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Das Aroskop.

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Einen in der Art construirten Brenner benutze icb seit
drei Monaten bei allen meinen chemischen Arbeiten mit
demselben Erfolge, wie einen Bunsen’schen Brenner von
Metall. Er zeigt mit diesem verglicben sogar einige Vorziige. Er wird bei Iangerem Gebrauche nicht heirs, die
Flamme schltigt bei richtiger Construction des Apparats sebr
selten zuriick; er kann von jedem Cbemiker leicht selhst
bergesteilt werdeu. Korke und Glasr6bren finden sich ja
in jedem Laboratorium; ebenso leicbt ist die Reparatur,
weun irgend ein Tbeil unbrauchbar werdeu sollte; der
Preis des ganzen Apparats betragt ungefahr 1 Sgr., walrrend ein gew6hnlicher Metallhrenner I Tbaler kostet. Um
einen Brenner mit mehreren Flaininen zu machen, nimmt
man eiri kunes weites Glasrobr, setzt in das cine Ende
einen Kork mit drei oder mehreren Glasspitzen, in das andere Ende einen Kork mit einem gebogenen Rohre (ahnlich b), befestigt die game Vorricbtung, wie oben angegeben, auf einem Brettchen und stellt iiber jede Spitze ein
Brennerrohr.
XII. Dus Agroskop; con F. L. uon G a l l o i s .
I n dem zweiten Junibefte (1860) des Dingler’schen Journales wird aus den Comptes rendus ein Instrument des
Hrn. P o u c h e t besprochen, mit dessen Hiilfe man in einem
kleinen Raume alle in eineu bestimmten Volumen atmosphlrischer Luft entbaItenen unsichtbaren K6rperchen zu
concentriren vermag.
Bevor mir der fragliche Artikel vor Augen kam, war
ich schon langere Zeit mit der Construction eines Apparates zu iilinlichem. Zwecke beschaftigt. Ich wollte namlich
bestimmte Quantitatten solcher atmospblrischen Luft , von
der man annehmen kann, dafs sie in ibrer Zusammensetzung
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bedeutend von der nonnalen Mischung abwiche, durch Zuhiillenahme gewisser Reagentien analysiren. Die Arbeit des
Hrn. P o u c h e t bestilvmt mich nun meine Construction hier
anzugeben; sie ist dem Principe nach gleich mit der des
genannten Herrn, in der Form jedoch verschieden. Nach
Kenntnifsnahme des P o u c h e t 'schen Apparates habe ich
den meinigen in einer Kleinigkeit etwas umgeiiudert und ich
glaube, dafs er jetzt in dieser Form seinem Zwecke entsprechen wird.
Ein Glascylinder vou beliebiger Hbhe und Weite
(Taf. VII Fig. 6 a ) mit gleichdsig abgeschliffenem Rande
ist an seiuer Basis mit einem eingeschliffenen Hahn (h) versehen. Zur Verschliefsung des Cylinders dient eine Glasplatte von Spiegelglas (b) vou etwas grbfserem Durchmesser als der Cylinder; sie ist im Centrum durchbohrt und
ein kleiner Glastrichter in die Oeffnung luftdicht eingeschliffen. An der unteren Seite der Platte und die Spitze
des Trichters iui Mittelyunkt haltend, ist eine etwa 12"'"
weite und 25"" lange Glasrahre angekittet (d). In dieselbe pafst der TrHger (g) des zur Ansammlung der atmosphiirischen KSrperchens bestilnmten Glaspliittclrens (e e) hinein,
er kanu aus einem diinnen Glasstabe bestehen, welcher,
wie die Figur zeigt durch einen mit senkrechten Rinnen
zur Durchlassuug der Luft venehenen Pfropf (ff) aus einer
weichen Masse (zB. Hollundermark oder auch Baumwolle)
gesteckt ist. An der oberen Spitze des Glasstabes wird
zum Fasthalten des Objectpldttchens ein wcnig Wachs angewendet.
Die Dimensionen des von mir im Gebrauche stehenden
Apparates sind ;
Hahe des Cylinders , . .
, . =22Wm
Durchmesser
. , , . = 90
Durchmesser der Glasplatte
= 110
Oberer Durchmesser des Trichters, zuln Einlassen der atmosphtirischen Luft
= 10
AusgaDgS-OeffINmg
0,l
Die tibrigen VerhHltoisse verstehen sich von selbst. Bei
. ..
...
. . . .
. ... ..
. . . . . .. .. .. -
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der Anwendung des Apparates wird der Cylinder bis zur
HShe des Objecttriigers mit Wasser gefiillt, der Rand rnit
etwas Fett bestrichen und nachdem der Triiger mit dem
Glasplattchen auf die entsprechende Entfernung eingeschoben ist I ) , die Glasplatte durch die Drehung luftdicht aufgesetzt und der Hahn gedfhet.
Ich habe die Beinerkung gemacht, dafs bei meiner Construction ein Bestreichen des Objecttragers mit eiiier klebrigen Substanz, um das Haften der Kbrperchen zu bewirken, wie Hr. P o u c h e t angiebt, unnilthig ist. Ein Anhauchen des Pllttchens vor dein Hineinbringen in den Apparat ist hinreichend, um alle sich aiisarnmelnden Gegenstande
rest haften zu machen, so zwar, dafs man oft zur Reinigung des Pltittchens das Merser zu Hulfe nehmen mufs.
Hat man den Apparat bei Fallen in Wirksamkeit zu
setzen, wo das Mikroskop nicht zur Hand oder wo uberhaupt eine allsogleiche mikroskopische Untersuchung unzulassig ist, 80 mut man sich durch Conservirung der Objectpllttchen helfen. Zu diesem Zwecke werden dieselben
auf der der Tricbterspitze zuzukehrenden Seite mit Terpentin (Canadabalsam) bestrichen uad dann getrocknet.
Nach der Verdunstung bleibt immer noch so vie1 klebende
Substanz, um jedes KSrperchen fest halten zu k6nnen ; man
kann auf diese Art sicher sevn, dafs bei einiger Behutsamkeit nichts von den gesammelten Gegeustiinden verloren
geht.
Zur Aufbewahrung dient ein Kiistchen , dersen Boden
mit Wachs belegt ist.
Fig. 7 Taf. VII zeigt die andere (urspriingliche) Anordnung, urn auf ein bestimmtes Quantum atmospharischer
Luft ein beliebiges Reagens einwirken zu lassen ; hier ist
die Spitze des Trichters (c) verllngert und miindet in eine
kleine, die FlUssigkeit enthaltende Eprouvette (e). Diese
1 ) P o u c h e t giebt die Entfernung von eisem Millimeter an, sie richtct
sich jedoch nach der Masse der in der Lnfi befindlichen Ksrperchen;
sind deren vide, m u t auch die Entfernuag der Trichterspitze vom Pl.ittchen grcifaer seyn uad umgekehrt.
G.
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Construction kann bei geh6riger Anwendung in Krankensalen 2. B. oder auch bei Epidemien etc. uns zu einer genaueren Kenntnifs der atmosphlrischen Luft verbelfen, besonders wenn durch baufige wissenschaftliche Beobachtungen eiu systematischer Gang angebahnt ist.
In Folge der von inir bis jetzt angestellten Versuche
mit dem Aeroskop mufs ich mich vollkommen der Ansicht
des Hrn. F. P o u c h e t anschliefsen, dafs die zahlreichen
Keimstaubchen, die in der Atmosphare als vorhanden angenommen wurden, gar nicht bestehen und dafs Keime,
Sporen u. dgl. nur durch das Zusammentreffen der vcrschiedensten giinstigen Umstlnde in der Atniosphlre hgufiger angetroffeu werdeo. Die beiden Hsuptfactoren zur
Verbreitung dcr atiuosphlrischen Kbrpcrcben m6gen wohl
trockenc Luft und besonders die Einwirkung des Sonnenlichtes seyn.
Die in meiucm Arbeitszimmer angestellten mikroskopischen Beobachtungen haben mir allerdings schon des aftefen Sporen von der an der Wand haugenden KryptogamenSammlung sehen lassen; jedoch stand die Menge der zeitigen Semen mit der Quantitlt der Luft im Zimmer gegen8ber der Natnr in keinem Verhaltnifs.
Kremsiniinster im September 1860.
XIII.
Ueber speudoskopische Wahrnehmungen;
oon Dr. Mohr.
I n der S. 237 dieses Bandcs der Annalen von Hrn. Dr.
S i n s t e d e n gegebenen Notiz sind zwei verschiedene PhPnomene zusammengebrncht, die zwar in einem Zusammenhange stehen, aber doch eine verscbiedene Erkllrung zulassen, namlich erstens die Erscheiuung, dafs eine von der
Seite ails einiger Entferuung gesebene sich bewegende Wiud-
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