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Das Clausius'sche Gesetz und die Bewegung der Erde im Raume II.

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E. Burle.
X. Dae Clauailcs'eclte Geeetx und dde Beweyung
c l e r Emle Cnz Raztme, II; t+onE. Budrle.
Xein erster unter vorstehendem Titel veroffentlichter
Aufsatz') traf zusammen mit einer Abhandlung von C l a u s i u s 2, liber denselben Gegenstand , und neuerdings hat
.J. F r o h l i c h 3 ) . indem er iiber die von mir gezogenen Folgerungen hinausgeht, friscbe Einwiirfe gegen die Clausius'sche
Grundformel aus denselben abgeleitet. Es liegt mir natlirlich fern, Hm. C l a u s i u s in der Vertheidigung seines Gesetzes vorgreifen zu wollen; ich publicirte meinen ersten
Aufsatz nur, weil ich die betreffenden Rechnungen fertig da
liegen hatte, als Hm. F r o l i l i c h ' s Arbeit iiber die drei
electrody namischen Grundgesetze') erschien. D a indessen einerseits Hr. C l a u s i u s in seinen Erorterungen yon anderen
Gesichtspunkten ausgegangen ist , als ich, und sndererseits
Hr. F r i i h l i c h sich in seiner letzten Abliandlung specie11
mit meiner Rechnung beschlftigt, so darf ich mir wohl hier
die folgende vorlliufige Erwiderung gestatten :
a. Da die Clausius'sche Theorie das Dasein eines kraft.
ubertragenden Mediums voraussetzt, scheint es mir selbstverstiindlich , dass sie unter ,,absoluten Geschwindigkeiten"
nichts anderes versteht , als ,,Geschwindigkeiten relativ zu
jenem Medium"; ich weisa nicht wie eine im strengen
Sinne des Wortes absolute Geschwindigkeit uberhaupt bestimmbar werden sollte, da doch Geschwindigkeiten wie Orte
ihrer Natur nach nur relativ erkannt werden konnen. Eben
um diese meine Auffassung anzudeuten, hatte ich in meinem
ersten Anfsatz das Wort ,,absolute" mit Anfiihrungszeichen
versehen, und aus den Erarterungen von C l a u e i u s darf icli
entnehmen, dasa ich den Sinn seines Ausdrucks richtig verstanden hatte. C l a u s i u s verfiShrt demnach durchaus consequent, \Venn er seine Deutung der abgeklirzten Bezeichnung
1 ) Budde, \\'led. Ann. 10. p. 553. 1880.
2) C l a o s i u s , W i d . Ann. 10. p. 616. 1880.
:V J . Frohlicl:, Wed. Ann. 13. p. 121. 1381.
4 ) J. Fro!tlich, Ivied. Ann. 9. p. 261. 1380.
E. Btidde.
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,,absolutdLda hervorhebt, wo das zur Vermeidung von Missverstandnissen nothig wird.
Ferner ist gewiss nichts gegen die von ihm betonte
Maglichkeit einzuwenden, dass der Theil des kraftlihertragenden Mediums, welcher bei irdischen Experimenten in Thatigkeit gesetzt wird, von der bewegten Erde auf ihrer Bahn im
Rnume mitgeschleppt werde. Indessen ist es auch nicht
unmiiglich, dass das Medium, dem man doch wohl keine
bedeutende Reibung zuschreiben darf, an der Bewegung eingetauchter ponderabler Korper nur zum Theil oder gar nicht
participire, und dies ist sogar wahrscheinlich, wenn der bewegte Korper ein Gas ist, wie die Erdatmosphare. (Ich
erinnere an F i z e n u ’ s Versuche iiber die Mitschleppung des
Lichtilthers in Gasen, die bekanntlich negatir ausfielen.)
Wenn man also, wie iiblich, mit ponderabeln Electricitlitstriigern in Luft arbeitet, so wird die hnnahme, dass das
kraftiibertragende Medium relativ zur Erde eine bedeutende
Geschwindigkeit besitze, nicht unbedingt auszuschliessen sein.
und wenn ihre Consequenzen der Prlifung durch den Versucli
zugilnglich sind, wiirde es immerhin der Miihe werth sein.
diesen Versuch anzustellen. Dagegen kann ich F r o h 1i c h
nicht zustimmen, wenn er die Thatsache, dass Wirkungen
von der Ordnung derjenigen, die uns hier beschaftigen, noch
nicht beobachtet worden sind, als geniigenden Beweis fur die
Nichtexistenz desselben anspricht. Es handelt sich meistens
urn Krlifte, zu deren Wahrnehmung besondere Stellungen
von Apparaten gegeneinander und gegen die Erde, sowie
besonders ausgedachte Digerentialmethoden erforderlich sein
warden, und die kijnnen sehr lange unbemerkt bleiben. Dies
sei indessen nur allgemein gesagt, da ich ja im concreten
Fall die Existenz merklicher Wirkungen geleugnet habe.
b. F r i l h l i c h veraieht das fingirte Electricitlitsquantum
f, welches in meiner Rechnung die geokinetiache Wirkung
eines Stromelements ausdrlickt, mit dem Zusatzfactor 1/(1 -Ad)).
Diese Correctur ist richtig, aber ohne Bedeutung. Der Factor
ist constant, wenn u constant vorausgesetzt wird, wie wir es
beide gethan haben, und kann etwa den Werth 1,00000001
erreichen; deshalb habe ich ihn nicht beracksichtigt.
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E. Budde.
Mein Gegner b s t nun die reale Ladung -f am Stronie
Theil nehmen, ind?m er stillschweigend voraussetzt, dam die
Kirchhoff ache Stromconstruction fiir den vorliegenden Fall
ohne jede Abllnderung beiznbehalten sei. Er entnimmt ferner
aus meiner Deduction, dam ich mir die freie Ladung -f im
Leiter ruhend denke. Das letztere habe ich nicht gesagt nnd
auch nicht sagen wollen: existirt eine reale Ladung -f, so
kann sie maglicherweiee auch stationar bewegt sein, in der
Art, dass ihre Vertheilnng durch die Bewegung nicht geandert wird. Formulirt man den Einwurf, den er mir maclit,
so: ,,Esist nicht ohne weiteree einzusehen, wie die von
Bu d d e statnirte freie Ladung des Stromkreises sich mit
der Stramungsbewegung VertrILgt", so gebe ich ihn vollstandig
zu und erkenne die Forderung, den entsprechenden Nachweis
zu liefern, durchaus ale berechtigt an. Dagegen kann ich
die Art, wie Frtihlich das Verhnlten der geokinetischen
Ladung construirt, indem er sie ohne weiteres mit einer
v o n i h r e r D i c h tigkei t un a b hlln gi gen Geschwindigkeit
in Bewegung setzt, nicht als die richtige gelten lassen. Es
wiire nicht schwer, ihr aofort eine andere gegenllberzustellen,
die F r 6h l i ch' s weitere Folgerungen wieder zu nichte machen
mtirde. Dennoch venichte ich hier darauf, und zwar aus
folgendem Grunde : Die Kirchhoff ache Theorie des stationlren Stromes hat sich zwar vide Jake lang vortreftlich
bewiihrt, kann aber doch bei genauer Beaichtigung nicht fur
vollstindig abgeschloesen gelten. Erstens niimlich begnligt
sie sich mit der angeniiherten Annahme, dass das beim Strom
in Frage kommende Potential daa Coulomb'sche sei und
nimmt keine Bticksicht auf die Abweichungen, welche moglicherweise durch die Anwendung der electrodynamischen
Anziehungsgeaetze hervortreten wilrden. Nun sind diese
Abweichnngen zwar augenscheinlich sehr klein, aber gerado
bei der uns beechutigenden Discussion ktinnen sie hervortreten und Werthe erreichen, die von gleicher Ordnung sind
wie die supponirten geokinetischen Wirkungen des Stromes.
Zweitens setzt die Kirchhoffeche Stromtheorie ohne Weiteres
voraus, dass die freie Electricitht, welche eich an oder in
den Stromtrligern befindet, sich r u h e n d nber den Strom-
D. J. Kortewe:/
u.
.
V. A. Julius.
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kreis vertheile und zugleich eine v e r h d e r l i c h e P o t e n t i a l f u n c t i o n besitze, mit anderen Worten, dass sie nicht im
Gleichgewicht und doch in Ruhe sei; dabei liefert sie bis
jetzt keinen Nachweis fiber etwaige Zusatzkriifte , welche
dieses Wssverhiiltniss erklken kdnnten. So gut sie also die
Erscheinungen des Stromes darstellt , wenn man blos die
neutrale stramende Electricitiit des letzteren ins Auge fasst,
so wenig liefert sie einen gentigenden Ausweis iiber das
Verhalten der freien Ladungen, d. h. gerade Uber das, was
wir hier brauchen. Aus diesem Grunde glaube ich, dass es
erst einer e n d l i c h e n Untersuchung Uber den gewohnlichen
stationilren Strom im ruhenden galvanischen Kreise, und fiber
den Einfluss, welchen die electrodynamischen Grundgesetze
anf die theoretische Construction desselben haben, bedarf,
ehe man die von E r o h l i e h angeregten feineren Fragen mit
Erfolg angreifen kann. Ich bin seit einiger Zeit mit einer
Arbeit ilber den Gegenstand beschilftigt, hoffe demnbhst
einige Ergehnisse derselben vorlegen zu konnen, und wlirde
dann, wenn noch Stoff zur Discussion Uhrig bleibt, gern auf
die Einwiirfe meines geehrten Gegners eingehen.
XI. Ueber claa Gr6ssmvmlMltnbs cler electrbchm
Azcsdehnzcw b d GZm u d E a u t s c W ;
v o n D . J. K o r t s w e g mu€ V. A. J ~ l a 2 1 8 . ~ )
(Aus den Sitxungsber. der k. Ahad. d. Wiee. zu Wien. Bd. 83. ILAbth.
Januar-Heft. Jahrg. 1881, von den Herren Verfassern mitgetheilt.)
Schon friiher? hat der eine von uns fiber die electrische
Ausdehnung Berechnungen mitgetheilt, wobei von der Voraussetzung ausgegangen wurde, dass dabei keine anderen als
die llingat bekannten electrischen und elastischen K&te
auftreten, dass also Gleichgewicht entsteht, sobald bei weiteren
unendlich kleinen FormHnderungen die Summe der Variationen der electrischen und elastischen Arbeit Null ist. Es
wurde so eine Formel:
1) Ftir die theoretischen Betrachtungen ist nur der ereenannte von
uns vermtwortlich.
2) Korteweg, Wied. Ann. 9. p. 48. 1880.
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