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Das Akribometer ein neues Instrument zur Angabe kleiner Maasse.

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V . Das Akriborneter, ein n e w s Instrurnent zur
Angabe kleiner Marzjse;
y o n C. Z i n c k e n .
(Hiezn Fig. 7 und 8, Taf. 1, des vorl~ergehenden1IeFta.)
D i e Nothwendigkeit, welche in der Technik so oft eintritt, kleine Dimensionen zu bestinmen, wid die Schwierigkcit dergleiclien durch Stangen- oder Taster-Zirkel ab
ziinehmen und auf eineui Maai'sstabe abzulcsen, hat mich
ziir Construction des eben bezeicheten lustruinentes gefiihrt, welche ich in der Hoffiiung inittheile, dafs die
Kenntnifs davon manchem Techniker niitzlich seyii werde.
Die Idee der Vereinigung des Staiigen-Zirkels u i t
einein Maafsstabe, liegt der Construction zum Grunde.
Auf einem Lineale von Messing A B (Fig. 7.), welches
der Lange nach geschlitzt ist (in C), ist eine vorstehendc
Regel im Punkte D durch cine Scliraiibe so befestigt,
dafs sie den beweglichen Radius cines Krcises bildet, in
dessen Peripherie auf dcm Bogen 6 verschicdene Maafse
aufgetragen sind. Czegen diese Regel driickt eine Feder
F, urn sie so gegen den Scblitz C zu driicken, dafs die
Kante y der Regel, wit dzr Wand E des Schlitzes, dann
eine gcrade Link bildct, wcnii die in dein Quemchlitz p
befindliche Schraube G losgeschroben ist, durch welche
man die Regcl auf einen beliebigen Punkt des Bogeus
E festschrauben kann, so dafs daiin die Kante y gegen
die Wand E in diagonaler Richtung steht. Auf'der die
andere Wand - dcs Schlitzes
begrhzenden Flsche ist
ein hunderttheiliger Maafsstab aufgctlieilt, und zwar in
solcher Lage, dafs dcr Anfiiug clieses Maafsstabes (0) so
zu liegen kommt, dafs weiin der Stangen-Zirkel dahin
geschoben wird, dafs sich der Nullpunkt und der zum
Ablesen an deln Stangen-Zirliel Zhnlich wi'e ein Nonius
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angebrachte Normalstich decken, er v8llig geschlosscn
is€, oder auf dein Bertihrungspunkte der convergirenden
Lmien y und E steht. Nun werden nacli ganz richtigeui
Maafse auf den Bogen E, verschiedene Eintheilmgen von
pariser, preubischem , englischem iind dergl. Maafsen auf
mit D concentrischen Bogen aufgetheilt. Um mit Leichtigkeit den Bogen B so stellen zu kilnnen, dafs das Mads
genau trifft, ist es erforderlich, d a b er beweglich und an
dem Lineale so durch Schrauben befestigt sey, dafs er
nach jeder Richtung chvas geruckt werden k8nne: so
dafs wenn der hblescstricli y auf 100 steht, dcr Stangen-Zirkel sich genau bis auf die b e z e i h e t c Maatsabtheilung 8ffnet.
Auf meinem Instruineute z. 13. ist rheinlfndisches,
engliiches, alt - und neu- frauzilsisches Maafs, erstere in
Zehnteln eines Zolles, letzteres in Ceutiinetern, aufgethetlt. Auf der Regel ist ein kreisfilruiiges Loch I oben
ausgeschnitten, so d a b inan durch dasselbe cinigc Abtheilungen des MaaCses a d E ablesen kann. Uieses Loch
ist mit ehem Glasscheibchen gedeckt, welclies auf der
untern Seite (zur Vermeidung der Parallaxe) wit einem
Diamant genau in dein Diameter init den Seitentl;ichcn
der Regel parallel geritzt ist, so dafs man ganz genau
auf euie Abtheilung des Maafses hierdurch die Kegel
feststellen kana \Venn nun die Regd z. B. auf -I$ Zoll
rheinlfndisch gestellt und in G festgeschroben ist, so inufs,
wenn der Ablesestricli des Stangen- Zirkels auf 100 geschoben wird, der Stangen-Zirkel sicli auf gmau
Zoll
rheinhdisch geaffnet haben. Der Stangen-Zirkel bewegt
sich im ScLlitz C fleifsig auf iind ab, und kann durch
die Schraiibe K festgestellt werden. Es springt in die
Augen, d a t der Staiigen-Zirkel nun nach Maafsgabe seinep Bewegung im Sdhlitze
sicli inuerhalb der Griinzen
von & Zoll und 0 so weit iiffiicn miisse, wie die durch
die h i e y gebildete Uagonaie es verstattet, dafs also
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durch das Instrument & 2011 in 100 Theile getheilt,
also -,-&,, Zoll gemessen werde.
Der Stangen- Zirkel besteht aus zwei Haupttbeilen,
die wir Schenkel nennen wollen. Der eine Schenkel,
Fig. 8, 1, ist von Messing, hat zwei Krbpfe, u und b,
womit er den Theil (a) des Lineals einschliefst und dadurch sich unveriinderlich an demselben auf und nieder
bewegen lafst. Am Ende dieses Schenkels ist, ahnlich
wie bei gew8hnlichen Eiilsatzzirkeln, eine stablerne Spitze
c mittelst einer Schraube befestigt. Beide Kropfe u und
b sind durcblbchert, so dafs der, einer Gabel iihnlicbe,
zweite Schenkel 2 fleifsig dadurch geht; der zweite
Kropf b enthalt die Stellschraube K kain Fesstellen des
Schenkels 2, dessen oberer Theil (d) hierdurch aiif das
Lineal ( 1 7 ) fest aufgedruckt wird, welclics sich zwischen
der Gabel des zweiten Schenkels betindet. Der zweite
Scbenkel n in Fig. 8 Taf. I ist von Stahl, entbllt am
Ende, der Zirkelspitze des ersten Schenkels gegenuber
stehend, eine gleiclre Spitze J gegen die erstere ein wenig nach Art der Tnstczirlrel gekrummt, und ist in zwei
Theile geschlitzt, damit diese den Theil des Lineals 7
genau unischliel'sen. Der obere Theil (d) driickt gegen
die Regelkante y, der untere Theil (e) steht etwa 4 Zoll
hinter dem Lineale vor, damit man mittelst desselben bequem diesen beweglichen zweiten Schenkel gegen die Regelkante driicken uod den Zirkelspitzen c undf eine b e
liebige Oeffnung geben liaun.
Will man nun z. B. die Dicke eines kleinen Kbrpers messen, so stellt man die Regel auf das gewahlte
Maafs, schiebt den Stangen-Zirkel auf 100, und nachdem
man den zweiten Schenkel desselben so weit zuriickgezogen, dafs der zu messende Kbrper bequem zwischen
die Spitzen gebracht werden kann, schiebt man den zweiten Schenkel an den Kbrper an, und bewegt den Stangen-Zirkel so weit abwarts im Schlitze c, bis er sich
ohne Gewalt nicht mehr schieben lalit, oder genau an
der
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der Regel anlie@. Dann kann man obne Weiteres das
Maafs des Kiirpers am Maafsstabe neben dem Ablesestriche sehen.
Es bedarf wohl keiner Erwiihnung, dafs man durch
Verznderung der Gestalt der einzusetzenden Zirkekpitzen
sowohl Dicken als Oeffnangen messen, oder auch nach
Gefallen Maafse unmittelbar auflragen kann. Zur Angabe der Dicke von Draht und Blech, so wie der Maafse
von Lehren und Kalibcrn bei verschiedenen techniscben
Arbeiten; zu Messung der GrUfse kleiner Krystalle und
anderer Gegcnstiinde leistet dieses Werkzeug sehr gute
Dienste. Es lafst sicli sebr bequein und schnell damit
messen, und die Genauigkeit des Mcsszns liifst nicbts zu
wunschen ubrig. Daher babe ich es hkribometer gcnaruit.
Ich bediene mich meincs lustrumelites nun ein Jalir mit
dem grbfsten Nutzen. Es verstcht sich ubrigens wohl,
dafs man je griifser die KUrper sind, deslo weniger gennu ihr M a a t ablesen kiinne, da die Eintheilung in 100
Theile gleich bleibt, also von 4 Zoll eben so gut nur
& gemessen wird als von Zoll. Indessen kann man
durch Anbringong eines Nonius und andere Verbesserungen solchen Miingeln leicht abhelfen. Die genaueste Anfertigung und Theilung des Instrumentes, wobei es besondcrs auf ganz gende Seitcn der Regel und winkelrechte hrbeit anki)mmt, ist tibrigens erforderlich. Sehr
dankbar bin ich fur die freundschaftliclre und giitige Besorgung der Theilnng und mechanischen Ausarbeitung meines Instrumentes dem Hrn. Geheimen Regierungssecretair
Dr. W i n k1 e r in Magdeburg, welches derselbe auf seiner vortrelflichen Tbeilmaschine getbeilt bat, deren Bekanntmachung aehr zu w(inschen whe.
Annrl. d Phyrik.B.98. St.3. J. 18331.St. 6.
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