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Das Einstauben von Gummiwaren auf moderner Grundlage.

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826
Zeitschrifi fur
anmwendte Chemk
Ditmar : Das Einstauben von Gummiwaren auf moderner Grundlage
Azobenzol
C1,HIONB
ChinonC,H,O,
Bernsteinsaure
C,H,O,
11
0,068
0,076
11
3,167
3,767
11
0,37
0,73
1I 11
193
106,4
1
0,0662
I
3,767
I
0,6
I
114
182
108
118
1
[A. 79.1
Das Einstauben von Gummiwaren auf
rnoderner Grundlage.
Von Dr. RUDOLFDITMAR,Graz.
(Eingeg. 19. April 1916.)
Verona1
CBH,,O,N,
Coftein C8HloO0N4
Dia thylsulfondibrornrnethan
C,H,oO,Br,S,
'
0,37
0,36
0,0269
0,031 6
0,0379
1
0,26
160,l
194,l
1
368
167,2
201,9
1
348,7
0,0318
0,47
179,l
177,6
0,028
1,07
60
62,8
0,03 12
0,43
182
174,2
Benzophenon
C,,%,O
+
+
11. Bestimmungen in 3 g Phenol (Konstante 72)
Phenacetin
C,OHH,,O,N
Harnstoff CH,ON,
Das Eiastauben von Gummimisohungen vor und nach
der Vulkanisation (mit Schwef el odter Sohwefelchloriir)
hat den Zweck, dns A n k 1e b e n der Gummiartikel in
der Form (Vulkanbierform) oder das Z u s a m m e n k 1 e b e n von Gummi rnit Gummi (beim Einrollen von
halandergezogenen Miscbungen, gummhe'rten Stoff en oder
diinnwandigen Vulkanisaten, wie Pralservativs) zu verhuten. Bei kaltvulkanisierter Kristallware (tmnsparenter
Ware) sol1 das Einstaubmittel auch Feuchtigkeit abhalten,
duroh Adsorption von Wasser, und die Tranaparenz ni&t
behindern. Die Einstaubmittel miissen &ah*dem Kautschuk igegenubier vollig neutral in chemlscher und physikalischer Beuiehung verhalten.
Bisher haben siuh in dler Gummiindustrie als Puder
bewahrt und wenden verwendet: Magnesia usta, MgO,
Magnesiumcarbonat, MgCO,, Kreide CaCO,, Talkum (Magneisiumsilicat), Mehle (Kartoffelmehl, Maismehl, Weizenmehl, Reismehl), Schwefielmilch und Goldsohwefel (robs
Puder) sowie organisahe Farbstoff e. Auah Genische
dieser Substanzea werden haufig angewenldd. Reiamehl
und Kartoffielmehl verheihen der Kautsohukokrflache
einm sammetartigen Glanz. Die genannten Puder nehmen
diinnwanidigen mit Schwefelohloriir vulkanisierten Kristallgummiwanen die Transparenz. Fur Iletztere verwendet man zum Einstauben allgemiein Lycopodium (Barlappsamen)'), das ist das zarte, gelbliche Pulver (die Sporm),
welahes aus den Fruchtahren v m Lycopodium clavaturn
herausgeschiittelt wird. Es ist geruoh- und gesohmlacklos,
schwimmt auf Wasser und lai3t sioh sahwer befeuchten.
Lycopodium enthalt 40-50 Yo 01. Die ,,Vulkan" Gummiwarenfiabrik Weii3 & Baei3ler in Leipuig-Lindenau nahm
zum Einstauben hyigienischer Gummiware ein Reichsgebrauahsmuster Nr. 936679, in welohem sie sich das Einstauben mit kiinstlich hrgestellten oder raffinierten,
ihner Gewinnungsweise nach keine organischen Keime
enthaltenden Silicaten older Alumlinaten oder Mischungen
davon, insbesondere Kieeelerde oder Tmende, schiitzt 2).
Die Verweudung von Aluminaten als Puder fur Gummiwaren stellt einen sehr gliicklichen Gedanken der ,,Vulkan" dar. Denn Aluminate sind wenig bestandig und werden
schon duruh Kohlensame unter Abscheidung van Aluminiumhydroxyd
zersetzt:
2 A10,Na
CO,
3 H,O
Al,(OH),
Na,CO,.
Das sich beim Lagern bildende
Natpiurncarbonat ist wie alle Basen dler Erhaltung von
V u l k a ~ s a t e ngiinstig.
Bisher wurde das Einstauben von Gummiwren rein
e m p i r i s c h behandelt, auf k o 11o i d c h e m i s c h e r
B a s i s naherte man sioh dliesen Mekhhaden noch nicht, obwohl niiohts naher liegt als dies. Ich mochte deshalb das
-
1) C 1 o e t t a F i 1 e h n 0 ,
Anneimittelehre,
S. 331. Verl. J. C. B. Mohr in Tubingen (1901).
2)
1926.)
+
X.
Ad.,
Gummi-Ztg. Berlin, 40. Jahrg., Nr. 26, S. 1442. (26. Mbz
59. Jahrgang 18261
827
Patentbericht e
Problem eiamd redwerisoh bhandeln. Es ist klar, dai3
jene Hinstaubmittel die groDte Wirkung aufweisen werden, welohe die kleinsten Tdlchmgroi3en und damit die
groDte Oberflaohe aufweisen. Vergbicht man beispielsweise die Durohmesser der drei Einstaubmittel: Maisstarke, Kartoffelstarke und Reisstarke miteinander, so
haben diese Staubmittel folgende Durchmlesser:
Maisstarke:
0,15 mm = 150 p
Kartoffelstarke: 0,05 mm = 50 p
Reisstarke:
0,003mm=
3p3)
Aus diesen Zahlen eFhellt deutlich, daf3 Reisstarke eine
groBere Einstaubwirkung hervorruft alis Kartoff elstarke
und diese wieder eine groDere Wirkung als Maisstarke.
Wir komen den Effiekt auch reahnerisch auf die 0 b e r f 1a c h e n w i r k u n g ausdehnen. Dabei wollen wir
einen Fehler begehen und annehmen, daij die einzelnen
Teilohen keine Kugelform oder andere Form, sondern
W u r f e 1f o r m haben und den Wurfelraum vollstandig
ohne Zwischenraum ausfiillen. Wenn nir diesen Fehler
bei allen Einstaubmitteln in gleicher Weise begehen, dann
erhalten wir doch Vergleiohszahlen hinsichtlioh der Oberflachenwirkung der einwlnen Puder und damit auch der
Giite derselben.
Nehmen wir nach den mikroskopischen Mlessungen
die Kantenlange (Durohmesser) der einzelnen Puder mit
folgenden GroBen an:
Maisstarke:
0,15 mm = 150p
Kartoffelstarke: 0,05 mm= 5 0 p
Rieisstarke:
0,003mm=
3p
Lycopodium:
0,001 mm = 1p
dann erhalten wir als Gesamtoberflache der einzelnen
Puder in Quadratmntimetern ausgedriickt in einem
KubikmntimcAer folgende Werte :
Maisstarke :
0,04 qm = 400 qcm
Kartoff elstarke: 0,12 qm x 1,200 qcm
Reisstarke:
1,99 qm = 19,900 qcm
6,OO qm = 60,000 qcm
Lycopodium:
Diese Vergleiahszlahlen geben das deutliobte Bild &fur,
wie wichtig die KorngrijDe des Padlers ist; sie ist ent3) ,,Die Kolloidmuhk und ihre Venvendung fur die chemische Grofitechnik", von B. B 1o c k , Z. ang. Gh. 34, 25 [1921].
scheidend fur die Wirksamkeit des Einstaubmittels.
Nenerdlings bringen die Odlerbergier chemischen Werke
Akbiengesellschaft in Neu-Oderberg in der TsohLechoslowakei einen sohonen k o 11o i d e n T o n sowohl in Sol- wie
in G'elform duroh eine newe Methode heraus, welcher in
Waseer in Suspension lbleibt. D i e e r kolloide Ton aignet
sich vorzugliah fur Gummieimtaubungen, wenn man nicht
Transparenz zu erzielen hat.
Ioh habe eine Rreihe transparenter Puder mit kolloidalem Charakter gefunden, welohe sieh bis jetzt vorzuglich
zum Einstauben von Gummiwaren bewahren. Bei transparenter Ware kann man aber vor einem Jahre wegien der
Alterungserscheinungen, welche durch Puder haufig blesrhleunigt werden, kein abschlieijendes Urteil abgeben;
ich behalte es mir deshalb vor, nach einem Jahre uber
diese Pwder zu berichten. Die Natur schaint hier ini
Lycopodium, welches 40-50% 81 enthalt, den riehtigen
Wegwdser zu g e k n . Kolloide Substanzen werden bekanntlioh insudfrankreich zur Gewinnung atherischier ole
in neuimitliohen Verfahren verwendet (Adsorption atherischer Ole durch kolloide Kohle). LaDt man duroh kolloide
Puder dl bis zu einer gewissen Konmntration adsorbieren,
dannmigendiese,,oladsorbierten Puder"ahnliche Eigenschfben wie das Lycopodium, welohes sich so
gut als transparentes Einstaubmittel fur kalt vulkanisierte
Ware b e w a r t hat.
Eine3 geht aber heute schon deutlich aus meinen bisherigen Untesuohungen und theoretisohen Oberlegungen
fur Kautsohukeinstaubmittel hervor: N u r k o 11o i d e
Substanzen eignen sich a l s Kautschuk.
p u d e r , w e i l sie b e d e u t e n d ausgiebiger
und damit wirksamer und bdlliger als
n i c h t k o l l o i d e S t a u b m i t t e l B i n d . [A. 85.1
Berichtigung.
Vemehentlich ist bei der VeroBentlidiung von G. L e i m b la c h : ,,Die Bestiminung des Perchlorats im Chilesalpeter m i f f e l s
Xitron", lauf S. 432 dieser Zeitschrift dser Hinwais dawuf weggeIMieben, diai3 das W r i e b e m e Verfahren auif AnWpng von
A. K u p p e r , Vdparaiso, lausgeanbitet worden ist. Es sei
hierdurch ausdrucklich nachgetragen.
P a t e n t b e r i c h f e iiber chemisch-technische A p p a r a t e.
I. Warme- und Krafhvirtschaft.
1. Kohle, Torf, Hol5.
Louis Gumz, Niederdollendorf a. Rh. Verfahren und Vorriebtung zum Entstauben der abziehenden Beii3lubt bei Trocknern in Filtern etehender Anordnung, bei welchen das zu trocknende, unmterbrochen zu- uud a(bgefiilirte Gut (z. B. stark wasserhaltige Braunkohle) selbst d s
Filtermaisse benutzt wird, 1. dad.
gek., dafi die senkrechte Filtep
schicht durch eine auf ihr ruhende
'Saule des zu trocknenden Gutes
belastet w i d . - 2. Vorrichtung
zur Ausiibung des Verfahrens bei
ringformiigen stehenden Filtern,
dad. gek., dai3 die beiden zylindrischen Filterwandungen eine nicht
d s FilterfllGhle dienende Fortsetzung (M, K) nach oben erhlten
zum Zweck einer Stutzung der belastenden Gutdule. - 3. b d . gek.,
&af3 in dler ringformigen Flache
(J1)
des aui3erhdb der Filterschicht liegenden Teiles dcss Boden-
bleches Durchtrittsoffnungen vorgesehen sind, die von Zeit nu
Zeit geiiffnet werden. - Beim Filtrieren der milt Staubteilchen
stark gwhwangerten, dien Trookner verlassenden HeiBluft tnitt
bei Benuhung von Filtereinrichtungen mit einer stehenden
ringformigen Fjlterschicht, bei welchen das zu trocknend\e, ununterbrochen zu- und labgdiihrte Gut setbst als Filtsermasse
benutzt wird, namlentlich bei Trocknung von Bnaunkohle,
leieht der Obelshand auf, daB die Lagerung der Filtermasse
nicht dicht genug ist, um eine geniigende Filterwirkung zu
e n i d e n . Durch die auf der FiltersGhicht lagernde rhgformige
Saule wird eine genugende Dichte derselben erreicht. (D. R. P.
423469, K1. 82 a, Gr. 23, vom 25. 3. 1923. ausg. 4. 1. 1926, vgl.
Chem. Zentr. 1926 11682.)
dn.
Siemens-Sehurkertwerke G . m. b. H., B'erEin-Siemenestadt.
Erfint-ler: Dip1.-Tng. C a r 1 H a h n , Berlin-Siemienwtadt. Innenentstaubung yon Braunkohlenbrikettlabriken od. dgl., bei dler d,i,e
trockene Staubluft ans den Inn'enraumien der Fabrikanlage mit
den Seuchten BredLen her Trockenapparate gemischit wind, dad.
gek., dafi d'ite in der Mischluft ~enthdtmenfesten Tedlchen mtit
eiaer e1ektrisch.en Nied,erschlagsanilageaasgmh'ieden werden. Die Erfinsdug li,egt in der Erkenntnhs, &fi die geme.insame
Entstaubung der Bruden und ,der Staubldt trotndem a d i i h r b a r
mist, wenn als Entstaubun~gsanlageceine elektnische Niederschhgsanhge gewahlt nqird. B,ei einier salchien Anlage schadtet es:
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