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Das Auslnderstudium an den Deutschen Hochschulen.

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Zeitschrift fur angewandfe C h e m ?
Das Auslanderstudium an den deutschen
Hochschulen.
Bericht f u r d i e Hauptversamtulung S t u t t g a r t d e s Vereins
d e u t s c h e r C h e m i k e r , S t u t t g a r t 1921.
Im Auftrage voii Kominerzienrat Dr. KARL ( ~ O L D S C H M I D T erstattet von
Dr. F. v. B t J H C H A R D , Essen.
(Eingeg. 20. 7. 1921.)
Der Verein deutscher 'Chemiker beschiiftigt sich schon seit dem
Jahre 1901 mit der Frage des Studiums der Auslander a n den deutschen
Hochschulen. Der in den Vorkriegsjahren jahrlich anwachsende Zustrom von Auslandern, die sich zum gr6Bten Teil aus dem Sstlichen
Europa rekrutierten und in ihrer wissenschaftlichen Vorbildung weil
hinter den einheimischen Studenten zuruckstanden, schien zu einei
Gefahr fiir den Unterricht an unseren Hochschulen zu werden. An
einzelnen Hochschulen war die Htirerschaft rnit 25-50"/, Auslandern
durchseizt und es war \on einer Reihe von Universitatslehrern bereitE
daranf hingewiesen worden, dai3 das Lehrniveau sich zwangsweise
der Vorbildung eines sp groi5en Prozentsatzes der Hdrerschaft anpassen
wurde. Ein weiterer Obelstand bildete sich dadurch heraus, daB diese
Ausliinder den einlieirnischen Studierenden da, wo das Studium rnit
praktischen Ubungen verbunden war, die an %ah1beschrlnkten Arbeitsplltze fortnahm. Im ,Jahre 1904 bereits halte die Haiiptversammlung
des Vereins deutscher Chemiker den Vorsland beauftragt, in einer
Eingabe a n die Reichsregierung und an die Kegierungen der deutschen
Bundesstaaten dahin zu wirken, dal3 die Aufnahme von Auslandern
an den tlcntschen Hochschulen abhlngig gemacht werde von dem
Nachweis einer Vorbildung, die derjenigen deutscher Studenten entspreche; es wurde weiterhin angeregt, dalj die Zulassung nur insoweit erfolgen solle, als die Platze nicht von deutschen Studierenden beansprucht wiirden. Die Unterrichtsverwaltungen der einzelnen
deutschen Bundesstaaten hatten in den letzten .Jahren vor dem Kriege
nach geineinsnnien Grundsltzen bereits Mafinahmen getroffen, die im
allgemeinen mit den von dieser Stelle RUS angeregten Forderungen
ubereinstimmten. Einzelne IJniversitaten waren auch noch weiter
gegangen, indem sie fiir die Zulassung gewisser Nationalitiiten Htichstzahlen fcstgesetzt hatt . n . Alle diese MaBn:ihmen hatten es indessen
doch nicht verhindern Ittinnen, (laB die Zahl der auslandischen Studierenden a n den deuischen Hochschulen auch in diesen Jahren der
Abwehr weiter anstieg. Sie war vom Wintersemester 1903104, wo
sie etwa 5.500 betrug, bis zum Sommersemester 1914 auf 7255 angewachsen. Die Durchsetzung rnit Auslandern betrug in diesem Semester
an den Universitiiten 7,75",,,, an den technischen Hochschulen sogar 20,4'i ?',,.
Die mit Kriegsbeginn einsetzende Abwanderung der Auslander
konnte selbstverstandlich die Aufmerksamkeit von dieser einmal als
wichtig erkannten Frage nicht mehr ablenken. Es wurden deshalb
wiihrend des Krieges auch von dieser Stelle aus rechtzeitige Schutzmafinahmen verlangt gegen den nach Kriegsende wieder einsetzenden
Ruckqtrom von Auslandern.
Diese Forderung ist von seiten der fui. die Regelung dieser Angelegenheit zustandigen Regierungen der deutschen Bundesstaaten in
weitem MaBe berucksichtigt worden.
Es sind im Laufe der letzten Jahre von den zustandigen Unterrichtsbehtirden der t:inzelnen Staaten entsprechend einer im September
1918 zwischen ihnen getroffenen Vereinbarung nach ubereinstimmenden Gesichtspunkten SchutzmaBnalimen angeordnet worden, welche
die Zulassung von Ausliindern zuni regelrechten Studium und zur
Hdrerschaft an unseren Hocihschulen zwecks Wahrung der Interessen
unserer einheimischen Studierenden erheblich einschranken. Fur den
Gesamtkreis der deutschen Hochschulen gelten in dieser Hinsicht die
von den verschiedenen c:inzelstaatlichen UnterrichtsbehSrden herausgegebenen, gemeinsamen Richtlinien, die folgendermafien lauten:
1. An den deutschen Hochschulen ktinnen Auslander zum Studium
zugclassen werden, soweit die Verhaltnisse tler einzelnen Hochschulen
es gestaiten und Platze an ihnen verfiigbar sind. Vorbedingung fur
die Zulassung jedes iluslanders ist, daB sein Heirnatstaat Gegenseitigkeit
gewiihrt, d. h. daB in ihm die deutschen Reifezeugnisse in gleichem
Umfange wie die entsprechenden inlandkchen Zeugnisse als ausreichender Nachweis der schulwissenschaftlichen Vorbildung fur die
Zulassung zu seinen Hochschulen uneingwchrankt anerkannt und
demgemiiB Deutsche auf Grund solchen Nachweises in gleicher Weise
wie Inlander zu seinen Hochschulen zugelassen werden.
2. Von dem Auslander sind bei Beantragung seiner Zulassung
zum Studium an einer deutschen Hochschule folgende Nachweise
vorzulegen:
a) Ein Zeugnis (erforderlichenfalls nebst beglaubigter deutscher ubersetzung), das im Heimatlande des Gesri-hstellers fur Zulassung
zum Hochschulstudium berechtigt ; uber diese Berechtigung ist
eine besondere Bescheinipung beizubringen , soweit sich nicht
schon ein entsprechender Vermerk auf dem Zeugnis selbst befindet. AuBerdem muB dieses Zeugnis dem Reifeze!ignis einer
Anaew. Chemie 1921. Nr. 62.
deutschen neunstufigen htiheren Lehranstalt (Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule) gleichwertig sein.
b) Der Nachweis ausreichender Kenntnisse in der deutschen Sprache.
Uber das Mab dieser>Kenntnisseist eine tunlichst von deutscher
fachmannischer Seite ausgestellte Bescheinigung vorzulegen. Eine
Nachprufung der Sprachkenntnisse durch die in Frage kommende
deutsche Hochschule bleibt vorbehalten. Gegebenenfalls kann
die Zulassung an die Bedingung geknupft werden, daB der Auslander sich die erforderlichen Kenntnisse baldigst durch Teilnahme an den von der Hochschule eingerichteten oder anerkannten
deutschen Sprachkursen aneignet und sich daruber ausweist.
c) Ein selbstgeschriebener Lebenslauf.
d) Ein Nachweis dariiber, daB der Studierende die erforderlichen
Mittel zum Studium besitzt.
3. Die Gesuche um Zulassung zum Hochschulstudium in Deutschland
sind, sofern d e r Gesuchsteller seinen Wohnsitz im Auslande hat, mit
allen erforderlichen Unterlagen bei der zustiindigen deutschen Auslandsvertretung so fruhzeitig wie m?glich einzureichen, in der Regel
jedenfalls so zeitig, daB mit ihrer Ubermittelung an die zustandigen
deutschen Unterrichtsministerien, bei Anmeldung zum Sommersemester
spatestens zurn 1. Marz, bei Anmeldung zum Wintersemester spatestens
zum 1. September, zu rechnen ist.
Nach den e nzelnen ministeriellen Verfiigungen der Landesregierungen gelten aufjerdem noch allgemein folgende einheitliche
Bestimmungen:
Zulassungsgesuche von Auslandern, die sich schon im Inlande
aufhalten, sind an das Rektorat der betr. Hochschule zu richten,
mussen aber ebenfalls dem Landesminister zur Entscheidung vorgelegt
werden. Die Vorschriften fur die Zulassung von Studierenden gelten
auch fur die Zulassung von Gasthtirern.
Die Zulassung zum Studium begrundet keinen Ansprucli auf Znlassung zu den staatlichen akademischen oder kirchlichen Prufungen.
Von den Landesregierungen sind auch besondere Bestiminungen fur
die von den Ausliindern zu zahlenden Unterrichtsgelder und sonstigen
Hochschulgebuhren getroffen worden. Bisher war in dieser Hinsicht
allerdings keine einheitliche Regelung erzielt worden. In PreuBen
wurden die Gebiihren in doppelter Htihe, in den meisten anderen
deutschen Bundesstaaten dagegeu der sogenannte Valutazuschlag erhoben. Nach einer Vereinbarnng der deutschen Hochschulstaaten ist
nunmehr eine einheitliche Regelung fur die Zahlung der Auslandergebuhren in Aussicht genommen. Danacli werden Ausliinder an Vorlesungsgebuhren das doppelte, a n sogenaiinten kleinen Gebiihren
(Inimatrikiilations-, Hibliotheks- , Institutsgebuhr , Krankenkassen-,
Praktikantenbeitriige usw.) das dreifache der fur Inliinder festgesetzten
Gebiihren zxhlen. In PreiiBen ist ein entsprechender ErlaB bereits
erfolgt.
Eine der wichtigsten Fragen, ob nlmlich alle Ausliinder deutscher
Abstammung den Inliindern in jeder Beziehung gleichgestellt werden,
scheint nach dem Wortlaut der darauf bezuglichen Ministerialentschlieaungen der einzelnen Landesregierungen leider noch nicht ganz
einheitlich geregelt, zu sein. So werden z. B. in R a y e r n h i n s i c h t Ii c h d e r Z u l a s s u ng den ReichsangehSrigen gleichgestellt : Die Ansehtirigen der von Deutschland abgetrennten Gebiete rnit .deutscher
Abstammung, Deutschtisterreicher und Angehdrige der von Osterreich
sbgetrennten Gebiete, sofern sie deutscher Abstammung sind. Andere
Auslander deutscher Abstammnng, z. €3. die Deutschen des ehemaligen
RuBlands, sind riicht erwahnt. Hinsichtlich der G e b u h r e n z a h Iu n g e n sind dagegen in Bayern nnr Angehtirige der deutschtisterreichix h e n Republik den deutschen ReichsangeMirigen gleichgestellt, anderen
Auslandern deutscher Abstammung und deutscher Muttersprache (hier
sind auch Balten und Siebenburger angefuhrt) kann nur auf Ansuchen
im Einzelfalle eine Vergunstigung gewiihrt werden.
Fur W u r t t e m b e r g ist durch besondere Restimmuug die Gleichstellung von Auslandern bei der Zulassung in weitestem Umfange
iusgedehnt auf alle anderen Deutschstammigen rnit fremder Staatsmgehtirigkeit (Kolonistenstihne, Ralten, Siebenburger, Sachsen USW.).
Diese Gleichstellung erstreckt sich in Wurttemberg auch auf die
Zahlung der Gebiihren.
In S a c h s e n werden nach der Bekanntmacliung des Kultusministeriums vom 31. 3. 1919 hinsichtlich der Z u l a s s u n g nur die Deutschjsterreicher den Inllndern gleichgestellt. In der G e b u h r e n f r a g e
lagegen werden nach Ministerialverordnung voin 4. 4. 1920 Deutschjsterreicher und Studierende, die in einem vom Deutschen Reiche
tbgetrennten Gebiete heimatberechtigt sind , den Reichsdeutschen
Sleichgestellt. Andere Auslander deutscher Abstammung und Mutter;prache kdnnen nur in besonderen Fallen auf Ansuchen mit Genehnigung des Ministers gleichbehandelt werden.
In PreuBen erstreckt sich die Gleichstellung aller deutschstaninigen Auslander nicht nur auf die Zulassung, sondern auch auf die
febuhrenzahlung.
Die Regelung dieser Frage ist also nicht in allen deutschen
3undesstaaten nach vollkommen einheitlichen Gesichstspunkten durchiefiihrt und es ware wunschenswert, dai3 dies geschahe. Erklarlicher63
410
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v. Burchard: Das Auslgnderstudium a n den deutschen Hochschulen
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weise findet sich deshalb auch in den Statistiken noch eine mangelnde
Einheit lielikeit i n der Entscheidung der Frage, ob deutschstlmmige
Ausliinder zu den Inlandern zu ziihlen sind oder ob sie als AuslHnder
gebucht werden. Einige Uni\rersitiiten rechnen die einen zu den InIiindefn, die andwen ni den Auslandern. Wenn sie in den Statistiken
zii den Ausliindern gerechnet sind, IiiBt sich ihre Zahl naturlich
nicht feststellen, weil sie dann niit in der %ah1 der nicht deut.schstiirnmigen Angehorigen ihres Heinintlmdes anfgehen , z. B. die
Deutschbalten iils Estliinder oder Lettllinder, die Deutschen Ungarns
als Ungnrn, die Ileutschen Polens als Polen usw. Man kann unter
diesen Umstlinden nach dern voii den Hochschulen zur Verfiigung
gestellten Material eine vollkommen einwandfreie Statistik der Ausliinder weder mi t Einschluij noch mit t2usschluB der Deutschstlmmigen gehen. Es \viii.e wiinsclienswert, daij die Hochschulen auch
in dieser Keziehung nach einheitlirhen Grundsiitzen verfahren wurden
und die Rubrik der Ausliinder teilen wurden in Unterabteilungen.
A ) A u s 1 :in d e r d e u t s ch el' A h k u n f t , aufgefuhrt nach den Herkunftsliindern, 13) s o n s t i g e A i i s l i i n d e r , wie dies z. H. die Teclinischen
Hovhsrhulen in Karlsi,uhe und in Miinch(tn hereits getan Iiaben.
Eine leidlich einwandfreie Statistik erhiilt man unter diesen Urnstiinden nur, w m n man die 1)eutschstiitiiiriigen mit in die %ah1 der
Ausllnder einhezieht. Es stitdierten dann iiri Wintersemester 1920121
auf d e n T e c h n i s c h e n H o c h s c h u l e n D e u t s c h l a n d s insgesamt
2197 - = 8,7"],,Airsliinder. Am stiirksten \varen die Ausllinder vertreten
auf den Technisrhen Hochschulen : in Herlin niit 17" ,), von diesen
svheint nur der 10. Teil deutscher Abkunft gewesen zu sein; in
1)resden mit 10,6" I,, von denen etwa
deutscher Abstammung waren;
in Kiirlsruhe ntit 10'' (,, von denen etwa 20" ,! deutscher Abstanimung
waren: in Atichen mit 9" ,~ (davon allein 55";,, 1,uxeinhurger); in
hlunchen (Hochsc*hule) niit 8,5" von denen 58",,, deutscher Abstainmunp waren: in 1)armst;idt rnit 6,3" $,; in 13reslau init 6,3"',, (35"
deutsrher Abslaminiing).
Ea i*t von hoheni Interesse, d;iB Hreslaa, diese (irenzburg deutsclier Kultur gegen das Slawentum, sich den nationalen Charakter so
zit erlialten \vuWte. I'ine andere, gleichwichtige Grenzhurg deutscher
Kultur iat hier nivht mil i n die Heihenfolge eingeschdtet worden
wegen ihrer viilkerr,:chtliclien Sonderstellung, es ist die Danziger
Hoclischiile. Dort waren ini \Vintersemester 1920 21 12'' Ausliinder
eingetnigen, ein fur die esponierte Lage dvr Hoclrschule verhiiltnismii5ig
nicht holier Prozentsatz. Die ;iuilerordentliche Hedeutung dieser
heiden Hochschrilen Fiir die Erhaltung des 1)eutsrhtunis in den slawischen Cirenzni;irken wi rd es r,rforderlicli inachen, daB wir ihnen nicht
nur unser Intei,esse, sondern jede nur mogliche Unterstiitzung ziiwenden.
Es folgen nun die deutschen U n i v e r s i t l t e n , an denen im
Wintersemester 1920 21 insgesamt 3,7" ,, Ausllnder als Studierende
und HSrer eingetragen waren. Die Ausllnder waren hier am starksten vertreten:
An der Berliner liniversitat mit 8 " davon 1 1 0 Deutschstammige;
a n der Leipziger Universitat mit 6" an der Frankfurter Universitat
rnit 5,4 " davon 22 (' ,, Deutschstlinmige; in Halle, Jena, Heidelberg
mit je 4" von denen annahernd 50 (' ~, Deutschstlmmige waren, a n
der hliinchener Universitat nur mit 3,2" davon etwa 50'' Deutschstammige.
Im allgemeinen ist es offensichtlich, dai3 der Zustrom der Auslander zu unseren Hochschulen nicht entfernt so groij ist, wie in den
letzten Vorkriegsjahren. Diese Verhaltnisse kBnnen sich indessen bald
wieder andern, und es wird deswegen zweckmiifiig sein, dariiber
schlussig zu werden, welche Stellungnabme der Verein fur die Zukunft
in dieser Angelegenheit einnehmen sollte. Da die Zulassung eines
Ausliinders jetzt von der Genehmigung der zustandigen Ministerialbehorde abhangt, so hltten die Landesregierungen vollkommene Freiheit, diesen Zustrom in einer Weise zu regeln, da5 er unseren vaterlandischen lnteressen dient. - Man muij anerkennen, daij in den
siiddeutschen Landern im allgemeinen in hohem MaBe das Bestreben
herrscht, den streng nationden Charakter unserer Hochschulen zu
wahren. In Munchen, Wiirzburg, Heidelberg sind von den Auslandern
des Wintersemesters 192O,21 iiber 50" deutscher Ablrunft. In Stuttgart waren uberhaupt nur 25 nicht deutschstammige Auslander eingetragen. Etwas ungunstiger liegen d a m allerdings die Verhlltnisse
in Karlsruhe, wo von den 10":,, Auslandern nur 'LO";,, deutscher Abkunft waren. Wenn man die Auslanderzahlen der preuijischen Hochschulen betrachtet, so kann man nicht in gleichem MaBe den Eindruck einer einheitlichen Richtung in der Handhabung der Abwehrmaanahmen gewinnen. Es spielt hier trotz der Zentralisierung der
Entscheidung iiber die Zulassung jedenfalls auch die Haltung der
einzelnen Hoclischulverwaltungen gegeniiber der Auslanderfrage eine
entscheidende Rolle, da die Entscheidung des Ministers in der Frage
der Zulassung sich wohl in allen Faillen danach richten wird, ob die
Zulassung yon Ausliindern seitens der betreffenden Hochschulverwaltung befiirwortet oder abgelehnt wird. Da eine gewisse Stetigkeit in
der Hehandlung dieser Frage von seiten der Landesbehtirde bei dem
haufigen Wechsel der Parteiregierungen kaum zu erwarten ist, so
kann dieser Einfluid der Hochschulverwaltungen unter gewissen Bedingungen als heilsam begriiiit werden, nlmlich dann, wenn er nicht
die subjektive Auffassung des jeweiligen Rektorats, sondern die
Stimmung unserer studierenden Jugend zum Ausdruck bringt. Von
dieser wird man mit Sicherheit erwarten ktinnen, daij sie, frei vom
doktrinaren Parteistandpunkt, lediglich die v6lkischen Interessen
,)
(,,
~-~
[angewandte
Zeitschrift ftlr
Chemie
-~
~~
wahren wird. l'-shalb wkre es wiinschenswert, daB die Meinung der
Studierenden a n den einzelnen Hochschulen in dieser Frage zur
Geltung kame. Auch unser Verein wird den Wunsch hegen, daB
seine Stimme in dieser hochwichtigen Angelegenheit gehort wird.
Da die Mittel zur Abwehr der Auslander den LandesbehOrden, wie
schon vorher angefiihrt wurde, in weitestem Umfange in die Hand
gegeben sind, so hnndelt es sich eigentlich nur noch um die Frage,
welchen Auslandern die verschlossenen Pforten unserer Hochschulen
geBffnet werden sollen. Unser volkisches Interesse miicht es uns da
vor allem zur Pflicht, alle Auslander deutscher Abstammung und
deutscher Muttersprache uneingeschrankt bei nns aufzunehmen und
in jeder Beziehung sowohl hinsichtlich der Zulassung wie der Gebiihreiizahlung den Inlandern gleichzustellen. Das gill iiicht niir fur die
Deutschen aus unseren abgetretenen Gebieten und fur die Deutschen
der ehemdigen osterreichisch-ungnrischenMonarchie, sondern es gill
auch fur alle Deutschstlminigen des Kontinents, ob sie nun unter
russischer, rumanischer , lettischer oder irgendeiner anderen Herrschaft stehen. Man sollte sogar noch weiter gehen und auch den
deutschstkmmigen Angehlirigen der auijereuropiiischen Liinder, insbesondere den Deutschen Nord- und Siidamerikxs, gleiche liechte
gewahren. Die Landesregierungen sollten in dieser beziehung nach
vollkommen einheitlichen Grundsatzen verfahren , was bis heute
noch nicht durchgangig der Fall ist. Die l'riifung sollte sich nur
darauf erstrecken, ob deutsche Abstammung und deutsche Mnttersprache vorhanden sind, sich dagegen nicht, wie das jetzt bei einzelnen Hundesstaaten noch iiblich ist, auf deutschfreundliche Gesinniing
ausdehnen. Wir diirfen uns nicht verhehlen, daB wir durch dic
lugnerische Verhetzung der Feinde unter diesen Deutschstaminigen
des Auslnndes viele Sympathien verloren haben. Es erscheint doch
nun wohl ziemlich zwecklos, hieruher im Einzelfalle Erhebungen anzustellen. Wir sollten uns lieber diirum berniihen, diese verirrten
Geister fur die gro5e deutsche Gemeinschaft wiederzugewinnen. Wir
k6nnen die Wichtigkeit dieser Aufgabe im Interesse unserer Weltstellung kaum hoch genug einschatzen, denn die deutschen Elemente
des Auslandes werden am leichtesten in der Lage sein, den Schleier
von HaB und Verleumdung zu zerreiijen, mit welchem uns unsere
Feinde eingesponnen haben und durch den uns auch heute noch ein
gro5er Teil der Welt betrachten muB. Erziehen wir diese Auslnndsdeutschen zu Fuhrern ihres zweiten Heimatlandes, so werden wir
damit unseren kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Einflui3
in der Welt wieder herstellen. Diese Erwiigung ist von solcher Bedentung, d& die Besorgnis, wir ktinnten hierdurch eine Konkurrenz
fur unser Wirtschaftsleben heranziehen, dagegen zuriicktreten muB.
Der Wert der ideellen Propaganda sollte auch entscheidend sein fur
die Frage, wie wir den nicht deutschstammigen Auslandern gegeniibertreten. Es gibt unter diesen allerdings einige Nationen, von
denen wir hoffen, daB sie auf unsere Gastfreundschaft keinen Anspruch erheben werden, es bleibt dann aber doch ein groijer Kreis
von fremden VBlkern, die uns einmal freundlich gesinnt schienen, und
rnit denen wir iiber kurz oder lang wieder in freundschaftliche 13eziehungen treten werden. Wenn sie sich zum Teil wahrend des
Krieges nicht als wahre Freunde erwiesen, so wolleu wir ihnen heute
daraus keinen gro5en Vorwurf mehr machen, war doch die gegnerische
Lugenpropaganda so geschickt , da8 selbst Deutsche an ihrer guten
Sache, fur die sie kampfen mufiten, und an ihrem Volkstum irre
wurden. Die Erkenntnis der Wahrheit beginnt indessen auch im Ausland zu dammern, das Ltigengewebe wird zerrissen werden, und zwar
um so eher, je mehr die alten Beziehungen zum Auslande im Laufe
der Zeit wieder angekniipft werden. Vorlaufig, solange die deutschen
Hochschulen noch von Kriegsteilnehmern uberflutet sind , werden
allerdings die getroffenen SchutzmaBnahmen als zweckvoll anerkannt
werden mussen. Wir werden nur eine eng begrenzte Zahl solcher
fremdstammigen Auslander aufnehmen konnen, das erfordert jetzt
noch das Interesse unserer deutschvtilkischen Studierenden. Wenn
sber der Andrang zu den Hochschulen nachgelassen hat, werden wir
such die fremdvolkischen Ausliinder, die den Wunsch haben, rnit uns
in geistige Beziehungen zu treten, wieder in grBBerer Zahl aufnehmen
ktinnen, und wir werden dies im eigenen Interesse tun mussen. Wir
diirfen uns auf keinen Fall in kultureller Beziehung mit einer chinesischen Mauer umgeben und sollten nicht die I5edeutung der durch
das Ausllnderstudium gekniipften Beziehungen verkennen. Sehen
wir uns um, wie unsere Feinde fiber diese Frage denken. Der franciisische Unterrichtsminister hat nach dem ,,Excelsior" in einem Interview im August des vergangenen Jahres seiner Freude dariiber Auslruck gegeben, daB die auslgndischen Studenten sich wieder in eri6hter Zahl auf franztisischen Hochschulen einfinden. Die franzojische Regierung beabsichtigt zur Erleichterung ihrer Ausbildung
Desondere Kurse einzurichten , rnit besonderen Priifungen , die auf
lie heimatlichen Studienanforderungen der Ausliinder zugeschnitten
;ind. Ahnliche Erleichterungen des Auslanderstudiums scheint man
n England treffen zu wollen. Lassen auch wir uns nicht dieses
Ziinstige Mittel entgehen , um unseren kulturellen und politischen
3influB auszudehnen. Lassen auch wir die Auslander, soweit es die
terhaltnisse gestatten, wieder in steigendem MaBe teilnehmen
in unseren kulturellen Einrichtungen. Sicherlich ist der Einwand
iicht ganz unbegriindet, dai3 wir in der vergangenen Zeit mit der
fastfreiheit unserer Hochschulen doch nur eine verhiiltnisma0ig ge.inge Anzahl von wirklichen Freunden gewonnen haben. Es lassen
i c h indessen wohl auch Ursachen dafur finden und mtjglicherweise
1
Aufsabteil1921
3.TArgang
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411
GroBfeld : Kieselgur zum Zuruckhalten von Niederschlagen
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gibt es auch Mittel, die i n der Zeit des Studiums entstehenden B e
ziehungen zu unserem Lande etwas enger zu kniipfen. DaD eil;
innigeres Aufgehen in unser Volksleben den Auslandern, auch denen.
die mehrere Semester bei uns studierten, vielfach verschlossen blieb.
liegt neben vielen anderen Imponderabilien zu einem Teil an sprach.
lichen Schwierigkeiten, zum Teil lie@ es auch a n dem fur jeden
Auslander ganz besonders fremdartigen, studentischem Leben an
unseren Hochschulen. Ihs abgeschlossene Verbindungswesen verurteilte sie , falls sie sich nicht besonderer Beziehungen erfreuten,
dazu, als Auijenseiter zu leben oder sich an ihre eigenen Volks.
genossen anzuschlieAen. Sie batten auf diese Weise gar keine Gelegenheit, sich in das deutsche Volksempfinden hineinzuleben. Hierin
miiijte Wandel geschaffen werden, dadurch, daD die studentischen
Kreise es als eine selbstverstiindliche Ciastpflicht ansehen , sich der
auslandischen Elemente anzunehmen unti sie, soweit sie d a m einigermafien geeignet sind, wenigstens als Gaste in ihren Kreis einzufiihren.
Die sprachlichen Schwierigkeiten, die wohl ebenfalls dazu beitrugen,
ein airkliches Kennenlernen zu verhindern , sind vielleicht weniger
leicht zu beseitigen, wenn sie auch bereits rnit der naheren Beriihrung
mit einheimischen E:lementeu verringert wurden. Es wird seitens
der Hochschulen von jedem Ausllnder der Nachweis verlangt , dat3
er die deutsche Sprache beherrscht. Diwe Forderung ist im Interesse
des Unterrichts an unseren Hochschulen als unbedingt notwendig
iinzuerkennen. Wir sollten diese Forderung nun aber nicht lediglich
als ein Mittel zur Ahwehr von Auslandern betrachten, sondern auch
daran dcnken, wie wir es ihnen moglich machen, dime Forderung
zu erfiillen. Am gunstigsten ware es, wenn wir ihnen schon im Auslande die Erlernuiig der deutschen Spravhe an deutschen Schulen ermoglichen konnten. Die Hegriindung imd Unterstiitzung von deutschen Schulen im Auslande wird u n s eigentlich schon zur Pflicht
gemacht durch dos Interesse, das wir jeizt mehr als je a n der Erhaltung des Volkstunis unserer deutschen Volksgenossen im Auslande
haben. Es ware nun datxrif hinzuwirken. d;iB diese deutschen Schulen
ituch von fremdspwchigeo Xusliitidern besucht wurden und daij den
so sprachlich vorgebildeten Aiisliindern hiermf der Besuch der letzten
K1;issen unserer neunstufigen Schulen und die Ablegung der Reifepriit'ung in 1)eulsclil;rnd erleichtert wiii.de. Wenn sie von unseren
Schulen aus, schon von deutschfreund1ii:heni Geiste erfiillt, auf eine
unserer Hochsdiulen gehen, dann werden sie sich dort nicht mehr
iris freindes Eletnent fiihlen und init vie1 innigeren Banden a n unser
\'olkstorir u n d rinser Geistesleben verkiiiipft werden und wenigstens
m i i i TeiI d s Freundc unseres Volkes in ihre Heimat zuriickkehren.
Iliest. Eriviigunwn uber unsere Stellungiiahme gegeniiber den fremdvijlltischcn Auskndern kommen indessen erst in zweiter Linie. Unser
Haiip\iiiteresse ruuB vorliiufig den1 Schutze unserer Stamniesbruder
iiii Ausliuide zugewaiidt sein. l c h mochte deshalb der Versaminlung
vorsrhlagen, folgender EntschlieDung zuzustiinnjen, die, wie ich vorher
twinerken iiioclile, von dem regelmiiiJigen Referenten Herrn Dr. K a r l
( i o l d s c h m i t l t warni befiil'wortet wirtl.
..Die ILlaMnahnien der tleutschen Kegierungen, ungeeignete AusIlinder von unsoren Hochsc.hulen fernzuhalten, sind als zweckmiiijig
zu hegriifkn. Deutschstiimiiiige Ausliinder sind indessen genau wie
dcutsche Staiitsbiirger zu behitiideln,
U n i v er s i t It en.
Gesamt- Auslander ein-1
zahl der schliei31. derj. Auslander
itudier. u. deutscher AbHorer
kunft
I
Universit'aten
'
~
Berlin . . . . .
Bonn. . . . . . .
Breslau . . . . .
Erlangen . . . . .
Frankfurt a. M . .
Freiburg i. B. . ,
. .
......
12373
5360
5148
1853
4141
3301
23G2
3493
1529
3604
4372
3110
2585
2250
4134
2665
5793
2399
9729
4227
1416
2991
3700
Sa.
90 990
..
..
..
..
..
GieBen . . . . . . . .
Gottingen . . . . . .
Greifswald. . . . . .
Halle . . . . . . . . .
Hamburg . . . . . .
Heidelberg . . . .
Jena . . . . . . . .
Kiel . . . . . . . .
Koln . . . . . . . . .
-
Konigsberg . . . . .
Leipzig . . . . . . .
Marburg
.......
Miinchen. . . . . . .
Miinster . . . . . . .
......
Rostock
Tiibingen . . . . . .
-
Wiirzburg
'
1006
94
110
27
222
73
55
75
47
151
81
129
106
27
74
101
355
73
310
21
14
106
116
3 356
Davon deutscher
" I
8
1,7
2
175
594
2,2
2
2
3
4,2
138
4
0
11
-
60
:a. 5 0 (S. S. 1921)
22
ca. 25
-
77
ca. 45
ca. 50
CR. 50
-
4
1,2
13
3,s
6
3
3,2
0,5
1
3.5
3
50
3,7
-
,,Die deutschen Hochschulen sind die hijchsten Rildungsstiitten f iir
das deutsche Volk und die hnuptsiichlichsten Triiger deutscher Kultur.
Die von blindem HaB mit griiijter U'illkiir olrne Beachtung der
geschichtlichen Entwicklnng, der ortlichen Zusammengehorigkeit und
des Willens der Bevolkerang gezogenen Grenzen des Deutschen Reiches
diirfen in der Behandlung der zu den deutschen Hochschulen stromenden deutschen Jugend keinen Unterschied hervorrufen. Es muB vielmehr als eine Hauptaufgabe der deutschen Hochschulen aagesehen
werden, den wider ihren Willen jenseits der Grenzen des Deutschen
Reiches lebenden Volksgenossen die geistigen Fuhrer heranzubilden,
damit nicht diese jetzt losgellisten, fur den einstigen Neubau des
Deutschen Reiches aber notwendigen Bausteine welscher und slawischer
Raubgier verfallen."
[A. 175.1
Kieselgur zum Zuruckhalten von
Niederschlagen.
Van Dr. J. GROSSFELD.
(Eingeg. 6.16. 1921.)
Hesuch der deutschen Hoclischulen irn Wintersemester 1920 21.
'Ye c h n i s c b e H o r h s c h n 1e n.
-
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'I'echii. Hochschulen
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Unter Bezugnahme auf meine Veroffentlichung ') empfiehlt
2. B r u hns') statt des fertigen Kieselgurpapieres gewohnliches Fil"rierpapier zu verwenden und dasselbe vorher durch Uberziehen der
Filterflache mit einer dunnen Schicht Kieselgur zu dichten. Das Ver'ahren, das B r u h n s dabei anwendet, bietet im Prinzip nichts R'eues.
Es ist allgemein bekannt, daA man, wenn man so wie B r u h n s oder
ihnlich arbeitet , mit Kieselgur hiibsche Dichtungs- oder Klarungs:ffekte erzielen kann. Nach B r u h n s ,,geniigt es im allgemeinen,
;oviel von der Flussigkeit, wie einer bis hochstenh zwei Fullungen
les Filters entspricht, von der Ilauptmenge abzutrennen und mit ein
wenig Kieselgur durch Schiitteln zu vermischen und diese Misrhung
:uerst auf das Filter zu bringen sowie den Durchlauf, falls seine
:rsten Anteile noch nicht klar sein sollten noch einmal zuriickzuJieSen", wobei er voraussetzt, dat3 man aus Grunden der ,,Sparsamreit", die im Interesse des ,,allgemeinen Gutes" (!) des Volkes ge)oten sei, sich nur eines kleinen Filters bedient. Wenn nun auch
Kohl der Hauptgrund fur die Verwendung eines ltleinen Filters in
iielen Fallen der ist, dai3 sich ein kleines Filter rnit Gur leichter
lichten Iaijt als ein groijes, so ist doch die Mahnung das ,,allgemeine
h t " des Volkes, wozu auch alles Privateigentum zu rechnen ist,
)flichtgeml8 zu behandeln sicher auch fur weitere Kreise beherzirenswert. Auf dieses so gedichtete Filter kann nun nach B r u h n s ,,weitere
mvermischte Flussigkeit nachgegossen werden, jedoch rnit der
)esonderen Vorsicht, daij sie nicht im Strahl auf die Seitenwand
rifft und dadurch B16ijen schafft". Darin liegt also, wie B r u h n s
elbst angibt, eine Schwache der einfachen Aufschwemmung von
Lieselgur, und sicher ist es Irgerlich, wenn durch eine solche Unvorichtigkeit das anfangs schtin klare Filtrat sich wieder triibt. Solann erwahnt B r u h n s noch die Schwierigkeit der Kliimpchenbildung
iei manchen Gursorten des Handels, die auch wir bestatigen konnen.
~I ) Diese Zeitschr. 1921, 34, 73.
>) Ebendort 1921, 34, 242.
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