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Das Liebig-Museum in Gieen.

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Zeitschrift fur angewandte Chemie
und
Zentralblatt fur technische Chemie.
XXV. Jshrgang.
Heft 84.
28. August 1912.
Die \\'irkimp des Aufrufes war eine reclit twtriiclitliclie. d a ini ganzeii bis ziim 1.17. 1912 ra.
34
JI einpepanpen Rind. \\'ahrend die Kinsen.
hnfang Juli 1910 ers(,liicn in tliener Zeituchrift
dunpen a n d i r !ditteldeutnche Kreditbank stiegen.
ein niit zalilreirlirn C'ntrrscliriften vewliener Aiifruf
einr w i t r r e Gefalir fiir daa Unternehrnen,
ziir 15rlialtiiny d r s (iieI3rnc.r I , i e l r i ~ - I ~ l ~ o r n t o r i ~ i m nentstnnd
.
indrin die Stadt (:ieUen in die Lage kam. die Raurne
I)ie Vorg~~cliiclitc
tliesrs Aiifriifes war folgendt=:
des I,irl)ip-I~irlroratoriumsfiir die Errirhtiinp eines
I k r ( ~ d a n k e .die altrn Arl~ritsstiittcn L i r
zaliniirztliclicn Institutes in Aussicht zu nclimen.
1) i g s zu erlialten, wnr s ( . l i o i i frulier oufgrtnuclit.
Hierdurch wire siclier die \\'iederlierstellung des
Srit 18!N war der unterzrichnete Prof. S o m m e r
nlten Licbip-Laboratoriumn unmoplicli geworden,
in G i e h n im Ziisnninienlinng niit einern I'lnn ziir
I'mpc.staltiinp der (;ieUrnrr 1Sinenl~alinverliiiltninRe und rs ergah nicli daraus eine Zwangslage. Die
Stadt vrrorclnotrnrrrsnmmlung IiesrliloU. den paniind Clrs Stndttc4pH nalir drr Halin infolpe einer Anzen Koniplex ~ C Halten Laboratoriums inkl. des
rrpung von Herrn I'riviitd(mntcn V n i i 1) e I in
1)nrnistadt fiir die 1Srhaltiinp des Liebig-I~liornto- ( h r t r n u fiir Or)000 M a n den .4rlieitsouwchuU abzutrrten, cine Forderung. die innofern maUig crriiimr, iiffcntlicli iind in Form von Kingalien a n die
schrint, nls dmi (;eliinde rind Gcbiiiide nulkrnrdentzurtiindigen Ik4iiirden rinpetrrtrn. h i d e r blietwn
lirli giinstig nnlie a m Halinliof a n einer Verkelimtlirse Anrepiinyen zitniic.liat ohne Erfolg. und
straUe liept iind nacli den Htden- iind Gehaudesc.hlieUlich \viirtle das gniizr (kbiet der alten Kn1)reixcn in tlirscr (kgend narh Scliiitzung von Sachscrne. dc-ren Kiiumr niit ninnnipfnclirn An- iintl Llmverstiindigen fiir die Stadt Iwi anderweitigeni VrrIraiitrn fiir die Zwrcke der Klinik iind des Liebigkaiif eincn \ \ r r t von ra. 'No00Jl gehabt Iiiitte.
~a')oratoriums.sowir spiitrr 111s elcktrncliemisclirs
AuUordem lint die Stadt GicUcn spiiter einen Iinren
iind Itygienisclirs Institiit gcdient hnttrn, von deni
Jkitrng v o ~ i:%cK)O11 grlristrt. Iaider warrn die
Iiwsisclien Stnnt nn die S t d t (;ieUcn vrrkniift. ohne
tliilJ clns n!tr I.ieliig-I~~ioiiitorinni
linter 1)enkniaI- Snmmlunpen ncrch niclit writ peniig vorgesrlintten,
iini dem Ar1)eitsnusscliuU die Jlopliclikeit dieses
srliiit7. penomnirn wiirdp. I+
lag also clip JliiplicliKitiifrs zu gr1:rn.niiUerdeni ntieU dieaer aiif formelle
licit vor. clnll tlnurrl' r viillip n1)prrisnrn wiirdr.
Schwicrigkcitrn. da d r r Arbeitsaiinsrliull keine verI k i diewr Saclilapc* l i i v l t I'rof. S o ni ni r r irn
S o v c m l m I!)()!) im Ol:c~rlic~.rsisclien(kwliic,htntriipafiihigc Prmon ini jiiristisrlien Sinne war. h i
diener kritiurlien Sarhlnge trat der mitunterzeirlivrrein einen Viirtrag i m .AnscliluU nn rin Hurh iilrer
tlrn IJinnliindcr S o I tl n I I , tlcr in1 .Jahrr 1848 t)ei nete Medizinnlrnt Dr. E. .A. J1 e r r k KewimerrnaUen
I, i r I ) i p stitdirrt iind r i i i r niiUerordentlirli oriyi- a h (;nrantirzrirlinrr rin, indem d r r \'crtrnp niit
nclle L)amtclliiii~dry Irlllior~toriunismit Zeivliiiuntlrr Stndt (:irUen nuf seinen Samen a1)gesrliloswn
wurtlr niit tlrr Festlrpung, daU daa Gebiiudr ziir
pcn prpeben I i i i t . Ziiiii S(.liluU fordrrtr I'rof. S o ni in e r noclimals nitf, fiir die Krhnltiing tliwrr Stiitte
i u n i sEinricliKrliciltunl: tlra I . i c l ~ i ~ - I ~ l ~ o r ~ t o r iind
t unp rines I,ic~l)ip-1lriseunis1;eutinimt y e i . Dadurcli
clrr l'riiinrriinp a n rinr (:lanzzrit der L'nivcrsitiit
(:ieUc.n untl nn ilir (:riindlrpinp d r r modcrnrn (.h-war I, i e I ) i p a nlte Arlieitwtiitte vorliiufig griiiie einzut rctcan.
rettct.
Infolpe Iiiervon strlltc sidi I'rivntdozcnt Dr.
Zur Kekonwtruktion wurde Herr Arrhitekt
'r 11 o m a e in (:ieUen nls Pachrlicmiker fiir die 13 II r g in (;ieOen gewonnen, der sicli dieser Aufgabe
writrre .\rlirit ziir Vc.rfiipiing, und es rntFtrrnd ein
rnit niihrordrntliclier Sorgfalt unterzogen hat. Zuniivlist wnr eine griiUrre ZnIi1 von lrauliclien Artleiten
.ArlieitsniisuCIiiiU zur Krlicilt iitig den (:ieUener LiehipI~lrori~toriiimn.
den1 aulkbr tlrn (knannten zuniirlist
ziir 1)IoUrn Krlialtung drs stark mitgenommrnen
die Herren Oeheimrnt Prof. l)r. ,I. V o 1 1 1 a r d in
(kbiiudrs not wendip. Sacli deren Ausfuhrunp King
Htrlle a. S.. Medizinnlrnt I h . E. .A. 11 c r c k in
rs in rnetliodisclier \Veise a n die Rekonstruktion
Ihrmstadt. 1)ir. I, ii t y in \lniinlieim. jrtzt I'rofessor
der Hiiiinir. ivoliei mit den1 iiltcsten. in der fruheren
iii Hrr.;lnii, I h . 11 n x H II c 11 n
r in Nnnnlieim,
Militiirwarhe gelegenen 'reile Imgonnen wurdr. Vor
I'rof. I)r. K r n II s r , friilwr HcI'iiiisgch*r dcr ..('litnllrm wurdr irntcr Henutziing aller vorhandrnen
niikerzritiing" in ('ijtlirn, (klirimrnt Prof. 1)r. I$ r Quellen der iiltcnte Herd in der Mitte dieses origi11 i i g 11 1' 1 in (:icUen nls \.orsitzrnder d r s 0l)erhcs- ncl Icn It nunica re konat rii iert . Snctidem n~) i t t a r ri ncsiwlicm (:rscliic,lits\.rreins itiitl (~1;rrlriirprrnieistrr pnnz prnnur Hniitieuclircil~ung niis alter Zeit tlem
.\I r c I I m i n (;irUrn 1)eitr:itc.n. I k r :\rl)c.itsnuxscliiil1 Arlrritsniissc,Iiiill ziir Verfiipiinp prntrllt wnr, hat
\ V l i r d r wdnnn crpiinzt durcli tlic Hrrrcn (irhrimriite
sic11 Iieraiispestellt. dnU diesc Rokonntruktion c~trrn..ci
I'rof. 1)r. S 11 II in 11 n II i i r i t l I I 1) s I'rivntdoz.c~iitcn wiv tlir t l r r iintlrrcn Hrrdr, nlrgrsrlien vcrn indiffrFwilicrrii v o n 1. i c 1 ) i g i i n t l Al)othrkt-r F r n n z rrntrii Kleinigkritrn. vdlig gcnnii ist i i n d rin klnrrs
I: (. 1 i x \\' r r n r I' tlrr iilr Saclifolper von Herrn
I$iltP tlrx altrn Zustandes Itirtet.
l'rivntdozrnt(w 'I' 11 ( I i i i I I c 111s Svliriftfiiliwr funSnch clrr Hcwtellitng dirws iiltestcn 'I'riles
giibrt,
wurdrn da.q Zirtinirr drs Vniiiiilus, dic. itlte \ Y : i w l i -
Das Liebig-Museum in Gie0en.
~
.
.
ch. 1812.
2M
1714
Das Liabig-Yusaum in GieOen.
kiiche, das Materialienzimmer und bcsonders das
Privatlaboratorium und Privatkabinett L i e b i g s
liergestellt, wobci speziell in den letzteren Zimmern
eine ganze Rcihe von alten Einrichtungen erneuert
wurden. Bei der Untersuchung des analytischen
Laboratoriums fand sich der beruhmte Kaliofen im
wesentlichen erhalten vor. Sodann wurde die Einrichtung des Liebig-Museums in den wieder hergestelltcn Raumen betrieben. Eine groBe Zahl von
L i e b i g s Schriften und Liebigerinnerungen wurden zum Teil angekauft, zum Teil geschenkt, aucli
eine groBe Zahl von Familienerinnerungen, speziell
Bildern, z. B. auch der Eltern L i e b i g s , ferner
Stammbaume und Descendenztafeln, schlieUlicheine
groBe Zahl von Bildern fruherer Schuler von L i e b i g sind zusammengebracht. Zu gleicher Zeit erhielt das Museum eine Reihe von Schenkungen,
welche den Zustand der Chemie vor L i e b i g in
literarischer und instrumenteller Beziehung erlautern sollen. Sehr wertvollen Zuwachs erhielt das
Museum dadurch, da13 eine Reihe von Originaleinrichtungsgegenstanden aus L i e b i g s Zeit aus
dem Besitz des chemischen Instituts gegen teilweise Entsehidigung in das Museum kam. Ferner
bekam dasselbe durch Herrn Geh. R a t N a u m a n n Nachbildungen von Apparaten und Versuchsanordnungen nach L i e b i g. Vor kurzem
erhiclt das Museum von Herrn Verlagsbuchhandler
[
%tbltauhrlft fur
rngewandte Chemlr
T o p e 1 m a n n in GieBen eine fast luckenlose Serie
von L i e b i g s Jahresberichten. AuBerdem sind als
Spender von Gescheaken fur das Museum besonders
zu nennen: Herr Medizinalrat Dr. E. A. M e r c k
in Darmstadt, Herr und Frau Baron v o n L i e b i g
in GieBen, Herr Geheimrat W i 1 1 in Berlin, Herr
Apotheker R o H b a c h in Laubach und Herr Apotheker S c h w i e d e r in Giel3en. Die groHe Zahl
der Gcldspender kann hier nicht aufgezahlt werden.
Somit ist also aicht nur die Rekonstruktion,
sondern auch die Fntwicklung des Museums in
vollem Gange, und es kommt jetzt vor allem die
Aufgabe. in der Rekonstruktion scl~rittaciseweiter
zu gehen und das. alte pharmazeutische Laboratorium. sowie das am spatestcn gebaute analytische
Lahoratorium. auf welches sich das berulimte Bild
des Liebig-Laboratoriums bezieht, wieder lierzustellen. Die lctzteren Srbeiten sind vor kurzem begonnen worden, und es ist zu hoffcn, daB das erwahnte Bild des Liebiglaboratoriums innerhal b von
Jahresfrist wieder erstelit.
Seine Konigliche Hoheit der
GroBherzog Ernst Ludwig von Hessen hat das Protektorat uber das
L i e b i g - M u s e u m in Giellen iibernommen. Die Abrechnung bis zum J u l i 1912 ergibt
folgendes:
..............
ca. 34000 M
An eingegangenen Spenden. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .- .- . -. - -_ - .ca.- . 8-000
M
Zurzeit sind noch verfiigbar . . . . . . . . . .
- - -.
. . . . . . . . . . . . . .
26000 M
Es sind also bisher verbraucht worden . . . . .
Hiervon kommen auf die Kaufsumme von 60 000 M als Anzahlung an die Stadt Giellen 10 OOO M
Zinsen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3 W O M 13000 M
so daB bisher fur Erhaltung und Wiederherstellung des Liebig-Lahoratoriums, sowie
13000 M
Einrichtung des Liebigmuseums aufgenendet worden sind . . . . . . . . . .
Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Fur Herstellungsarbeiten in dem Gebaude . . . . . . . . . . . . . . . . 9 OOO $1
Sonstige Herstellungskosten (Einfriedigung, Architektenhonorar usw.) . . . . 1800 M
eEinrichtung des Museums (Ankauf von Originalmobeln, Biichern, Bildern,
Rahmen usw.) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1200 M
Sonstige Kosten (Drucksachen, Porto, Schreibarbeit, 'Kosten des Vertrages
mit Reichsstempelsteuer usw.) ca. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 000 11 13 OW M
Zurzeit steht einer verfugharen Summe von
ca. 8OOO M die noch aufzubringende Kaufsumme
von ca. 50 OOO M gegenuber, abgesehen von den fur
die weitere Wiederherstellung der Herde und der
Ausgestaltung des Museums notwendigen Summen,
die wir, wenn das Begonnene gut durchgefiihrt
werden soll, auf ca. loo00 M unter Verteilung auf
10 Jahre veranschlagen.
Dem GroBh. hessischen hlinisterium, sowie
beiden Kammern der Landstande liegt ein Antrag
auf Gewahrung von staatlichen Mitteln vor, fur den
eine Reihe von Personlichkeiten, besonders Fiirst
Y s e n b u r g - W a e c h t e r s b a c h , Geh. Justizrat S c h m i d t und Geh. Schulrat M ii n c h warm
eingetreten sind. Die Herren Minister von H o m b e r g k und B r a u n zeigten lebhaftes Interesse
hei dem Besuch des Museums. Entscheidung ist
noch nicht erfolgt, wir hoffen aber auf staatliche
Mithilfe.
Um die Erhaltung des Liebig-Laboratoriums
und die Ausgestaltung des Museums weiter zu organisieren, wurde am 26./7. 1911 die Gesellschaft
,,Liebig-Museum" gegrundet, in welche die Mitglieder des bisherigen Arbeitsausschusses und eine
Reihe von anderen Personlichkeiten eintraten. Es
gehoren ihr bisher ca. 50 Mitglieder an. Die $innahmen der Gesellschaft aus Beitragen, die fur die einzelne Person mindestens 2 M pro Jahr, fur Vereine,
Gesellschaften, chemische Fabriken und andere Organisationen pro Jahr mindestens 20 M betragen,
beliefen sich bisher auf . . . . . . . . 466 M
die Ausgaben auf . . . . . . . . . . ____
. 36 M
Sonach bleibt ein Bestand von
430 M
.....
Der Vermogensbestand der Gesellschaft wird von
dem bisher gesammelten Ponds getrennt gehalten.
Am 25./7. 1912 fand die erste Jahresversammlung der Gesellschaft im Horsaal des Liebig-Laboratoriums statt, wobei Herr Privatdozent Dr.
B e s c h k e , GieOen, einen Vortrag uber ,,J u s t u s
v o n L i e b i g u n d F r i e d r i c h W o h l e r , die
Geachichte einer Freundschaft," hielt.
Nach den Statuten, die von dem Schriftfiihrer,
a e r r n Apotheker F r a n z F e l i x W e r n e r in
neR XXV.
.u. J d q n n g . 1912]
1715
Haasen: Fomohritte der Phot-obemie im Jahre 181L
(iielkn, bezogen werden kiinnen, ist der Zweck der
( i e d l s r h a f t Erhalt unp. Erwerhung iind n'iederhemtelliing des Liebig- Ln1)orntoriurnw iind Einrirhtung cines Liebig-Miineuiiis in seinen Hiiiirncn.
Es lastelit die Ahivlit, dnU day Liel)ig-Liilroratoriurn entsprecliend d r m vorlicpenden provisorisclien Kaufvcrtrag allniiililirh in den lksitz tler
(:c.wllsclinft koninit.
Zu diesern Ztvcckc Hind niitip:
1. writer(. Sanirnluiigrn fiir den Liebipfonds,
iirn tlie Hestknufxurnnic von .W (Mn) M zu zalilen.
2. mijgliclist zalilrrirlirr h i t r i t t zii der (iesellscliaft ,,Lirl)ip-~luseiini".iini nits dvn lniifendrn
Einnaliincn die upiiter, niicli vollkoniniener Kekonntruktion und Auspcsttiltiing des 3luseums entstelienden Betriehskosten zii decken.
\Vir riclitrn dnlicr norlinials a n alle heteiligten
Kreinr. vor allem a n die Vertreter der ('liernie iind
der verwandtcn \Vissensrliaften, slwziell der anpewnntlten ('liernie, Iwsondrrs a n die Vertreter der clieniinrlien Indiistrie. weiter aiirli der l'hysiologie und
Jledizin, nowie der Iiintlwirtschaft, d. h. also a n
die Vcrtreter nller \Vissenscliaften, die der methodiaclien ('Iiemic ihrcn grollcn Hrfolg verdnnken, die
Bitte.
I . durcli einmalige Spenden den Fonds zur ErIialtung dcs Liel,ip-l~l)oratoriumszu fordern,
2. der G:enellscliaft ,.I.irt~ip-~Iuscurn"in GicUen
mit. eincm rcgclmiiUigcn lkitrag kizutreten.
Medizinalrnt 1)r. E. A. M e r
alu 1. Vornitzender.
c
k
,
Geli. Medizinalrat I'rof. Dr. S o rn m e r,
alu 11. Vorsitzender.
der Normnll~eliclitunpund die Mogliclikeit der photopmphisclien S ~ ~ k t r a l p h o t o ~ n e t r iHs
e . w i d untersuclit, in \vrlcliern Verlidltnin Ikhtintensitiit und
Exl~oaitionndaurr 1:ei I, u ni i 6 r e sclien Platten
variiert \vertlen kiinnrn, oline dall in der \-on H II r t e r iind 1) r i r f f i e 1 t i fiir dns dndurcli zugleirh
gekrnnzeichnrtr (kl)iet dcr ,,norrnnlrn" Helichtung
(drr Scli\riirsung uiifqestrlltcn E'orrnel
S =. Ig ( k i m t " )
rn iintl n sivli irirrklirli iindern. E'wnrr wird die
Vnriti1)iIitiit t l w (lriiUc k iind die A1)liiinpigkrit der
15xponenten von d r r \Vrllcnliinue rrmittelt. Yiir
tlrn Ikreicli ,,nornialt~r" odrr naliezu ,.norrnaler"
Srliwiirzung u-ird (lurch nielirere in k1einc.n A l i stiindrn sidi folgrnde Srhwiirziinpen Relir tingeniiIirrt die gleirlir S r 1 i ~ ' i i n i i n ~
Iiervorgerufvn
ir
durcli rinc 15inzrllrcliclitung derselben (:exanitdnucr. Im (kgrnsntz zii d r m Befiind L e i ni 1) n r 11 s ist s o \ v o l i l drr 7kt- aln aurli drr Intensitiitsrx1)onrnt fiir norninle Scliwiirziing innerlialb
eincs Variittionslirrriclir~tlrr Intrnsitiit iil:er 1:1600
unnlhingig v o n drr Intcmsitiit; dcr Intennitiitsexponent fur vrrsrliirtlcnc I'niiilsioncn der untrrniirliten Plattrn sc.li\vnnkt o f t urn nocli niclit 5Ob.
nininit rnanrlininl wirdcr niit nbzuneliniender I n tenvitiit zii, ist nlrrr in eincm (k1)iete von 1 : 100
konstnnt. I)rr Faktor k ist in eincm VariationsI)rreicli von 1 : l6lW niclit merklicli von der Intenxitiit ahhiingig.
Fur einen Variatiombereich von mindestens
1 : 10 ergeben sicli die pliotometrisclien Reziehungen:
n S,- Si
f4 =
1
11
m r n
(J
darnus folgt fur plciche Reliclitunpdauer:
Bericht iiber die Fortschritte
der Photochemie im Jahre 1911.
Von Dr. CHRISTIAN
J. HANSEN.
(Schlub r o n S. IC,iR.)
ti r v e n p h o t O F r n p 11 i s c 11 e r 1'1 a t t r n.
Von groUem praktisclicm Intrrewc sind die
neuercn von vcrscliietlriic-n Sciten rnit Erfolg nii+
gefiilirten Untersurliiinp.n iiher tlie Scli\viinunpsgesetze der ~~liotoyra~~liisc:lien
I'lnttcb.
S t e n g e r 6 7 ) untersiiclit dir (;ridation von
Bronisillwr~elatinencliicliten irn Ultraviolett und
findrt entgegen der E d c r sclien Ansicht, da8 jede
photogriipliisclie i'latte ouch fur dns Ultraviolett
durcliniis keinc besondrrc cliarakteristieche Schwiirzungskurve fur die einzelnrn Strahlen verncliiedener
Wellcnliin~ehnbc, H'Mvon ilim frulier hereits fur
daa Gebiet 375 bis iilm 600 ! ( u und von L e i m I) a c 11 fiir dar Gebiet 115 ,J!J Ibis 700 ! t p gczeigt war.
F u r Belichtunpen iin Verhiiltnis 400 : 120 : 1 verliefen die durch Stralilungcn zwischen 4oO--Y85 p p
festgc*stelhn Sc~iwarziinpskurvendenen fiir Stralilungen von D a n aufwiirts und fur weiUes Liclit
parallel.
J. S t a r k 6 8 ) priift daa Schwarzungsgesetz
Sc
11
\v ii r z u n g s k
-
11
C, o I tl I) e r c 5 9 ) weint in einer mit Hiickairht~
tlie IMail\r iedergahe pliotoprapliischer Srliicliten selir wiclitigrn Arlwit dnrauf Iiin, daU es u n niiiglicli int, n i i x tlcr charaktrrintkclien Kurve von
H II r t r r rind 1) r i e f f i e I d den a l w l u t e n \ \ e r t
der Unternrlii~ulsern~~findliclikeit
bci vemrhirdenen
ILliclit unpeii zii entnehmen, vor allem niclit lrei
~~licitogra~~liisc~licn
iind nnderen der Hrlrodii ktionsteclinik dienendrn lirlitc~ni~~findlirlien
I'alieren.
Denn die Kiirvestellt It?cliplirhdaao1)jektive Srliwiirzunpngenetz dnr. liiinpt alwr niclit direkt niit d r r
Untersc1iiedvernl)findlichkeit des rnen~cliliclit~n
Augm zusarnrnen. Die Neigunp der Kiirve int nun
z w ~ der
r relat i ven U nt erschiedsernpf i ndlicli krit pr( )portional, jedorli int ein 1)astimrnter Differentialquotient der chnrakteristisclien Kurve niclit vorhanden. Die Kurve verliiuft niimlicli keincswtbp
Rtetig, sondern besteht aus treppenforrnig ansteigenden k u n e n geraden Linien.
F. W e i g e r t B O ) , soHio G o l d h e r g , L u t 11 e r und \V e i g e r t e * ) geben irn AnschluD
daran einfaclie Methoden zur Konstruktion tlrr
Scliwanungskurven pliotographischer Platten an.
Die dcs ersteren lxsteht darin, d a 8 die Platte unter
iriif
69)
27)
I'hysiknl. %. 12, 580.
Ann: d. l'hysik [4] 38, 461.
- s,
- 1 s,
.ni
'2 -
OD)
61)
Z. \vim. I'hotogr. 9. 313.
Verli. d. Drutsch. phy~ikal. Ges. 12, 506.
Z. wins. I'hotogr. 9, 323.
216.
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