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Das Anblasen offener Rhren durch eine Flamme.

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das Wasser blieben als ungelbster Huckstand cine Mengung
von Graphit rind aukerordentlich kleinen gelbell WUrfeln
vou Cyanstickstofftitan, welche letztere erst nach Abscheidung der Kieselsaure sichtbar wurden. Dnrch Schlemmeii
konnten 0,005 Grin. von diesen von 0,012 Grm. Graphit
getrennt werden. Nimint nian an, (?ah die gefundene Titansaure durch Losung der Titanwiirfel in Fluorwasserstoffszure und Schwefelsaure erhalten wurde, so entspricht dieselbe c),003 Grin. Cyanstickstofftitan ; im Ganzen wurdeii
also 0,008 Grm. oder I ,26 Proc. Cyanstickstofftitan, so wie
1,9 Proc. Graphit aus der Kieselsaure abgeschieden.
Ich l a s e es uiiausgemacht, ob das Ammoniak, das aus
der Kieselsaure der Hohtifcn durch Alkalihydrat entbundeii
wird , von Stickstoffsilicium oder von dem eingemengten
Cyanstickstofftitan herriihre, das erst nach Auflbsung der
Kieselsaure in FluorwasserstoffsGure sichtbar werde. Letztere
Ansicht ist wohl die wahrscheinlichere.
B VIII. n a s Anblusen offpner Riihren durch eine
Flamme; von P . H i e f s .
H r . R i j k e hat ein einfaches Mittel aufgefi~nden,den Grundton einer offeiien Rbhre in p f s e r Stzrke anzublasen, indem er cin i n der vertical gestelltcn Kbhre angebracbtes
Drahtoetz stark erhitzt, durch das der aufsteigeiide Luftstrom
plotzlich ausgedehnt mird (Am. Bd. 107, S. 339). Nachtraglich ist dnselbst angegeben, dafs Hr. R o s l c h a zuweilen
einen Ton erhielt in dein Augenblicke, wo er das Netz mit
der Flamine zu erhitzen begaim. Die Flalnme mu€ste dazu
in einiger Entfernung von dem Netze stehen, der Ton
dauerte nur eiiiige Augenblicke und war fast die obere
Octave des Grundtones.
Bei Wiederbolung dieser interessauien Versuche habc
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ich gefuiiden, d a k , bei einer Abhderung derselben, eine
Flainme den Grundton der Itahre sicher anbllst, und zwar
mit grober Starlie und von liingerer Dauer, als im R i j k e'schen Versuche. Man braucht hierzu nur eiu feines Drahtiietz an einer Stelle im obereti Drittel der Rahre anzubringen, uiid die Flanilne voin unteren Ende aus in die Rbhre
einznfuhren. Dcr Ton beginnt wshrend die Flamme noch
vom Netze entfernt ist, nimint an Starkc, zuweilen arich an
Iliihe zu, wird c011stant, wshrend die Spitze der Flamme
das Netz beriihrt, und hort nach einiger Zeit auf. J e nach
Beschaffenbeit der Rohre, Stellung und Telnperatur dea
Netzes, hat der T o n , der sich wenig voin Grundtone der
Kbhre entfernt, cine Dauer von 12 bis 70 Sekunden. Die
Flamme gerath dabei in sichtbare Schwingungen und wird,
weiin es eine Gasflamme ist uiid inan sich einer kalten und
engen Rbbre bedieilt , haufig ausgeliischt. Obgleich der
Versuch auch init einer Kerzenflamme gelingt, so verdient
docb die Gasflamrne den Vorzug, da zuin Iangsten T h e n
die Flamme eine bestiininte Hiihe besitzen iiiufs, die inan
hier leiclit findet.
Der Gruiidton eiuer Riihre wird in R i j k e ' s Versuch
durch eineu kalten Luftstrom angeblasen, der an eiii heiibes
Netz tritt uud dadurch ausgedehnt wird; hier hingegeii durch
eirien heifseu Luft- und Gasstrom, der an ein kaltes Netz
tritt und sich dadurch zusamnienzieht. Es mogen bier einige
Beispiele davon stehen, bei welchen Glascylinder und ein
Netz aus +T Linie dickem Mcssingdraht gebraucht wurden,
von dem 40 Maschen nahe einen pariser Zoll einnahmen.
Ich gebe die Lage des Netzes an, die bei der Iangsten
Dauer des Tones angemerkt=wurde; der Versuch selbst gestattet verschiedene Stellungen des Netzes.
Die erste Rbhre war 17,4 par. Zoll lang, 11; Linien
weit, das Netz lag 49 Zoll vom oberen Ende entfernt; sie
gab durch deu heitsen Luftstrom den Ton fis' I ) , durch
1 ) Piacl~S o n d ha u fs zwechmil'siger Bezeichnung, (in einer Abhandlung,
die man i m folgenden IIefte dieser Anual. finden wird) wclche zugleich die Schwingungrmhl aogiebt, wenn man fir den Namen der
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den kalteri den Toil pi. Die zweite Riibre von 12 Zoll
Lgnge, I Zoll Weitc init einem 2: Zoll voin obern Ende
entfernten Netze gab durch den heifsen Luftstrom cis9,durch
deli kalten c * . Die dritte Rdhre, 10,7 Zoll lang 16 Linien
weit, das Netz 2%Zoll vom oberen Eode, gab durch den
heifsen wie den kalten Luftstrom den Ton d z . Die vierte
Rirhre, 7; Zoll lang I Zoll weit, das Nelz 2 Zoll vom Ende,
gab durch den heifsen Luftstroin g‘ von kurzer Dauer,
durch den kalten Luftstrom tiiiite sie nicht; cine K6hre von
6 Zoll Lange 1; Zoll Wcite konnte weder auf die eine, noch
die andere Weise zum Tiineii gebracht wcrden. An der
zweiten Riihre hatte der Ton durch den heifsen Luftstrom
die Iangste bemerkte llauer, von inelir als 70 Sekunden.
Niemals ist irgend eio Ton bemerkt worden, wenn nach
dem Aufhtireii des T6nens die Flamme entfernt wurde;
wohl aber ertdnte der Grundton, wcnu dnnn die Rohre
uingekehrt wurde, SO dafs, wie in R i j k e ’ s Versuch, das
Drahtnetz in dem untern Theil der Riihre zu liegen kam.
In beiden Fallen ging ein kalter Luftstroin an das heifse
Setz, rind wenii aucli die Imft nach der Uinkchrung der
R6hre kalter war als friiher, da sie jetzt durch den kurzen
Theil der warmen I\bhre strich, so war dafur im ersten
Falle das Xetz vie1 hcifser. Das Ausbleiben jedes Tons
im ersten Falle ist dnher auffallend. Ebcnso auffallend ist
das Ausbleibeu des Gruiidtons, wenn die Flamme in den
kurzeu Theil der Rshre gefiihrt wird, da hier scheinbar
eine giinstigc Bedingung zuin Ansprechen dieses Tones gegeben ist in dem sehr heifsen Luftstrome, der an das kalte
Netz tritt. Es folgt hieraus, dafs zuln Ansprechen des Grundtons d u d das angegebeiie Mittel, in einer durcli ein Drahtnetz in zwei ungleiche Stuckc getheilten RUhre, die Impulse
die llngere Luftsaule treffen iniissen. Die Iinpulse kommen
durch den kalten Luftstroin uber dein Drahtnetze , durch
Tones seine Schwingiingszahl in der kleinen Ocla\e, und zu dem Exponenten die Basis 2 setit. So ist 4 s ’ = 185.2’ game Schwinguogen;
cis2
= 138.5 ,2’; c-’
= 130,s
8
‘a
*‘
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den l~eifsen unter deinselben zu Stande. In der Riihre
wird n5mlich durch das heifse Ketz der kalte Luftstrom
ausgedchnt, gcht durch die Mascheu uud stiifst gegeri die
Luftsaule uber dein Netze; durch das kalte Netz wird der
heifse Luftstroin unter dem Nctze abgekiihlt, und dieser geriith zuerst in Schwingungeri, die sich alsdann durch die
ganze Rohrc fortpflanzeo.
2. November 1859.
XX. Kine Irrlicht- Beobachtung.
( A u s eineni Schreiben an
Prof. D o v e vom Hm. Schirlratli L o o f f . )
Gotha 24. Oci. 1859.
E i n e r nieiner talentvollsten Schiiler, T h e o d o r L i s t , aus
Lanterbach in Oberhesseh, welchcr Ostern d. J. mit dcm
Zeugnifs der Keife No. 1 mit Auszeicbnung das ReaIgyin
nasium verlassen, ein junger Mann vou 19 Jahren, welcher
init ganzer Liebe dein Studium der Naturwissenschaft sich
hiugcgeben und neben klarem Verstairdc eine ausgezeichnete
Ceobachtungsgabe besitzt, besuchte mich in den ersten Tagen des Octobers und reiste am 7. Abends 6 Uhr nacli
seiner Heimath zuruck, und zwar von hier bis Bebra mit
der Eisenbabn, von da, um nicht mit der Post den grofseu
Umweg uber Fulda zu machen, zu Furs iiber RersfeId und
Schlitz nach Laaterbach. Hier hatte er in der Nacht wandernd, Gelegenheit, Irrlichte zu beobachten. Doch ich lasse
ihn wortgetreu selbst sprecben.
Meine Wanderung erstreckte sich uicht, wie ich Anfangs
gewollt, von Hersfeld bit3 Scblitz, sondcrn gleich von Bebra
aus. Die Post ging erst zwei Stunden nach meiner Ankunft
von Bebra nach Hersfeld; das dauerte mir zu Iange, denn
in zwei Stunden bin ich den W e g nach Hersfeld gegangen.
Ueberall in den Diirfern war Kinnefs, das Jauchzen und
Sclireien der Tanzenden horte icb bis ich grofsherzoglichen
IJ
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