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Darstellung von Wrmebildern.

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XXI. Dnrstellung oon Wiirrnebihiern.
( A u s eioem Sclireiben des
IIm. Prof. K n o r r z )
Kasan,
’).
6 Jan. 1842.
1x11
Anfang October vorigen Jahres erhielt ich die erste
Kunde von der Entdeckung des Hrn. Prof. M o s e r , zu
Konigsberg, und da ich gerade etwas freie Zeit hatte,
so benutzte ich dieselbe, uin jcne Entdeckungen .zu priifen. Die Resultate, welche ich in meiner Abhandlung
specieller dargestellt habe, sind aus einer grofsen Anzahl
von Versuchen gezogen, bei denen ich von Hm. Stud.
M a g s i g mit Thatigkeit und Umsicht unterstfitzt wurde.
Ich versuchte zunachst das Abbilden zweier Kiirper auf
einander, und fand hier Hrn. Prof. M o s er’s Angaben
vollkommen bestatigt. Hierauf schritt ich weiter zu der
Untersuchung , ob nicht wirklich Temperaturdifferenzen
hierbei eine wcsentliche Rolle spielen, und gelangte zunachst zu dem Satz: Durch Vergriifserung der Temperatur-Differenz zwischen der Platte und dem abzubildenden Kbrper wird die Zeit, die zur Abbildung nothig ist.
verkiirzt. Betragt die Temperaturdifferenz 50° R., so
sind 3” bis 5” hinreiehend, um ein vollkommen deutliches Bild zu erhalten. Bei dieser Temperaturdifferenz
wurden Bilder erhalten, wenn beide Ksrper nicht niehr
als 4 Secunde mit einander in Beruhrung waren.
Ich bcmerkte, dafs bei fortschreitender Erhohung der
Teinperaturdifferenz die Bilder diirch den Hauch leichfer sichthar wurden, und diefs weiter verfolsend, kam
ich zu dem Satz :Durch Erhohung der Temperaturdifferenz
1)
Eine ausfiihrliche Abhandlung iiber den Gegenstand, die der Ver-
fasser der Petcrsburger Academie iibersandt hat, hoffe ich den Lesern
spster mitzutheilen.
P
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renz kann man dahin gelangen, Bilder zu erhalten, die,
ohne Condensirung von Dtiinpfen , unmittelbar sichtbar
sind.
Es sind diese unmittelbar sichtbaren Bilder, die man
auch auf andere Weise erhalten knnn, welche ich WYrmebilcler ( Thermographien) nenne ; nicht nur Erhohung
der Temperaturdifferenz, sondern erhohie Temperatur
iiberhaupt scheint ihre Bildung zu bedingen. Ich habe
bis jetzt auf drei verschiedene Weisen solche unmittelbar sichtbare Bilder erhalten, von denen viele an Schonheit und Scharfe nichts zu wunschen iibrig liel’sen; das
Verfahren, welches sich inir bis jetzt am vortheilliaftesten zeigte, habe ich in einem Yachtrag zu meinem Aufsatz folgendermafsen angegeben :
Das Verfahren, welches in der Anrnerkung zu Satz
13. angegeben wird, urn unmittelbar sichtbare Bilder zu
erhalten, zeigte sich, wie dort gesagt ist, nur vortheilhaft fur schlechtere Warmeleiter; obgleich auch gute
WSrmeleiter auf diese Weise schon Bilder gaben, so
blieb doch noch zu untersuchen, o b nicht von diesen
durch Erhohung der Temperatur bessere Bilder zu erhalten waren. Diefs hat sich denn aiich gezeigt, und wir sind
hierdurch zu einem Verfahren gekommen, welches vielleicht eine solche Ausbildung wird erhalten kijnnen, dafs
,man mit Sicherheit stets eine gute hbbildung erhalt, wenn
nur der abzubildende Kiirper eine Temperatur vertragt,
die Mher als die des siedenden Wassers and niedriger
als diejenige ist, bei welcher Stab1 die gelbe Farbe anzunehmen beginnt. W i r verfuhren zur Erlangring solcher Wiirmebilder auf folgende Weise: Ueber die Flainme
einer Berzelius’sclien Weingeistlampe wurde eine dunne
Kupferplatte von ungehhr 20 Quadralzoll Grafse gelegt,
auf diese kamen die Platten, worauf das Bild entstehen
soifte, welche bei unseren Versurhen 5 Quadratzoll GroEsc
hatten, uud auf diese die abzubildenden Kiirper. Letztero
waren gewalinlich ein Stahlsteinpel, ein Jaspispetschaft,
PoggendorfPs A n d . Bd. LVIII.
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ein kleines Stahlpetschaft, sorgfdltig gercinigte Platininiinzen und zwei verschiedene gravirte Kupferplatten. Hierauf wurde das Ganze nicht zu schnell erhitzt, bis z u
der Temperatar, w o eine grit polirte Kupferplntte chine
merkbarc Verznderung ihrer F a r b e zeigt. Hierauf wiirdc
die Lampe verliischt und die Kiirper vou dcr Plattc
gcnoinmen. Auf diese W e i s e hat besonders inein G e hulfe bci diesen Versuchen, Herr Stud. M ngs i g , cine
zieinlichc Anznlil Bildcr erhalten, die besonders auf Kupferplnttcll oft so scliiin w a r e n , dafs es inir leid ihat
dieselhen vernicliten zu ~llusscii,um die Platten zu neuen
Versuchen nnzawenden. Die Dicke dcr Platten war gcwohnlicli
Linie, doch sind nuch Platten von & Liiiie
Dicke init glcicliein Erfolg bcnutzt worden. Die Dnuer
der Erliitzuug war in] Mittel 8 bis 10 Minuten, die gcringste 3, die griilste 16 Minuten.
Es war iibrigens
gleich, ob die Erwiirinung durch die Platte zuin abzukildenden Kijrpcr oder umgekehrt vor sich ging, wenn nur
dcr gehiirige Hitzgmd erreicht wurde. Vorzugswcise wurdeli Kupferplatten angewcndet, doch haben wir nuch mrhrere gelungene Bilder nuf mit Silbcr plnttirtein Kupfer
und auf Messing erhalten. Ich hattc nur eine einzigc
sehr schlccht polirte Stalilplatte , auf welclier ich jedoch
ein ganz leidliclies Bild des Stahlstempels erhielt, Am
schiinsten zeigten sich jedoch diese Wiirinebilder , denn
so glaube ich dieselben init Recht nenncn zu durfen, nuf
Kupferplatten , wo Farbenspiele h r r ~ o r t r a t e n ,die liijchst
interessant sind, und weIche ich durch einfaclie Erhitzung
polirter Kupferplatten nicht erlialten konute; diese verdienen wohl von einem Chemiker genauer untersucht zu
werden. I n wiefern bei diesen Farbenspielen etwa elektrische ThStiglreit im Spiele seyn mag, dariiber hoffe ich
mit der Zcit noch selbst einigc Untcrsiichungen anzust,ell e n , wenn ich inir die dazu niithigen Hulfsmittel verschaffen kann.
Seitdem ich die vorstehende Notiz schrieb, habe ich
+
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mich fast ausschliefslich der augegebenen Methode be.
dient. Bilder erhielt ich stets, doch nicht immer von gleicher Giite, wie diefs bei einein noch so rolien Verfahren nrich nicht anders miiglich ist. Zeit und UmstSnde
verhindern niich, inir zu diesen Versrichen besondere Apparate verfertigen zu lassen, mit denen die Versuche wissenschaftlicbcr angestellt werden konnten. Auch bin ich
der Meinung, dafs inan init Hulfe der Elektricitiit, besonders bei Anwendung der starker elektrischen Batterien,
wird Abbildungen auf polirten Platten erlialten kiinnen,
wenn man den Uebergang der Elektricitzt an deli abzubildenden Stellen unterbricht. Ich kann hieriiber jetzt
keine Versuche anstellen, da es mir noch an einer guten Sjiole fehlt. Nach der oben angefiilirten Weise habe
ich auch Abbilduiigen voii Kupfcrstichen und Holzschnitten erhalten, die freilich nicht schbn aussehen, aber vollkommen deutlich sind. Eine Abbildung eines Holzschnitts
auf Messing, die nachher noch auf andere Weise bebandelt wurde, nahm sicli recht hiibsch aus; eine andere
Abbildung desselben Holzschnitts auf Kupfer zeigte eing
besondere Eigenthumlichkeit. I)er Holzschnitt stellte die
Minerva auf dem Throne vor; irn Bilde auf der Kupferplatte waren die dunkeln Linien der Fignr der Minerva
durch Linien dargestellt, die eine andere Farbe als der
Grund der Platte hatten; im Bilde des Throues aber
verhielt es sich gcrade umgekehrt. In ineiner Abhandlung ist unter 4. 5. und iin Nachtrag die Rede voin Verschwindeu und wieder Siclitbarwerden der Bilder , himmit bin ich bis jetzt immer noch nicht recht im Klaren,
glaube aber, gestiitzt auf inehrere neue Versuche, jetzt
dariiber Folgendes sagen zu Iriiunen.
Bei den M 0 s er’schen Bildern sowohl als bei meinen Wzrmebildern miissen verschiedene Eatwicklungsstafen unterscliieden werden. Be; den M o s e r’schen Bildern hat die Entwicklungsstufe des Bildes Einflufs auf
die Condensation der Dftmpfe und auf die Dauer des
21 *
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Bildes iin Allgemeinen, bei den meinigen hat dieselbe
Einflafs sowohl aiif die Dauer des Bililes, aIs auch auf
das Verhalten desselbcn bei Erliitzuag der Platte, auf
welcher es entstand.
Bei einigen Versuchen, 'cvo ich den abzubildenden
Korper friiher von dcr Platte nalim, als ich die Entste
hung cines Warniebildes erwartete , zeigte sich dasselbt
doch ganz deutlich, hatte aber keine Dauer, cinige ver.
schwanden sogar sehr schncll , und konnten durch Erhitzuug dcr Plattc nicht wiedcr hervorgerufen wertlcn.
Andcre dauerhafte verschwandcn jedoch allmZlig bei langsamcr fortgesetzter Erhitzuug der Platte ; wurde diese Erhitzung unterbrochcn als das Bild aufgehiirt hatte unmittelbar sichtbar zu seyn, so konnte es doch durcli Condensirung von Damp fen mieder sichtbar gemacht werden ;
cs war also zii einein M o s er'schen geworden, fuhr man
mit der Erhitzung fort, SO trat das Bild meistens wiedcr hervor iind wurde zuweilen stlrker als friiher, cinigc wurden sogar negativ. Einige Bilder verschwanden
nicht ganz, sondern wurdcn nur gcschwacht und trnten
dann wieder starker hervor; andere verandcrten sicb
untcr denselben Umstkdcn wie die vorhergehenden gar
nicht. Wieder andere Bilder verscliwanden durch Er
hitzung ganz, so daL sic auch nicht als Moser'sche zuruckblicben. Die Versuche wurden auf Silber, Kupfcr
und Messing gemacht, die Oxydalion hindert aber die
Reinheit dcrselbcn.' Cheinisch rcines Silber habe ich bei
mcinen Vcrsuchen nicht anwendcn kiinncn, sondcrn nur
plattirte Platten a m franziisisclien Fabriken; dicse verbielten sich abcr nicht alle gleich , manchc ubcrzogen
sich bci starker Erhitz~ingmit eincm grauen Schein.
I n No. 1 4 meines Aufsatzes hcifst cs:
Bei der constanten Tempcratur O o R., somohl .der
Platten als der abzubildenden Korper, gescliieht die Abhildung nur schwierig und crsclieint uns sogar zweifclhaft.
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Die Versuche, worauf dieser Salz gegriindet ist, wurden in einein Caloriiueter gemacht; die Dauer der Beruhrung war 2 bis 9 Stunden. Zu dem dort Gesagten
kann ich noch folgendeu Versuch fiigen, der einige Male
wiederholt wurde.
Eine gravirte Kupferplatte wurde iin Zimmer arif eiue
polirte Platte gelegt und in das Freie gebracht, wo die
Teiiiperatur --15" bis -20° R. war; nacli 12 bis 20
Stauden w a cin schiines NI o s e r'sches I3ild entstaudcn :
waren aber die Plattcn einige Stunden der Ktilte ausgesetzt gewesen, und d a m in der Kilte uber einander gelegt wordeu, so war uach dersclbeu Zeit und unter denselben Urnstsnden kein Bild zii erkeooen. Diesem entgcgengesefzt ist folgender Versuch, den icli abcr erst
einmal gemaclit habc.
Ein Stahlstcmpel wiirde auf der Platte iiber der
Lampe 4 Minuteu larig erhitzt, dann eine polirte Silberplatte neben ihn gelegt und mit der Erhitzung 3 Minuten fortgefahren; dann wurde der heifse Stcmpel auf die
beifse Platte gesetzt und noch 1 Minute erhitzt, es zeigte
sich ein dauerhaftes, sehr deutliches Bild. Der Stahlsteinpel wurde sogleich auf eine andere Stelle der Silberplatte gesetzt und noch 50 Secuuden erhitzt, der Erfolg war wie vorher. Der Stempel wurde sogleich auf
eine dritte Stelle gesetzt und noch 40 Secunden erhitzt,
auch jetzt noch zeigte sich ein dauerhaftes Bild, jedoch
schwacher als die friiheren.
Wegen alles Uebrigen mufs ich mir erlauben inich
auf meinen, an die Petersburger Academie gesendeten
Aafsatz zu bezieben, der hoffentlich bald in Jhre Hande
kommen wird.
Gestern machte ich noch eine Beobnchtung, die icb mich nicht erinnere irgendwo erwshnt gefunden zu haben. Seit einiger Zeit habe ich einen Multiplicator fest aufgestellt , dessen Doppelnadel, die an einem einzigen Coconfaden hzngt, zwar starken Magnetismus, aber nur schwache Ricbtkraft bat. Als icb gestern
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damit arbeiten wollte und einen sehr schwachen thermoelektrisclien Strom durchgehen lie&, war ich crstaunt die
Nadel ganz i i i i Kreise hcrriiiigeworfeii zu seheu, was friiher niclit geschali; ich fand b a l d , dafs die Naclcl ganz
vollkominen astatisch gtwordcn war. Eiii dicht bci dcm
1 \ I u l t i p l i c a ~ raufgcstelltes Thermometer zeigte + 10’ R.,
cs war noch niclit so kalt im Zilniiier gewesen. Als nach
einer Stunde das Thermometer bis ctwas iiber 11* R.
gestiegcu w a r , zeigtc die Nadel wieder Richtkraft. Bei
Versuclicn init selir sch.cvaclien Striimen f u d c icli iibcrliaupt sclir niithig auf die Veriindcrung der Intensitiit des
Rlagnetismus dcr Kodeln sorgfdtig Riicltsicht zu nekineu,
wenn inan liicbt bei constanten Tcmperaturen arbcitcn
kann.
XXI 1.
L‘eber Therrnographi(: oder &L‘ Knnst,
Zciclchnungen rrntl nruckschrft con Pirpier
ai.if lit:~olZrnitteht W s r r n e zu iihertragen :;
con Hrn. R o b e r t H u n t zu Falmorrh
Secretair der K. Cornwaller polytechnisclien Gesellscliaft.
(Phil. fllug. Ser. 111 701. X X T p. 462 (December 18d2)).
[ w i r theilen den thatsjclilichen Inhalt dieses Aufsatres mit, obwolil pr
in manchen Siiicken mit dem des vorhergehenclen und der von G.
k a r s t e n (S. 115 dieses Bnndes nnd S.492 des Bd. L V i I ) iibereinkornnit, U N SO die Unabhhgigkeit dieser drei fast gleielrzeit;gen Entdekkungen eioer und derselben Sache die Leser oollstiindig beurtlieilen z n
lessen. W i r I‘iigen in Bezug auf IIrn. H u n t noch liinztr, dafs derselbe durch den folgenden Aufsatz die Existent von dunklen Lichtstrahlen zu liugoen und alle denselben zugeschriebeoen Ersclieinungen auf
V’Srmcstrrtlilen zu beaielirn gesonnen ist, eine Ansiclit, die indeL von
Hm. Prof. M o s e r , S. 105 dieses Bandes, abgewiesen worden ist, und
llonkntlich noch einer ferneren Kritik unterworfen werden wird. P.
1
Im
1)
Philosophical Magazine fur September 1840
erwahnt Dr. I) r a p e r als eine lang bekannte Thatsache,
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