle Oxyde weirs, w5e beim
Antimonium und beim Zink. Durch Gliihen andern lie ihre Farbe nicht, wenn fie gans frei roa
Beimifchungen find. Eio Gehnlt an Nickel oder
Kobalt rnacht fie fchwardich.
Borax wird durchVeRaiumoxyd nicbt gefirbt,
aber oft matt und undurchfichtig, da er daEelbs
Mi t
im Sehinelzen nur felelrr Ichwer aufnimmt.
Salpetsr gelichmolrtn bleibt dasOxyd desVeKianu
weilj.
Stark gcgliihtes Oxyd wird roo Siuren
nur fchwer angegriftin..
-
-
L $u% 1
C. bfetalliliruug.
,
I c h habu vergebens verfucht dos VeAiiurnovyd blos durch Kohlo zu redoeiren, ohfcllon ich
dobei nacheinnnder dio Tcmperaturen von 50 von
100,
uad von r40 G r a d Wedgewood anwendete.
Uas Osyd kam nur zufammengebacken, wie BimsItein ausfeheud, aas dem Ofen.
Ich nalim daranf eioe Mifchung yon Borax,
Porcellanerde und Quarz, als Flufa zu Hiilfe, ulid
wendete cine Hitze von etwa rioO Wedgewood ao;
diefer Flufs, nahm aber das O x y d id lich auf, und
icli erhielt ein undarchfichtige3 xnilchiges Glas.
Als ich dagegen Arfenili zul'etzte, gclrrng die
Reduction aurh bei geringern 'I'ernpersturen. Die
damEilen ilrtllichen klcinenKonige waren fprSde u n d
hatter1 einCfi feinkarnigen Bruch. I n SalpeterGure
nufgelofl, Rellen lie v o m Arl'enik und den allenfnlts
noch dabei befindiichen Metallen hefreit, wieder
die mcil'yen Solze dor, welche ich zuerfi auu dem
E n e abgel'chieden hatte.
D a n eigentliphe Erz das VeRGum ifi mir u n b e
knnnt.
I m Schladminger Nickelerze, dor uberhliupt fehr zufnmmengefetzt ilk, kijrnmt es offenbar
nur 01s Beimikhuog vor, daher aucli die Ausbeiite
bei verfchiedeuen Verl'uchen oicht diefeelbe bleibt.
,
No&
dnigr V e h c b r zur Darhellung der Vofiiiurua.
fch uehm durch Abfchlernmen dcr Kickeltryf i d l e gewoaneac wc$&chr f i c b a n , und d i p r i r t o
I
4u5 1
& ~4 Studden mit kohlcnfourem Kali. Dars ich ihe
nen dadurch keineswegs alle Schwefelriare entzogen hatte oeigtc clas Brgebnirs des folgendan Verfuchs. Nach dem Filtrirep und Ausfiifsen hrachte
ich die Flocken in Solzfiure und retzte im Uebermaafs kolilenrauree Ammoniack hinzu, urn eineu
Nickelbinterhalt 211 enlferrien, und druckte dana
die getrocknete weifsliche Mellk mit 0,5 Theilen Arfenikoxyd uod fehr wenig Kolile vermengt, a d ein e Kohlenunterlage i n eitie Yrobiertute, deckte fie
wieder mil Kohle EU und retzte fie cine Stnnde l a n g
eiaer H i h e voo etwo 60 Eis 7 d W e d g e w o o d aua.
Es war niin ejn T h e i l der BlafI'e zu einem wohlgeilolTenen Konig reducirt; das iihrige aber bildete
einen weiblichen, fehr harten, blafigen Kiirper,
m i t felt erdigem Bruch, und war eine gefchmolzeme Miliflung von Schwefelkali und Veltiiiumoxyd.
Uer Koaig gab i n Salpeterraure aufgelzfi u n d
zur Trockue obgedampft ein gelhliches Pulver.
Durch Koclien mit SulzGure lofie fich d i e k nur
Telii- longfain auf, zu einer gelben Auflofuog wela
che Eireii zeigte, das ich vor der Reduction nicht
abgtfchieden hatte.
Diel'es wurde m i t kohlenhur e m hmmoniak gefillt zugleich fie1 o l w ziemlich
vie1 kohlenhures, weifslichea, Ichleimiges VeRaium
Venieder. Das Ammoniak murde bljiulich.
f i i u r n , moriiber man Salpeterfiiure bis zur 'Frockn e obdampft, wird in SEuren fchweraufloslich, und
folglicli zu einem oodern Oxyde.
ud
Aiinol. tI.PhyCk. I,bg. St. 4. I . 1818. lit.8.
,
,
,
,
,
E
406
f
Ein Theil do8 Konigs, den ich in falpctriger
&l&ure rufl3Re und mit iitzeodem Ammonirk fiilb
te, gab mir eine rofenrothe Auflilung, und ea blieb
in Filtrum Eifenoxyd zuruck. Als ich die rothe
Qutlofung obdampfte blieb ein weil'ser RuckAand
mit Kobrltiiirbuag, welcher fich nicht ganc wieder
auflolte, fondcrn einen wciraea etwas rothlich gefarbten Bodenfatz zuruck lie&. Nachdem ich dieTen Ton der Solsauflofung geroadert hatte, loAe ich
ibn wieder in &lzfiure auf, dampfte dnnn ab, hefreite den feRen Riicldtand durch fchnelles /AIM
rchwemmeu vom Kobalt, und erhielt fchon durch
diefees Verfahren wcilje Flocken, welche fich m i t
Schwefel- Wan'erRoff- WalI'er hriuntcn.
At18
der ammoniakalifchen FluDligkeit lie& fich das Vefiiumoxyd durch kohlenfaurea Kali nicht oiedcrrohlagen wahrfcheinlich weil ein Ueberinaalj von
Ammoniak vorwaltetc.
Ich kochte weiSJe, durch Abfchlemmen d e r
grunen NickelkryRollc erhalteas Flocken mit SalzG u m , filtrirte, und verfetzte die klars Fliifigkeit
4 i t atzendem Ammoniak.
Uic rrnmoniakalifcho
flufrigkeit war etwar griinlich. Durcli hineingcgofIitoer halbkohlenreures Kali fie1 ein weilier Niederfchlag, den ich ouf eiu Filtrurn hmmclte und
auslXste. Die ommoniakrlil'che FliimgEeit dampft e ich ab, Tetzte Schwefclraure hinru und lieli fie
wieder kryAaIliIiren, u m drs dabei geblirht!ne Veltiiium zu gewinnen.
Uer Nicderfchlrg im Filtrum war nrch dem
,
-
,
,
C
hoi
3
Trocknen ein feines, weifsce, ins Blrne fcbillerndcs Pulver, enthielt alfo Kobalt, das darch d;u
Kali a u dcr
~ arnmoniakafifchen Aufliifuog mit geGlIt war. I c h rieb dietes Pulver rnit eioem gieicheo Volumtn weifsen Arfsniks und mit der vierfachen Menge fchwarzen L'luEes zufammen, fetzte
es i n einer Tute einer Hitze von etwa 700 W'edgew.
cine Stande lang OUB, und erhielt cia MetnUkorn.
Als ich diel'es in falpetriger Solzfaure autlonc u n d
die AufloTung nbdnmpfte, entRand eine d t h l i c h e
Rinde orfeoikhurcn K o b a h . Ich erweichte lie mit
WaKer digerirte Ee cioige Standen mit SalzEnre
u n d wurch lie dann aus. Wild nun btieb cine we&
liche gallertartige MaKe zuriiclc welche mit Borax
gefchmolzcn, fich in ihm klar auflolte, ohnc i h n
zu farben *). Folglicli war im Kiinige a u h r dem
Kobalt noch eine Subfitanz, die jeue weif..cn Flol
&en bildete und den Uornx nicht tiirbte, (alfo Vefiium)
Ich filltei eine falpetcrfaure AufloTucag dcs rQq
hen Metallk6nigs, o h n t ihr zuvor den ArTwiK genomrnenzu haben, rnit Potafche, lolie deo NiederCchlag in Schwefellhure auf, fetzte fchwafelfeurea
Kali hineu and brachte fie sum Kryhllifiren. Die
NickelkryRaIIewacen anfangs, wie gewoholich, fkhr
blnligrun, wurdsn aber durch ofteres Auflorcn und
,
,
*) 8 c i k b ? hrrkcr Conerntrrtion der Sr11rngrtr erfcbeint drr
Vcliiirua in der Regel grllcrtrrtig.
G m p n wordcn.
F.
mofi
IrOck8II
Dd
3
eioge-
[
408 ]
KryRaIliEren immer gruncr, iadem fich das fie
verunreinigende weiGe VeRiiium imrner m r h r aualchied. Die bei allen diefen Kryftallifationen abge
I'chlemtiiten weifslichen Plockenredetzte icli mit etWas I'chmefelfaurem Kali und dumpfte diefes wieder
ab, urn denNickel grohtcntheils wegzufchaffen. Dann
erlt digerirte ich fie mit fchwefelhurem Kali, filtcirte
und reducjrte dam Oxyd i n einem guten Windofen
mil Kochralz u a d Kohle.
Der Konig, den ich crhi&, hatte einen h h r feiakoroigen Bruch, war
fehr fprode und ouf den Bruchfliichen ikhr weirs,
wurde aher an der L u f t matt.
Eitien T h e i l deirelben loRe ich i n hlpetriger
SaIzTa'ure auf, und einen Tbeil diefer grunen Auf.
lofung (der Nickel h a t fur die SPurcn eine imgemein ltark farbende Kraft) zerfetzte ich mit PotIch loRe den meiblichen Niederfchlag i n
efche.
SchmefelCure auf, liefs nach Zufatz von etwas
fch wefelfaurem Kali den Nickel ganz herauskryfblliliren, und weichte die SalzmaKe mit kaltem
WalTer auf. Die durch weil'se Flocken getriibte
Fliifligkeit, welche ich bierhei erhielt, verfetzte
ich rnit To vie1 halb kohlenf'urem Ammooirk, daG
dieEs etwasvorwaltete, und erhielt nun einen fchon
weilben Niederfchlag; crach das Arnrnoniak war
nur fehr wenig gefdrbt. Ich hatte fomit das VeAiiium mit Arfenik verbunden ( d e n ich gar nicht
abgefchiedcn h a k e *) wieder hergefiellt.
* ) Ein rndrru Ma1 nrkm ich drr Fliilli8Lcit durch cffigliora
409
1
Das Eifen ift manchmal I'chwer crbzufcheiden,
andre Male geIingt es leicht. Diere Verfchicdenheit fcheint von der verfchiedcnen Menge des Eifens
abzuhaogen, die fich in den behandclten Erzen beiindet,
Einen I'heil des VeRiiiums reinigt men Icicht,
wenn man das kohlenfaure Oxyd mit 'falpetriger
Salafaure zur Trockenhcit ebdampft und dos Salz
m i t Wall'rr oufweicht.
Der unaiiFgeloli bleihendc
Theil (balil'ches hlzlbures Ve113ium) ilt meillens
ziemlich rein, oder kann weniglteiis durch wicdcrholtes Abdompfen mit SalzGure rein gemaclit werden. I n der Aufliirung befindet fich aber ullczeit
nehen dem Eifen, demNickel und demKobalt nocli
ziemlich vie1 VelGium.
Diefes Verfahren gelaog
m i r immer gleich gut, die Auflol'ungen mochten
Arl'enik enthallen oder nicht; n u r ili dao aus orrenikfreien Auflofuogeu erhsltene Vefkiumoxyd nicht
zu rcduciren.
Ich verruchte eine AufloTung des aus dern Erz
erbnltenen rohen Metdlkouige, nachdem ich Sale
miek--4ufliilung hiazugel'etzt 1i31tct mit kohlenI'aurem Knli zu zerktzen.
Die I;IiilIigkeit wurde
anfangs blau vom Nickelgehalt, veriinderte Iicli oher
])old i n Grun. Es fetzte lich cin weifser Bodenlatz
ab, der fich als Veltiiurn becvies.
Die griine am.
n l e i cinen Tliril d c Arfenikr,
~
tmd rerfular ruf die
wilrntm W'eife uln dar Vefiiinrn a u grninncn.
cbcn
v.
r<
cy-
L
410
]
tnoniakolifche Lauge mit Schwefelhure neutralifirt
and abgedampft, gab durch Abdampfen aalier dew
Nickelkryhllea auch noch Veftaiumflocken. J h
diefes aach gefchah, nachdem die Flulligkeit mehrere 'l'oge gefbndeo hatte, fo glaube ich, dars es
rorzuglich das Vefiium and nicht dar Eifenoxyd
fey, das die blaue Farbe deal Ammouiak. Nickels io
Grun Zndert; denn das ESen fchsidet &ich riel
fchnelIer aaa.
6. Probcu auf Veltiium.
M a n Laan Erze auf dreierlei A r t aaf Vsltiiium
probiren.
1. Man 1SR das zu einem Konig gefchmolzene
Err in lalpetriger SalzGure aitf, und rcheidet den
ArTenik auf die angegebeoe Art ah. Uie arrenikfreie Auflofung iiberrelzt man donn mit iitzendarn
Ammooiak nicht zu ltork, nnd nnchdem man filtrirt hat, mit holbkohlen~auremKali. IR Vsltiium
zugegen, To wird es fich allmiihlig a h ein weiber
Nitderfchlag d c heidea.
2.
Oder man verfetzt die ammoniakalifche PIXBgkeit mit eioem rauerkleelhurem Alknli, wodurch
das Veltiium gefillt wird.
Setzt man dagegen
jener FIiiEgkeit kohlenfaarer Amrnoojak zu Ib
wird das VeRiiium nicht niedergefchlogeo.
-
,
3. Oder man lafat durch die rrlzfaura AufliCaog
ohne lie vom Adeoik bsfreit zu habeo, nachdem
c
411
c
fie meutrdifirt worden, einen Strom yon Sch wcfdWaKerRoffgas hindurchfieigen, To lange tich noch
etwas ouefiheidet, fammelt den Niederl'chlrg und
reducirt ihn, waa Iehr leicht angeht. Den Konig
fell)R 1OA man in Sslpeterlure out; uud behandelt die
Auflfoung entmeder auf die oben angegebenen Arb
t e a , dder man fallt die Metalle mit kohlenfanrein
Kali, IOR den Niederfchhg in Schwefelkure auf,
rerfetzt illn mit Ammoniak oder Kali, uud dompft
die Aufliifung ab. Kurz moo vcrfiihrL wie bei der
Gewinnung deli Vellaiums.
,
Zofatz aus einem fpitcm Briefe.
Griiz den 31.Juli 1818.
Schgn vor mebrern T a g e n babe ich ein IliItchcn
I)
rnit
Nickelem undKoba1tet-z v'on Schlodmiog, I ) mit rohern Nickelkliiiig , and 3) rnit einigen Llareii Stiickcllen der nicht gereioigten neuen hIetrlls, in wclchcm es Gch niit Arfenik, Nickel,
Ko-
balt und Eircn iin geringeii Verliiltnilre befindel, lhrer Aufforderong im Maiheftc dcr Aourlcn xofolge, Ihnen rupcfendet, und
hofle, drfi Sib u richtig exhalten wcrden.
Sir R u rnp h r y D a v y
war
bier, iiod cr hat dar ncne
Netall, fo vie1 er lich in der Eilc thun licL, unterfiicht Seine
crfis Bleinong war, e5 fey T m d , rber cr iibcrr.engie EcL bald,
dals d i c h oicbt f e p kiinne.
Die Eotfcheidung uhar diefc Sache
ili niclit fern, da ich die Acten c0:upeicnten Richtern iihergebcn
habe ; dcon icb zwcifle much uiclit, dafr Sic meine kleine Ab-
handloug iiber diefeu CegcnTtaud erhrlien habeo.
Dr. pep.
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