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Das Bemerkenswerthe aus Versuchen ber die Electricitt angestellt von einem Liebhaber der Naturkunde in oder unweit Brssel.

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DAS BEMERKENSWERTHE
a u s Y c r.r!i c it e n ii b e r d i e E I c c' t r i c:i t 8 c ,
angeJte1It V O R e i n e m L i e b h a b e r 4 d e r
N a t u r k u n d e in o d e r u n w e i t
B r iirJe 1.
(Ausgesogea
R
vom Prof.
GILBERT.)
,, echt Iehr muntern wir den achtungswerthen
Urhebcr auf, feine Verruche fortzuretzen; Lase, vorziigliche Inftrumentc, Mufse u n d ScharfGnn wereinigen fich .hei.ihrn, urn: i h n - a u f neue Thatfachen u n d
noch unbelrannte Corn hinationen zu fiihren, rleren
d i e nicht alte Wirfenrchaft d e r Electricitat wenig.
ftens cben ro Tehr; ' a h d e r Thedrie, bedarf." So
bercchloffen die Herren. e r a r d und v a n LM o n s in
Rriillel einen Beric.ht.,, 'den lie irn Januarrtiicke I%):.,
(Nivol; An io,)!deqJwrnd do Chiinie e t , d e Phyjqite par
v a n Jv1 o n s dern .phyG!talifchen Publicurn iiber eine
R e i h e von Verruchen ablk-meten, welche der Urrheb e r derrelben, ( d e r iiberall Ieine Anonymitit beibehslt,) a m Ende des7.f. 1801 i n einem Supplemente
~ u Mechler
r
politi/chen .Zeitung bekannt gemacht, u n d
d a r a u f in i h r e r Gegeiiwart wiederhohlt hatte. Der
.Urheber belchrieb .diere Verluche nclchher genauer
auf einem einzelnen'Bogen rnit 3 Kupfertafeln, welcher d e r No. 10, .(Jan. 1803,) des Journals des Herrn
v a n fil o n s als Zugabe beigefiigt ilt, unter d e m
Titel : EspCriences tendantes d prouser la per1nknbiii;h
'
du, u t r r c pour le, fruide kleciriqur;
ct Ia cha,-,ae de l a
[: 511
3
bouteille et du carre' arnidr;' Far' doub!e-o adturnidation.
Diefern folgte t i n zweiter Bogen. als Zuiabe zu No.
16, (Jan. 1804,) und als Fortletzung der 'erfteo Verfuche. Seitdem erfcheineq von ihrn Leftyes de M.
/ ; r des exphriences 4Iectrigues A l)elariidtherie, im Jourde PhyJque, Julius I805 u.J..r-die drei.neueften die- .
***
&
fex. Briefe ftehn im Auguft-, im Junius-, und im Feb r u a r Hefte 1805. In diefem'letztcrn, d e r am 24ften
Dec. 1805 gefchrieben. i l k , > .,verfichert der VerfaUer
Herrn D e 1 a m k't h el: i e, :er habe lo ebena:nochmah\ls
-
~
alle die paradox fcheinepdeq kVerfuche wiederhohlt;'
z u denen er feit vier Jahren durcli, .alto Ideen sert
anlafst wQrden l e y , . welche,Vol t & ' s : SSule in i h m
wieder er,weclrt habe. An der Richtigkcit ,der,yer- ,
Luche, we1ch.e d e r Verfafen erzshlt;, liehe Ecb
alfo hticlifiens .in To fern. einiger Zweifel .hegan-;:.iils
er bei allen Verfuclien auf dic Art des .Sehens..afi. k o r n m t ; und d a erhellt freilich aus feinem ganteh
Vortrage, dafs e r , als er diefe Verfuche anfing,
.ein volliger Laie. w a r i n d e r wiffenkhaftlichen
Lehre y o n der Electricitat, (und in den iibrigen Thei'.len der i e u c i n Phyfili.) Von . hejtung , von poEtiv&
und negativer Electricitae, .und von. Ladong fdheiht
.er damahls'.fo gut als 'gar .Ireinen. Begriff &eha&'.tu
rhaben. Dafs, a n - einer ,belegten Glastafel, W d ~ h
a m pofitivcn' Conductor geladen, und ifolirt 'wos&en,
aus &den Be'egen gleichmiif$g cinfache: und En$ladungsfunlten zu erhaltek lind, fielit er- 81s ,&&'
Beweis a n , dafi beide Fl2chen p o G t i v - ' e I ~ c t ~+if~~
Ten, ( I , .I 1,- 1;;)
w a n heidde Belege 'eineri forcH&
Glastafel; mit den ICnopfea zweier'Flafch& oojj..$Cf.
cher .Capacitiit rnit i h r berilfirt w ' q d e n , ! : * f t j s theile
lich , hehauplet e r , d i e Laduhg i n 'allen '.dfe&l
gleic?;rn&fsig, und jede hahe' nun'j'der gai&ed,L;ldung, ( I , 10,) ohne zu rhiderf, dafs in' diefern Falle
jede rnit halber Intq-ilitiiiD;: -olr -zuvur die Scheibe.;
,
'
-
die eine F l a k h e mit
E, die andere rnit
E gea
laden irt; u n d wenn die Electricitat durch eine
Glasfcheihe hindurch v o n einem Metallknopfe auf
einen andern w i r k t , die beidc die Scheibe beruhren, 10 meint e r , fie Peep durch das Glas hindurch
geltromt, (I, I , ) ohne a n eine Ladung des Glares,
u n d ohne an eine UnterPuchung des electrifchen Zuftandes beider Glasflachen durcli Electrometer zu
denken.
Aus diefern Grunde nehme ich hier auf
feine Vorftellungen u n d a u f Peine Erklarungen gar
lieine Riklrficht. Unter Peinen Verfuchen kommen
alier viele intereffaota u n d ncue v o r , und ich ftelle
fie hier i n rnbglichfter R u r z e beifammen. Einern
Phyfiker, d e r in d e r Electricitdtslehre grdndlicher
bewandert i P t , d ~ r f t e n Ee bei d e r Wiederhohlung
noch manches nicht Beachtete lehren.
Neue Art, eine Batterie zu laden.
E i n e Verftarkuhgsflafche ( A , T a f . I) wircr a m
,
Leiter d e r Alafchine geladen. Von ihrem Iufsern
J3elege gelit eine I i e t t e am Fufsboden des Ziminers, clann aufwiirts, iiber einen im Zimmer gezogenen D r a h t ocler einen A r m f o r t , u n d tra’gi
a n ikrem E n d e e i n e leichte Metallkugel.
Gerade unter diefe wird i n einem Abftande von 6 bis
I 0 ” ’ d e r Knopf einer ,electrifchen Batterie (8) geftellt. Das a u k e r e Belege cliefer B a t h i e ift durch
e i n e K e t t e , die cbenfalls aiif T i f c h und Boden
atifiiegen k a n n , rnit dem Entlader ( c ) verbunden.
\Vircl n u n die Flafche d u r c h diefen entladen, io
erfolgt ein F u n k e zwifchen d e r hangenden ICugel
und dein Knopfr d e r Batterie; und die Batterie
if
ift fchwach geladen, (I,. 2.)
Man ltann diefees mehrmahls wiederh-olilen; cler Erfolg' bleibt
d e r k l b e , uad die ' Lad,uiig der Eatterie nirnmt
zu.
t
-
Schon wenn die Batterie . a u s 5 his 4 gro.
{sen Flafchen bellelit, jft d r r Entlarlungsfrblag
faft eben fo ftark, ale wenn die am Leiter ftehend
de Flafche durch ununterbrochnes-Metail entIaden wjrt!. ( ? ) Nimmt nian aber ftatt der Bat&-.
rie eine eintelne Flafche von klcinerer Capacitst,
a19 d i e , welche 3m Leiter gelaclcy wird,
fo ift
c(er Eptlatlungsfunke nur fehr ltlein und fchwach,
uric( Clje Funlten z w i k b e n clen Koijpfen haben ein e geringere Schlagweite. (1, 2 2 . 1
~
I
D e r Urheher rliefer Verfuche hedient iich,
\vie e r im Journ. de PhyL, Aoujt 1806, p. 152, v-'
zstilt, dierer hlethode als der bequeniften, um cine
Batterie negativ zu laden. E r ftellt an den Leiter
d e r Marchine ftatt d e r Flai'che A eine Batterie von
16' Flafchen, jede von 2 Qoaclratfufs Belegorig, und
cine ganz gleiche Batterie in B. Darauf ladet e r
B (lurch A wie i n den vorigen Verfuchen, his heide Ratterieen 40 bis 4 2 Grad S p a a n m i zeigen, [lauter Beftimmungen, die erft jetzt in [kinen
Auflatzen v o r k o m m e n , und wovon man frdhcr
nichts findet.] ,,Da diefe beiden Ratterieen", lagt.
'
e r , ,,nicbt aufserlich mit einander verbunden find,
10 ethalte i c h , wenn icli i h r e innern Relege
durcti d e q Entlarler vereinise , k e i n s i u h n t a o e :
X
Anoa1.d. PbyGk El. 29. St.?. J 1806. S t . x ~ .
l o n d e r n eine lchleppende E n t l a d u n g , die faft eine
M i n u t e lang dauert." *)
Stehn Uattarie und Pllafchine i n verfchiednen
Zimmern, ocler i n verfchieclnen Stockwerken, w i e
das Taf. I1 darftellt, u n d fiihrt man die Ketten
y o n dem Sufsern Belege tler an dcm Leiter ftehend e n Flakhe A nach der Batterie L' durch die T h u r e n d e r Zimrner, o d e r d u r c h den Fufsboden,
( m a n kann felbft Dachrjnnen zu Hulfe nehmen,)
io ladet fich auch jetzt noch die Batterie, eben
io, wie z u v o r , u n d z w a r bei giinftiger Wittet e r u n g Fo f t a r k , dafs fich m i t ihr dilnne D r a h t 8
*) ,,Ich halie verfucht," Iagt der Verfefler, ,,diefen
Entladungsltrom durch eine Ritter'lche Ladungsl a d e aus 64 Schelben Silber und eben To vie1 m i t
Salzwaller genlifsten Pappenfcheiben zu leiten,
i n Hoffnung, lie w e r d e wenigftens etwas der
beiden electrifchen FliilIigIceiten auffangen u n d
zuruclc halten.: Allein die Entladung g e k h a h
j e t z t i m Gegentheil pltitzlicher und die Saule
gnb lceine Spur von Galvanismus. Mit einer
Glasi-tjhre voll Wafler, in die a n d e r einen Seit e ein Gold. oder Silberdraht, a n d e r andern
Seite ein Eifen- oder Bleidraht hifiein ging,
habe i c h a n letzterrn z w a r einiga Ichwache
Oxydfpuren erhalten, und felbft urn beide Dr&t e Gasblafen, und m a n Iah den electrilchen
Funlten 2 Secunden lang hindurcli gehen durch
das Waflcr; aber 4 bis 5 wiederhohlungen mit
einer Rohre von I Linie Durchmerfer erzeugten nicht Gas genug, urn diefe kleine Rohre zu
zerlprengen, wig in den V e r h c h e n , die weiterhin hlgen."
d. H.
-
fchmelzen , und Gold und Silberblittchen verbrennzn laifen. (I, 3.)
Bei gunftiger Wjtterung k a n n felbft die Entladungskette zwifchen dem Entlader und dem aufsern Belege der Batterie durch einen T h e i l den
Fufsbodens unterbrochen feyn. (I, 5.)
Stellt man auf den Knopf d e r Eatterie oder
einer Flal'che, die man an die Stelle derrelben
nimmt , eine Spitze, fo ftramt fie .wiihrend d e r
Zwifchenzeiten d e r Entlaclungen die erlangte
Electricitat, bei Entfernungen voa 4 bis 5"' d e r
Kugel y o n ihr, fichtbar wieder aus. Daffelbe gefchieht a u c h , wenn d e r Knopf ohne Spitze i [ t ,
wenn ihm die Kugel bis auf 5"' genahert wird.
Nirnmt man ftatt cler beitlen Kugeln zwei Spitzen,
fo k a n n man fie bei glinltiger Witterung 2 Zoll
v o n einander e n t f e r n e n , und doch gehn die Entlatlungsfunken ilber, find dann aber nur im Dunkeln recht fichtbar. !I, 8.)
Es Ia!3 Gch noch eine unbelegte Glastafel
in die Entlndungsltette einlchieben , wenn man fie
zwifchen die K n o p f e cles Henley'fchen Auslaclers fo ftellt, dars beide Knopfe i i e ' a n entgegen gefetzten Seiten beriihren. D e r Urheber desVerfuchs ftellt diefe Glastafel (F. Tgf. I ) i n die Kette
zwifchen dern aufsern Belege d e r Flafche und d e r
Metallkugel, welche fiber dem Batterieknopfe
hangt, weil e r wahrgenommen zu haben glaubt,
dafs in diefem Fal!e die W i r k u n g ftiirker ift, als
wenn er fie zwifchen d e n Entlader und das aux e
316
b e r e Belege von
B ftellt.
3
Beirn Entladen der
Flafche ladet auch jetzt fich clie Batterie, aber
fchwacher, und clie Kugel m u k dem Knopfe bis auf
hiichftens 4"' g en sh ert, u n d beim Entladzn Entlader und I h o p f d er Flafche einander noch Ein
N a h l fo nahe als zuvor gebrdcht werden. An d e r
Glaskheihe zeigt fich urn die Knopfe beim Entlad e n eine leuchtende Zo n e, und irn Dunkeln cine
M e nge fich fchl5ngelnder Blitze. (I, 1, 3.)
W e nn in den Entladungskreis d e r Flafclie
A zwei ifolirte leidner F l a k h e n , linter e j n w rnit
zwei Kugeln fich endigenden Kette, welche eincn
,Theil des Kreifes ausmacht, jede 3''' von ihrer
Kugel entfernt, geftellt werden, fo laden beide Flafcheii fich bei d er Entladung. Darfelbe gefchieht
mit einer belegten Glastafel, wenn man auch fie
noch i n den Entladungskreis bringt, und die
Knopfe de s Henley'Tchen Ausladers 1'" von den
Belegell entfernt. (I, 6, 7.) I n einem diefer Verfuche fprang eine Flak h e, die blors innerlich belegt und i n den Entladungskreis gehracht war.
Laclet man ftatt einer Flak h e eine BatteAe
.an dem Conductor, fo M s t fich der Verfuch
n o i h dahin vergrofsern, dafs man a n die Kettell
des negativen Bejeges fowohi , als cles Entladers,
3 andre Hetten befeftigt, fo dafs jetle tic11
in vier Icetten theilt. Werden fie niin mit den Belegen von 4Batterieen zugleich, wie i n dem Hauptverfuche, in Verbindung gcfetzt, fo ladet der Entladungsfchlag diefo 4 Batterieen zugleich.
Der
-.
c
317
\
1
I
'
U r h e b c r macht die Verbindungen To, dafs 2 Battpriken pofitir , z negadv geladen wcrded. (I, 24.)
Stellt man i n dem zuerf<angegebeneo Verfuche a n den Leiter der Mafchine eine Flalche A mit
einem Lane'fchea EntlatlslngselectFomcrter , deCr
fen SchJagweite gehiirig abgerneffen ift, und nimmt
ftatt d e r Batterie B eine einzige grofse Flafche, lo
orfolgt, wenn alle Kiigeln fecht a l a t t find, die
Entladang von felbft. Bei recht. trockner Witter u n g reichen drei folcher Entlartungei.1. h i n , 'die
grofse Flafche B viillig, oft his ZUT Setbftintladung,
z u filllen. U n d fo I g g t tich, fiigt d e r Urheber
(Journ. do PhyJ, r. 62, 8 ) hinzu, fetbft rke grbkte
Ba tt eri e ver rn i t t el ft ei ner Wei n fla foh e l a r k n.
N i r d die grolse Flafche auf eiiie Mecallplatt e geftellt, iiher fre i m Ahftande von 2 his 3"' ei-\
ne I h g e l gehiingt, deren Kette auf Clem Roden
liegt, und die h.letallplatte dorch eine Kette mit ei;
nam ifolirten Entlacter verbunden, und b e r d i r t map
nuii ,. n a c h d e m
die k l e i a e ni&t ifolirte Flafctie am Conductor geladen ift , den Knopf tlerfelben Jchnell mit dem Entlader: fo wird die grofse F l a k h e , felblt w e n n fie 30' weit abfteht, negativ, o h f c h a fchwach, geladen, und doch 6ndet
hier k e i n Entladiingskreis Statt. Ihre Ladung ift
doppclt orler clrei Mali1 fo ftark bei doppelt fo
grorser Entfernting der K u g e h , wenn die Kette
d e r hingenclen IZiigel i n vine brennende Feuere u E umgekehrte Weife
ftztte geftihrt w i d
lafst Gcb die Flafche pofitiv laden. (I, 14, und
-
-
&urn. de P h y f , t., 6 2 , 9.)
-
Auf
T a f . 111 f e h t
m a n diefe Vo r r i c h t u n g abgebiltlet, wie lich i h r e r
d e r U r h e b e r diefer V e r f u c h e , iitn e i n e Uatterie 8,
w e l c h e fich nicht i m Entladungskreife befindet, mit
negativer Electricitat zu l a d e n , bedient. Die 1Cu-
D Liangt an einem D r a h t e E , w e l c h e r mit Clem
Fursborlen oder rnit einem b r e n n e n d e n Kamine leit e n d verburiden wirtl.
gel
Encllich b e me r k t e d e r . U r h e b e r diefer V e r =
fuche, dafs v i n e F l a k h e verhaltnifsinZfsig eino
ftaritere Laclung als gewijhnlich annirnnit, w e n n
m a n fie ifolirt und i h r aufseres Gelege mit dem
Snnai-n Belege anclrer nicht ifolirter Flafchen lei-
-
t e n d verbinclet, jnclem clurch cliefe VergrGfwrung
i h r e s anfserii Beleges ihre C a i a c i t a t e r h d h t wirtl.
Brriierhung des Heraiisgrbers. Icli habo den Haiiptverfuch(Taf. I)wiederhohlt, u n d z w a r niclit m i t eiaer
Batterie, fondern mit einer Flalclie (R> von 4 blah1
grofserer Capacitit, als die Flalche A , welclie a m
Leiter ftand, und habe dabei folgendes bemerlrt.
a. Allerdings ladet fich B beim Entladungsfchlage; al,er .4 wird nicht vollftandig cntladen, I~eh.ilt
vielmelir eine Ladung von weit lioherer Intenfitat,
aIs B annimrnt.
b. Die rhckfttandige Ladung von A i f t , w i e
natiirlich, $- E; d i e Ladung, welclle B angenolnmen
hat,
-
E.
Bei wiederhohltem Laden und Entladen von A
erfolgtc fchon beim zweiten odcr drittenMahle kein
Entlatlungsfchlag m e h r , fondern IiloTs ein zifchender
dauernder Funkenftrom, .der A n u r f e h i Innglam entlud und dieLadung von 6’ nicht merlrlich verftarkte.
c.
I
3’9
3
d. Beriihrte die hingende Kugef den Knopf yen B,
To zeigte B nach dern Entladungsfchlage lreine Spur von
Ladung; A’aber w a r 10 ftarlc noch geladen, w i e in I .
e. Vertaufchte ich die b i d e n Flafchan, To dafs
die yon grofserer Capacitiit am Leiter geladen un’d
die yon vie1 geringerer Capacitat in den E n t l a d ~ n g s ~
kreis unter der Metallkugel geftcllt wurde, To nahm
beim Entladen jener, diqfe F l d c h e L h r wenig Electrichat an.
a f .
Kleine GlastqFdn zwifchen die yn(ipfe des,
Entladers in die Katte ewifchen dem aufsSqrn Belege
von A und d a Innera von B gebracht, veriinderten-in
dem Verruche I nichtc; es fand Gch aber, d d s d a n n
d e r Funke ?her beideFl+chendes Glares for% von einerq
Knopfe zum andern, Iprang. Eine- grolse Glast,aFel
zeigte urn die Kn6pfe einen e t w a matten Punken,
u n d hinderte in meinen Verfuchcn die Ladung ron €3
faft gJnzlich. Ihre mit*dern aufsernBelege vonA verbundene Flache war gleich nach dern Entladungs.
Ichlage
E ; die andre nach B zu gewendete hatts
in den mpifteq, Fallen gar keine Electricitat, To we3
nig als B ; in einernFalle-0- E ; und b g a b d i e s c h e i b s
Erfchutterungsk.hlaige. Ich mufs indefs bemcrlren,
d& bei meinen Verfuchen mit d e r Glasfcheibe keine
Kugel ubcr dem Knopfe von B, durch Luft V O i ~h m
getrennt, hing, b n d e r n dars der Knopf v o n B. i n un?
pnterbrocbner leitender Gemeinfchaft mir dem einsn
Knopfe an der Glastafel ftand, und hieria unftreitig,:
(wie in 4,) der Grund lag, dafs B nicht jedes Mahl
mit
E und die ihr zugewandte Soite der Glastafel
mit
E geladen war. Bei einer leitenden Gerneinfchaft Leider konnte diefer Zultand nicht bleibend
Ieyn.
Der Erfolg in allen diefen Fallen ift nach der
Franklin’fchen Theorie, wenn ich nicht i r r e , leicht
erlrlh-t, und ift ein in die Augen fallrnder Bewek
-
-
+
E i n Mnhl dafiir, dals irn Etitladungsltreile eine Vertheil u n g d e r Electricitat der Eptladung r o r h e r gel:t, iind
dafs diele es ift, vermoge d e r die Entladung erfoist;
und zweitens e i n Beweis von d e r ausnehmenden
i e i c h t i g k e i t , wornit d i e Vertheilung d e r ElectricitIit
d u r c h dninne Glasflichen, w e n n fie rnit filetall in Ecr u h r u n a find, und diirch diinne Luftfchichten h i n d u r c h
v o r fich geht. Denn nur unter.dieCen, aus a n d e r n
Erfcheinungen w o l d b e w i h r t e n Badiqgungen w a r ,
w i e es m i r f c h e i n t , eine Ladung d e r Ileidcn G ! d s 'flaiahen irn Entladungslrreile im Augenblicke d e r Entladunf: moglich. N s c h d e r ' A r t , w i e dierer Kreis
g'elchloffen w u r d e , mulste das aufsere Belege von B
+ E l alfo das i n n e r e
E , und die.nach B g e k e n d e t e
Seite d e r Glastafel+ E, d i e entgegen geletzte wit tlein
aursern Belcge von A verhundene Seite - E e r h J l ten,; und diefes w a r in d e r T h a t d e r Fall.
N o c h lriinncn diere Verluche drillmr 7.u einern
Beweire. dienen; w i e aufscroi.dt.ntlich gror. d i e Ciipacitiit des belegten Glares fur Electricitat ift. Deiin
angeachtet.die Ketten, w e l c l ~ ed i e Glasflachen verbind e n , a u f ' dern T i f c h e u n d den1 Boden aufliegen,
k6rnint clocli cler F u l s b d e n bei d e m Eiitladungsfchlage n i c h t mit it1 dds Spiel ; alles, w a s dabei A d n
Electricitst hergiebt, wird irn aulssrn Belege von U
3efrfTelt, u n d was es von Electricitit a n lich reifst,
gefchiipft. Erft w e n n
'wird vom innern Bzlege von
m a n A zum zweiten Mahle e n t l i d e n w i l l , erfolgen
die zifchenden anhaltenden FunlcenCtriime, w e l c h e
beweifen, dal;: es d e r fchleclit leitende Boden ift, d u r c h
deCren Vermittelung d i e Flifclie n u n ficli entladet,
n.ichtlern d i e . Flalche B , ilirer Capacitiit, und der
Inteiiiitit d e r Ladung von -4 entfprechend, fchon rnit
Electricitit gelittigt w o r d e n ift.
Dafs i n 4 d i e Flafche B nicht geladen w a r , erklart Gcli darPus, w e i l , wenn die Il.letalllruge1 nicht
-
,
.-
I
-durch einen Liftraum vom R?opfe d e r Flifclie B getrennt iCt, Fveuige Augenbliclre
- >nach dqr Ladung B
durch die Vermittelung des Brdens auf ;den Ketten
beider Belege aufliegt , wieder entladen wird.
-
Ein Glas Eiecrrophbr.
1
-
RIdn lege arif eine' mehrmahls- z;fammen
.
ge, . ?. .
'
'
,
:'
legte Dttcke aus wollenem' Zeupe eine TafeI aus
.
. .
hdrte,117 gut geTcl~melztenGlare, d n s mi5glichlt.wenig Alkali enthiilt, iinp reihe einen ltleinern Decltel
.
,
*
.
aus Z i n n , d e r m i t einem 'latig~~n
GlasTtabe'ver~ehii
'
:
..
j l t , eine
larig a..u .l .di'erer
T a f e l fo fclrnell
a\s
. MiAute
.
.
.
: : - . . niijglich i n die Runde; .. Ift. 'tlie:Gla~tafel
rkcht
.
t r o c k e n und VO:I gl'eicher 'reinperatur mit 'clern
Zimrner, fo h d t , r i l n r l nun a n i!ir ein Electrophor,
'~13s) ( w i e tIer U Ilieber m e i n t ,
o h n e doch" Zallih - ftimmuiigen aniufuhren,) ftiit.l<ere W i r k i n g , a h
e i n Electrophor V o I t a ' s iitifseit.
,
.
.
.
I
if
I
- 1
, , &
'
I
'
-
Ifier'entfteht alro; h e m e r k t er, durch blokes
Reiben eines ifolirten Metalles ( ? ) mit dem Glafe
EIectricitsb CIe Glastafel mochte ifolirt auf niehrmahls zufamrnen gerchlagnem Wachstaft, oder nicht
jrolirt a a f Zink liegen, von t l e m eine Kette auf d e n
€30 (en herab giug, i n i m e r wurile fie riiirch clie Reib u n g i i i i t rlem hl'E.talle,electrilch. Er wlauht (la9
h e r , die Electricitit werde hier nicht zugefilhrt
fondern entftehe, indem clas Metall unter Mitwirkung tler LuTt wahrend des Rcibeos langlam verbrenne. Das Glas k d n n e es nicht feyn, welches
fic aus
Cch e nt wi c kl e , denn fonft mijfste rein5
Scheibe, d i e fchon feit 2 5 Jahren i n Gebrauch fey,
h g r t verzehrt feyn.
IVenn die Glastafel zerbricht, indem man
heirn Reiben entweder clen Zinndeckel oder fie
felbft zu Ctark driickt, fo braucht man tie clefshalb
n i c h t auftugeben. D i e erfte, deren t c h d e r Urheher becliente, zerbrach in 1 2 Stiicke; es fehlt felbft
eih kleines aus d e r bIitte; und doch wird es durch
Reiben rnit dein Zinndeckel noch immer eben fo
electrifch; n u r fcheint fie ihni kein beftandiger Electricitatstrager zu feyn, wie die ganzen Tafeln, u n d
mufs vor jedem Gebrauche e rl t wiedor mit dem
Zinntlecliel geriehen werclen. ( I , 19.1
K i r d die Glastafel mit einem Reibekaflen und
Kientilayer’fchern Amalgam gerieben , fo fool1 Ge
;ils Elcctrophor die Wirkungen einer mittelmifsigen
Srlieibeninafchine von gleicher Grcifse hervor brinsen. Der U rhe he r cliefer Verfuche h a t folche
Gldstafeln in Ceinern phyfikalifchen Kabinet, welches e r moglichft vor Feuchtigkeit E h u t z t , 6 Monnte l a n g ftehen Iaffcn, und noch hatten fie nicht
a1I e e 1e c t r oph o ri I’ch e Wi r k fa tn k ei t v e rl ore n
Set z
t e man den Zinndeckel darauf, beriihrte ihn 2 bis
5 Secunden lang mit d e r H a n d , und h o b i h n dann
ifoiirt a u f , fa erhielt man einen Funken.
Die
Ve r b i n d u n s cIes Deckels, wahrend e r aufhancl, mit
einern ifolirten Leiter, reicbte iiicht h i n , electrifche Wirkungen zu erzecgen. ( I , 20.)
D e r Verfafler nahm ein Glaselectrophor und
I
.
-
zwei Harzelectrophore , welche Zinndtclrel ron
ganz g!eicher Griifse hatten. Dafs die geladenen
D e ck e l tler beiden Harzelectrophore einander keine'Funken gaben, \?oh1 aher die Deckel des Glasu n d Harzelectrophors, und dafs djefe f i l l in i h r e r
Witliung aufheben, (2. B. beim 'Laden einer Flafche
mit 1 0 Funkem jenes und 1 0 Fiinken diefes,) tlas
ilt ihm ganz etwas ne ue s, und erft i n feinem letzten Briefe, (Journ. de PhyJ, Aouft 1 8 0 6 , )erziihlt e r
weitlautig diefe ~ c iih'nliche
l
Verfuche, .und fagt,
e r fey tladurch ziir Aniiahme zweier Electricitiiten
b e k eh r t w a r d e n !
Scheiben rnafihin,e des Ver$aJ?rs.
D i e Schei ben mafchi ne deoverfaffers, wie man
fie auC T a f . I und 111 abgebildet fieht, hatte zwar
n u r eine kleine Scheibe; die Gefchwintligkeit aber,
m i t d e r die-Scheibe durch das grofse Schnurrad
lieriim getrieben-wurtle, erhijlite i h r e Wir kung fa,
tial's eine etwas g d s e r e , welche e r einfetzte, als
vor zwei Jaiiren jene Scheihe zerbrach, hinreicht,
feine jetzige Eatterie von 60 Flafchen i n 5 Minuten
111 laden.
1Vedt.r den Durchmeller d e r Scheibe
n o ch die G d s e d e r Belegung de r Batterie
gieht er in Zdlilen an. (Journ. de PhyJ, Aouft 1806.)
,,Wir haben", fagen die Herren GC.r a r d uncl v a n
M o n s i n ihrem Berichte, (p. 62,) ,,bei dern Verfaf,,Ter die Wirkungen einer Scheibenmafchine von
,,mPlssigern Durchmelfer bewundert. Die Kulren
,,find Eehr weich und drucken gar nicht gegen das
,,Glas. Er uberzieht fie m i t Kienmayer'fchetn
, , A m a l g a m aus 1 T h . Zink, '1 T h . Z i n n untl 2 T h .
,,Q u e c k f i l b e r , das fein g e p u l v e r t u n d m i t Schwei,,nefett zu e i n e r sSalbe getnacht ift. '(
Nach d e r wunclerbaren T h e o r i e d e s Verfaffers ift d i e E l e c t r i c i t s t , . w e l c h e i n der Mafchine
e n t f t e h t , - e i n Prortukt des L'erbrennens durch Reibung, unrl die E l e c t r i c i t a t , welatie clie Voltaifche
Siiule e r r e g t , ein P r o d u k t des Yerbrennens d u c k
Fermentation. Er tneint in Erul't, viel einfacher
als F r a n 1c 1 i n ' s T h e o r i e , fey es, a n z u n e h m e n , tlas
Gias zerfetze das Metall, uncl d a s Metal1 tlie Harze,
U I I J tlie P'euermaterjen, w c l c h e dabei zmn VorItommen, hiitten verfchieclne Bafen, die m i t
WahlverwandtFchaft e i n e znr anclern begabt feyen,
II n d d a fs diefe Verwancl tfcchaften i hre Z e rfetzung
iclleilt
unrl D e t o n a t i o n h e w i r k t e n .
Darnach erklart e r
itit? W i r k u n g des Kienrnayer'fchen A t n a l g a m s , wie
.
folgt.
Das viel h a r t e r e untl m a c h t i g reibencle
Glas v e r b r e n n e cliere M i f c h u n g , w e l c h e d i e a m
leichteften oxyclirbare v o n a l l e n b e k a n n t e n Metallverfetzungen Fey. ,,1c.h habe", fagt d e r Verf., ,,rnit
diefern A m a l g a m grofs6 W i r k u n g e n e r h a l t e n , ung e a c h t e t d i e Mafcliine i f o l i r t w a r .
Herr v a n
&I o n s vvollte diefes n i i b t glauben. Ich m a c h t e
cIen VerFuch i n feiner uncl m e h r e r e r Z u f c h a u e r G e g e n w a r t i m phyfikalirchen ICabinet d e r C e n t r a l f c h u l e zu Rriiffel. Deffeu ungeachtet g e b e ich zu,
d a k d e r R o d e n d u r c h h o m o g e n e A t t r a c t i o n Fluillurn
hinzu . f u h r e , w e l c h e s durch das Holz unfre: ge-
525
I
wijlinlichen Apparate. losgeri[fen wird; abcr diefer
erteugt niir wenig 3Jaterie i m Verhaltnifs des Werbrennens des Arnaliams." Dies diene zugleich als
,cine Probe von den theoretifchen Vo&llungen
un$ dem Ausdrucke des Verfaffers. ,,Wire es ge,,gr.ilndet," bernerkt Hr. v a n M o n s , ,,clafs die
,,OxydabilitSt des Amalgams<' fo grofssen Antheil
,,an der VVjrkung der Mafchine hatte, fo, milrde
,)\vah&heinlich das Bleiamelgam clas wiFkram[te
,,feyn mdffen ; es wiire der Muhe werth, i q tliefer
,,Hi n Ii ch t cl ie ve r fch i ed n e 11 Sch w e felwa r[e r ft 0 ff
Verbindungen, das clurch Hitze entoxydirte Man,, ganesoxycl, uncl andre nach Sauerftoff begierigr
c Ita nzen zu u nte r rich en. cc
,,Sub
-
,)
Glasrahren, die befien Condrrctoren zum Laden
von F1a.c h en.
D i e Meinung des Urhebers tliefer Verfoche,
dafs bei feinen Lahngsverfuchen von Batterieen
jm Kntladungskreife einer Flafche, clie Electricitit
durcli die unhelegten Glasfcheiben hind&ch ge.
ftrijmt fey, veranhfste i h n , eine 2 F,u& lange,
ddnnglafige Barorneterriihre a n beifien Seiten in
feinespitzen ausziehen, auf Kohlen, um alle Feuchtigkeit fortzutreiben, erhitzen 'und dann a n clen
Eliden zufchmelzen zu laffen. SO hoffte e r einen
guten Leiter for die Electricitat erhalten zu haben.
Als e r indefs durch fie eine leidner Flafclie mit ,
rfer Electricitzt des Leiters der Nafchine zu l a d e d
/
.verfuch:e,. erhielt e r w d i r e n d d e r erften 5 Minuten, welche die Marchine i m Gqnge war, keine S p u r
VOII
\
Lnrfung; fchon hatte rein Gehiilfe das grofse
Rad, w e l c l ~ e s die Scheibenniafcliirie tlurch eine
Schnur treibt, irher 500 M a h l umgeclreht, als entllich an den Spitzen cler Glasrohre das electrifche
Licht, a:] tler vordern der L i c h t p u n k t , an der hin.
t e r n ein fchijner Stralilcnl~iifchel errchien. N u n
fing tfie F l a l l i e an fich
t l u h g imrner f t i r k e r ;
ZLI
uric[
laden ; nach i d e r Entlaiioch a n demfelhen T a g e
lucl fich durcl: die Rii!ire eine Eatterie v o l l l i o m m e n
fo g i l t , als w e n n fie unniittelbar niit ({em errten
Leiter cler 31alchine i n berilhrung gewefen w i r e .
Ein folciirr Glasconductor hat clabei die Sonderbarlicit d a k e r v o n tler Electricitat einen grofsen
T h e i l felbct dann fortpflanzt, wenn man ihn Linmittelbar i n d e r Hand halt. An einer der Rolir e n brach eine Spitze a h , f o dafs clie atmorpharifche Luft frei hinein treten k o n n t e , aber auch fie
w i d e baltl eiu vortrefflicher Leiter. D e r U r h e ber cler Vcrluclie will dieie W i r k u n g einer langfamen Zerfetzung, einer A r t von Verbrennung des
Glares durch Electricitit zufclireiben, und ftellt damit die Bemerkung zufanimen, dafs, w e n n nlan eine
Flafche vermittelft des Henley’fchen Entladers durch
.cine Glasfcheibe wiederhohlt entladet , die grofse
leuclitende 2 - o n e , welche a n f a n g s um die Knijpfe
erfcheint, a l l m i h l i g matter cvircl , und nun kleine
Streifen auf tlern Glare erfcheinen, wie wenn clas
Glas clurch Eincvirkung der Sonnenftralilen allmihlig wsre zerlettt worden.
,,Ich habe feittlem ", ( fchreibt der Urheber
H e r r n v a n N o n s in feinem erften Schriftchen,)
,,mehrere 4 bis 5Fiifs h u g e Glasrijhren i n Isngerer
oder kiirzerer Zeit zu eben fo vortrefflichen Conductoren gemacht ; Sie hahen fie auf das allerbefta
wirken. fehen. Auch haben Sie fich iiberzeugt,
clafs die Glasfaule, welche feit 2 0 Jahren 7uin Ifolator des Lmeflingnen Leiters meiner Mafchine geclient hatte, ein Leiter ge;vortlerl w a r ; ich l d
durch lie, indem ich fie i n der N a n d hielt, Line
leidner Flafche, obfchon n u r lchwach.
Sie befteht aus 2 Glasarten, cleren Narnen ich nicht
weirs, da fie in1 I n n e r n , wje d e r Fufs cler CI-ernSlafer, , Rcihren, die fpiralf6rlnig Sewunden find,
enthalt. Zwanzig Jahie larig hatte fie gut ifolirt;
ich bin daher berechtigt, zu fchliefsen, tlafs die
lange und dauerncle Einwirltung d e r electrifchen
bIaterie auf fie, das Glas i n einen neiien Zultand
verfetzt habe. Es giebt der Verwandlungen folcher A r t fo viele in der Chemie, d a k die bI~iglichkeit einer folchen Verjnderung fich chernikh erklPren Lifst."
,,Aller VorGcht ungeachtet brachen wiihrend
der 'Verfuche faft an allen leitenden Glasrohren die
Spitzen ab, indem fie fich bei langem ElectriGren
zerfetzten. Es ift mir indefs gelungen, diefes,Zerfetzen dadurch zu hindern, dafs ich ihnen nur eine
OlasIpitte gab, fie zu neun Zehntel rnit Waffer
fijllte, und in das andre Ende einen mit einer NelGngkugel verfehenen Draht, Jar einige Linien lane
i f t , rnit .Siegellack feft kittete. Seitclem fo das
WaITer die i n n e r e F13che d e r Glasrpitze beriihrt,
verbrelinen fie niclit mehr. ,,Die Zeit", fiibrt e r
fort, , , w i d uns uber die Urfache der ver-fchiedenen
Zuft3nde aufklaren, wylche wir dern Glare zu,seben vermogen. Wenn es'aus d e r Glashiitte konirnt,
i f t e!: d e r I d t e Njchtlciter, den wir lrennen, und
fp5terbiil k a n n es ein. v.o r z .u g l i c h e r ' l e i t e r werden.
hleine Riiliren habc i c h von verfchierlenen Hutten ;
clic beflen korGnien k o u . den H u t t e n , cleren G13s
d i e berten helegtcn Flarchen giebt. Je diinner das
Glas iler Ruhren i f t , cleIto eher wirc1 es ' e i t Leit e r ; 'einise Rijhren rnufsten rnehrere Stunclen lang
und wieclerhohlt d e r Einwirkung d e r Electricitit u n terworfen w e r d e n , e h e fie Leiter wurden. '' Seit
drei lahren", ( fcchreibt tler Urheher ir6 Dec. 1805,)
,,bediene ich mich k e i n e r anclern Conductoren,
11s folcher Glasrohren, 'an (fie ich ein ICnie biegen
lalfe, . urn fie in das Warier meiner Verftiirkungsflafchen ietzen zu k i j n n e n . Sie haben den Vorzug,
Jars fie keinkn Funken geben, wenn m a n fich ihnen
zu.fehr nahert, und erlaubcn daher, clie.Scheibe ZL:
b firTt e n , 1.ve 1c 11es d em W a c I Is t a f t e vo r qu zi eh. e. n i f't ''
- ' 'Der U r h e b e r fetzte: folche gebogene Riihren,
\velche eine -ihrer Clasfpitzen verloren hatten, ,
m i t , ~ d e mzerbrochenen Entlo in zwei G l i f e r , die
zll n e i n Zetintel mit.Wal'fer gifiillt i v a i e n ,
mit
i h r e n Spitzen gegen' ei'nancler , 'imd hildete fo 2 1 1 s
.
eine ilber 30 Furs
v e r ~ c h i e ~ l c n e nfolcli-e,n'
.
-,GlZkrp.
Ian$ Leitung; .lie lud au dcm 4jnen Enile Flafchen
._- .- . .
un c1
.
I U
_ 1 _
~
_-
:
I
-.
.I
.
,
uni! B a t t e r i e e n , wd!irencl d a s andre Enile aus der
Sclleibe der hlarchine bcim D r e h e o Electricitst jn
fich na,hm, ( I , 22.)
Bemerkungcn dcr Herren G 6 r a r d und 'v a n M 0 n s
iiber ~ d i e f eparadoxen Conpuctoren, entlehnt aus ih.
r e m ohen erwiihnten Berichte: ,,W i r haben hei d e m
, , U r h e b e r Glasr6hren gefehn, die 13 bis 4 Furs tang,
a b e r nur einige Linied w e i t , u n d an den Enden in
Spitzen ausgezoaen w a r e n , d u r c l d e r e n lnneres die
,,Electricitat clch fart eben fo gut, .als d u r c h MetaII Lei.
,,ter veAreitete. W i r haLen lie genauer unterfucht,
,;und bernerkt, dals d i e E!ectricitit lie i r e i n e r n Jireien
,, Zujtnnde, als fichtbare Fliilligkeit, durchfirCmt, und
,,an d e n Spitzen, w o das Glas a m dunneften w a r ,
,,in fie aus - u n d einftromte. W i r glaubren anfangs,
,, d i e Laft in diefen Rijhren l e y verdlinnt, ,und dieles
,, rey die Urfache, w e l c h e den Durchgang d c r Electria
cit2t begiinftige ; w i r haben a b e r diefelbe Wirlcung
,,an Riihren g e l e h n , d i e an eincm E n d e oder 5n bei,,den Enden offen waren. Wir w i l k n d a h e r lieine
,, andreErkliirung, als Jars w i r annelimen, d i e electri,,l c h e Flufliglreit ftrdme d u r c h die' ZwifchenrBume,'
,,xvelche Lch. zwifclien d c n Lufttheilcheii befinden,
,,ohne fich a n lie zu hangen, ( J ~ I Z SY n p p l i q u e r fur fa,
,,jllbjtancc de ce j u i d e , ) hindurch, und dafs das in d i d e m
,,Fall bis auf eine fa betriichtlicheWeite gelchieht, beru,,he darauf,dafs Iich dieLuft,durch die lie geht,in einetn
,,Rautne eingefchloffen befindet; deften H i l l e fiir fie un.'
,,durchdringlich ilr, werrhalb fieGch h i e r n i c h t lo: als
,,be i rn D urc h g an ge d u r ch d i e .fr e i e L uf t , z er ft r e u t .b uc 11,
,, d e m fey, wie ihm wolle, i m m e r ift fo vie1 gewils, dafs
, , d i e Electricitat iiber Nichtleiter n u r liin3!eitet, ( n c
,!fait qiie glijfor fur tes corps non - conducteurs d a die An,,ziehung zwifclien i!iren ei2nen Theilchen g d s e r irt,
als d i e zu d e n Theilchen dieler I+rpar.
Sie HieZsr
Annsl. r l . Phylik. B.24. S t . 3 . J. 1206. SI.1 1 .
Y'
,,
,,
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!
,,
,,auf diefer A r t won Kijrpern ehen fo, wie Quecltfil,,ber auf Glas, und wie Walfer a u f fetten Obcrflichen;
,,fie hat mit ihnen gar lteine Adhafion, und verrnag
,,nicht, ift diefer Ausdruck erlaubt, fie nafs ;zu
,,machen. Daher behalten ihre Theilchen alle Anzie,,hung der Coharenz, (?) wenn fie Gch auf der Glasfld,,clie der Mafchinen rerbreitsn, wenn fie die Luft
,,durchftrurnen," u. r. w.
,,Wir haben bernerkt, dars deF Urheber feine
,,Glasconductoren in Walfer aufheht; w i r fehn aber
,,nicht e i n , was das WaCfer dazu beitragen ltunnte,
,,i h r Leitungsvermagen zu erhohen, wenn fie r o n hei,,den Skiten hcrmetifch verfchloflen find. ( 3 0 u r , i d
,,par van M o n s , t.2, p. 63.)"
Rb'ervoir
CIcctrique.
,,Noch haben wir", fagen die H e r r e n G & r a r d
,,im phyfikalifchen Rabinet
,,des TJrhebers cine electrifche Batterie gefehn,
,,welche e r ein electriJches Reprvoit n e n n t , \veil
,;tie die Eigenfchaft h a t , i h r e Ladung jede gege,,bene Zeit ilber zu behalten, und fich n u r clau,,ernd und in k l e i n t n Explolionen zu entladen.
,,Es find 1 0 grofse nicht belegte Gliifer, die e r
,,zu neun Zehntel mit Waffer geFiAlt hat; fie itehn
,,je zwei und zwei anf einer Bleiplatte, und find
,,unter einander und mit einer leidner F l a k h e
,,in i h r e r M i t t e , durch Glasrohren verbuncfen,
,,dio im Waffer ftehn nnd a n ihren Enden ge,,krilmmt find. Urn djefe Batterie zu lacfen, ftellt
,;der Urheber die Spitze einer 4 his 5' langen
,,Glasrobre an die Sckeibe feiner Mafchine; diere
and v a n M o n s,
;,R6hre ift am andern Ende i n ein Kniigebogen,
,,und geht i n das Waffer eines zu neun Zehntel
,,v o l l Wafler gefdllten Glares herab. Eine zwei,,te iihnliche R 6 h r e i'etzt' das Waffer cliefer Fla,,fche rnit Queckhlber i n Verbindung, das fich
, , i n einern zweiten Clare befindet.
Eine dritte
,,Rohre, welche fich i n eine Spitze entligt, ver,,bindet das Queckfilber niit'dein Haken d e r lei&
,,ner Flafche, d e r dicht a n die Spitze geretzt ,
,,\vircf.
Diefe leidner Flafche, welche iich im
,,hlittelpunkte d e r Batterie befindet , ift voh au.
,,fsen mit Goldblattchen belegt, von innen mit
,, Eifenfeilfpanen, die nafs erhalten werden. Man
,,ttberheht leicht ' d e n Mechanismus des Ladens
,,und Eatladens diefes Apparats, der durch die
,,Schwache und d3s Aufeinanderfolgen der Er,,fchtttterungkn , welche er- giebt, nachdem die
,,leidrier Flafche entladen worden ift, filr den
,,medicinifchen _Gebrauch fehr natzlich werden
,,kann. Durch den einiger Mafseabeftandig fort,,dauernden Entladwngsftrom , den fie giebt, dilrf,,te fie auch dazu dienen, - d i e -Wirkungen d e r
,,Vbltaifchen .Siiule bei Zerfetzung des Walfers und
-
-
,,in andern FHllen -wchzuahmen."
,,Entladet man", [fa@ d e r Yrheber im./outn.
dePhyJ, t. 62,5,] ,,eine*Batterie,darch eine meiner
cLie -an bei'den End*
mit
leitenden Glasrjhren
K o r k h p f e l n verfehn ift , d s r c h welche eio. kurzer D r a h t mit einer Kugel gcht; fo erfolgt'clie
Bntladung dicht augonblicklich, foonderru,.wie in
,
Y o
I
5
eincr Flint,, die allmiililig abbrennt, ielhft w e n n
die R a h r e voll Waffer und 1 Zoll weit ifr. Rring e ich zwifchen zwei folcheii Hijhren einen fehr
dilnnen Streifen Blei, o d e r ein diinnes Stiickchen
S t a h l J r a h t v o n No. 1 L o d e r 1 z a n , fo erfolgt wecler
Zerftieben, n o c h Schmelten, nochGlullen beirn Entladen d e r Batterie durch diefe beiden R u h r e n ; ein
Beweis, ein \vie wenig guter Leiter das Wafler ift."
VerJrurkungsJlafchen.
,,Der U r h e b e r dierer V e r h c h e zeigte uns",
erzahlen die H e r r e n G k r a r d und v a n i t l o n s
am angefdhrten O r t e , ,,Flafclien aus griinern Gla,,re, welche 2 K m n e n farsten u n d eine eritaunend
,, itarke Ladung annahmen. Er hatte fie invvendi,o
,,mit Eifenfeilfpanen belegt, u n d fo weit voll Waf> , k r gegofien, dais die WalferflSche noch etwas
,,fiber die Eifenfeile hinaus ftand. Das Laden lei,,tete jertes Mali1 eine K i r k e r e Oxydiruiig ein.
,,Der U r h e h e r zejgte u n s als Ueweife. der Ener,;gie feeines electrjfclien Apl'arats und d e r g r o ,,fsen Capacitat feiner Batterie aus 1 2 folchen
, , F l a k h e n fehr vollkommne Oxydirungen van
:,Gold und Silberblattchen. " ,,Die Flafchrn
m e i n e r Batterie", (erzahlt
* * * i m Journ. d r
PhyJ, Junius 1806,) ,,find alle von aulsen nicht
mit Stanniol, fondern m i t i e h r diinnen unachten
Silberbliittchen belegt.
D i e beltandigen Laclungen,- die fie feit einiger Zeit enthalten, haben
-
diefees P u k e r e Relege allm5hlig ftellenweife auf ei-
n e merkwitrdige A r t oxydirt. Nach 'einigen
i a t e n zeigten Kch' a u f diefern Belege iin D u n k e l n
Feuerftrbme, did darin AjLern hildeteh', welcho
gr ofse Aebnlichkeit mit clenen i m Maimor hatten;
clerlkn Aclern einige ebenfa tls h1etalloxyden zufcltreiben. Zwei folche. Flafchen'habk ich auf Taf:
Fig. I , nach dcr'Natu-r abbildeh Jaf'fen.''
,, Diere e~e'ctiifibe.i~~~atc.rie
";"(figt e r i m fisbruarfttick, lo,) ,,hat fo 1,eftimmteVerwandtfchaften~
dafs fich daruher mdffen Verwandtfchaftstafeln machen laffen. H i e r einige Beifpiele. Ich hnbe d r e i
jtn I n n er n rnit rtifenfeile, die fich i m W a f f e r OXYtlirte, iiberzogne und voo aufsen bis zu clerfelben I I 6 h e belegtc Flafchen, mit St5.ben und gro.
m,
fsen Kugeln von Gerfchiednen Metallen verfeIl2
Ialfen, die eine a u S ' Z j n n , die zw&e aus Kupfkr,
cIie dritte aus Elei:
Diefe drei :Elafchen wur den
j i i gleichen Abft'tand v o n e ine m'i ja hlgerundeten
' <-,+
mef!ingenen Leiter keftellt, det' Pd z w i i F l a k h e n
in Beruhrung w a r , welche die M a h h i n e unmittelbar lud. Irn AugenhNcke als diefe beiden Flafctien a u f die ohen befchriebene XVeife entladenwurclen, luclen iich jene drei Flafchen; und jmzcer fchien m i r die mit dern Stabe und derKuge1
ails Blei minder geladen.
Auc h fchreibt F o a r c r o y d2m Kupfer und Zinn eina grofse:e K r a k
zu, als dem Blei.
Als einen vortiiglich belehrenden Verfucli for
die, nacli i h m , noch lo d u n k l e T h e o r i e d e r Jeidner
FlaI'che fieht tler Urhe be r fogenden Verluch an, [clef
(!I"
indcfs daraus,. dafs Glas ein Nichtleiter ilt, 'urrct aus
der objgen Bernerkung, des Nrn. G k r a r cl, wie- m i i
cliucht, fehr begreiFlich'ift]: Wi rd ein cylinllrifcl~cs
unbelegtes Glas zu $ voll !Valfer gegolfen, Lint1
das Waffer darin durch eine Scheibenmalchine
electritirt, fo I u k e r t Gch die Ladung erft allein
an den u n t e r l t e n T h e i l e n , [wo cler Botien cles Glafees auf 'Pu'ichtleitern fteht. all0 lo gut als belect
"/
ift.]
Allmlahlig -fteigt die Ladung holier, m a n
fieht kleine' Blitze von unten nach oben gehn;
u n i ift die- Flafche ganz gelacten, To erfolgt e n d ljch ,.,die Selhftentladung. Gefetzt, Ge fey bei 1 0
Urndrehungen des Ratles vollig geladen, fo muls
-. , ..
m a n , - n a*c.h 5 Umclrehungen,
wenn man mit dem
,
einen Knopfe tles Entlaclers an d e r 3afsei.n Glas. ,.
flzdhe hera.b.fiilirt,,. wiihiend
,
ber an'clere 6ch i n tlas
w a i f e r eintaucht, ihn bis uber die Halfte d e s
lC'afler[ta&es hirab-fiiliren
, ....
,, e he die Entlartung o r folst ;-. nac,h 7 UqcC<etiungen ~IngefRlirein Drittel;
nach 1 0 ' e r f ol gt diet Entlndung, wenn tler I[n'o~f
noch" ,ein ' p a r - Linien v a n tler Wal'ferflSchti entf e i a t -jk.' (JoUrn. 'de PhyJ, t. 6 2 ; 1.)
'
I,
E r ftellte eine
fse g u t geladene Flafche mit
ITja'ffer
- . a u .f einen
- . hijlzernen Tifch, u n g h i n g in einer
klei'nen En'tfsrnun'g von -ihrem. . -Knopfe,
.
an einam
iq' Ian6en .feidnen F a d e n , . kine,
, . leichte
...,
melfingn e ICugel auF,, , .S[G
. . k?m Toaleicli-in Schwingun3t.n
uncl blieb
dieles" $ gtundeh jang, i n 'welcher Zeit
.. .
fie anfang: 7,j,uicl iii 3liitel 59 i n einer &Iinute,
~
i
,
2.
,
.
I
,
.
''
,
i.7,
.
'
I.
r
(uberhaupt ' a h 'iiber
6000). Schwingungen
inach-
535 ]
te. Bei ciner Battexie von 12. EIafchen dauerten
dig Schwiugungen 7 his 8 Stunden.
Eln Verfich mi& Oehl.
Der Urheber diefer Ve.rfuche", (erzLhIt H.
v a n M o n s , t. 4, p. 35 2 feines-Journals, und feipr Erzitilung ift durch den Urheber i m Journ.de
PlzyJ, t. 62, 4, hier verbeffert,) ,,hat. eine fehr aufserordentliche Zerfettung von Oehl bewirkt. Er
hatte eine feiner leitenden Glasrirhren, d i e 3' lang,
g" weit und mit einer r e c h t diinnen Spitze v e r h h e n w a r , zu ein Viertel mit Rilhfen6hl gefiillt,
nrn cias Leitungsverrniigen des 0ehl.s zu prilfen,
urid das andre offne Ende d e r Riihre mit einem
rnit W a c h luftdicht gernachten Korke v d c b l o f f e n , clurch d e n ein. D r a h t in die Rfjhre ging.
Er ftellte diefe Rirhre au€ zwei ifolirende Fdfse, m i l
dem D r a h t e a n der Marchint, und fo, dafs fie vora
ettvas tiefer, clas Oehl folglich irn v o r d e m T h e i l e
d e r Rtjhre ftantl. Als e r die Mafchine i n Bewegung fetzte, fah e r zu reinern Verwundern, dafs
das O e h l allrnnhlig i n eine A r t von k o t h e n kam,
welches von d e r Oberflkhe. anting, und bald darP
auf Gch fo verbreitete, dais das OehL ganz v+ie
braufender Champagner ausfah: Einft, aIs e r na&
einem Au,fenthalte von einigen 'Wochen auf dem
Lande nach d e r Stadt zuriick kam, fand er die
R o h s e zerbrashen, und das Oehl. auf dem Tifche
u m h e r zerltreut. D a niernand in das Zimmer hatt e kommen kiinnen, ,,fo kann ich", fagt der Urhe,)
her,
),diefen VorFa11 ntir
einer Gasentbindung oder
Finer E r i t 7 u n c l u n g z t d c l ~ r ~ i h e n . Sonderh'it, d a r s
i c h lkitrtem umronft n e h r e r e A r t e n Oehl, u n d
a u c h rlaffelbe L a m p e n o h l , d u r c h ElectriGren Z L I ~
Aufbrarifen 7u b r i n g e n verfucht h a b e ; d e r Erfols
ilt daher unltreitig e i n e r frernden Subftanz zLIzu-
: ~
f c h r e i b e n , d i e dem Oehle beigemengt war."
,,hlein Suchen iCt inrlefs n i c h t ganz f r u c h t 10s gewelen. I c h f a n d n a m l i c h , dals, w e n n m a n
T e r p e n t h i n o h l in e i n e r l e i t e n d e n Glasrijlire, welche eine S p i t z e h a t u n d a111 a n d e r n Encle affcn
i f t , inclem d i e Spitze a n d e r S c h e i h e f t e h t , electrifirt, das O e h l bei d e r B e r u h r u n g mit tier a t m o f p h s r i f c h e n L u f t h r e n n t . Die Flarnrne ilt l ~ n g ,
ganz ahnlicli cler cler b r e n n b a r e n Luft, e r r c g t dief e l b e Ernpfinctuns v o n ItSIte, , a l s d i e electrifclie
i l l a t e r i e , welclie aus e i n e r Spitze blait, uncl 1,adet
ejne FJafchG n u r fcblecht.
Urn dlefrq Erfol,.; zu
e ; I i a l t e n , giefst man d i e K i j h r e voll T e r p e n t h i n G h l , uric1 lafst ciaratif rlas O e h l i n die'Flarclie z ~ i riick l a u f e n , fo rlafs n u r d i e W a n d e d e r R o h r e
m i t T e r p e n t h i n d h l liherzagen find ; befindet fich
m e h r Oehi , i D fier P h h r e , [o ift der E r f o l g , m i n A e r a L i sgeze 1911ne t,, M a n u e r fcti 1i e bt cia r 3 uF cl i e
R 6 h r e mi!, einem, ICorke, d u r c h den e i n e Xaclel
c
Eine F l a f c h e l a d e t ficli
g e h t , . uncl electrifirt.
t l u r c h , ttiele Rcjlire gerarle f a , als w i r e k e i n T e r penthincjhl rlarjo. I c h w q e e s i n d c l s n i c h t , d e n
.*
P f r o p f lange, rIarin ZLI laffen, aus F u r c h t vor ein e r Detonation." ( J o u m . de
Pt~yb,f.
62,
4,)
3
537
.
Zerfprengung einer Flafihe voll Wafler durch eiI
nen Entlacl'ungsfchlag. '
Man nehrne ejne WeinSafche,
durchbolire
.I
den Roden derrelhen, welcbes fich verrnittelft eines
Kagels, auf d e n man kleine Schlsge thut , bewerkfteIIigen IiiTst, befeftjge i n i h r zwei Drahte rnit
Knopfen, fo dafs 'tliefe in*'h-er Mitte der Flafche
I Zbll weit von einander ,abftehn,\ftille dann dieFlafche voll Waffer, ftiirze fie i n ein Gefafs voll '
Waffer urn , und lafie nun einen Entladungsrchlag
von Knopf zu linopf i m Waffer iiherfpringen.
Die Flafche wird zerfprengt, fie fey, noch fo ftark.
1Tt fie durch einen Pfropf verfchloffen, fo zerfpringt tie in viele taufend fo kleine Theilchen, ,
dafs clas Ganze Zuckerkandi i n einern M6rfer zeritofsen gleicht; 2 t fie o f f e n , fo find die T h e i l e
grijfser, aber aiich tfann wiclerfteht felbft die ftfirkfte Flafche' dem Stofse oicht.
Stehn inclefs die
J i n i p f e d e r Drihte 'Liber 1 2011 weit a u s einander, T
o bleih; die Flafche g3n".z,' \veil die Entladung hicht mdhr momentan ift. (11, 12.)
-
\
*
,
#
D e r Urheber fchreiht das' Zerbrechen ,nicht
dern Widerftande zit, den rias WaUer, a l s eio fehr '
r o ~ ~ l t o m n i n eLeitcr,
t
d e r Electricittit leiftet , ran- '
dern cler durch'd'en- Scli!ag hewirkten Gasentbiodung im WaTfer. \Vie Ca v a 11 o anfiih'rt, fo lalst
fich ielbft ein -offries Weinglas zerrprengcn, 'wenn
man es rnit WaKer fullt, *unh durcb diefes einen
Entladuogsfchlrtg fiihrt, ungeachtet d e r Leichtig\
[ 353
3
k e i t , wornit das Waffer aus de m Glare entweiclleii k a n n .
Schmekung von Drdhten in Wciifer und Zertriimmerung w o n Glasroiiren dubei.
Man fiihre durch die beiclen Pfropfe einer mit W a f k r gefiillten Rijhre Stahldraht, wie
c r zu Klavierraiten dient , je nachdem die Battar i e Fchwacher i ft , von einer hiihern Nurnmer.
Td51st man d en Entladungsfchlag de r Batterie clurch
tlielen D r d h t g e h e n , fa fchmilzt e r i n ICugelchen,
untl die K o h re bleibt ganz. (11,
.
10.)
,
Wieclerhohlt man clielen V e r h c h b l o t mit
dern UnterTcbiecle, clafs man clen Zulammenhang
d e s Dralites in d e r Rijhre unte rbric ht, und zwei
Drahtltuclte durch einen feidn.-n Faden von der
fa lchmilzt d e r
D r a h t und die R o h r e zerfpringt, Ge fey noch fo
f t a r k , in viele taufend Stocltcheo, die wejt umher
fliep,en wefst:aIb man die Rijhre mit Brettchen und
dergl. urnfetzen m u l s , dainit das Glas keinen
Sc had en t h ue.
Bis iiber 2 2011 durfte de r Wrheber die Drnht e nicht v a n einander entfernea,, f d t war mit
l ~ i n e rBlatterie ke i ne pliitzliclle E n t l a d u n g mehr
I I I orhaiten.
Bringt e t i n den Entladungskreis
L Z q e eines Zolles verbinciet;
~
eineo feiner Glasconductoren mjt zwei Metallfpitzen, fa e o t h d t er n w Entladungen, d i e eine auf
d i e a n d er a nach einigen Secunden folgen; ,,ein
Beweis," fagt er, ,,dafs W d f e r nicht lo gut als M e -
tall leitet."
Seiqe Baiterit? fchmeltt von No. 7 ei-0
n e Lange von 2 Furs, wefshslb 'er Gch tliefer.Nurnq e r bei diereen VerCuchen hediente. (11, I I.)
,,Es bedtrf keines WafCcrs:' fagt d e r Urheber,
,,als RiIittcls, cine 'Gasexpanfion zu bewirken, welc h e fahig i f t , tfas Glas mit Getiile zu zerbrechen;
das Metall alleiti rejcht dazu h i n , wenn die Marfe 'der electrikhen- Flirfligkeit grofs genug iCt,, uin
einen N e t a l l J r a h t ~i n Rauch z u zerftieben, \vie
tlas H. v a n R I a r u m rnit dem grofsen Tey1er'fchen -Apparate zu Haarlem gethan hat.. Kiclit
einmahl brauchen die Glasrcihren, welche man
4.
+
zerfprerigen will, verkhloffen zu feyn.
Zertriimmerring von Glasrolrren beim Verbrennen
v q p , Drilhten in der Lift.
,
I
Man nehme eine I: his a Furs lange und f
2011 weite Glasroh-re, verbincle zwei FtHrkere
D r a h f e durch einien feinen EiCen oder ILipferd r a h t +on Xo. 1 1 otter 1 3 , . d e r I bis I: Zoll
lang', uncl a n jkne itarkern Ura hte mit Wachr
angekIebt j f t , u n d fchiebe diefen D r a h t i n d i e .
Rfihrei To ctafs d e r feine D r a h t fich i n d e r Mitte
d e r Rcihre-bkfinde.
Lifst m a n nun clurch den
D r a h t den SchIag d n e r Batterie von etwa 50 QuadratfdsL B e l e g b G ge he n, (30. Narchen innerlich
m i t Edenfeile belegt , welche ,mit LVaCCer getr ankt
wird , reichen mit da m' hin); Co zerftiebt d e r fkjne
D r a h t ' i n Dampf; die Rohre zerfpringt, und die
Glasftacke wertlen weit urnher gekhleurlert, wels-
-
'
halb dcr WThcber die R 6 h r e m'it eincr Art hblzernen Euchle umgiebt, wie e r lie bei Clem folgcnden' Verfuche befchreibt. Je en'ger die Glasrohre
jft, clelto feiner irt d e r GliisCtnub, in wclchen die
R 6 h r e an d e r Stelie, w o d e r Draht verbrennt,
zerftiebt wird.
'CTmSiebt m a n die clickern und d e n diinnen
D r a h t mi: einer Rolle Papier, fo bleibt die Glasrijbre g a n z , und n u r clas P a p i e r . i i r d zerrilren.
Stellt man d e n Verfuch jn einer GlasDarche - a n ,
io finclet m a n das Papier i n f e h r kleine Stiicke
zerriffen, die von dem entftandnen Oxycl gefiirbt
h d . A u c h gelingt das f z h r gut o h n e eine KOSre. ( I I , 13.)
Uebrjzens wufste fchon F r a n k I i n , dais,
wen11 man den Entladungsfchlag einer Hatterie
d u r c h einen Streifen v d n Metallbliittchen , cler
ztvirciie" zwei felt zufamrnen gebudttnen 'Giasplatt e i i l i e s t , hindurch" gehen Iilst , 'die Gfasplitten,
felbft J i c k e s p i e g e l ~ k i [ e r , oft zu einer ,4rt von
, .
grobein Sande zertriimnie'rt weraen.
.
.
..
.
,.
.
- .
:-1
; -.:.
.
Furchtbaret KI1~11,.beim:
ZerfiiebQn. vw- filetall.
\
.
.-
..
> > RIan.nelrrne
' . '
4
Blattchen fehr"d*nnen T h e e -
blei'es, urld't verbincre fie'in ilirem 'RIjt.teIpunl<te
dllich eirien feinen" D r a h t von Ed. I I otler'l 2,
den man m i t . W a c h ' s i n der.Rlitfe jerles Blattes felt
.vom andeT-n '.u'm I ZoH ent-'
ferlit ift.
L5fst man ' nun den E n t t a d u n g f c h h g
tier Bat-terie -hindurch geiien-, fo emtfteht G n finall;
k]&t, fo . d a s eins
[ 54c
3
ftiirlcer als e i n Flintenfchufs, d e r irn Zimrner>b,
gefeuert' wiircte."
,,Um.den D r a h t nicht an die Bliittchen ankleben zu dlirfen, k a n n man i h n durch Pfrijpfe
geheo Iquen, D i e ExpanGvkraft hei d e r E;rplofion
i f t fo srofs, d d s die Yfrcjpfe weit fortgefchleud e r t w e r d en :'
, ,,Ich habe, mir zu dierem Verfuche aus clrei
Brettern, jedes I' ldng und 5 bis 6 2011 breit,
eine Art von, Trog machen laffen. Die Seitenbretter 6 n d ,mit .Leilten uerIelin, welche ungefahr 1 2011 breit find und I ocler 2 Liriien weit
\on ciiaancler abrtehn. Ztvifchen diefeelhen werden
(lie Blhtter von Elei hinein gefchoben, und cfiefe
einfache Vorrjchtung iiherliebt mich cler N u l i e ,
die Blattchen fenkreclit auf eine,m Tifche Z L I befeltigen. C C
%, Mjt Rliittern von diefey Grofse, ( 5 2011 ins
Gevierte,) hat es mir gefchienen, werde die W i r kung a 9 fiiirkhen. Doc h kann es feeyn, dafs, wenn
man hreitere Blattcr ni mmt, die. Detonation. i m .
Verhaltnifs cles Widerftandes zunimmt, den fie der
electrifchen FlilfGgkeit entgegCn fetten."
*
,,Verbin,det man j e zwei mit einem 3 - o d e r
4fachen Drahtw, fo vedtiebb .der D r a h t nicht,
fondern Jclimilzt zu Kugeln, ,die nach allen Richtungen urnher gefchleudert , uod gegen die i n n e r n
Blstter mit folcher Gewalt getrieben werden, dafs
fie -fie durchbohren nach A r t eines Siebes. Ich
lege Ihnen hierbei 6 kle ine Bl it te r, von denen die
+
vier ?ulsern rnit
2011 langen Eifendrahten, und
die beiden mittelften mit einern 4 2011 langen
D r a h t e verbunden waren. Sie merden l h n e n einen Beweis abgeben, dafs die mzcbtige Repulfion
da e n t i t e h t , wo die beiclen Electricitzten aiif
einander itofsen u n d Gch rnit einander vereinig e n ; *) eine Vereinigung, welche i n d e r Stelle
d e r R e t t e vor hch g e b t , w o eine C'nterbrechung
i l t , o d e r v i n e minrler g n t e Verbindung, z. B.
d u r c b einen fehr feinen Draht. Diefes findet jedes
Blah1 Statt; und e s ift nicht ein einzelner V e r fuch , a u f den ich diefe Ausfage griinde , fondern
cine grofse M e n g e , i n AbGcht d e r T r e n n u n g
auf m e h r a l s hunrlert Arten abgeznderte Verfuche,
die ich init IkIetallbldttchen angeftellt habe."
,,Es cliir€te iiberfluffig feyn, zu bemerkeh, d d s
hierbei die Intenfitat d e r Detonation von einer
Gasentbinclung h e r r u h r t , welche an d e n Blzttc t e n einen Widerftand findet.
Die grofse Menge fchwarzen R a u c h s , welche beim Verbrennen
des D r a h t s entfteht , beweift eine ftarke Oxytiirung,
"
D o c h -der Lefer wird m i r die
Mittlieilung d e r Betrachtungen des' U r h e b e r s erlaffen ; fo gut u n d intereffant feine Verfuche find,
io w e n i g Kenntnifs und fo manchsn Mifsverftand
enthPlt fein Raifonnernent.
Hr. v a n M o n s
---
*) ITt diefes der Fall, fo diirfte die Erlclarung diefer
ExploGon mit der Abhandlung des Hrn. Dr. B unz e n , welche man weiterHin tinden whd, in einiper Verbindung ftehen.
d. H.
[ -345
fagt hinzu:
-1
die1 w n Clem Urlreber ihm zuge-
k h i c k t e n T r i l m m e r des Apparats bewiefen in d e r
T h a t , dafs d e r Erfolg fo fey, wie e r es hier
fchildert.
,,Indefs", filgt e r hinzu , ,,glaube ich ,
,,dafs diefe Wirkung vie1 rnehr dem WiderftanJa
,,zuzufchreiben' ift , welchen die electrifche Ma,,terie leidet, w e n n fie fich i n das Gleichgewicht
,,fetzen will , als A n e r Zerfetzung des CVafTers,
,,oder gar der Vaporifation des Eifens.': (11, 14.)
Im Fehruarftilck des Journ. de PhyJ, (I?,)
giebt d e r Urheber zu diefem Verftiche folgende
Anleitung: ,,Man nebme 4 bis 6 P l a t t e n h h r
dilnneo chineilfch'en Theebleies, und fchiebe jede
i n einen Falz zwifchen drei dazu eingerichtetcn
Brettern. D i e beiden mittelften rniiffen 3 bis 5
Zoll, die iibrigen 8 bis 1 0 Linien von einander
abftehn. Die aufsern verbinde man durch fehr
feine Bleiftreifen, welche man i n d e r Mitte d e r
Platten mit Wachs felt klebt; fie rnilffen fo fchmal
feyn dafs die. Batterie fie zu zerftieben vermag.
Die beiclen mittellten verbinde man eben fa dureh
Stahldraht, d e r fo ftark feyn m u f s , dafs e r n u r
zu Kugeln fchmilzt. Bei d e r Entladung verftiirkt
das Zerftiebgn des Bleies und delfen Wirkung auf
die Platten , d i e Detonation fo fehr, dafs lie d e m
Knall biner Flinte gleicht , die i m verfchloknen
Zimrner abgefeuert wvird. D i e Kugelchen des .gefchmolzenen Eifendrahts werden rings umher gtfcl&udsrt, uod d t q h b o h r e n die beiclen i n n e r a
,
Platter, gleich Sieben.
ZetrP+eiz
vmi Metallraliren, in -d&,en j c h
bejndet. .. . '...
'
4
,
tVa2ei
. .
.
I n einem Cylinder aus.ziemlich diinnem EIei
wurcle eiii Merallftab, a n deffen unterni Endc
e i n d u n n e r D r a h t ails Blei befertigt war, fo rnit
Wachs feft Seltlebt, dafs cler Bleidraht d e n 130den berfihrte, und nyn d e r c y l i n d e r v o l l Walfer
gegolfen.. Als inan ciurch diefen A p p r a t d i e Batterie eritlucl) ichmolz der Bleidraht, uncL der RIetallltab latllmt d e m Warier wurden bis an clie
13)ecl;e cles Z i m m e r s gefchleucjert.
D e r Uleicylincler \Gar fchon . i mJ erften Verfuche ausgedehnt
~
worclen, nach clem zweiten urn
des Durchmeliri.5; nach clein chitLen wiircle e r zerriffen.
\
D e r U r h e b e r wiederhohlte dieren Veriuch
tnit C\rlindern ( c o r t o u c h e s ) von fehr verfchiedel i e n G r i j k e n , 1''' bjs I " jiii Lichten, ' a u s Eifin,
Kupfer, Blei, Zinn, Silber, i.erzinntent Eifenbleche,
Bleilorh, Bronce, Mejjng.' (Journ. de PhyJ , t. 6 I ;
p. 46, 145, 231.) Die Metalle, m e i n t ' e r , zeigen
bei diefen Veduchen ginz einen andern Zufammetihalt, als den gewdhnlichen. -Alle bis auf das
Silber rilfen nicht. rla, Y O fie zufammen gelijthet
w a r e n ; n u r i m Silber fand e r einen .grofsern ZUf'arnmenhalt ak i n dcffen Liithurig.. Doch erzahlt
e r a n -einem a n d e r n O r t e , eine Cartouche aus
ganz feinem Silber habe fich fclTon bei d e r drit;
ten Exploilon gel'palten, und fey bei tler achten
an cler Oberflache etwas zerrifl'eii iemefen. D e r
wun,
,
wunderbarep Geruch den das 'Silber .@eat, w&i
d e r Entlndnngsfchlag hindarch geht $ 1 ' fieht,er'als
einen Beweis a n , dafs. das Silber dabei verbrennt,
Nacb dern :Silber foll auch das MefGig.cohiiren.
ter-feyn, als Bronce aus G'Kupfer und & Zina.
Eine Cartouche: aus :folchir Broncei-die. 1 2 4 4 1
irn Lichten, und rundum cine Metallftzrke von
2
;
"
'
hatte, zeirifs erft dach 272-Entla.hUngen ejner:Batterie von 2 5 ' F l a k h e n , , welche nic$t voile
5 0 .Quadratfufs Beleguog . enthielt. Eine. tihnliche
Cart o uc h e .aus R'ro n ce, w clch e d i e feI b e hlet a 11ft ii ri
ke,; aber nur den zehnten-Theil i m ' L i c h e n hat;
t e , war nach d e r ifjten Detonatiool lo zerriffen,
d a f s .fie d a s W a f f e r hindurkh' lief's:;, Eine kleinb
..
Cartouche-aus Bronce, die genau nur die halbe Metallftiirke. der.beiden song& hatte, lie& 'erft nach
g , ExploGohen etwas Wafler d u r c h ) -:wein man
fie id der Hand hjelt, und iiffnete 6~h.gPn7.licb
erit bei der eilften.
7
Eio tiefes Zidirbecken
(palette), wie
... plan:Gch A r e r beim ;Ademjarfen 'ZU
bediencn pflegt ,.zerrifs im; Boden in! inteniger a]s
2 0 ExploGone.n,. % h s 'einem. hangen'den.:balbed
Deciliter, d e t aus fehr bleihaltigem Zion- beftand;
. . deh.iler.Errt~ad~~sfchlog;-.~ermittelft
eiund durcb'
nes kleinen Bleiftreifens. gefdhrt wurde $:. d e r die
plitte des Bodens berllhde,
.:fprangdas WaffeF m i t
erltaunender.Kraft heraus, und z.ugleich .wurde der
Bodea aach. atiswarts gebogeo., . ,
..' .
-
~
Stellt .man,,einen z ! weiten
~
und, 3-bis 4" ho- ins FEeie, ..u.nd filhrt
hen Bleicilipder
.
yo11
- . Warier.
,,
AohrL d. PhyEk.
6.24.S t 3. J. 1806.St. 1 1 .
z
den Schlag d e r Batterie wie in den vorigen Veriilchcn liipeip, (rermittelft eines feinen Bleidrahts,
d e r an etwas Federfpule zwifchen zwei Xadeln
gebunden ift, und beim Schlage zerftiebt
gazi-
j i e ) , fo wird das Waffer ilber 40 Furs hoch gefchleudert und fallt als ein feiner Staub f~uFiick.
Selbft ein Bleicylinder, d e r rings umher S"'
1\1etallftiirke hatte, wurde durch iihnliche Entladungen ausgedehnt. Nach. 8 0 Entladungen hatte
ef 5"' mehr im Umfange. Dsbei fcheint das Blei,
\vie tler Urheber fa$, fehr a n fpecififchem Gewichte zuzunehmev,
Bei diefeu Verfuchen hat man vorziiglich dahin zu feehen, dafs weder die kleineNade1, an welc h e r d e r Bleiftreifen befeftigt ift, noch diefer Streifen felbft die Wiinde der Metallcylinder 'berilhre.
p e r Urheber uberzieht die Naclel mit etw-as Wachs,
und fetzt den Metallcylinder in eine Art hijlzerner
Biichfe, deren Boden mit Metall belcgt und mlt
dem Pufsern Belege der Batterie verbunden ift,
und durch deren Decltel ein D r a h t geht, den man
an die Nadel anfchiebt.
Nimrnt man einen Eehr engen' Metallcylinder,
den einige Tropfen Waffer khan fallen, klebt i n
die Oeffnung mit ettvas Wachs eine feine Nade],
(ohne Eleiftreifen,) fo dafs fie in das Waffer bis
auf idl' \'om Boden hinein reicht, fo wird bei d e r
Entladung die Nadel mit Gewalt in die H o h e gefchleudert. Diefes ift nicht d e r Fall, wenn der
317
Cylinder
3 bi9.-4''!
3
weit ilt. (Journ.de PhyJ, t.
.
62,
p. 854.) ..*), .-, : > .
c
A u f Taf,.III ;ftellen.Fig- 2, 3 zwei Cartouchen
a,& Eilkn v o r ; Stucke ,eines neuen gegorsnen Pifto-
lqnlaufes, (canon de p$olet defonce,} ohne Fehler,
welchen der Urheber.dielerrVerfuch,ein-$gleich hohe
Cylinder hatte zerfggen laffen. An jeclen war ein
B o J e n a u s gutem Eileen angelothet wwden. In die
Cartouche 'Fig. 2 , ,welche d a s . obere Ende des
Laufs gewefen .war, .'und daher die geringfte Metalldicke
. .
hatte, brachte . e r den an eine Fadel gebundenen Bleidra.ht, wie in allen voriAen Verfuchen, mit dern Boden, im Mittelpunkte duffelben, i n Beruhrung; bei d e r 13ten ExploGon offnete fich diere Cartouche, lo d a k das W?ffer hinaus
k a n g , ,,gerade", fagt tler Urheber, ,,im Mittelpunkte
,,der ,kVirkung. diefes Drahts, \?relche icli 2 f Linie
,,iiber..dem. Boden,
.
fchiitze, da ich in d e r Regel.
.,dem D r a k e n u r 4 bis 5"' LPnge lalfe, wie inan
,,in .Fig., 4 Gelit., y e l c h e s cler lenkrechte Durclr,,fchni,tt .cines djcken C j h t l e r s ift , den1 ahnlicli,
. .,.
*) Schon ' b e c ca; 'a, 'lerf'prengte durch Zhnliche
Entladungen von Batteri.een mit Wafrer gtfullte
Rohren; die im .Glare 8"' dick maren, fcllors aus
i h pen rermittelft des Stolses, welchen der Entladungsrchlag auf das wenige WaUer Sulserte, ein,e
Kugel R I ) , und ineinte, eine m i t Waft& geladne
Iianone rniifste', wenn man fie auf eine ahnliche
. ' A r t abfeuern lrdnnte, eine fchrecklichere Wirkung thun, als wenn fie mit Schiefspulver geladtn werdc. . . .
d. H.
zz
,,cIer i n sinem meiner frahern Verfuche hefchrie,,ben ift. So bald diefer erfte Rik entftanden war,
,,liefs ich an d e n D r a h t ein Stdck einer ru'rtdel,
,,e h i g e Linien lang, binden ; (Fig. 5 zeigt die bei>1 den Nacleln deutlich, die durch den Hleidraht ge,,trennt find, a n welchen man etmas von einern
,,FederrUcken binden mufs, u m ihm Haltung zu
,,geben; d e r Zeichner hat diefes h i e r i [nicht i n
,,Fig. 3,) weggelaffen, urn die Feinheit d,es zu zer,,ftiebendon Bleidrahts befrer andeuten zu konnen.
11 I<aum waren 3 bis 4 Explofioiien
erfolgt, To zog
,,tic11 der Rifs mehr aufwarts. Ich lieis das uotere
,,Nadelencle verhaltnifsmafsig irnmer rnebr verlan;
,,gern , bis endlich die Mitte des Bleidrahts fich in
,,einerlei H o h e rnit Clem obern Hnnde d e r Car,,touche befand. Bei d e r 36ften Explofion offnete
,,tic11 d e r Cylinder. D i e Cartouche Fig. 4 erhielt
nach 50 E q l o f i o n e n 5 bis 6 Riffe, wovon z w c i
1)
,,dem ahnlicli waren, den m a n i n cler Zeichnung
,,fieht. D e r Mittelpunlrt cler Expanhvkraft fteigt
J , alfo zugleich mit den1 Nittelpunkte ,des Drahts,
,,und claher fcheint mir die Wirkppg clue (i Ip rep$,,lion gazeufi au moment JU deghgement d<,,Iama.
;,&re igire'e.'' (Journ. de PJiyJ;, t, 6 2 , p. 464.)
Durchb oh rungen.
Man lege auf eine Neffingkugel, clie mit dem
iufsern Belege ejner ftarken Batterie leitend verbunden i f t , eine Spielkarte; auf iieawei S t i b e Siegellack; iiber d i e k eine zweite Iiarte, i i n t l entlade
indem man d e n K n o p f des Entladers fanft an die
oberc Karte druckt. I n jeder Karte zeigen fich
zreei grdl'se 'Lither mit iiberein ftimmenden Wiilften -an den Randern ( h bauures correfiondances).
(IT,
1.)
- Kimmt man ftatt d e r Karten Blatter Theeblei,
von denen man den feidnen Ueberzug dbgeriffen
hat, fo fin'd die L a c h e r kleiner, bleiben aber uberein ftiminend; und legt man eine Karte zwifchen jede der haiden ICugeln- und das i h r zun5chft liegenrla M a t t T h e b l e i , fo werclen bei giinftiger LVitterung und ftarker Ladung der Batterie
die Loclier lo gr&, dafs das Ende des Fingers hinein .gelit. (11, 2.1
ILInn lege a u f die Kugel des aufsern Beleges 6
bis'7 Blitter Papier uber einadder, dana ein glatt
Theeblei, eben fo vie1 Blztter Papier, i n die zwei
Finger brcite Kreife oder Vierecke ausgefchnitten
find," noch ein dlatt Theeblei, uod wiedeq6 ganze
Papiere. Entlatlet man, fo erfcheinen nicht blofs i n
j e d e h Skiitzpunkte eia Zeichen, fondern auch auf
jedem' BleiplIttchen felir tchtliche Spuren von
Oxydirudg b n d von Repulfion. (XI, 4.)
Wird auf' die Kugel des Pufsern Beleges ein
einziges GleiplZttchen gelegt, und die ICugel tles
Entladers in einer kleinen Entfernung von dern
dem Cerdhrungspunkte gegen uber ftehenden Punkt e aufSeCetzt, fo entftehn bei d e r Entladung in d e r
Regel'in d e r ohorn FIPche 2 Vertiefungen, die zwei
I<leindn Lvcherii entrprechen. DJSLoch, welches
von d e r KuSel des iiufsern Beleges ausgeht, ift grbh e r , als das vom Knopfe des Entladers. (11, 5.)
Legt man unter das Blei eine ICarte, fo entfteht n u r Ein Lo ch , und twar, wo die beiden Metalle fich beriihren ; bei fehr ftarker Electricitiit
ein heraus gehender Rifs, und das mit’ einer folchen Gewalt, dafs Stiicke weit urnher fliegen.
Legt man die ICarte oben, zwifchen das Hlei und
den Auslacler, fo ift d e r Erfolg d er entgegen geletzte.
(11, 6 u. 7.)
Ein Schlag, d e r m e h r e r e z o l l weit durch einen
Bleiftreifen geht, welcher auf zwei Kugeln abfliegt,
durchbohrt ihn an beiden ICugeln, pour yite lejluide
dfectrique / e r&ni..e c t d&torine avec l’air. L a k t
man dieSeide auf cietn Blei oder legt eine Karte unt e r das Blei, fo werden die Locher grfirser, befonclers a n der negativen Kugel. (11, 8 u. 9 . )
-
Erregung van Magnetismus dirrch EntladungsJchlage.
In D a 1i b a r d ’ s Verfuchen zeigten Kahnade l n, die durch‘einen Entladungsfchlag feeiner Batterie rnapetifch geworden waren, jedes Mahl an dem
- Relege zugewandten Ende den Xordpol;
dern
liefs e r den Entladungsfchlag in entgegen gefetzter
Richtung ein zweites Mahl hindurch gehen, lo waren die Pole urngekehrt. Auch B e c c a r i a ’ s Verfuche ftimmten hierniit iiberein, u n d F r a n k l i n
M b l t erkannte die feinigen fiir zu unvollkornrnen.
D e r Urheber diefer Verfuche brachte zwei
+
3
feine NPhriadeIn folgender Mafsen i n den Enilrdungskreis feiner Batterie: An dem Pufsern Beleg;
lag ein Streifen Blech D , (Taf. 111, Fi$. 2,)'auf die:
fern, das O e h r d e r &nen Nahnadel; !hie Spitie auf
einem zweiten Bleche C. Zwei in zwei fChgk!ln 6ch
endigencle doppelt gekriimrnte Driihte, ' dereh
jeder auf einer-Statze Ttand, berdhrten' mit ihL
r e r einen K,ugel cler 'ein; das Clecli' c,, d i r a&
dre ein rlrittes Blech R , uod ihre beiden andern
__....
-Iiugeln trennte ein kleiner Luftraum. Die zweite
Xahnadel lag mit ihrer Spitze auf B, mit ihrern
Oehr auF einem vierten ElecheA; und auf diefes
tyur4e d e r Entlader aofgefetzt. D e r Entladungsfchlag ging a l h durch die letztere Nadel von dem
Oehr nach d e r Spitze, in der erftern von d e r
Spitze zum Oehr. H a t m a n , fagt e r , die EntFernung der beiden Kugeln von einander fo getroffen, dafs man gerade zwifcben ihnen den
Vereinigungspunkt beider Fliiifigkeiten erliPIt, fo
werden die Spitzen beider Xadeln d e r Nordpol. Und das, meint e r , fey ein Reweis, dafs
,,
Statt gefunden babe, wie nicht
ein Adckfihleg
felten
'. bei, Gewittern.
Urn dieien zu vermeiden, nirnmt der Urheber
die' ,beiden mittelften Bleche Fort, legt beide Nad e l n , nur ;-nit ihren Oehren auf die Bleche A,
D,,mit ihren Spitzen auf dern Tifche einander
zugewendet, und- hringt die Spitze der erften mit
einem Ichrnalen nicht ganz 1'' IanSen Bleiftreifclien im Berilhrung, tlorfen ancleres Ende ieht fpitz
$
4
a.
L..
I
I:
35=
3
gefchnittw iit,. und nur 2 bis 3"' von .der tweiten
Nadel ablteht. Wird nun entladen., lo verdampft
und verftiebt der Schlag, indem or von diefer
zweiten Nadel zur erften ilberfpringt, den Bleiftreifen; und find die Entfernungen alle gut getroffen,
€0 Gnd nun in 6 bis 7 Fiillen unter 1u beide Spitzen
Siidpole; ganz gegeo die obigen V'srfuche, (Jaurn.
de PhyJ, t. 61 ,. p. 195.)
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