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Das deutsche Patentamt und die Industrie.

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XXV. Jab
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661
WohIgomuth: DN deuboho Pstatunt und die Indumtrla.
Zeitschrift fur angewandteChemie
und
Zentralblatt fur technische Chemie.
XXV. Jahrgang.
Heft 12.
Das deutsche Patentamt und die
Industrie.
&*it einiger &it int dir Aufmerksanikeit weitr.
rrr Krriac. nuf die Tatigkrit d r s deutsrhen Patent.
nniten und ini besondrrrn auf die innerrn Vrrhiilt.
ninnr dirnrs hichnnniten prichtet. Einr Anzahl
von I’akntanwiiltcn lint xrliwrre Klngen rrhoben
i i b r den Riickgnng d e ~dcutschen I’ntentariiten,
indeni sir eine Reihc von Einzrlfiillen nls Symptome
drr gtinzrn Grarhiiftnfiihrung betrnchtetcn. h r
Verrin deiitschrr (‘hcmikrr hnt hirrzu nuf drr letzten Hau])tvrrnninmlunp in Stettin ani {#./ti. 1911
Stellung Kenommen; nus clcr Verhandlung. die im
% h o b der Fachgrupp fiir pewerblichen Rrchtsncliutz stnttfand, ging hrrvor. dall dir rhrmisrhr
Induntrie ini allgemeinm init d r r Grschiiftsfuhrung
des l’titmitnmten zufrirdcw int, dal) nie wrnigstens
so achwerwiegrnde Klaycbn, wie sie seitens einer
Reilie vim 1’atcntanwaltc.n vorgebracht waren,
ihrcrxtits nicht unterstiitwn kann.
Irli mijclite nun hier rincm I’unkt zur Sprache
brinpvn, d r r mrincs Ernrlitrnn f u r die lndustrio
von achr yroBer k d r u t u n g int, und der, soweit niir
beknnnt, bislanp nocli nirht Cegrnstand der Eriirtc-rung grwenrn iat. In iiicainrr Tiitigkeit nuf dem
Gchietr den I’ntrntwracna, div nun nurh nchon eine
p n n 7 ~Rrilw von .Jnhrrn unifiillt, liahe irh gcradr
in dieurni l’unkte cigcmartipt. Erfahrunyen gemaclit:
Ej, handrlt Rich uni dir Iirnktiarhr Writerbildung
d r r Mitglicdrr d r s I’atrntriintcs durch D i e n s t oder I n f o r 111 n t. i o n n r I’ i H r n , uni die s k t i g e
Fiihlunpnhine zwisclirn I’titc~~tclmt
und Induatrir.
d i r unbeclingt zu wiinnrlit-n ist.
Vor kurmrn errrptc rin I’rteil den I. Zivilaenate
den Reichsgrrichta voni 2 5 . 3 . 1911 t=rhrblirhea Aufwhen, in dem die Einrcdc. der I’ntrntcrsrhleichung
khantlelt war. Das Rrichsprricht hatte sich auf
den Standpunkt geatrllt. dal3 der betreffende l’atentinhaber grwuBt link., dnU dna Vrrfnhren, welc11c.x den Cryenstand scinrr Anmrldung bildetr, wit
lnnprr Zeit in deuhchrn Wrrken offrnkundig ausgrubt worden scil); cr Iitiln. nirh riner pmitivcn
Irrrfiilirung dra I’atrntai~itc~n,rinrr Vorspiegelung
falschrr Tatnnclien xcliuldip prmacht, nla er dem
I’ntrntanite wine &findring nlx neu vorlegte. Hierzu brnirrkt dir ..Zeitwhrift, fur Industrierccht”2)
aehr richtig, tan rraclicinc. c b t n a n seltucini, dal) rin
Verfnhren, nelchrs ncit lanper &it in 1)cutnchland
in t.in1.r Reilie von Fitbrikrn offrnkunrlip auagenutzt
war. norli nirht rinninl zur Kcnntnin dcH I’ntcnti i ~ i i t c . a gchngt nri. W m n wir annelinien. dttU die
-
Val. Jlarkenacliiitz und Wcttl:rncrb, XI.
Jahrpnny. 1911. 8.
2, ,,%eituclirift fur lnduntrit*rrclit“, V1. .Jnhrg.,
1!)1 I , 370.
Ch. 1912.
22. MiSrz 1912.
Tataachen, nuf die das obige Reichsgerichteiirteil
Rich piindet, richtig Rind, so rnteteht allerdinp die
Frage: Wie ist es nioglich, dall die mit der Vorpriifung von Anmcldungen beschiiftigten Mitglieder
d r s I’atentamtes von einem eeit Jahren in Verschiedtwrn Fabrikrn offrnkundig auageubten Verfnhren
nichta wissen? Die einzige Antwort, die hierauf
moglich ist, ist dir, dal) die betrcffenden Mitglieder
ebcn keine Gelegenheit gehabt liaben, die industriellen Verhiiltnisse kennen zu lerncn, mit der Industrie
in Fiililung zu bleibrn.
.,Dir crfolgrriche Bearbeitung der Patentaachen
setzt neben der winsenschaftlichen Hcherrwhung
dcn Materials praktische Erfahrunprn uod eine Htete
Erneuerung der praktischen Kenntnis der Industrie
voraun. Das I’akntamt ist bemiiht, durch Berufung
von Mitgliedern, die aus d r r Praxis kommen, und
durch die Gcwinnung von geeigneten Kriiften fur die
nebenamtlichen Jlitgliedstellen eine stets enge Fiihlung mit. dem praktischen Leben aufrecht zu erhnlten. Bei den nchnellen Fortachritten der Industrie und der notwrndigen Beschriinkung der Tatigkrit der hauptanitlichen Mitglieder auf ihre amtlichen Arbeiten sind die hieraus sich ergebenden Bezirhungen zur Praxis nicht geniigend. Auch die gelegentlichen Vorfiihrungen der nngerneldeten Verfahren und Apparate im Fabrikbetrirbe geniigen
nicht zu einrr yriindlichen Ernruerung der praktischen Anaclittuunpen. Fa wird daher seit 1891 besonderer Wert darauf gelegt, dall den technischen
Mitgliedern und Hilfsarbeitern durch lnforrnationsreisen und durch den Besuch von Ausstellungen Gelegenlieit gegeben wird, ihre praktischen Kenntnisae
nett zu beleben und neue lndustriezweige kennen zu
lernen. Der Wert und die Redcutunp; d i e m Reisen
geht aber uber den niichstliegenden Zweck hinaus.
Vielfach findet sich dabei auch Gelegenheit, durch
Besprechungen mit den in der Praris stehenden
Intereasenten Aufklirungen iiber die I’riifung der
Patentanmeldungrn und die Handhabung des Patentgesetzes zu geben. Ebenso konnen etwaige
Wunsche und Anregungen der Industrie an Ort und
Stelle cntgegengenommen werden.“ Diese Grundsiitzr iiber die Dienst- oder Inforniationereisen der
Mitglieder drn I’ntentanites finden wir in dem beknnnten ,,Berichtr iiber die Geschiiftetiitigkeit des
Kaiserlichen Patentamtes in den Jahren 1891 bis
1900“. Wenn nach diesen Grundaiitzen gehandelt
wiirde, dann kann rs meinra Erachtens nicht vorkommen. daB Mitglieder d r s I’atentanites uber in
drr Induntrie nllgemein beknnntr Tatanchen getiiuscht werden konnen, wir cs in jenrni ReichsgerichLwrtril nngcdrutet iat. Aber leider ist die prnktischr Aunfiihrunp diescr Grundsiitze nicht 80. wie
3ir lndustrir (1s wunnclien kann iind niuR %it
‘nngcr &it ist CN standipe f’bung beini deutnchen
Pntrntamte. dtrU Mitglieder, div aln Vorpriifer tiitig
71
rind, n u r a I l e d r e i J a h r e Urlaub zu einer Informationsreise erhalten. und zwar dann auch n u r
s e c h B T a g e. Wenn man nun bedenkt, wie weit
voneinander entfernt bisweilen wichtige Industriegebiete liegen, daB ale0 ein ziemlich bedeutender
Teil diesea Urlaubes von seche Tegen durch die
Reise in Ampruch genommen wird, so wird man
e i w h e n , daU fur die Besichtigung von industriellen
Anlagen, fur die Auespraohe mit den betreffenden
Industriellen herzlich wenig &it ubrigbleibt. Da
ee nun bekanntlich nicht selten vorkem und vorkommt, daU ein Vorpriifer in mehreren Klaaaen titig ist, so war ihm nur alle drei Jahre Gelegenheit
gegeben, meist nur eines der von ihm bearbeiteten
Gebiete in praktischer Titigkeit kennen zu lernen.
In dem erwiihnten Berichte iiber die Geachiiftetiitigkeit des Kniserlichen Patentamtee ist angegeben, dsO in den zehn Jahren von 1891-1900 im
ganzen 185 technische Mitglieder und technische
Hilfsarbeiter Informationsreieen ausgefiihrt haben,
und daU deraus Kosten in der Hohe von 75 370 M
entatanden sind. Daa macht also auf daa Jahr etwa
7500 M. Neuere Angaben uber diese Ausgaben sind
mir leider nicht zuganglich. Aber selbst wenn wir
annehmen, daU man in dem Jahrzehnt von 1901
bis 1910 die doppelte Summe fur die Informationsreisen nufgewendet hat, so scheint diea doch in keineni Verhiiltnis zu stehen zu den UberschWn. die
dee I'atentamt alljiihrlich enielt (1908rund 4,8 Mill.,
1909 4.8 Mill., 1910 5.1 Mill. Mark). h i derartigen
Einnahmen und Uberschiiaeen kann es a u b r Frage
bleiben, daU die fur weitere Informationsreisen notigen Geldmittel imnier zur Verfiigung stehen miissen. Und die Industrie, von der jene Uberschum
zum weitaus griiUten Teile stamnien, kann verlangen, daU sie auch im I n t e r e m der Industrie
wenigstens zu einem kleinen Teile verwendet
werden.
Ea mi hier noch geatattet, kurz damuf hinzuweisen, daU die Rezahlung der Mitglieder dea Patentamtee auf ihren Dienetreisen auch nichta weniger als glanzend ist. Die Herren bekommen (abgewhen von den Kilometergeldern fur I. oder
11. Klasae) an Tagegeldern 16 M. DaU die betreffenden Herren, die doch ihrem Stande und ihrem
Range entaprechend auftreten muaaen, mit diesen
Tagegeldern nicht auskommen. bedarf keiner weiteren Erorterung.
Oben habe ich erwiihnt, daU die Mitglieder
des Kaiserlichen Patentamtea nur alle drei Jahrc
sechs Tage -Urlaub erhalten fur Informationsreisen.
Aber auch diese Angabe muU noch b h r i i k t
werden, indeni niimlich ein solcher Urlaub in der
Regel nur dann gewahrt w i d . wenn dee betreffende
Mitglied die ihm als Vorprufer oder sonetwie gerade
vorliegenden Arbeiten erledigt hat, wenn - wie der
technische Ausdruck lautet - keine ,,Reste" mehr
da aind. Es sol1 verschiedentlich vorgekommen
win, daU ein Urlaub zu Informationsreisen, der nach
Ablauf von drei Jahren gerade ,.fiillig" war, verweigert wurde, weil noch zuviel ,,Rate" aufzuarbeiten waren. Ee ist daher schon so weit gekommen.
daU manche Herren um Urlaub fur eine Informationereise uberhaupt nicht einkommen, weil sie zu
sehr bclaatet sind und feet steta noch ,,Reate" vorliepen haben. Damit kommen wir wieder auf die
schon hiiufiger vorgebrachte Klage, daB die Vor-
priifer im deutachen Patantamte zuneit zum weitnus grolten Teile iiberleetet sind.
Man hat daa sog. ,,Redikabystem", d. h. jenes
System, nach welchem der Vorpriifer oline technischen Hilfserbeiter arbeitet und die ganzen Prufungearbeiten seltmt durchfiihrt. zwar erst in einigen
Abteilungen eingefiihrt. Soviel mir bekannt, ist
der Erfolg nicht sehr ermutigend: Die Vorprufer
sind mit kleineren Arbeiten (wie Literaturnachsuchung uaw.) aukrordentlich beleetet, sie konnen
nur ein eehr kleinea Gebiet ubersehen, sie bleikn
nur auf dieaem kleinen Gebiete zu Hause und verlieren dadurch den Uberblick iiber verwandte grob r e Gebiete. Auch der neuen Einrichtung der
t e c h n i s c h e n S e k r e t i i r c hat nian allen
Grund. etwm miutrauisch gegeniiber zu stelien.
Nach allem, waa bislang verlautet, haben sich diese
Herren nicht bewiihrt; es no11 bisher auch nicht
ein einziger feat angestellt sein.
Ich glaube, daU die vorstehenden Auafiilirunpen
geeignet sind, den Wunsch laut werden zu l a a ~ ~ = n ,
daU namrntlich den techniachen Mitpliedern delr
Patentamtes mehr Gelegenheit gegeben wird, ihre
Kenntnis der Industrie zu emeuern und zu vertiefen. Man gebe ihnen nicht nur ofter nder inehr
Urlaub zu Informationnreisen, man erhohe, soweit
dies bei den bestehenden Vorschriften uber die
Reisen der Steetabeamten moglich ist, auch ihrr
Tagegelder, man entlaete die Vorprufer nanientlicli
von allem unnotigen Schreibwerk, das ilirer par
nicht wiirdig ist. Die Industrie wird ein solches
Vorgehen nur mit Freuden begrubn, die Puhlung
zwischcn dem Patentamte und der Industrie kann
dadurch nur enger werden, zum Vorteil der Industrie und auch nicht zum Nachteil fur die Tiitigkeit
und die Leistungen dea Patentarntes. [A. 38.1
E s H e n - Ruhr, IL9./2. 1912.
L. M a x Wohlgenirith.
Faser- und Spinnstoffe im Jahre
Von Dr. W. MAESOT.
1911.
(Eingeg. 1B./1. 1912)
Der groUte Teil aller an die Offentlichkeit gelangten Mitteilungen und Veroffentlichungen bezieht sich auf die Methoden der Darstellung von
K u n s t s e i d e und iihnlichen Gebilden nach den
verschiedenen im G r o b n jetzt eingefiihrten i'erfahren. wobci teila der Verbilligung, der Vereinfachung der Methoden, der Verbemerung der Fabrikate in bezug auf iiubrlichen Effekt, Haltbarkeit und Verallgemeinerung der Anwendungefiihigkeit, aber auch der Ausnutzung und Wiedergewinnung der Abfallprdukte Rechnung getragen iHt.
Die Kunstseiden.
1. Nitroeeiden.
Auf daa Vernpinnen von Nitrocellulowliisungen beziebt sich dee Verfahren von B. L 6 w e I ) .
Man preUt, wie gewohnlich, nus feinen &hungen
-
__
1) V e r b e a s e d
Verfehren zur
kiinstlicher Seide nnd Appamt d a m . B
L 6 we. Brit. Pat. 18 087.
::'ntr#
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