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Das Gesetz der chemischen Massenwirkung. Von Richard Lorenz. 176 S. Leopold Vo Leipzig 1927. Geb RM

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436
Neue Biicher
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NEUE BUCHER
(Zu beziehen, soweit im Buehhandel ersehienen, durch
Verlag Chemie, G. m. b. H., Berlin W 10, Corneliusstr. 3.)
Crirppentheorie und Quantenmeehanik. Von Hermann W e y 1.
288 S. S. Hirzel, Leipzig 1928. Brosch. 20,-M., geb. 22,-M.
Urn es offen einzugestehen: eine volle Wurdigung dieses
Werltes konnte iiur eiu Fachmathematiker bringen. Indesseri
ltarin vielleicht ein zwischen den Lagern Stehender eine Bruclte
schlagen vom Ufer cler reinen Abstraktion zu dem der fortschrittlich interessierten Praxis.
Was hier geboten wird, ist mehr als eine blof3e Zusanimenschrift eines geistigen Forschungsgebietes, das ini
Laufe tlreier Jahre einen unerhorteri Aufschwung genommeii
hat; es ist eine fein durchdachte Neuschopfnng geworden. Ursprunglich als Vorlesung uber Gruppentheorie gedacht, ist es
erst unter tlem Zwange der Verhlltnisse zu einem Brevier
modern-physikalischen Denkens geworden. Um so erstaunlicher
die Leistung. Freilich stellt es an den Leser hochste Anspriiche, und es steht zu erwarten, daB maiicher WiBbegierige
es nach vergeblichem Anlaufe beiseite legen wird. Aber
andrerseits vermag es demjenigen, dem es Ernst ist um das
Verstlndnis unserer geistigen Entwicklung, vie1 Genub zu bereiten, vorausgesetzt, daf3 e r den Sinn fur abstrakt-mathenialische Lehren besilzt.
In funf Kapiteln, die abwechselnd mathematische untl
physikalische Dinge in den Vordergrund stellen, werden behandelt : die Geonietrie des affinen und dimensionalen liaumes
untl der Matrizenlialliul, als das Ilandwerltszeug ; der wichtigste
Ikgriff, der das ganze Buch beherrscht, der der ,,Abbildung",
wird hier i n eingehender Weise erllutert. Danach folgen die
Theorien d e B r o g 1 i e s und S c h r o d i 11 g e r s ; hier tritl
das Anschauliche, das beiden zugrunde liegt, etwas in den
I Iintergrund, was vielleicht zu bedauern ist, sich aber aus der
Einheitlichkeit der Konzeption erkllrt. So wird gleich von
vornherein die Intensitiit +T als relatives WahrscheinlichkeitsmaiJ eingefiihrt, eine Interpretation, die erst wesentlich splte r
hineingetragen wurde, Eine Besprechung der D i r a c schen
Theorie der Wechselwirkung zwischen Atom und Strahlung beschliei3t das Kapitel. Bisher hamdelt es sich fast ausschlieblich
um die Behnndlung e i n e r Korpuskel; um zur Vielheit zu
gelangen, ist das Gerust zu erweitern. Dies geschieht in der
Theorie der Gruppen, die durch mehrere Beispiele lrlargestellt
wird. Nun erfolgt ihre Anwendung auf die Quanlenmechanilc :
die Drehungsgruppe fuhrt sofort zum Impulsmoment, das
jedoch nunmehr in zwei Bestandteile zerfallt, den Impuls der
lhhnbewegung und den ,,Spin". Damit sind die azimutale untl
irinere Quariterizahl festgelegt. Es folgt die Deutung der
Ternistrnlttnren der Atome, wobei iridessen nur auf tias
Grundstitzliche eingegangen wird, alles Systematische aber
unterbleibt. Die Lorenzgruppe und die Gruppe der Vertauschungen fuhren zur Feiristruktur (fast genau wie in der
alter1 Sommerfeldschen Theorie) bzw. zum Paulischen Prinzip.
Entllich \bird die Kiriematilr eiries Atomsystems als Abelsche
Drehungsgruppe ermittelt. Das letzte Kapitel endlich fuhrt
die Molekulbildung auf die symmetrische Permutationsgruppe
ziiriiclt. Mit alledem ist der Beweis erbracht, dai3 die
Clruppe in ihrer mannigfachen Form das adaquate Darstellnngsmittel der Mechanik der Quariten darstellt.
So schwer zuganglich dem Ferrierstehenden diese Dirige
sein mogen, so scheint eine zulrunftige Physik ohne sie nicht
mehr inoglich; dem Chemiker aber offnen sie die Augen iiber
das Wesen seiner Materie, iiber das periodische System, die
Moleliiilbildung, die Valenz, vorausgesetzt, daB e r sie lesen
Bennewitz. [BB. 326.1
will und - kaini.
Graphisehe Darstellung der Spektren yon Atomen und Ionen
mit ein, zwei und drei Valenzelektronen. Von W. G r o t r i a n.
Sammlnng ,,Struktur der Materie", Bd. VII. XI11 245 Seiten
Text und X
168 Seiten Figuren. Verlag Julius Springer,
Berlin 1928. Preis RM. 34,-; geb. RM. 36,40.
Wie die bisher erschienenen eechs Bande der von B o r n
und F r a n c k herausgegebenen Sammlung ,,Struktur der
Materie i n Einzeldarstellungen", ist auch der vorliegende
VII. Band von einem Mitarbeiter verfaSt worden, der zu den
fuhrenden Forschern auf dem Gebiete gehort, das den Gegenstand der Behandlung bildet. Ohne die anschauliche graphische
Darstellurig ist das Studium der Spektren heute k a u m denkbar ;
+
+
fBr angew.
I Zeitschr.
Chemie, 42. J. 1929
und die jetzt allgemein angenommene Art dieser graphischen
Darstellung stamnit in erster Reihe vom Verfasser dieses
Buches selbst. Man kann behaupten, dai3 fur jeden, der Material
uber die Atomzustande und Ubergange zwischen ihnen braucht,
nur dasjenige aus der spektroskopischen Originalliteratur unmittelbar verstandlich und niitzlich ist, was in Form eines
Termschemas verarbeitet worden ist. Diese Termdarstellungen
waren bis jetzt teils iiber zahlreiche Zeitschriftenartikel verstreut, teils fehlten sie in den Originalarbeiten ganz. Die Zusammenstellung von G r o t r i a n ist daher von allen Seiten
auf das lebhafteste begriifit worden und wird in vielen Laboratorien zu dem meistgebrauchten Nachschlagewerk werden.
Die Klarheit und Sorgfalt, mit der die Schemata ausgearbeitet
und dargestellt sind, ist als vorbildlich zu bezeichnen.
Der Verfasser hat sich mit der Zusammenstellung der
graphischen Darstellungen nicht begniigt, sondern auch ausfuhrliche Erlauterungen zu diesen Figuren geschrieben, so daf3
das ganze Werk in zwei Bande geteilt werden muijte, einen
Text- und einen Figurenband. Der Text ist zwar nach
der Reihenfolge de r Figuren geordnet, bildet aber in Wirklichkeit eine vollstandige, elementare Einfuhrung in die Term~ u i d Spektrallehre. Diese ausgezeichnet klare und einfache
Darstellung wird allen, die die Figuren benutzen wollen, ohne
von vornherein mit der Spektroskopie und Atomtheorie vertraut zu sein, von grol3tem Nutzen sein. Vom Standpunkt der
Spektralforscher, denen der Textband vielfach niitzlich, der
Figurenband aber einfach unentbehrlich ist, ware es vielleicht
Z L L begruBen, wenn der Verlag sich dazu entschliel3en konnle,
den Figurenband auch einzeln abzugeben; denn die vortrefflichen Biicher der Sammlung ,,Struktur der Materie" siiid
leider nicht billig.
Die einzige Enttauschung, die man bei der Benutzung des
h c h e s von G r o t r i a n erlebt, besteht in seiner Beschrankung
auf Atoine mit ein bis drei Valenzelektronen. Es ist sicher ein
sehnlicher Wunsch aller Fachgenossen, dab sich der Verfasser
eritscheiden moge, auch den komplizierteren Spektren eine
analoge Darstellung zu widmen. Im Vorwort meint der Verfasser zwar, daD die graphische Darstellung i n komplizierten
Flllen versagt; er deutet aber selbst an, wie man durch Kombination von Figuren und Tabellen dem fjbel abhelfen
liann. Auch in den einfachsten Spektren 1al3t sich das gesamte
Wellenlangenmaterial in einem Termschema nicht vollstandig
unterbringen; bei komplizierteren Spektren ware zwar eine
rioch groi3ere Selbstbeschrankung notig, damit die Figuren
ubersichtlich bleiben ; doch w a re auch eine bloBe Zusammenstellung aller bekannten Termschemata und ihrer gegenseitigen
Beziehungen, ohne Eintragung von Spektrallinien, von ungemeiner Wichtigkeit fur die physikalische - und auch fur die
cheniische Forschung.
E. Rabinowitsch, Berlin-Dahlem. [BB. 348h9.1
Das Gesetz der chemisehen Massenwirkung.
Von Richard
L o r e n z. 176 S. Leopold VoB, Leipzig 1927. Geb. RM. 14,50;
geh. RM. 12,50.
Nachdem der Verfasser eine lange Reihe von Jahren dem
Studium des Gleichgewichts in geschmolzenen Metallen und
Salzen gewidniet hat, gibt e r hier eine Monographie iiber den
Gegenstand, die die historische Entwicklung beriicksichtigt,
dabei naturgemafi die eigenen Leistungen in ausfuhrlicherer
Weise darstellt. Das Thema ist zur Zeit recht aktuell; es gibt
wenig Kulturstaaten, in denen heute nicht daran gearbeitet
wiirde. Da ist es natiirlich, dad sich Schulen bilden, die sich
gegenseitig Konkurrenz machen; weniger selbstverstandlich ist
es, daB auch Polemiken daraus entstanden sind. Denn tatsachlich bestehen iiber die Grundlagen heute keine Unklarheiten mehr; nur die Form ist es, die diese Schulen scheidet.
Lorenz geht den Weg, dal3 e r die Thermodynamik gleich zu Anfang verkniipft mit einer als zweckentsprechend erkannten
Zustandsgleichung, namlich de r v a n d e r W a a 1 s - v a n
L a a r s c h e n . Ebenso wie diese uber das ideale Gasgesetz
hinausgeht, bildet sein so erhaltenes Massenwirkungsgesetz
eine Erweiterung des gewohnlichen. Dieser Weg ist naheliegend und, wie sich zeigt, durchaus gangbar; die angefiihrten
Beispiele zeigen, daB e r auch erfolgreich ist. Naturlich hangt
die Grenze seiner Tragweite von der Zulassigkeit der eingefiihrten Vereinfachungen ab. Namentlich fur Draktische
Zwecke verdient somit der hier gewiesene Weg Beachtunq.
Da die Kenntnis dieses Gebietes dem heutigen Chemiker,
nainentlich dem Metallurgen, dringend nottut, kann dieser Band
zur Lektiire nur emDfohlen werden, besonders deshalb, weil
e r trotz rnancher Recgnungen keine Anforderungen a n abstraktBennezcitz. [BB. 351.1
mathematische Kenntnisse stellt.
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