close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Das Bogenspektrum des Quecksilbers im sichtbaren und roten Teil.

код для вставкиСкачать
1041
10. Das Bogenspektrum
des QuecksiZbers Cm sichtbaren u n d roten TeiZ;
von G e b h a r d W 4 e d m a n n .
(Tubinger Dissertation, Juli 1911.)
Das Quecksilberspektrum laat sich in au6erordentlicher
Reinheit erzeugen und zeigt sehr auffallende Gruppen von
Linien. Es bildete daher den Gegenstand zahlreicher Untersuchungen und ist wohl eines der am besten bekannten und
am eingehendsten untersuchten Spektren. AnlaB zu dieser
Arbeit gaben die Untersuchungen von Herrn Prof. P a s c h e n
im ultraroten Teile des Spektrumsl) und seine Arbeit iiber
die Serien einfacher Linien von Zn, Cd, Hg2) Diese Arbeit hat die eingehende Untersuchung besonders des Quecksilberspektrums zum Gegenstand und behandelt die Gesetzma6igkeiten dieses Spektrums. Die Analyse des Quecksilberspektrums erweist sich aufierordentlich schwierig und es wird
sich zeigen, daB die gefundenen Serien nur teilweise den bis
jetzt gebrauchlichen Serienformeln folgen. Wahrend namlich
bei den bis jetzt gefundenen Serien die Berechnungen mit den
Beobachtungen meistens ziemlich genau iibereinstimmen und
betrach tliche Abweichungen nur bei den Grundlinien einiger
Serien vorkommen, versagen bei den neu gefundenen Serien
die Formeln ganzlich, wenigstens fur die Glieder der niederen
Ordnungszahlen; die Glieder der hoheren Qrdnungszahlen
lassen sich allerdings berechnen. GroBe Vorteile bieten bei
der Analyse des Spektrums die Kombinationen. Einerseits
lassen die Kombinationen die richtige Linie erkennen, wo die
Rechnung die Wahl zwischen mehreren Linien ladt, andererseits werden durch Kombinationen ganze Serien erhalten. E s
wurden verschiedene neue , sehr interessante Kombinationen
1) F. P a s c h e n , Ann. d.Phys. 27. p. 558. 1908.
2) F. P a s c h e n , Ann. d. Phys. 30. p. 752. 1909.
1042
G. Wiedmann.
gefunden. Die mittelst der Kombinationen berechneten Serien
stimmen mit den Beobachtungen augerst genau iiberein; vorhandens Abweichungen sind lediglich auf Beobachtungsfehler
zuriickzufiihren. Das Kombinationsprinzip ist von F. P a s c h e n
eingehend behande1t.l) Eine schone BestatiguDg erhalten die
gefundenen Resultate durch den Nachweis der analogen Serien
in Kadmium und Zink. Diese Spektren wurden ebenfalls im
roten Teile untersucht, nachdem Herr Prof. P a s c h e n die betreffenden Linien vorausberechnet hatte.
A p parate.
Zur Untersuchung der Spektren stand mir ein Konkavgitter von R o w l a n d zur Verfugung. Dasselbe hatte einen
Krummungsradius von 6,5 m und erhielt von einem Hohlspiegel, in dessen Brennpunkt der Spalt stand, annahernd
paralleles Licht. Da es hauptsachlich darauf ankam, auch die
schwachsten Linien auf die photographische Platte zu bekommen, also auf die groBte Lichtstarke! wurde nur die erste
Ordnung des Spektrums benutzt. Das Gitter ist von Herrn
F a r b e r beschrieben.a)
Ein weiterer Spektralapparat, der sehr gute Dienste
leistete, wurde benutzt. Es war dies ein sehr lichtstarker
Prismenspektrograph von A. H i l g e r in London. Mit diesem
-4pparate gelang es mir, die schwachsten Linien zu photographieren und so die Serien bis nahe an ihr Ende zu erhalten. Sehr nutzlich erwies sich dieser Apparat auch dann,
wenn eine Linie von einem Gittergeiste unterschieden werden
sollte; es kommt namlich manchmal vor, da8 eine Spektralh i e mit einem Geiste einer starken Linie zusammenfallt.
Mit dem Prismenapparate aber erhalt man nur reelle Linien.
Als Lichtquelle diente eine Glasquecksilberlampe, die bei
60 Volt Spannung bis zu 25 Amp. belastet werden konnte, jedoch fortwahrend mit Wasser gut gekuhlt werden muBte.s)
Vor AbschluB dieser Arbeit konstruierte Herr Prof. P a s c h e n
eine Quarzglaslampe gleicher Art, die selbst mit 30-35 Amp.
1) F. Pas c h e n , Jahrbuch der Radioaktiviat u. Elektronik 8. p. 174.
2) A. F a r b e r , Ann. d. Phys. 9. p. 886. 1902.
3) P. G m e l i n benutzte die gleiche Lampe und beechreibt sie:
Ann. d. Phys. 53. p. 25. 1910.
Bas Bogenspektrum des Quechsilbers.
1043
bei 60 Volt Spannung einige Zeit gebrannt werden konnte,
unter bestandiger guter Kiihlung.
Zum Photographieren in den verschiedenen Teilen des
Spektrums wurden die hierfiir in Betracht kommenden, am
besten empfindlichen Platten benutzt. Die Untersuchung des
Spektralgebietes im augersten Rot geschah anfangs mit den
rotempfindlichen Platten von W r a t t e n und W r a i n r i g h t ; doch
gelang es mir nicht, mit diesen Platten weiter zu kommen, als
bereits Herr H e r m a n n kam. Gemeinsam mit Herrn Ed. L o r i n s e r wurden verschiedene Verfahren ausprobiert. Zunrichst
versuchten wir das von H. H e r m a n n l) angegebene Cyaninverfahren; allein die so hergestellten Platten waren wohl
brauchbar, jedoch geniigte die Empfindlichkeit nicht, und
auBerdem ist das Verfahren ziemlich umstandlich. Das Ton
L e h m a n n 2, angegebene Verfahren mit Alizarin ist besser und
vie1 einfacher, zumal wir von der Anilin- und Sodafabrik in
Ludwigshafen gleich Alizarinblau S erhalten konnten. Die
Platten wurden nun EolgendermaBenhergestellt : wir verwendeten
5 mg Nigrosin und 10 mg Alizarinblau 8, lasten beides in
200 ccm destilliertem Wasser auf an einem dunklen Ort,
gaben ca. 5 ccm Ammoniak (0,95), ferner ca. 5 Tropfen Silbernitrat (ca. 30Proz.) und badeten die Platten in dieser Lasung
ungefahr 5 Minuten. Nachdem die Platten getrocknet sind,
behalten sie ihre Empfindlichkeit einige Tage, alsdann aber
nimmt die Empfindlichkeit bestandig ab. Mit diesen Platten
kommt man mit einem Prismenapparat bis 8700 k.-E. Die
hochste Empfindlichkeit haben diese Platten von etwa 7000 bis
S200 A,-E. Gibt man in die Losung noch etwa 2 ccm Pinachrom- oder besser Pinacyanollosung (1 : 1000 in L41kohol), so
wird cladurch die Empfindlichkeit von 6000 A.-E. an erhoht,
jedoch ist die Platte oberhalb SO00 A,-E. nicht besser empfindlich als vorher. Mit diesen Platten gelang es im augersten
roten Teile des Spektrums eine Reihe wichtiger Spektrallinien
zu photographieren und auszumessen.
Ausgemessen wurden die Platten mit einem Zeiss-Komparator. Als Normalen dienten, wenn moglich, die H a r t m a n n schen Eisennormalen, bezogen auf das ,,P-System. Es
_
c
-
1) H. Hermann, Tubinger Diss. 1904.
2) H. L e h m a n n , Arch. f. wiss. Phot. 6. 1900.
1044
G. Wiedmann.
wurde meistens zwischen zwei Eisennormalen, die nicht weiter
als 50 $-E. voneinander entfernt lagen, interpoliert. Falls die
Hartmannschen Normalen fehlten, wurden die von K a y s e r
gemessenen Eisenlinien benutzt. Im roten Teile dienten als
Normalen die von K o c h en gemessenen Eisenlinien.') Die Linien
im aufiersten Rot wurden gegen violette der zweiten Ordnung
gemessen und haben daher nicht denselben Anspruch auf Genauigkeit. Die mit dem Spektralapparate photographierten
Linien wurden nach der Hartmannschen Formel
berechnet. Diejenigen Linien, die zwischen bekannten interpoliert werden konnten, lieBen sich mit dieser Formel bis auf
einige Zehntel tf.-E. genau berechnen, wahrend diejenigen, die
durch Extrapolation berechnet werden mufiten, nur auf einige
A_.-E.genau sind. Aufierdem sind die Linien im roten Teile
nicht so genau zu berechnen, wie die etwa im grtinen Teile,
weil die Dispersion des Prisma gegen Rot sehr rasch abnimmt.
Die Linien des Quecksilberbogenspektrums im sichtbaren
Gebiete und im Rot.
I n der folgenden Tabelle werden die Linien des Quecksilberspektrums angegeben. Die erste Vertikalreihe bezeichnet
die Intensitat, und zwar so, dab den starksten Linien die Intensitat J = 10 zukommt, und den schwachsten J = 1. Diese
Intensitatsangaben sind durch Schatzung erhalten. Die zweite
Reihe enthalt die Wellenlangen A in Luft; die mit 3 Dezimalen
geschriebenen Wellenlangen sind die Mittelwerte aus mehreren
Messungen. Die Messung geschah in der ersten Ordnung des
Gitterspektrnms. Die dritte Dezimale hat keinen Anspruch
auf Genauigkeita); selbst die zweite Dezimale kann um t 2
ungenau sein, bei unscharfen Linien um noch mehr. Die mit
weniger Dezirnalen geschriebenen Linien sind entweder nur
einmal gemessen oder nur mit dem Spektralapparate. In der
dritten Vertikalreihe sind die Linien charakterisiert. Die
1) E. A. Kochen, der rote Teil des Eisenbogenspektrums, Zeitsohr.
f. wise. Phot. 5. p. 285-299. 1907.
2) F. Paschen, Ann. d. Phys. 30. p. 751. 1909.
Bas Bogenspektmm des Quecksilbers.
1045
vierte Reihe gibt die Schwingungszahlen im Vakuum. Hierauf
folgen die Messungen von Htn. Stiles'), bezogen auf das internationale System. Meine Messungen sind auf das ,,R42'L-System
bezogen, weil alle friiheren Berechnungen der Quecksilberlinien
mit auf dieses System bezogenen Werten gemacht wurden.
Es bedeutet also: J die Intensitat, ilWellenlange in A.-E.
in Luft, v Schwingungszahl im Vakuum, U ganz unscharf,
u v unscharf nach Violett, u r unscharf nach Rot.
J
I
2
2
1
2
2
6
2
2
1
2
3
1
1
1
3
4
1
10
1
1
5
8
6
5
3
2
1
1
4
1
3
4
10
8198
8164
8077
7982
7821
7729,456 u r
7676
7606
7551
21
7453
7371
7295
7179
7122
7092,456
7082,273
7044
6907,776
6891
6868
6716,680
6234,556
6123,672
6072,839
5890,382 u
5872,337
5868,28
5860,32
5859,538 u r
5838,988
5821,678
5803,774 u r
5790,873 n. H.2)
V
12195,12
12245,89
12377,76
12525,05
12782,81
12934,05
13024,22
13144,05
13239,77
13413,s 1
13563,OO
13704,26
13925,63
14037,05
14095,66
14115,94
14192,44
14472,51
14507,47
14556,04
14884,27
16035,40
16325,63
16462,28
16972,19
17024,35
17036,15
17059,28
17061,55
17121,59
17172,51
17225,46
17263,85
1) H. S t i l e s , Astrophs. Journ.
Messungen von S t il e s
7081,96
6907,47
6716,315
6234,31
6123,48
6072,66
5859,49
5790,659 F. u. P.9
30. 1909.
2) H. bedeutet Hartmann, F. u. P. Fabry u. P e r o t .
1046
J
4
10
5
3
10
2
2
1
2
1
3
3
4
3
2
2
1
1
2
1
3
1
2
G. Wiedmann.
i
5789,875 I)
5769,811 H.
5676,075
5549,500 u v
5460,944 H.
5 420,36 2
5405,500 U
5393,698
3389,212
5385,99
5384,904 U T
5365,250 U
5354,240 u r
5316,870 Z L V
5290,3
5219,l
5166,O
5140,268
5138,258
5129
5120,830 u r
5109
5102,600 U ' V
17266,83
17326,BB
17613,OO
18014,93
18306,87
18443,92
18494,65
18535,14
18550,53
18461,62
18565,38
18633,42
18671,73
18803,OO
18897,52
19155,25
19351,6
19448,93
19456,53
19491,30
19522,75
19567,56
19592,47
5046,000 U
5025,818
4991,7
4980,995 u r
4970,305
4960,500 U
4916,180
4897,l
4890,450 zcr
4a83,3
4832,4
4827,3
4822,5
4782,3
4748,3
4723,O
4702,O
4685,5
4672,9
19812,17
19891,82
20027,76
20071,25
20114,OO
20153,73
20335,41
20414,67
20442,41
20473,79
20688~04
20709,89
2073@,54
20904,76
21054,40
21167,16
21261,66
21336,52
21394,03
Y
Mesaungen von S t i l e s
5789,521 ')
5769,598 F. u. P.
5675,811
5460,742 F. u. P.
5399,986
5354,290
5081,260
2
3
2
3
1
5
5
1
2
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
5025,563
4960,427
4916,051
1) Vgl. F. Paschen, Ann. d. Phys. 30. p. 750. Anm. 3. 1909 und
P. Gmelin, Ann. d. Phys. 33. p. 26. u. 29. 1910.
Bas Bogenspektrum des Quecksilbers.
J
I
1
1
4662,6
4653,6
21441,51
21482,97
10
6
2
6
4358,504 H.
4347,617
4343,793
4339,323
22937,36
2 2 99 5,3 2
23015,ll
23038,7 1
1
6
9
10
6
8
2
6
1
3
41 40,182
4108,170
4077,860
4046,646
3984,100
3906,590
3903,793
3902,087
3894,041 u
3861,234 U
24147,OO
24334,98
24515,93
24705,02
25092,5
25590,69
25609,05
25620,20
25673,15
25891,24
3
1
4
4
3820,277 U
3815,990
3801,? 80
3790,282 U
26168,83
26198,3
26296,13
26375,89
1
1
4
3771,043 u
3755,403
3751,897 u
26510,56
26620,883
26645,77
3704,288
3702,509
3701,593
3680,421
3673,172
3666,660
3663,421.
3663,018
3655,066
3650,425
3592,908
3591,63
3591,lO
3524,42
3553,15
3479,13
3478,OO
3447,36
26988,22
2700 1,19
27007,90
27163,21
27216,YO
27265,19
27289,29
27292,28
27351,632
27386,45
27824,85
27834,76
21838,811
28365,56
28376,03
28735,22
28744,35
28999,79
2
1
1
2
4
1
9
6
10
10
2
1
1
2
1
1
1
1
Y
1047
Messungen von Stiles
4451,637
4358,343 F. u. P.
4347,504
4339,245
4273.27
4108,116
4077,842
4046,557
3983,963
3906,478
3901,965
3849,274
3801,665
3789,818
3775,697
3773,540
3751,737
3728,213
3704,28
3701,44
3663,274
3662,881
3654,832
3650,144
3592,97
1048
G. Wiedmann.
Die Messungen von 4000 A.-E, an abwarts sind nicht so
ausfuhrlich und genau, wie die oberhalb 4000 A.-E. Es
wurden nur die starkeren und die charakteristischen Linien
gemessen, manche nur einmal. Von den in obiger Tabelle
enthaltenen Linien gehoren die meisten zu den folgenden Serien.
I. Hauptaerien und ihre Kombinationen.
1. H a u p t s e r i e e i n f a c h e r Linien.
Die Glieder dieser Serie konnten nur mit groBer Miihe
gefunden werden. Es muBten besondere Bedingungen der
Lampe ausprobiert werden, um die letzten Glieder zu erhalten.
Die Linien dieser Serie sind samtlich unscharf nach Violett.
Trotzdem das Ende dieser Serie sehr genau angegeben werden
kann, ist es nicht gelungen, die Glieder fur die Ordnangszahlen
3 und 4 sicher zu bestimmen. Berechung und Beobachtung
weichen bei dieser Serie, wie bei den anderen hierher gehorigen
Hauptserien fur die Glieder der niederen Ordnungszahlen
ziemlich von einander ab. Herr Prof. P a s c h e n verwendet zur
Berechnung- dieser Serie die Formel:
N
21 = (2,5 S) - (m,
P),wo (m,P)= [m + P + Z(m,P)4]*
bedeutet und (2,5 S) = 20252,4 ist.
~
rn
I
V
(m,P )
I ber.
1 beob.--l ber.
m
I
V
(43
I ber.
ibeob.-1 ber.
5
6234,5
16035,4
4217,O
6234,5
0
6
5S03,7
17225,4
3027,O
5803,2
0,5
7
5549,5
18014,9
2237,5
5549,5
9
5290,3
18897,5
1354,9
5290,6
0,3
10
5219,l
19155,2
1097,2
5219,4
0,3
11
5166,O
19351,6
900,s
5167,6
- 1,6
-
+
-
0
P = - 0,0073064, 17 = + 3,38595 x lo-'.
8
5393,7
18535,l
1717,3
5393,2
0,5
+
12
5129,l
19491,3
761,l
5129,3
- 0,2
Das Glied m = 4 ist wahrscheinlich die Linie 6716,680;
kann jedoch mit obiger Formel nicht geniigend genau berechnet
werden. nber das Glied m = 3 sind keine Anhaltspunkte
vorhanden; das Glied m = 2 muB nach P a s c h e n 10140,6 sein.
Parallel mit dieser Serie lauft die folgende:
1049
B a s Bogenspektrum des Quecksilhers.
2. S e r i e v o r g e l a g e r t e r Linien.
Die Linien dieser Serie sind wie die der vorhergehenden
nach Violett unscharf. Auch diese Serie la& sich nicht weiter
verfolgen als die Serie einfacher Linien. Die Serie berechnet
man sehr leicht aus der vorhergehenden; bildet man namlich
die Differenz der Grenzen beider Serien 21 829,9 - 20252,4
= 1577,5, so findet sich diese Differenz auch zwischen den entsprechenden Gliedern beider Serien, d. h. deren Schwingungszahlen. Die Glieder dieser Serie sind:
nt
10
9
8
7
6
5
4
A in Luft
4822,5
4883,3
4970,305
5102,600
5316,870
5676,075
6072,839
v
im Vakuum
20730,54
20473,80
20114,OO
19592,50
18803,OO
17613,OO
16462,28
Die Differenzen der entsprechenden Schwingunga zahlen
lauten :
{
20730,54
m = 10 19155,25
1575,29
19592,50
m = 7 ( 18014,93
1577,57
20473,80
18897,52
1576,28
m = 8{ 18535,14
18803,OO
nz = 6 17225,46
1577,54
17613,OO
16035,40
1577,60
m=9
i
{
20114,OO
1578,86
m =5
{
16462,28
m = 4 I14884,27
__
.)73,U 1
't-:
3. T r i p l e t haup t B er ie.
WBhrend die Triplethauptserien von Kadmium und Zink
leicht zu erkennen sind, begegnet man beim Quecks ilber,
spektrurn grogen Schwierigkeiten. Wie die obige n beiden
Serien laBt sich auch diese Serie nicht vollstandig ber echnen,
trotzdem die Grenze von F. P a s c h e n l ) angegeben und auch
von Milner2) experimentell bestatigt ist. Diese Serie endigt
an derselben Grenze wie die Serie vorgelagerter Linien , und
es ist sehr schwierig, beide Serien voneinander zu unterscheiden.
Herr Milner hat die Serie ebenfalls bis nahe an die Grenze
1) F . P a s c h e n , Ann. d. Phya. 29. p. 662. 1909.
2) I h . S. R. Milner, Philoaophical Mrgazine. 20. p. 636. 1910.
67
A n n s b n der Phydk. 1%'.Folge. 58.
1050
G. Wedmann.
gemessen und gibt die oben angegebenen Glieder der Serie
vorgelagerter Linien als Glieder der Triplethauptserie an.
Dadurch erhalt Herr M i l n e r ein ganz falsches Bild einer
Tripletserie, namlich das mittlere Glied als das starkste, was
bekanntlich allen seitherigen Beobachtungen widerspricht.
AuBerdem sind die Linien der vorgelagerten Serie nach Violett
unscharf, wahrend die Linien der Triplethauptserie gegen
Violett scharf und nach Rot unscharf sind. Dieser Umstand
hat hauptsachlich zur Unterscheidung beider Serien beigetragen
Unmoglich zur Triplethauptserie konnen ferner die von Herrn
M i l n e r angegebenen Linien 5365 und 5890 gehoren. Diese
Linien sind auffallend unscharf und haben genau dasselbe
Aussehen wie die anderen in der Tabelle mit U charakterisierten Linien.
Sehr merkwurdig ist das Verhalten dieser Serie, Die
zweite Linie der Glieder m = 5 und m = 6, namlich 5859 und
5384, ist je von einem deutlich zu messenden Trabanten begleitet und es scheint d s ob sich die Serie aufspalte. Diese
Trabanten sind bei den Gliedern der hoheren Ordnungszahlen
naturlich nicht mehr zu messen. Die Berechnung YaBt sich
fur die stkksten Glieder eines jeden Triplets mit einiger
Genauigkeit ausfuhren ; fur die beiden andern Glieder aber
werden die Abweichungen immer betrachtlicher, was wohl auf
die erwahnte Zersplitterung zuruckzufuhren ist. Es wird daher
nur das starkste Glied der Triplets hier berechnet. F. Pas c hen I )
berechnet auch die anderen Glieder. Die benutzte Formel
ist folgende:
(1,5S) = 21829,9, p , = - 0,0899114, x1 = - 6,68285 x low6.
m
ibeob.
I'
?/tp 1
1. ber.
4
5
6
7
8
9
10
6907,776
5803,77
5354,2
5120,s
14472,5
17225,4
18671,7
19522,7
200';1,3
20442,4
20709,9
7357,4
6907,776
5804,5
53544
4981,O
4890,4
4827,3
4604,5
3158,2
2307,2
1768,7
1387,5
1120,o
5130,s
49SO.i
4889,8
4526,9
1) F. P s s c h e n , Ann. d. P h p 35. p. 860. 1911.
R beob.1. ber.
0
- 0,7
= 1,2
0
+0,3
0,6
+
+ 0,4
1051
Bas Bogenspektrum des Quecksilbers.
I beob.
m
11
12
13
14
15
16
17
18
4782,3
4748,3
4723,O
4702,O
4685,5
4672,9
4662,6
4653,6
mP1
Y
20904,76
21054,4
21167,l
21261,6
21336,s
21394,O
21441,j
21482,g
925,2
775,5
662,8
568,3
493,4
435,9
388,4
346,9
I ber.
I beob.I ber.
4781,8
4748,O
4722,O
4701,8
4685,5
4672,5
4661,6
4652,6
+0,5
+0,3
1,o
+0,2
0
f0,4
+
+ l,o
+1,0
Das Grundglied m = 2 ist: 5460,944; 4358,504 und
4046,646. Das Glied nz = 3 la& sich nicht mit Sicherheit
bestimmen. Die Triplethauptserie, soweit sie wohl als sicher
angenommen werden darf, ist nun folgende.
stiirkste
mittelstarke
4
5460,944
6907,776
5'
5803,774
6
5354,240
7
5120,830
4980,995
4890,450
4827,3
4782,3
4743,3
4723,O
4702,O
4685,5
4672,9
4662,6
4653,6
4358,504
7082,273
58593538
5860,32
5384,901
5385,99
5138,258
4991,7
4897,l
4832,4
711
2
a.
9
10'
11
12
13
14.
15
16
17
1s
{
{
sohwache Liuie
4046,646
7092,456
5872,337
5389,212
5 140,268
11. Zweite Nebenserie und ihre Kombinationen.
Die zweiten Nebenserien sind bereits bekannt. Sehr
interessante Linien, die bisher nicht eingeordnet werden konnten,
wurden als Kombinationen dieser Nebenserien erkannt. Die
Linien dieser Kombinationen zeichnen sich durch ihre auBerordentliche Schiirfe aus.
Die folgende Serie wird gebildet durch den Term:
(2, P)- (m,s); d. h. sie bildet mit dem ersten Glied der
aweiten Tripletnebenserie die Schwingungsdifferenz 401 36,s
'30111,lO = 10025,7.
67 *
-
1052
G. R’iedmann.
(2, P ) 50111,l ( 2 , P ) 130111,l
(2,P)
(-1,53){21829,9
(-2,5s)f10220,3
(-3,5 s)(
Y ber. = 8281,2
Y ber.
19890,s
Y ber.
Y beob.
8281,9l) v beob. .l9891,8
Y beob.
ibeob. 12071,3 1 beob. 5025,818 1 beob.
30111,l
(2,P) 30111,l
_____
5964,6 (--4,5s)( 3913,2
24146,5
v ber. 26191,9
24147,O
v beob. 26198,3
4140,182 1beob. 3815,990
Aus dieser Serie la& sich die 11. Tripletnebenserie auf
dieselbe Weise berechnen, wie weiter unten die I. Tripletnebenserie.
Eine weitere Serie wird gebildet durch den Term:
(2,p,) - (m, s), d. h. dieselbe hat die Schwingungsdifferenz
14656,2 gegen die zweite Nebeuserie einfacher Linien. Die
zweite Nebenserie lautet nach F. P a s c h e n :
m
a
V
1,5
2,s
3,5
415
1849,O
10140,6
49 16,19
54065,7
9858,7
20335,4
24335,O
4108,17
Die Kombinationsserie ist also :
m
1
175
2,5
395
4,5
2536,7
4077,86
2857,l
2564,l
v ber.
39409,5
24514,9
34991,6
38991,2
Y beob.
39410,4
24514,9
34990,6
38987,9
111. Erste Nebenserien und ihre Kombinationen.
Die erste Nebenserie einfacher Linien wurde vonF. P a s c h e n
zuerst als Kombination %) der ersten Tripletserie, spater aber
nach Analogie der entsprechenden Serien von Cadmium und
Zink als erste Nebenserie einfacher Linien 3, angegeben. Diese
Serie, sowie die beiden dicht neben ihr verlaufenden Kombinationsserien, sollen hier weiter fortgesetzt und aus ihnen der
weitere Verlauf der ersten Tripletnebenserie berechnet werden.
Die Formel zur Berechnung der ersten Nebenserie einfacher
Linien ist folgende:
1) F. P a s c h e n , Ann. d. Phya. 27. p. 558.
2) F. P a s c h e n , Ann. d. Phys. 30. p. 750.
3) F. P a s c h e n , Jahrbuch der Radioaktivitat und Elektronik. 8.
p. 178, Anm. 1.
1053
B a s Bogenspektrum des Quecksilbers.
Die Berechnung der beiden dicht neben dieser Serie verlaufenden Kombinationsserien geschieht mit derselben Formel
und kaiin deshalb hier unterlassen werden.
m
1.
V
3
4
5
6
7
8
9
10
5790,87
4347,6
3906,6
3704,3
3592,9
3524,4
3479,l
3447,4
17263,8
22995,3
25590,'l
26985,2
27824,s
28365,5
28735,2
28999,8
(m,
D)
I beob.1. ber.
I ber.
5790,87
4348,7
3906,6
3704,2
3592,'l
3524,2
3479,O
3447,4
12848,5
7117,O
4521,6
3124,l
2287,s
1746,s
1377,l
1112,5
0
- 1,l
0
+0,1
0,2
0,2
0,1
0
+
+
+
Die Glieder 8, 9 und 10 sind nur einmal gemessen und
zwar gegen Quecksilbernormalen ; auBerdem wurden sie durch
Extrapolation erhalten. Dennoch diirfte ihre Genauigkeit
f 0,l A.-E. sein.
Erste NS. einf. Linien
und die daneben verl.
Schwin-
Erste Tripletnebenserie
gungs-
differenz
~~
>'
I ber.
{
{
10025,7
14656,2
16422,8
27289,5
31920,O
33686,6
3663,4
3131,9
2967,7
3663,4
3131,9 Ii. n. R.
2967,4 K. n. R.
10025,7
14656,2
16422,8
27292,5
31923,O
33689,6
3663,O
3131,7
2967,4
3663,O
3131,7 K. u. R.
2967,4 K. u. R.
{
10025,7
14656,2
27352,6
31983,l
3655,O
3125,s
3655,l
3125,8 St.
.~
~~
~
-
I beob.
_.
~~
-~
~
5790,87
17263,8
578!3,87
17266,8
5769,81
17326,9
4347,6
22995,3
10025,7
14656,2
16422,8
33021,O
37651,5
39418,l
3027,6
2655,2
2536,2
3027,6 K. u. R.
2655,3 K. u. R.
2536,7 ')
43488
23015,l
10025,7
14656,2
16422,8
33040,8
37671,3
39437,9
3025,s
2653,8
2534,9
3025,8 St.,K.u.R.
2653,9 St.
2534,9 K. 11. R.
10025,7
14656,2
33064,4
37694,9
3023,6
2652,2
3023,6 St.
2652,2 K. LI. R.
4339,3
~
23038,7
{
1) Diese Linien werden von S t i l e s als verbreitert bezeichnet; es
ist daher wahrscheinlicb , da6 sie aus mehreren Komponenten bestehen.
G. Wiedmann.
1054
Fortaetzung.
Erste NS. einf. Linien
und die daneben verl.
Kombinationen
Schwingungsdifferenz
I
Erste Tripletnebenserie
iber.
Y
~
~
R beob.
____-
St.
St.
St.
3906,6
35616,4
10246,9
12013,5
3903,8
35634,7
10265,2
42031,8
2806,9
2807,O
8483,9
2484,l
2379,5 ?)2380,2
2805,4
2805,6
2482,s 2482,9
2378,5
2378,5
35645,9
40276,4
2804,6
2482,l
St.
St.
2804,7 St.
2482,2 St.
3704,3
37013,9 2701,O
11644,4 2400,7
43411,O 2302,9
2701,l St.
2400,8 St.
2302,4 St.
3702,5
37026,9
41657,4
43424,O
2700,O
2399,s
2302,2
2699,7
2399,9
2302,3
3701,6
37033,6
41664,l
2699,4
2399,5
2699,l St.
2399,5 St.
3592,9
37850,5
42481,O
44247,6
2641,5
2353,4
2259,5
2640,l I)
2352,8 I)
2259,l
3591,6
37860,4
42490,9
44257,5
2640,7
2352,8
2258,9
2640,l I)
2352,s
2259,O
37864,6
42495,l
2640,3
2352,6
2640,l St.
2352.8 St.
38391,2
43021,7
44788,3
2604,2
2323,8
2232,l
2603,3 ? St.
2323,5
3902,l
3591,l
2562072
27838,9
10025,7
14656,2
{
{
10025,7
14656,2
3524,4
...
3523,l
28376,O
{
1
St.
-
. . . . . . . . .
1002577
14656,9
38401,7
43032,2
2603,3
2323,?
2603,3 St.
2323.5 St.
1) Diese Linien werden von S t i l e s als verbreitert bezeichnet; es
ist daher wahrscheinlich , daB sie aus mehreren Komponenten bestehen.
Das Bogenspektrum des Quecksilbers.
1055
Fortsetzung.
~-
Erste NS. einf. Linien
nnd die daneben verl.
Kombinationen
Erste Tripletnebenserie
I differenz I
1 ber.
___
3479,l
I
10025,7
28735,2{1 14656,2
16422,8
. . . : _ 1. . I . . .{ I
3478,O
28744,3
3447,3
28999,8
10025,'i
14656,2
1
10025,7
1
,!
I' 14656,2
16422,s
38760,9
43391,4
45158,O
I beob.
2579,2
2303,8
2213,s
. . . . . .
38770,O 2578,6
43400,5 2303,4
39025,5 2561,8
43656,O 2290,O
45422,O 2200,9
Obschon eingehendere Untersuchungen des ultravioletten
Teiles des Quecksilberspektrums fehlen, und auch meine
Messungen hier nur 0uchtig sind, konnte doch der weitere
Verlauf der ersten Nebenserie einfacher Linien angegeben und
daraus die erste Tripletnebenserie berechnet werden.
Vsn den beobachteten Linien des Quecksilberspektrums
bleiben. nur noch wenige ubrig, fur die keine GesetzmaBigkeiten
gefunden werden konnten. Die mit U (ganz unscharf) charakterisierten Linien gehoren offenbar zusammen. Die Schwingungszahlen der Linien 5365,250 und 5890,382 haben die Differenz
1659,4; die der Linien 4960,500 und 5405,500 die Differenz
1660,18. Ferner gehoren ihrem Aussehen nach die Linien
3861,234; 3820,277 und 3790,282 hierher.
Fiir die freundliche Anregung und vielseitige Unterstiitzung
bei dieser Srbeit sage ich meinem verehrten Lehrer, Herrn
Prof. Dr. F. P a s c h e n , auch hier meinen innigsten Dank.
(Eingegangen 4. Juni 1912.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
601 Кб
Теги
sichtbaren, teil, bogenspektrum, quecksilbers, das, roten, des, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа