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Das Columbin eine neue krystallinische Substanz in der Columbowurzel.

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X. Das CoZumbin, eine neue krystallinische
Sulstanz in .der Colurnlowurzel;
von W i t t s t o c k .
T’V6enn inan Columbowurzel mit Alkohol (O,S35 spec.
Gcwicht) auszieht, den Auszug bis auf ein Drittel -der
Fliissigkeit abdestillirt, und diese einige Tage ruhig stehen lafst ; so erhiilt man krystallinisclie Absonderungen
von gelbbrsunlicher Farbe. Mit MTasscr gew aschen und
in Alkohol geliist, dein inan etwas thierisclie Kohle beigegebcii hat, krystallisirt diese neue Substnnz in sch6nen
durchscheiiieuden Krystallen , deren Forin ein vierseitiges
P r i s m wit rhombisclier Basis ist. Ganz rein uncl sehr
schnell gewinnt inan diese Substanz, weno ein Ausziig der
Colum$omurzel mit Acther (von 0,725) der Selbstverduiistung iibcrlassen wird ; der Versuch gcliiigt schon mit
zwei Drachinen der Wurzeln.
Die neue Substnnz ist geruchlos und von aukerst
bitterein Creschm‘acke; die gefarbten Papiere werden weder von der geistigen noch wSfsr$p Liisung verandert,
sie ist daher weder basiscli noch sauer. Kochender Alkoliol (0,835) liist & bis & davon auf; Wasser, Alkobol und heihcr nehiuen bei inittlerer ‘l‘einperatur aukerst
geringe Xeiigen auf, doch schincclten die Liisungeii noch
bedeiitend bitter; auch in dcn Blherischen Oeleii ist sie
l6slich. In den Losiingen der baustischeii Alkalien liist
aicli die neiie Substanz auf und wird TOU dcu Siiiiren wieder gefiillt. SalpetcrsYure ( 1,250) mirlit bei gewb!inlicher
Tcmperatur fast gar aicht, in der Whlme nird die Substanz jedocli unter Entwicklang von weiiig rothen DBmyfeii
geliist, und dann t!ieilweise von Wasser geh!lt. Ein gaaz
vortreffliches L~sjsriii~s~~~ittel
dcr nerieii Siibstanz ist dic
EssigsYurc ( 1,O.N); sie gcbrauclit davon ungcfiilir so vie1
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wie vom kochenden Alkohol, dnd hptallisirt in regetmsfsigen Forinen aus der sauren Fliissigkeit. Diese Losung schincckt unertraglich bitter. Mit Vortheil bedient
man sich der Essigsliure, uin die neue Substanz ails eiDem &mcnge von Fett und Wachs zu scheiden. Salzsaure wirkt unbedeutend auf sie; concentrirte Scbwefcls5m-e firbt sie zuerst orangengel!,
dann diinkelroth, und
W & r fallt sie aus dieser Li)sung hell rostfarbig. Ueber
Feucr schuiilzt eie wie Wachs, bei starkerer Erhitzung
zcrlegt sic sich nach Art anderer Pflanzenstoffe, ohiie
Aininoniakbildung. Sic vcrbreiint unter Rufsabsetziing,
ohne irgend einen Ruckstand zu hiliterlassen. Sowobl
die geistige, als auch die essigsaure Liisung dieser Substanz wird weder voin salpetersaureii Silber, noch cssigmurein Bleioxyd ~erZiidert,aiich dic iibrigen Metallsalze
und Gallustinctrir siiid d i n e Wirkring auf sic.
Der aufserordentliche bittcre Gescliniack dieser Substanz deutet geivifs auf grofse Wirkuiig clerselben auf
den thierischen Organismiis. 13 11 c h n e r , der iin Jahre
1826 die Columbowurzel ‘uutersiichtc uiid nahe. daran
war, die iieue Substanz zii entdecken, sast: d a k 1 Gran
eines init hetlier bereiteten, uiid durch Wasscr voin Fettc
wid Wncbs befreieten trockiien Extracts, einem Raninchen in die Wunde gehracht, den Tod hervorbrachte.
I)a nun der Aetlier diese Substanz in Verbindung
mit Fett, Wachs und einein durch Gallustinctur fiillbnren
gelbeii Extractivstoff aufiast, die nachherige L6snng derse!ben im Wasser dnrch den Extractivstoff veriiiittelt w i d ,
so ware die groke W-irkung wohl iiur allein der neuen
Substanz zuzuschreiben. Es ist in6glicli, dafs die iieue
Substanz eine Anwendnn~in der MGdicin fsnde, und fiir
dieseu Fall gcbe ich folgendc Bereitungsmethode: Die
Colriinbowunel wirtl 2 - 3 Ma1 init Alkohol voii (0,839)
ausgczogcn, der Auszug bis auf 4 oder 4 Flussigkeit
iibcr Wasserbad abdestillirt, rind daun diese einige .l’agc
ruhig stelicn gelassen. Die arisgescbicdeiicn Krystalle wer.
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den durch ein kleines S e b von der iibrigen Fliissigkeit
getrennt , gewaschen und mit wepig Alkohol und Thierkohle gekocht, worauf man sie sogleich rein erhelt. Die
iibrige Ton den rohen Krystallen abgesonderte Flussigkeit kann noch auf Krystalle benutzt wcrden. Man dampft
sie im Wasscrbade unter Zusatz von Tliicrkolile, Glaspulrer oder sonstiger Mittel bis zur Trockne ein, pu1vert das Extract, und zielit es einigemal lnit -4cther (0,725)
aus. Die ltherischen Auszuge werden abdestillirt , den
Ruckstand iiberlakt man der Selbstverdunstnng. Nach
uiid iiacli krystallisirt Wachs, Fett und die neue Substnnz heraus, melches Gemenge man mit Essigsaure heifs
auszieht, uin letztere zu geminnen. huf dieseWeise habe ich
cine Drachme der nehen Substanz aus 16 Unzen Wurzel
crhaltcn.
Spliterhin werde ich die Analyse der Columbowurzel beliannt machen, und dann ausftihrlicher iiber die Eigeuscliaft der neuen Substanz sprechen.
XI. Bericht iiber Hrn. L e r o u x 's ,4hhandlung
iiber die chemische AnaIyse cler Wcidenrinrle;
con iten HH. G a y - L u s s a c und M a g e n d i e ,
Rerichterstotter.
(Ann. de chiin. c t de phys. T. XLIII. p . 440.).
IITI
letzt verflossenen Juni (1829)wnirden wir, Hr. G a y L u s s a c nnd ich, von der Alradcinie beauftragt, einc Ahhandlung des Hrn. L e r o u x zu prufeii und ihr einen Bericht uber dieselbe nbzustatten. Die W-ichtiskeit dcr in
dieser Abliandlung enthaltenen Thatsachen, und die 1Jntersuchungen, d c h e wir zur Priifung der Riclitigkeit derselben unterneliinen mufsteii, liabcii uns verhindert, unsern Bericht eher wie jclzt abzufasscn. In der That handclte es sicli um iiichts w-cniger d s daruni, ob in cincr
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